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Mittwoch, 16. Januar 2013

USA - 7. Tag: Las Vegas - Teil 2

  LAS VEGAS BEI NACHT
(naja, und ein bisserl auch nachmittags ;o)) 

Hello, ihr Lieben!


Vielen Dank für eure lieben, wunderbaren Kommentare zu meinem vorigen Post 
- und zu "Teil eins" meiner "Las-Vegas-Story" :o))!!!
 
Könnt ihr Euch noch an das Buch erinnern, von dem ich euch hier erzählt habe - das Buch, in dem es um 
das "Glück des Zufalls" geht? Wie der Zufall es so will, kommt eine der Hauptpersonen des Romans in Nevadas 
berühmte Glücksspielstadt, und der Busfahrer verkündet: 
"Meine Damen und Herren, wir erreichen jetzt Las Vegas - das bedeutet: die Wiesen
Kaum zu glauben, aber das hier war tatsächlich mal ein grüner Flecken. Ihnen allen 
eine gute Zeit und achten Sie auf die Stufen."

In diesem Sinne: Welcome zum zweiten Teil über die "fabulöse" Stadt, die einst ein grüner Flecken inmitten 
der Wüste war und nun Tag und Nacht unter Strom steht - und achtet bitte auf die Stufen ;o)!

 


Den Bus nehmen wir übrigens nicht, um uns durch die Stadt der Neonlichter zu bewegen, 
und auch unseren Mietwagen lassen wir lieber auf dem Hotelparkplatz stehen. Wir sehen unterwegs
 Stretchlimousinen in schwarz oder weiß, die man wohl mieten kann, wenn man hier zu heiraten 
gedenkt oder wenn man einen Gewinn feiern möchte, den man in einem der Casinos errungen hat - 
doch auch die sind nicht das Fortbewegungsmittel unserer Wahl: Stattdessen halten wir uns mal 
wieder an die eigenen Füße - und für längere Strecken nehmen wir die Monorail, die ihr unten rechts 
sehen könnt:


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Nun zu eurer berechtigten Frage, ob es uns gelungen ist, unsere nächste Weltreise  
durch einen Jackpot zu finanzieren:

Man kann in Vegas kaum einen Schritt machen, ohne an einem Spielautomaten vorbeizukommen - selbst der 
Weg aus der Monorail führt durch Spielsalons! Klingt vielleicht schrullig (oder nach einer gewissen "Sonderlichkeit", 
die Leute mit zunehmendem Alter annehmen ;o)), aber es ist irgendwie "too much" für uns.
Als würde uns ein Marktschreier unbedingt seine Ware aufdrängen wollen. 
Da drehen wir uns auch um und gehen fort. Weil wir nix aufs Auge gedrückt bekommen wollen.
 Ursprünglich haben wir uns vorgenommen, in Las Vegas eine klitzekleine Summe für solche Automaten 
zu reservieren, weil Spielen hier einfach "dazugehört" (und weil es natürlich schön wäre, 
mit einem Einsatz von 5 Dollar die nächste Reise zu gewinnen ;o)) Doch dann schreckt uns
 diese Aufdringlichkeit so sehr ab, dass wir in Las Vegas nicht einen einzigen Cent ins Glücksspiel investieren... 


(Ich schätze mal, damit könnten wir die einzigen sein...? ;o))


Somit: Nix gewonnen, nix zerronnen :o))

In dieser Collage bekommt ihr Einblick in diverse Casinos

Vielleicht gut so, denn Murphy wirkt doch ziemlich interessiert an all dem Geklingel und Geleuchte
Möglicherweise haben wir ihn so vor einem Schicksal als abgewrackter Gambler bewahrt, der lustlos und 
trübsinnig eine Münze nach der anderen in zwei nebeneinander stehende Geräte wirft. Solche traurigen 
Menschen gibt's in der "Lichterstadt" einige zu sehen... - auch wenn sich viele Besucher wohl eher wünschen, 
 dem Klischee dieser zwei "Gewinner" (links im Bild) zu entsprechen:

