Posts mit dem Label Utah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Utah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 6. Februar 2013

USA - 10. Tag: Page / Lake Powell / Antelope Canyon

 ♥ Hi and Hello, my dears!

Servus & Herzlich Willkommen an meine neuen LeserInnen sowie WELCOME!  
zum nächsten Teil meines USA-Reiseberichtes!!!!
 Ich freue mich sehr, dass euch der Bryce Canyon ebenso gut gefallen hat wie Herrn Rostrose und mir
und dass ihr auch heute wieder mit dabei sein wollt, um ein neues Stück dieses faszinierenden
Landes mit uns gemeinsam zu erleben!

Lake Powell / Arizona

Auf dem Panoramafoto oben seht ihr schon, wo unser nächstes Tagesziel liegt: Am Lake Powell
dem angeblich "schönsten Stausee der Welt" - im nördlichen Arizona. Um dort hin zu gelangen, 
müssen wir allerdings zunächst etwa drei Stunden lang fahren. Anfangs besitzt die 
Landschaft noch große Ähnlichkeit mit dem Bryce Canyon Nationalpark - roter
Sandstein mit bizarren Formen, Hoodoos, die alles überragen - und manchmal ist ein Tunnel 
mitten durch den Fels gesprengt worden. Später wird die Landschaft flacher, die Form der
Berge ändert sich, und sie sind zwar immer noch rötlich getönt, jedoch nicht mehr ganz so intensiv. 
Auch herbstlich verfärbte Laubwälder sieht man wieder da und dort. 



Auch das ist jedoch nur ein Zwischenspiel, denn die Ortschaft Page liegt in der Wüste
Arizonas. Die Bäume verschwinden wieder aus unserem Sichtfeld, der Boden wird zunehmend
karger.

Der Ort entstand im Jahr 1957 und hatte ursprünglich den Zweck, die Arbeiter, die am Bau des Colorado-River-Damms 
am Glen Canyon mitwirkten, unterzubringen. Dieser Damm dient als Wasserreservoir für den Südwesten der USA 
und zur Elektrizitätsgewinnung. Wenn ihr mehr über den Glen Canyon Dam, seinen Bau und seine (sowohl negativen als 
auch positiven) Auswirkungen auf die Umwelt wissen wollt, klickt bitte wie immer auf den Link, mit dem ich den Namen 
unterlegt habe. 
Auch der Lake Powell, der das Gebiet optisch prägt und zudem touristisch interessant ist (denn hier kann man 
Schwimmen, Wasserski fahren, Tauchen, Fischen, Boot fahren...), entstand erst durch den Bau der Staumauer.
 Im Carl T. Hayden Visitor Center  kann man sich für eine Besichtigung des Staudamms anmelden, die 
Turbinenkraftwerke kennenlernen und es gibt dort auch verschiedenste Ausstellungen, ...
 

Staudamm mit Glen-Canyon-Brücke und Umgebung

... doch wir wollen etwas ganz Anderes sehen...
... etwas, das in den Unterlagen, die uns der Reiseveranstalter mitgegeben hat, nicht einmal erwähnt wird ...
... und das auch unser Baedeker-Reiseführer nur etwas verschämt am Rande nennt (obwohl das 
faszinierende Coverfoto von diesem Ort stammt!) ...
Denn hier in der Gegend gibt es den Antelope Canyon, einen sogenannten Slot Canyon, von dem
wir bereits einige wundervolle Aufnahmen gesehen haben. Vor allem Herr Rostrose ist 
ganz versessen darauf, diesen Ort besuchen (und fotografieren) zu können. Ich selbst bin etwas skeptisch, 
da ich gelesen habe, dass das Begehen des Felsenlabyrinths als "extrem gefährlich" eingestuft wird, 
seitdem im Jahr 1997 bei einer Sturzflut einige Touristen in den Gängen zu Tode kamen. Andererseits besteht 
diese Gefahr in trockenen Perioden nicht wirklich... und wenn Regenfälle angekündigt sind, ist 
das Begehen der Canyons ohnehin verboten.
Die Gefahr scheint also zur Zeit unseres Besuches nicht so groß zu sein.


