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Montag, 14. Mai 2018

ANL #29 – TOMORROW Teil 3 – Nahrung für die Zukunft

Servus ihr Lieben!


Heute geht es weiter mit der Aktion  
ANL = Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
- und mit dem Thema, das ich in meinen letzten beiden ANL-Beiträgen begonnen habe:
TOMORROW - haben wir eine Zukunft?


Vom "Füttern des Wolfes" möchte ich heute zur Fütterung eines ganz anderen, sehr gefährlichen
 Raubtieres kommen - zur Fütterung des Menschen nämlich 😉. Denn Ernährung war eines der
Kapitel im Dokumentarfilm #Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen - schließlich werden in
nicht all zu ferner Zukunft etwa 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben und von
diesem Planeten genährt werden wollen. Es war zugleich DAS Kapitel, das mich von all den
interessanten und ansprechenden Themen des Films am stärksten angesprochen hat - böse
Zungen behaupten, weil ich gern esse 😋... 


 


Aber ich vermute, es hat vor allem damit zu
tun, welche Befriedigung es mir im Vorjahr bereitet hat, neben Apfelmus, Apfelstrudel & Co. auch
noch unseren Apfelessig selber zu machen und wie sehr ich es auch sonst schon seit Jahren schätze,
Pflanzen anzubauen, die man essen kann. Ich habe euch darüber in meinem vorigen Posting einiges 
erzählt und auch zu älteren Posts verlinkt, wo ihr z.B. unsere Kartoffelernte sehen konntet usw. Die 
eigene Nahrung quasi vom Saatkorn bis zur Ernte zu begleiten - das ist schön, das hat etwas 
Ursprüngliches, es ist tief in uns Menschen drin und gibt mir viel mehr als die heutige Arbeitswelt, 
bei der ich bloß einen Teil des Prozesses mitbekomme und die mich nur auf Umwegen ernährt.


Gartenschätzestrudel - den hatten wir mit lauter selbst angebauten Früchten gefüllt - und Kürbisblüten kann man auch essen 😊



Nun werden einige von euch vielleicht sagen, dass es ja recht nett ist, wenn man im eigenen 
Garten Äpfel oder Kartoffeln, Himbeeren oder Kräuter anbaut, aber dass sich damit niemand voll
 und ganz ernähren kann. Und dass selbst ein kleiner Bauernhof dafür nicht ausreicht.

🍓🍆🍏🍇🍅

Aus dem Film "Tomorrow" (und meinen Folge-Recherchen) habe ich jedoch gelernt:

  • Kleinbauern mit Familienbetrieben ernähren jetzt schon die Welt, denn sie sind produktiver als Großbetriebe - und sie verwenden weniger Chemie!
  • Von industriellen Betrieben kommt nur ein Bruchteil, weil sie ineffizient sind. Sie sind gut darin, Geld zu machen, aber schlecht im Nahrungsmittelanbau.
  • Die Chemie-Industrie, Hersteller landwirschaftlicher Geräte und Banken müssen uns, um Profit zu machen, das Märchen erzählen, dass industrielle Landwirtschaft notwendig ist - aber es ist nicht wahr.
  • Dies wird auch bestätigt durch Olivier De Schutter, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Ernährung: 70 bis 75 % von dem, was wir konsumieren, wird von Kleinbauern produziert!
  • Industrielle Landwirtschaft kann keine Nahrung produzieren, ohne sowohl den Boden als auch das Leben der Bauern zu zerstören. Wälder werden zu Feldern, hinzu kommt Chemischer Dünger, Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel ...
  • Die Nahrungsmittelriesen produzieren keine Lebensmittel, sondern leben von Patenten und Lizenzeinnahmen.

 🐂🐄🐔🐓🐑🐐🐏🐖


  • Große Betriebe produzieren große Mengen Rohstoffe, doch das meiste davon ist nicht Nahrung für Menschen, sondern Viehfutter. In Deutschland sieht das Verhältnis hierbei so aus: Auf knapp 60 Prozent der Landwirtschaftsflächen werden Futtermittel für die Tierhaltung, auf knapp 20 Prozent Lebensmittel angebaut. Auf den Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Erzeugung von Biogas (vor allem Mais) und Biokraftstoffe (vor allem Raps), sowie zur stofflichen Verwertung entfallen weitere rund 21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen. (Quelle: umweltbundesamt.de)


Topinambur-Ernte im Rostrosengarten im März 2018


Ein kleiner Bauernhof reicht also aus, um viele Menschen zu ernähren? JA! 
Wenn man sich an der Natur ein Vorbild nimmt!

