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Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstliebe: Fotospaziergang in Beerentönen

Servus ihr Lieben! 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Im September zeigte ich euch HIER einige Fotos von Walkingrunden durch den
Lainzer Tiergarten. Heute bekommt ihr weitere Fotos von dort von einem anderen sonnigen
September-Tag zu sehen. An diesem Tag hatte ich die Walkingstöcke daheim gelassen, weil
ich mal wieder Lust auf Fotos aus der Nikon und nicht aus dem Smartphone hatte.


Die Brombeer-Brosche war von vielen Jahren ein Geschenk von Marianne-Oma; die echten Beeren wuchsen am Lainzer Waldrand.  
Verlinkt bei Rot ist die Welt!


Die Kleidung, die ich an diesem Tag trug, hätte auch gut zum September-Thema der
Modischen Matronen*) gepasst, das lautete nämlich "Von der Natur inspiriert", doch ich
bin aus verschiedenen Gründen am "Hinterherhinken", und deshalb bekommt ihr meinen
"Brombeer-Look" erst jetzt im Oktober zu sehen. Und was den Rest betrifft - lasst euch
doch einfach von mir auf einen Herbstspaziergang mitnehmen...

:) Wer die "Modischen Matronen" noch nicht kennt - hier findet ihr sie: Beate, Natalia und Tina.


Die Jacke und das Fransen-Halstuch, die ich über meine Brombeer-Kombi anzog
Herbstzeitlosen und Auerochsen, auch "Ur" genannt

Bei Auerochsen handelt es sich um die Stammform des Hausrinds; diese wurde zu Beginn des
17. Jahrhunderts ausgerottet. Im frühen 20. Jahrhundert jedoch wurden die urtümlichen Rinder
im Lainzer Tiergarten zurückgezüchtet und weiden hier nun wie in alter Zeit.






Mufflons (die Vorfahren unserer Hausschafe), Damwild (das ursprünglich aus Vorderasien 
stammt), Rothirsche, Rehe ... grasen hier auch. Und zwar zum Teil in geräumigen Gehegen, zum
Teil in freier Wildbahn. Ich habe von Bestrebungen gehört, dass nach und nach sämtliche Tiere
 aus dem Lainzer Tiergarten in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Wie weit diese Pläne
inzwischen gediehen sind und ob etwas daraus wird, weiß ich allerdings nicht. Mehr über die
Tiere im Lainzer Tiergarten HIER.



Das im oberen Bild etwas schiefe, kecke und unten freundlich-fotogene Grinsen dieses Mufflons fand ich sehr charmant!


Die einzigen Bäume, die an diesem Tag schon so richtig zu "herbsteln" schienen, waren die
Kastanien, die von der Miniermotte ziemlich heftig in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ich 
kann mich noch gut an die gesunden, kraftstrotzenden Kastanienbäume meiner Kinderzeit 
erinnern...




Eine Runde um die Hermesvilla musste auch wieder sein... Diesmal zeige ich euch den
Namensgeber des Schlosses, den "Götterboten Hermes" mit seinen Flügeln an Schuhen und
Helm, etwas näher als beim letzten Mal.




Könnt ihr euch noch erinnern, dass ich euch in meinem letzten Lainzer-Tiergarten-Post
erzählt habe, dass neben Bienen und Hummeln auch Wespen und Hornissen unter Naturschutz
stehen und nützliche Bestäuber sowie Vertilger von Mücken- und Fliegenlarven sind? Diesmal
sah ich eine ca. drei Zentimeter große Hornisse am Waldrand umherfliegen und schaffte sogar
zwei ziemlich scharfe Fotos von ihr:





Hier unten zeige ich euch noch eine weitere Variante des "Brombeer-Looks" - mit derselben
Bluse und anderen "Zutaten". Jetzt ist es zum Glück wieder kühl genug, um z.B. zwei Röcke
übereinander zu tragen. Ich liebe den Lagenlook - und ich liebe den Herbst!




Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
zu Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit  
und Sabines Aktion Outfit des Monats. 
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.
Und meine erste Collage verlinke ich bei Rot ist die Welt!

