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Samstag, 5. Januar 2013

USA - 6. Tag: Death Valley Nationalpark

♥ Hallo, Ihr Lieben!

Heute hab ich eine Zeitreise im Programm: Wollt ihr mit mir zum 30. Oktober 2012
zurückkehren? Seid ihr bereit, mit mir gemeinsam das "Tal des Todes" zu durchqueren?

(Keine Sorge - es klingt schlimmer, als es ist! ;o))


Am Straßenrand sehen wir einige trockenheitsliebende Pflanzen wie z.B. den
Joshua Tree (Yucca brevifolia)


Also los: Wir befinden uns "on the road again"! Je weiter wir uns von Bakersfield entfernen,
desto weniger grün ist zu erblicken, desto karger wird der Boden. Nach und nach begeben wir
 uns in die Mojave-Wüste, ein 35.000 km² großes Trockengebiet im Südwesten der USA,
dessen trockenster und heißester Ort das
Death Valley 
 ist. Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 45 Grad Celsius, die höchste dort
jemals gemessene Temperatur lag bei 56,7 °C! Wenn ihr mehr über den Ursprung des Namens,
die nach wie vor dort lebende Kolonie von Timbisha Shoshone Indianern, das Klima,
 höchste und tiefste Punkte, die Fauna und Flora wissen wollt, folgt ihr (wie immer) am besten
dem unter dem Ortsnamen eingefügten Link.



Mit dem Wort "Wüste" verbindet man oft "Einöde" - und somit eine Landschaft ohne große Abwechslung. Umso 
verblüffter bin ich, als wir das Gebiet im Death Valley Nationalpark befahren: Hier scheint die Landschaft nämlich 
einem ständigen Wandel zu unterliegen.

Ich glaube ja normalerweise nicht an einen Gott, der lockere Plauderstündchen mit den Menschen abhält und den 
Wunscherfüller spielt, aber während wir diese Region durchqueren, drängt sich mir das Bild eines solchen 
Gespräches zwischen Gott und Mensch auf. 
Das Menschlein sagt zu Gott: "Lieber Gott, ich wünsche mir Berge!" 
Und Gott antwortet: "Soso, Menschlein, Berge willst du also? Welche Art von Bergen hättest du denn gerne?"
Und wie ein Architekt, der Modelle entwirft, stellt er von jedem Berg einen Prototyp in die endlos weite Wüstenlandschaft: 
"Möchtest du sanft gerundete Hügel oder spitz zulaufende Gipfel? Einzelne Berglein oder ganze Gebirgsketten? 
 Sandige Dünen oder kantige Felsen? Möchtest du braune Kuppen, rote Anhöhen, weiße Erhebungen oder graue Zinnen, 
willst du gestreifte oder unifarbene Höhenzüge? Zackige, abgeflachte oder kegelförmige? Sollen sie zerklüftet sein oder 
von einer Oberfläche, die schimmert wie Satin oder Samt? ..."

Manchmal biegen wir um eine Kurve und müssen vor Überraschung lauthals lachen, weil wir schon wieder ein neues 
Bergmodell erblicken - es ist einfach grandios, diese Vielfalt so unmittelbar hintereinander zu erleben. 
Hier ein Auszug aus dem "göttlichen Programmangebot":





Wie ihr an der Temperaturmessung beim Furnace Creek Visitor Center erkennen könnt, waren die
Temperaturen bei unserem Besuch moderat: 88 °Fahrenheit entsprechen etwa 31 °Celsius.

(Allmählich glaube ich, wir haben unsere Reise generell zu einer perfekten Zeit unternommen: In der Wüste war es 
nicht zu heiß, San Francisco soll während der Sommermonate oft nebelig und kühl sein... Aber ich kann euch natürlich 
nicht garantieren, dass es im Oktober / November immer so schön ist...)


Während unserer Reise sehen wir verblüffend viele Radfahrer - auch hier, in der Wüste. Es geht hier zuweilen heftig bergauf und bergab - 
in einem Gebiet, das ohne Anfang und ohne Ende zu sein scheint. HUT AB! Auch bei "nur"  30 Grad
im Schatten würden mich keine 10 Pferde zu solch einer Tour bringen können... Vermutlich nicht einmal 10 Kojoten ...