Der Upper Antelope Canyon von außen

Außerdem kann Herr Rostrose ja sooo lieb schauen und sooo überzeugend betteln ;o).  Also suchen
wir ein Büro auf, in dem man solch eine Tour buchen kann: In den Antelope Canyon darf man nur im
Rahmen einer Führung - und da das Gebiet, auf dem sich der Canyon befindet, ein Navajo-Reservat
ist, sind auch die Führer Angehörige dieses Stammes.
Wir haben - wie so oft auf auf dieser Reise - Glück mit dem Timing: Als wir nach der nächsten Tour 
fragen, heißt es "We start right now!" - und wir sind dabei. Außer uns noch ein älteres Ehepaar und 
eine Mutter mit ihrer erwachsenen Tochter. Keiner dieser Menschen wirkt lebensmüde. Das beruhigt 
mich. Die erwachsene Tochter, die übrigens aus Sedona stammt (einem unserer nächsten
Etappenziele), macht diese Tour schon zum zweiten Mal, auch das finde ich aufbauend.

Auf dem Bild links unten seht ihr unsere Führerin und einen weiteren Navajo-Guide.
Mit Hilfe einiger Tropfen Wasser zeigt uns die Führerin die Eigenschaften des Gesteins, aus
dem sich der Canyon herausgebildet hat: Ganz leicht lässt sich die feuchte Halbkugel aus dem
Sand herausheben und formen wie Lehm.



Im Inneren des Canyons scheint sich die Hoodoo-Welt umgekehrt zu haben - keine eigenwillig
geformten Säulen ragen vor uns auf, sondern ungewöhnlich geschliffene und gebänderte Felsspalten
- und Felsstufen, über die man den Sand wie einen Wasserfall rieseln lassen kann. Eine Handvoll 
dieses Sandes habe ich übrigens - wie schon im Death Valley - meiner Sammlung einverleibt:




Auch hier können wir nicht aufhören zu schauen und zu staunen. Und wie uns die junge Frau aus Sedona
mehrmals versichert, haben wir absolutes Glück bei dieser Tour - als sie das letzte Mal in diesem Slot Canyon war,
gab es ein großes Gedränge in den engen Gängen und auch das Licht war schlechter zum Fotografieren geeignet.
 Das beste Licht hat man zwar an sonnigen Sommertagen um die Mittagsstunde - denn da kann man
 solche "Beams" fotografieren - klick - doch da ist naturgemäß auch der Andrang größer - und ein Anblick wie 
der hier, den Herr Rostrose mit dem Lasso mit seiner Kamera eingefangen hat, ist schließlich
ebenfalls "nicht schlecht", stimmt's?




 Nach der Tour unternehmen wir einen Spaziergang in Richtung Lake Powell.
Auch hier: roter Sand und ungewöhnliche Formen. Ich finde den Anblick dieser so
kargen, weiten, praktisch menschenleeren Landschaft traumhaft beruhigend.
Es ist schön so viel "Platz" zu haben. In Europa wird alles immer enger, immer
dichter besiedelt... hier kann ich noch das Gefühl von Weite und Freiheit verspüren.

 


Wenn ihr weitere Bilder vom Lake Powell sehen wollt, klickt bitte hier.

 Nach dem Spaziergang und einem kleinen späten Mittagessen oder frühen Abendbrot warten wir ab, 
bis die Sonne untergeht. Denn nach dem Einbruch der Dunkelheit gibt es noch eine ganz besondere 
Attraktion für uns!




Es ist der absolute Zufall, aber exakt am jenem Wochenende, an dem wir Page besuchen,
findet hier die jährliche "Balloon Regatta" statt - und für den Abend hat man uns eine
ganze Hauptstraße voller beleuchteter Heißluftballons angekündigt. Im Hotel und auch im Supermarkt 
glaubt man, wir wären extra wegen dieses Großereignisses aus Österreich angereist! 
(Habe ich schon mal erwähnt, dass wir auf dieser Reise ein ausgesprochen gutes Timing hatten? :o)) 

Diesen Anblick wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen - und auch unsere Robbe Murphy "muss" 
da unbedingt mitkommen - schließlich gibt es hier einige Typen, mit denen er fachsimpeln kann: 
Zuerst begegnen wir einem Plüschbären, der cool auf einem Autodach sitzt - wohl um von dort 
eine bessere Sicht auf die Ballons zu haben - und dann Smokey, ebenfalls ein Bär, allerdings
das Miniaturmodell eines Heißluftballons. Mit ihm freundet sich Murphy sofort an und
darf ihm dann sogar ein bisschen auf der Nase herumtanzen:



Ganz Page ist auf den Beinen - und wir gewinnen den Eindruck, dass hier vergleichsweise viele  
Native Americans leben. Laut Wikipedia liegt der indianische Einwohneranteil von Page bei etwa 
einem Drittel, doch sie sind überall stark vertreten - von den Rezeptionisten in unserem Hotel bis zu 
den zahlreich hier Handel Treibenden und natürlich auch unter den Besuchern dieser Veranstaltung.
 Ich freue mich darüber, denn während früherer USA-Reisen, da fragte ich mich ernsthaft und pur
 "Wo sind all die Indianer hin?"
Ja. Und dann werden die Ballons illuminiert!
Könnt ihr euch das vorstellen - eine ganze lange Straße mit leuchtenden Heißluftballons?
 Feuer und Farben und Lichtspiele in bunter Vielfalt!
Schön! Das ist mal wieder was für "das Kind im rostigen Röslein" :o))




Hier könnt ihr euch ein Werbevideo zur Page-Balloon-Regatta von 2011 ansehen, da 
kriegt ihr vielleicht einen genaueren Eindruck und habt dann auch die "Lichtspiele" dabei:
- da sieht man sie auch über den Lake Powell fliegen (ach nein, Ballons fahren ja...)

Übrigens - am kommenden Reisetag werden auch Herr und Frau Rostrose sich in die Lüfte 
erheben... doch über das WO, das WARUM und das WIE erzähle ich euch erst in der nächsten 
Folge meines USA- Reiseberichtes :o)) Seid ihr wieder dabei??? Darüber würde ich mich sehr freuen!

Hier kommt ihr zu meinem vorangegangenen Bericht über den Bryce Canyon Nationalpark. 
Hier kommt ihr zur Fortsetzung - meinem Bericht über den Grand Canyon. 
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥

Sonntag, 3. Februar 2013

USA - 9. Tag: Bryce Canyon Nationalpark

Howdy, meine Lieben!

Ein herzliches WELCOME! ♥ an euch alle zur nächsten Etappe
meines USA-Reiseberichtes! :o))





Wir befinden uns nach wie vor im Bundesstaat Utah, der außer dem Zion-Nationalpark noch 
eine Vielzahl weiterer überwältigender Naturschönheiten in seinem "Programm" hat. Leider liegen 
Monument Valley, der Arches-Nationalpark oder z.B. das Dinosaur National Monument zu weit 
von unserer Route entfernt, um sie besuchen zu können.

(Ein guter Grund für uns, eines Tages wieder in diese Weltgegend zu kommen, denn die bizarren Naturszenerien, 
die dem Auge dort geboten werden, sind garantiert eine Reise wert! Und außerdem kann man dort ja - zum Beispiel bei
 Salt Lake City  - auch Ski fahren, das ist also ein Gebiet ganz nach "rostrosigem" Geschmack ;o))

Doch eine Sehenswürdigkeit liegt genau auf unserer Strecke :o) - also nichts wie hin in den

Bryce Canyon Nationalpark!

Blick in das "Amphitheater" im Bryce Canyon Nationalpark

Wie ihr an unseren Aufnahmen vielleicht erkennen könnt, hat sich die Schöpfung / 
die Natur / Gott (nennt "es", wie es eurer Lebenssicht am ehesten entspricht) 
hier etwas ganz Außergewöhnliches einfallen lassen. Der erste Gedanke, wenn man 
von einem der Aussichtspunkte abwärts blickt, ist tiefschürfend und philosophisch:

WOW, denkt man, und dann vielleicht noch WOW, WOW, WOW!!!!





Wie der Zion Nationalpark und der Grand Canyon, gehört auch der Bryce Canyon  zu einer The Grand Staircase genannten  
Formation. Wikipedia meint dazu: "Vom Grand Canyon bis zum Bryce Canyon kann man nahezu 200 Millionen Jahre Erdgeschichte 
studieren" und weiter: "Das Gestein im Bryce-Canyon-Nationalpark ist etwa 100 Millionen Jahre jünger als im Zion-Nationalpark 
und dieser zeigt Felsen, welche nochmals 100 Millionen Jahre jünger als im Grand Canyon sind."

Bryce ist übrigens um einiges höher gelegen als der Zion National Park oder der Grand Canyon(rund 2.400  bis 2.800 m über 
dem Meeresspiegel); der Bryce Canyon National Park hat daher ein Klima und eine Ökologie aufzuweisen, die sich maßgeblich 
von jener der beiden anderen Naturparks unterscheidet. Und dieses Klima ist auch für die außergewöhnlich geformten 
Felsen verantwortlich: Eis, Schnee und Sonnenwärme haben diese Formen im Lauf von Jahrtausenden oder Jahrmillionen 
in die Landschaft "geschnitzt": Schmelzwasser tropft in die Risse der Kalkstein-Felsen, gefriert und dehnt sich dabei aus, 
was den Felsen im Lauf der Zeit  "auseinander sprengt"... Laut Wikipedia gibt es auch heute noch pro Jahr "bis zu 200 Frost- 
und Tauwetterperioden, welche noch immer den Park erodieren."  Dieser Prozess führt zur allmählichen Verwandlung ...
 und schließlich (leider) auch wieder zur Zerstörung der entstandenen Formen...

