Posts für Suchanfrage brigitte Peter werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage brigitte Peter werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. Juni 2021

Nexinger Schweiz, Muschelberg und Fischteich

Servus Ihr Lieben,

ganz herzlichen Dank für euer Interesse an und eure lieben Kommentare zu meinem Beitrag über unseren Besuch des Museumsdorfes Niedersulz am Geburtstag meines Mannes. Wie ich dort schon erwähnt habe, war unser Tagesausflug damit noch nicht vorbei.

Unsere "Ausflugsberaterin" Brigitte hatte noch einen weiteren tollen Vorschlag für uns parat. Ganz in der Nähe vom Museumsdorf befindet sich nämlich die Ortschaft Nexing (von der wir zuvor noch nie gehört hatten). Und hier befindet sich ein so genannter Locus typicus - ein geologisch einzigartiger Ort! 


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Oben seht ihr ein paar Details des im englischen Tudorstil erbauten Schlosses Nexing. Heute betreibt hier die Fam. Urani die Teichwirtschaft "Gut Nexing". Gleich hinter dem Schoss befindet sich ein Park, der wegen seiner felsigen Landschaft die Nexinger Schweiz genannt wird. Kommt mit uns in diesen wahrlich außergewöhnlichen Naturgarten! (Aber stört bitte nicht die Weinbergschnecken beim Liebesspiel 😉!)

Die Hauptattraktion des Landschaftsparks ist der Nexinger Muschelberg. Wie wir einem Schild entnehmen konnten, handelt es sich dabei um eine riesige Ansammlung von Muscheln aus dem Sarmatium (ca. 13 Millionen Jahre alt). Herr Urani, der heutige Besitzer des Geländes, sagt darüber stolz: 

„Geologen aus fernen Ländern kennen Österreich nicht, Nexing aber schon.“

Die Einwohner von Nexing ahnten wohl lange Zeit nichts von der Einzigartigkeit dieses Berges, denn in früheren Zeiten wurde hier Kalk gebrannt und Steine wurden für den Keller- oder Hausbau abgetragen. Unter den Dorfbewohnern ist der Muschelberg auch als „Hendelfutterberg“ bekannt, da das Material früher dem Hühnerfutter beigemengt wurde 🐔😲. 

 Fotos von Brigitte - unten seht ihr u.a. eine fossile Turmschnecke

Der Landschaftsgarten, der in unseren Augen die perfekte Kulisse für einen Märchenfilm darstellt, wurde 1802 von Ritter von Heintel, einem Landwirtschaftsfachmann, errichtet. Davon blieben allerdings nur einige wenige Reste erhalten - ein schmaler hoher Gang aus Muschelkalk, grottenartige Teile und eine aus grob behauenen Felsblöcken zusammengesetzte Brücke. Früher gab es hier auch eine Orangerie, zahlreiche Blumen, Sträucher und Obstbäume, und vier Gärtner betreuten den Park. Seit der Zwischenkriegszeit verfiel die Anlage mehr und mehr, bis die Familie Urani den Garten revitalisierte und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte.

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald? (Nein dafür sehen sie zu fröhlich drein! 😁)

Verschiedene "Türen und Tore" für Nova

Fotos von Brigitte - die Pflanze rechts ist ein Mauerblümchen (Zimbelkraut / Cymbalaria muralis) - aber ich bin keines 😉😁

 
„Niedliche Pflanze, du kleidest der alten Ruine Gemäuer,
rankend hinab und hinauf blühest du einsam für dich.
Sey der Erinnerung Bild, die, der Einsamkeit traute Genossin,
oft des vergangenen Glücks sinkendes Luftschloss, umgrünt.“

Ludwig Bechstein (1801–1860) über das Zimbelkraut
in seinem Gedichtzyklus Die Blumen und das Leben

 

Gekrönt wurde der Parkbesuch von der Begegnung mit einem hübschen roten Eichhörnchen!
Schilder für Arti

Von einer Stelle des (kurzen) Rundwanderweges sieht man auch gut auf die Fischteiche von Nexing. Und diese waren unser nächstes Ziel!

Doch bevor ich mit euch dorthin gehe, biete ich euch ein paar Himmelsblicke dieses Tages.  (Im vorigen Blogbeitrag habt ihr gesehen, dass die Wolken teilweise ziemlich dunkel waren, aber wir blieben trocken - der Regen ging an einer anderen Stelle nieder - siehe mittleres Foto.)

Bei der Nexinger Teichlandschaft gibt es ein Gasthaus namens "Oase am Teich". Natürlich galt auch hier die "3-G"-Coronaregel: Genesen - Geimpft - Getestet.

Noch ein paar Schilder für Nova

Mein Lieblingsschild vom Fischteich ist das mit dem Wortspiel GesundheitsspeziFISCHE Ernährung 😀

Da sich Brigitte, Peter und ich für den Lokalbesuch im  Museumsdorf hatten testen lassen und das Geburtstagskind Edi schon geimpft war, nützten wird die Gelegenheit für einen "Sundowner" (genauer gesagt für einen Aperol Spritz) in der "Oase am Teich". 

Wir hatten einen wunderbaren Sitzplatz auf der Aussichtsterrasse direkt am Teich und konnten von hier aus gut die Wasservögel beobachten. Beim ersten Vogel, den ich zu fotografieren versuchte, handelte es sich laut Brigitte um eine Zwergdommel (Ixobrychus minutus). Sie war leider viel zu schnell für meinen Kamerafinger und das Licht war auch nicht mehr gut. In Wikipedia habe ich aber gelesen, dass es sich um einen sehr scheuen Vogel handelt, also bin ich froh, dass mir wenigstens diese Bilder gelungen sind.

