Samstag, 1. Juli 2023

Lavendelzeit bei den Rostrosen - [Blogparade] Summer breeze

 Servus ihr Lieben!

 

Ich danke euch für eure Besuche und Kommentare bei meinem vorigen Post, in dem ich euch über meine Erlebnisse und Outfits im April und Mai 2023 erzählt habe. Eigentlich wäre nun wieder ein Costa-Rica-Reiseberichtskapitel dran, aber ich bin noch nicht fertig mit meinen Schilderungen über unseren Besuch im Nationalpark Corcovado, also schalte ich ein weiteres "Alltags-Posting" bzw. einen Teil-Rückblick auf unseren Juni dazwischen.

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Lavendel im Weinviertel:
Der Juni ist Rosenzeit, Beerenzeit - für mich ist der Juni aber auch "der Lavendel-Monat". Von allen wunderbaren Blumen, die es gibt, zählt der Lavendel für mich zu den wunderbarsten: 
 
Lavendel ist ein wichtiger Bienen- und Schmetterlingsmagnet und hält zugleich Stechmücken ab, die den Geruch nicht leiden können. Auch Kleidermotten mögen ihn nicht. Ich hingegen mag den Duft, ich mag das Aussehen, ich liebe die Farbe. Kein Wunder also, dass ich mich in einen "Lavendel-Look" warf, als meine Freundin Brigitte fragte, ob wir Lust hätten, mit ihr und Peter am 23. Juni zu einer Kräuterführung und einem Lavendelfest im Niederösterreichischen Weinviertel zu fahren:


Den lavendelfarbigen Unterrock habe ich vor einigen Jahren für ein paar Euro im Second-Hand-Laden gekauft. Ich habe euch den Rock z.B. bereits in einem Herbst-Posting von 2018 unter meinem blauen Dirndl gezeigt. HIER geht's zum damaligen Post, HIER zur Collage. Diesmal kombinierte ich den Unterrock mit einem rückenfreien, geblümten Sommerkleidchen, das ich entweder an extrem heißen Tagen zu Hause "pur" trage - oder mit einem Shirt und Hosen oder langem Rock darunter, wenn ich damit "unter Leute" gehe. In diesem Fall nahm ich ein schlichtes lila Top. Dazu mein großer Sonnenhut, bequeme Sandalen, silbergraue Kunstperlenkette, Jeanstasche - und ich war gerüstet für einen nostalgischen Ausflug!

Wie ihr seht, hat sich diesmal auch Brigitte in einen "Lavendellook" gehüllt:

Kleine Fotos: Phacelia (Bienenfreund), Gitty und ich im Phacelien-Feld, Eselsdistel (Onopordum acanthium) mit Ockergelbem Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris); großes Foto: Kellergasse in Pillichsdorf

Spaziergang durch die Felder in Pillichsdorf:
Meine Freundin findet zu jedem Ausflug "Ergänzungsprogramme" - und so begann unser Weinviertel-Tag in der kleinen Ortschaft Pillichsdorf mit seinen hübschen alten Kellergassen. Dorthin habe ich euch bereits zur Kirschenblüte 2021 mitgenommen, und auch damals trug ich ein Lila-Laune-Outfit 😊. (HIER geht's zum seinerzeitigen Post, HIER zum Look.) 
 
Brigitte wusste nämlich, dass es derzeit in Pillichsdorf - neben den Weinstöcken - blühende Lavendelfelder gibt. Dort sieht es also ein kleines Bisschen aus wie in der Provence zur Zeit der Lavendelblüte.

  

Wenn dann auch noch ein sommerlich warmer Wind, der nach Lavendel duftet, über die Felder weht, ist das für mich der Inbegriff einer Sommerbrise (gerade noch zu toppen von warmem Wind, der nach Meer duftet, aber Meeresluft haben wir in Österreich leider nicht). Und somit passt mein Beitrag wohl gut zur [Blogparade] Summer breeze der ü30Blogger & friends

 Summer breeze - ü30Blogger & friends - Blogparade

Brigitte hat ein ganz kurzes Video von der "Lavendel-Brise" gemacht:


Unsere lila Outfits passten aber nicht nur gut zu Lavendel und Phacelia, sondern auch beispielsweise zu den gelben Blüten des Johanniskrauts (Hypericum perforatum). Wie mir Brigitte erklärte, erkennt man Echtes Johanniskraut daran, dass man rote Finger bekommt, wenn man die Blüten zerreibt. Ihren deutschen Namen bekam die Heilpflanze, weil sie stets um den Johannistag (24. Juni) erblüht. Mein Vater stellte einst gern ein rotes Johanniskraut-Öl zum Einreiben her. HIER findet ihr ein Rezept und Informationen zu Wirkung und Nebenwirkungen.

Neben den Feldern in Pillichsdorf finden sich auch ein paar informative Schilder. Z.B. erfuhren wir von dem Schild neben einem Zuckerrübenfeld, dass Zuckerrüben im Anbau um 50 % weniger Wasser verbrauchen als Zuckerrohr. Durch die bis zu 2,5 Meter langen Wurzeln beeinflusst die Zuckerrübe außerdem positiv die Bodenstruktur. Und aus den Bestandteilen der Pflanze, die bei der Zuckerproduktion übrig bleiben, wird weiteres Sinnvolles erzeugt - nämlich unter anderem Düngemittel, Tierfutter, Folien, Polsterungen, Klebstoffe, Ausgangsstoffe für Waschmittel, Kunststoffe und Konservierungsmittel. Die Zuckerrübe besitzt neben ihrem Hauptnutzen also noch viele Nebennutzen.

