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Mittwoch, 16. Januar 2013

USA - 7. Tag: Las Vegas - Teil 2

  LAS VEGAS BEI NACHT
(naja, und ein bisserl auch nachmittags ;o)) 

Hello, ihr Lieben!


Vielen Dank für eure lieben, wunderbaren Kommentare zu meinem vorigen Post 
- und zu "Teil eins" meiner "Las-Vegas-Story" :o))!!!
 
Könnt ihr Euch noch an das Buch erinnern, von dem ich euch hier erzählt habe - das Buch, in dem es um 
das "Glück des Zufalls" geht? Wie der Zufall es so will, kommt eine der Hauptpersonen des Romans in Nevadas 
berühmte Glücksspielstadt, und der Busfahrer verkündet: 
"Meine Damen und Herren, wir erreichen jetzt Las Vegas - das bedeutet: die Wiesen
Kaum zu glauben, aber das hier war tatsächlich mal ein grüner Flecken. Ihnen allen 
eine gute Zeit und achten Sie auf die Stufen."

In diesem Sinne: Welcome zum zweiten Teil über die "fabulöse" Stadt, die einst ein grüner Flecken inmitten 
der Wüste war und nun Tag und Nacht unter Strom steht - und achtet bitte auf die Stufen ;o)!

 


Den Bus nehmen wir übrigens nicht, um uns durch die Stadt der Neonlichter zu bewegen, 
und auch unseren Mietwagen lassen wir lieber auf dem Hotelparkplatz stehen. Wir sehen unterwegs
 Stretchlimousinen in schwarz oder weiß, die man wohl mieten kann, wenn man hier zu heiraten 
gedenkt oder wenn man einen Gewinn feiern möchte, den man in einem der Casinos errungen hat - 
doch auch die sind nicht das Fortbewegungsmittel unserer Wahl: Stattdessen halten wir uns mal 
wieder an die eigenen Füße - und für längere Strecken nehmen wir die Monorail, die ihr unten rechts 
sehen könnt:


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Nun zu eurer berechtigten Frage, ob es uns gelungen ist, unsere nächste Weltreise  
durch einen Jackpot zu finanzieren:

Man kann in Vegas kaum einen Schritt machen, ohne an einem Spielautomaten vorbeizukommen - selbst der 
Weg aus der Monorail führt durch Spielsalons! Klingt vielleicht schrullig (oder nach einer gewissen "Sonderlichkeit", 
die Leute mit zunehmendem Alter annehmen ;o)), aber es ist irgendwie "too much" für uns.
Als würde uns ein Marktschreier unbedingt seine Ware aufdrängen wollen. 
Da drehen wir uns auch um und gehen fort. Weil wir nix aufs Auge gedrückt bekommen wollen.
 Ursprünglich haben wir uns vorgenommen, in Las Vegas eine klitzekleine Summe für solche Automaten 
zu reservieren, weil Spielen hier einfach "dazugehört" (und weil es natürlich schön wäre, 
mit einem Einsatz von 5 Dollar die nächste Reise zu gewinnen ;o)) Doch dann schreckt uns
 diese Aufdringlichkeit so sehr ab, dass wir in Las Vegas nicht einen einzigen Cent ins Glücksspiel investieren... 


(Ich schätze mal, damit könnten wir die einzigen sein...? ;o))


Somit: Nix gewonnen, nix zerronnen :o))

In dieser Collage bekommt ihr Einblick in diverse Casinos

Vielleicht gut so, denn Murphy wirkt doch ziemlich interessiert an all dem Geklingel und Geleuchte
Möglicherweise haben wir ihn so vor einem Schicksal als abgewrackter Gambler bewahrt, der lustlos und 
trübsinnig eine Münze nach der anderen in zwei nebeneinander stehende Geräte wirft. Solche traurigen 
Menschen gibt's in der "Lichterstadt" einige zu sehen... - auch wenn sich viele Besucher wohl eher wünschen, 
 dem Klischee dieser zwei "Gewinner" (links im Bild) zu entsprechen:

  
 

Auch was ihr sonst noch auf der oberen Collage seht, finde ich größtenteils ziemlich kurios:


Da sind zum Beispiel diese Aqua-Massage-Geräte, in die man (mitten in einer Einkaufspassage) voll bekleidet
 klettern kann, um sich dann für 15 oder 25 $ entweder eine 7-minütige "Verjüngungsmassage" oder 15minütige 
Entspannung zu gönnen. Und darunter seht ihr eine sogenannte Oxygen-Bar, in der man (wenn wir die Werbung 
dahinter richtig deuten), einen Schlauch in die Nase bekommt und sich mal so richtig mit Sauerstoff vollpumpen kann :o))
Der goldene Typ im weiß-gelben Joker-Kostüm ist kein Maskierter, sondern eine Statue vor dem Harrah's Hotel...

... doch unterwegs sind uns bereits einige Leute in Halloweenmasken aufgefallen.
Also greife auch ich auf meinen (urlaubsmäßig begrenzten) Fundus zurück, der vor allem
aus einem Bolerojäckchen mit Trompetenärmeln, knallrotem Lippenstift und jener roten
 Nelke besteht, die ich am Vorabend von einem der Artisten bei der 
 Cirque du Soleil-Wasser-Show Le Rêve überreicht bekommen habe 
(weil ich ganz am Rand saß, wo die Muskeljungs herumturnten ;o))))

Herr Rostrose zieht es vor, unverkleidet zu bleiben. Oder, um es positiver zu formulieren, 
er geht als Außerirdischer, der sich äußerst talentiert als Herr Rostrose verkleidet hat.
(Fazit: Herr Rostrose macht den dritten Platz beim großen "Herr-Rostrose-Doppelgänger-Wettbewerb"!)



Bevor wir uns von unserem Hotelzimmer per Monorail wieder ins Zentrum der Stadt 
aufmachen, fahren wir zum 350 m hohen Stratosphere Tower (obere Collage, rechts).


Herr Rostrose will dort gerne nach oben fahren und mal runter schauen, aber der Aufzug kostet 
18 $ pro Person, das finden wir denn doch übertrieben (da hol' ich mir lieber eine Verjüngungmassage 
und spar' dabei noch 3 $ ;o) 
Hier könnt ihr lesen, welche "Kicks" man sich auf diesem Turm holen kann (worauf ich dankend verzichte) 
und hier gibt es eine (nicht für Höhenängstliche geeignete) Bildersammlung.


Mir persönlich reicht die Art von "Grusel" und Vergnügen, 
die auf dem Strip durch die unzähligen Maskierten verbreitet wird ;o))


Hier  nehmen wir übrigens noch einen kleinen Fast-Mitternachts-Imbiss ein:

Die "Sugar Factory" ist ein wirklich süßes Lokal (zu dem auch ein entzückender Candyshop gehört) 
direkt unter dem "Eifelturm" :o) (Die Preise in dem Lokal sind allerdings eine Art Insulinschock ;o))
 
Und zum Abschluss gönnen wir uns noch einen längeren Blick auf die
Wassershow vor dem Bellagio Hotel. Edi hat mit seinem Fotoapparat ein 34-Sekunden-Video der
poetischen "tanzenden Wasserstrahlen" gedreht, vielleicht habt ihr ja kurz Zeit und 
Lust, es anzusehen:




Und das war's auch schon wieder: Bye-bye, Las Vegas!

Schön war's, viel zu sehen gab's - und ich kann durchaus verstehen, dass man sich von 
dieser Stadt angezogen oder verzaubert fühlt - aber ich selber bin halt mehr so der 
 "Natur-Typ" - und jetzt bin ich ehrlich gesagt schon wieder froh, wenn ich raus aus "Bling Bling" komme :o))


Hier geht es zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes 
und hier zum nächsten Teil: dem Zion Nationpark. 
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥


Donnerstag, 10. Januar 2013

USA - 7. Tag: Las Vegas - Teil 1

 LAS VEGAS BEI TAG
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Hello, ihr Lieben!