 Fotos von Brigitte

Im Schilf hörten wir ständig einen Vogel rufen. Brigitte, die jahrelang als Naturführerin gearbeitet hat, wußte, dass es sich dabei um den Ruf des Schilfrohrsängers (Acrocephalus schoenobaenus) handelt. Sein Ruf klingt wie „tscheck“ und „schrrr“. (So beschreibt es jedenfalls Wikipedia 😉)

Dieser Vogel ist etwa so groß wie ein Sperling, und Brigitte erzählte uns, dass der Begriff "jemand schimpft wie ein Rohrspatz" eigentlich nichts mit Spatzen, sondern mit dem Schilfrohrsänger zu tun hat. Der kleine Schreihals ließ sich einige Male kurz sehen, aber auch hier gelangen uns keine besonders guten Fotos, weil die Schilfhalme den Vogel verdeckten und im Wind wackelten. Und einmal fotografierten wir irrtümlich einen Sperling, der sich auch an einen Rohrkolben klammerte. Mein Mann schaffte immerhin ein Foto vom echten Schilfrohrsänger (links unten Original, rechts Ausschnitt). Die Enten ließen sich erheblich einfacher knipsen 😉

Während unsere Männer auf der Holzterrasse des Lokals blieben, brachen Brigitte und ich auf zu einer Teich-Runde. Dabei versuchten wir noch weitere Fotos des Schilfrohrsängers aufzunehmen, denn man hörte den Ruf mehrerer Exemplare überall im Schilf. Doch wir hatten kein Glück.

Also bat Brigitte am nächsten Tag ihre Freundin Gabi, mir ihre gelungenen Bilder des kleinen Vögelchens für diesen Blogbeitrag zur Verfügung zu stellen. Gabi war einverstanden - und so darf ich euch heute diese schönen Bilder zeigen:

 Fotos des Schilfrohrsängers von Gabi Resch (Danke, Gabi 😊!)

Die bienenfreundliche lila-bühende Pflanze heißt Beinwell (Symphytum officinale). Ihre proteinhaltigen Blätter finden in der Küche Verwendung, z.B. in Teig überbacken. Seit der Antike wurde Beinwell zur Behandlung von Wunden und sogar bei Knochenbrüchen verwendet. Heute ist Beinwell äußerlich bei schmerzhaften Muskel- und Gelenkbeschwerden, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen sowie zur lokalen Durchblutungsförderung als Arzneipflanze zugelassen. 

Bei unserer Teichrunde sahen wir noch viele weitere Pflanzen - und vor allem auch Wasservögel, wie z.B. diesen eleganten Graureiher (Ardea cinerea) und mehrere Stockenten (Anas platyrhynchos).

 
Auch Stare (Sturnus vulgaris) suchten in der Wiese nach Futter:

Close to the Ground
 
Dem Reiher sahen wir eine Weile bei seinem abendlichen Jagdausflug zu; leider konnten wir nicht beobachteten, dass er Beute machte.


 Fotos von Brigitte


Damit war unsere schöne Niedersulz-Nexing-Tour vorüber - aber der gemeinsame tolle Tag war noch immer nicht ganz zu Ende: Meine Freundin hatte sich noch etwas sehr Nettes für das Geburtstagskind einfallen lassen: Weiße Schoko-Kokos-Kugeln zum "Selberbasteln" 😀! Edi bevorzugt nämlich weiße Schokolade, und früher mochte er gern die weißen Raffaello-Kugeln von Ferrero. Doch wir verweigern seit Jahren den Kauf von Ferrero-Produkten, da fast alle Waren der Firma Palmöl aus tropischen Billiglohnländern enthalten; dafür wird Regenwald abgeholzt. Auch die Haselnussimporte von Ferrero stehen wegen möglicher Kinderarbeit immer wieder in der Kritik.  (HIER noch ein paar weitere Ferrero-Kritikpunkte.) Diese Firma wollen wir definitiv nicht fördern.

Aber Brigitte hatte ein tolles Rezept für selbstgemachte Kugeln à la Raffaello gefunden, und sie hatte schon alles dafür vorbereitet. Das Rezept ist so ähnlich wie dieses, allerdings hat Gitty die weiße Schokolade nicht im Wasserbad geschmolzen, sondern gerieben. Und alle Zutaten waren Bio. Das "Wuzeln" der Kugeln hat großen Spaß gemacht und die Kugeln selbst schmecken ausgesprochen gut. (Unsere Nachbarn meinten sogar "Viel besser als die gekauften Raffaello" und wollten gleich das Rezept 😊👍.)
 
 
Bei einem gemütlichen kalten Abendessen ließen wir den schönen Tag zusammen ausklingen. Und planten dabei auch gleich unsere nächsten Unternehmungen. Teile dieser Ausflüge haben inzwischen schon stattgefunden. Ihr könnt euch also gewiss vorstellen: Ich komme kaum mit dem Erzählen nach! Mal sehen, ob es mir gelingt, beim nächsten Mal die Schilderungen von zwei Touren so zu kürzen, dass ich sie zusammenfassen kann... 😵

Herzliche Rostrosen-Grüße
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,

Montag, 17. April 2023

Rax und Thenauriegel - zwei Ausflüge mit Freunden

Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

 

Servus ihr Lieben!