 

Auf einem anderen Schild ging es um Biodiversität - hier wird beschrieben, dass jeder Bauer etwa 10 % seiner Acker- und Grünlandfläche für die Unterstützung der Artenvielfalt zur Verfügung stellt. Auf diese Weise wird Lebensraum für Insekten geschaffen - aber außerdem für andere Wildtiere wie Rehe, Hasen, Lerchen, Fasane, Rebhühner und viele mehr.

Himmelsblick im Weinviertel

Tatsächlich kann man in der Umgebung von Pillichsdorf manch ein besonderes und seltenes Tier beobachten. Brigitte und Peter entdeckten beispielsweise bei ihrem letzten dortigen Spaziergang einen sehr seltenen Schmetterling - den Ulmen-Zipfelfalter (Satyrium w-album, Syn.: Strymonidia w-album), siehe Foto unten rechts. 

Das Ulmensterben (hervorgerufen durch eine Pilzkrankheit) führte zum Rückgang des Ulmen-Zipfelfalters und er war vom Aussterben bedroht. Allerdings scheinen sich die Bestände in den letzten Jahren durch die Nutzung relativ kleiner und junger Berg-Ulmen (Ulmus glabra) wieder ein wenig erholt zu haben.


Unser Weg führte uns auch noch am sogenannten Taiserkreuz und der Hiattahüttn vorbei. Das Taiserkreuz ist ein steinernes Flurkreuz, das im Jahr 1718 von einem Mann namens Martin Taiser errichtet wurde, um Gott zu ehren und Wanderer zu einem Gebet aufzufordern. Von der danebenstehenden "Hiattahüttn" (= Hüter-Hütte) aus wurden bis in die 1960er Jahre die Weingärten bewacht.

Kräuter-Führung und Lavendelfest:
Nach einer kurzen Stärkung ging es nach Wolkersdorf.  Dort lud eine Freundin von Brigitte zu einer Führung durch ihren schönen Kräutergarten. Katharina Klaus ist zertifizierte Kräuterpadagogin und Expertin für Traditionelle Europäische Medizin, und sie konnte uns viel Wissenswertes über die Kraft der Kräuter erzählen. 


Der Wind hatte inzwischen recht große Wolken über unser Land geweht - und leider fing es ausgerechnet während der Kräuterführung zu regnen an. Zuerst nur leicht, und es gab Regenschirme sowie überdachte Bereiche, doch im Lauf des Nachmittages wurde der Regen immer wieder stärker.

Das tat uns nicht nur für Katharina leid, sondern auch für die Organisatoren des Lavendelfestes und all die Marktstandbetreiber, die sich mit ihren Vorbereitungen so viel Mühe gegeben hatten. (Versteht mich nicht falsch, Regen ist eine wichtige Sache und die Abkühlung fühlte sich auch nicht schlecht an - aber hätte das nicht bis zum Abend warten können?)

 

Zwischendurch suchten wir Unterschlupf in einem Gasthaus - und dort gönnten wir uns Kaffee (ich hatte eine Wiener Melange) und Kuchen. Meine Portion seht ihr unten rechts - das war ein noch ofenwarmer Kirsch-Schoko-Kuchen 😋 - köstlich!

Während einer kurzen Regenpause gingen wir wieder hinaus. Der freundliche Herr mit dem Lavendelsträußchen und die Dame mit dem bunten Schirm zogen mit ihrem Lavendelkarren durchs Ortszentrum und sangen nostalgische Lavendellieder

Später bekamen wir musikalisch noch etwas geboten, das uns sehr gut gefiel - die Weinviertler Jazzband "Die Jazzviertler" spielte in der Fußgängerzone auf. Glücklicherweise hatten sowohl sie als auch wir Zuhörer ein Dach über dem Kopf, denn es begann wieder stärker zu regnen. Wir hörten ihnen eine Weile zu - eine tolle Amateurband! Doch der Regen hatte eine so ordentliche Abkühlung gebracht, dass manche von uns zu frieren begannen - weshalb wir es irgendwann doch vorzogen, wieder heimwärts zu düsen.


Neuer selbstgehäkelter Pulli:
Am nächsten Tag hatte es nur noch 17 Grad Celsius. Das entsprach nicht ganz dem Wunsch meines Bruders, der uns zu einer Grillerei in seinen Garten eingeladen hatte. Die Abkühlung hatte aber auch ihr Gutes - ich konnte an diesem Tag erstmals meinen neuen "Sommerpulli" ausführen, den ich während der vergangenen Wochen gehäkelt habe. (Und das Grilltreffen bei meinem Bruder wurde dann trotz des kühleren Wetters sehr nett 😊.)

Manche von euch, die hier aufmerksamer lesen, werden sich vielleicht fragen: "Pulli?!? Wollte sie nicht eine JACKE häkeln?" Stimmt - das WOLLTE ich. Und ich werde euch die Geschichte, weshalb es vorerst ein Pulli wurde, (hoffentlich 😉) auch noch irgendwann erzählen. Mit der Jacke habe ich jedenfalls erst begonnen, der Pulli aber wurde vor ein paar Tagen fertig. Und so sieht er aus:


Ich muss sagen, ich bin ziemlich stolz auf mein Werk, denn es ist das erste "echte" Kleidungsstück, das ich gehäkelt habe (nach mehreren Schals und Mützen). Die Anleitung war letztendlich nicht sehr brauchbar - Wolle und Muster fand ich zwar schön, aber der Schnitt war einfach nur "gerade runter" und das Ding hing wie ein leerer Sack an mir. Ich habe mehr aufgetrennt als gehäkelt, hielt mich schließlich kaum noch an die Anleitung - und kam somit ziemlich "freestyle" an mein Ziel.

