Posts mit dem Label Palm Springs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Palm Springs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Februar 2013

USA - 14. Tag: Palm Springs / Palm Canyon

 Abermals HELLO, ihr lieben Mitreisenden!

Wunderschön, dass ihr auch heute wieder mit dabei seid - offenbar wollt ihr gern ein 
bisschen "Zwischendurch-Urlaub" in der Stadt der Reichen und Schönen machen! :o))

Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, aus welchem Grund diese Stadt ausgerechnet
heißt ... - hier sind doch weit und breit keine Palmen zu sehen, oder? ;o)) *ggg*



Beim Frühstück haben wir noch keine genaue Ahnung, wie wir diesen Tag verbringen werden - vielleicht wollen wir
ja die am Vortag versäumte Fahrt auf den Mt. San Jacinto mit der Aerial Tramway  nachholen oder die  
Moorten Botanical Gardens besuchen, wie es uns der Reiseführer rät? 

Während wir noch beratschlagen, spricht uns ein drahtiger älterer Mann in deutscher Sprache mit nordischem Akzent 
an; er erkundigt sich, ob wir aus Wien kommen und wir antworten freudig überrascht, dass wir ganz in der Nähe Wiens leben. 
Es stellt sich heraus, dass der Mann ein mittlerweile pensionierter Geschäftsmann aus Dänemark ist, der früher beruflich 
auch viel in Österreichs Hauptstadt zu tun hatte. Nun verbringt er zusammen mit seiner Frau Jahr für Jahr die 
Wintermonate in Palm Springs. 
"Wir lieben die Wüstenlandschaft rundum," sagt er, "und besonders das Wüstenklima." 

Und dann fragt er uns, ob wir bereits den 
 besucht haben - ein auf Indianergebiet gelegenes, landschaftlich sehr beeindruckendes Areal, 
in dem rund 3000 Fächerpalmen wachsen.

Und schon wissen wir, was wir am 7. November 2012 unternehmen werden!!! :o))


 Die alten, abgestorbenen Blätter bilden schützende "Mäntel" um die hohen Bäume.


Die gezackten Ränder der Palmblätter sehen aus, als ob sie beißen könnten. Vielleicht
wurden sie ja von den Cahuilla Indianern einst als Sägen benützt?



An diesem Tag herrscht eine seltsame Himmelsstimmung:  Auf der einen Seite ist es
blitzeblau, auf der anderen Seite tummeln sich Altokumuluswolken, die aber keine 
Bedrohung darstellen: Sie versprechen zumeist beständiges Wetter. 
Die Temperaturen sind jedenfalls sommerlich warm - mich wundert es nicht, 
dass manche Ruheständler es vorziehen, hier den Winter 
zu verbringen...
(Um ehrlich zu sein, komme ich auch allmählich ins Grübeln: Vor etwa zwei Jahren lernten wir auf Jamaica
 ein pensioniertes Paar aus dem Norden der USA kennen - sie leben die Hälfte des Jahres auf der Karibikinsel
 und kehren erst kurz vor Beginn der Hurricansaison in ihre Heimat zurück... Seufz!)




Wir wandern ein Stück weit den Palm Canyon Trail entlang und entdecken dabei manche Vertreter
der kalifornischen Fauna und Flora - und auch der Fels in der oberen Collage sieht aus, als würde er 
von animalischen Mietern bewohnt - doch zum Glück treffen wir nicht auf jene Tiere, vor welchen
 uns das "Extreme-Caution"-Schild warnt: Auf Begegnungen mit Klapperschlangen können wir gerne
 verzichten!