Unter anderem wurde im Film Tomorrow die beeindruckende 
Permakultur-Farm von Charles und Perrine Hervé-Gruyer in der Normandie vorgestellt, die 
nicht groß, aber hochproduktiv ist. Perrine war früher internationale Anwältin, Charles war Seemann 
- mittlerweile gelten sie als die Botschafter der Permakultur in Frankreich. Was aber ist denn nun
Permakultur? Ganz kurz und vereinfacht gesagt: Man immitiert die Natur. Für eine ausführlichere 
Erklärung klickt bitte auf diesen Link. Das Credo der beiden: In Handarbeit produziert man 
auf wenig Boden so viel Ertrag wie mit einem Traktor auf zehnmal so viel Land!


 Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK / KLICK


Das Paar beweist eindrucksvoll, dass eine Fläche von 1000 Quadratmetern ausreicht, um ein
erfolgreiches Unternehmen zu betreiben. Und das, obwohl eine Bodenanalyse ihres Grundes 
zu Beginn eine geringe Fruchtbarkeit ergab! Doch der Boden wurde liebevoll gehegt, es wurde
auf Zwischenfruchtbau gesetzt - und mittlerweile wirft jeder Quadratmeter eine Ernte von 100 
Euro ab!

🍓🍆🍏🍇🍅 

Das (offene) Geheimnis des Erfolges ist manueller Anbau unter teilweiser Verwendung 
genialer Handgeräte. Auf kleinstem Raum können dadurch viele essbare Pflanzen nebeneinander 
angebaut werden, die einander gegenseitig unterstützen - in ein Beet von 80 cm Breite passen 
z.B. 24 Reihen mit drei verschiedenen Gemüsesorten! Nebenbei gibt es auch einen essbaren 
Waldgarten, der mittlerweile kaum noch Arbeit bedeutet. Im ersten Jahr konnten die beiden von
ihren 1000 qm Obst und Gemüse im Wert von 32.000,- Euro ernten, im Jahr danach im Wert von 
39.000,- und im dritten Jahr im Wert von 57.000,- Euro. Der Ertrag entspricht also ungefähr dem, 
was andere Bauern auf einem Hektar Land anbauen. 


 


Zehn Minuten von der britischen Kleinstadt Todmorden entfernt befindet sich die
Farm von Nick Green. Ihr seht ihn auf der unteren Collage links - mit der hübschen Gans auf dem
Arm 😊. Er ist Doktor der Biochemie und Spezialist in Agrarökologie und begann zunächst einmal
im Kleinen, sich mit Permakultur zu beschäftigen. Nach drei Test-Jahren ging es ernsthaft los und
es wurden auch Nachwuchskräfte ausgebildet: Auf einer Fläche von gerade mal 300 Quadratmetern
wird hier nun etwa eine halbe Tonne produziert! (Umgerechnet auf 1 Hektar Land wären das 14
Tonnen pro Jahr - und das ist, wie Nick Green treffend bemerkt, eine Menge zu Essen!)

🍓🍆🍏🍇🍅 

Die beiden Fotos auf der rechten Seite der Collage stammen ebenfalls 
aus dem Städtchen Todmorden. Dort hatten zwei Frauen die wunderbare Idee, dass man in 
den Blumenkästen der öffentlichen Anlagen Gemüse oder Erdbeeren anbauen könne, dass statt 
Zierbäumen in Parks auch Obstbäume wachsen könnten und zugleich, dass sich die Einwohner
 mehr einbringen, mehr Verantwortung übernehmen und Netzwerke schaffen sollten. Und so 
gründeten die zwei Frauen die Initiative "Incredible Edible Todmorden". Es handelt sich dabei um 
eine absolut schöne, mich berührende Sache, über die ihr HIER mehr erfahren und euch inspirieren 
lassen könnt. Denn ich denke, eine "unglaublich essbare Ortschaft" wie diese kann überall
entstehen!*) Und damit dann auch interessante Gespräche und nette Gemeischaften! 

