Freitag, 8. Juli 2022

Mallorca-Reisebericht - Teil 1 (Tag 1 bis Tag 3)

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Mallorca 2022.
 
 
 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 
Hola amigos!

 

Einige von euch haben mir geschrieben, dass sie sich schon auf den Mallorca-Reisebericht freuen, also will ich gleich damit loslegen. Aus Zeitgründen schaffe ich diesmal leider keine so ausführlichen Reise-Schilderungen wie z.B. über unsere Italienreise im vergangenen Herbst. Aber ich denke, ihr werdet trotzdem einiges Interessantes von der größten Insel der Balearen-Gruppe zu sehen und zu lesen bekommen. 

Die Vorgeschichte:
Zunächst solltet ihr wissen, dass Mallorca niemals auf unserer Reise-Wunschliste stand. Doch Ende Jänner dieses Jahres meldete sich meine langjährige Blogfreundin Andi (Andrea) bei mir.*) Sie erzählte mir, dass sie und ihr Mann Michi im Mai eine Reise nach Mallorca gebucht und dort ein großes Haus mit Swimmingpool ausgewählt hätten, einfach weil es ihnen von der Lage und vom Angebot her am besten zugesagt hatte. Sie würden es auch allein nehmen, aber sie könnten sich vorstellen, es mit uns zu teilen - ob wir nicht Lust auf ein paar gemeinsame Tage hätten?...

*) Andi ist eine in München lebende Ungarin und hat früher den Blog "Flögis Reisen" betrieben, führt jetzt allerdings nur noch ihren Reiseblog in ungarischer Sprache - Flögi utazásai. Sie hat dort bereits mit ihrem Mallorca-Reisebericht begonnen. Ihr könnt ihn mit Hilfe von Google translate übersetzen. Wir haben einander bereits einige Male getroffen, z.B. in München, aber auch mehrmals bei uns daheim.

Edi und ich überlegten ein paar Tage und konnten uns auch vorstellen, dass es mit Andi und Michi gut funktioniert. Ich sah mir im Internet an, welche Möglichkeiten die Insel abseits der großen Touristen-Ballungszentren bietet, dann klärten wir mit unseren Nachbarn, ob sie sich von 18. bis 28. Mai um unsere Katze Nina kümmern könnten - und der Rest ist Geschichte 😊. Heute will ich euch über unsere ersten drei mallorquinischen Tage erzählen. 

 

Tag 1 - 18. Mai 2022:
Unsere Freunde waren schon einen Tag vorher aus München angereist. Wir hatten Austrian-Flüge gebucht (denn Billiganbieter = Personalausbeuter kommen für uns nicht in Frage) und kamen am Mittwoch-Nachmittag am Flughafen von Palma de Mallorca an. Dann holten wir unseren kleinen Leihwagen**) ab und fuhren nach Montuiri, dem Ort, in dem sich unser Ferienquartier***) befand.
 
**) Andi hatte vorgeschlagen, dass wir besser mit zwei Autos unterwegs wären, um unabhängiger zu sein und Ausflüge nach eigenem Geschmack unternehmen zu können. Das hat sich gut bewährt. Manchmal waren wir gemeinsam unterwegs, manchmal nicht, abends waren wir immer zusammen und hatten viel Spaß miteinander.
 
***) Über unsere Ferienunterkunft erzähle ich euch am Ende noch ein bisschen mehr. 
 
... zählt zu den ältesten Ortschaften Mallorcas; sie wurde ursprünglich von den Mauren gegründet, im Mittelalter kamen katalanische Einflüsse dazu, die das Stadtbild bis heute prägen. Die Stadt liegt auf einer Hügelkuppe im Landesinneren, ziemlich genau in der Mitte der Insel, und nur rund 25 Autominuten vom Flughafen Palma di Mallorca entfernt. Traditionell wird in diesem Gebiet Getreideanbau betrieben, und Hügel waren die perfekten Orte, um Mehlmühlen zu installieren - acht alte steinerne Windmühlen erinnern im Stadtviertel Es Molinar noch daran.

Großes Bild: Ackerwinden-Trauereule (Tyta luctuosa) auf Lavendel ****)
 
Nach unserer Ankunft genossen wir Abkühlung im Swimmingpool, gönnten uns ein köstliches spätes Mittagessen mit Garnelen und Gemüse und unternahmen anschließend einen ausgedehnten Spaziergang durch Montuiri.
 
****) ACHTUNG: Ich beziehe manche meiner Pflanzen- und Tier-Identifikationen über Google Lens. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob eine Bestimmung wirklich richtig ist. Wenn ihr es besser wisst, bitte zögert nicht, mir mitzuteilen, dass ich mich geirrt habe! Ich lerne gern dazu!
 

 
Unter anderem seht ihr die Pfarrkirche Sant Bartomeu und außerdem eine weitere Windmühle, die offenbar von Tauben auch gern als Nistplatz verwendet wird. Das süße Kätzchen begegnete uns, als wir eine Rast in einem Biergarten gegenüber der Kirche einlegten. Das steinerne Kreuz ist ein sogenanntes Flurkreuz, das im Mittelalter meist an Ortsausgängen stand und die Funktion hatte, das Dorf zu beschützen.
 


Tag 2 - 19. Mai 2022:
Unsere Freunde wollten an diesem Tag die Orte Portocolom und Cala Figuera besuchen - Edi und ich hingegen hatten beschlossen, zunächst in Montuiri und Umgebung zu bleiben und uns hier die nahegelegensten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Denn unter anderem gibt es in diesem Ort eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte -
 
... Son Fornés, eine Siedlung der Talayot-Kultur:
Bei der Talayot-Kultur handelt es sich um eine prähistorische Kultur zwischen dem Ende der Bronze- und dem Beginn der Eisenzeit, gekennzeichnet durch Turm- und andere Bauten in Großsteinbauweise (Megalithkultur). Es handelt sich dabei um aus Steinblöcken gebaute Siedlungen, die zwischen 1300 v. Chr. und 500 v. Chr. auf den Balearen entstanden. Son Fornés zählt zu den besterhaltenen talayotischen Siedlungen Mallorcas. 

Oben links die Silhouette von Montuiri mit kreisendem Greifvogel; unten rechts: Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
 
Der Besuch der Siedlung ist kostenlos. Außer uns wanderte hier trotzdem nur noch ein weiteres Paar zwischen den faszinierenden, geschichtsträchtigen Ruinen umher. Die Kombination aus Wildwuchs und alten Steinen gefiel uns ausgesprochen gut - und bietet so manchem Kleintier Lebensraum. Bei den einzelnen "Gebäuden" standen informative Tafeln (auch in deutscher und englischer Sprache).

Auf einer Eibischblättrigen Winde (Convolvulus althaeoides) saß ein besonders schöner Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni); rechts unten Zwergbrotmohn (Papaver setigerum)

Els Calderers:
Anschließend besuchten wir den Gutshof Els Calderers. In Wikipedia bekommt ihr sehr ausführlich beschrieben, was es dort zu sehen gibt, deshalb fasse ich mich kurz. Das Anwesen wird als Freilichtmuseum genützt; das Herrenhaus mit seinen Originalmöbeln und dem grünen Innenhof gefiel uns sehr gut.
 

Weniger gut gefiel uns, wie manche der Tiere hier gehalten werden. (Das habe ich übrigens auch in die Bewertung bei diversen Reiseportalen einfließen lassen.) 