Richtig begeistert hingegen sind wir von der Begegnung mit diesen zauberhaften kleinen
Lebewesen: Sowohl die leuchtend rote Libelle (ich weiß leider nicht, ob es eine Feuerlibelle sein
kann - wisst ihr es?) als auch die in großer Zahl umherschwirrenden Kolibris machen uns
riiiiiesige Freude! (Meine Kolibri-Freude ist eine von dieser Sorte: Das Herz klopft und klopft 
ganz wild vor überflutender Zärtlichkeit, die Augen strahlen und fühlen sich etwas feucht an, 
der Mund kann gar nichts anderes mehr als lächeln. Es ist sooo schön, Kolibris in freier 
Wildbahn zu erleben! :o))


 


Würde ich "Glück" zu malen versuchen, hätte es wohl die Form eines Kolibris.
An den kleinen Vögelchen, in die ich mich schon in unserem Jamaica-Urlaub 2011
rettungslos verliebt habe, kann ich mich nicht und nicht sattsehen. Schaut euch nur diese winzigen
Füßchen an und die kleinen Knopfaugen! Und wie zielstrebig und pfeilschnell sie ihren langen 
Schnabel immer wieder in die winzigen Öffnungen der Futterstelle stecken! 
Ich schalte das Sportprogramm meiner Kamera ein, um mit ihrem Tempo wenigstens halbwegs 
 mithalten zu können.
Auch ein paar Bienen haben entdeckt, dass es hier etwas zu naschen gibt, aber offenbar haben 
die Insekten und die Kolibris kein Problem miteinander.




In etwas höheren Regionen kreist elegant ein rötlich gefärbter Greifvogel. Er ist zu weit
weg und wir kennen uns zu wenig mit Raubvogelarten in den USA aus, um ihn bestimmen
zu können. Aber seinen Anblick genießen, das können wir!

Und Herr Rostrose klettert durch Felsspalten einem (leider zur Zeit ausgetrockneten)
Wasserfall entgegen...




 Nur an der Beschaffenheit und den Farbschattierungen der Steine kann man erkennen, 
dass zu anderen Jahreszeiten immer wieder Wasser daran leckt.


Auch hier lasse ich mich von den Bäumen wieder faszinieren. Diesmal
jedoch bekommt ihr kein "Baum-Umarme-Foto" zu sehen - stattdessen habe
ich mutig eine Palme "erklommen" und posiere darauf lebensfroh :o)


Ein Stück Mond am blauen Himmel und Palmen, die sich in einer Wasserstelle spiegeln


An diesem Tag geht es noch weiter bis nach Los Angeles, wo wir die nächsten
beiden Nächte verbringen werden. L.A. ist nur knappe zwei Stunden von 
Palm Springs entfernt - das heißt, wir haben dort auch noch nach unserer Ankunft ein paar
Stunden, in denen sich einiges erleben lässt. 
Und glaubt mir: Wir HABEN in der größten Stadt Kaliforniens einiges erlebt - 
unter anderem gab es dort eine sehr, sehr nette und ganz besondere Zusammenkunft. 
Aber darüber will ich euch erst in meinem nächsten USA-Posting erzählen!

Fortsetzung folgt! :o)


Beim Verlassen von Palm Springs werden wir interessanterweise in deutscher Sprache verabschiedet.
Die "Palmen" sehen hier etwas anders aus als in der Stadt -  und manch ein Easy Rider ist hier auch unterwegs...


Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über 
den Josua Tree Nationalpark.  
Hier  kommt ihr zu meinem nächsten Kapitel über Los Angeles

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥

Donnerstag, 21. Februar 2013

USA - 13. Tag: Josua Tree Nationalpark

Hello, liebe Mitreisende!

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem gemixten
"Winter-Frühlings-Posting mit Hund" :o))
Ich hab mich sehr darüber gefreut!
Nun aber welcome! zur nächsten Etappe meines USA-Reiseberichtes - da kann ich euch heute
ja beinahe den Sommer bieten  - obwohl unsere Reise im vorigen Herbst stattgefunden hat...
(Damit hätten wir dann gleich im ersten Absatz meines Postings sämtliche Jahreszeiten durch *ggg*) 
 Und außerdem ein ganz herzliches Willkommen an meine neuen LeserInnen - ich freu mich so,
dass ihr mich gerne besucht! :o)

Lasst euch bitte nicht von der heutigen Überschrift in die Irre führen: Die Pflanzen und den
Schmetterling von der ersten Collage habe ich nicht im Josua Tree Nationalpark fotografiert, sondern 
im Garten unseres Hotels in Scottsdale.