  
 

Auch was ihr sonst noch auf der oberen Collage seht, finde ich größtenteils ziemlich kurios:


Da sind zum Beispiel diese Aqua-Massage-Geräte, in die man (mitten in einer Einkaufspassage) voll bekleidet
 klettern kann, um sich dann für 15 oder 25 $ entweder eine 7-minütige "Verjüngungsmassage" oder 15minütige 
Entspannung zu gönnen. Und darunter seht ihr eine sogenannte Oxygen-Bar, in der man (wenn wir die Werbung 
dahinter richtig deuten), einen Schlauch in die Nase bekommt und sich mal so richtig mit Sauerstoff vollpumpen kann :o))
Der goldene Typ im weiß-gelben Joker-Kostüm ist kein Maskierter, sondern eine Statue vor dem Harrah's Hotel...

... doch unterwegs sind uns bereits einige Leute in Halloweenmasken aufgefallen.
Also greife auch ich auf meinen (urlaubsmäßig begrenzten) Fundus zurück, der vor allem
aus einem Bolerojäckchen mit Trompetenärmeln, knallrotem Lippenstift und jener roten
 Nelke besteht, die ich am Vorabend von einem der Artisten bei der 
 Cirque du Soleil-Wasser-Show Le Rêve überreicht bekommen habe 
(weil ich ganz am Rand saß, wo die Muskeljungs herumturnten ;o))))

Herr Rostrose zieht es vor, unverkleidet zu bleiben. Oder, um es positiver zu formulieren, 
er geht als Außerirdischer, der sich äußerst talentiert als Herr Rostrose verkleidet hat.
(Fazit: Herr Rostrose macht den dritten Platz beim großen "Herr-Rostrose-Doppelgänger-Wettbewerb"!)



Bevor wir uns von unserem Hotelzimmer per Monorail wieder ins Zentrum der Stadt 
aufmachen, fahren wir zum 350 m hohen Stratosphere Tower (obere Collage, rechts).


Herr Rostrose will dort gerne nach oben fahren und mal runter schauen, aber der Aufzug kostet 
18 $ pro Person, das finden wir denn doch übertrieben (da hol' ich mir lieber eine Verjüngungmassage 
und spar' dabei noch 3 $ ;o) 
Hier könnt ihr lesen, welche "Kicks" man sich auf diesem Turm holen kann (worauf ich dankend verzichte) 
und hier gibt es eine (nicht für Höhenängstliche geeignete) Bildersammlung.


Mir persönlich reicht die Art von "Grusel" und Vergnügen, 
die auf dem Strip durch die unzähligen Maskierten verbreitet wird ;o))


Hier  nehmen wir übrigens noch einen kleinen Fast-Mitternachts-Imbiss ein:

Die "Sugar Factory" ist ein wirklich süßes Lokal (zu dem auch ein entzückender Candyshop gehört) 
direkt unter dem "Eifelturm" :o) (Die Preise in dem Lokal sind allerdings eine Art Insulinschock ;o))
 
Und zum Abschluss gönnen wir uns noch einen längeren Blick auf die
Wassershow vor dem Bellagio Hotel. Edi hat mit seinem Fotoapparat ein 34-Sekunden-Video der
poetischen "tanzenden Wasserstrahlen" gedreht, vielleicht habt ihr ja kurz Zeit und 
Lust, es anzusehen:




Und das war's auch schon wieder: Bye-bye, Las Vegas!

Schön war's, viel zu sehen gab's - und ich kann durchaus verstehen, dass man sich von 
dieser Stadt angezogen oder verzaubert fühlt - aber ich selber bin halt mehr so der 
 "Natur-Typ" - und jetzt bin ich ehrlich gesagt schon wieder froh, wenn ich raus aus "Bling Bling" komme :o))


Hier geht es zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes 
und hier zum nächsten Teil: dem Zion Nationpark. 
Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥


Donnerstag, 10. Januar 2013

USA - 7. Tag: Las Vegas - Teil 1

 LAS VEGAS BEI TAG
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Hello, ihr Lieben!