 

Herzlichen Dank für eure tollen Kommentare zu meinem 10. Costa Rica-Reiseberichtskapitel: Sámara - Delfine und Mee(h)r! Heute bleibe ich mit euch wieder "im Inland" und hoffe, ihr habt Lust, mich bzw. uns auch beim Genießen österreichischer Naturschönheiten zu begleiten💚! Hihi, und wie ihr gleich an der ersten Collage sehen könnt, haben wir nicht nur Naturschönheiten genossen, sondern auch Spezialitäten aus der Österreichischen Mehlspeisen-Küche 🍰☕😉. Und auch noch anderes. Aber fangen wir am Anfang an 😊!

Raxalpe und Reichenau an der Rax:
In meiner Rückschau auf den März 2023 zeigte ich euch unter anderem eine Collage (klick) von einem Ausflug auf die Raxalpe, den wir am letzten Märztag mit Brigitte und Peter unternahmen. Ich kündigte an, dass ich euch darüber gerne mehr erzählen möchte, denn an diesem Tag erlebten wir weit mehr als bloß eine spätwinterliche Schneeschuhwanderung.

Wir trafen mit unseren Freunden in der hübschen Ortschaft Reichenau an der Rax zusammen und begannen mit einem köstlichen süßen Frühstück in der Bäckerei-Café-Konditorei Nöbauer. Zu unseren verschiedenen Törtchen gab es entweder Kaffee (Gitty und Peter) oder heiße Schokolade zum Selbermachen *)  in sehr hübschen Tassen. Damit bin ich beim Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛 dabei.
 
*) Edi bekam einen Riegel weiße Schokolade zum Einrühren in seine heiße Milch, ich einen Riegel Nuss Nougat (biologisch und fair produzierter Schokolade von Zotter).
 
 🍰🍰

Dann ging es gestärkt hinauf auf den Berg - und zwar mit der Rax-Seilbahn. Die Fahrt ist mit der NÖ-Card einmal jährlich gratis und wir hatten das in der Saison 2022/23 noch nicht genützt. Wir haben lange gewartet, bis das Wetter halbwegs für unsere Schneeschuhwanderung geeignet war - denn in diesem März hat es reichlich Stürme gegeben. Das ist im Hochgebirge kein Honigschlecken. Am 31. März war die letzte Chance zur Gratisfahrt für diese Saison - und glücklicherweise ließ der Wind an diesem Tag nach.

Brigitte und Peter liehen sich bei der Bergstation Schneeschuhe aus, Edi und ich brachten unsere eigenen mit und dann wanderten wir los. Leider war der Schnee an einigen Stellen schon weggeschmolzen, aber für unsere Bedürfnisse reichte es und so hatten wir für rund zwei Stunden Spaß im Schnee.

Nur wenige Tage später waren die Bedingungen auf der Rax wieder tief winterlich - und zwar dermaßen, dass ein Vater und seine 14jährige Tochter am 4. April in Bergnot gerieten - mehr darüber HIER.

Wasserleitungsweg:
Nach unserer Schneeschuhwanderung und einer stärkenden Suppe im Raxalm-Berggasthof fuhren wir mit der Seilbahn wieder ins Tal und gingen dort noch ein bisschen entlang des 1. Wiener Wasserleitungsweges. Seit 1869–1873 die I. Wiener Hochquellenwasserleitung *) erbaut wurde, wird Wasser aus dem Einzugsgebiet des Flusses Schwarza zur Trinkwasserversorgung Wiens verwendet. 

*) Vielleicht erinnert ich euch noch, das ich euch im Vorjahr von unserem Besuch der II. Wiener Hochquellenwasserleitung erzählt habe - diese befindet sich in den Wildalpen.

Das Wasser der Schwarza war auch bei unserem Besuch im März klar und schmeckte gut und frisch - ich habe einen Schluck davon gekostet - allerdings war der Wasserstand für diese Jahrszeit recht niedrig.  Denn in unserem Teil Österreichs hatte es zuletzt sehr wenige Niederschläge gegeben. (Das hat sich aber zum Glück in der vergangenen Aprilwoche ein wenig verbessert - unser Garten wurde seit Ostern gut gegossen 😉☔.)

Schon bei der Hinfahrt zur Seilbahnstation waren uns auf einem großen Grundstück neben der Fahrbahn  mehrere hübsche, zartgrün gestrichene Gebäude aufgefallen. Brigitte wusste, dass es sich dabei um ein großes Garten- und Dekorcenter mit angeschlossenem Kaffeehaus handelt. Wir beschlossen, dort einen Zwischenstop einzulegen - und das war eine gute Idee.

Die Gebäude sind nicht nur von außen sehr sehenswert und fotogen, ...

.... sondern auch von innen. Es gibt herrlich gestaltete Verkaufs- und Ausstellungsräume, nostalgische Böden und Möbel, ein Café im Wintergarten mit angeschlossenem Gastgarten - kurz: Hier kann man viel staunen und schauen und vielleicht auch etwas kaufen (wir erstanden einen eisernen Türstopper) ...

 

...und wenn man das Glück hat, dass draußen die Sonne lacht und die Temperaturen sich angenehm anfühlen, kann man sich hier auch noch einen Kaffee im Freien gönnen 😊. Und hier gab es ebenfalls traumhaft schöne Tassen ☕!