Den jungen Ziegen, ihren Müttern und dem Geflügel schien es noch recht gut zu gehen, die waren in einem relativ großen eingezäunten Bereich zu Hause, in dem es Erde und Gras gibt. Aber die schwarzen Schweine, die Schafe mit ihren Lämmern und einige größere Ziegen hatten nichts als einen nackten Betonboden, auf dem sie gehen, stehen, liegen konnten - ganz ohne Einstreu und mit nur sehr wenig Schatten. Auch die Esel, die eigentlich relativ viel Platz hatten, wirkten vernachlässigt und irgendwie traurig - sie taten uns allesamt sehr leid ... und sie waren nicht die einzigen Tiere auf der Insel, die wir bedauerten (siehe PS).

Am späten Nachmittag kehrten wir in unser Feriendomizil zurück und trafen dort wieder mit unseren Freunden zusammen. Die beiden sind große Liebhaber von Fisch und anderen Meersfrüchten, und auch wir essen, wenn wir am Meer sind, gern Fisch und andere landestypische Speisen. Da passte es wunderbar, dass Andi und Michael diesmal vier große frische Doraden für das Abendessen besorgt hatten. Während der Fisch im Ofen war, entspannten wir uns noch ein wenig im und am Pool. In der Luft lagen dabei die Rufe der Mauersegler (Apus apus), die ständig auf der Jagd nach Insekten über uns hinwegschwirrten, aber sich leider nur sehr schlecht fotografieren ließen.

Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse - wen wundert es, bei diesem Anblick? Der Sonnenuntergang war eine wahre Show - sensationell schön! Auch sonst ließen wir es uns gut gehen. Edi und ich brachten unseren beiden Freunden ein Kartenspiel bei, das wir selbst erst vor kurzer Zeit von Brigitte und Peter gelernt hatten. Das Spiel heißt "Stechen" und ist sehr einfach, aber zugleich lustig und tricky. Leider konnte ich im Internet keine Spielregeln dazu finden, die ich hier verlinken könnte. Es ist möglicherweise ein sehr "lokales", sprich "österreichisches" Kartenspiel... Wie auch immer, wir spielten es an fast jedem Abend - und hatten Spaß.


Tag 3 - 20. Mai 2022:
An diesem Tag wollten wir einiges gemeinsam unternehmen und fuhren daher zu viert in Richtung Westen los. Unser erstes Ziel waren die ...
 
... Jardines de Alfabia:
Die Gärten von Alfabia liegen am Fuß des Tramuntana-Gebirges zwischen Bunyola und Sollér. Sie existieren seit dem 12. Jahrhundert und sind maurischen Ursprungs. Die Mauren waren Meister der Bewässerungstechnik, und davon leben die Jardines de Alfabia auch heute noch.
 
Andi und ich waren nicht ganz einer Meinung, ob sich der Besuch dort gelohnt hatte - sie fand die Anlage nicht gut gepflegt und den Eintrittspreis von 8 Euro überzogen. Ich hingegen war glücklich, dass es den Tieren dort erheblich besser geht als jenen in Els Calderers (wo der Eintritt übrigens 8,50 Euro beträgt). Allein dafür bin ich schon bereit, etwas mehr zu bezahlen. 

Die Anlage (bzw. der Bereich, durch den Besucher spazieren dürfen) ist zugegebenermaßen nicht besonders groß, doch sie besitzt in meinen Augen Ausstrahlung. Ich mag den Charme des etwas Verfallenen. Und ich denke, es ist sehr kostenintensiv, solch ein Areal zu erhalten. Es gibt verschiedenste Außen- und Innenräume zu erkunden. Wasserspiele, Tiergehege, Orangen- und Zitronenplantagen, unterschiedlich bepflanzte Blumenbeete, Palmen und andere exotische Pflanzen sowie das Herrenhaus selbst und die ehemaligen Stallungen.
 
Die Anlage ist eingebettet in eine traumhafte Landschaft, allein das macht schon einen gewissen Reiz aus. Besonders schön muss es zur Blütezeit des Blauregens (Wisteria) sein, der dort in einem der Laubengänge wächst - siehe Schild in der Collage oben.

Es ist einfach Geschmackssache - in meinen Augen waren die Gärten jedenfalls ein perfekter und fotogener Zwischenstop auf dem Weg nach Sollér, und ich bin froh, dass wir hier angehalten haben.

Esel und Pferd fühlen sich hier wohl, das Pferd ließ sich sogar streicheln, und es gibt noch einige weitere Tiere, die ebenfalls große Gehege mit Schatten, mit Heu oder Gras und ordentlicher Trinkwasserversorgung haben.  




Danach furen wir auf einer Bergstraße mit 36 Kurven über den 500 Meter hohen Pass Coll de Sóller unserem nächsten Ziel entgegen - der Stadt ...

Seit 1997 gibt es auch einen mautpflichtigen (und skandalträchtigen) Tunnel, durch den man schneller und bequemer nach Sóller fahren kann, allerdings bringt man sich dadurch um die herrlichen Ausblicke, die sich hier nach jeder Serpentine bieten. Auch für Radfahrer scheint diese Route interessant zu sein. (Mich persönlich brächte niemand dazu, selbst mit dem besten Rad der Welt auf solchen Straßen zu fahren - es ist nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich, da man von den Autofahrern nicht gut gesehen wird.) 
 
Abgesehen von den beiden genannten Verkehrsrouten gibt es seit 1912 auch noch die berühmte Eisenbahn „Roter Blitz“ zwischen Palma de Mallorca und Sóller. Im Volksmund wird diese Bahnverbindung auch „Orangenexpress“ genannt, da damit früher die geernteten Orangen auf dem schnellsten Weg transportiert werden konnten. Die private Gesellschaft Ferrocarril de Sóller befährt die Route nach wie vor mit historischen Eisenbahnwaggons und befördert heutzutage hauptsächlich Touristen. Ähnlich verhält es sich mit der ebenfalls holzverkleideten Straßenbahn, die den Bahnhof mit dem Hafen Port de Sóller verbindet.
 
Ich hätte weder große Lust, mit dem Roten Blitz noch mit der Straßenbahn zu fahren, da beide mit Touristen überfüllt sind - doch es machte uns Spaß, der Ankunft des Zuges und dem Umsteigen der Passagiere zuzusehen und ein paar Fotos davon aufzunehmen.
 

Abgesehen von den nostalgischen Verkehrsmitteln fanden wir in Sóller vor allem die Architektur sehenswert. Mir fiel auf, dass einige Gebäude große Ähnlichkeit mit den Gaudi-Bauten in Barcelona hatten - schließlich waren wir vor 10 Jahren in Barcelona auf den Spuren von Antoni Gaudi unterwegs gewesen - hier geht's zu meinem damaligen Barcelona-Reisebericht. (Selbst Google Lens hielt das folgende Haus - großes Foto - irrtümlich für die Casa Vicens von A. Gaudi 😁.)  

Tatsächlich ist Sóller neben Palma die zweitwichtigste Stätte des Modernisme auf der Insel Mallorca; die Fassade der Pfarrkirche Sant Bartomeu (siehe Collage oben) und  auch die Vorderfront der Banco Central Hispano (siehe Collage unten, ganz links) wurden z.B. von Antoni Gaudís Schüler Joan Rubió i Bellver entworfen.


Es hätte in dieser Stadt vermutlich noch mehr Interessantes zu sehen gegeben, doch wir hatten nur einen zeitlich begrenzten, gebührenpflichtigen Parkplatz etwas außerhalb des Zentrums finden können, also gönnten wir uns nach einem kleinen Stadtrundgang bloß noch einen Iced Latte Macchiato in einem hübschen Gastgarten und spazierten dann zum Auto zurück, um zu unserem nächsten Ziel zu fahren.

Deià:
Auf einem Hügel am Rand des Tramuntanagebirges liegt die Kleinstadt Deià. Sie gilt als das "Künstlerdorf Mallorcas", da sich hier seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts zahlreiche Künstler niedergelassen haben. 
 
