Sonntag, 16. Februar 2020

Ostsee 2019 - Helsinki und Umgebung

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Ostsee 2019.

Maailmaa on jos jonnekin päin, 
sanoi akka, 
kun kepillä saunanluukusta koitti.

Deutsche Übersetzung: 
Wie ist die Welt doch so groß und weit, 
sprach die Alte, 
als sie einen Stock zur Saunaluke hinausstreckte.
(Finnisches Sprichwort)


Servus Ihr Lieben!

Herzlich Willkommen zu meinem nächsten Reiseberichtskapitel! Ich freue mich sehr, dass ihr mich im vorangegangenen Reise-Beitrag nach Kopenhagen begleitet habt - und auch über all eure Kommentare dazu! Und danke auch an alle, die zu meinem Valentinstags-Beitrag liebe Nachrichten hinterlassen haben! (Mittlerweile gibt es eine Gewinnerin - herzlichen Glückwunsch! 💚💗💚)


Der nächste Tag war ein Tag auf See. Während wir uns die Zeit unter anderem mit Auspowern im Gym und im Klettergarten vertrieben, befand sich das Schiff auf Kurs nach Helsinki.


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Das Herumklettern hier hat Spaß gemacht, auch wenn es zunächst etwas gewöhnungsbedürftig war :-)


Ich freute mich eindeutig darauf, nach langer, langer Zeit wieder einmal nach Finnland zu kommen. Dort war ich 1985 (bei meiner zweiten Interrail-Reise) gewesen, hatte damals allerdings per Bahn die direkte Route von Turku nach Norden genommen (über Oulu bis nach Kemijärvi in Finnisch-Lappland) und habe die Hauptstadt daher nicht kennengelernt. 

(Für alle, die alte Geschichten oder Jugendfotos mögen: In meinem Blogbeitrag Es war einmal... und sonst noch was habe ich euch ein bisserl was über Interrail 1985 erzählt und einige Bilder davon gezeigt.)


Bildquelle KLICK

Gern hätte ich auch noch einen Zwischenstop in Stockholm gemacht, denn auch dort bin ich bei der Interrailreise 1985 zuletzt gewesen und hätte mich über ein Wiedersehen gefreut, doch ein Besuch von Schwedens Hauptstadt war bei unserer Ostseefahrt leider nicht vorgesehen. Nun, vielleicht schaffen wir es ja ein andermal noch dorthin.

Unten seht ihr den "Abend-Anzug", den ich an unserem Auf-See-Tag trug: bestehend aus einem der beiden Röcke, die ich mir aus dem indischen Seidensari habe nähen lassen, einem ebenfalls in Indien gekauften grünen Seidenschal, einem hauchdünnen grünen Bio-Seidenshirt und einem kurzen weinroten Sommerkleid, das ich hier als Top verwendete:




So gekleidet war ich nicht nur beim Nachtmahl, sondern wir gingen anschließend mit unseren Freunden auch noch in eine der Cocktailbars an Bord und genossen (neben dem Mai Tai) zugleich einen wundervollen Blick auf den atemberaubenden Sonnenuntergang, der uns an diesem Abend geboten wurde.



17. September 2019:
Ankunft in Helsinki:

Und gleich eines der ersten Gebäude, die wir nach dem Anlegen sahen, stellte sich als Sauna heraus. (Ihr seht das Sauna-Haus auf dem zweiten kleinen Foto rechts - im Vordergrund des hohen Turmes.) Saunieren ist ganz bestimmt eines der größten Hobbies der Finnen - als ich im Jahr 1985 in Finnland war, wurde ich von den jungen Leuten, die ich unterwegs kennengelernt hatte, auch gleich in die Haussauna eingeladen 😊... Damals gönnte ich mir tatsächlich solch ein Schwitzbad - diesmal haben wir das Erlebnis allerdings ausgelassen, denn wir hatten anderes vor.





Bevor wir der Hauptstadt Finnlands einen näheren Blick gönnten, ging es erst einmal in den Wald, wo wir einen Rentierpark besuchten - siehe Nuuksio National Park.  Denn als Edi entdeckt hatte, dass solch ein Ausflug angeboten wurde, war ihm klar, dass der für mich ganz oben auf der Wunschliste stehen würde. Und mein lieber Göttergatte hatte natürlich recht! Ihr wisst schon: Gebt mir Viecher und ich bin in meinem Element 😊!)




Habt ihr schon einmal Rentiere mit Moosen und Flechten gefüttert? Hach, das ist soo entzückend, denn Rentiere haben unheimlich weiche Schnauzen und sind soo sanft, wenn sie einem das Futter aus der Hand fressen 😍. Edi und ich waren ganz hingerissen von den felligen und geweihtragenden Jungs und Mädels. (Rentiere sind ja die einzige Hirschart, bei der beide Geschlechter ein Geweih tragen - und beide werfen dieses Geweih auch einmal in Jahr ab. Wir bekamen darüber natürlich einiges von einer Mitarbeiterin den Rentierparks erklärt - und ihr könnt mehr darüber HIER und HIER erfahren.) Bei unserem Besuch verloren einige gerade den Bast, andere hatten ihn bereits abgestreift. Das tut den Tieren aber nicht weh und sie waren auch allesamt bei gutem Appetit 😋.



Wenn man dort im Wald das Bedürfnis hatte, mal kurz auszutreten, dann stand dafür das nette Dreiecks-Häuschen (rechts unten) zur Verfügung - eine Bio-Toilette. Und in dem grünen Zelt (übernächste Collage) konnte man sich am Lagerfeuer wärmen und wurde mit Speis und Trank verwöhnt.



Nach diesem wahrhaft herzerwärmenden Ausflug gab es eine kleine Stadtrundfahrt und dann ging es per Bus ins Zentrum von Helsinki. In der folgenden Collage seht ihr oben links das Tor zum Hauptbahnhof, unten rechts die neue Zentralbibliothek Oodi und davor die Statue Laulupuut ("Singbäume"), die unter anderem einen stehenden Hecht darstellt...😏 - sowie unten links das Finnische Nationaltheater.




