Servus ihr Lieben!
Ja, ihr lest richtig, wir waren schon wieder unterwegs - und abermals war es (unter anderem) eine Blüten-Wanderung. Das ist nämlich etwas, das wir in Österreich zum Glück auch im strengeren Oster-Lockdown tun durften: Raus in die Natur, Sport, Bewegung im Freien. Im März habe ich euch über unseren Ausflug zur Dirndl-Blüte ins Pielachtal erzählt, heute möchte ich euch gerne in die Wachau mitnehmen - denn dort blühen jetzt gerade die Marillen (Aprikosen). Und diese Blütenwolken sind ein wunderschöner Anblick - überhaupt bei blauem Himmel und Sonnenschein.
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Die Kulturlandschaft Wachau (mit Betonung auf dem „au“ in der letzten Silbe 😊) wurde im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen. Und das zu Recht, denn das Gebiet entlang der Donau ist von beachtlicher landschaftlicher Schönheit und hat auch in historischer und architektonischer Hinsicht einiges zu bieten.
Im August 2019 unternahmen wir eine herrliche Wachau-Schifffahrt von Krems nach Spitz und wieder zurück - ich habe euch HIER darüber erzählt. Und dem Stift Melk mit seiner atemberaubenden Bibliothek und dem entzückenden Pavillon widmete ich im Jahr 2010 zwei Beiträge - HIER könnt ihr euch diese steinalten Rostrosen-Postings ansehen.
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| Mein Freund, der (Marillen-)Baum - für Astrid! |
Diesmal trieb es uns nach Krems-Angern, denn dort gibt es einen Marillen-Erlebnisweg - und der ist natürlich zur Zeit der Blüte besonders sehenswert. HIER könnt ihr einiges über diesen Erlebnisweg lesen, der entlang alter Marillengärten und malerischer Weinhügel führt, und außerdem etwas über die Wachauer Marillen erfahren, die sich durch ihren besonderen Geschmack auszeichnen. Seit 1996 ist der Name „Wachauer Marille“ übrigens eine innerhalb der EU geschützte Ursprungsbezeichnung.
Je nach Witterung beginnt die Blütezeit zwischen Mitte März und Mitte April in der Umgebung von Krems
und breitet sich dann durch die Wachau aus. Beim
Spitzer Graben blüht die Wachauer Marille am spätesten. Die Wachauer Marillenblüte dauert zwischen zehn Tagen und zwei bis drei Wochen - je kälter es ist, desto länger blühen die Bäume. Über den aktuellen Stand könnt ihr euch mit Hilfe dieser Webcam informieren.
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| Diesen zartwolkigen Himmelsblick habe ich für Heidi eingefangen. |
Der Wachauer Marillen-Erlebnisweg beginnt und endet beim Weinhof Aufreiter, in dessen Hofladen wir am Ende unserer Tour auch ein paar Einkäufe getätigt haben. (Darüber nachher mehr.) Der Rundweg ist ca. 4,5 Kilometer lang. Unsere Tour sollte jedoch um einiges länger werden - denn wir verknüpften unseren "Marillenblüten-Spaziergang" noch mit einer weiteren Wanderung...
Eine erste Pause legten wir aber noch auf dem Marillen-Erlebnisweg ein - da gab es nämlich einen Stand mit Produkten vom Marillenhof Kundt, bei dem wir gleich mal köstlichen Marillensaft und Mineralwasser erstanden und mit einer spritzigen Mischung auf einem windgeschützten Platz unseren Durst löschten.
Über dem Erlebnisweg thront ein auffallender Gebäudekomplex - das Stift Göttweig. Und bis zu diesem Benediktinerkloster wollten wir unbedingt marschieren - ohne ganz genau zu wissen, wie lange man dorthin geht. (Es war letztendlich eine Runde von etwas mehr als 15 Kilometern, nicht ganz un-anstrengend, aber wunderschön!)
Hier könnt ihr mehr über eine Wanderung auf ungefähr unserer Route lesen: Weinbergwandern.at bzw. im Blog von Stephan Schmatz.
Ein Teil der Runde führt sogar über den Jakobsweg, wie ihr unten einem der Schilder entnehmen könnt, die ich für Artis Schilderwald fotografiert habe.
Leider muss man, um zum Stift Göttweig zu kommen, eine Bundesstraße überqueren und an deren Rand kurz entlang gehen, aber schon bald kommt man wieder in ein Waldstück. Hier sind die Wege für Wanderer und Mountainbiker größtenteils voneinander getrennt, was ich für alle Beteiligten sinnvoll finde - nur auf einer kleinen Teilstrecke ist man gemeinsam unterweg. Hier haben Wanderer allerdings Vorrang (siehe übernächste Collage).
