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Donnerstag, 21. Februar 2013

USA - 13. Tag: Josua Tree Nationalpark

Hello, liebe Mitreisende!

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem gemixten
"Winter-Frühlings-Posting mit Hund" :o))
Ich hab mich sehr darüber gefreut!
Nun aber welcome! zur nächsten Etappe meines USA-Reiseberichtes - da kann ich euch heute
ja beinahe den Sommer bieten  - obwohl unsere Reise im vorigen Herbst stattgefunden hat...
(Damit hätten wir dann gleich im ersten Absatz meines Postings sämtliche Jahreszeiten durch *ggg*) 
 Und außerdem ein ganz herzliches Willkommen an meine neuen LeserInnen - ich freu mich so,
dass ihr mich gerne besucht! :o)

Lasst euch bitte nicht von der heutigen Überschrift in die Irre führen: Die Pflanzen und den
Schmetterling von der ersten Collage habe ich nicht im Josua Tree Nationalpark fotografiert, sondern 
im Garten unseres Hotels in Scottsdale.


 


Dieses Hotel - das Cottonwoods Resort - ist eines der schönsten unserer USA-Reise - der Stil liegt 
irgendwo zwischen mediterran, maurisch und mexikanisch - und so hatten wir am vorangegangenen 
Nachmittag nach unserer Ankunft nicht die geringste Lust mehr, uns noch aus dem Resort heraus zu
 bewegen. Abgesehen von einem Walmart-Supermarkt haben wir in Scottsdale nichts gesehen bzw. 
besucht... Ein bisserl "Pausieren" muss auch mal sein :o)
Das Abendessen des 12. Tages nehmen wir im "Pomo" ein (einem sehr guten neapolitanischen
Restaurant, das zur Anlage gehört - ihr seht es in der unteren Reihe dieser Collage) und auch das 
Frühstück am 13. Tag sowie einen ganz besonders netten Plausch mit einer
der Kellnerinnen genießen wir im Cottonwoods.


Wie ihr vor allem auf der rechten Seite der Collage seht, ist der Hof des Resorts schon weihnachtlich geschmückt.

Nach dem Frühstück verlassen wir Phoenix / Scottsdale in Richtung Los Angeles, aber die
"Stadt  der Engel" ist noch nicht unser nächstes Ziel. (Dorthin treibt es uns erst einen Tag später.)

Die unteren Fotos besitzen Symbolcharakter: An den Straßenrändern der Highways findet man unverhältnismäßig viele 
zerfetzte Autoreifen. In den USA dürfte es kaum Kontrollen oder Beschränkungen im Zusammenhang mit Profiltiefe / 
Zustand von Autoreifen geben, und so fahren die LKWs offenbar jeden ihrer Zwillingsreifen, bis er ihnen "abfällt". 
Unterwegs nach Palm Springs wurden wir Zeugen eines solchen Prozesses, denn vor uns scherte ein Lastwagenfahrer aus, 
um andere Trucks "auf Teufel komm raus" zu überholen -  ohne zu bemerken, dass seine Reifen bereits qualmten und sogar 
Funken schlugen. Edi hielt zwar Abstand, aber dennoch war es ein mulmiges Gefühl, zu erkennenn und mitzuerleben, dass 
der Wagen vor uns bald einen Reifen verlieren würde (was er schließlich auch tat...). Zum Glück war das Ding so zerfetzt,
dass es für uns auf der Fahrbahn kein Problem darstellte.
Es ging mir wie bei dem Hirsch in Bryce Canyon - ich war viel zu sehr mit Schauen und Bangen beschäftigt, um ans 
Fotografieren zu denken. Unmittelbar nach dem Überholprozess musste der Fahrer seinen Truck dann an den Straßenrand
fahren, um einen neuen Reifen zu montieren - na, das hat sich ausgezahlt ;o)) Und ich fotografierte danach stellvertretend 
andere Trucks und herumliegende Reifen-Relikte...




Unterwegs machen wir Rast bei einer Tankstelle, zu der auch ein gern von Truckern frequentiertes  
Imbisslokal gehört: Der Chiriaco Summit Coffee Shop. Dieser Ort bzw. die Tankstelle hat eine
nette "typisch amerikanische" Erfolgs-Geschichte eines jungen Mannes namens Joe Chiriaco zu 
erzählen - hier könnt ihr sie euch im englischsprachigen Original durchlesen und hier in der leider
 ziemlich holprigen deutschen Übersetzung.