Wir schlenderten ein bisschen durch den Ort, sahen uns die Kirche und den Friedhof an, ich streichelte einen entzückenden weißen Wuschel-Hund, der sich als sehr liebesbedürftig erwies, und wir genossen den traumhaften Ausblick aufs Meer. Das Robert-Graves-Museum ließen wir allerdings links liegen, denn eigentlich waren wir hierher gekommen, um eine Wanderung zu unternehmen.
 

Cala Deià:
Die Cala Deià ist ein kleiner (nur 70 Meter langer) Kiesstrand in einer idyllisch wirkenden felsigen Bucht. Vom Dorf Deià bis zum Strand gibt es einen recht hübschen, aber leider kaum schattigen Wanderweg. Die Strecke ist allerdings nicht allzu weit oder anspruchsvoll, man geht etwa eine halbe Stunde auf gut ausgetretenen Pfaden durch eine schöne Landschaft mit knorrigen Olivenbäumen und anderen mediterranen Pflanzen. Es ist auch möglich, auf einer kurvigen Straße mit dem Auto zum Strand zu fahren, aber wir waren ja hierher gekommen, um uns die Beine zu vertreten.
 
 
Auch wenn die Strecke relativ kurz war, waren wir dennoch froh, als wir am Strand ankamen. Allein schon der Anblick des türkisblauen Wassers hatte etwas Belebendes. Obwohl erst Mai war - und das Meer entsprechend kühl - hatten sich hier schon sehr viele Badegäste eingefunden. In einem der beiden (sehr gut besuchten) Lokale fanden wir glücklicherweise noch einen Sitzplatz und konnten uns mit Limo oder Bier erfrischen. Danach hieß es wieder nach oben wandern - bei 34 Grad Hitze keine ganz unanstrengende Sache...

In der Mitte mein erfrischendes Bier 🍺, unten links die erschöpfte Wandertruppe am Ende des Ausflugs, unten Mitte ein schöner Distelfalter (Vanessa cardui) auf einer Skabiose.
 
Nach unserer Rückkehr zum Parkplatz (der etwas außerhalb von Deià lag) ging es auf kurvigen Straßen und durch schöne Landschaften wieder heimwärts. Dort war es dann endlich so weit: Wir hatten an der Cala Deià kein Bedürfnis verspürt, ins Meer zu gehen, doch eine Abkühling im Pool war dringend erforderlich 😉😎 Abends grillten wir Thunfisch, genossen den Sonnenuntergang auf der Terrasse und spielten anschließend bis spät in die Nacht das Kartenspiel "Stechen". Und so ging unser dritter schöner Urlaubstag zu Ende 😊.



 Fotos: Andi, Edi und Traude
¡Adiós, hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Thursday Art Date von Rain, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 

 

PS:

Oben habe ich erwähnt, dass ich euch über unsere Ferienunterkunft am Ende noch ein bisschen mehr erzählen werde. 

  • Zuerst das Positive: Das Ferienhaus - genauer gesagt eine Wohnung mit Pool und zwei Terrassen - war wirklich riesig. Es gab zwei Badezimmer, insgesamt vier Schlafzimmer, Vorraum, Wohnzimmer und Küche waren ebenfalls sehr geräumig und schön. 
  • Ich verlinke euch hier das Quartier, damit ihr es auch ansehen könnt - allerdings möchte ich es euch trotzdem nicht empfehlen. Denn der Vermieter war nicht sehr sympathisch - sprich geldgierig und nicht tierfreundlich. Seine Wohnung befand sich gleich neben der Ferienwohnung und sein "Garten" - eine Erdwüste - grenzte direkt an unser Areal mit dem Swimmingpool an. (Der Vermieter hatte aber keinen Poolzugang, zum Glück.) In dem "Erdwüste-Garten" lebte ein armer Hund - eine kleine Promenadenmischung - bzw. er vegetierte dort eher vor sich hin. Wir haben nie erlebt, dass der Besitzer oder seine Frau mit dem Hund interagiert hätten - abgesehen davon, dass sie ihm mal ein Stück Brot von der Terrasse zuwarfen. (Er wird aber wohl auch noch artgerechteres Futter bekommen haben... hoffen wir jedenfalls.) Er winselte oft und wirkte sehr verängstigt. 
  • Dazu kam noch, dass es in der Ferienwohnung keine sonst übliche Grundausrüstung gab (wie weitere Rollen Toilettenpapier, Spülmittel, Gewürze etc.) All das mussten wir selbst kaufen. 
  • Bei einem nächtlichen Regenguss erwies sich, dass die Fenster undicht waren - die Küche stand unter Wasser. 
  • Und am Schluss wurden wir bei der Stromabrechnung übers Ohr gehauen. Edi und ich waren später als unsere Freunde angekommen und reisten auch später wieder ab. Das heißt, am letzten Tag, als der Vermieter den Stromverbrauch ablas, waren nur noch wir beide da. Er verlangte die Summe von uns zusammen mit der Kurtaxe. (Vor diesem Urlaub habe ich noch nie erlebt, dass wir in einem Appartment den Strom bezahlen mussten - aber so stand es tatsächlich im Vertrag.) Leider waren wir zu vertrauensselig, um einen Beleg für diese Zahlung zu verlangen - bzw. es wäre auch kompliziert gewesen, da der Besitzer weder deutsch noch englisch verstand und unsere marginalen Spanischkenntnisse für solche Themen nicht ausreichen. Und so hatten wir keinen Beweis, als Andi und Michi eine Vorschreibung über denselben Betrag erhielten und ihn noch einmal bezahlen mussten... Kurz und gut - das Quartier ist groß und günstig gelegen, aber eine Empfehlung möchte ich dafür nicht aussprechen.
  • Doch ihr kennt mich bzw. uns Rostrosen inzwischen gut genug - wir lassen uns den Gesamteindruck eines Urlaubs nicht allzu leicht verderben, weil hier und dort nicht alles perfekt war.

Freitag, 1. Juli 2022

Farbtupfer und weitere Juni-Impressionen

Servus, liebe treue und neue LeserInnen, ...

 

... vielen Dank für all eure wunderbaren Kommentare zu meinem ersten Juni-Impressionen-Posting! Heute geht es gleich damit weiter (abermals nicht in chronologischer Reihenfolge), denn im Juni war eine Menge los bei uns - und wie es aussieht, wird uns auch im Juli nicht langweilig werden 😉. 

(Deshalb seid ihr mir hoffentlich nicht böse, wenn es immer ein bisserl dauert, bis ich zu meinen Blogrunden komme...)


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Farbtupfer:
Bei den ue30-Bloggern gibt es wieder eine  neue Blogparade, die unter dem Motto "Farbtupfer" steht. Nun würde ich ja mal behaupten, dass ich selbst ein "personifizierter Farbtupfer" bin 😁:
 
Normalerweise steche ich aus einer Menge heraus - und das war auch in meiner Kindheit schon so, obwohl ich damals noch nicht so farbenfroh gekleidet war wie heute. Aber wenn bei uns "im Hof" (= der Innenhof einer Wiener Gemeindebau-Anlage, wo wir Kinder spielten) z.B. ein Ball in ein Fenster geflogen oder etwas anderes angestellt worden war, wusste niemand, welche Kinder beteiligt waren - doch dass "die mit den roten Haaren" dabei war, daran konnte man sich erinnern. (Selbst wenn ich unschuldig war 😇...)
 
Naja, so etwas prägt. Eine Zeitlang wollte ich lieber unauffällig bleiben, und es gab auch eine "schwarze Phase" in meinem Leben, aber mittlerweile haben sich alle Farben des Regenbogens mit Macht in mein Leben (zurück) gedrängt. In meinem vorigen Post habe ich euch schon mehrere Regenbogen-Looks gezeigt - hier ist noch einer. (So gekleidet war ich neulich mit Edi bei einem Bank-Termin 😉.) 

