Servus ihr Lieben!
Ich danke euch für eure Besuche und Kommentare bei meinem vorigen Post, in dem ich euch über meine Erlebnisse und Outfits im April und Mai 2023 erzählt habe. Eigentlich wäre nun wieder ein Costa-Rica-Reiseberichtskapitel dran, aber ich bin noch nicht fertig mit meinen Schilderungen über unseren Besuch im Nationalpark Corcovado, also schalte ich ein weiteres "Alltags-Posting" bzw. einen Teil-Rückblick auf unseren Juni dazwischen.
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Den lavendelfarbigen Unterrock habe ich vor einigen Jahren für ein paar Euro im Second-Hand-Laden gekauft. Ich habe euch den Rock z.B. bereits in einem Herbst-Posting von 2018 unter meinem blauen Dirndl gezeigt. HIER geht's zum damaligen Post, HIER zur Collage. Diesmal kombinierte ich den Unterrock mit einem rückenfreien, geblümten Sommerkleidchen, das ich entweder an extrem heißen Tagen zu Hause "pur" trage - oder mit einem Shirt und Hosen oder langem Rock darunter, wenn ich damit "unter Leute" gehe. In diesem Fall nahm ich ein schlichtes lila Top. Dazu mein großer Sonnenhut, bequeme Sandalen, silbergraue Kunstperlenkette, Jeanstasche - und ich war gerüstet für einen nostalgischen Ausflug!
Wie ihr seht, hat sich diesmal auch Brigitte in einen "Lavendellook" gehüllt:
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| Kleine Fotos: Phacelia (Bienenfreund), Gitty und ich im Phacelien-Feld, Eselsdistel (Onopordum acanthium) mit Ockergelbem Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris); großes Foto: Kellergasse in Pillichsdorf |
Wenn dann auch noch ein sommerlich warmer Wind, der nach Lavendel duftet, über die Felder weht, ist das für mich der Inbegriff einer Sommerbrise (gerade noch zu toppen von warmem Wind, der nach Meer duftet, aber Meeresluft haben wir in Österreich leider nicht). Und somit passt mein Beitrag wohl gut zur [Blogparade] Summer breeze der ü30Blogger & friends.
Brigitte hat ein ganz kurzes Video von der "Lavendel-Brise" gemacht:
Unsere lila Outfits passten aber nicht nur gut zu Lavendel und Phacelia, sondern auch beispielsweise zu den gelben Blüten des Johanniskrauts (Hypericum perforatum). Wie mir Brigitte erklärte, erkennt man Echtes Johanniskraut daran, dass man rote Finger bekommt, wenn man die Blüten zerreibt. Ihren deutschen Namen bekam die Heilpflanze, weil sie stets um den Johannistag (24. Juni) erblüht. Mein Vater stellte einst gern ein rotes Johanniskraut-Öl zum Einreiben her. HIER findet ihr ein Rezept und Informationen zu Wirkung und Nebenwirkungen.
Auf einem anderen Schild ging es um Biodiversität - hier wird beschrieben, dass jeder Bauer etwa 10 % seiner Acker- und Grünlandfläche für die Unterstützung der Artenvielfalt zur Verfügung stellt. Auf diese Weise wird Lebensraum für Insekten geschaffen - aber außerdem für andere Wildtiere wie Rehe, Hasen, Lerchen, Fasane, Rebhühner und viele mehr.
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| Himmelsblick im Weinviertel |
Tatsächlich kann man in der Umgebung von Pillichsdorf manch ein besonderes und seltenes Tier beobachten. Brigitte und Peter entdeckten beispielsweise bei ihrem letzten dortigen Spaziergang einen sehr seltenen Schmetterling - den Ulmen-Zipfelfalter (Satyrium w-album, Syn.: Strymonidia w-album), siehe Foto unten rechts.
Das Ulmensterben (hervorgerufen durch eine Pilzkrankheit) führte zum
Rückgang des Ulmen-Zipfelfalters und er war vom Aussterben bedroht. Allerdings scheinen sich die Bestände in den letzten Jahren durch die Nutzung relativ kleiner und junger Berg-Ulmen (Ulmus glabra) wieder ein wenig erholt zu haben.
Unser Weg führte uns auch noch am sogenannten Taiserkreuz und der Hiattahüttn vorbei. Das Taiserkreuz ist ein steinernes Flurkreuz, das im Jahr 1718 von einem Mann namens Martin Taiser
errichtet wurde, um Gott zu ehren und Wanderer zu einem Gebet aufzufordern. Von der danebenstehenden
"Hiattahüttn" (= Hüter-Hütte) aus wurden bis in die 1960er Jahre die Weingärten bewacht.