Brigitte und ich ließen es uns nicht nehmen, das schöne Areal zu erkunden. In der unteren Collage könnt ihr u.a. einen Blick auf das Schloss Wartholz (auch Villa Wartholz genannt) werfen. Dieses befindet sich seit 1999 im Eigentum der Besitzer des Gartencenters. Errichtet wurde die ehemalige Kaiservilla in den Jahren 1870 bis 1872 im Auftrag von Erzherzog Karl Ludwig, Bruder von Kaiser Franz Joseph I, da sich der Hochadel in dieser Gegend gerne zur Jagd aufhielt. 

Die weiter oben gezeigten zartgrünen Gebäude mit ihren Holzverzierungen dienten einst vermutlich irgendwelchen hauswirtschaftlichen Zwecken - um ehrlich zu sein, gefallen sie mir besser als das steinerne Schloss.

Bei unserem Erkundungs-Rundgang entdeckten Brigitte und ich auch ein Gehege mit Schafen, Eseln und einem Pferd. Ein Schild wies uns darauf hin, dass es sich um einen privaten Garten handelt, doch die süßen Esel kamen freundlicherweise nah genug an den Zaun heran, um sich von uns streicheln zu lassen 😍. 

Die nostalgische Kundmachungs-Tafel lehnte am Gitter zum Privatgarten - hierauf wurde der Bevölkerung im Jahr 1917 mitgeteilt, dass "während des jeweiligen Aufenthaltes des Allerhöchsten Hofes in Wartholz" auf einem bestimmten Streckenabschnitt "der gesamte Straßenverkehr untersagt" sei.

Kurpark:
Glücklicherweise betraf uns diese Straßensperre längst nicht mehr, und so konnten wir ein Stück weiterfahren. Unsere nächste und letzte Station dieses Tages war der schöne Kurpark in Reichenau mit dem 1903 erbauten Musik-Pavillon und der idyllischen „Lenau –Insel“.
 

In früheren Zeiten war dieser Park Treffpunkt bekannter Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Bertha von Suttner, Johann Nestroy, Ferdinand Raimund oder Sigmund Freud, eine Tafel erinnert beispielsweise an den "deutschen Liederfürsten Franz Schubert" - und auch heute noch ist hier ein beliebter Erholungsort für Jung und Alt. 

Im künstlich angelegten Teich darf man zu bestimmten Zeiten gegen Gebühr mit ausgeliehenen Booten fahren, doch bei unserem Besuch paddelten dort nur einige Stockenten (Anas platyrhynchos). Einen Buchfink (Fringilla coelebs) versuchte ich mehrmals fotografisch einzufangen, letztendlich gelang es mir trotz des allmählich schwindenden Lichts so halbwegs und auch eine Amsel-Dame (Turdus merula) kam mir freundlicherweise noch vor die Linse. 

Nach diesem schönen Ausflug fuhren wir zu viert zu uns nach Hause, wo wir einander unter anderem noch heiße Gefechte mit dem immer wieder spannenden Legespiel Carcassonne lieferten.

Ausflug ins Burgenland:
Thenauriegel:
Der zweite Ausflug, über den ich euch heute erzählen will, fand in derselben Besetzung statt. Er führte uns ins Burgenland  - unter anderem nach Breitenbrunn am Neusiedler See. Hier wollten wir im Naturschutzgebiet Thenau eine kleine Wanderung unternehmen. Anders als bei unserem letzten Besuch in dieser Gegend blühten diesmal die Kirschbäume auf dem Kirschblüten-Radweg bereits. Außer Kirschbäumen findet man hier vor allem Weingärten und ein paar Tiergehege vor.

Die entzückenden Kamerunschafe stürmten gleich auf uns zu, als wir bei ihrem Zaun stehen blieben. Vermutlich erwarteten sie sich Futter, aber da mussten wir sie leider enttäuschen. Eines der Schafe diente übrigens als Reittier für ein Huhn 😁🐓:

Brigitte und Peter waren schon einige Tage zuvor auf dem Thenauriegel gewesen und hatten dort nachgesehen, ob bereits die Irisblüte begonnen hatte. Denn im Trockenrasen dieser Landschaft kann man zur richtigen Jahreszeit tausende Zwergschwertlilien (Iris pumila) entdecken! (Hier ein schön bebilderter Bericht zu diesem Thema.) 

Tatsächlich hatte die Blüte zu diesem Zeitpunkt einigermaßen begonnen, und Brigitte war davon überzeugt, dass wir rund eine Woche später - am 7. April 2023 - schon den gern zitierten üppigen Blütenteppich vorfinden würden, also wählten wir diesen Tag für unseren gemeinsamen Ausflug.

Durch die Kälte, die in der letzten Zeit bei uns geherrscht hatte, waren dann leider trotzdem noch längst nicht alle Zwergschwertlilien aufgeblüht, auch wenn sie ihre Köpfe bereits neugierig aus dem Boden streckten - aber zumindest an einigen Stellen herrschte farbenfrohes Wachstum: 

Auf dem Bild oben rechts seht ihr in der Ferne den Neusiedler See (aufgenommen von Brigitte - nach ihren Worten möglicherweise ein historisches Foto, da der See stark von Austrocknung bedroht ist...)

Außer den Zwerglilien gab es auch ein paar Frühlingsadonisröschen (Adonis vernalis), ein paar restliche Groß-Küchenschellen (Pulsatilla grandis), viele Traubenhyazinthen (Muscari) und manche andere Magerwiesen-Pflanzen auf dem Thenauriegel zu entdecken.