 Falls ihr ebenfalls solch ein Projekt plant: Lasst euch nicht entmutigen, wenn Gemeindepolitiker
 zunächst zögerlich oder gar unwillig reagieren oder euch mit Verwaltungskram zumüllen wollen. 
Die Verantwortlichen in Todmorden bzw. im Bezirk Calderale waren zunächst auch völlig 
überfordert. Inzwischen sind sie begeistert vom Feedback, das sie dafür bekommen, und dieser 
Bezirk bietet seinen 200.000 Einwohnern seit 2013 ungenutztes Land an, um dort Nahrungsmittel 
anzubauen!

*) Sogar in der Großstadt Wien gibt es inzwischen ähnliche Initiativen: Lest dazu den Artikel  
Gemeinsam garteln im Gemeindebau, in dem über die mobilen Beete berichtet wird, durch die Innenhöfe in 
Gärten verwandelt werden. Durch den gemeinsamen Anbau von Obst und Gemüse entsteht ein neues Miteinander
 in der Wohnanlage.



 Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK / KLICK


Last but not least kommen wir zu dem jungen Mann links unten in der Collage - von ihm stammt
im Film Tomorrow die sinngemäße Aussage "Es ist harte Arbeit, aber es ist befriedigend, mit dem
Erdboden verbunden zu sein." 

Der Mann ist einer der ca. 20.000 Freiwilligen des Urban Gardening Projektes
Keep growing Detroit. Gerade in einem Land wie den USA, wo Lebensmittel im Schnitt 2.400 
Kilometer vom Anbau bis zum Verbraucher zurücklegen, ist die Hintergrundgeschichte zu diesem
Projekt eine ganz besondere Erfolgs-Story: Nachdem in Detroit die Autoindustrie und somit die
gesamte Wirtschaft den Bach hinunter gegangen war, beschlossen jene, die in der Stadt bleiben
mussten, aus der Not eine Tugend zu machen. Und so entstand aus Nahrungsmittelknappheit etwas
Neues, ganz Wunderbares: Produktion auf lokaler Ebene mit inzwischen (Stand 2017) mehr als
1.500 Bio-Farmen und Bio-Gärten!

🍓🍆🍏🍇🍅


Karen hat in ihrem Blog Allegrias Landhaus auch sehr eindrucksvoll über ihren Besuch auf
einem Permakultur-Bauernhof erzählt. Und mir in ihrem Kommentar diesen Link mit einem 
inspirierenden Filmchen über einen essbaren Wald geschickt!

Wie gefällt euch die Permakultur-Idee? Kennt ihr selber solche Bauernhöfe oder Gärten? 
Könnt ihr euch vorstellen, in einer "essbaren Ortschaft" zu leben bzw. so etwas sogar selber zu 
initiieren? Würdet ihr gern einen essbaren Wald pflanzen? Ich bin jedenfalls schwerstens motiviert, 
mein Stückchen Land immer mehr zu einem "essbaren" zu machen! 😊



Mein "Danke an unseren Apfelbaum" verlinke ich bei Mein Freund der Baum von Ghislana / Jahreszeitenbriefe



Nun, ihr Lieben, freue ich mich sehr auf eure Blogbeiträge, die 
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken!
Erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz
macht bzw. die zu den Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit folgendem Link auf die Aktion A New Life 
hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!


Herzliche Grüße von eurer Traude



🍓🍆🍏🍇🍅
Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys neuem Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB



PS:

🍓🍆🍏🍇🍅
Hier noch ein paar wichtige Petitionen und Informationen:

  • Ein Skandalaufdecker hat heimlich auf einem Tiertransportschiff gefilmt: Tausende Schafe, die auf einem schmutzigen Schiff eng zusammengepfercht, in brennender Hitze lebendig zu Tode kochen. Millionen Nutztiere werden jährlich auf gleiche Weise transportiert! Aber im Vorfeld eines globalen Tierschutz-Gipfels bewegt sich jetzt bei vielen Regierungen etwas. Bereiten wir diesen Todesfrachtern mit einem massiven Aufruf ein Ende. Unterzeichnet jetzt: Stoppt die Tiertransport-Todesfrachter
  • Unser täglicher Konsum hat schreckliche Folgen: Um Rindfleisch, Soja, Palmöl, Kakao und andere Agrarrohstoffe zu produzieren, fallen die Wälder der Erde Motorsäge und Bulldozer zum Opfer. Die Ausweitung der Plantagen und landwirtschaftlichen Betriebe führt auch zu Zwangsräumungen, Gewalt, Sklavenarbeit und Mord an lokalen Gemeinschaften und Umweltschützern. Unterzeichnet jetzt: Die EU muss die Abholzung der Wälder stoppen!
  • Nestlé pumpt im französischen Ort Vittel Mineralwasser ab, während die Einwohner bald per Pipeline versorgt werden müssen. Auch ökologisch ist das Geschäft schädlich: Der Grundwasserspiegel fällt rapide. Das Wasser wird in Plastikflaschen Hunderte Kilometer weit transportiert. Das unnötige Geschäft mit Wasser muss aufhören. Unterzeichnet jetzt die Petition: Nestlé, stoppt den Wasser-Irrsinn!
  • Erschütterndes Video: Greenpeace hat im März und April in einem Regenwald-Gebiet in Indonesien gefilmt – und eine Zerstörung in kaum vorstellbarem Ausmaß aufgedeckt. Hier wird Regenwald vernichtet – für Nestlé, Unilever und Co: KLICK
  • 10 Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen 
  • 11 Pflanzen, die deinen Garten oder Balkon in eine Bienenweide verwandeln

 🐂🐄🐔🐓🐑🐐🐏🐖
  • Abschließend einige interessante Ergänzungen zum oben angerissenen Thema Viehwirtschaft: Das Vieh, für das das Futter angebaut wird, soll zwar auch der Ernährung von Menschen dienen, doch jede Form der Fleischproduktion ist extrem ineffizient, was die Kalorienausbeute betrifft.
  • Zitat aus einem GEO-Interview mit dem Thema "Fleischkonsum und Klima": "Man braucht im Schnitt mindestens sieben pflanzliche Kalorien, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Fünf Kalorien gehen nur für den Stoffwechsel der Tiere drauf. Wir verfüttern 40 Prozent der Weltgetreideernte und 85 Prozent der Sojaernte an Nutztiere - und produzieren daraus primär Exkremente. Unter dem Gesichtspunkt der Welternährungssituation ist das natürlich Wahnsinn."  (Wobei man die Exkremente wieder gut als Dünger verwenden könnte 😉 Aber das ist ein anderes Thema.)
  • Es kann wohl niemand auf Knopfdruck oder durch Zwang zum Vegetarier oder Veganer werden - aber wenn jeder Nicht-Vegetarier beschließt, auch nur einen Tag in der Woche (oder - wie ich es mache - einmal mehr als bisher pro Woche) kein Fleisch zu essen, ist schon einiges erreicht: Jede Person, die 1 x pro Woche auf Steak, Kotelett, Würstchen & Co. verzichtet, erspart der Welt 300 kg CO2 im Jahr. (Das ist die Menge, die ein Baum in 70 Jahren absorbiert.) Über den folgenden Link kommt ihr übrigens zur entsprechenden Campagne von Avaaz Beenden wir das unerträgliche Leid der Tiere.


🍓🍆🍏🍇🍅
Und hier geht's nun zum ANL-Linkup:


Samstag, 14. April 2018

ANL #28 – TOMORROW Teil 2 – Welchen Wolf wollen wir füttern?

Servus ihr Lieben!


Heute geht es weiter mit der Aktion  
ANL = Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
- und mit dem Thema, das ich in meinem letzten ANL-Beitrag begonnen habe:
TOMORROW - haben wir eine Zukunft?

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ






Nur kurz zur Erinnerung: In ANL #27 erzählte ich euch von einer wissenschaftlichen Studie, die 
in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Darin heißt es, dass der Menschheit bloß noch etwa 15
Jahre bleiben, um das Ruder herumzureißen. Denn wenn wir das nicht tun, so die Studie weiter,
bedeute dies das Ende unserer Welt, wie wir sie kennen und lieben, einer Welt mit Vogelgezwitscher
und Bienengesumm, dem Anblick von Schmetterlingen, mit ausreichend Nahrung, mit Trinkwasser,
mit Luft, die man noch einatmen kann ... mit einem aushaltbaren Klima und einem Meeresspiegel,
in dem die Kontinente nicht ertrinken...