Unten in der Mitte seht ihr "Thors Hammer", einen der berühmtesten Hoodos im Bryce Canyon.

Die Formen die durch die Erosion entstehen und die wie Kunstwerke aussehen (wie Statuen oder 
wie asiatische Tempel, wie Masken, wie Fenster, wie Amphoren, wie Bäume, wie riesige Nadeln...)
 werden Hoodos (oder "Unglücksboten") genannt. Einige dieser Hoodoos sind bis zu 200 Meter 
hoch. Unglück bringen sie vermutlich vor allem dann, wenn sie herabstürzen. Wer möchte 
schon gerne Thors Hammer auf den Kopf bekommen? Sie zu betrachten hingegen macht uns 
glücklich und ehrfürchtig.

Wir sind aber nicht nur hier, um zu schauen und zu staunen, hier haben wir endlich Zeit,
etwas ausgiebiger als bisher zu wandern.

Hier seht ihr noch einmal Thors Hammer (links) und den "Tempel des Osiris".

Wir entscheiden uns für eine Kombination aus zwei verschiedenen "Hiking-Trails": dem relativ
steilen Navajo Loop Trail, auf dem man in die so genannte "Wall Street" kommt - hier durchquert man eine
schmale Felsspalte und hofft, dass die "Unglücksboten"*)  nicht gerade JETZT ihrem Namen alle Ehre
machen ;o) - und dem sehr moderaten Queens Garden Trail.

*) Also nein, um ehrlich zu sein, mache ich mir keine Sorgen, auch wenn der Sandstein an manchen
Stellen recht brüchig wirkt. Ich fühle mich wohl und geborgen zwischen den hoch aufragenden
Felswänden und den ebenfalls hohen Douglasien. Fragt mich nicht, warum. Ich weiß es nicht. Es ist
einfach so. Ich möchte die ganze Welt umarmen - oder zumindest endlich wieder einen Baum. Eines
dieser Gewächse rührt mich ganz besonders: Aus dem Stamm einer Douglasfichte wächst ein anderer 
Stamm empor: Umarmt, verschlungen, zu einer Art Doppelpflanze verwachsen, ein ungleiches Zwillingspaar, 
 eine Symbiose, ewig einander Liebende, Mutter und Kind... Ich habe das Gefühl, dass so viel dauerhafte Nähe 
auch etwas Zuspruch von außen vertragen kann und gebe dem Doppelbaum einen herzhaften "Hug".





Nach dem Ausflug bekommen wir Appetit auf unser Lunchpaket. Auch Murphy möchte zur
Abwechslung gern mal einen Apfel kosten - und außerdem will er sich und der Welt beweisen, dass
nicht nur das Wasser sein Element ist, sondern dass er selbst höchste Höhen nicht scheut und ein
echter Naturbursch ist. Ich präsentiere euch daher: Murphy, die mutigste, experimentier- und
  kletterfreudigste Robbe ever!




Ach ja, ein paar Worte zu den Temperaturen, die hier an diesem 2. November 2012 herrschten, wollte 
ich auch noch sagen: In den Morgenstunden, als wir von der "Ponderosa" - dem Trakt, in dem wir untergebracht 
waren, zum Haupthaus des Best Western Ruby's Inn frühstücken gingen, war es noch reichlich kalt - da hatte es 
Minus 3 Grad Celsius und ich war froh über meine mitgebrachte leichte, aber sehr warme Daunenjacke. 
Immerhin befanden wir uns aber auch in den Bergen, auf etwa 2000 Meter Höhe, da kann es schon 
mal frisch werden. Durch den schönen Sonnenschein heizte es aber im Lauf des Tages fein auf - es 
bekam etwa 15 Grad im Schatten - besseres Wanderwetter geht also kaum :o)

Auf der Collage hier unten seht ihr das in Holz gehaltene Haupthaus des Hotels inklusive urigen 
Türgriffen und Wandschmuck - und unten das Dach "unserer" Ponderosa:





Vis a Vis des Hotels gibt es ein kleines "Dorf" mit nostalgisch gestalteten Läden.
Nach unserer Wanderung beschließen wir, "Old Bryce Town" einen Besuch abzustatten,
aber entweder es handelt sich hierbei um eine Geisterstadt, oder aber sie liegt
im Winterschlaf, denn niemand ist da, um uns Eis zu verkaufen, keiner bietet
uns Souvenirs an, und es will uns auch niemand ins Gefängnis stecken. Einzig
die Pferde legen den Verdacht nahe, dass hier früher oder später wieder jemand
kommen wird, aber da wir ohnehin keinen Ausritt planen (weil ja Frau Hummel
nicht dabei ist, die uns dazu "sanft überredet" hätte ;o)) begnügen wir uns mit ein paar
Fotos ...