Rock: Souvenir aus Thailand, Kette aus Namibia, Shirt alt, Tuch aus Bobbelwolle India selbst gehäkelt, Öko-Sandalen von Waschb*r

Orange und Türkis (oder Hellblau)...
... sind ein Paar, das ich auf Reisen zu lieben gelernt habe - in Indien z.B. scheuen sich die Frauen nicht, Saris und Tücher in allen Farben miteinander zu kombinieren - je leuchtender, desto schöner. Mir gefällt dieser Mix schon seit ein paar Jahren auch an mir selbst - hier ein Beitrag von 2018 zum Thema - und zwar nicht nur bei Kleidung: Auch Marillenknödel passen gut auf türkise Teller, siehe unten 😉.
 
Resteverwertungs-Marillenknödel:
Diese Marillenknödel entstanden aufgrund einer "Resteverwertungs-Aktion". Wie bereits erwähnt, haben wir Lebensmittel-Vorräte angelegt - z.B. für einen eventuellen Blackout - unter anderem ein großes Paket mit Zwieback. Das Mindesthaltbarkeitsdatum lag im April 2022 - aber Zwieback hält in Wahrheit deutlich länger. Dennoch wollen wir unsere Vorräte regelmäßig auffrischen, also war es an der Zeit - ein paar Sachen aus dem Vorratslager zu verkochen
 
Zwieback ist vielseitig einsetzbar - daraus kann man z.B. gut Semmelbrösel machen. Der Knödelteig war in diesem Fall ein Fertigteig - so etwas haben wir auch immer daheim, wenn es mal schnell gehen soll, die Marillen stammen aus dem Bio-Hofladen, und dort, wo der Kern drin war, haben wir - anstelle des klassischen Zuckerstücks - Marzipanreste in die Marille gesteckt (siehe oben verlinktes Rezept).

Ich liebe buntes Geschirr - diese Teller sind eindeutig Farbtupfer!

Noch ein Mix aus diesen Farben:
Auch im folgenden Mix treffen die beiden Komplementärfarben Orange und helles Blau aufeinander (gekauft habe ich diese Hose seinerzeit übrigens als "Türkis") und abermals sind alle Teile schrankgeshopt und schon recht lange bei mir. 
 
Das Shirt ist aus besonders umweltfreundlichen Hanf-Gewebe, die hauchdünne Bluse darüber ist mehr als ein Jahrzehnt alt, war mal weiß und wurde vor längerer Zeit schon von mir umgefärbt und die Hose trug ich bis vor kurzem hauptsächlich zum Wandern oder Radeln - z.B. im Jahr 2018 bei einer Wanderung in der Mannersdorfer Wüste (Klick zum Foto). Es gibt in meinem Schrank noch ein zweites Exemplar derselben Marke in rot und eine ähnliche Hose in taupe. Ich hatte zwei der drei Dreiviertelhosen in Mallorca mit dabei und entdeckte dort, dass ich sie auch abseits von Wanderungen gerne trage.
 
Hier z.B. trug ich die Hose beim Wocheneinkauf.
 
Junifrüchte:
In der folgenden Collage seht ihr, wie wir ein paar Junifrüchte verarbeitet haben. Unsere Ribiselsträucher waren relativ üppig mit schwarzen und roten Johannisbeeren behängt, und so gab es einerseits diverse Fruchtsalate mit Ribiseln, andererseits stellten wir wieder Ribiselsirup her, weil uns der im Vorjahr so gut gelungen war. (Er ist auch heuer wieder köstlich - wir geben zum Rezept übrigens immer noch etwas Zimt und Vanillezucker oder Vanilleessenz dazu!
 
Es gab Banana Pancakes, die wir mit Erdbeeren belegten, Palatschinken, die wir mit Mandelmus bestrichen und mit Beeren gefüllt haben, einen weiteren Croissant-Auflauf mit Erdbeeren und Himbeeren (Rezept von den HIER) sowie einen Zwieback-Kirschauflauf (abermals eine Zwieback-Resteverwertung), allerdings nicht mit Kirschen aus dem Glas, wie im Rezept angegeben, sondern mit frischen Kirschen - und weil noch einige Erdbeeren und Himbeeren aus dem Garten übrig waren, haben wir den "Kirschmichel" damit belegt. Jetzt sind die süßen und säuerlichen Früchte in unserem Garten leider weitgehend abgeerntet. Schade, dass diese Zeit immer so schnell vergeht.

Spaziergänge, Radausflüge und Hollerblütensirup:
An den nicht allzu heißen Tagen zwischen Anfang und Mitte Juni unternahmen wir die eine oder andere Radelpartie und Spaziergänge in der Umgebung. (Mittlerweile ist es meistens zu heiß dafür. Ich lasse mich jetzt fast jeden Tag beim Turnen vom Ventilator anblasen, anders würde ich es nicht schaffen. Aber die Gymnastik tut mir nach wie vor gut - und inzwischen habe ich eine neue, extrem motivierende Playlist zur Untermalung 😁 - siehe weiter unten.) 
 
Wir fuhren z.B. auch mit dem Rad los, um eine weitere Grundlage für Sirup zu ernten - nämlich die weißen Blüten vom Schwarzen Holunder. Daraus haben wir mehrere Flaschen Hollerblütensirup angefertigt. Nun freuen wir uns schon auf die Zeit, in der der Holunder Früchte trägt, denn aus den Hollerbeeren bereiten wir u.a. Likör, Marmelade und Hollerkoch (eine Art Kompott) zu.

Am Feldrand wuchsen einige Mohnblumen, und die Bienen freuten sich über viele Natternköpfe (Echium vulgare).

Wiedersehen mit dem Enkelkind 😍:
Rot wie eine Mohnblüte, Erdbeere oder Ribisel war auch meine Kleidung, als wir am 8. Juni  meine Tochter Jana und ihr Söhnchen Jamie trafen. Ihr seht hier meine zweite Dreiviertelhose, dazu mein von schwarz-weiß auf schwarz-rot umgefärbtes Shirt und das rote Blusenkleid aus Leinen, das mich seit 2019 begleitet.


Sowohl Opa als auch Oma waren glücklich beim Spaziergang mit dem Kinderwagen, und es machte uns auch Spaß, klein Jamie bei seinen inzwischen schon sehr motivierten Krabbelmanövern in der Wohnung zu beobachten. Die drei Katzen von Jana und Michael achten jetzt verstärkt darauf,  außerhalb der Reichweite von Jamie zu bleiben 😉.

Katze Nina:
Für alle, die unsere Katze Nina noch nicht kennen: Sie ist 19 Jahre alt, seit etwa zwei Jahren blind und sie hat einen (lt. Tierärztin mutmaßlich bösartigen) Tumor an ihrer rechten Seite. Allmählich sieht man, wie Nina dünner wird und ihr Tumor größer. Aber sie frisst noch mit Appetit (wenn auch nur noch kleine Portionen), sie kuschelt noch gern mit uns und sie spaziert noch gern im Garten umher. 

In der folgenden Collage seht ihr sie einerseits in unserem Bett, andererseits beim Durchstreifen unseres Gartens. Sie orientiert sich offenbar anhand der Trittsteine und der Pflanzen, die am Wegesrand wachsen. Auf diese Weise findet sie immer noch zu unseren Nachbarn zur Linken. Dort hatte sie unlängst ein relativ unangenehmes Erlebnis, denn wir erfuhren, dass brütende Amseln sich offenbar von Nina bedroht gefühlt hatten. Sie flogen eine regelrechte Attacke gegen sie, und unsere Katze wusste wohl gar nicht, wie ihr geschah. Nina rettete sich geduckt auf die Terrasse der Nachbarn. Armes altes Mädchen; früher mal war sie eine große Jägerin (hauptsächlich von Mäusen, aber leider manchmal auch von Vögeln), doch diese Zeiten sind schon lange vorüber - nun "rächt" sich die Vogelwelt...
 