In der folgenden Collage seht ihr schon eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt - den strahlend weißen (evangelisch-lutherischen) Dom von Helsinki im unmittelbaren Zentrum Helsinkis.




Nicht weit vom Dom entfernt befindet sich die Uspenski-Kathedrale, eine finnisch-orthodoxe Kirche. Praktischerweise beschränkte sich der Regen, den es während unseres Aufenthaltes in Helsinki gab, hauptsächlich auf die Zeit, während wir das (sehenswerte) Innere dieser Kathedrale besichtigten.




Der Vanha kauppahalli (= Alte Markthalle) statten wir auch einen Besuch ab. Sie ist die erste und älteste Markthalle von Helsinki und gefiel uns von außen und innen sehr gut: 



Hier wurden z.B. auch Rentier-Kebab und -wurst sowie Konserven mit Rentier-, Elch- oder Bärenfleisch angeboten, aber Edi und ich verzichten dankend darauf. Stattdessen gönnten wir uns so einen süßen "grünen Busen" mit rosa Blümchen drauf, wie ihr sie in der unteren Collage links seht:




Zum Schluss nochmal ein Blick auf den evangelischen Dom, die orthodoxe Kathedrale, Bienchen und Blümchen, zackige Wächter, die finnische Flagge, den Turm des Hauptbahnhofes und auf einen bunten Marktstand...




Dann hieß es wieder aufs Schiff zurückkehren, frisch machen fürs Abendessen ... und ein weiteres Mal ein wundervolles Himmelsschauspiel betrachten...


Türkises Sommerkleid + schwarzer Rock + grünes Shirt + Gürtel aus Saristoff = Abendoutfit mit Vorfreude auf St. Petersburg

Wunderschön, der Himmel über Finnland!


Und schon ging es einem neuen Tag und einem neuen Ziel entgegen...

Ich hoffe, ihr hattet auch an diesem Kapitel meines Reiseberichts mit den süßen Rentieren und der sehenswerten Stadt Helsinki wieder Vergnügen! Wie unsere Reise weiterging, erfahrt ihr im nächsten Kapitel - und HIER kommt ihr wie gesagt zur Gesamtübersicht der Reise!



Alles Liebe und
herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



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Freitag, 14. Februar 2020

Update: Hollywood und Pizza (💓💚💓 plus Verlosung zum Valentinstag 💓💚💓!)

Liebe, so wie Bäume lieben -
selbstlos, geduldig, großzügig und frei.
(Treedom-Spruch zum Valentinstag)


Servus, ihr Lieben!

Ich unterbreche meinen Ostsee-Reisebericht aus aktuellem Anlass: Da ich dieses Posting kurz vor dem Valentinstag starte, möchte ich es als Dankeschön an euch mit einer kleinen Valentins-💓-Spontan-Verlosung verbinden. Mehr darüber am Ende des Beitrags. Doch zuerst erzähle ich euch noch über ein paar der Dinge, die sich während der letzten Wochen in meinem Leben getan haben. 

Mini-Auftrag aus "Hollywood":
Unter anderem bin ich euch ja eine ganz spezielle Schilderung schuldig. Ihr erinnert euch vielleicht noch, worüber ich in diesem Posting erzählte: Nämlich dass mein Göttergatte und ich uns bei einer Komparsen-Agentur einschreiben ließen (die wir in unserem Telefonverzeichnis aus Spaß unter "Hollywood" gespeichert haben 😏) und dass es bereits einen ersten Auftrag für uns gab.

"Mini-Auftrag" deshalb, weil es sich in diesem Fall weder um eine Beteiligung bei einem Film oder einer Serie oder einer Werbung handelte und weil wir alles in allem (mit Vorlaufzeit) gerade mal zwei Stunden "im Einsatz" waren. Hier unten seht ihr, was ich bei der Gelegenheit trug:

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Maxirock für den Mini-Auftrag


Kein "Kostüm" also, sondern Kleidung aus dem Rostrosen-Schrank, altbekannt, doch wieder neu kombiniert. Und eine meiner Brillen, weil es nämlich etwas zu sehen gab: Wir saßen im Publikum der ORF-Sendung "Im Zentrum". Diese Sendung wird an jedem Sonntagabend ausgestrahlt; die Gäste der Sendung diskutieren über politische Themen, die gerade im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen - und das Studiopublikum wird von der Komparsenagentur ausgewählt!

In unserem Fall (Sendetermin war der 26. Jänner) ging es ums Corona-Virus, ob Grund zur Panik gegeben ist, ob Österreichs Gesundheitssystem darauf vorbereitet ist etc. Souveräne und sympathische Moderatorin von Im Zentrum ist Claudia Reiterer, die sich vorher ganz locker und freundlich mit uns unterhalten hat, jeden im Publikum mit Handschlag begrüßte und wissen wollte, ob wir Fragen zum Thema haben.

Edi und ich fanden es spannend, mal hinter die Kulisen einer solchen Sendung zu sehen und werden uns auch weiterhin für derartige Termine interessieren. Außerdem kamen wir dort in Kontakt mit einigen Leuten, die schon seit ein paar Jahren Komparserie betreiben und hörten manch eine interessante oder originelle Geschichte aus dem Metier - von Krimi-Einsätzen als geschminkte Wasserleiche bis hin zu extrem vergesslichen Hauptakteuren 😊...



Grau mit Orange und multifuktional:
Weit legerer gekleidet war ich am nächsten Tag, als ich mal wieder im Anschluss an einen Mutterbesuch zu Mrs. Sp*rty trainieren ging und diese beiden Vorhaben kleidungstechnisch unter einen Hut zu bringen versuchte. Die graue Stretchhose und das orange Hanfshirt behielt ich gleich zum Turnen an, die Weste (die ich euch u.a. vor fünf Jahren in meinem "Shades of Grey"-Posting gezeigt habe) und der Schal boten die Ergänzung hinsichtlich Farbe und Wärme.