... und besuchen dann den Shop im Haupthaus des Hotels. Sieht Herr Rostrose mit dem Stetson
nicht wie ein echter Cowboy aus? (Er hat ihn sich trotzdem nicht gekauft, weil sich hierzulande kaum
Gelegenheiten ergeben, ihn zu tragen, ohne dabei irgendwie seltsam zu wirken ;o)) Ansonsten gibt es
unter anderem jede Menge "Native-American"-Kunsthandwerk und auch richtig teure Werke von indianischen
Künstlern der Umgebung zu bewundern, außerdem gibt es Marmeladen, Säfte, Saucen und jede Menge
hübscher oder kitschiger Souvenirs in dem Laden.




Nachdem wir uns sattgesehen und auch ein paar Kleinigkeiten (die das Fluggepäck nicht all zu sehr belasten ;o))
käuflich erworben haben, zieht es mich noch an den hübschen See hinter dem Hotel. (Herr Rostrose zieht
es indes vor, in unserem Zimmer ein wenig zu relaxen.) Ich spaziere bis zu dem kleinen Pavillon,
den ihr auf dem mittleren Foto der unteren Collage seht, und beobachte von dort aus eine Zeitlang die
Wasservögel.




Als dann der Sonnenuntergang naht, haben wir noch ein weiteres "Rendezvous" mit den
Hoodos im Bryce Canyon - diesmal allerdings ohne körperliche Ertüchtigung: Wir fahren
an den Sunset Point, um uns von dort aus das Licht-, Schatten- und Farbenspiel der Felsen im
letzten Sonnenlicht des Tages anzusehen.

Auf der Straße zum Aussichtspunkt haben wir ein besonderes Erlebnis mit einem prächtigen Maultierhirschen:
Er steht wie ein Fußgänger, der die Fahrbahn überqueren will, am Straßenrand der gegenüberliegenden Fahrbahnseite, 
die beiden zierlichen Vorderhufe bereits auf dem Asphalt. Wie immer, wenn wir Wildwechsel-Gebiete durchqueren, bin ich 
eine besonders konzentrierte Beifahrerin, um Edi rechtzeitig zu warnen, denn wir haben auf dieser Reise während unserer vielen 
Highway-Meilen immerhin drei totgefahrene Hirsche oder Rehe an den Straßenrändern gesehen, und ich will keineswegs, 
dass WIR an solch einem traurigen Anblick schuld sind. (Mal ganz abgesehen von der Gefahr fürs eigene Leben, die
solch ein Zusammenstoß darstellt.)

Wortgewandt kreische ich: "HIRSCH! HIRSCH!!!!!"
  Edi tritt auf die Bremse und warnt gleichzeitig mit der Lichthupe einen entgegenkommenden Caravan-Fahrer, 
der ebenfalls sofort anhält. Herr Hirsch blickt anmutig nach rechts und links und schreitet mit edel erhobenem Haupt 
gemächlich über die Straße. Ein bisschen erinnert mich diese Szene an den Ranthambore National Park in Indien,
wo ein weiblicher Tiger ebenso stolz und ohne besondere Eile die Fahrbahn vor uns überquerte (klick).


File:Odocoileus hemionus 1.jpg
 Fotoquelle: Wikipedia http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Odocoileus_hemionus_1.jpg
(Leider bin ich zu erschrocken und zu sehr in den Bann gezogen, um das Erlebnis auf Bild zu bannen, deshalb füge ich 
hier ersatzweise dieses Foto aus dem Wikipedia-Fundus ein. Der Hirsch, den wir gesehen haben, war ein ähnlich
 kapitaler Bursche, allerdings sah er hochbeiniger und schlanker aus - ein wunderschönes Tier!)

Und hier nun ein paar der Aufnahmen, die am Sunset-Point entstanden sind:



Ihr Lieben, ich danke euch, dass ihr mit uns gewandert seid - hoffentlich hat euch der Ausflug
gefallen!