Leider sind unsere Nachbarn zur Zeit auf Urlaub - und das gefällt Nina gar nicht, denn dadurch ist ihre tägliche Routine gestört. Doch zum Glück ist die Ferienwoche der beiden bald vorüber.

 

Babybauch-Shooting für Janas Freundin:
Meine Tochter Jana hat seit ihren gemeinsamen Schultagen eine beste Freundin; diese Freundin heißt Alex (Alexandra), und sie erwartet derzeit ihr zweites Kind
 
Als Jana schwanger war, veranstalteten Edi und ich mit ihr ein Babybauch-Shooting im romantischen Schlosspark von Pottendorf - HIER könnt ihr euch einige Fotos davon ansehen. Alex war von diesen Fotos begeistert, und Jana fragte uns deshalb, ob wir für ihre Freundin ebenfalls solch ein Shooting machen würden. Aber klar doch, Ehrensache!

Seht ihr oben den Eichelhäher (Garrulus glandarius) und unten die Afrikanische Höckergans?

Es ging abermals in den Pottendorfer Schlosspark mit der pittoresken Schlossruine, denn hier gibt es viele märchenhaft wirkende Plätze, die gut zum Fotografieren geeignet sind, und es gibt genügend versteckte Möglichkeiten, um die Kleidung zu wechseln. Jana und Klein-Jamie waren natürlich ebenfalls mit dabei 🥰. 

Leider herrschte am vereinbarten Tag (10. Juni) kein besonders gut geeignetes Wetter - es hatte in der Nacht geregnet und ordentlich abgekühlt; die Temperaturen wirkten eher herbstlich als nach Frühsommer und die Wege waren stellenweise matschig. Aber Alex hielt sich auch in ihren sommerlichen Umstandskleidern tapfer und professionell - und wir alle hatten viel Spaß bei dem Shooting! Netterweise hat Alex mir erlaubt, ein paar der entstandenen Fotos hier im Blog zu zeigen:


Nach dem Fotografieren und auch zwischendurch war glücklicherweise genug Zeit, um mit meinem Enkelsohn Jamie zu kuscheln 💓. Ich habe ihn eine Weile im Park herumgetragen - mittlerweile ist er 7 Monate alt und wiegt fast 10 kg, das hängt sich ganz schön an 😅, aber er ist definitiv eine süße Last!

 
Gudrun-Kleid:
Oben könnt ihr sehen, dass ich beim Shooting im Park das "neue" Secondhand-Hemdblusenkleid von Gudrun Sj*den trug, das ich euch schon im vorigen Blogbeitrag gezeigt habe. Am 22. Juni besuchten Edi und ich unsere Freundin Annemarie, und bei der Gelegenheit führte ich das Kleid ein weiteres Mal aus - diesmal als "Sommermantel" über meinem hellroten Biobaumwollkleid (das ihr ebenfalls im vorigen Post gesehen habt). 

Blick in den Rostrosen-Garten:
Beim letzten Mal habe ich euch hauptsächlich unseren Vorgarten mit dem Lavendel gezeigt. Die große Stockrose dort (deren Samen ich von meiner Blogfreundin Claudia bekommen habe) wächst unermüdlich weiter und der Lavendel ist immer noch bestens besucht. Im Hauptgarten haben mittlerweile die Taglilien zu blühen begonnen.

 
Hier seht ihr nun Teile des Gemüsegartens: Mangold und Kartoffeln wuchern üppigst, gelbe Zucchini habe ich bereits mehrere geerntet, bei den Kirschtomaten (die in Körben im "Tomatenhaus" wachsen) dauert es noch ein bisschen, bis sie reif sind. Auch an den Weintrauben, die am ersten Rosenbogen wachsen, sind die Beeren noch klein und sauer. Im Vorjahr haben wir aus den Trauben zusammen mit Äpfeln Marmelade hergestellt. Dieses Jahr wird die Apfelernte eher klein ausfallen, also wird es im Herbst vielleicht Traubengelee oder Traubensaft geben.
 
 
 
Himmelsblick und Schmetterling:
Unten bekommt ihr einerseits einen himmlischen Anblick zu sehen, der uns irgendwann im Juni während einer Autofahrt begeisterte, andererseits noch einmal den Lavendel. Im vorigen Post gab es einen Kleinen Perlmuttfalter, der sich fotografieren ließ, diesmal posierte ein Kleiner Fuchs (Aglais urticae) für mich. 


Elvis-Film und Kino-Outfit in lila-orange:
Zu den Farben des Kleinen Fuchses und des Lavendels passt das folgende Outfit. Ich habe euch weiter oben erzählt, dass wir bei unserer Freundin Annemarie eingeladen waren. Da Annemarie ein großer Elvis-Presley-Fan ist, vereinbarten wir zwei "Mädels", uns am 28. Juni den neuen Elvis-Film miteinander anzusehen - und das ist es, was ich dazu trug - inklusive meiner "Schrullen-Brille", denn schließlich wollte ich von dem Film ja auch etwas sehen 😁. 
 
Wir waren übrigens beide begeistert vom Film - Annemarie lebte sowieso voll mit und freute sich sehr über all die Songs und darüber, dass die Darstellung so gut gelungen war, und ich war völlig umgeworfen von Austin Butler, dem Darsteller von Elvis Presley! Ursprünglich hatte ich mir von ihm nicht so viel erwartet - ich dachte: "Okay, er sieht dem jungen Elvis ein bisschen ähnlich, deshalb hat er die Rolle wohl bekommen. Aber ob der schmächtige Bursche die Rolle des älteren Elvis ebenfalls ausfüllen kann?" Und dann hatte ich im Vorfeld noch gehört, dass Tom Hanks ihn an die Wand gespielt hätte. 
 
Das kann ich im Nachhinein keineswegs behaupten. Hanks war als Colonel Tom Parker fast nicht zu erkennen und spielte wie immer ausgezeichnet, aber Austin Butler war meiner Meinung nach sensationell. Denn er hat etwas geschafft, was nicht einmal der echte Elvis Presley geschafft hat: Er hat mich für Elvis-Musik begeistert! (Meine Workout-Playlist ist jetzt um ein paar heiße Elvis-Rock'n-Roll-Nummern reicher! 😊) Und er hat für mich erstmals verständlich gemacht, worin die besondere Anziehungskraft Presleys auf die Damenwelt lag und was ihm zum Mythos machte. UND er konnte tatsächlich auch den älteren Elvis verkörpern. 
 
Hier habe ich einen Link für euch zu einem interessanten Interview von Jimmy Fallon mit Austin Butler (in englischer Sprache): https://www.youtube.com/watch?v=BnWGXDcW1B8
 
Empfehlung: Falls ihr euch das Interview nicht anhören wollt, scrollt bis zum Ende vor, dort gibt es die Einspielung einer tollen Elvis-68er-Konzertszene! (Ich könnt' sie mir immer wieder ansehen 😅)

Rock, Sandalen und Kette siehe oben, zweite Kette: Altwarenhändler, Shirt alt, Tuch aus Bambuswolle selbst gehäkelt

Planschen mit  dem Enkelsohn 😍:
Am 26. Juni *) kamen Jana, Michael und Klein-Jamie zu uns in den Garten, um sich ein wenig abzukühlen. Wir haben zwar kein Schwimmbecken, aber erstens einen Pavillon am Miniteich, und dort ist es immer ein wenig kühler als rundherum, und zweitens stellten wir für Jamie zwei Waschschüsseln mit sonnengewärmtem Wasser auf. Teilweise saß er im Wasser, teilweise planschte er von außen damit rum und hatte sichtlich Freude daran. Er ist wohl eine ähnliche Wasserratte, wie es auch meine Tochter war. (Und inzwischen haben Jamie, Jana und ich auch schon einen tollen Tag an einem Badeteich verbracht - Jamie war mit großem Spaß dreimal im Wasser - splish-splash 💦). 