 >> Welcome to Fabulous LAS VEGAS <<
So steht es auf dem Schild aus dem Jahr 1959 zu lesen, das wohl viele von euch schon gesehen 
haben, egal ob sie jemals in der "Stadt der Lichter" gewesen sind oder nicht. Das Foto davon 
haben wir übrigens erst am Morgen unseres letzten Vegas-Tages aufgenommen, kurz vor 
unserer Weiterreise in den Zion-Nationalpark. Da war es mit dem Traumhimmel-Wetter, das wir 
am 31. Oktober 2012 in LV hatten, schon wieder vorbei... 



Und so sieht der Himmel an unserem Hauptbesuchstag in der größten Stadt Nevadas aus:
 Der "Halloween-Himmel 2012" präsentiert sich Azurblau, Kitschblau, Blitzblau, Knallblau,
Cyanblau, unfassbar blau!
Ob das ein Teil seiner Verkleidung ist? 


(Ich habe extra ein Foto mit mir in die Collage eingefügt, auch wenn dieses Bild vom Kontrast her nicht so toll 
gelungen ist - nur damit ihr nicht glaubt, wir hätten einfach ein paar Postkarten eingescannt ;o))) Und wie ihr seht, genieße 
ich es sehr, am "Halloweentag" ärmellos durch die Weltgeschichte zu laufen - bei uns daheim geht das ja eher nicht :o))


 Abgesehen davon hege ich diesem Ort gegenüber allerdings recht gemischte Gefühle:
Selbst wenn ich die Show am Vortag wunderbar fand, selbst wenn "das Kind in mir" all die
 Nachbauten und das Bling-Bling der Glitzerstadt bestaunt und der blaue Himmel über uns 
 großartig wirkt (ist er wirklich echt? Oder schaffen sie es schon, ein solches Himmelsblau 
vorzugaukeln?) - Las Vegas ist und bleibt für mich eine der künstlichsten und 
dekadentesten Städte der Welt. *) 

Ich werde euch die dort entstandenen Bilder dennoch in zwei Postings zeigen - 
einfach, weil es unheimlich viel zu sehen gibt. 
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*) Das Gras hier ist jedenfalls zum Teil aus Plastik... - oder benötigt aufgrund des Wüstenklimas 
ernorme Wassermengen. Ein Hotelkomplex versucht den anderen in Höhe, Originalität, Zimmeranzahl, 
Qualität der Shows, Pomp und Beleuchtung zu überbieten. Wegen der Leuchtreklamen, die bis 
 in die Morgendämmerung aufgedreht bleiben, sowie aufgrund der rund um die Uhr betriebenen Casinos 
und der vielen Klimaanlagen gilt Las Vegas - im Verhältnis zu seiner Größe - als der massivste Stromfresser 
dieser Erde, und auch der Wasserverbrauch der Wüstenstadt ist enorm. Eine Verschwendung, die 
so manches anderes Problem nach sich zieht.

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Paris, New York, Venedig und Gizeh liegen hier nur wenige Geh-Minuten voneinander entfernt.
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Herr Rostrose, der schon "vor unserer Zeit" einmal hier gewesen ist, will mir LV bereits seit Jahren zeigen, 
einfach weil er meinte, diese crazy Stadt - in der es keine öffentlichen Uhren gibt, um die spielfreudigen
Nachtschwärmer nicht an die Zeit zu erinnern, und in der zwar die Eingänge der Casinos gut sichtbar 
gekennzeichnet sind, aber nicht die Ausgänge (denn das Publikum soll hineinfinden und dann am besten so 
lange drin bleiben, bis alles Geld verspielt ist) müsse ich einfach mal erlebt haben. Doch wenn sie in unserem 
"Reisepaket" nicht integriert gewesen wäre, hätte er mir "Sin City" wohl nie schmackhaft machen können.