Während sich Brigitte und ich buchstäblich ins Fotografieren der Blüten hineinknieten, standen unsere Männer etwas ratlos und frierend daneben. Zum Glück haben die beiden genügend gemeinsame Gesprächsthemen - Blumen zählen allerdings nicht dazu 😉...

In den Waldstücken neben den Wiesenflächen blühte Schlehdorn (Prunus spinosa) und Hohler Lerchensporn (Corydalis cava). Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir einen weit entfernten Turmfalken (Falco tinnunculus) - Brigitte schaffte zumindest ein halbwegs nahes Foto, auf meinen Bildern sieht man den Vogel teilweise im Flug, aber leider nur sehr winzig.

 
Historisches Kellerviertel von Breitenbrunn:
Als nächstes sahen wir uns noch die historischen Weinkeller von Breitenbrunn am Neusiedler See an. Diese alten Erdkeller mit Sandsteinportalen besitzen zum Teil grasbewachsene Dächer - auf manchen wachsen auch Traubenhyazinthen, was wunderhübsch aussieht. Einige der kleinen Gebäude werden auch heute noch als Weinkeller genützt, andere beispielsweise, um darin Pilze zu züchten - das Klima, das innen herrscht, ist für solche Zwecke bestens geeignet. 

 
Kunst am Straßenrand:
Unter anderem entdeckten wir am Straßenrand diverse Eisenplastiken, einen Turm aus Fahrrädern und ein paar steinerne Schilder. Die Aufschrift auf der einen Steintafel konnte ich leider nicht entziffern - das Gedicht auf dem großen Schild hingegen schon - es lautet:
 
Ein Radler 
Auf dem Radweg 
beim Neusiedlersee
klagte dereinst 
Über Wadel-Weh
Man meinte
Er wäre ernstlich krank 
Dabei wollt er nur
In die Buschenschank! 
😁
 
 
Neusiedler See:
Wir fuhren auch noch an zwei verschiedene Orte, um uns den neuesten historischen Tiefstand des Neusiedler Sees aus der Nähe anzusehen. Das einstige "Meer der Wiener" ist zwar auch in der Vergangenheit schon ausgetrocknet... 
 
... "Allerdings", heißt es in diesem Artikel, "trifft uns alle im Gegensatz zur letzten Trockenperiode vor gut 150 Jahren eine kollektive Schuld. Schwankende Wasserstände sind für den See normal. Die vom Menschen mitverursachten Wetterextreme der letzten Jahre sind es aber nicht."

Boote sind hier derzeit kaum zu sehen, sie wurden von den Bootsbesitzern noch nicht zu Wasser gelassen, da niemand weiß ob sich das in diesem Jahr lohnt. 

Schwierig kann es auch für die Wasservögel werden, für die der Neusiedlersee ein wichtiges Brut- und Futterrevier darstellt. Allzu viele Vögel sahen wir diesmal nicht, bloß eine einzige Graugans (Anser anser), ein paar Möwen wie z.B. die Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) - der schwarze Kopf ist ihr "Sommerkleid" - und einige Stockenten (Anas platyrhynchos). Außerdem sahen wir noch ein paar Spatzen und Stare.

Unten noch einige weitere See-Impressionen sowie etwas "Kunst am Bau": Die Bilder, die das reetgedeckte (in Renovierung befindliche) Gebäude verzieren, erinnern stark an die Murals des 1990 viel zu jung verstorbenen Pop Art Künstlers Keith Haring.


Die direkt übereinander montierten Schilder mit der Aufschrift "Surfstrand - Baden verboten" und "Badestrand - Surfen verboten" fanden wir originell. 
 
Zum Abschluss krönten wir diesen Tag noch mit einem Besuch des Restaurants Mole West

Verlassene Anlegestellen, leckeres Essen, guter Wein und blaue Briefkästen für die Besitzer von Bootshäusern.

Ihr Lieben, so viel zu diesen beiden genussvollen Tagen mit Brigitte und Peter! Solltet ihr von der Rax oder vom Thenauriegel noch nicht genug haben, gibt es hier in meinem Blog über beide Orte noch andere Berichte zu lesen (beide aus dem Jahr 2021):

Ich habe euch auch noch von einem weiteren interessanten April-Ausflug mit unseren Freunden zu berichten - mal sehen, ob ich dieses Posting eher schaffe oder doch einen weiteren Bericht über Costa Rica 😊...

Auf jeden Fall wünsche ich euch wunderschöne Frühlings- oder Herbsttage, je nachdem, auf welcher Seite der Welt ihr euch befindet! Ich für meinen Teil freue mich, dass es hier jetzt ein paar Tage lang endlich so viel Regen gab, dass unsere Regentonne komplett aufgefüllt ist - und jetzt hätte ich bitte gerne eine Zeitlang angenehmes Frühlingswetter mit 15 bis maximal 20 Grad Celsius und sanftem Sonnenschein 🌹🌞🌷🌞🌺🌞🌼!

 Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie unsere Freundin Brigitte

Alles Liebe und bis bald 😘,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 


Freitag, 29. Oktober 2021

Italien-Reisebericht - Toskana - Ankommen und Einleben

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.

 

Ciao ihr Lieben!