*) An diesem Tag gab es auch mal wieder "Resteküche" - denn bei unseren Lebensmittel-Vorräten gibt es auch Dauerwurst. (Solche Würste halten normalerweise mindestens ein Jahr lang, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum einen deutlich kürzereren Zeitraum angibt. Schließlich wollen die Händler diese Wurst ja immer wieder neu verkaufen 😉. Traditionell wurden Dauerwürste von Bauern durch Pökeln und Räuchern haltbar gemacht, um durch die langen Wintermonate zu kommen, ohne zu hungern.) Diesmal hatten wir Cabanossi zu verarbeiten und machten mal wieder eine Soljanka daraus. (Bohnengulasch, Kartoffelgulasch, Wurstknödel o.ä. wäre natürlich auch gegangen.) Edi buk dazu ein wunderbares Brot, innen flaumig, aussen schön knusprig - einfach perfekt!


Hochzeitstag:
Am 24. Juni 2006 haben Edi und ich geheiratet. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits seit 11 Jahren zusammen und hatten seit 4 Jahren ein gemeinsames Haus. Ursprünglich hatte ich nie heiraten wollen, weil ich einen offiziellen Segen für eine Liebesbeziehung für unnötig erachtete, und auch für Edi war es nicht wichtig, ob wir verheiratet waren oder "einfach so" glücklich. Doch dann wäre ich beinahe von einem abstürzenden Hängeschrank erschlagen worden. (Ich war reaktionsschnell, deshalb streifte mich nur die Lichtblende des Schrankes. Der Tisch, der unter dem Schrank gestanden war, sprach aber eine deutliche Sprache 😳.) 
 
Das zeigte uns hautnah, wie schnell das Schicksal zuschlagen kann; wir fingen erstmals intensiv über gegenseitige Absicherung, Erbrecht und Witwenpension nachzudenken an. Unsere Hochzeit war also eher eine Formalität als ein "Großereignis der Liebe". Trotzdem erinnern wir uns an diesen Tag gern. Wenn ich unsere Hochzeit mit drei Begriffen charakterisieren müsste, wäre das "lustig, gemütlich und anders".
 
Diesmal nützten wir einen geschenkten Gutschein, um an unserem Hochzeitstag ein für uns neues Lokal auszuprobieren - das Wia z'haus in Hof am Leithaberge, wo wir uns (köstlichen!) Zwiebelrostbraten gönnten. Zur Feier des Tages zog ich dasselbe Oberteil an, das ich auch bei unserer Hochzeit getragen hatte, diesmal allerdings in einen Rock gesteckt (den ich 2006 auch schon besaß) und nicht als Tunika über einer schwarzen Hose:


Unsere Hochzeitsstory:
Hier die "Beweisfotos" von 2006 - leider von schlechter Qualität, da ich ins Album geklebte Fotos mit dem Handy abfotografiert habe. Unsere Fotografin war meine damals 13jährige Tochter Jana, und sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Außer uns dreien und der Standesbeamtin waren nur noch fünf Personen anwesend - Edis Mutter (die anderthalb Monate später völlig unerwartet verstarb), meine Eltern (auch mein Vater starb etwa ein halbes Jahr nach unserer Hochzeit! *)) sowie unsere Freunde Maria und Edwin, die als unsere Trauzeugen fungierten. Wir hatten lange darüber diskutiert, ob wir auch unsere Geschwister und deren Familien einladen sollten, doch dann wäre es uns nicht gelungen, die Hochzeitsvorbereitungen so klein und so stressfrei zu halten. Die "Fererlichkeiten" fanden bei uns daheim statt, ganz leger in unserem Garten mit selbstgemachten Tortillas. Es war der einzige sonnig-heiße Tag in einer verregneten Woche. Der Hund unserer Freunde schlich sich durch ein Loch im Zaun in den Swimmingpool der Nachbars-Nachbarn 😂, doch das wurde uns verziehen, weil wir gerade erst geheiratet hatten 😅. 

*) Im Nachhinein waren wir froh, dass wir nicht länger mit unserer Hochzeit gewartet bzw. ein größeres, aufwendigeres Fest geplant hatten. So hatten Edis Mutter und mein Vater diesen unbeschwerten Tag noch mit uns zusammen erleben können.
 
Unsere Eheringe waren auch nicht ganz "gewöhnlich": Mein Mann trägt keinen Schmuck, ich selber hingegen liebe breitere Silberringe mit Gravuren oder Steinen. Also suchte ich zwei Ringe für uns aus, die später nur ich tragen würde. Deshalb passte Edis Ehering nur auf seinen kleinen Finger 😜. Mittlerweile trage auch ich die Ringe nur noch ab und zu - und schon gar nicht, wenn es so heiß ist wie jetzt.


Das Absonderlichste an unserer Hochzeit war aber eine wilde, fröhliche Aktion, die wir schon ein paar Tage zuvor gesetzt hatten. Wir wollten eine Art "Zeremonie", die nur uns beiden gehört, etwas, das zu uns beiden passt und dem entsprechend lustig, lustvoll und ein bisschen "schräg" ist. Und so verfielen wir auf die Idee, uns zu "vermehlen" *). 
 
*) Für meine nicht-deutschsprachigen Blogfreunde (die teilweise Google Translate benützen) wird das Wortspiel jetzt kaum zu verstehen sein: Vermählen und vermehlen sind zwei Begriffe, die in der deutschen Sprache ähnlich geschrieben und gleich ausgesprochen werden, aber etwas gänzlich anderes bedeuten (vergleichbar etwa mit night und knight), und sowohl Edi als auch ich lieben Wortspiele.
 
Unsere "Vermehlung" war stürmisch und fröhlich und danach waren wir beide komplett eingestaubt - fotografisch festgehalten wurde diese "Kulthandlung" (oder wie immer ihr es nennen wollt) wieder von meiner Tochter. In unserer Trauungsanzeige war dann unter den Fotos zu lesen "Wir haben uns vermehlt - und geheiratet haben wir übrigens auch!" - was allgemeine Belustigung erweckte.


So, ihr Lieben, nun habe ich es endlich auch geschafft, euch unsere Hochzeitsstory zu erzählen. Das hatte ich schon vor langer Zeit versprochen. Heute passte es zu meinen Juni-Schilderungen. Nun hoffe ich, dass ihr gut im Juli angekommen seid und (jedenfalls auf dieser Seite der Erdkugel) wunderschöne Sommertage erlebt. Haltet euch kühl, aber genießt auch die Wärme, sorgt für Farbtupfer in eurem Leben und sammelt Sonnenvitamine für die dunkleren Zeiten 😎🌞. (Auf der Südhalbkugel wünsche ich euch möglichst angenehme Wintertage!)


Herzliche und bunte Rostrosengrüße
😘 und viele Küschelbüschel (= hugs & kisses) 😘

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Thursday Art Date von Rain, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 

 


Freitag, 24. Juni 2022

Hochbetrieb im Lavendel und andere Juni-Impressionen

Servus ihr Lieben!

 

Heute möchte ich euch ein bisserl was über unseren bisherigen Juni erzählen. Allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern so, wie es mir gerade in den Sinn kommt. Und für alle, die gerne rostrosige Outfits sehen, ist auch endlich wieder etwas dabei. Bis auf eine einzige Ausnahme sind alle Kleidungsstücke schrankgeshoppt. Und die Ausnahme stammt vom Second-Hand-Online-Händler momox fashion.