In der folgenden Collage oben links seht ihr, wie der Pulli ursprünglich aussehen sollte: Mit Fransen, untailliert und mit viel kürzeren Ärmeln. Die Fransen waren der Hauptgrund, weshalb ich den Pulli überhaupt häkeln wollte - das sah so schön nach Boho-Look aus. Aber letztendlich entschied ich mich dann doch für ein Lochmuster-Bündchen mit Seitenschlitzen. Auf diese Weise gefielen mir die Proportionen zu meiner Figur besser. Auch die Fünf-Sechstel-Ärmel mochte ich an mir nicht, also häkelte ich sie um 7 cm länger. Um sie auch mal raffen zu können, habe ich ein geflochtenes Bändchen eingearbeitet. Die Taillierung habe ich erreicht, indem ich mich beim Häkeln an eins meiner taillierten Shirts hielt - dennoch musste ich den Schnitt dann auch noch durch Enger-Nähen ausgleichen

Was die "Sommer-Eignung" des Pullis betrifft: In unseren Breiten wird das gute Stück trotz des luftigen Musters wohl eher ein Frühlings- und Herbst-Pulli werden.

Die ockerbraune Häkelei links unten wird die erwähnte Jacke - die ich nun ebenfalls ziemlich freestyle gestalte 😉
 
Lavendel in unserem Garten:
Oben könnt ihr den Lavendel in unserem Rosenbeet vor der Terrasse sehen. Dieser Lavendelstock ist schon so alt wie unser Haus (etwa 30 Jahre). Ich liebe es, wie sich darin die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln.

In der unteren Collage könnt ihr einen Blick in unseren Vorgarten werfen. Diesen haben wir im Jahr 2019 neu angelegt und seither wächst dort auch jede Menge Lavendel (eine etwas dunklere Sorte als beim Terrassenbeet), aber auch Frauenmantel, Rosen und Stockrosen, Heiligenkraut, Schmetterlingsflieder und viele weitere Blüten, die den menschlichen Augen und den Insekten gefallen. 

Wie ihr auf den Fotos sicherlich erkennt, platzt der Vorgarten bereits aus allen Nähten, die Pflanzen haben sich durch den Gartenzaun hindurch auf den Bereich vor dem Vorgarten ausgebreitet - aber mir gefällt's und den tierischen Gartenbesuchern ebenfalls.

 

Spaß mit Samia:
Apropos "tierische Gartenbesucher" - unsere Gastkatze Samia brachte uns vor kurzem sehr zum Lachen. Edi und ich aßen am Terrassentisch zu Mittag und Samia beschloss, für sich eine Maus (oder was auch immer) zu fangen. Sie starrte sehr interessiert in das Beet mit dem Efeu - und plötzlich - PLATSCH! - ließ sie sich in die Pflanzen fallen wie ein Stage diver in die Menschenmenge 😲. 

Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie im Efeu versinken würde und blieb eine Weile stocksteif darin liegen. Das sah einfach umwerfend lustig aus 🤣. Nach einer Weile konnte sie sich (etwas unelegant) aus ihrer misslichen Lage befreien - und wirkte daraufhin ziemlich grantig (vermutlich, weil wir sie ausgelacht hatten) 😊. Inzwischen sind wir aber wieder miteinander gut 😉!


 
Geburtstagsfest in den Blumengärten Hirschstetten:
Schon ein paar Tage vor dem Lavendelfest im Weinviertel - nämlich am 18. Juni - feierten Brigitte und Peter gemeinsam ihren 60. Geburtstag. (Genau genommen wurden beide schon im Vorjahr 60, doch die damalige Feier mussten sie wegen Schlechtwetters verschieben, und so schafften sie es gerade noch rechtzeitig vor Brigittes 61er 😉). 
 


Da ich nicht wusste, was ich anziehen soll, fragte ich vorher Edi, in welcher Farbe er mich gern sehen würde. Seine Antwort lautete "Natürlich GRÜN, das passt zu den Blumen!", also zog ich mein hellgrünes Maxikleid an. Da es an diesem Tag warm, aber noch nicht extrem heiß war, kombinierte ich das ärmellose Kleid mit meinem selbstgehäkelten lila Dreieckstuch - und harmonierte so prima mit dem Lavendel, der in den Blumengärten Hirschstetten gerade üppigst blüht.


Es gab einen italienischen Brunch von Cappuccino über Antipasti, fein aufgeschnittenen Prosciutto, frisch zubereitete Eiervariationen bis zu Pasta im Parmesanlaib und als Dessert selbstgemachte Tiramisuvariationen. Sekt, Frizzante und Wein aus dem eigenen Weingarten des Chefs, offenes Bier aus dem Fass und verschiedene antialkoholische Getränke. Es war also für jeden Geschmack etwas dabei und es gab sogar einen DJ aus dem Freundeskreis, der für die musikalische Untermalung sorgte. 

Edi und ich waren wieder sowohl Gäste als auch Fotografen, denn unser Geschenk für die Geburtstagskinder wird ein Fotobuch vom Fest sein. Kurz und gut, ich habe mir neue Arbeit eingehandelt, die mich auch weiterhin von Bloggen abhalten wird (ebenso wie mein weiteres Häkelprojekt, die Jacke...)