Weil ich schon einmal hier bin, beschließe ich, fünf gerade sein zu lassen. Denn die Verschwendung findet statt, 
ob ich nun dafür oder dagegen bin. Sie findet seit den 1930er-Jahren statt und seither waren schon viele dagegen. 
Ich kann und will nicht so tun, als würde ich die Stadt, die auch "Capitol of Second Chances" genannt wird, rundum 
toll finden, aber ich habe beschlossen, positiv zu denken und während unseres Urlaubs vor allem
die schönen Seiten dieses Ortes zu sehen. Und die gibt es zweifellos.


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Wirklich schön finde ich das "Conservatory at Bellagio":
Das riesengroße, elegante Gewächshaus ist die Kulisse für jahreszeitlich wechselnde
Blumenarrangements und Gestaltungen. Während unseres Besuches waren natürlich
Herbstpflanzen und Kürbisse die Stars des überdachten Gartens. 
 Ebenso wie die Lagunenstadt im Venetian (siehe weiter unten) kann man sich 
diesen Genuss kostenlos gönnen.

Wenn ihr hier klickt, könnt ihr euch noch viele andere phantasievolle Arrangements in diesem schönen Wintergarten ansehen.
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Der Schäfchenwolkenhimmel, den ihr auf der unteren Collage seht, ist nur aufgemalt.
Und auch der "Canale Grande" unter diesem Himmel ist nicht echt. Diese nachgebaute 
Lagunenstadt befindet sich im ersten Stock (!) des Venetian Hotels, das zusammen mit
 seinem Schwesterhotel "The Palazzo" 7.128 Zimmer bietet und somit den größten 
Hotelkomplex der Welt darstellt.
Ich gebe zu, ich bin beeindruckt von der Fähigkeit, mit Beton und Farbe historische Bauten und
Marmorsäulen zu kopieren, alte Meister, bronzene Löwen... Bloß Farbe, Geruch und
(das in Wahrheit ziemlich schlammige) Ufer des Canale Grande wirken alles andere als 
authentisch (aber das ist vielleicht gar nicht so schlecht ;o)) 


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Gleich neben unserem Hotel findet an diesem Tag eine Art von "Show" statt - und zwar eine,
in der man u.a. Monster-Trucks und mit Airbrush-"Tatoos" verzierte Flitzer bestaunen und 
auch selbst in einem Rallye-Wagen als Beifahrer mitfahren kann. 



Mich persönlich fasziniert dort 
allerdings am meisten dieses spezielle Gefährt: Eine Hendee Deviant, wunderschön gearbeitet und
 offenbar nicht nur hinsichtlich der Initialen ein Tribut an die guten alten Harley Davidson Maschinen.


Liebe Frau Hummel, wäre die Hendee nicht auch etwas für dich? :o)) Ein Harley Davidson Cafe gibt's in Vegas 
übrigens auch, erkennbar an dem riesigen, aus einer Häuserfront ragenden Motorrad und einem mit Pflanzen 
bewachsenen Exemplar im Gastgarten.

 Nun, Ihr Lieben, das war's mal für heute. Eure durchaus berechtigte Frage, ob es uns 
gelungen ist, unsere nächste Weltreise durch einen Jackpot zu finanzieren, werde ich euch
im zweiten Teil meines Las-Vegas-Reiseberichtes beantworten. Und auch, ob sich die  
Leute hier (inklusive den Rostroses) zu Halloween besonders zurechtgemacht haben, 
werde ich euch in Teil zwei erzählen.
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Fortsetzung folgt!

Hier geht es zum vorigen Streckenabschnitt, dem Death Valley Nationalpark, 
hier kommt ihr zum zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥


๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩

Samstag, 5. Januar 2013

USA - 6. Tag: Death Valley Nationalpark

♥ Hallo, Ihr Lieben!