In ANL #27 fragte ich euch auch, ob ihr glaubt, dass wir das schaffen:
alles noch rechtzeitig in die richtige Richtung zu lenken. Die Meinungen, die in euren
 nachdenklichen Kommentaren standen, waren ähnlich unterschiedlich wie bei Frau Hummel, die
 in ihrem Blog ebenfalls vor kurzem das Thema angerissen hatte: Die einen meinen, wir müssten es
einfach schaffen, denn an die Alternative zu glauben, wäre einfach zu niederschmetternd.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Andere von euch
wiederum meinten, die ganze Macht liege in den Händen Multinationaler Konzerne; Profit und
Wirtschaftswachstum stünden an erster Stelle, Politiker wären nur Marionetten in diesem Spiel ohne
Moral, und somit würden sie keine großen Chancen mehr sehen für eine Verbesserung der Lage ...

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
 
Das Pendel eurer Antworten schlug etwas stärker in die pessimistische Richtung aus...



Was das alles mit dem in der Überschrift erwähnten Wolf zu tun hat, wollt ihr wissen?
Nun, darauf werde ich noch zurückkommen. Geduld...



Für eine Gruppe engagierter Menschen (die meisten von ihnen mit Kindern, denen sie
verständlicherweise eine gute Zukunft wünschen) war die deprimierende Zukunftsprognose der
Studie der Auslöser, um sich auf die Suche nach Projekten und Initiativen in aller Welt zu machen
 - auf die Suche nach zukunftsträchtigen Ideen, die es schaffen könnten, das Ruder herumzureißen.
Und aus dieser Suche entstand schließlich der mitreißende Dokumentarfilm
#Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen  

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
 
Eine der ersten Personen, die im Film interviewt werden, ist Rob Hopkins aus Totnes / England
von der Bewegung Transition Network.

Mit dieser Bewegung könnt ihr alle übrigens in Kontakt treten, wenn ihr nach Möglichkeiten sucht, euch mit 
Gleichgesinnten außerhalb der Bloggerwelt zu vernetzen: Er gibt u.a. Transition Initiativen in ganz Deutschland
Transition Initiativen in Österreich und Transition Initiativen in der Schweiz Deren Motto lautet:  
Wir fangen einfach mal an. Der Wandel ist möglich … 
oder kurz gesagt: „Einfach. Jetzt. Machen“



Rob Hopkins sieht nicht aus wie jemand, der sich permanent mit dem Weltuntergang beschäftigt,
im Gegenteil - ihm sprühen Humor, Neugierde und Lebensfreude aus den Augen. Er wundert sich
darüber, dass wir Menschen kreativ genug sind, Filme über unsere eigene Ausrottung zu machen und
fragt sich, wo Filme über Trendwenden bleiben: "Geschichten über Emissionsverringerung gibt es
nicht."


Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK - Was es mit dem seltsamen Geldschein auf sich hat? Nun - das wird im Film gut erklärt 😉...


Eine seiner Aussagen gefiel mit besonders. Sie lautete (sinngemäß): "Wenn es um den Wandel
geht, um ein Leben, bei dem keine Ressourcen verschwendet werden, sehen sich die Menschen in
kalten Höhlen sitzen und verfaulte Kartoffeln essen - dabei könnte es phantastisch werden!" Allein
die Energie, mit der er das sagte, gab mir die Energie, daran zu glauben.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Nach Rob Hopkins werde ich euch in meinen folgenden Beiträgen zum Thema noch weitere
Menschen und Aussagen aus dem Film "Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen" vorstellen. Doch
für heute mache ich einen Punkt darunter und möchte stattdessen ...