Herzlichen Dank auch für eure lieben Zeilen zu meinem letzten Reiseberichts-Beitrag
Island-Kreuzfahrt Teil 6 - Polarkreisüberquerung und Walbeobachtung bei Húsavík
- bald schon geht es mit dem Reisebericht weiter!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Dienstag, 26. September 2017

Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September

Servus ihr Lieben! 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Heute möchte ich euch unter anderem Fotos von vier Ausflügen zeigen, die wir (oder ich allein)
unternommen haben. Die Fotos sind allesamt mit unseren Handys fotografiert; mit der großen
Kamera ginge es natürlich besser, aber die war aus Gründen der Bewegungsfreiheit nicht dabei -
ich bitte euch also um Nachsicht. Hier gleich mal die ersten Bilder von einer kleinen September-
Wanderung zusammen mit Herrn Rostrose:


1) Ausflug auf den Harzberg:


Obwohl wir nicht weit von Bad Vöslau entfernt wohnen, 
waren wir bisher noch nie auf dem Harzberg. Und eigentlich war das auch diesmal nicht geplant - 
ursprünglich wollten wir wieder einmal eine Wanderung zur Vöslauerhütte machen, wie hier in
diesem Posting von 2015 beschrieben - aber dann disponierten wir einfach um und probierten
etwas Neues aus. 

Und wir staunten nicht schlecht, als wir oben ankamen, denn beim Schutzhaus am Harzberg gibt
 es nicht nur schmackhaftes Essen, eine Schnitzel- & Pommes-freie Zone, selbstgebrautes Bier
sowie einen Aussichtsturm, sondern auch ein großes Gehege mit entzückenden Rotnackenkängurus
(Bennett-Wallabys) und ihren Jungtieren.




Auf dem Selfie oben seht ihr, dass ich bei dem Ausflug mein "Matrosen-Shirt" trug, in dem ich
 euch HIER (zu meiner großen Überraschung) so gut gefallen habe. Diesmal seht ihr es nicht in
Kombination mit der weißen Leinenhose, sondern mit der selbstgefärbten in Marineblau.


Nachträglich bin ich hiermit auch beim Oktober-Thema der Modischen-Matronen Tomboy/Dandy/Garconne dabei!


Das ist jene Hose, die ich vor dem Färben nicht gut eingeweicht hatte, weshalb der Stoff die Farbe
auf dem rechten Oberschenkel nicht so gut angenommen hat. In der folgenden Collage seht ihr die
Hose noch so, wie sie aus dem Färbebad gekommen ist. Das wirkte für mich jedoch irgendwie
nach "Ich will, aber ich trau' mich nicht": Wenn die Hose schon auf einer Seite anders aussah als
auf der anderen, dann aber richtig!


Das wein- oder rostrote Shirt unter der Bluse ist übrigens auch eins von den selbst gefärbten Stücken.

Wie versprochen zeige ich euch nun, welches "Manöver" mir dazu eingefallen ist. Man kann 
sagen, es war eine typische Rostrosen-Spontan-Aktion: Jetzt oder nie! Mein erster Plan war,
mit Stofffarbe etwas draufzupinseln. Es stellte sich heraus, dass ich nur noch goldene Stofffarbe
übrig hatte. Egal, dann nehmen wir eben die! Nachdem ich damit schon ein paar Sterne und 
Punkte auf die Jeans gepinselt hatte, stellte ich fest, dass das Gold darauf viel zu knallig aussah. 
Und hatte natürlich keine Ahnung, ob und wie man so 'ne Farbe wieder rauskriegt. 

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Okay, dann darf sie eben bleiben, aber nur als "Hintergrundmelodie" 😉... Ich 
bearbeitete die Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann
schraffierte ich mit Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und 
dann bügelte ich meine letzten Sterne drüber - die gleichen Sternchen, die ich auch für meine
 Blusen-Reparatur verwendet hatte. Bei den Hosen-Detailaufnahmen in der folgenden Collage
 habe ich den Kontrast stark verändert und auch die Farben hervorgehoben, damit ihr die 
Pinseleien besser sehen könnt. In Wirklichkeit sind die Sterne schwarz und grau und das 
goldene Gepinsel ist zwar noch zu sehen, aber nur sehr dezent. So gefällt mir das jetzt!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


2) Ausflug zur Hermes-Villa im Lainzer Tiergarten:


Dieser Ausflug liegt zwar schon ein Stückerl zurück, aber bisher habe ich es nicht geschafft,
euch die Fotos davon zu zeigen. Also hole ich das hiermit nach. Die schöne Hermesvilla - das
Schloss der Kaiserin Elisabeth - liegt inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes
 Lainzer Tiergarten, und hier konnte nicht nur Sisi ihre Ausritte unternehmen, hier zieht's ab
und zu auch Frau Rostrose zu einer nachmittäglichen Walkingrunde hin.