Apropos Wärme: Kater Maxwell zieht es im Winter zumeist vor, sich auf seinem Schaffell einzukuscheln - obgleich das Wetter in diesem Jänner und Februar bisher ziemlich wechselhaft und oft gar nicht sooo kalt war.



In Schafwolle zur TCM:
Am 30. Jänner war es aber zumindest morgens recht frostig, weshalb ich mich wieder in meinen feinen bunten Schafwollpulli hüllte - und unter dem Biobaumwollrock trug ich wärmende Leggings.



So gekleidet begleitete ich Herrn Rostrose nach Wien, wo er ein spezielles "Rendezvous" mit einer meiner Schulfreundinnen hatte: Denn Chistine ordiniert als Akupunkturärztin, und da Edi seine häufigen Kopfschmerzen auch nach seiner Pensionierung nicht los geworden ist, haben wir beschlossen, dieser alten chinesischen Heilmethode eine Chance zu geben.

Mein Mann hat zuvor alles genauestens abklären lassen; schlimme oder gut erkennbare Gründe für die häufigen Kopfschmerzen gibt es also nicht - die Neurologin hat dann eigentlich nur noch "Experimentalmedizin" betrieben... Unserer Meinung nach handelt es sich am ehesten um eine Mischung aus Migräne (ein Erbstück seiner Großmutter), starker Wetterfühligkeit und Wirbelsäulenproblemen. (Genau genommen habe ich ähnliche Probleme und Symptome, allerdings aktuell weder so häufig noch so stark wie mein Mann.) Gegen letzteres machen wir jetzt täglich nach dem Frühstück HWS-Gymnastik - gegen die anderen beiden Ursachen hat Edi wie gesagt einen Versuch mit Akupunktur gestartet. Und mit Yoga legen wir auch demnächst los. Irgendwas davon wird ja dann hoffentlich helfen!

Ein Glockenturm und ein Tor:
In der Nähe der Praxis meiner Freundin befindet sich die Meidlinger Pfarrkirche aus den 1840er-Jahren, die ich gleich mal für Novas Linkups Glockentürme und T in die neue Woche fotografiert habe:



Pizza-Pizza:
Die folgenden Fotos stammen vom ersten Sonntag im Februar: Da besuchten uns meine Tochter und ihr Freund zum Fotobücher-Ansehen, Plaudern, Kuchen-Schmausen und Pizza-Essen. Es gab drei verschiedene Sorten von Pizza - zwei davon mit selbstgemachtem Pizzateig, davon haben wir eine mit einer Bio-Rindfleisch-Bolognese und Mozarella belegt, eine weitere mit einer feurigen Arrabiata-Sauce, Pilzen, ein paar Schinkenstreifen, Mais, Käse. Im Gegensatz zu unserem Erstversuch hatte diese Pizza nicht viel Rand und war viel dünner ausgerollt - sie schmeckte uns allen richtig gut. 

Die dritte war eine Tortilla-Pizza, bei der der Belag aus "Resten" der anderen beiden Pizza-Beläge bestand - eine etwas "mexikanischer" gewürzte Blognese mit Mais und Paprika und besonders viel Käse. Aus der Paprikaschote schnitzte ich ein Herz für die Mitte - ich finde, solch ein Pizzabelag passt auch gut zum Valentinstag oder anderen Festen. Diese "schnelle Pizza" kam ebenfalls sehr gut an - und weder vom Kuchen noch von einer der Pizzas blieb auch nur ein Fuzerl (Fizzelchen) über.




Frau Rostrose trägt wieder Uhr:
Hier noch ein Blick auf mein Ensemble dieses Nachmittags und Abends - wieder der Maxirock von oben, dazu mein selbstgefärbtes weinrotes Shirt sowie der hellgrüne Second-Hand-Cardigan, den ich auch bei "Im Zentrum" getragen hatte, und mein grüner Weltladen-Gürtel.

Wie euch vielleicht schon weiter oben beim einen oder anderen Foto von mir aufgefallen ist, trage ich seit einiger Zeit wieder eine Armbanduhr - obwohl ich vor nicht allzu langer Zeit verkündet habe, dass ich keine zerhackte Zeit mag und deshalb keine Uhren leiden kann. Daran hat sich nichts geändert. Es war allerdings so, dass ich ein paar Probleme mit phasenweise hohem Puls hatte / habe, deshalb gab mir Edi seine alte, bereits abgelegte Smart-Watch, mit der man u.a. Puls messen und Alarm geben kann. Laut Arzt dürfte ich keine nennenswerten gesundheitlichen Probleme haben, ist also vermutlich nur "Psycho-Puls", und ich sage mal so: Die Uhr beruhigt mich ein bisschen. Sie misst auch die Kalorien, die ich beim Sport verbrauche und all solchen Pippifax, und telefonieren kann man ebenfalls damit. Manchmal ist das praktisch, manchmal ist das nervig, ich weiß noch nicht, ob ich das Ding behalten will, befinde mich quasi noch in der Testphase...


Geschenktipp und Verlosung zum Valentinstag:
Über Treedom habe ich euch schon in einigen Blogbeiträgen erzählt, ich denke also, die meisten von euch wissen bereits, dass es bei dem Projekt nicht darum geht, selber Bäume zu pflanzen, sondern einerseits Kleinbauern (aktuell vor allem in Afrika) zu helfen und andererseits die Welt wieder um ein paar Bäume reicher zu machen. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, wie das alles funktioniert, klickt bitte auf diesen Link.