 


Dieses Hotel - das Cottonwoods Resort - ist eines der schönsten unserer USA-Reise - der Stil liegt 
irgendwo zwischen mediterran, maurisch und mexikanisch - und so hatten wir am vorangegangenen 
Nachmittag nach unserer Ankunft nicht die geringste Lust mehr, uns noch aus dem Resort heraus zu
 bewegen. Abgesehen von einem Walmart-Supermarkt haben wir in Scottsdale nichts gesehen bzw. 
besucht... Ein bisserl "Pausieren" muss auch mal sein :o)
Das Abendessen des 12. Tages nehmen wir im "Pomo" ein (einem sehr guten neapolitanischen
Restaurant, das zur Anlage gehört - ihr seht es in der unteren Reihe dieser Collage) und auch das 
Frühstück am 13. Tag sowie einen ganz besonders netten Plausch mit einer
der Kellnerinnen genießen wir im Cottonwoods.


Wie ihr vor allem auf der rechten Seite der Collage seht, ist der Hof des Resorts schon weihnachtlich geschmückt.

Nach dem Frühstück verlassen wir Phoenix / Scottsdale in Richtung Los Angeles, aber die
"Stadt  der Engel" ist noch nicht unser nächstes Ziel. (Dorthin treibt es uns erst einen Tag später.)

Die unteren Fotos besitzen Symbolcharakter: An den Straßenrändern der Highways findet man unverhältnismäßig viele 
zerfetzte Autoreifen. In den USA dürfte es kaum Kontrollen oder Beschränkungen im Zusammenhang mit Profiltiefe / 
Zustand von Autoreifen geben, und so fahren die LKWs offenbar jeden ihrer Zwillingsreifen, bis er ihnen "abfällt". 
Unterwegs nach Palm Springs wurden wir Zeugen eines solchen Prozesses, denn vor uns scherte ein Lastwagenfahrer aus, 
um andere Trucks "auf Teufel komm raus" zu überholen -  ohne zu bemerken, dass seine Reifen bereits qualmten und sogar 
Funken schlugen. Edi hielt zwar Abstand, aber dennoch war es ein mulmiges Gefühl, zu erkennenn und mitzuerleben, dass 
der Wagen vor uns bald einen Reifen verlieren würde (was er schließlich auch tat...). Zum Glück war das Ding so zerfetzt,
dass es für uns auf der Fahrbahn kein Problem darstellte.
Es ging mir wie bei dem Hirsch in Bryce Canyon - ich war viel zu sehr mit Schauen und Bangen beschäftigt, um ans 
Fotografieren zu denken. Unmittelbar nach dem Überholprozess musste der Fahrer seinen Truck dann an den Straßenrand
fahren, um einen neuen Reifen zu montieren - na, das hat sich ausgezahlt ;o)) Und ich fotografierte danach stellvertretend 
andere Trucks und herumliegende Reifen-Relikte...




Unterwegs machen wir Rast bei einer Tankstelle, zu der auch ein gern von Truckern frequentiertes  
Imbisslokal gehört: Der Chiriaco Summit Coffee Shop. Dieser Ort bzw. die Tankstelle hat eine
nette "typisch amerikanische" Erfolgs-Geschichte eines jungen Mannes namens Joe Chiriaco zu 
erzählen - hier könnt ihr sie euch im englischsprachigen Original durchlesen und hier in der leider
 ziemlich holprigen deutschen Übersetzung.