Morgendliches Abenteuer: 
Zu guter Letzt möchte ich euch noch von einer großen Aufregung erzählen, die wir am Morgen des 20. Juni hatten: Während des Frühstücks hörte ich ein seltsames Geräusch in unserem Holzofen - es klang nach einem "Flattern"... Als ich das meinem Mann sagte (der nicht sehr gut hört), sah er mich an, als wäre ich übergeschnappt 😉.  

Ich machte dennoch die Ofentüre auf - und mir flatterte ein junger Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) entgegen 😲!!! Offenbar war er gerade erst flügge geworden und ist durch unseren Kamin gefallen...

Das kleine, zarte Vögelchen flüchtete sich hinter einen Vorhang und landete dann zum Glück auf dem Boden, wo ich es mit Hilfe eines Geschirrtuchs einfangen konnte. Es war so federleicht, ein Gewicht wie "nichts"! Wir setzten es draußen behutsam auf den Terrassentisch - und von dort flog es dann weg (hoch in die Luft, schon ein viel besserer Flieger als erwartet 😊👍). Ein dramatischer Tagesstart 😅 - und ich möchte gar nicht daran denken, was gewesen wäre, hätte ich den Vogel nicht in unserem Ofen flattern gehört...

Aber diese Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende: Ein paar Tage später, während unserer Morgengymastik, entdeckte Edi auf unserem Fensterbrett einen Hausrotschwanz, der so aussah, als würde er in unser Wohnzimmer hineinblicken. Das war aber eindeutig kein Jungvogel, sondern ein männliches erwachsenes Exemplar. Und so reimten wir uns zusammen, dass das vielleicht der Vater unseres geretteten Vögelchens war, der wissen wollte, welche seltsamen Riesen-Wesen sein Kind gerettet hatten... 😉

Die folgenden Fotos von adulten und juvenilen Hausrotschwänzen haben nicht wir fotografiert - sie dienen nur der Untermalung und stammen allesamt aus Wikipedia. Sowohl bei der Rettung des Jungvogels als auch beim "Fensterbesuch" des erwachsenen Hausrotschwanzes hatten wir keine Kamera bei der Hand.

Hausrotschwanzfotos - oben und links erwachsenes Männchen, unten Mitte Jungvogel, unten rechts erwachsenes Weibchen - alle Bilder von HIER

Das waren noch nicht alle unsere Erlebnisse im Juni 2023 - mal sehen, ob und wann ich dazu komme, euch den Rest zu erzählen. Für heute verabschiede ich mich jedenfalls ganz herzlich und wünsche euch allen einen guten Start in den Juli!

Nachtrag am 3. Juli: Nun ergänze ich den Post noch um eine Collage für den Mural-Monday. Diese Wandmalereien habe ich aber nicht in Österreich fotografiert, sondern  in Costa-Rica - und zwar in der Nähe des Nationalparks Corcovado, in den wir uns in meinem nächsten Reiseberichts-Posting begeben werden:

 

Fotos: Wenn nicht anders angegeben 
von Herrn und Frau Rostrose und von unserer Freundin Brigitte

 🌿🌸🌺🌸🌿

Ganz herzliche Rostrosengrüße 

eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook

 


Freitag, 16. Juni 2023

Meine ERLEBNISSE und OUTFITS im Frühling 2023 - [Blogparade] "All about fashion"

 🌿🌸🌿🌺🌿🌸🌿

Servus ihr Lieben!

 
Jetzt ist es mal wieder an der Zeit für einen Blick ins aktuelle Rostrosenleben... bzw. genauer gesagt für einen rostrosigen Rückblick auf die letzten beiden Monate.  
 
All about fashion lautet der Titel der Blogparade der ue30Blogger & friends. Also habe ich beschlossen, euch über so manches unserer Erlebnisse im April und Mai 2023 mit Hilfe meiner Outfit-Fotos zu erzählen. 

Aber keine Sorge: Für alle, die sich nicht so sehr für Kleidung interessieren, habe ich auch Garten-, Tier- und andere Fotos parat! 😊. Und so beginne ich gleich mal mit einer ...

... April-Gartencollage:
Von letztem Schnee bis zu Schnecken in meinen hübschen Tulpenblüten war alles dabei. Im Großen und Ganzen war es ein kühler und feuchter April (was sich teilweise auch in meinen Outfits zeigt - Stichwort: mehr Hosen als Röcke), aber die Natur brauchte den Regen.
 
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Balletcore à la Rostrose:
Nun zum Thema "Fashion": In meiner Rückschau auf den März 2023 erzähle ich euch, dass mich Tina in diesem Posting zu einem Look inspiriert hat. Dieser Look namens Balletcore wiederum ist von der Kleidung der Primaballerinas inspiriert und wurde von Modeprofis zum Frühlingstrend 2023 ausgerufen. Ich besitze keinen Tüllrock, zeigte euch aber bereits eine erste Rostrosen-Variante mit meinem mehrlagigen und inzwischen gekürzten Bauchtanzrock
 
ü30 Blogger & Friends Blogparade Mai 2023
 
Hier bekommt ihr nun eine weitere Version zu sehen - diesmal habe ich den Rock mit einem blauen Shirt im Stil eines Wickel-Oberteils, ebenso blauen Strümpfen sowie mit flachen roten Beinahe-Ballerina-Schuhen kombiniert. Der Regenbogen-bunte Gürtel stammt aus dem Weltladen. 