Für den Valentinstag hatten die Leute von Treedom die entzückende Idee, Doppel-Baum-Patenschaften anzubieten. Diese zwei Bäume sind miteinander in Liebe oder Freundschaft verbunden. Einen Baum behält man, den anderen gibt man weiter. Da gibt es z.B. das Früchte-tragende "Gemeinsam-stark"-Paket mit einem Zitronen- und einem Papaya-Baum, die "Freigeister", bestehend aus Grevillea und Avocado, die beide besonders viel CO2 absorbieren können, das Paar "Home sweet Home" mit einer Kaffeepflanze und einer Mangrove, die beide Unterschlupf oder Nahrungsquelle für Tiere darstellen, und zuguterletzt die "Bravehearts" - Orange und Kakao, beide gute Nahrungsgeber und stark wurzelnde Pflanzen, was sehr wichtig ist in stürmischen Zeiten. (Herr Rostrose und ich haben uns übrigens für das Freigeister-Paket entschieden, das passt unserer Meinung nach besonders gut zu Menschen, die gern reisen und auch sonst die Freiheit lieben.)

Das ist mal wirklich eine nachhaltige Geschenkidee für den Valentinstag und eine echte grüne Alternative zu den immergleichen Blumen, Pralinen, Parfums – sie zeigt auch die Liebe zu unserer wunderschönen Erde. Und mit dem Rabattcode von Utopia bekommt ihr sogar noch 15 % Ermäßigung! Mit einigen wenigen Klicks HIER könnt ihr auch heute noch ein wertvolles und originelles Geschenk für Menschen bestellen, die euch wichtig sind. Ihr erhaltet einen Code und habt somit gleich euer Geschenk in der Hand.

Werbung: Treedom hat mir zwei Bäumchen geschenkt - eines füge ich meinem "eigenen Wald" hinzu, eines verlose ich. 
Diese Verlosung erfolgt ohne Auftrag und ohne Bezahlung.


Aber wie gesagt, es gibt hier auch etwas zu gewinnen: Vor ein paar Tagen landete in meinem Briefkasten solch ein besonderes Valentinstags-Geschenk von Treedom: ein Gutschein für eine Doppel-Baum-Patenschaft "Bravehearts". An dieses Geschenk von Treedom ist kein Auftrag gebunden. Doch ich möchte diese Baum-Patenschaft und somit die Erden-Liebe gern mit jemandem von euch teilen. Es muss halt schnell gehen, um noch als "Valentins-💓-Gewinn" gelten zu können, deshalb gibt's leider nur ein kleines Zeitfenster, um sich an der Verlosung beteiligen zu können...

Teilnahmebedingungen:
Einen der beiden Bäume füge ich meinem "eigenen Wald" hinzu, und einen verlose ich unter alljenen, die mir hier bis zum 14. Februar 2020, 20.20 Uhr einen Kommentar hinterlassen und bereit sind, in ihrem eigenen Blog zumindest in ein paar Zeilen diesen Gewinn zu erwähnen. Sollte jemand von euch kein Bäumchen gewinnen wollen, bitte teilt es mir im Kommentar mit. Ich werde die Gewinnerin oder den Gewinner kurz nach der Verlosung in einem Update dieses Beitrages HIER bekanntgeben: 
THE WINNER IS: ines@meyrose
Herzlichen Glückwunsch!

Nun wünsche ich euch noch alles Liebe zum 💓💚💓 Valentinstag 💓💚💓 (egal, ob ihr ihn feiert oder nicht 😉😊😍) sowie einen guten Start in die zweite Februarhälfte! Demnächst geht's wieder weiter mit meinem zweiten Reiseberichts-Kapitel!


Auf bald also!
Herzlichst, eure Traude


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Samstag, 8. Februar 2020

Ostsee 2019 - Kopenhagen

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Ostsee 2019.



Das wunderbarste Märchen 
ist das Leben selbst.
(Hans Christian Andersen, 
Dänemark, 1805 - 1875)



Servus ihr Lieben!

Heute geht es los mit meinem Ostsee-Reisebericht. Zuallererst möchte ich euch aber noch danken für eure aufmunternden Worte zu meinem vorigen Blogbeitrag Gedanken über das Reisen. Für alle, die ihn (noch) nicht gelesen haben und auch für allejene, die unseren Reisen möglicherweise kritisch gegenüberstehen, werde ich ihn zusammen mit meinen Reiseberichtskapiteln (quasi als Einleitung) auf der Reiseberichts-Startseite Ostsee 2019 verlinken.

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Abendrot und Abendoutfit des ersten Tages; oben Mitte: Edi mit unseren Freunden

Nun aber gleich in medias res: Unsere Ostsee-Reise fand im September 2019 statt. Wie ich euch in der Einleitung erzählt habe, waren wir mit unseren Freunden Rosi und Hans unterwegs, die diese Region ebenso gern kennenlernen wollten wie wir. In Kiel war unser Starthafen, von dort ging es weiter nach Norden. Davon stammen die Fotos der oberen Collage. Die erste Station, die wir anliefen, war


Bildquelle KLICK

Mein Mann und ich waren zwar vor fast zwei Jahrzehnten (2001) schon einmal zusammen mit dem noch recht jungen Tochterkind Jana in Dänemark, aber damals trieben wir uns in einer anderen Region herum (im wunderschönen Jütland).

Frühstück an Bord im Hafen von Kopenhagen

Für Herrn Rostrose war es der erste Besuch Kopenhagens, für mich der zweite, denn im Jahr 1981 habe ich mit meiner Freundin Gaby eine Interrailreise unternommen, die uns u.a. auch in die Hauptstadt Dänemarks führte. Damals waren wir stundenlang zu Fuß unterwegs, aber ich kann mich nur noch an einige wenige Eindrücke erinnern - unter anderem daran, dass es viele verlockende, moderne Läden gab, die uns aber viel zu teuer waren (außerdem hätten wir ja jeden Einkauf in unserem Interrail-Rucksack herumschleppen müssen, und der hatte auch so schon 20 Kilo), und dass wir die Freistadt Christiania besuchten. Und dann erinnere ich mich noch sehr gut daran, dass wir die Statue der Kleinen Meerjungfrau gesucht, aber nicht gefunden haben... (Ich glaube, wir hatten bei dieser Suche auch etwas Zeitdruck wegen unserer geplanten Weiterreise nach Amsterdam.)