Wenn man einem bestimmten Weg in der Nähe des Schlosses folgt,
kommt man zu einem Hinweisschild "Achtung! Bienenvolk". Wie man einer Schautafel entnehmen
kann, gibt es in Wien 5.200 Bienenstöcke mit rund zwei Millionen Honigbienen; von der Stadt Wien
bewirtschaftete Wiesen, Felder und Waldflächen werden bewußt bienenfreundlich gestaltet. So auch
jene im Lainzer Tiergarten. Unter anderem leben die Bienen dort in den Überresten eines hohlen
Baumes, den man extra für sie aufgestellt hat, und auch ein ganz einfaches, aber großes
Wildbienenhotel steht für zahlreiche Gäste bereit.




Oben seht ihr auf dem Foto der Schautafel das Stück einer Bienenwabe. Unten seht ihr den
wabenförmigen Bau eines anderen staatenbildenden Insekts (das allerdings nicht ganz so beliebt
ist wie Bienen): ein verlassenen Wespennest, das ich in unserem Garten fand. Ein kleines, zartes
Kunstwerk ... geschaffen aus morschem, trockenem Holz, das von den Wespen zu Kügelchen zerkaut
wurde. (Denn anders als Bienen können Wespen kein Wachs zum Bau von Waben produzieren. Die
sechsseitigen Einzelwaben entstanden also aus einer Art Papierbrei. Ich würde mal sagen, das ist
hohe Kunst!)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Leider haben Wespen ein Imageproblem. Das hat wohl damit zu tun, dass manche Wespenarten vor
allem im Spätsommer zu "Plagegeistern" werden, wenn man gemütlich draußen sitzen und jausnen
will. Und ja, manche Wespenarten stechen auch. Ich wurde heuer ebenfalls gestochen, denn wir
haben derzeit ein Wespennest in unserem Kompost-Container. Und ja, es war unangenehm, da hilft
auch das Wissen nichts, dass von den rund 750 bekannten Wespenarten nur 12 schmerzhaft stechen.
Und dass das Gift von Bienen zehnmal stärker wirkt. Wie auch immer, ich bin zum Glück nicht
allergisch, aber trotzdem hält sich mein Bedürfnis, häufiger gestochen zu werden, in Grenzen. Ich
habe unseren Biomüll dann lieber auf dem Kompost- und Grünschnitthaufen daneben entsorgt und
die Wespen in Ruhe gelassen.





Denn was viele nicht wissen (oder nicht beachten): 
Wespen stehen (wie auch Bienen, Hummeln und Hornissen) unter Naturschutz - und außerdem 
sind Wespen nützlich! - sowohl als sehr eifrige Vertilger von Mücken- und Fliegenlarven als 
auch als Bestäuber zahlreicher Pflanzen! Im Sinne des Umweltschutzes sollten wir also auch 
weniger beliebte Tiere wie die Wespen schützen.  HIER und HIER könnt ihr mehr über diese 
"verkannten Genies" und ihre besonderen Talente lesen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Das Muster auf meinem Tunikashirt ist nicht ganz so regelmäßig
wie Bienen- oder Wespenwaben, aber es hat mich dennoch immer daran erinnert - vielleicht auch
wegen der Honig-gelben Farbstimmung. An manchen Stellen erinnert mich das Muster hingegen
eher an die Schuppen einer Echse. Wie auch immer, beides ist Natur, und somit verlinke ich die
beiden folgenden Kombinationen bei den Modischen Matronen Beate, Natalia und Tina und ihrem
September-Thema "Von der Natur inspiriert". (Beide Kombis habe ich übrigens auch in der Natur 
getragen, nämlich zum Walken nach dem Büro.)