Ich denke, ich muss nicht mehr dazusagen, dass ich alle Teile schrankgeshoppt habe: Das trifft übrigens auf sämtliche heute gezeigte Kleidungsstücke zu. Für mich hat "Mode" nichts mit Ständig-Neues-Kaufen zu tun sondern mit Kreativität, mit Spaß am Kombinieren - und mit Kleidung, die meinem Typ entspricht und mir Freude bereitet, weil sie meine Ideen mitmacht.

Klimt-Gläser und Katzenbesuch:
Das oben gezeigte Outfit trug ich übrigens an einem April-Tag, als uns meiner Schwägerin Anita (die Schwester meines Mannes Edi) besuchte. Bei der Gelegenheit stießen wir mit unseren schönen Klimt-Sektgläsern auf Anitas Geburtstag an. Gustav Klimts Malereien und ebenso die Schöpfungen seiner Lebensgefährtin und Muse Emilie Flöge, waren einst und sind noch heute inspirierend für Modeschöpfer

In der folgenden Collage seht ihr außerdem unseren Katzen-Besuch. Die süße Maine-Coon-Katze Samia, über die ich euch z.B. HIER erzählt habe, besucht uns nach wie vor fast täglich. Doch eines Tages dachte Edi, dass er doppelt sieht. Denn Samia war bei uns im Haus - und in unserem Garten lief eine wuschelige weiß-braun-schwarz-gescheckte Katze herum!

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass diese Katze doch ein wenig anders aussieht als Samia: Der hübsche Kerl heißt Giotto und er gehört Martha, einer Frau aus unserer Nachbarschaft. Normalerweise ist Giotto kein Freigänger, aber an diesem Tag ist er ausgebüxt (und vielleicht den duftenden Spuren Samias gefolgt 😸😉.) Zum Glück konnte er von Martha wieder eingefangen werden.

Mein selbstbemalter Seidenmantel:
Mein ärmelloser Seidenmantel wurde vor rund 30 Jahren von mir selbst bemalt und von Marianne-Oma nach meinem Entwurf genäht. Wie ich euch in DIESEM alten Posting bereits erzählte, ist dieses lange Gilet in Sachen Schnitt, Farbgebung und dem Spiel mit verschiedenen Mustern - ein wenig von Klimts Werken und Emilie Flöges legerem Kleidungsstil inspiriert. Ein bisschen Ethno-Stil steckt auch darin.

Ihr habt den Seidenmantel schon in verschiedenen Kombinationen in diesem Blog gesehen (und sogar Herr Rostrose trug ihn schon mal - HIER). Diesmal mixte ich das gute Stück mit schmalen ockerfarbigen Jeans, meiner weißen Tunika und einem breiten Westerngürtel.

Familiengeburtstage:
Hier seht ihr den Anlass, zu dem ich das obige Outfit trug: Im Jahr 2023 gab und gibt es mehrere runde und halbrunde Geburtstage im Familienkreis zu feiern. Mein Bruder wurde 75, meine drei Neffen 50, 45 und 40, meine Tochter 30, mein ältester Großneffe 15.
 
Wie schon die Doppel-Geburtstagsfeier meiner Schwägerin Brigitte und ihrer Schwiegertochter Hanni fand auch dieses Familienfest in der Wiener Hütte in Kaltenleutgeben statt. Diesmal spielte das Wetter leider nicht so toll mit wie beim letzten Mal, aber es war trotzdem ein schönes, lustiges Familienfest mit gutem Essen und netten Gesprächen. Nur die Hunde sahen so aus, als würden sie sich etwas langweilen 😉🐶... 

Unten rechts seht ihr die Fotobücher, die ich von diesem Fest gebastelt habe - unser Geschenk für die Geburtstagskinder.
 
Frühlingsspaziergang und Pferdestreicheln:
Am 22. April war der Himmel so wolkenlos blau, wie wir ihn in diesem Frühjahr nicht oft gesehen haben - also lockte es Edi und mich hinaus in die Natur zu einem schönen Frühlingsspaziergang. Auch einem Pferdehof statteten wir einen Besuch ab. Zunächst brauchten wir noch eine Jacke, doch als wir dann in einem Lokal im windgeschützten Gastgarten saßen, konnten wir sie sogar ausziehen - auch das ein seltener Genuss im April 2023!

Es grünt so grün:
Hier seht ihr, was ich unter der Jacke trug: An diesem Tag hatte ich Lust auf Grüntöne aller Art, und so kombinierte ich mein grün-gemustertes ärmelloses Des*gual-Wasserfallshirt mit einem grünen Bio-Seidenlangamshirt und der Hose in dezentem olivgrünem Camouflage-Muster. Eine grüne Glasperlen-Kette durfte auch noch mitspielen.

Spaß mit dem Enkelkind:
Sowohl im April als auch im Mai besuchte uns unser Enkelsohn ein paarmal und übernachtete zweimal bei uns. Sobald das Wetter halbwegs mitspielte, wollte er in die Sandkiste, die wir ihm zu Ostern geschenkt haben. Wie ihr an den Fotos unten bestimmt erkennt, hatte Klein Jamie jedes Mal viel Spaß beim Sandspielen. Danach sieht er zwar immer aus wie ein paniertes Schnitzel 😁, aber es ist so entzückend und macht uns so viel Freude, ihm beim Spielen zuzuschauen bzw. mitzuspielen. Auch auf Spielplätze gehen wir gerne mit ihm - er liebt es zu schaukeln, zu rutschen und mit Kieselsteinen zu spielen. 