 
Links ein paar Kopenhagener Impressionen, rechts mein Tages-Outfit

Ich erinnere mich auch noch, dass der Himmel über Kopenhagen im Jahr 1981 blau gewesen war. Leider war er bei unserem Besuch im Jahr 2019 wolkenverhangen - Dänemarks Hauptstadt hat uns dennoch gut gefallen, sie hat eine optimistische, freundliche Ausstrahlung und zeigt Geschichte, ohne altmodisch zu wirken. Zunächst kamen wir an den gelben Häusern von Nyboder vorbei: Der Bau wurde im 17. Jahrhundert durch den dänischen König Christian IV veranlasst, um seine Marinesoldaten unterzubringen.




Schloss Amalienborg und die Marmorkirche sowie die Palastwache vor dem Schloss Amalienborg:


Park beim Schloss Amalienborg und (rechts) das moderne Opernhaus von Kopenhagen (Die Königliche Oper auf der Insel Holmen): Vom 90 x 158 Meter großen Dach dieses Gebäudes stürzten sich sogar schon die besten Klippenspringer der Welt in die Tiefe!



 Als nächstes ging es zum Schloss Rosenborg:


Die Geschichte Rosenborgs reicht zurück bis in das Jahr 1606, als Christian IV. mehrere vor den nordöstlichen Wällen liegende Grundstücke kaufte und dort einen Lust- und Küchengarten anlegen ließ.

 

1634 war nach mehreren Anbauten schließlich die heutige Form erreicht. Mit roten Ziegelsteinen, Dekorationen aus grauem Sandstein und seinen schlanken Proportionen orientiert sich Schloss Rosenborg am Stil der Niederländischen Renaissance. 

 

 Hier nahmen wir an einer Führung teil und besichtigten die Prunkräume sowie die Schatzkammer:


Nach der Schlossbesichtigung unternahmen wir einen Streifzug durch die sehenswerte Innenstadt von Kopenhagen:


Und am Ende schafften wir es dann auch noch zur Statue der Kleinen Meerjungfrau.
Wusstet ihr, dass diese im Jahr 1913 aufgestellte Bronzefigur mehrmals Opfer von Vandalenakten war? Unter anderem wurde ihr gleich zweimal der Kopf abgesägt, vielleicht ja von unbekannten Verehrern, denn ihr zartes Gesicht wurde einst vom Bildhauer Edvard Eriksen nach dem Vorbild der attraktiven Primaballerina Ellen Price gestaltet. Aber auch ihr rechter Arm wurde einmal gestohlen. Obgleich nicht mehr alle Teile "Original" sind - "den lille Havfrue" ist nach wie vor ein wahrer Publikumsmagnet: Sie war umringt von Touristen und es gestaltete sich schwierig, Fotos von ihr ohne Menschen aufzunehmen - doch letztendlich ist es uns gelungen.

Gerade mal 38 Jahre nach meinem ersten Versuch hat's also doch noch geklappt, sie zu besuchen 😊😉👍. 

Abends hüllte ich mich dann in Spitze... und nach dem Abendessen ließen wir den Tag im Bord-Pub gemütlich ausklingen.


Prooost!

Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, mit uns durch Kopenhagen zu streifen! Falls ihr noch mehr von dieser Stadt sehen bzw. eine zusätzliche Perspektive erleben wollt, möchte ich euch den lesens- und sehenswerten Beitrag von Elisabeth / Blog Kleine Freude aus dem Jahr 2015 empfehlen: Radwelthauptstadt Kopenhagen. Wie unsere Reise weiterging, erfahrt ihr im nächsten Kapitel - und HIER kommt ihr wie gesagt zur Gesamtübersicht der Reise!



Bis dahin alles Liebe und
herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



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Montag, 3. Februar 2020

Gedanken über das Reisen

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, 
ist die Welt – sieh sie dir an. 
(Kurt Tucholsky)



Servus, ihr Lieben!

Hättet ihr mich vor zwei, drei Jahren gefragt, wie ich mir meinen Ruhestand (oder jedenfalls die besten Jahre davon) vorstelle und was ich da zu tun gedenke, wäre meine Antwort wohl recht eindeutig ausgefallen: "Reisen will ich!", hätte ich gesagt. "Und dann noch reisen und reisen und reisen!"


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Lokal- und Produktnennungen. Bis auf eine Ausnahme, die ich separat nenne, erfolgt diese ohne Sponsoring, ohne
Auftrag und ohne Bezahlung.]


Natürlich will ich auch unser Haus, den Garten, unsere Freiheit und manches mehr genießen - doch in der Rangordnung unserer Träume und Wünsche steht Reisen sehr weit oben. Das Geld, das uns beispielsweise eine neue Küche kosten würde, verreisen wir lieber.

In einem Blogbeitrag von 2012 zitierte ich mich selbst:

Reisen gibt meiner Zeit Qualität,
mehr Fülle und Dichte,
intensiver Erlebtes macht die Zeit wertvoller,
größer, stärker, erinnerbarer.
Diese Zeit ist da, sie bleibt für mich fühlbar.
Alltagszeit hingegen versiegt.


(Eine Rostrosen-Weisheit)

Manche können meine / unsere Reiselust wohl nicht so ganz nachvollziehen. Ihnen ist ihr Zuhause, die unmittelbare Umgebung genug, und da hinein wird auch am meisten investiert. Ich sage nicht, dass das falsch ist. Ich weiß aber zugleich, dass auch an meiner Lebensweise nichts falsch sein kann - dafür fühlt sie sich zu richtig an. Es gibt Reisemenschen und Sesshafte, so wie es Morgen- und Abendmenschen gibt, Rechts- und Linkshänder, Kaffee- und Teetrinker... Schon meine Eltern waren Zugvögel, ich habe das mit der Muttermilch eingesaugt. Die Sehnsucht nach der großen, weiten Welt ist genetisch in mir angelegt - in meinem Blut schwingt vermutlich fahrendes Volk mit, Wikinger, Entdecker... HIER hab ich euch darüber auch schon ein bisserl was erzählt.