Hier kommt ihr zu meinem Bericht über den Zion Nationalpark.  
 Hier kommt ihr zur Fortsetzung - Page / Lake Powell / Antelope Canyon! 
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.







Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥

Donnerstag, 24. Januar 2013

USA - 8. Tag: Zion Nationalpark

Howdy, my dears!


Bereit für eine weitere USA-Etappe? :o) Eigentlich sollte ich mich hier und jetzt um die Wortkargheit 
echter Cowboys bemühen, denn wir kommen in den Bundesstaat Utah, wo der Westen noch wild 
ist. Aber ob mir das gelingt? Wohl kaum!

Die Gegend, die wir heute kennenlernen, ist jedenfalls wieder ein extremer Kontrast zur Glitzerstadt Las Vegas.
(Zu meinen beiden Vegas-Postings geht es übrigens hier und hier.)
Heute besuchen wir ein Stück Land, in dem pure Natur herrscht. Und hier sieht man endlich so richtig,
dass während unserer Reise Herbst ist:



Nicht nur die Pflanzen strahlen in herbstlichen Farben, auch die Berge bemühen sich um
Farbharmonie. 
Und der Himmel bewegt sich irgendwo zwischen durchzogenem Blau und hellem Grau. 
Aber es ist warm - und es ist atemberaubend schön im 




Wer an Geologie interessiert ist, kann sich hier ein paar Informationen zu diesem Areal holen, 
außerdem könnt ihr unter diesem Link Wissenswertes zur Tier- und Pflanzenwelt und über die Geschichte
des Gebietes nachlesen.

Die meisten von euch wollen vermutlich nur schauen und genießen :o) Und genau das wollten wir auch.
Deshalb weiß ich von den meisten Bergen nicht, wie sie heißen. Diese drei hier kenne ich aber beim Namen -
denn sie wurden nach den Patriarchen des Alten Testaments benannt: Abraham, Isaak und Jakob:

Die biblischen Namen haben die Berge und das gesamte Gebiet natürlich den mormonischen Siedlern Utahs zu verdanken.

 Im Gegensatz zum trockenen Death Valley wird der Zion Nationalpark von einigen Gewässern
durchflossen. Hier sehen wir sogar - endlich - einen (Mini-)Wasserfall! Um ihn zu fotografieren, muss
ich mich nicht nur abermals verrenken, sondern davor auch noch einen wilden Felsenpfad
abwärts klettern - um unten dann nach drei Fotos festzustellen, dass meine erste Speicherkarte voll ist...
Die andere Karte liegt natürlich im Auto.
Und Herr Rostrose hält freundlicherweise meinen verdatterten Blick aufs Display für euch fest...
Zum Ausgleich biete ich euch ein Paparazzo-Foto von Herrn Rostrose, auf dem er ebenfalls -
malerisch zwischen Auwaldbäumen und hohem Ufergras stehend - desorientiert seine Kamera anstarrt.
Tja...That's life ;o))


Auch der kleine Ausflug, den wir innerhalb des Nationalparks unternehmen, hat mit Wasser zu tun:
Wir besuchen den "Weeping Rock": Dieser Felsen scheint ständig zu weinen, denn durch den
porösen Navajo-Sandstein dringt Wasser, bis es auf undurchlässige Schichten trifft; es sucht dann so 
lange horizontal einen Weg durch den Fels, bis es in Form 1000jähriger "Tränen" durch die Klippen tropft. 
Auch wunderschöne "hängende Gärten" gibt es hier zu bewundern:




Selbst jetzt im Herbst wird uns die große botanische Vielfalt bewusst, die der Zion-Park zu bieten hat
- von durstigen Uferpflänzchen bis hin zu trockenheitsliebenden Kakteen. Und endlich begegnen uns auch wieder
"Kuschelbäume" ;o))! Diesmal ist es eine alte Linde in der Nähe des Besucherzentrums, die sich
duldsam von mir herzen lässt:




Der Zion Nationalpark ist ein El Dorado für Kletterer und Wanderer. Wer sich dafür näher
interessiert, kann z.B. bei diesem Link fündig werden. Doch Herr und Frau Rostrose haben sich hier
leider nur mit ganz kurzen Ausflügen zu begnügen. Dann müssen wir Zion wieder verlassen, denn
unser nächstes Tagesziel liegt etwa zwei Stunden entfernt.
Erst dort werden wir am nächsten Tag eine "Hiking Tour" unternehmen können :o)


Wenn ich mir hier alles richtig gemerkt habe, heißen diese drei Berge
Cathedral Mountain, The Organ und The Great White Throne


Deshalb lenken wir unser edles Reittier unser Auto wieder auf den Trail die Hauptstraße
in Richtung Bryce Canyon - und erleben unterwegs diesen überwältigenden Anblick: Unweit der
Fahrbahn weidet eine Herde wilder Bisons (zumindest behauptet das Hinweisschild auf dem Zaun,
 der die Graslandschaft von der Straße trennt, dass diese Büffel wild sind und man ihnen nicht zu nahe
kommen soll).