Und Jamie liebt Musik! Während eines Spielplatzbesuches hörten wir, dass in einem nahe gelegenen Lokal Livemusik gespielt wurde und unser Enkel wollte unbedingt dorthin. Unten seht ihr, wir er die Band anhimmelte - und er tanzte auch ein bisschen zum Bigband-Sound 😊.

Rot und blau:
In der Jamie-Collage seht ihr mich beim Sandspielen - da trug ich mein rotes Secondhand-Zickzack-Shirt à la Missoni und eine bequeme blaugraue Schlüpfhose, die man aber auf dem Foto nicht sieht. 
 
Weil es von den Frühlingstagen mit dem Enkelsohn auch sonst kein Outfit-Foto gibt, bekommt ihr als Ersatz den folgenden rot-blauen Anzug geboten: Hier habe ich das blaue Shirt im Wickellook (das ihr in der ersten heutigen Outfit-Collage schon gesehen habt) mit meiner blau-gemusterten Stoffhose und dem roten Hemdblusenkleid aus Leinen kombiniert, das ich hier wie einen Mantel trug. So war ich in diesem April mal gekleidet, als wir unseren Wocheneinkauf erledigten.


Spaziergang, Lesung und Museumsbesuch:
Am 29. April waren wir zu einer ganz besonderen Veranstaltung in Deutsch-Wagram eingeladen. Doch bevor es so weit war, unternahmen wir noch einen Spaziergang beim Marchfeld-Kanal. "Wir", das heißt in diesem Fall: unsere Freunde Brigitte und Peter sowie mein Mann und ich. 
 
Brigitte hat früher als Naturführerin in dieser Gegend gearbeitet und konnte uns einiges Interessantes zeigen. Unter anderem gibt es hier spezielle "Fußgänger" 😉🦆 (siehe handgemaltes Schild neben dem schmucken weißen Eisentor eines Bauernhofs), die allerdings eher watscheln als gehen. Ich denke, es handelt sich hierbei um Moschusenten (Cairina moschata) - in meinem vorigen Costa-Rica-Post habe ich euch die Wildform dieser Entenart gezeigt.

 

In Deutsch Wagram erinnert einiges an Napoleon Bonaparte. Das hat mit einer kriegerischen Auseinandersetzung zu tun, die hier im Marchfeld vor mehr als 200 Jahren zwischen Österreich und Frankreich ausgetragen wurde: Die Schlacht bei Wagram ereignete sich am 5. und 6. Juli 1809. *)

*) In dieser Schlacht besiegten Napoleons Truppen die Armee von Erzherzog Carl von Österreich. Dies war eine herbe und verlustreiche Niederlage für unser Land - aber zugleich war Wagram die erste Schlacht, in der es Napoleon nicht gelang, bei einem Sieg nur wenige Verluste zu verzeichnen. Dadurch wurden Napoleons Truppen dauerhaft geschwächt.

Ihr seht oben eine "Guckloch-Figur" mit Napoleons Kontur und Edis Gesicht 😊. Und auf dem Foto daneben bin ich in einem Nachbau des Krönungsmantels neben einer lebensgroßen Figur von Bonaparte zu sehen (und kraule ihm sein kaiserliches Kinn 😜): Das Foto wurde im Napoleon- und Heimatmuseum im Erzherzog Carl-Haus aufgenommen, wo wir eine Sonderführung bekamen.

Das Museum ist zugleich Veranstaltungsort für Ausstellungen und Lesungen. Und zu solch einer Lesung lud uns Gabriele Resch ein, eine Freundin von Brigitte und Peter, mit der Edi und ich ebenfalls schon einiges unternommen haben. Sie stellte ihr entzückendes und zugleich sehr lehrreiches Buch FABELhafte TIERGESCHICHTEN vor. (Wirklich sehr empfehlenswert für Kinder, aber auch für Erwachsene mit Interesse an Natur und Tieren!) Außerdem gab es eine Vernissage der bezaubernden Bilder von Katharina Kosma. Mehr darüber HIER.

Was ihr in der oberen Collage auch noch seht: herzige Marienkäfer-Cracker, die es bei der Veranstaltung gab, ein Wandbild, das Märchenfiguren darstellt (für Monday Mural - entdeckt an einer Schule in Deutsch Wagram) und einen Cappuccino (für T Stands For Tuesday), den wir uns nach dem Marchfeldkanal-Spaziergang und vor der Lesung gönnten.  

Häkeltop und Jeans:
Unten seht ihr dann noch, was ich an diesem Tag anzog: Meine Kleidung sollte einerseits einem Spaziergang bei wechselhaftem Aprilwetter standhalten und andererseits dem Anlass entsprechend "ein bisserl festlich" sein. Ich denke, das ist mir mit dem dezenten Farbmix aus Dunkelblau und Taupe und der Kombination aus robusten Jeans und filigranem Häkeloberteil gelungen. (Das Top wurde übrigens nicht von mir gehäkelt. Aber ich werde euch demnächst zeigen, woran ich zurzeit häkle.) 
 
Unter dem Häkeltop trug ich das blau-gemusterte Gudrun-Sj*den-Langarmshirt, das ihr auch weiter oben (in der Collage mit den Katzen) sehen könnt. Dazu eins meiner Boho-Stirnbänder, große Ohrringe und eine aus Indien mitgebrachte Kette.