Wer die Abenteuerlichkeit des Reisens ins Blut bekommt, 
wird diese Abenteuerlichkeit nicht wieder los. 
(Bruno H. Bürgel)




Meinem Mann geht es ähnlich. Es gibt kaum etwas in unseren jeweiligen Leben, von dem wir so lange zehren können wie von unseren Reisen. In jedem unserer Urlaubsfotobücher blättern wir mehrmals pro Jahr und schwelgen in Erinnerungen.

Die Welt ist ein Buch. 
Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
(Augustinus Aurelius)

Vom Saulus zum Paulus?
Soviel zur Vorgeschichte. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, beginnt mein Beitrag mit den Worten "Hättet ihr mich vor zwei, drei Jahren gefragt, ..." Wie ist es denn jetzt? Würde ich heute auf die Frage, wie ich mir die besten Jahre meines Ruhestands vorstelle, etwas anderes antworten als noch vor zwei, drei Jahren! JEIN! Die Sehnsucht ist ungebrochen. Wir planen auch weiterhin Reisen, und bisher geht noch keine davon zu Fuß von einem Öko-Hotel zum nächsten. Und doch hat sich etwas verändert - auch wenn ich es nicht an einem einzigen Punkt festmachen kann. Oder nennen wir den Punkt recht grob vereinfacht "den Zustand der Welt"... Damit hängt einiges zusammen, nicht nur mein eigenes "Umweltgewissen".

Nehmt als Beispiel, meine Reiseberichte im Blog. Vor nicht ganz zehn Jahren schrieb ich meinen ersten über die England-Reise im Frühjahr 2010. Es folgten Berichte über zahlreiche herrliche Urlaube. Es machte mir Freude, die jeweiligen Reisen in dieser Form nochmals zu durchleben, und auch, euch durch meine Schilderungen und unsere mitgebrachten Fotos daran teilhaben zu lassen. Hier einer der repräsentativen Kommentare während all dieser Jahre: "Was für eine wunderschöne Reise! So viele unvergessliche Eindrücke, danke dass Du das alles mit uns teilst."

Im Jahr 2019 - nach meinen Berichten über die Fridays for Future, meiner Befürwortung der Klima-Proteste und meiner Vorstellung der Treedom-Baumpflanzaktion - erhielt ich dann erstmals Kommentare wie diesen hier (anonym abgesandt, jedoch mit "Anne" gezeichnet): "Statt auf ihre jährlichen Fernflugreisen zu verzichten zum Schutz unseres geschundenen Planeten, rufen sie zu einer Bäumchenpflanzaktion auf. Nur selber will man nicht zurückstecken, wo doch die Flugreisen so billig geworden sind. Auf mich wirkt ihr Post wie Hohn. Möchten sie mit diesem Aufruf ihr Gewissen beruhigen? Ihre Reiseberichte können sie sich sparen." Und auf Facebook wurde ich von einer (übrigens nicht-anonymen) Leserin u.a. in recht aggressivem Tonfall gefragt, ob ich mich etwa vom Saulus zum Paulus gewandelt hätte, wo ich doch Flugreisen und Kreuzfahrten unternommen hätte (und nun plötzlich die Waren von umweltzerstörerischen Großkonzernen anprangerte). Ich nehme an, die Dame wollte mir damit nahelegen, dass ich mich in der hohen Kunst der Flugscham üben solle, und in der der Kreuzfahrtscham gleich noch dazu. Doch schämen mag ich mich nicht, und mit biblischen Sündern oder Heilsverkündern habe ich auch nichts am Hut.

Möglicherweise handelt es sich bei solchen Kommentaren auch um Trolling - und normalerweise werden solche Individuen nicht von mir "gefüttert". Wenn es mir sinnvoll bzw. auch für andere interessant erscheint, gehe ich zuweilen dennoch auf derartige Attacken ein (siehe ein paar Absätze weiter unten).




Oder nehmt als Beispiel, dass wir uns schon vor einigen Jahren das Ziel gesetzt haben, im Frühling oder Herbst 2021 - also in etwa einem Jahr - eine ganz besondere Traumerfüllungs-Reise zu unternehmen: In den Südosten Australiens sollte sie uns führen, dann nach Möglichkeit auch noch nach Neuseeland, mit einem Stop-over in Singapur und einem in Hongkong. Mal abgesehen von der seit Monaten in Hongkong wogenden Protestwelle und abgesehen vom Coronavirus zieht mich zur Zeit nichts nach Australien, wo die geschätzte Zahl von einer Milliarde Wildtiere in den verheerenden Buschfeuern verbrannt ist. Auch in einem Jahr werde ich die traurigen Bilder, die durch die Medien geisterten, noch nicht aus dem Kopf bekommen haben.

Oder nehmt als Beispiel die Touristenströme und die damit einhergehenden Probleme an manchen sehenswerten Orten. Ich bin selbst "Touristin", doch ich betrachte mich eher als Orte-Fühlerin und gehe daher in gewisser Weise mit dem folgenden Ausspruch d'accord:

Das Reisen war ursprünglich eine Tat der Gottsuchenden und später der Handelstreibenden, noch später der Eroberer und ganz spät eine der Touristen. Man begreift, es kam jeweils Schlimmeres nach. 
(André Heller)




Antwort an Frau Troll:
Der oben zitierten "anonymen Anne" antwortete ich auf ihre Zeilen unter meinem Beitrag Bäume für die Zukunft + Giveaway folgendes:

"Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie meinen Beitrag nicht oder nicht genau gelesen haben. Aber danke dennoch für Ihre Wortmeldung. Um es Ihnen bei der großen Informationsmenge leichter zu machen, verweise ich auf den Text, der unter der Zwischen-Überschrift „Lasst uns einen Baum pflanzen! Oder gleich mehrere!“ steht – hier vor allem Absatz zwei und drei.