Ganz in der Nähe weiden auch weitaus weniger wild wirkende Wesen - doch auch sie erhärten
auf ihre Weise den Eindruck, dass wir uns nun im wilden, wilden Westen befinden. Ich habe ständig
das Bedürfnis "YEEEHAAA!!!" zu rufen und wünschte, die sattelfeste Frau Hummel oder unsere
(ebenfalls Pferde besitzenden und western-reitenden) Freunde Maria und Edwin wären in der Nähe und könnten
all das mit uns zusammen genießen. Die kleinen Exemplare dieser Hottis lassen sich sogar ein paar Streicheleinheiten
von mir gefallen. Sie gehören übrigens zur "Zion Mountain Ranch", wo wir eine kleine Spät-Nachmittags-Rast
einlegen und uns Spaghetti à la Büffel-Bolognese gönnen.




Solcherart gestärkt klettern wir wieder in unseren Planwagen Leihwagen und fahren dem
nächsten Abenteuer entgegen. Wollt ihr uns wieder begleiten?
Darüber würde ich mich sehr freuen!

Hier geht's zum vorigen Kapitel, dem zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes. 
Hier kommt ihr zum nächsten Kapitel, meinem Bericht über den Bryce Canyon Nationalpark, und





Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
(die hiermit auch gleich herzhaftest ihre neuen LeserInnen begrüßt: 
WELCOME!!! Schön, dass ihr hier seid!!! :o)))



Samstag, 24. November 2012

Überblick über unsere Reiseroute

 Servus Ihr Lieben! ♥♥♥
ჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓ

Zunächst einmal möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlich für all eure
lieben Willkommensgrüße und herzerfreuenden Kommentare zu meinem ersten Posting nach der
Reise bedanken. Ihr seid TOLL! Auf diese Weise fällt mir sogar das Nachhausekommen und
Wieder-im-Alltag-Eingewöhnen (relativ) leicht.

Heute möchte ich euch nur mal kurz zeigen, wo wir uns überall rumgetrieben haben, damit ihr
euch eine genauere Vorstellung von unserer Reise durch den "Wilden Westen" machen könnt:
♥♥♥
  1.-3. Tag: San Francisco, CA
  • Hier (klick) kommt ihr zum ersten Teil mit einer Cable-Car-Fahrt und Fisherman's Wharf.
  •  Hier geht's zum zweiten Teil mit Alcatraz und der Radtour über die Golden Gate Bridge.
  • Und hier zum dritten Tag mit Chinatown, den "Painted Ladies", Height Ashbury und The Mission District. 



  4. Tag: Wir holen unseren Leihwagen ab, verlassen San Francisco 
und fahren in den Yosemite National Park (Entfernung ca. 300 km) - 
Übernachtung in El Portal, CA (Entfernung ca. 20 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Artikel über den Yosemite-Nationalpark.

 5. Tag: El Portal - Sequoia National Park (Entfernung ca. 285 km) -  
Bakersfield, CA (Entfernung ca. 210 km)

  • Hier erzähle ich euch über unseren Besuch im Sequoia-Nationalpark 
          (wo ich mit Bäumen gekuschelt und mit Vögeln geflirtet habe ;o))


 6. Tag: Bakersfield - Death Valley National Park, CA (Entfernung ca. 415 km) -  
Las Vegas, NV (Entfernung ca. 175 km)
  • Hier ist der Link zu meinem Bericht über die Fahrt durch den Death Valey Nationalpark
           und zu unserer Ankunft in Las Vegas


7. Tag: HALLOWEEN in Las Vegas, NV
  •  Hier kommt ihr zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes
  • Hier kommt ihr zum zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes


8. Tag: Las Vegas - Zion Nationalpark, UT (Entfernung ca. 255 km) 
 - Bryce Canyon Nationalpark, UT (Entfernung ca. 145 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Reisebericht über den Zion-Nationalpark

9. Tag: Bryce Canyon Nationalpark, UT 

  • Hier kommt ihr zum Kapitel über den Bryce Canyon Nationalpark.