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ✿ ✿ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


... einen anderen Film erwähnen! 😉 Einen Film, der im Original einen ganz ähnlichen Titel hat,
nämlich Tomorrowland. (Der „deutschsprachige“ Titel lautet aus unerfindlichen Gründen A World 
Beyond.) Vielleicht habt ihr ihn ja gesehen, er lief erst vor kurzem im TV*), dann wisst ihr: Hier
handelt es sich um keine Doku, sondern um einen von Disney produzierten Science-Fiction-Film.
Leider wurde ihm kein besonders großer Erfolg zuteil, denn die Kritiken waren eher verhalten.
"Ansehnlich getrickstes Disney-Fantasyabenteuer, aber nicht ohne Längen" hieß es da z.B.

Doch in diesem Streifen sind nicht die Tricks
das Wesentliche und ebensowenig die Rahmenhandlung über eine futuristische Parallelwelt. Wie
in so manchem anderen Fantasy-Abenteuer steckt auch in diesem ein wahrer Kern, welcher sich
hier vor allem in den Charakteren und manch einer intelligenten Aussage der Hauptprotagonisten
offenbart. Und auf diesen Kern möchte ich in der Folge noch zurückkommen.

*) Falls ihr den Film nicht gesehen habt, könnt ihr HIER oder HIER, die Kurzfassung seines
Inhalts lesen. Es geht aber wie gesagt auch ohne die Inhaltsangabe 😉...



Bildquellen: KLICK / KLICK / KLICK



Tomorrowland / A World Beyond  ist prominent besetzt:
George Clooney gibt den einstmals genialen, nun jedoch desillusionierten Erfinder Frank Walker.
In seinem Haus ist einer der Räume mit mehreren Bildschirmen ausgestattet, auf denen Szenen
 von Zerstörung, Terror und Leid zu sehen sind, weiters wird darauf eine Wahrscheinlichkeit für
den Weltuntergang von 100 Prozent angezeigt. Ebenfalls in diesem Raum befindet sich eine
Weltuntergangsuhr *), bei der der Count Down bis zu unserem zu erwartenden Ende läuft.  

*) Eine ähnliche Uhr gibt es übrigens auch in der Realität - und zwar seit dem Jahr 1947. Sie soll anzeigen, 
wie knapp die Menschheit vor der Vernichtung durch Atomwaffen oder Umweltgefahren und Klimakatastrophen 
steht. Diese real existierende Weltuntergangsuhr wurde im Jänner 2018 auf "zwei Minuten vor 12" vorgestellt
 (was wir u.a. Herrn Trumps "diplomatischem" Vorgehen zu verdanken haben).

 Britt Robertson ist die junge, positiv denkende Casey Newton, die sich sehr für Wissenschaft
interessiert. Allein schon durch ihre Frage, ob wir - die Menschen - nicht die Meister unseres
Schicksals wären (und somit durch unsere Handlungen eine Veränderung herbeiführen könnten),
bringt sie die Wahrscheinlichkeits-Prozentzahl für den Weltuntergang zum Sinken - und Frank
erkennt, dass sie mit ihrer positiven, zupackenden Einstellung das Potential besitzt, die Welt in
Ordnung zu bringen - denn schon die kleinsten Veränderungen können den Lauf der Zukunft
verändern. *) 

*) Auch die real existierende Weltuntergangsuhr wurde seit 1947 mehrmals zurückgestellt. 
Zitat: "Am sichersten war die Weltlage aus Sicht der Wissenschaftler kurz nach dem Fall  der Mauer
 im Jahr 1991. Damals stand die Uhr auf 17 Minuten vor Zwölf." Da können wir wieder hin!

 Hugh Laurie, den wir von der Serie Dr. House kennen, spielt in dem Film als David Nix ebenfalls
eine zentrale Rolle. David Nix vertritt die Auffassung, dass die Menschen an den Untergang glauben
- und dass es deshalb zum Untergang kommt ... eine selbsterfüllende Prophezeiung, weil die
Menschheit aufgegeben hat. Zitat: "In jedem Augenblick steckt das Potential für eine bessere 
Zukunft, aber ihr weigert euch, es zu glauben. Ihr glaubt es nicht, und daher unternehmt ihr auch 
nicht, was nötig wäre, um sie zu verwirklichen."

Von der talentierten Jungschauspielerin Raffey Cassidy, die im Film die mysteriöse Athena gibt,
wird man vermutlich auch noch einiges hören ...