Heute hab ich eine Zeitreise im Programm: Wollt ihr mit mir zum 30. Oktober 2012
zurückkehren? Seid ihr bereit, mit mir gemeinsam das "Tal des Todes" zu durchqueren?

(Keine Sorge - es klingt schlimmer, als es ist! ;o))


Am Straßenrand sehen wir einige trockenheitsliebende Pflanzen wie z.B. den
Joshua Tree (Yucca brevifolia)


Also los: Wir befinden uns "on the road again"! Je weiter wir uns von Bakersfield entfernen,
desto weniger grün ist zu erblicken, desto karger wird der Boden. Nach und nach begeben wir
 uns in die Mojave-Wüste, ein 35.000 km² großes Trockengebiet im Südwesten der USA,
dessen trockenster und heißester Ort das
Death Valley 
 ist. Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 45 Grad Celsius, die höchste dort
jemals gemessene Temperatur lag bei 56,7 °C! Wenn ihr mehr über den Ursprung des Namens,
die nach wie vor dort lebende Kolonie von Timbisha Shoshone Indianern, das Klima,
 höchste und tiefste Punkte, die Fauna und Flora wissen wollt, folgt ihr (wie immer) am besten
dem unter dem Ortsnamen eingefügten Link.



Mit dem Wort "Wüste" verbindet man oft "Einöde" - und somit eine Landschaft ohne große Abwechslung. Umso 
verblüffter bin ich, als wir das Gebiet im Death Valley Nationalpark befahren: Hier scheint die Landschaft nämlich 
einem ständigen Wandel zu unterliegen.

Ich glaube ja normalerweise nicht an einen Gott, der lockere Plauderstündchen mit den Menschen abhält und den 
Wunscherfüller spielt, aber während wir diese Region durchqueren, drängt sich mir das Bild eines solchen 
Gespräches zwischen Gott und Mensch auf. 
Das Menschlein sagt zu Gott: "Lieber Gott, ich wünsche mir Berge!" 
Und Gott antwortet: "Soso, Menschlein, Berge willst du also? Welche Art von Bergen hättest du denn gerne?"
Und wie ein Architekt, der Modelle entwirft, stellt er von jedem Berg einen Prototyp in die endlos weite Wüstenlandschaft: 
"Möchtest du sanft gerundete Hügel oder spitz zulaufende Gipfel? Einzelne Berglein oder ganze Gebirgsketten? 
 Sandige Dünen oder kantige Felsen? Möchtest du braune Kuppen, rote Anhöhen, weiße Erhebungen oder graue Zinnen, 
willst du gestreifte oder unifarbene Höhenzüge? Zackige, abgeflachte oder kegelförmige? Sollen sie zerklüftet sein oder 
von einer Oberfläche, die schimmert wie Satin oder Samt? ..."

Manchmal biegen wir um eine Kurve und müssen vor Überraschung lauthals lachen, weil wir schon wieder ein neues 
Bergmodell erblicken - es ist einfach grandios, diese Vielfalt so unmittelbar hintereinander zu erleben. 
Hier ein Auszug aus dem "göttlichen Programmangebot":





Wie ihr an der Temperaturmessung beim Furnace Creek Visitor Center erkennen könnt, waren die
Temperaturen bei unserem Besuch moderat: 88 °Fahrenheit entsprechen etwa 31 °Celsius.

(Allmählich glaube ich, wir haben unsere Reise generell zu einer perfekten Zeit unternommen: In der Wüste war es 
nicht zu heiß, San Francisco soll während der Sommermonate oft nebelig und kühl sein... Aber ich kann euch natürlich 
nicht garantieren, dass es im Oktober / November immer so schön ist...)