Mr. Chiriaco war nicht nur ein Pionier, sondern auch ein glühender Bewunderer des
 US-Generals George S. Patton
der hier in der Wüste seine Truppen ausgebildet hat. Als Patton im Jahr 1945 bei einem Unfall ums 
Leben kam, liChiriaco ein Denkmal und später das General Patton Memorial Museum für ihn errichten.
Wir haben das Museum nicht besucht, doch die Panzer und Wasserfahrzeuge kann man auch von der
Tankstelle aus besichtigen. Mich haben übrigens vor allem die beiden rührenden Oldtimer-"Skelette"
fasziniert...
... und die schönen Pflanzen, die zum Anwesen der Chiriaco-Familie gehören: 




Nach unserer Chiriaco-Pause geht es weiter in den
Joshua Tree Nationalpark,
 weil der so schön auf unserer Strecke liegt. Der Park ist nach einer Palmlilienart - der Josua-Palmlilie
  (Yucca brevifolia) - benannt, die in dieser Fels- und Wüstenlandschaft anzutreffen ist.




Das Gebiet ist über 3000 Quadratkilometer groß, und da wir nicht durch- sondern nur hineinfahren, 
lernen wir nur ein kleines Teilstück davon kennen. Offenbar ist nicht so ganz die richtige Jahres-
zeit für diesen Park, denn es gibt keine Torwächter, die unseren Nationalpark-Ausweis sehen wollen, und
 wir sind die einzigen Touristen weit und breit. Aber diese Stille hat ihre Vorteile - so werden die 
Tiere im Park nicht verschreckt - und während für mich endlich ein Diademhäher ruhig sitzen bleibt,
gelingt es Edi, eine Eidechse auf Bild zu bannen



Die schönste Jahreszeit für einen Besuch des Joshua Tree Nationalparks muss wohl der Frühling sein,
wenn hier die Wüstenblumen und Kakteen in reicher Fülle blühen und die Wüstenhitze sich noch in Grenzen hält.
Aufgrund interessanter Felsformationen zieht der Park auch Felskletterer aus aller Welt an.

Wenn ihr weitere Fotos sehen wollt oder zusätzliche Informationen sucht, sind für euch vermutlich
diese Links interessant:
http://www.usa-und-kanada.info/2011/der-joshua-tree-national-park/

Hier gehts zu den sehr sehenswerten Bildern.



Unser Hotel - und somit unser nächstes Etappenziel - befindet sich "heute" (also genauer
gesagt, am 6. November 2012 ;o)) - in
 Palm Springs.

Eigentlich hatten wir vorgehabt, an diesem Tag noch mit der Aerial Tramway  auf den Gipfel 
des Mt. San Jacinto zu fahren oder uns zu erkundigen, wo man hier eine Ballonfahrt 
buchen kann, denn meine Blogfeundin Julia / Vintage with Laces hatte mir von einer solchen
 Tour über die Dächer und Palmenwipfel der Stadt und die faszinierende Landschaft rundum 
 vorgeschwärmt, doch obwohl es bei unserer Ankunft noch gar nicht so spät ist, beginnt es bereits zu 
dämmern. Daran erkennt man dann offenbar doch die herbstliche Jahreszeit. Also beschließen wir, 
stattdessen etwas für unser leibliches Wohl zu tun und verschieben alles Weitere auf den nächsten 
Tag. Im örtlichen Red Lobster gönnen wir uns Köstlichkeiten mit Meeresfrüchten (eigentlich ein 
ziemlicher Luxus, so mitten in einer Wüstenstadt - aber Palm Springs ist ja schließlich die "City der 
Reichen und Schönen", da darf etwas Luxus sein ;o))) Und später plansche ich dann noch ein bisserl 
im Hotelpool herum, während Herr Rostrose sich darauf beschränkt, vom Beckenrand aus zu 
fotografieren. 




Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir am nächsten Tag wieder etwas
Wunderschönes erleben werden - etwas, das wir dem Tipp eines Mannes aus Dänemark
verdanken, den wir beim Frühstück kennenlernen...



Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über 
die Route 66 und Sedona.
Hier  kommt ihr zur Fortsetzung über den Palm Canyon.


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