 >> Welcome to Fabulous LAS VEGAS <<
So steht es auf dem Schild aus dem Jahr 1959 zu lesen, das wohl viele von euch schon gesehen 
haben, egal ob sie jemals in der "Stadt der Lichter" gewesen sind oder nicht. Das Foto davon 
haben wir übrigens erst am Morgen unseres letzten Vegas-Tages aufgenommen, kurz vor 
unserer Weiterreise in den Zion-Nationalpark. Da war es mit dem Traumhimmel-Wetter, das wir 
am 31. Oktober 2012 in LV hatten, schon wieder vorbei... 



Und so sieht der Himmel an unserem Hauptbesuchstag in der größten Stadt Nevadas aus:
 Der "Halloween-Himmel 2012" präsentiert sich Azurblau, Kitschblau, Blitzblau, Knallblau,
Cyanblau, unfassbar blau!
Ob das ein Teil seiner Verkleidung ist? 


(Ich habe extra ein Foto mit mir in die Collage eingefügt, auch wenn dieses Bild vom Kontrast her nicht so toll 
gelungen ist - nur damit ihr nicht glaubt, wir hätten einfach ein paar Postkarten eingescannt ;o))) Und wie ihr seht, genieße 
ich es sehr, am "Halloweentag" ärmellos durch die Weltgeschichte zu laufen - bei uns daheim geht das ja eher nicht :o))


 Abgesehen davon hege ich diesem Ort gegenüber allerdings recht gemischte Gefühle:
Selbst wenn ich die Show am Vortag wunderbar fand, selbst wenn "das Kind in mir" all die
 Nachbauten und das Bling-Bling der Glitzerstadt bestaunt und der blaue Himmel über uns 
 großartig wirkt (ist er wirklich echt? Oder schaffen sie es schon, ein solches Himmelsblau 
vorzugaukeln?) - Las Vegas ist und bleibt für mich eine der künstlichsten und 
dekadentesten Städte der Welt. *) 

Ich werde euch die dort entstandenen Bilder dennoch in zwei Postings zeigen - 
einfach, weil es unheimlich viel zu sehen gibt. 
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*) Das Gras hier ist jedenfalls zum Teil aus Plastik... - oder benötigt aufgrund des Wüstenklimas 
ernorme Wassermengen. Ein Hotelkomplex versucht den anderen in Höhe, Originalität, Zimmeranzahl, 
Qualität der Shows, Pomp und Beleuchtung zu überbieten. Wegen der Leuchtreklamen, die bis 
 in die Morgendämmerung aufgedreht bleiben, sowie aufgrund der rund um die Uhr betriebenen Casinos 
und der vielen Klimaanlagen gilt Las Vegas - im Verhältnis zu seiner Größe - als der massivste Stromfresser 
dieser Erde, und auch der Wasserverbrauch der Wüstenstadt ist enorm. Eine Verschwendung, die 
so manches anderes Problem nach sich zieht.

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Paris, New York, Venedig und Gizeh liegen hier nur wenige Geh-Minuten voneinander entfernt.
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Herr Rostrose, der schon "vor unserer Zeit" einmal hier gewesen ist, will mir LV bereits seit Jahren zeigen, 
einfach weil er meinte, diese crazy Stadt - in der es keine öffentlichen Uhren gibt, um die spielfreudigen
Nachtschwärmer nicht an die Zeit zu erinnern, und in der zwar die Eingänge der Casinos gut sichtbar 
gekennzeichnet sind, aber nicht die Ausgänge (denn das Publikum soll hineinfinden und dann am besten so 
lange drin bleiben, bis alles Geld verspielt ist) müsse ich einfach mal erlebt haben. Doch wenn sie in unserem 
"Reisepaket" nicht integriert gewesen wäre, hätte er mir "Sin City" wohl nie schmackhaft machen können.