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Unlängst, beim Blick aus dem Küchenfenster in unseren Vorgarten, sagte ich zu Herrn Rostrose: "In unserem Lavendel herrscht Massen-Tourismus!" 

Unser Vorgarten - pflegeleicht, natürlich, nützlich und farbenfroh
 
Insektenparadies:
Und tatsächlich: Auf kleinstem Raum tummeln sich hier prächtige Schmetterlinge, Honigbienen, Hummeln, Taubenschwänzchen, Wollschweber, Mauerbienen, riesige schwarzglänzende Holzbienen und noch einige weitere Insekten. Das Lavendelrondell ist erfüllt von Summen und Brummen und Flattern. 

Ich freue mich so sehr über die im Jahr 2019 getroffene Entscheidung, den Vorgarten mit trockenheitsresistenten Pflanzen wie Lavendel oder Heiligenkraut zu bestücken. Wir müssen hier nie gießen und haben ein wahres Paradies geschaffen. 

Der große Lavendelbusch in unserem Hauptgarten (der immer erst ein paar Tage später voll aufblüht) ist übrigens inzwischen ebenfalls gut besucht.

Der Kleine Perlmuttfalter (Issoria lathonia) ließ sich - im Gegensatz zu manchem anderen Insekt - bereitwillig fotografieren.
Auf dem großen Foto in der Mitte seht ihr außerdem im Hintergrund zwei Bienen.
 
 
Auch die meisten anderen Vorgartenblumen - wie Malven, Stockrosen oder ungefüllte Kletterrosen - sind pflegeleicht und insektenfreundlich - aber keine von ihnen ist hier im Juni solch ein Insektenmagnet wie der Lavendel. Erst wenn dieser verblüht ist, übernimmt der Sommerflieder diese Aufgabe.
 

Juni - im Zeichen des Regenbogens 🌈:
Nicht nur unser Vorgarten präsentiert sich bunt, im Juni wird vielerorts die Regenbogenflagge gehisst. Denn der Juni ist der sogenannte Pride-Month, in dem Toleranz und Vielfalt gefeiert werden. Der Regenbogen ist ein Symbol für ebendiese Vielfalt. 
 
Die Menschen in meinem Leben sind so unterschiedlich wie die Farben des Regenbogens. Ich habe Freunde - liebenswerte Menschen, die mich seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten, durch mein Leben begleiten - die man in der noch gar nicht so weit entfernten Vergangenheit wie Verbrecher oder Geisteskranke behandelt hätte, nur weil sie lieben, wen sie lieben und weil sie sind, wie sie sind. Ich bin froh, in einer Gesellschaft zu leben, in der viele verschiedene Lebensmodelle möglich sind - und ich hoffe, dass wir alle diese Freiheit und Buntheit nie wieder verlieren. *)
 
*) Für mich hat das Regenbogen-Symbol übrigens nicht ausschließlich mit "LGBTQIA+" zu tun (und ich gebe zu, dass ich mir über manche Entwicklung so meine eigenen Gedanken mache), sondern mit noch weiter gestreuter Vielfalt. Wir sind dick, dünn, groß, klein oder irgendwas dazwischen, wir sind alt, jung, leben vielleicht mit einem Handycap, unsere Hautfarbe ist hell oder dunkel, unsere Haarfarbe auffällig oder nicht, wir sind verheiratet, leben in wilder Ehe oder sind Singles, haben Kinder oder nicht usw. - all das darf keine Rolle dabei spielen, wie man uns behandelt, darf uns nicht einem Urteil oder einer Beurteilung aussetzen. Mir persönlich fällt im Augeblick jedenfalls nur ein Grund ein, um einen anderen Menschen zu verurteilen: Wenn er oder sie bewußt oder aus purer Gleichgültigkeit Dinge tut, die anderen Menschen oder Tieren oder der Umwelt schaden.

Auch bei meinem Outfit habe ich mit Hilfe meines selbst gehäkelten Regenbogen-Tuches quasi "die Regenbogenflagge gehisst". Und weil ein Regenbogen noch nicht genug ist, gesellte sich außerdem mein Regenbogen-Rock vom Weltladen dazu. So war ich gekleidet, als wir am 18. Juni unsere Freunde Anita und Norbert samt Sohn Max besuchten und einen herrlich entspannten Nachmittag und Abend mit ihnen verbrachten - inklusive vegetarischer Quiche und Jolly-Spielen 😊.


Hauptgarten:
Auch hier gibt es im Juni eine Menge Farben zu sehen. Orangetöne fehlen auf den folgenden Fotos allerdings noch - die kommen erst, wenn Ende Juni, Anfang Juli die Taglilien und die Ringelblumen erblühen. 

 

Nochmal Regenbogen-bunt: 
Bei diesem Juni-Outfit durfte das Häkeltuch abermals mitspielen. In das hellrote Bio-Baumwollkleid habe ich mich im Jahr 2017 verliebt und ich denke, auch diese Liebe kann keine Sünde sein. Die Leggings sind aus Bioseide, auch schon seit ein paar Jahren bei mir und an Sommertagen überraschend angenehm zu tragen.


Meisenbesuch:
Es gelingt mir ja leider nicht besonders häufig, die Vögel zu fotografieren, die uns in unserem Garten besuchen. Oft sehe ich Vögel, aber meine Hände sind voll mit Erde oder ich bin mit anderen Gartenarbeiten beschäftigt; selten habe ich zur richtigen Zeit eine Kamera mit passendem Objektiv zur Hand. Aber manchmal klappt es doch - beispielsweise als sich diese Kohlmeise (Parus major) in unserem (bereits abgeernteten) Kirschbaum niederließ.

Juni = Rosenzeit:
Während Anfang Juni noch unsere weißen und rosa blühenden Pfingstrosen ihr Bestes gaben, wurden sie kurze Zeit später von verschiedensten Edel- und Kletterrosen sowie einem Apfelrosenstrauch in unserem Garten abgelöst. Im Terrassenbeet leuchtete es vor allem rosa und rot, und beim zentralen Rosenbogen erstrahlte wieder die weiße, fast stachellose Ramblerrose Lykkefund. Leider dauert dieses Highlight nie sehr lange. 
 

Grüntöne:
Das folgende Outfit ist um einiges dezenter als die beiden oben gezeigten, hat aber immer noch genügend Farbe zu bieten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich euch den Mix aus dem grünen Rock aus Bio-Bouretteseide und dem legeren Des*gual-Shirt schon gezeigt habe. Da ich beide Teile schon seit einigen Jahren besitze und sie gut miteinander harmonieren, besteht die Möglichkeit, aber ich konnte diese Zusammenstellung hier im Blog auf die Schnelle nicht finden.

Endlich Grillen!
Im Mai waren wir nicht oft daheim, und das Wetter hier war auch nicht immer grill-tauglich, aber am 5. Juni fanden wir endlich Gelegenheit, Ripperl zu grillen. Dazu gab es meine Lieblingsbeilage - Kartoffeln aus dem Ofen mit mediterranen Kräutern aus dem Garten - und grünen Salat. Und außerdem - als Reminiszenz an die schönen Tage auf Mallorca - einen Krug mit Sangria 😋

Sturmtief, Starkregen und Efeu-Zusammenbruch:
Gut, dass wir die Chance genützt hatten. Denn in der Nacht auf 6. Juni fegte das Sturmtief Maya über unsere Ortschaft hinweg und brachte starke Regenfälle mit sich. Auf unserer Terrasse war die Trennwand zum Nachbarsgarten bis dahin üppigst mit Efeu bewachsen gewesen (siehe folgende Collage obere Reihe). Ich war schon seit Jahren hin- und hergerissen - denn einerseits mochte ich diese grüne Wand, andererseits wurde es von Jahr zu Jahr beschwerlicher, sie zu bändigen. Dann kam auch noch der vor kurzem errichtete Zubau unserer neuen Nachbarn hinzu: Er schließt direkt an unsere Trennmauer an. Bis dahin hatten wir es ganz gut im Griff, den Efeu daran zu hindern, auf das Nachbarhaus überzugreifen, doch jetzt war das Haus quasi näher an den Efeu herangerückt und somit in größerer "Überwucherungs-Gefahr".