Der Wind hatte inzwischen recht große Wolken über unser Land geweht - und leider fing es ausgerechnet während der Kräuterführung zu regnen an. Zuerst nur leicht, und es gab Regenschirme sowie überdachte Bereiche, doch im Lauf des Nachmittages wurde der Regen immer wieder stärker.
Zwischendurch suchten wir Unterschlupf in einem Gasthaus - und dort gönnten wir uns Kaffee (ich hatte eine Wiener Melange) und Kuchen. Meine Portion seht ihr unten rechts - das war ein noch ofenwarmer Kirsch-Schoko-Kuchen 😋 - köstlich!
Während einer kurzen Regenpause gingen wir wieder hinaus. Der freundliche Herr mit dem Lavendelsträußchen und die Dame mit dem bunten Schirm zogen mit ihrem Lavendelkarren durchs Ortszentrum und sangen nostalgische Lavendellieder.
Später bekamen wir musikalisch noch etwas geboten, das uns sehr gut gefiel - die Weinviertler Jazzband "Die Jazzviertler" spielte in der Fußgängerzone auf. Glücklicherweise hatten sowohl sie als auch wir Zuhörer ein Dach über dem Kopf, denn es begann wieder stärker zu regnen. Wir hörten ihnen eine Weile zu - eine tolle Amateurband! Doch der Regen hatte eine so ordentliche Abkühlung gebracht, dass manche von uns zu frieren begannen - weshalb wir es irgendwann doch vorzogen, wieder heimwärts zu düsen.
Manche von euch, die hier aufmerksamer lesen, werden sich vielleicht fragen: "Pulli?!? Wollte sie nicht eine JACKE häkeln?" Stimmt - das WOLLTE ich. Und ich werde euch die Geschichte, weshalb es vorerst ein Pulli wurde, (hoffentlich 😉) auch noch irgendwann erzählen. Mit der Jacke habe ich jedenfalls erst begonnen, der Pulli aber wurde vor ein paar Tagen fertig. Und so sieht er aus:
Ich muss sagen, ich bin ziemlich stolz auf mein Werk, denn es ist
das erste "echte" Kleidungsstück, das ich gehäkelt habe (nach mehreren
Schals und Mützen). Die Anleitung war letztendlich nicht sehr brauchbar -
Wolle und Muster fand ich zwar schön, aber der Schnitt war einfach nur "gerade runter" und das Ding hing wie ein leerer Sack an mir. Ich habe mehr aufgetrennt als gehäkelt, hielt mich schließlich kaum noch an die Anleitung - und kam somit ziemlich "freestyle" an mein Ziel.
In der folgenden Collage oben links seht ihr, wie der Pulli ursprünglich aussehen sollte: Mit Fransen, untailliert und mit viel kürzeren Ärmeln. Die Fransen waren der Hauptgrund, weshalb ich den Pulli überhaupt häkeln wollte - das sah so schön nach Boho-Look aus. Aber letztendlich entschied ich mich dann doch für ein Lochmuster-Bündchen mit Seitenschlitzen. Auf diese Weise gefielen mir die Proportionen zu meiner Figur besser. Auch die Fünf-Sechstel-Ärmel mochte ich an mir nicht, also häkelte ich sie um 7 cm länger. Um sie auch mal raffen zu können, habe ich ein geflochtenes Bändchen eingearbeitet. Die Taillierung habe ich erreicht, indem ich mich beim Häkeln an eins meiner taillierten Shirts hielt - dennoch musste ich den Schnitt dann auch noch durch Enger-Nähen ausgleichen.
Was die "Sommer-Eignung" des Pullis betrifft: In unseren Breiten wird das gute Stück trotz des luftigen Musters wohl eher ein Frühlings- und Herbst-Pulli werden.
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| Die ockerbraune Häkelei links unten wird die erwähnte Jacke - die ich nun ebenfalls ziemlich freestyle gestalte 😉 |
In der unteren Collage könnt ihr einen Blick in unseren Vorgarten werfen. Diesen haben wir im Jahr 2019 neu angelegt und seither wächst dort auch jede Menge Lavendel (eine etwas dunklere Sorte als beim Terrassenbeet), aber auch Frauenmantel, Rosen und Stockrosen, Heiligenkraut, Schmetterlingsflieder und viele weitere Blüten, die den menschlichen Augen und den Insekten gefallen.
Wie ihr auf den Fotos sicherlich erkennt, platzt der Vorgarten bereits aus allen Nähten, die Pflanzen haben sich durch den Gartenzaun hindurch auf den Bereich vor dem Vorgarten ausgebreitet - aber mir gefällt's und den tierischen Gartenbesuchern ebenfalls.