Weil ich schon einmal hier bin, beschließe ich, fünf gerade sein zu lassen. Denn die Verschwendung findet statt, 
ob ich nun dafür oder dagegen bin. Sie findet seit den 1930er-Jahren statt und seither waren schon viele dagegen. 
Ich kann und will nicht so tun, als würde ich die Stadt, die auch "Capitol of Second Chances" genannt wird, rundum 
toll finden, aber ich habe beschlossen, positiv zu denken und während unseres Urlaubs vor allem
die schönen Seiten dieses Ortes zu sehen. Und die gibt es zweifellos.


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Wirklich schön finde ich das "Conservatory at Bellagio":
Das riesengroße, elegante Gewächshaus ist die Kulisse für jahreszeitlich wechselnde
Blumenarrangements und Gestaltungen. Während unseres Besuches waren natürlich
Herbstpflanzen und Kürbisse die Stars des überdachten Gartens. 
 Ebenso wie die Lagunenstadt im Venetian (siehe weiter unten) kann man sich 
diesen Genuss kostenlos gönnen.

Wenn ihr hier klickt, könnt ihr euch noch viele andere phantasievolle Arrangements in diesem schönen Wintergarten ansehen.
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Der Schäfchenwolkenhimmel, den ihr auf der unteren Collage seht, ist nur aufgemalt.
Und auch der "Canale Grande" unter diesem Himmel ist nicht echt. Diese nachgebaute 
Lagunenstadt befindet sich im ersten Stock (!) des Venetian Hotels, das zusammen mit
 seinem Schwesterhotel "The Palazzo" 7.128 Zimmer bietet und somit den größten 
Hotelkomplex der Welt darstellt.
Ich gebe zu, ich bin beeindruckt von der Fähigkeit, mit Beton und Farbe historische Bauten und
Marmorsäulen zu kopieren, alte Meister, bronzene Löwen... Bloß Farbe, Geruch und
(das in Wahrheit ziemlich schlammige) Ufer des Canale Grande wirken alles andere als 
authentisch (aber das ist vielleicht gar nicht so schlecht ;o)) 


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Gleich neben unserem Hotel findet an diesem Tag eine Art von "Show" statt - und zwar eine,
in der man u.a. Monster-Trucks und mit Airbrush-"Tatoos" verzierte Flitzer bestaunen und 
auch selbst in einem Rallye-Wagen als Beifahrer mitfahren kann. 



Mich persönlich fasziniert dort 
allerdings am meisten dieses spezielle Gefährt: Eine Hendee Deviant, wunderschön gearbeitet und
 offenbar nicht nur hinsichtlich der Initialen ein Tribut an die guten alten Harley Davidson Maschinen.


Liebe Frau Hummel, wäre die Hendee nicht auch etwas für dich? :o)) Ein Harley Davidson Cafe gibt's in Vegas 
übrigens auch, erkennbar an dem riesigen, aus einer Häuserfront ragenden Motorrad und einem mit Pflanzen 
bewachsenen Exemplar im Gastgarten.

 Nun, Ihr Lieben, das war's mal für heute. Eure durchaus berechtigte Frage, ob es uns 
gelungen ist, unsere nächste Weltreise durch einen Jackpot zu finanzieren, werde ich euch
im zweiten Teil meines Las-Vegas-Reiseberichtes beantworten. Und auch, ob sich die  
Leute hier (inklusive den Rostroses) zu Halloween besonders zurechtgemacht haben, 
werde ich euch in Teil zwei erzählen.
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Fortsetzung folgt!

Hier geht es zum vorigen Streckenabschnitt, dem Death Valley Nationalpark, 
hier kommt ihr zum zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥


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