Während unserer Reise sehen wir verblüffend viele Radfahrer - auch hier, in der Wüste. Es geht hier zuweilen heftig bergauf und bergab - 
in einem Gebiet, das ohne Anfang und ohne Ende zu sein scheint. HUT AB! Auch bei "nur"  30 Grad
im Schatten würden mich keine 10 Pferde zu solch einer Tour bringen können... Vermutlich nicht einmal 10 Kojoten ...

Apropos: Kojoten begegnen uns im Death Valley nicht - dafür hätten wir eher nachts
oder in den frühen Morgen- bzw. Abendstunden unterwegs sein müssen. Auch Klapperschlangen
sehen wir glücklicherweise keine. Nicht einmal verbleichte Tierschädel, wie sie in dieser Gegend 
vielleicht zu erwarten wären. Am nächsten kommen an diese Vorstellung noch die Baumskelette
heran, die sich unweit der Mesquite Flats Sand Dunes finden -  deshalb werden sie von uns
auch gleich ausgiebig fotografiert. Und seht nur mal unten links: Murphy umarmt sogar ein trockenes 
Stück Holz! Seltsam! Wer ihn bloß auf solche Ideen gebracht hat??? ;o))


Außerdem sacke ich hier eine Handvoll Wüstensand für meine Sammlung ein (die inzwischen aus Nordsee- und Jamaicastrandsand besteht, 
aus roter Südafrika-Erde und "Bodenproben" aus verschiedenen anderen Weltgegenden. Bloß in der Wüste Thar habe ich 
vor lauter Kamelreiten und Kamelreit-Begeisterung auf das Einpacken von Sand vergessen. 
Daher meine Bitte: Sollte irgendjemand von euch in Zukunft nach Indien reisen und dort die Wüste Thar besuchen: 
 Bitte bringt mir eine Portion Wüstensand von dort mit!!! Diese Bitte ist übrigens ernst gemeint! Vielen Dank!)


Nächster Halt:
Zabriskie Point!
Und abermals kriege ich mich vor staunender Begeisterung kaum ein: Nie zuvor habe ich
eine Landschaft wie diese gesehen. Kahle Felsen in unterschiedlichsten Farbabstufungen und
Faltenwürfen.
Die Oberfläche des Gesteins fühlt sich seltsam "soft" an, manche Felsen schimmern, manche sind
 seidenmatt und wenn man darauf klopft, ertönt ein hohler Klang.

Ein Verdacht wirft sich auf: Vielleicht ist dieses Gebirge gar keine paar Millionen Jahre alt, sondern wurde von 
Disney's oder MGM gestaltet... ;o)





Es hätte noch einige Sehenswürdigkeiten mehr gegeben in dieser gar nicht "öden" Wüste,
doch wir haben für diesen Abend noch einen ganz besonderen Plan. Deshalb reißen wir uns von der
großartigen Naturszenerie los und schalten um auf das größtmögliche Kontrastprogramm: Auf nach
Las Vegas!

Hier begeben wir uns gleich in unsere Unterkunft, das Best Western Mardi Gras Hotel
(das uns vom Stil her tatsächlich ans French Quarter der "Mardi Gras-Stadt" New Orleans erinnert 
und das vor allem durch seine besonders geräumigen Zimmer hervorsticht), und machen uns ausgehfein:

Wie ihr seht, darf mein Flower-Power-Kleid vom 1. Tag in San Francisco diesmal 
mit Hilfe eines indischen Seidenschleiers Abendkleid spielen ;o))

Und hier geht's hin: 
Ins Wynn Theater, wo wir schon von zu Hause aus Karten reserviert haben für die einfach unbeschreibliche

Fotografieren und Filmen der Show war leider verboten, aber in den Weiten des Internets
 finden sich einige sehenswerte Ausschnitte dieser märchenhaften, ästhetischen
zeitweise humorigen, immer phantasievollen und hochgradig artistischen
Mischung aus Ballett, Zirkus, Theater, Turmspringen, Synchronschwimmen, Maskerade
... bei der man nie weiß, wohin man zuerst schauen soll, weil sich an jedem Punkt der runden,
technisch ausgefeilten "Wasserbühne" etwas tut!
Wenn ihr auf den Link oberhalb der Collage klickt, könnt ihr euch ein kurzes Video der Show ansehen -
hier gibt es außerdem noch den offiziellen Werbetrailer und hier die offiziellen Fotos -
wirklich sehr schön und sehenswert!