440 Höhenmeter sind zum Stift Göttweig zurückzulegen. Der Wanderweg bietet teilweise einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung - und rundherum blüht's gerade - Schlehen, Veilchen, Immergrün, Wolfsmilch ... ein Traum!
Natürlich haben wir auch beim Stift Göttweig und in der Stiftskirche fotografiert, aber diese Bilder möchte ich euch gerne erst in meinem nächsten Posting präsentieren - dieses hier ist ohnehin schon wieder recht lang. Deshalb zeige ich euch heute nur ein paar Tore von dort - für Novas "T in die neue Woche".
Nach einer weiteren Rast im Marillen-Kräutergarten von Göttweig (demnächst mehr darüber) ging es wieder talwärts. Diesmal wählten wir den "Prälatenweg", auf dem es unterwegs die Mauer-Reste einer historischen Materialbahn zu sehen gibt. Eine Tafel informiert darüber, dass diese Bahn angelegt wurde, weil das Stift nach einem großen Brand im Jahr 1718 im Barocken Stil neu aufgebaut wurde. Um das Baumaterial zu transportieren, wurde ein Maschine konstruiert, die mit Hilfe einer von Pferden bewegten Winde und einer Schiene die Wagen auf den Berg zog.
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| Leider haben wir es versäumt, auf dem Stairway to Heaven zu gehen 😉 |
Zurück auf dem Marillenwanderweg entdeckten wir auch diese schönen rosa Blüten - sie dürften zu Pfirsichbäumen gehören, die gedeihen im Weinbauklima ja ebenfalls sehr gut... Das Schloss Wolfsberg, das ihr in dieser Collage außerdem seht, hatte in seiner Geschichte zahlreiche Besitzer; unter anderem befand es sich mehrmals im Besitz des Stiftes Göttweig und diente auch als Erholungsheim. Derzeit ist es in Privatbesitz.
Als wir wieder in Angern ankamen, taten uns die Füße schon ganz schön weh, aber ein paar Schritte mussten unbedingt noch sein: Denn erstens wollten wir im Genuss-Hofladen der Familie Aufreiter noch ein paar Marillenspezialitäten (Likör und Marmelade) kaufen, und zweitens wurden im Weinhof der Aufreiters "Marillenknödel to go" angeboten. Davon holten wir uns je eine Portion und genossen sie auf einer Bank mit Blick auf einen idyllischen Donau-Nebenarm und mit blökenden Schafen in unmittelbarer Umgebung. Edi und ich sind uns einig, wir haben noch nie dermaßen gute Marillenknödel gegessen 😋!
Danach ging es wieder heimwärts - und wir waren einmal mehr froh darüber, in einem Land zu leben, in dem es im Umkreis von etwa hundert Kilometern so viel Schönes für uns zu erleben und zu entdecken gibt - sowohl in Sachen Kultur und Natur, als auch in kulinarischer Hinsicht. Ihr könnt sicher sein, wir werden in diesem Jahr noch einiges davon ansehen und genießen - und ich werde euch, so gut ich kann, daran teilhaben lassen.
Ich denke, in meinen nächsten Postings werde ich euch vor allem über das Stift Göttweig erzählen, und außerdem vielleicht über unseren Ausflug in das Naturschutzgebiet Thenauriegel (Burgenland), den wir ebenfalls erst vor kurzem unternommen haben. Oder doch lieber über unser neuestes "Komparsen-Abenteuer"? Es gibt immer so vieles zu schildern aus dem Rostrosenleben - selbst in "eingeschränkten Zeiten" wie diesen!
Ich hoffe, ihr hattet angenehme Ostertage 🐇🐤🐣🐥! Vielen Dank für all eure lieben Zeilen zu meinem Posting über unseren Ausflug nach Loretto und Leithaprodersdorf.
Es tut mir sehr leid, dass ich mich in letzter Zeit blog- und kommentarmäßig etwas rar gemacht habe, aber neben unseren Ausflügen und der oben genannten neuesten Komparsentätigkeit habe ich noch etwas ganz Besonderes zu tun bekommen:
Mein aktueller Umwelt-Projektvorschlag, den ich unserer Gemeindeverwaltung unterbreitet habe, wurde angenommen 👍👍👍 - und dafür muss ich jetzt immer wieder mal ein paar kleinere Blogpausen einlegen... (Drückt bitte die Daumen, dass nicht noch etwas dazwischen kommt. Bei meinem letzten Projektvorschlag im Frühjahr 2020 war es nämlich so, dass Corona alle Vorhaben verhindert hat 😢... aber mein jetziger Plan passt sich an die veränderten Gegebenheiten an [genau wie ich auch 😉]. Sobald es etwas Konkreteres über dieses neue Projekt zu erzählen gibt, werde ich das tun 😊.)
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick






























