 
Kombi Nr. 1 mit krempelbarer Dreiviertelhose in Taupe
Kombi Nr. 2 mit "Hochwasserhose" in hellem Ocker oder dunklem Beige
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


3) Noch eine Walkingrunde im Lainzer Tiergarten:

An einem herrlich himmelblauen und warmen Tag im September war ich abermals im  
Lainzer Tiergarten. Die Wiesen rund um die Bienenstöcke sind mittlerweile abgemäht, aber es gibt
noch reichlich andere Wiesen und Waldränder, wo einiges blüht - zum Beispiel die Herbstzeitlosen.
Die sind zwar giftig, aber für Bienen kein Problem. Dieser Teil des Wienerwalds hat übrigens noch
weit mehr Wege zu bieten als die in unmittelbarer Umgebung der Hermesvilla. Und es gibt dort auch
Tiere zu sehen (wie die Bezeichnung "Tiergarten" schon sagt 😉):




Nach dem Walken gönnte ich mir im sonnigen Gastgarten des Restaurants
in der Hermesvilla einen Imbiss und eine Erfrischung. Am Nebentisch saßen zwei junge Damen,
die Himbersaft und Cola tranken - und von Plagegeistern umschwärmt wurden: den oben erwähnten
Wespen, die gerade im Spätsommer und Frühherbst sehr auf Süßigkeiten fliegen. Ich selber trank
Mineralwasser und aß ein kleines Gulasch. Nichts Süßes also an meinem Tisch - und keine einzige
Wespe verirrte sich zu mir...

Manchmal, wenn wir im Garten sitzen und Wespen an unseren Tisch kommen, legen wir übrigens auf eine entfernte Ecke
des Tisches ein winziges Stück jener Speise, die die Tiere offenbar angelockt hat. Davon dürfen sie dann naschen - das tun 
sie normalerweise auch und lassen uns somit in Ruhe. Angeblich helfen auch überreife Trauben, die man ein Stück vom 
Tisch entfernt hinlegt, als Ablenkungsmanöver.



4) Walkingrunde im Doblhoffpark:

An einem wettermäßig eher durchwachsenen Septembertag hatte ich im nahegelegenen hübschen
Biedermeierstädtchen Baden zu tun und verband das Praktische gleich mit dem Nützlichen. Ich nahm
meine Walkingstöcke und zog zunächst im Doblhoffpark ein paar Runden. Hier gibt es nicht nur
einen Teich mit einer Insel, auf der eine stolze Trauerweide Schutz für zahlreiche Enten bietet, und
viele Rosenbeete zu sehen, sondern auch eine prachtvolle, mächtige Ahornblättrige Platane!




Die Platane ist zu ihrem Schutz eingezäunt, und das finde ich gut, denn über die Dummheit und
Ignoranz mancher Menschen haben wir ja inzwischen schon genug gehört (man erinnere sich
beispielsweise an eine zweitausendjährige Welwitschie in Namibia, die von Campern mutwillig
angezündet wurde...)

Während ich im Doblhoffpark unterwegs war, fing es leicht zu regnen an. Ich ließ mich dadurch
 aber nicht aufhalten. Zwischendurch blieb ich stehen, um mir ein paar der schönen Rosen im
Rosarium des Parks anzusehen und an ihnen zu schnuppern. Besonders fasziniert war ich vom
Geruch der Teehybride Duftrausch, einer Züchtung aus dem Jahr 1986. Die würde mir auch
aufgrund ihres kräftigen Rosa-Tons gefallen. Im Vorjahr haben wir ja in Tulln zwei Rosen gekauft
(ich habe euch HIER darüber erzählt), aber so richtig durchstarten wollten die im heurigen
superheißen Sommer nicht...  während die Badener Park-Rosen den ganzen Sommer hindurch 
schön waren und auch jetzt noch eifrig blühen.





Irgendwann hörte das Nieseln wieder auf und ich verlängerte meine Walkingrunde in die
Villengegend von Baden. Unten rechts seht ihr ein Detail der schönen Jugendstilgebäude, danach
habe ich nicht mehr weiter fotografiert, ich wollte ja vor allem meine Beine bewegen. Aber HIER
könnt ihr euch ein paar Foto-Beispiele der dortigen Villen ansehen.




Ich danke euch sehr für euren heutigen Blogbesuch sowie für euer bisheriges Interesse an 
meinem Reisebericht, bei dem's in Richtung Island geht - doch im Moment treiben wir uns 
(virtuell!) noch in Schottland herum 😉 und werden da in meinem nächsten Beitrag ein Castle, 
eine traumhafte Gartenanlage und einen historisch wichtigen Ort besichtigen.  