Was wir sonst noch in Las Vegas erlebt und bestaunt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil
meines Reiseberichtes!


Hier geht es zum vorigen Streckenabschnitt, dem Sequoia-Nationalpark.
 Hier kommt ihr zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes.  
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
 

Samstag, 24. November 2012

Überblick über unsere Reiseroute

 Servus Ihr Lieben! ♥♥♥
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Zunächst einmal möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlich für all eure
lieben Willkommensgrüße und herzerfreuenden Kommentare zu meinem ersten Posting nach der
Reise bedanken. Ihr seid TOLL! Auf diese Weise fällt mir sogar das Nachhausekommen und
Wieder-im-Alltag-Eingewöhnen (relativ) leicht.

Heute möchte ich euch nur mal kurz zeigen, wo wir uns überall rumgetrieben haben, damit ihr
euch eine genauere Vorstellung von unserer Reise durch den "Wilden Westen" machen könnt:
♥♥♥
  1.-3. Tag: San Francisco, CA
  • Hier (klick) kommt ihr zum ersten Teil mit einer Cable-Car-Fahrt und Fisherman's Wharf.
  •  Hier geht's zum zweiten Teil mit Alcatraz und der Radtour über die Golden Gate Bridge.
  • Und hier zum dritten Tag mit Chinatown, den "Painted Ladies", Height Ashbury und The Mission District. 



  4. Tag: Wir holen unseren Leihwagen ab, verlassen San Francisco 
und fahren in den Yosemite National Park (Entfernung ca. 300 km) - 
Übernachtung in El Portal, CA (Entfernung ca. 20 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Artikel über den Yosemite-Nationalpark.

 5. Tag: El Portal - Sequoia National Park (Entfernung ca. 285 km) -  
Bakersfield, CA (Entfernung ca. 210 km)

  • Hier erzähle ich euch über unseren Besuch im Sequoia-Nationalpark 
          (wo ich mit Bäumen gekuschelt und mit Vögeln geflirtet habe ;o))


 6. Tag: Bakersfield - Death Valley National Park, CA (Entfernung ca. 415 km) -  
Las Vegas, NV (Entfernung ca. 175 km)
  • Hier ist der Link zu meinem Bericht über die Fahrt durch den Death Valey Nationalpark
           und zu unserer Ankunft in Las Vegas


7. Tag: HALLOWEEN in Las Vegas, NV
  •  Hier kommt ihr zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes
  • Hier kommt ihr zum zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes


8. Tag: Las Vegas - Zion Nationalpark, UT (Entfernung ca. 255 km) 
 - Bryce Canyon Nationalpark, UT (Entfernung ca. 145 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Reisebericht über den Zion-Nationalpark

9. Tag: Bryce Canyon Nationalpark, UT 

  • Hier kommt ihr zum Kapitel über den Bryce Canyon Nationalpark.

10. Tag: Bryce Canyon - Page / Lake Powell, AZ (Entfernung ca. 250 km)

  • Hier kommt ihr zur Fortsetzung - Page / Lake Powell / Antelope Canyon.

11. Tag: Page / Lake Powell - Grand Canyon Nationalpark, AZ  
(Entfernung ca. 220 km) - Flagstaff, AZ (Entfernung ca. 125 km)
  • Hier geht's zu meinem Artikel über den Grand Canyon.