Vielen Dank für all eure Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Oktoberfreuden, Oktoberfarben sowie zum zweiten Teil meines Italien-Reiseberichts - Ferrara. Heute lade ich euch dazu ein, mit uns gemeinsam an unserem Urlaubsziel anzukommen. Unser Ferienhaus befindet sich in einem Anwesen namens Cedri Alti - "Hohe Zedern" - auf einem Hügel, der zum Weiler Gavignano gehört, einem etwa 20 Einwohner zählenden Ortsteil von Bucine (Provinz Arezzo). Die nächste Einkaufsmöglichkeit gibt es in Ambra (1.247 Einwohner) - etwa 1 km entfernt und ebenfalls ein Ortsteil von Bucine.
 
Peter hatte dort für uns vier eine schöne, geräumige Unterkunft gebucht. Kommt mit, ich zeige euch einen Teil des ca. 4500 m² großen Grundstücks, auf dem sich die Natursteinhäuser BUC 170/171 und die Hausteile BUC 172/173 sowie das Sommerhaus der Besitzer befinden. Wir wohnten im größten der Ferienquartiere, Hausteil BUC 173 (ca. 85 m²) mit drei Schlafzimmern und zwei Badezimmern, siehe übernächste Collage oben links. Wenn ihr mehr über die Unterkunft erfahren wollt, klickt bitte HIER.

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Gleich vorweg, wir waren mit dem Quartier und den freundlichen Vermietern sehr zufrieden und haben uns auf Cedri Alti sehr wohl gefühlt. 

Punkteabzüge gab es lediglich für die Matratzen und die Waschmaschine. Letztere wurde von mir benötigt, weil ich absichtlich nicht so viel Kleidung mitgebracht hatte - ich wollte ja mit einem kleinen Koffer auskommen. Aber die Maschine hat leider schlecht geschleudert, die Wäsche kam klatschnass heraus. Zum Glück trocknete sie in der Toskanischen Sonne relativ rasch 😉. 

Was die Matratzen betrifft - da hatten wir schon in unserem allerersten Toskana-Urlaub Probleme: Die Betten waren damals so unangenehm weich, dass wir sogar die Tür eines nicht benützten Raumes ausbauten und unter unsere Matratze legten. Einem Online-Artikel *) habe ich entnommen, dass extrem weiche Matratzen zumindest in früheren Zeiten in Italien ganz normal waren. In Cedri Alti waren sie es auch 2021 noch. 

Bei Brigittes und Peters Bett störte zusätzlich ein "Knubbel" (vermutlich eine herausstehende Feder in der Matratzenfederung). Der Versuch, stattdessen die Matratze vom freistehenden Zimmer zu verwenden, scheiterte bzw. diese Unterlage war auch nicht besser. Und in Edis und meinem Bett war es schier unmöglich, nachts aufzustehen, ohne den anderen aufzuwecken: Einerseits verursachte man dabei laute Quietschgeräusche, andererseits wabbelte die Matratze sowohl beim Raus- als auch beim Reinklettern eine Weile sehr intensiv nach - und nach einiger Zeit rutschte man in die Mitte des Bettes, weil sich dort schon eine Grube gebildet hatte 😂.

Ebenso normal in Italien (und auch in manchen anderen Urlaubsländern) ist es, dass man in einem Doppelbett nur eine einzige große Decke bekommt, unter der es sich beide Partner bequem machen sollten. Zitat aus dem unten verlinkten Artikel: "Danach ist man allseits eingezwängt wie eine Raupe im Kokon und kann Beine und Füße kaum bewegen." Da ich weiß, dass diese Methode mit meinem Mann und mir nicht funktioniert, nehme ich mir auf Reisen immer ein Leintuch mit, in das ich mich zur Not einwickeln kann. Außerdem hatte ich ein Kopfkissen dabei, bei dem ich kein Kopfweh bekomme. Darüber war ich auch in diesem Urlaub sehr froh.

Vielleicht sind wir aber auch "Prinzessinnen auf der Erbse"? Es gab ein weiteres (sehr nettes 😊👋) Urlaubsgästepaar auf Cedri Alti, über das ich euch in der Folge noch mehr erzählen werde -  und diese beiden meinten, sie hätten keine Matratzen-Probleme. Am Ende des Urlaubs probierte Brigitte die Betten der beiden aus und stellte fest, dass sie auch nicht bequemer als unsere waren 😉...

*) Hier kommt ihr zu dem sehr amüsanten Artikel über das "italienische Schichtprinzip im Bett". Und hier noch ein weiterer Artikel über die Redewendung "unter einer Decke stecken".

Aber seien wir uns mal ehrlich - in einem Paradies wie diesem 😎🌞 schrumpfen Matratzenprobleme nach einiger Zeit zusammen. Und nach den ersten Ausflügen konnten wir dennoch schlafen, wenn auch vielleicht nicht ganz so gut wie im eigenen Bett...

Guido und Junoni:
In der folgenden Collage stelle ich euch zwei Persönlichkeiten von Cedri Alti vor, die uns gleich zu Beginn freundlich willkommen geheißen haben. Der fröhlich lachende Mann neben Peter heißt Guido und gehört zur Vermieter-Familie. (Er ist, wenn ich mir das richtig gemerkt habe, der Schwager des Vermieters, und offenbar der einzige, mit dem wir uns auf englisch halbwegs verständigen konnten.) Er zeigte uns das Haus und den Garten, erklärte uns, dass wir uns beim Kräuterbeet gern bedienen könnten (was wir im Lauf der zwei Wochen häufig taten), plauderte nett mit uns und fragte, ob wir Lust auf Wein und Pasta hätten. Oh, ja gerne 😋! Also brachte Guido uns einen Krug mit feinem toskanischem Rotwein - und etwas später eine Schüssel mit  Nudeln in köstlicher Tomaten-Kräutersauce. So schmeckt Italien!