Mr. Chiriaco war nicht nur ein Pionier, sondern auch ein glühender Bewunderer des
 US-Generals George S. Patton
der hier in der Wüste seine Truppen ausgebildet hat. Als Patton im Jahr 1945 bei einem Unfall ums 
Leben kam, liChiriaco ein Denkmal und später das General Patton Memorial Museum für ihn errichten.
Wir haben das Museum nicht besucht, doch die Panzer und Wasserfahrzeuge kann man auch von der
Tankstelle aus besichtigen. Mich haben übrigens vor allem die beiden rührenden Oldtimer-"Skelette"
fasziniert...
... und die schönen Pflanzen, die zum Anwesen der Chiriaco-Familie gehören: 




Nach unserer Chiriaco-Pause geht es weiter in den
Joshua Tree Nationalpark,
 weil der so schön auf unserer Strecke liegt. Der Park ist nach einer Palmlilienart - der Josua-Palmlilie
  (Yucca brevifolia) - benannt, die in dieser Fels- und Wüstenlandschaft anzutreffen ist.




Das Gebiet ist über 3000 Quadratkilometer groß, und da wir nicht durch- sondern nur hineinfahren, 
lernen wir nur ein kleines Teilstück davon kennen. Offenbar ist nicht so ganz die richtige Jahres-
zeit für diesen Park, denn es gibt keine Torwächter, die unseren Nationalpark-Ausweis sehen wollen, und
 wir sind die einzigen Touristen weit und breit. Aber diese Stille hat ihre Vorteile - so werden die 
Tiere im Park nicht verschreckt - und während für mich endlich ein Diademhäher ruhig sitzen bleibt,
gelingt es Edi, eine Eidechse auf Bild zu bannen



Die schönste Jahreszeit für einen Besuch des Joshua Tree Nationalparks muss wohl der Frühling sein,
wenn hier die Wüstenblumen und Kakteen in reicher Fülle blühen und die Wüstenhitze sich noch in Grenzen hält.
Aufgrund interessanter Felsformationen zieht der Park auch Felskletterer aus aller Welt an.

Wenn ihr weitere Fotos sehen wollt oder zusätzliche Informationen sucht, sind für euch vermutlich
diese Links interessant:
http://www.usa-und-kanada.info/2011/der-joshua-tree-national-park/

Hier gehts zu den sehr sehenswerten Bildern.



Unser Hotel - und somit unser nächstes Etappenziel - befindet sich "heute" (also genauer
gesagt, am 6. November 2012 ;o)) - in
 Palm Springs.

Eigentlich hatten wir vorgehabt, an diesem Tag noch mit der Aerial Tramway  auf den Gipfel 
des Mt. San Jacinto zu fahren oder uns zu erkundigen, wo man hier eine Ballonfahrt 
buchen kann, denn meine Blogfeundin Julia / Vintage with Laces hatte mir von einer solchen
 Tour über die Dächer und Palmenwipfel der Stadt und die faszinierende Landschaft rundum 
 vorgeschwärmt, doch obwohl es bei unserer Ankunft noch gar nicht so spät ist, beginnt es bereits zu 
dämmern. Daran erkennt man dann offenbar doch die herbstliche Jahreszeit. Also beschließen wir, 
stattdessen etwas für unser leibliches Wohl zu tun und verschieben alles Weitere auf den nächsten 
Tag. Im örtlichen Red Lobster gönnen wir uns Köstlichkeiten mit Meeresfrüchten (eigentlich ein 
ziemlicher Luxus, so mitten in einer Wüstenstadt - aber Palm Springs ist ja schließlich die "City der 
Reichen und Schönen", da darf etwas Luxus sein ;o))) Und später plansche ich dann noch ein bisserl 
im Hotelpool herum, während Herr Rostrose sich darauf beschränkt, vom Beckenrand aus zu 
fotografieren. 




Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir am nächsten Tag wieder etwas
Wunderschönes erleben werden - etwas, das wir dem Tipp eines Mannes aus Dänemark
verdanken, den wir beim Frühstück kennenlernen...



Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über 
die Route 66 und Sedona.
Hier  kommt ihr zur Fortsetzung über den Palm Canyon.


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