Apropos: Kojoten begegnen uns im Death Valley nicht - dafür hätten wir eher nachts
oder in den frühen Morgen- bzw. Abendstunden unterwegs sein müssen. Auch Klapperschlangen
sehen wir glücklicherweise keine. Nicht einmal verbleichte Tierschädel, wie sie in dieser Gegend 
vielleicht zu erwarten wären. Am nächsten kommen an diese Vorstellung noch die Baumskelette
heran, die sich unweit der Mesquite Flats Sand Dunes finden -  deshalb werden sie von uns
auch gleich ausgiebig fotografiert. Und seht nur mal unten links: Murphy umarmt sogar ein trockenes 
Stück Holz! Seltsam! Wer ihn bloß auf solche Ideen gebracht hat??? ;o))


Außerdem sacke ich hier eine Handvoll Wüstensand für meine Sammlung ein (die inzwischen aus Nordsee- und Jamaicastrandsand besteht, 
aus roter Südafrika-Erde und "Bodenproben" aus verschiedenen anderen Weltgegenden. Bloß in der Wüste Thar habe ich 
vor lauter Kamelreiten und Kamelreit-Begeisterung auf das Einpacken von Sand vergessen. 
Daher meine Bitte: Sollte irgendjemand von euch in Zukunft nach Indien reisen und dort die Wüste Thar besuchen: 
 Bitte bringt mir eine Portion Wüstensand von dort mit!!! Diese Bitte ist übrigens ernst gemeint! Vielen Dank!)


Nächster Halt:
Zabriskie Point!
Und abermals kriege ich mich vor staunender Begeisterung kaum ein: Nie zuvor habe ich
eine Landschaft wie diese gesehen. Kahle Felsen in unterschiedlichsten Farbabstufungen und
Faltenwürfen.
Die Oberfläche des Gesteins fühlt sich seltsam "soft" an, manche Felsen schimmern, manche sind
 seidenmatt und wenn man darauf klopft, ertönt ein hohler Klang.

Ein Verdacht wirft sich auf: Vielleicht ist dieses Gebirge gar keine paar Millionen Jahre alt, sondern wurde von 
Disney's oder MGM gestaltet... ;o)





Es hätte noch einige Sehenswürdigkeiten mehr gegeben in dieser gar nicht "öden" Wüste,
doch wir haben für diesen Abend noch einen ganz besonderen Plan. Deshalb reißen wir uns von der
großartigen Naturszenerie los und schalten um auf das größtmögliche Kontrastprogramm: Auf nach
Las Vegas!

Hier begeben wir uns gleich in unsere Unterkunft, das Best Western Mardi Gras Hotel
(das uns vom Stil her tatsächlich ans French Quarter der "Mardi Gras-Stadt" New Orleans erinnert 
und das vor allem durch seine besonders geräumigen Zimmer hervorsticht), und machen uns ausgehfein:

Wie ihr seht, darf mein Flower-Power-Kleid vom 1. Tag in San Francisco diesmal 
mit Hilfe eines indischen Seidenschleiers Abendkleid spielen ;o))

Und hier geht's hin: 
Ins Wynn Theater, wo wir schon von zu Hause aus Karten reserviert haben für die einfach unbeschreibliche

Fotografieren und Filmen der Show war leider verboten, aber in den Weiten des Internets
 finden sich einige sehenswerte Ausschnitte dieser märchenhaften, ästhetischen
zeitweise humorigen, immer phantasievollen und hochgradig artistischen
Mischung aus Ballett, Zirkus, Theater, Turmspringen, Synchronschwimmen, Maskerade
... bei der man nie weiß, wohin man zuerst schauen soll, weil sich an jedem Punkt der runden,
technisch ausgefeilten "Wasserbühne" etwas tut!
Wenn ihr auf den Link oberhalb der Collage klickt, könnt ihr euch ein kurzes Video der Show ansehen -
hier gibt es außerdem noch den offiziellen Werbetrailer und hier die offiziellen Fotos -
wirklich sehr schön und sehenswert!

Was wir sonst noch in Las Vegas erlebt und bestaunt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil
meines Reiseberichtes!


Hier geht es zum vorigen Streckenabschnitt, dem Sequoia-Nationalpark.
 Hier kommt ihr zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes.  
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