Die zweite "Persönlichkeit" ist Junoni, die zahme Elster, über die ich euch heute noch um einiges mehr erzählen werde. Guido erzählte uns ihre Geschichte, und ich gebe sie euch so wieder, wie ich sie verstanden habe.

Fotos dieser Collage von Brigitte


Als Junoni noch nicht ganz flügge war, landete sie bei einem Flugversuch im Grillfeuer 🔥. (Ich weiß nicht, ob Junoni wirklich ein Weibchen ist, doch Guido sagte "she", also bleibe ich dabei.) Die Flammen haben sie schwer verletzt, doch sie wurde vom Vermieter gerettet und wieder gesund gepflegt. Daduch verlor sie weitgehend ihre Scheu vor Menschen. Wir glaubten herauszuhören, dass dieser Unfall im diesjährigen Juni geschehen ist und dass sie deshalb ihren Namen erhalten hat. Ihr Gefieder ist noch nicht komplett nachgewachsen, aus diesem Grund kann sie nur schlecht fliegen, und auch um ihre Augen hat sie noch einige kahle Stellen 🪶🪶. 

Guido fragte uns, ob uns Junoni stören wurde und wir verneinten. Wie ihr seht, war sie frech, neugierig und charmant zugleich. Sie bettelte um Futter, und wie wir bald feststellten, mochte sie Kekse gern, aber Käse noch viel lieber. Wenn man ihr Futter gab, brachte sie es irgendwo in sicherer Entfernung in ein Versteck, das heißt, man wurde dann eine Zeitlang von ihr in Ruhe gelassen 😉. Aber wie ihr an den folgenden Fotos erkennen könnt, war Junoni immer dabei - beim Auspacken unseres Gepäcks, beim Relaxen am Pool, beim Weintrinken, beim Pasta-Essen 🍝🦅... und wie ihr später sehen werdet, auch beim Turnen...

 

Fotos dieser Collage von Brigitte

Kaum hatten wir die Pasta auf den Tellern, saß Junoni schon auf der Stuhllehne 😅


Zum Glück sind Elstern keine Schwimmvögel, sonst hätte uns Junoni wohl bis in den Pool verfolgt. Beim Relaxen am Pool war sie allerdings sehr an unseren Weingläsern, unseren Handys und an den Laken interessiert 😉 Und Junoni erwies sich auch als sehr liebesbedürftig. Sie ließ sich zwar nicht mit den Händen streicheln - aber wie ihr im folgenden Video sehen könnt, hatte sie nichts gegen Füße, jedenfalls ließ sie sich von Edis Füßen kraulen 😁:



Toskanischer Sonnenuntergang:
Abends boten sich uns traumhafte Himmelsblicke - der Sonnenball versank hinter einem der Hügel, auf die man von Cedri Alti aus blicken kann, und hüllte sich dabei in die schönsten Farbschattierungen. Wir konnten uns kaum sattsehen:

Fotos dieser Collage von Brigitte

Der nächste Tag:
Der 13. September 2021 war ein Montag - Zeit für unsere ersten Lebensmitteleinkäufe. Denn zumindest teilweise würden wir uns in diesem Urlaub selbst versorgen. (Manchmal wollten wir uns natürlich auch in Restaurants durch die wunderbare Küche der Umgebung durchprobieren.) 
 
Lino von Il Trenino:
Auch toskanischen Wein wollten wir gerne kaufen. Der Rotwein, den uns Guido am Ankunftstag gebracht hatte, schmeckte uns sehr gut, also fragten wir ihn, wo wir noch mehr Wein von dieser Art kaufen könnten. Deshalb stellte Guido für uns einen Kontakt zu seinem Freund Lino her, einem Wein- und Olivenbauern aus der Umgebung. Auf seinem Gutshof Il Trenino kann man übrigens ebenfalls Ferien machen - umgeben von vielen, vielen Tieren. 

Fotos dieser Collage von Brigitte

Lino spricht zwar ausschließlich italienisch, doch Guido hatte ihm am Telefon erklärt, dass wir Wein kaufen wollten, und im übrigen konnten wir uns mit ihm gut mit Händen und Füßen unterhalten. Letztendlich erstanden wir mehrere Liter Rotwein, außerdem Likör und frische Eier - und wir bekamen eine Führung durch das Anwesen, wo wir auch mit Linos Tieren Bekanntschaft machten. Denn auf Il Trenino leben unter anderem mehrere Hunde, Schildkröten, Gänse, Hühner - und ein Wildschwein namens Susi.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Fotos dieser Collage von Brigitte
 
Ambra:
In Ambra gibt es mehrere Lebensmittelläden. Hier besorgten wir Brot und Nudeln, Fleisch, Wurst und Schinken, Käse, Milch, Obst und Gemüse.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Außerdem streunten wir durch die kleine Ortschaft mit ihren schmucken alten Steinhäusern, bewunderten einige Türen und Tore - und ein schwarzweißes Kätzchen ließ sich von mir anlocken und kraulen. 