Wenn es ums Leistenkönnen und um unsere Lust aufs Entdecken ferner Länder allein ginge, wären mein Mann und ich viermal im Jahr mit dem Flugzeug unterwegs. Sind wir aber nicht. Sie können davon ausgehen, dass für viele Menschen - vorerst eine Übergangsphase angebrochen ist (oder jedenfalls für jene, die schon über ein gewisses Umweltbewusstsein verfügen, aber die sich von den erst jetzt massiver werdenden Informationen im Zusammenhang mit dem Ausmaß des Klimawandels schier erschlagen fühlen.) 
Ich jedenfalls kenne niemanden, der von heute auf morgen sein Leben und seine Pläne komplett umzukrempeln schafft. In der Zwischenzeit suche ich nach Informationen, wie man der Welt zusätzlich helfen kann, die ich selbst nütze und durch die sozialen Medien und persönliche Gespräche an mehrere hundert Menschen weitergebe. Würde ich einfach nur auf einen Flug in einem sowieso startenden Flugzeug verzichten, würde ich gewiss weniger bewirken als wenn ich meine LeserInnen hier an meinen Gedanken und an meinem allmählichen Weg der Veränderung teilhaben lasse. (Dass Kerosin unbesteuert ist und Flugreisen daher zumindest bei manchen Linien so billig sind, empfinden mein Mann und ich übrigens auch als Hohn und haben daher beide eine Petition zur Besteuerung von Kerosin unterschrieben.) * siehe PS
Darf ich fragen, was Sie alles tun, abgesehen von Nicht-Fliegen? Ich lerne gern dazu."

Darauf kam natürlich keine Reaktion. 



Per Bahn, per Schiff, per Flieger, per Pedes, per Wohnmobil?
Ich denke, mit der obigen Antwort habe ich schon relativ genau erklärt, was mir so durch den Kopf geht: Früher wären wir einfach in den Flieger (oder bei näheren Zielen in unser Auto) gestiegen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, heute wägen wir ab. Für unsere Budapest-Reise im Frühsommer 2018 haben wir beispielsweise den Zug genommen. Und wir haben uns auch schon über weitere Bahnreise-Möglichkeiten informiert. Bis vor kurzem wussten wir z.B. nicht, dass es Interrail inzwischen nicht nur für Jugendliche und junge Erwachsene gibt, sondern für jeden mit Wohnsitz Europa! Für die Alterskategorie 27-59 sind die Karten zwar am teuersten, aber auch durchaus leistbar, Senioren ab 60 erhalten Rabatt. Und man muss auch nicht unbedingt einen Monat unterwegs sein, es gibt mehrere Modelle wie z.B. "15 Reisetage innerhalb von 2 Monaten": HIER und HIER könnt ihr mehr über Interrail für alle lesen. 

Als junge Frau habe ich zwei Interrailreisen unternommen (einmal vier Wochen durch Mittel-, West- und Südeuropa, einmal vier Wochen hauptsächlich durch Finnland, Schweden, Niederlande) und fand diese Art und Weise, an die Welt bzw. an Europa heranzugehen, perfekt. Mein Mann hat bisher keine Interrail-Erfahrungen und muss sich da erst herantasten. Ich denke, es wird ihm gefallen, aber wir werden nicht mit einem ganz großen Ticket beginnen. Da wir üblicherweise gemeinsam verreisen, geht es eben auch darum, Lösungen zu finden, die für uns beide passen. Sehr schön fanden wir beispielsweise unseren Wanderurlaub im Ausseerland im Herbst 2018. Einen weiteren Versuch wollen wir mit einem Wohnmobil starten - mein Bruder hat sich bereit erklärt, uns seines für eine kleine Test-Reise zu leihen, das wollen wir unter Umständen heuer mal angehen.

Es wird allerdings auch weiterhin Flugreisen in unserem Leben geben (eine davon ist schon gebucht) und - trotz meiner zwiespältigen Meinung dazu - auch weiterhin ab und zu eine Schiffsreise. Ich habe im Zuge meines Island-Reiseberichts HIER ein bisserl was zu dem Thema geschrieben. Und bevor hier wieder eine anonyme Anne über mich herfällt, lest bitte den folgenden Absatz.

Zahlen und Fakten:
Der Anteil der CO2-Emissionen der Luftfahrt am weltweiten CO2-Ausstoß beträgt 3,01 %. Jener der Schifffahrt liegt laut der folgenden Grafik bei 2,64 %, ist also etwas geringer als jener des Luftverkehrs. Diese Zahlen stammen noch aus 2018, werden also mutmaßlich gestiegen sein. Laut Wikipedia liegt der Anteil der Schifffahrt bei 3 %. Wie auch immer: Damit ist der gesamte Schiffsverkehr gemeint, also z.B. auch das Fischereiwesen und ebenso die Transporte von billig in Südostasien produzierten Schuhen und Klamotten per Frachtcontainerschiff, die Bauxit-Transporte von Brasilien und Australien nach Island, um daraus Aluminium zu erzeugen etc. Kreuzfahrten haben vor allem deshalb einen so schlechten Ruf, weil sie als vermeidbar gelten - doch in meinen Augen sind Transporte dieser Art mindestens genauso vermeidbar. Kreuzfahrtschiffe sind also nur die Spitze des Eisbergs.

Entwicklung der weltweiten CO2-Emissionen*
Quelle: Internationale Energieagentur (IEA), Daten für 2018
Die Emissions-Entwicklung von Industrie, Strom / Wärme und Transport liegen laut dieser Grafik bei weitem 
höher und hatten auch ein stärkeres Wachstum zu verzeichnen als der Luftverkehr.