In meinem Septemberbeitrag von ANL geht es um das wichtige Thema Mikroplastik. Ihr
könnt dort noch bis zum Abend des 1. Oktober eure eigenen umweltfreundlichen, achtsamen,
nachhaltigen Beiträge verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung
eines Produkts, das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann - Kommentar unter dem
ANL-Posting genügt, und ihr seid im Lostopf drin. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr
unter meinem Beitrag über umweltfreundliches Wäschewaschen ebenfalls eure nachhaltigen
 Ideen und Projekte verlinken.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life
zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. und zu fix it - reparieren ist nachhaltig von Maria Widerstand,
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe und zu ihrer Aktion Mein Freund, der Baum
Und außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Mittwoch, 16. Juni 2021

Zwei Habsburger-Schlösser und ihre Parks

Servus Ihr Lieben,

 👑👑👑

ganz herzlichen Dank für eure wunderbaren Kommentare zu meinem Blogbeitrag über die Nexinger Schweiz, den einzigartigen Muschelberg und den dortigen Fischteich! Wie letztens schon erwähnt, komme ich kaum mit dem Erzählen nach. Deshalb versuche ich in mein heutiges Posting zumindest anderthalb Ausflüge hineinzupacken.

In den letzten paar Wochen haben wir zusammen mit unseren Freunden Brigitte und Peter die Parks von zwei Schlössern besucht, die einst im Besitz des Fürstengeschlechtes der Habsburger waren. (Schlösser und Villen der Habsburger habe ich euch schon öfter mal in meinem Blog gezeigt, z.B. die Kaiservilla in Bad Ischl, das Jagdschloss in Mayerling oder das Schloss Schönbrunn.)

Der erste unserer diesjährigen Habsburger-Schloss-Ausflüge fand im Mai statt, der zweite knapp einen Monat später. (Die Bilder, wo ich drauf zu sehen bin, stammen wieder hauptsächlich von Brigitte, und ein paar der Blumenfotos auch...) 

 

 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

👑👑👑
 
1. Ausflug: 10. Mai 2021 - Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ...
... habe ich euch in meinem Blog auch schon mehrmals gezeigt - z.B. in diesen beiden Posts: KLICK und KLICK. Es gibt mehrere Tore, durch die man den Park betreten kann - normalerweise wählte ich das Lainzer Tor. Diesmal entschieden wir uns auf Anregung unserer "Ausflugsberaterin" Brigitte für das St. Veiter Tor, und so lernte ich den Park mal von einer anderen Seite kennen.
 
Auf dem Weg vom St. Veiter Tor zur Hermesvilla

Nach einer kurzen Wegstrecke erreichten wir schon das Jagdschloss, das Kaiser Franz Joseph I. einst seiner Ehefrau Sisi - also Kaiserin Elisabeth - schenkte. Wenn ihr mehr zur Geschichte der Hermesvilla wissen wollt, findet ihr HIER Informationen; falls ihr Lust habt, weitere meiner Fotos vom Schloss zu sehen, klickt bitte auf die obigen Links.

 

Es begeisterte uns, dass so früh im Jahr auf der Südseite der Hermesvilla bereits dieser wunderschöne gelbe Rosenbusch blühte. Brigitte fand heraus, dass es sich offenbar um eine chinesische Goldrose (Rosa hugonis) handelt:  

"Das chinesische Goldröschen, das schon Anfang Mai sein Blütenkleid zeigt, kam 1899 als Samen aus China nach Großbritannien und fand im letzten Jahrhundert eine große Verbreitung in Gärten und Parks."

Nicht nur das Jagdschlösschen selbst ist sehenswert, sondern auch die einstigen Stallungen und Wirtschaftsgebäude dahinter. Im Durchgangsbereich von einem dieser Gebäude entdeckten wir eine riesige Baumscheibe (siehe folgende Collage unten). Brigitte wollte wissen, um welchen Baum es sich handelt, und schrieb daher an die Forstverwaltung, die jetzt für den Lainzer Tiergarten zuständig ist. 