Da wir versuchen, ein möglichst gutes Verhältnis zu unserer Nachbarschaft zu haben, fragten wir unseren jungen Nachbarn nach seiner Meinung, und er meinte, er könne uns dabei helfen, den Efeu zu roden, sobald die wichtigsten Arbeiten an seinem Haus erledigt wären.

Das Sturmtief Maya hat ihm nun diese Arbeit abgenommen (und uns zumindest einen Teil der Arbeit) - denn als wir am 6. Juni bei der Terrassentür hinaussahen, trauten wir unseren Augen kaum: Durch den schweren Regen und das Rütteln des Sturms hatte sich der gesamte Efeu-"Schopf" von der Wand gelöst und war auf unsere Terrasse gekracht (siehe folgende Collage untere Reihe):

Offenbar wurden einige Gehäuseschnecken obdachlos, die zuvor im Efeu gelebt hatten (siehe mittlere Reihe)...

Interessanterweise (und zum Glück!) gab es sonst an unserem Haus oder in unserem Garten keine Schäden. Nicht einmal die Dekorationsgegenstände auf dem Terrassentisch sind zu Bruch gegangen. Und auch die Kletterhortensie, die direkt neben dem Efeu wächst, hat nicht allzusehr gelitten. Ein paar der Blüten sind zwar abgebrochen, aber die fanden Platz in einer Vase im Wohnzimmer. Alles in allem also eher eine positive Fügung!

Nun mussten wir unsere Terrasse natürlich möglichst bald wieder von dem Haufen aus Efeuästen und -blättern befreien. Edi ging mit der Gartenzange ran - und später auch mit der Säge und einem Brecheisen - ein echter Knochenjob! Und ich schaffte alles mit großen Laubsäcken hinter die Gerätehütte. (Dort gibt es einen "wilden" Bereich mit Totholz etc., in dem verschiedene Tiere Unterschlupf finden können.) Der Hauptstamm des Efeus hat sich leider zur Wehr gesetzt, da müssen wir noch eine Lösung finden.

Danach musste ich dann die Efeu-Haftwurzeln mit einer Eisenbürste von der Mauer putzen, und anschließend konnte ich die Trennwand neu streichen. (Malerarbeiten sind bei uns traditionellerweise immer "mein Job" 😉.) Auf dem großen Foto unten seht ihr, wie die Wand nun aussieht. 

Nun müssen wir noch eine Lösung für den Bereich finden, in dem die Kletterhortensie weiter wachsen darf. Das Rankgerüst ist zumindest teilweise kaputt gegangen, außerdem sieht man nun die neue graue Mauer unserer Nachbarn durch... Mal sehen, wie wir das hinbekommen...


Rosen-Blusenkleid:
Oben habe ich euch meine Gartenrosen gezeigt. Auch auf meinem "neuen" Blusenkleid erblühen Rosen. Ich mag Kleider gerne, die ich auch wie einen Mantel tragen kann - offen oder mit einem Gürtel, über Hosen oder anderen Kleidern. Das wirkt leger und kaschiert gut 😉. Deshalb war ich von diesem Gudrun-Sj*den-Kleid sehr angetan, als ich es beim Secondhand-Onlineshop momox fashion entdeckte. Herbstliche Farbtöne sind für mich auch immer eine gute Wahl, also schlug ich zu. 
 
Einzig uns allein bei den Ärmeln überlege ich noch, ob ich sie nicht ein Stück kürzen soll - sie sind sehr bauschig und würden mir in Dreiviertellänge besser gefallen. (Zumindest glaube ich das.) Aber vorerst lasse ich sie für kühlere Sommertage noch so, wie sie sind.

Durch das Sturmtief hatte es bei uns wieder gewaltig abgekühlt - Zeit für lange Ärmel!

Freundinnen-Besuch in Wien:
Für den 14. Juni lud uns meine ehemalige Arbeitskollegin Helga in ihren Wiener Schrebergarten ein und wir verbrachten einen angenehmen Nachmittag miteinander in ihrem Blütenparadies. Es war zwar schön sonnig, aber leider war es nicht heiß genug, um ihren Pool zu nützen. Macht nichts, wir hatten es auch so nett und lustig und wurden mit Gemüsestrudel verwöhnt. In Helgas Garten wächst unter anderem ein Maulbeerbaum, unter dem sie Netze aufgespannt hat, damit die Beeren leichter zu ernten sind. Von diesen süßen Beeren durften wir uns eine Schüssel mit nach Hause nehmen und machten Sirup daraus, von dem wir ganz besonders begeistert sind.


Und hier unten seht ihr noch mein "Helga-Besuchs-Outfit" 😊 - wie üblich aus Kleidungsstücken, die ihr bereits seit ein paar Jahren kennt. Den "Cowboy"-Sonnenhut habe ich im Jahr 2018 in Spanien erstanden.

Meine Lieben, demnächst werde ich euch noch ein paar weitere Juni-Erlebnisse schildern, und auch mein (Kurz-)Reisebericht über Mallorca steht noch aus. Außerdem habe ich aufgrund eurer interessierten Kommentare HIER beschlossen, noch ein Extra-Posting zum Thema Blackout-Vorsorge zu machen. Mal sehen, in welcher Reihenfolge ich euch über all das erzähle.

Vielen Dank für euren Besuch bei mir - und danke auch an alle, die mir nette Zeilen zu meinem vorigen Post über unseren Ausflug nach Wildalpen und Mariazell geschrieben haben! 😘

 

Ganz herzliche Rostrosengrüße und
alles Liebe,

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 

 

PS: Hier noch ein paar Informationen / Petitionen:

  • Für meine LeserInnen aus Deutschland: Der WWF hat unter dem Motto "Die Natur verschwindet. Halten wir sie fest!" eine Mitmachaktion gestartet, bei der wir eingeladen sind, die Vielfalt der Natur sichtbar zu machen. Hier der WWF-Text: "Teilen Sie Ihre schönsten Naturaufnahmen mit uns und zeigen Sie, wie wichtig Ihnen der Schutz der natürlichen Vielfalt ist. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schicken Sie uns Ihre schönsten Fotos von Tieren, Pflanzen oder Landschaften."

Ich denke jede(r) von uns hat ein paar schöne Naturaufnahmen im Fotoarchiv, die ein Stück Natur zeigen, das wir gerne bewahren wollen, egal ob es sich um eine Biene auf einer Blüte im eigenen Garten dreht, einen Singvogel im Park, einen Elefanten in Afrika oder Asien oder um ein Stück Regenwald. Achtung: Pro E-Mail-Adresse kann nur ein Foto hochgeladen werden. Hier geht's zur Aktion: https://mitmachen.wwf.de/die-natur-verschwindet-halten-wir-sie-fest

  • Für meine LeserInnen aus Österreich: Pflege ist Schwerstarbeit! Die physische und psychische Belastung im Pflegeberuf steigt stetig. Deshalb ist die Einstufung zur Schwerarbeit in der Pflege berechtigt und dringend notwendig. Ich hab gerade die Petition dafür unterzeichnet. Bitte macht auch ihr mit und schickt sie auch gleich an FreundInnen und KollegInnen: https://mein.aufstehn.at/petitions/pflege-ist-schwerstarbeit