Fotos dieser Collage von Brigitte
 
Fotos dieser Collage von Brigitte - Oben rechts seht ihr den Palazzo Paladini, ein Bauwerk aus dem späten 18. / frühen
19. Jahrhundert, das einst im Besitz der Familie Paladini war, einer reichen einheimischen Familie.

Fotos dieser Collage von Brigitte
 

Gymnastikstunde (mit Junoni 😂):
Wenn man immer lascher und unbeweglicher wird, nennt man das im Wienerischen "versulzen". Weil wir nicht versulzen wollen, treiben sowohl Edi und ich als auch Brigitte und Peter regelmäßig Gymnastik. Und so  haben wir beschlossen, auch im Urlaub Morgengymnastik zu machen, sofern sich die Gelegenheit dazu ergibt. Den Vormittag hatten wir zwar mit Einkaufen verbracht, aber danach war Zeit, um ein wenig zu turnen. Und so bereiteten unsere provisorischen Hanteln (mit Wasser gefüllte Plastikflaschen) und Stretchbänder vor, breiteten wir unsere Badetücher aus, ich hatte außerdem mein Handy dabei, auf dem sich meine Gynastik-App befindet, und Musik brachten wir ebenfalls mit.
 
Kaum hatten wir alles aufgebaut, war auch schon Junoni zur Stelle 😁...

Fotos dieser Collage von Brigitte

Ich hoffe, ihr könnt euch das Video ansehen, das Brigitte von Junonis Schelmenstücken angefertigt hat, während wir Gymnasik zu machen versuchten. (Also nunja, Brigitte hat da natürlich weniger geturnt und mehr gefilmt 😉😊)
 

 


Später klaute mir Junoni dann auch noch den Ständer meines Handys, haute damit ab und wollte ihn offenbar wie ihr Futter verstecken. Der Spruch von der Diebischen Elster ist also keineswegs nur so dahergesagt 😉 (Wir haben den Ständer wiedergefunden, aber ich glaube, ich habe ihn dann trotzdem irgendwo verlegt. Zur Zeit weiß ich jedenfalls nicht, wo er ist... Vielleicht weiß es ja die Elster?) 

Junoni war also ein lustiger und liebenswerter, aber auch ein etwas lästiger Vogel. Sehr keck, immer um Aufmerksam heischend. Wir waren neugierig, ob uns im Laufe des Urlaubs noch ein paar Tricks einfallen würden, um Junonis Frechheiten in den Griff zu bekommen. 

Darüber brauchten wir uns dann aber doch keine allzu großen Gedanken mehr zu machen: Ich habe vorhin das andere Urlaubsgästepaar erwähnt. Die Frau, Marion, erzählte uns, dass sie unter einer Vogelphobie leidet - es macht sie unter anderem panisch, wenn es um sie herum flattert. Da ist eine aufdringliche junge Elster natürlich eine heftige Herausforderung. 

Ein paar Tage lang versuchte Marion, Junoni auszuhalten, aber sie konnte weder den Pool genießen noch die Terrasse vor  ihrem Ferienhaus, weil Junoni dort immer wieder auftauchte. Das machte sie fix und fertig. Auch wenn ihr die Elster leid tat, fragte sie Guido deshalb schließlich, ob es möglich sei, Junoni wegzusperren, und das wurde umgehend veranlasst. Auch wir bedauerten Junoni, aber wir konnten Marion verstehen. Schließlich sollte auch sie in ihrem Urlaub entspannen können und nicht ständig in Panik versetzt werden.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Und so war unsere Bekanntschaft mit Junoni nur von relativ kurzer Dauer. Wir hoffen dennoch, dass sie ein gutes Vogelleben führen kann. Wir versuchten von Guido zu erfahren, was mit der Elster während des Winters gemacht wird, denn wir können uns nicht vorstellen, dass sie in der Lage ist, allein Futter zu suchen. Guido erklärte uns, dass sein Schwager diesen Vogel liebt, aber etwas Genaueres wusste er offenbar auch nicht. Drücken wir also die Daumen, dass eine gute Lösung für Junoni gefunden wird!

 
Nun wünsche ich euch noch gute Allerheiligen-Tage 
bzw. fröhliche Halloween-Feiern sowie einen angenehmen Start in den November! 
Ganz herzliche Rostrosengrüße!

Ciao & Arrivederci,

🌿  T  r  a  u  d  e 🌿

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,

 

PS:  
Danke an alle, die mir zu meinem vorigen Blogbeitrag geschrieben haben, dass sie versuchen werden, die Serie Vienna Blood anzusehen! 😊 Dazu habe ich noch einen Hinweis an alle, die das Österreichische Fernsehpogramm nicht sehen können, aber das Deutsche schon: Während die 2. Staffel im ORF2 Ende Oktober startet und die Folge "Vor der Dunkelheit" mit Edi in seiner Mönchs-Komparsenrolle am 1. November um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, geht es im ZDF offenbar erst gegen Ende November weiter. 
Heidi hat mir geschrieben, dass die ersten beiden Folgen der neuen Staffel "am 21.11.21 und am 28.11.21, im ZDF um 22.15 Uhr ausgestrahlt" werden. Ich nehme an, dass die dritte Folge - die mit den Mönchen - dann eine Woche danach - also am 5. Dezember um 22.15 Uhr im ZDF gezeigt wird. (Leider konnte ich es bisher aus dem Internet nicht erfahren, hoffen wir also, dass das so stimmt...)