Ein kleines Zwischenspiel:
Zwischen meinen Schilderungen von April und Mai möchte ich eine Frage an euch einschieben: Ihr seht in der unteren Collage eine Bildschirmkopie, die ich von meinem Spam-Ordner angefertigt habe. Diese (und noch einige andere "Spam-verdächtige" Kommentare) landeten allesamt erst dieser Tage in meinem Ordner. Aber wenn ihr euch anseht, von wann die Kommentare sind, werdet ihr feststellen, dass sie aus den Jahren 2010, 2011, 2020 und 2022 stammen! Und von drei der vier BloggerInnen weiß ich definitiv, dass sie keine "Spammer" sind bzw. waren. Das heißt, das sind reguläre Kommentare, die jahrelang "irgendwo im Nirgendwo" verschollen waren und erst jetzt wieder auftauchten! 
 
Nun meine Frage an euch, ob ihr schon mal etwas Ähnliches in euren Junk-Odnern vorgefunden habt...


Oben seht ihr außerdem noch ein Close to the Ground-Wolken-und-Gräser-Foto sowie einen gräserfreien Himmelsblick vom Mai - beide Aufnahmen erzählen weiterhin von wechselhaftem Wetter. Und tatsächlich war auch der "Wonnemonat Mai" zu weiten Teilen feucht und kühl.

Mai-Gartencollage:
Aber natürlich gab es auch sonnige Tage - und davon seht ihr in meinem Post weit mehr Fotos als von regnerischen Tagen. Das liegt in der Natur der Sache - ich habe bei Regen kein besonderes Fotografier-Bedürfnis 😉.
 
 
Blüten und Tiere in unserem Garten:
Der Flieder blühte wieder sehr schön, allerdings bekam ich nicht wirklich viel davon mit, weil es so oft regnete. Und auf dem weißen Flieder tummelten sich wieder die Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) und zerfledderten die Blüten. Aber diesmal schaffte ich es rechtzeitig, die Käfer abzusammeln, bevor sie auch an meinen diversen Lauch- und Rosenblüten Schaden anrichteten. Eine Zeitlang war ich täglich mit einem Gurkenglas voller Käfer unterwegs, um sie in die freie Natur zu entlassen.

Andere Käfer wiederum holten wir uns freiwillig in den Garten: Gabis Lesung hatte uns dazu motiviert, Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) zu kaufen, auf dass sie die Blattläuse von unseren Johannisbeersträuchern fressen. (Man bekommt sie als Larven oder bereits geschlüpfte Käfer bei verschiedenen Anbietern.) Die Käfer kamen zwar gesund bei uns an, aber leider kam kurz nach dem Freilassen wieder eine Zeit mit Regen und niedrigen Temperaturen, und danach sah ich keinen der Käfer mehr, während sich die Blattläuse weiterhin auf unseren Ribiseln tummelten.

Wie ihr außerdem in der folgenden Collage sehen könnt, fühlen sich auch diverse Schmetterlinge, Bienen, andere Insekten und Weinbergschnecken in unserem Garten wohl.

  

Weiß-schwarz-rot:
Am 8. Mai war mir mal wieder nach offenen Haaren (diesmal selbst geschnitten mit einer Fransenschere) und nach einer schwarz-weißen Kombination. Ich mixte meinen weißen Lochstrick-Pulli (ebenfalls nicht selbst gestrickt) mit meiner schwarz-weiß-getupften Biobaumwoll-Hose. Und weil ich mir besser gefalle, wenn auch auch bisserl Farbe mitspielt, trug ich die rote Kette aus Namibia dazu.

 

Treffen mit Helga:
So war ich gekleidet, als wir uns mit meiner ehemaligen Arbeitskollegin Helga trafen. Wegen des immer noch kühlen Wetters trug ich darüber meinen grau-beige-gemusterten Poncho. Treffpunkt war der Grüne Prater in Wien. 

Eine besondere Attraktion des Praters ist die weltweit einzigartige, 4- bis 6-reihige Kastanienallee in der rund 4,5 Kilometer langen Prater Hauptallee. Vor allem zur Hauptblütezeit Ende April / Anfang Mai werden davon zahlreiche Besucher aus aller Welt magnetisch angezogen. Diese Allee mit ihren Kastanienbäumen entstand schon im Jahr 1538 und ist heute ein Freizeitparadies zum Laufen, Radfahren oder Reiten. Ich habe sie euch bereits in DIESEM Posting gezeigt. 

Auch bei unserem Treffen mit Helga bot sich uns wieder dieser umwerfend schöne Anblick von Hunderten weiß, rosa und rot blühenden Kastanienbäumen:

Die Trinkgefäße habe ich auch wieder für T Stands For Tuesday in einem Lokal fotografiert, in dem wir zur Mittagszeit einkehrten.

Ihr seht also: Der "Wiener Prater" ist keineswegs nur das Riesenrad samt dazugehörigem Rummelplatz - dieser Vergnügungspark wird von den Wienern üblicherweise "Wurstelprater" genannt. Ihr könnt euch HIER mein Wurstelprater-Posting (mit Tina und Uwe) ansehen, in dem ich euch auch mehr über die Geschichte des Praters erzählte.

Daher nur kurz: Beim Grünen Prater handelt es sich um das einstige Jagdgebiet des Österreichischen Hochadels. Im Jahr 1766 wurde das Areal von Kaiser Joseph II. für alle WienerInnen als Erholungsgebiet geöffnet. Auch heute noch findet man im Prater Baumriesen aus jener Zeit vor, und es handelt sich um einen einzigartigen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten

Wir erfreuten uns unter anderem an einem herumspringenden Eichhörnchen, das aber mit dem Smartphone nicht so einfach zu fotografieren war. Oh, und seht ihr auch die "Tier-Silhouetten" in den hohlen Baumstämmen?