12. Tag: Flagstaff - Oak Creek Canyon / Sedona (Entfernung ca. 30 km) 
 - Phoenix /Scottsdale, AZ (Entfernung ca. 185 km)
  • Hier ist der Link zum Kapitel Route 66 / Oak Creek Canyon / Sedona 
13. Tag: Scottsdale - Joshua Tree National Park, CA / Palm Springs, CA 
 (Entfernung ca. 430 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über den Josua Tree Nationalpark


14. Tag: Palm Springs - Studio City / Los Angeles, CA (Entfernung ca. 195 km)

(mit L.A. geht's dann im nächsten Kapitel weiter :o))

15. Tag: Los Angeles / Hollywood / Beverly Hills, CA

  • Hier  kommt ihr zu meinem Kapitel über Los Angeles

16. Tag: Studio City / Los Angeles - Santa Barbara, CA (Entfernung ca. 135 km)
  • Hier geht's zu meinem Bericht über Santa Barbara

17. Tag: Santa Barbara - San Simeon, CA (Entfernung ca. 240 km)

  •  Hier geht's weiter zur nächsten Station unserer Reise - nach San Simeon

18. Tag: San Simeon - Monterey - 
Carmel Valley, CA (Entfernung ca. 165 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem folgenden Beitrag über Monterey und Carmel 

19. Tag: Carmel Valley - Carmel -  
San Francisco / Flughafen (Entfernung ca. 185 km)

(Diese letzten Tage habe ich zusammengefasst - siehe Link Monterey und Carmel)

20. Tag: Ein Tag bzw. eine Nacht über den Wolken - Ankunft in Österreich
♥♥♥
Ihr seht also, es gab einige interessante Ziele - sowohl für Menschen, die gerne Städte besichtigen 
als auch für 
Freunde des Meeres - und wie ihr außerdem sehen könnt, haben wir unterwegs auch gleich mehrere faszinierende 
Naturparks besucht. Aus diesem Grund erstanden wir einen Jahrespass für Nordamerikas 
Nationalparks um 80 US-Dollar. Damit darf ein PKW mit insgesamt bis zu 4 Insassen 
(ab 16 J.) innerhalb eines Jahres ohne weitere Kosten sämtliche dieser Nationalparks durchqueren. 

Ein Karte für einen einzelnen Eintritt in einen US-Naturpark kostet nach unserer Erfahrung zwischen 
20 und 25 Dollar, also empfiehlt sich solch ein Pass ab 4 Besuchen.

♥♥♥
♥♥♥
Die Reiseroute ist übrigens nicht auf unserem eigenen Mist gewachsen. Wir haben heuer nämlich
 erstmals mit einer Mietwagen-Rundreise experimentiert, die vom allseits bekannten Kaffeeröster 
veranstaltet wurde ;o) Das heißt, ein Wagen wird zur Verfügung gestellt und die einzelnen Tagesziele
 sind durch vorgebuchte Hotels festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens hat man jede Menge Freiheit für 
individuelle Entscheidungen. Man erhält einen sogenannten "Discovery Guide", in dem Vorschläge 
für Ausflüge und Besichtigungen gemacht werden, die sich unterwegs anbieten, aber wenn man mal faul sein möchte, 
kann man zwischendurch auch Tage ohne großes Programm einlegen. Am Ende unserer Reise 
können wir daher sagen: Experiment geglückt! Hätten wir die Reise selbst geplant, wären wir wohl 
"aus purer Gemütlichkeit" an weniger Orte gekommen - und hätten nicht so viel Schönes erlebt!

♥♥♥
So, Ihr Lieben, nun lasse ich euch bis zum nächsten Mal wieder ganz herzliche Grüße da. 
Viele von euch habe ich während der vorigen Woche bereits auf den Blogs besucht,
 alle anderen kann ich hoffentlich kommende Woche besuchen! (An diesem Wochenende
wird nämlich unsere traditionelle November-Familien-Geburtstagsfeier von uns nachgeholt, 
 weshalb ich euch jetzt noch ein wunderschönes Rest-Weekend wünsche und mich voraussichtlich 
bis Montag von euch "abmelde" ;o))


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
 ♥♥♥