So erfuhren wir, dass "es sich um eine über 400 Jahre alte Eiche (437Jahre) aus dem Lainzer Tiergarten, Bereich Schottenwald (Nähe zur Hubertuswarte) handelt welche 1986/87 gefällt wurde. Anhand der Jahresringe kann man das Alter des Baumes sehr gut feststellen, weiters geben die Ringbreiten Auskunft über die Lebensbedingungen. Schmale Ringe deuten auf Probleme hin, etwa Trockenheit oder Schädlingsbefall, bei breiten Ringen ging es dem Baum gut."

Wie alt die mächtige Formschnitt-Eibe ist, die ihr in der nächsten Collage seht, wissen wir leider nicht, aber es ist möglich, dass sie auch schon seit Sisis Zeiten den Bereich vor den Wirtschaftsgebäuden schmückt. Man kann in diesen Baum durch einen Spalt im grünen Nadelkleid "eintreten", er bietet ein gutes Versteck und theoretisch könnte man sich darin wohl auch einen stillen Leseplatz einrichten 😊...

Ein anderer alter Baum hat die Zeit leider nicht überdauert - er wurde hohl. Doch die Forstverwaltung ließ sich etwas einfallen, und machte aus dem Stumpf des alten Baumes ein "Zapfen-Werf-Spiel". Edi und ich haben es ausprobiert - und natürlich war jeder Schuss ein Treffer 😁.

Wir gingen weiter zu dem Bienenstock im hohlen Baum, den ich Brigitte unbedingt zeigen wollte. Wie immer, herrschte dort ein reges Summen und Brummen. Dem Info-Schild kann man entnehmen, dass es in Wien 5.200 Bienenstöcke mit rund zwei Millionen Honigbienen gibt.

Auf einem Schild werden Wissensfragen gestellt, ein anderes Schild informiert über den Lebensraum Trockenmauer (übernächste Collage) und auch bei jedem der Jungbäume hängt eine Tafel - hier erfährt man, welcher Berühmtheit der jeweilige Baum gewidmet ist - so zum Beispiel Adolf Loos, der als einer der Wegbereiter der modernen Architektur gilt. (Von mir aus hätte Herr Loos den Weg nicht bereiten müssen - mir gefallen alte Häuser zumeist besser.)

Im Hohenauer Teich sahen wir einige Stockenten und außerdem ein paar riesige Karpfen. Brigitte fand ein Stückchen Brot am Teichrand, warf es ins Wasser, und dieser vorwitzige Fisch schnappte es sich 🐟😊:

In der Nähe des Teichs gibt es einen Tisch mit Bänken, wo wir den Ausflug mit einer Jause ausklingen ließen. Brigitte hatte Erdbeer-Rhabarber-Kuchen gebacken und sogar Schlagobers mitgebracht, dazu gab's Kaffee aus der Thermoskanne. Das Damwild im Gehege gegenüber hielt währenddessen ein Verdauungs-Nickerchen im Schatten eines Baumes.

 
👑👑👑
 
2. Ausflug: 8. Juni 2021 - Schloss Eckartsau im Marchfeld:
Den Besuch dieses Schlossparks haben wir einmal mehr unserer "Ausflugsberaterin" Brigitte zu verdanken. Genau genommen, war dieser Parkbesuch nur Teil eines Tagesausflugs, der uns zuerst in die Stopfenreuther Au führte und als letzten Programmpunkt auch noch in das Landschaftsschutzgebiet Donaustadt. Weil dabei Unmengen von Fotos entstanden sind,  bekommt ihr heute nur den Schlosspark-Teil zu sehen, und der Rest folgt ein andermal.

 
Das Schloss Eckartsau gelangte durch Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, dem Gatten von Kaiserin Maria Theresia, in den Besitz der Habsburger. In die Geschichtsbücher ging es als letzter inländischer Wohnort des letzten österreichischen Kaisers (Kaiser Karl I.) nach seinem Regierungsverzicht im November 1918 ein. (Wenn ihr mehr über die Geschichte des Schlosses wissen wollt, klickt bitte auf den obigen Link.)