Ich will damit Flug- und Schiffsreisen nicht verharmlosen, aber ich denke, man sollte wissen, wie verhältnismäßig gering der Beitrag zum Schutz unseres geschundenen Planeten ist, wenn man auf solche Reisen verzichtet. Und ich denke außerdem, solange wir nicht durch unser Konsumverhalten und unsere politische Mitsprache möglichst darauf achten, dass wertvolle Wälder erhalten bleiben und dort, wo schon viel Schaden angerichtet wurde, zumindest Wiederaufforstung betrieben wird, ist jedes andere Opfer umsonst. Alles mit Maß und Ziel - sowohl das Reisen als auch das Konsumieren als auch das Verzichten...

Unsere Reise vom letzten September:
Bald erscheint mein neuester Reisebericht. Die Fotos in meinem heutigen Posting zeigen schon einiges von dieser Reise - unter anderem meine Reise-Capsule-Wardrobe, die ich übrigens ganz bewusst farblich auf jene Zwiebeltürmchen abgestimmt habe, die ihr in der folgenden Collage seht. 



Und ich denke, man kann auf den Fotos auch erkennen, dass uns diese Reise übers Meer geführt hat - über die Ostsee nämlich ... an manch einen schönen und sehenswerten Ort. Wer die Bilder genau betrachtet, wird die Orte vielleicht erkennen, die wir sahen. Es waren Orte, die schon eine Weile auf unserer Kennenlern- oder Wiedersehens-Liste standen. Wir hätten diese Orte möglicherweise auch im Lauf der Jahre einzeln aufsuchen können, doch ist es fraglich, ob das ökologisch sinnvoller gewesen wäre. 

Sinnvoll und freudestiftend war bei dieser Reise in jedem Fall, dass wir sie gemeinsam mit Freunden unternehmen konnten. Denn auch Rosi und Hans (die wir 2010 bei unserer ersten Indienreise kennengelernt haben und seither zumindest einmal jährlich bei Monis Sommerfesten treffen) wollten schon lange eine Ostseefahrt unternehmen, und so stachen wir gemeinsam in See. Unten seht ihr ein fröhliches Foto von Edi mit unseren Freunden an Bord des Schiffes (das übrigens laut Reederei mit neuester - emissionsarmer - Maschinentechnologie ausgerüstet ist).

Mein Reisebericht wird dennoch keine Werbung für Kreuzfahrten sein. Ich möchte euch stattdessen die Orte, die wir besucht haben, in einzelnen Kapiteln vorstellen. Jeder dieser Orte lässt sich auf verschiedenste Weise ansteuern - es bleibt euch überlassen, ob per Bahn, per Schiff, per Flieger, per pedes, per Wohnmobil, per PKW ... oder einfach nur in der Fantasie.




Der Start- und Zielpunkt unserer Ostseereise war Kiel. Angedacht war auch dort ein Freundestreffen - nämlich mit Sabine vom Blog Lifestyle by Bine. Leider schafften wir es aus Timinggründen dann nur, ihr via WhatsApp zu winken. Das war schade, aber wir hoffen, es wird schon bald wieder ein RL-Treffen stattfinden können!

Soviel für heute zu meinen Reisegedanken - nun noch ein Hinweis, der sowohl zum Thema Reisen als auch zum demnächst stattfindenden Valentinstag passt:


Bäumchen der Liebe:
Ich pflanze weiter Bäume - oder genauer gesagt, ich lasse Treedom Bäumchen pflanzen und werde Baumpatin. Außer den oben genannten gibt es viele Gründe, um Bäume zu pflanzen. Nicht nur Reisende wie ich tun der Welt etwas Gutes damit. Fast niemand in der westlichen Welt hat einen so tadellosen ökologischen Fußabdruck, dass ein Baum "zuviel des Guten" wäre. In diesem Sinne: #LetsGreenThePlanet mit Treedom!*) Mehr darüber im PS!


 Werbung: Es ist mir ein Bedürfnis, über Treedom und seine wertvolle Arbeit zu berichten. 
Als Dankeschön für den Beitrag stellt mir Treedom zwei Bäume zur Verfügung. 
Pflanze einen Baum zu Valentinstag
Ökologisch sinnvoll und sozial wertstiftend: 
Bäume pflanzen mit Treedom. (Foto: © Sabrina Alfonso)
Für den Valentinstag haben sich die Leute von Treedom wieder etwas Hübsches einfallen lassen. Ihr könnt euch mit eurem Liebsten oder eurer Liebsten durch eine Doppel-Baumpatenschaft verbinden. Gleichzeitig helft ihr damit Kleinbauern und könnt zumindest einen Teil des CO2, das ihr produziert, mithilfe der Bäume kompensieren.

https://www.treedom.net/de/plant-a-tree
https://www.treedom.net/de/plant-a-tree

Herzliche rostrosige Grüße,
eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,


PS:
  • Für alle die ebenfalls wollen, dass eine euopaweite Kerosinsteuer für den Flugverkehr eingeführt wird, um Billigflügen ein Ende zu bereiten, hier der Link zur Petiton.
  • Hier ein interessanter Bericht zum Thema Luftfahrt und Klimaschutz.
  • #LetsGreenThePlanet - Verschenke zum Valentinstag einen Baum von Treedom: Treedom ist die einzige Webseite, die es ihren Nutzern ermöglicht, sich untereinander zu vernetzen und einen Baum aus der Ferne zu pflanzen. Durch die Anpflanzung ausgewählter Baum- und Pflanzenarten wird das lokale Ökosystem gestärkt und die Obst- und Nutzbäume garantieren mitunter eine Einnahmequelle für die Kleinbauern und deren Communities vor Ort. Jeder Baum verfügt über eine eigene Profil-Seite, wird geolokalisiert und bei seiner Verpflanzung fotografiert. Auf diese Weise kannst du als Baumpate deinem Schützling online folgen und sein Heranwachsen virtuell miterleben.