10. Tag: Bryce Canyon - Page / Lake Powell, AZ (Entfernung ca. 250 km)

  • Hier kommt ihr zur Fortsetzung - Page / Lake Powell / Antelope Canyon.

11. Tag: Page / Lake Powell - Grand Canyon Nationalpark, AZ  
(Entfernung ca. 220 km) - Flagstaff, AZ (Entfernung ca. 125 km)
  • Hier geht's zu meinem Artikel über den Grand Canyon.

12. Tag: Flagstaff - Oak Creek Canyon / Sedona (Entfernung ca. 30 km) 
 - Phoenix /Scottsdale, AZ (Entfernung ca. 185 km)
  • Hier ist der Link zum Kapitel Route 66 / Oak Creek Canyon / Sedona 
13. Tag: Scottsdale - Joshua Tree National Park, CA / Palm Springs, CA 
 (Entfernung ca. 430 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über den Josua Tree Nationalpark


14. Tag: Palm Springs - Studio City / Los Angeles, CA (Entfernung ca. 195 km)

(mit L.A. geht's dann im nächsten Kapitel weiter :o))

15. Tag: Los Angeles / Hollywood / Beverly Hills, CA

  • Hier  kommt ihr zu meinem Kapitel über Los Angeles

16. Tag: Studio City / Los Angeles - Santa Barbara, CA (Entfernung ca. 135 km)
  • Hier geht's zu meinem Bericht über Santa Barbara

17. Tag: Santa Barbara - San Simeon, CA (Entfernung ca. 240 km)

  •  Hier geht's weiter zur nächsten Station unserer Reise - nach San Simeon

18. Tag: San Simeon - Monterey - 
Carmel Valley, CA (Entfernung ca. 165 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem folgenden Beitrag über Monterey und Carmel 

19. Tag: Carmel Valley - Carmel -  
San Francisco / Flughafen (Entfernung ca. 185 km)

(Diese letzten Tage habe ich zusammengefasst - siehe Link Monterey und Carmel)

20. Tag: Ein Tag bzw. eine Nacht über den Wolken - Ankunft in Österreich
♥♥♥
Ihr seht also, es gab einige interessante Ziele - sowohl für Menschen, die gerne Städte besichtigen 
als auch für 
Freunde des Meeres - und wie ihr außerdem sehen könnt, haben wir unterwegs auch gleich mehrere faszinierende 
Naturparks besucht. Aus diesem Grund erstanden wir einen Jahrespass für Nordamerikas 
Nationalparks um 80 US-Dollar. Damit darf ein PKW mit insgesamt bis zu 4 Insassen 
(ab 16 J.) innerhalb eines Jahres ohne weitere Kosten sämtliche dieser Nationalparks durchqueren. 

Ein Karte für einen einzelnen Eintritt in einen US-Naturpark kostet nach unserer Erfahrung zwischen 
20 und 25 Dollar, also empfiehlt sich solch ein Pass ab 4 Besuchen.

♥♥♥
♥♥♥
Die Reiseroute ist übrigens nicht auf unserem eigenen Mist gewachsen. Wir haben heuer nämlich
 erstmals mit einer Mietwagen-Rundreise experimentiert, die vom allseits bekannten Kaffeeröster 
veranstaltet wurde ;o) Das heißt, ein Wagen wird zur Verfügung gestellt und die einzelnen Tagesziele
 sind durch vorgebuchte Hotels festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens hat man jede Menge Freiheit für 
individuelle Entscheidungen. Man erhält einen sogenannten "Discovery Guide", in dem Vorschläge 
für Ausflüge und Besichtigungen gemacht werden, die sich unterwegs anbieten, aber wenn man mal faul sein möchte, 
kann man zwischendurch auch Tage ohne großes Programm einlegen. Am Ende unserer Reise 
können wir daher sagen: Experiment geglückt! Hätten wir die Reise selbst geplant, wären wir wohl 
"aus purer Gemütlichkeit" an weniger Orte gekommen - und hätten nicht so viel Schönes erlebt!

♥♥♥
So, Ihr Lieben, nun lasse ich euch bis zum nächsten Mal wieder ganz herzliche Grüße da. 
Viele von euch habe ich während der vorigen Woche bereits auf den Blogs besucht,
 alle anderen kann ich hoffentlich kommende Woche besuchen! (An diesem Wochenende
wird nämlich unsere traditionelle November-Familien-Geburtstagsfeier von uns nachgeholt, 
 weshalb ich euch jetzt noch ein wunderschönes Rest-Weekend wünsche und mich voraussichtlich 
bis Montag von euch "abmelde" ;o))


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
 ♥♥♥