Hier sind alle Fotos von Brigitte 😊
 
Der Weg zum Schlossportal ist von niedrigen Spalier-Apfelbäumen gesäumt, auf denen bereits eine Vielzahl kleiner Äpfelchen wachsen. Rund um das Schloss liegt ein Garten mit Formschnittgehölzen, wunderbar duftenden Rosensträuchern, Storchschnabel, Katzenminze, Salbei und zahlreichen anderen insektenfreundlichen Blüten. Brigitte war sehr davon angetan, dass mein Shirt so gut mit den Farben der Rosen harmonierte 🌹😁. Während wir "Mädels" in Blütenträumen schwelgten, führten unsere Männer wieder einmal angeregte Männergespräche (siehe übernächste Collage) 😉.

 Für Novas Linkup T > in die neue Woche habe ich mehrere Tore des Schlosses gesammelt

 
Auch einen romantischen Hochzeitspavillon gibt es beim Schloss Eckartsau. Ein Schild weist darauf hin, dass er nicht als Picknick- oder Kinderspielplatz verwendet werden soll 😊...
 

 
Da der Park nur in unmittelbarer Schlossnähe ein eher "typischer" Schlossgarten mit kurz geschnittenem Rasen ist - und ansonsten sehr natürlich angelegt - bietet er zahlreichen Arten Lebensraum. In den ungemähten Wiesen wachsen derzeit vor allem viele Skabiosen, die von Bienen gern angenommen werden.

In einem Beet beim Hochzeitspavillon entdeckte Herr Rostrose einen Grasfrosch (Rana temporaria) und fotografierte ihn.
Für Juttas Linkup Close to the Ground
 
Wir staunten, dass hier im Juni der Flieder noch blühte! In unseren Gärten war er schon längst verblüht...

 
Im Park gibt es auch viele alte Bäume, hauptsächlich heimische Gehölze wie z.B. die prächte Rotbuche oben links, einige von ihnen sind aber auch Exoten, die von den Habsburgern gesammelt wurden.
 
Wie schon im Lainzer Tiergarten, gibt es auch im Schlosspark von Eckartsau einen hohlen Baum - hier ist es allerdings nicht der Stumpf, sondern der mächtige Stamm, der von Kindern auch gern zum Darauf-Herumklettern benützt wird. Brigitte meinte, wir würden daneben wie Gartenzwerge wirken 😁 Die knorrige Holzbrücke führt über ein Feuchtbiotop.
 
 
 
Für Heidis Himmelsblicke-Galerie habe ich ein paar Wolken dieses himmelblauen Tages in dieser Collage zusammengefasst, und für Novas Glockentürme-Sammlung habe ich die Türme der Katholischen Pfarrkirche Eckartsau (St. Leonhard) hinzugefügt.


Hier seht ihr, wie die Kirche im Inneren aussieht - der Kern des Kirchenbaus stammt aus dem 14. Jahrhundert; im 18. Jahrhundert wurde die Kirche barockisiert. 
 
 
Auf dem Rückweg zu unserem Wagen kamen wir u.a. an diesem "Gib-8" (Gib Acht!)- Schild vorbei - mein Lieblingsschild dieses Tages für Artis Schilderwald:


Damit war der "habsburgerische Teil" unseres Ausflugs vom 8. Juni vorüber - über die beiden anderen "Programmpunkte" jenes Tages (Stopfenreuther Au und Landschaftsschutzgebiet Donaustadt) erzähle ich euch bei nächster Gelegenheit. Ich hoffe, ihr seid gern mit uns durch diese beiden gepflegten und dennoch weitgehend naturbelassenen Schlossparks spaziert und hattet Freude an unseren Bildern.
 
Im Baumschatten vom Park in Eckartsau hängen ein paar gemütliche und attraktive Schaukelkörbe, 
die wir natürlich ausprobieren mussten.

 
👑👑👑

Für die meisten, die auf der Nordhalbkugel leben, hat jetzt der "richtige" Sommer mit wärmeren oder gar heißen Temperaturen begonnen - nützt sie und schätzt sie, so gut es geht. Wenn die Hitze manchmal zu groß erscheint, versucht eure Unternehmungen in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen ... oder in den Wald: Wusstet ihr schon, dass Bäume perfekte „Klimaanlagen“ sind? Unter einem großen Baum kann die Luft um bis zu 15 Grad kühler sein als die gemessene Umgebungstemperatur! Das liegt nicht nur an seinem schattenspendenden Blätterdach, sondern auch an seiner Transpiration.
 
In diesem Sinne: 
Lasst eure Seelen unter Bäumen baumeln! 😊
🌲🌴🌳

Alles Liebe,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,