 

Zahnbehandlung:
Kurz nach diesem Wien-Besuch fuhren Edi und ich zu einer umfangreichen Zahnbehandlung nach Ungarn. Zahn-Implantate sind dort nämlich wesentlich erschwinglicher als in Österreich. 
 
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Da ich ein sehr empfindliches Bindegewebe habe, war ich danach im Gesicht voller Blutergüsse und sah zwei Wochen lang schrecklich aus. (Der Zahnarzt kann nichts dafür - ich hatte auch schon mal in Wien eine Kiefer-Operation, nach der ich genauso schlimm aussah.) Ich war grün und blau und violett um den Mund herum und sogar unter einem meiner Augen - als ob mich jemand verprügelt hätte. Wegen des häufig eher unangenehmen Wetters in dieser Phase tat es mir aber nicht gar so weh, dass ich nicht viel unter Leute gehen konnte. (Zum Einkaufen trug ich eine FFP2-Maske, an diesen Anblick sind die Menschen ja noch gewöhnt 😉.)
 
Deshalb gibt es aus dieser Zeit keine blog-tauglichen Fotos von mir. 

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Vögel in unserem Garten: 
Stattdessen kann ich euch ein paar Vogel-Aufnahmen aus unserem Garten bieten. (Wir haben sie allesamt durch das Wohnzimmerfenster fotografiert, was mal besser und mal weniger gut klappte.) Bei unseren Futterstationen - und nicht nur dort - finden sich in diesem Jahr nämlich mehr Vögel als bisher ein. Wir haben beschlossen, die Vögel auch in der Brutzeit durchzufüttern. In unserem Garten und bei unseren Nachbarn zur Linken gab es in diesem Frühjahr brütende Kohlmeisen (Parus major), Amseln (Turdus merula), Spatzen (vermutlich Haussperlinge - Passer domesticus) und Türkentauben (Streptopelia decaocto). Und erstmals sahen wir auch ein paar Tage lang Grünfinken (Chloris chloris) an einer unserer Futterstellen!
 
 
Jamies erster Zoobesuch: 
Erst am 22. Mai ließen sich meine Blutergüsse im Gesicht so weit abdecken, dass ich mich wieder unter Menschen wagen konnte. Fotos von mir gibt es aber noch keine. Doch ich möchte euch gerne ein paar Bilder von unserem Ausflug in den Tiergarten Schönbrunn zeigen, den mein Mann, meine Tochter, Klein-Jamie und ich an diesem herrlichen Frühlingstag unternahmen.

Bis auf die Geparden versteckten sich zwar leider alle Raubkatzen, doch es gab viele andere schöne Tiere zu sehen. Jamie war übrigens am meisten vom Streichelzoo begeistert. Und als wir ihn fragten "Wie macht's die Ziege?", antwortete er mit ganz entzückend verstellter Stimme "Määäääääähhh!" 😍🐐

Da sowohl Jana als auch Edi und ich für heuer eine Schönbrunn-Jahreskarte besitzen, werden wir den ältesten Zoo der Welt in diesem Jahr wohl noch öfter besuchen.



Besuch bei Freunden:
Eine Outfit-Collage vom Mai kann ich euch aber doch noch bieten: Am 29. Mai besuchten wir nämlich unsere Freunde Anita und Norbert in ihrem Wiener Gartenhaus - und auch das war ein wirklich sonniger, warmer Tag 🌞!
 
Die folgenden Fotos von meinem (immer wieder gern getragenen) "Regenbogen-Look" - Rock aus dem Weltladen, Tuch selbst gehäkelt, diesmal kombiniert mit einem selbst gefärbten Spitzen-Top und der orangen Kette aus Namibia - sind allerdings noch in unserem Garten entstanden (und die zwei Rosenfotos in der übernächsten Collage ebenfalls):


Hier seht ihr uns nun mit unseren Freunden - und außerdem die zwei köstlichen Torten, die Anita für uns gebacken hat:


Tja, ihr Lieben, das waren also (abgesehen von den nicht sehr angenehmen Zahn-Geschichten) unsere Highlights (und meine Outfits 😊) vom April und Mai. Über zwei weitere Erlebnisse im April 2023 habe ich euch schon in den Postings Monets Garten 🌸🌷🌸 - ein blumiger Tag in Wien und Rax und Thenauriegel - zwei Ausflüge mit Freunden erzählt. 

Leider gab es im Mai 2023 auch Besorgniserregendes und Trauriges in unserem Bekanntenkreis - einer unserer Freunde wurde mit einer Gehirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert, ein anderer verstarb im 65. Lebensjahr (letztendlich an den Folgen eines ärztlichen Kunstfehlers) 😪... Beides war ein großer Schock für uns, auch wenn wir längst wissen: Das Leben ist kostbar und es kann so schnell zu Ende sein. Umso mehr hoffe ich, dass ihr alle wohlauf seid und euer Leben genießt! 

❤️🧡❤️

Vielen Dank für euer anhaltendes Interesse an meinem Costa-Rica-Reisebericht und für eure lieben Zeilen zu meinen Schilderungen über unsere Reit- und sonstigen Abenteuer beim schönen Nationalpark Manuel Antonio.  Bald wird es damit weitergehen!


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Ganz herzliche Rostrosengrüße 
und weiterhin schöne Juni-Tage,

eure   T  r  a  u  d  e

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