Spaß mit Samia:
Apropos "tierische Gartenbesucher" - unsere Gastkatze Samia brachte uns vor kurzem sehr zum Lachen. Edi und ich aßen am Terrassentisch zu Mittag und Samia beschloss, für sich eine Maus (oder was auch immer) zu fangen. Sie starrte sehr interessiert in das Beet mit dem Efeu - und plötzlich - PLATSCH! - ließ sie sich in die Pflanzen fallen wie ein Stage diver in die Menschenmenge 😲.
Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie im Efeu versinken würde und blieb eine Weile stocksteif darin liegen. Das sah einfach umwerfend lustig aus 🤣. Nach einer Weile konnte sie sich (etwas unelegant) aus ihrer misslichen Lage befreien - und wirkte daraufhin ziemlich grantig (vermutlich, weil wir sie ausgelacht hatten) 😊. Inzwischen sind wir aber wieder miteinander gut 😉!
Es gab einen italienischen Brunch von Cappuccino über Antipasti, fein aufgeschnittenen Prosciutto, frisch zubereitete Eiervariationen bis zu Pasta im Parmesanlaib und als Dessert selbstgemachte Tiramisuvariationen. Sekt, Frizzante und Wein aus dem eigenen Weingarten des Chefs, offenes Bier aus dem Fass und verschiedene antialkoholische Getränke. Es war also für jeden Geschmack etwas dabei und es gab sogar einen DJ aus dem Freundeskreis, der für die musikalische Untermalung sorgte.
Edi und ich waren wieder sowohl Gäste als auch Fotografen, denn unser Geschenk für die Geburtstagskinder wird ein Fotobuch vom Fest sein. Kurz und gut, ich habe mir neue Arbeit eingehandelt, die mich auch weiterhin von Bloggen abhalten wird (ebenso wie mein weiteres Häkelprojekt, die Jacke...)
Ich machte dennoch die Ofentüre auf - und mir flatterte ein junger Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) entgegen 😲!!! Offenbar war er gerade erst flügge geworden und ist durch unseren Kamin gefallen...
Das kleine, zarte Vögelchen flüchtete sich hinter einen Vorhang und landete dann zum Glück auf dem Boden, wo ich es mit Hilfe eines Geschirrtuchs einfangen konnte. Es war so federleicht, ein Gewicht wie "nichts"! Wir setzten es draußen behutsam auf den Terrassentisch - und von dort flog es dann weg (hoch in die Luft, schon ein viel besserer Flieger als erwartet 😊👍). Ein dramatischer Tagesstart 😅 - und ich möchte gar nicht daran denken, was gewesen wäre, hätte ich den Vogel nicht in unserem Ofen flattern gehört...
Aber diese Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende: Ein paar Tage später, während unserer Morgengymastik, entdeckte Edi auf unserem Fensterbrett einen Hausrotschwanz, der so aussah, als würde er in unser Wohnzimmer hineinblicken. Das war aber eindeutig kein Jungvogel, sondern ein männliches erwachsenes Exemplar. Und so reimten wir uns zusammen, dass das vielleicht der Vater unseres geretteten Vögelchens war, der wissen wollte, welche seltsamen Riesen-Wesen sein Kind gerettet hatten... 😉
Die folgenden Fotos von adulten und juvenilen Hausrotschwänzen haben nicht wir fotografiert - sie dienen nur der Untermalung und stammen allesamt aus Wikipedia. Sowohl bei der Rettung des Jungvogels als auch beim "Fensterbesuch" des erwachsenen Hausrotschwanzes hatten wir keine Kamera bei der Hand.
| Hausrotschwanzfotos - oben und links erwachsenes Männchen, unten Mitte Jungvogel, unten rechts erwachsenes Weibchen - alle Bilder von HIER |
Das waren noch nicht alle unsere Erlebnisse im Juni 2023 - mal sehen, ob und wann ich dazu komme, euch den Rest zu erzählen. Für heute verabschiede ich mich jedenfalls ganz herzlich und wünsche euch allen einen guten Start in den Juli!
Nachtrag am 3. Juli: Nun ergänze ich den Post noch um eine Collage für den Mural-Monday. Diese Wandmalereien habe ich aber nicht in Österreich fotografiert, sondern in Costa-Rica - und zwar in der Nähe des Nationalparks Corcovado, in den wir uns in meinem nächsten Reiseberichts-Posting begeben werden:
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eure T r a u d e






