Falls euch die Fotos bekannt vorkommen: Einige stammen aus älteren Rostrosen-Posts. Diese z.B. von 
unserem Wolfsspaziergang. Manche andere aus älteren ANL-Posts.



Eine Kernaussage des Films steckt in der Parabel, die Casey Newton immer und 
immer wieder von ihrem Vater erzählt bekam:

Da sind zwei Wölfe, die ständig miteinander kämpfen. 
Der eine Wolf ist die Dunkelheit und Verzweiflung. 
Der andere ist das Licht und die Hoffnung. 
Welcher Wolf gewinnt? 

Die richtige Antwort lautet: Der Wolf, den du fütterst!

(HIER könnt ihr die längere Version dieser weisen Indianer-Geschichte lesen.)

Und damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt: Wenn wir den Wolf der Dunkelheit und
Verzweiflung "füttern", glauben wir nicht mehr daran, dass es noch eine Chance gibt. Dann
haben wir aufgegeben. Dann fügen wir uns in das vermeintlich Unvermeidliche. Dieser 
Gedanke allein macht schon schwach und antriebslos.





Deshalb lautet die Aufforderung gegen Ende des Films auch, nach den Träumern zu suchen,
die den richtigen Wolf füttern: "Findet alle, die nicht aufgegeben haben - sie sind die Zukunft!"
Füttert die Menschheit nämlich den Wolf der Hoffnung und des Lichtes, dann wächst die
Bereitschaft, etwas zu unternehmen, das der Welt hilft, und gleichzeitig die Energie, um das
Notwendige zu unternehmen. Nur dasitzen und hoffen und träumen allein oder die Augen vor
Gefahren verschließen genügt natürlich nicht 😉, wir müssen schon das unternehmen, was nötig 
ist, um eine bessere Zukunft zu verwirklichen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Und somit habe ich erneut die Kurve zum Film "Tomorrow– die Welt ist voller Lösungen"
gekriegt - denn dieser Film ist von Menschen gemacht, die den richtigen Wolf füttern und die
längst noch nicht zu träumen aufgehört haben.

Nach eigener Aussage wollen die Macher von "Tomorrow" Menschen inspirieren, eine neue
Welt zu erschaffen - soll heißen, eine Welt, in der nicht Geld, Wirtschaft, politische Macht
regieren, sondern eine Welt, in der wir endlich wieder im Einklang mit der Natur leben.



 



Und meiner Meinung nach inspiriert er tatsächlich dazu, denn die Menschen, die darin vorgestellt
werden, reißen mit, machen Mut, geben Impulse. Das ist es, was der Film kann, jedenfalls wenn
man sich offen darauf einlässt. Ich möchte daher allen, die Tomorrow noch nicht gesehen haben,
 empfehlen, ihn sich anzusehen. Vor allem, wenn ihr für die Zukunft bisher eher schwarz seht
(und somit den Wolf der Dunkelheit und Verzweiflung aufpäppelt 😉) aber natürlich nicht nur 
dann.

Soweit ich mitbekommen habe, kann man sich "Tomorrow" online gegen eine kleine Gebühr ausleihen - 
zum Beispiel HIER. Aber vielleicht findet ihr ja auch noch andere, bessere Möglichkeiten, ihn zu sehen.

(Übrigens: Ich kriege nichts für die Werbung, die ich für diesen Film mache. Aber ich glaube
an ihn und seine Kraft, etwas in eine positive Richtung verändern zu können.)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Was "Tomorrow" nicht kann, ist eine Pauschallösung anzubieten, wie man die Welt rettet. Zum
Glück, denn in diesem Fall hätte ich ihn als unehrlich und einseitig empfunden. Es gibt viele Wege,
die wir gehen können. Welche Wege das im einzelnen sind, darüber müssen wir schon alle unsere
eigenen Köpfe anstrengen. Oder vielleicht auch gar nicht unsere Köpfe, sondern unsere Muskeln,
indem wir beispielsweise ein Stück Land bestellen...

Und falls ihr nach diesem Film noch immer keinen Antrieb verspürt, "eine neue Welt zu erschaffen"
oder zumindest "innezuhalten und einen Richtungswechsel einzuleiten" (Zitat: Amely), möchte
ich euch einladen, in Amelys Blog Pfauenauge ihren cleveren Beitrag über die unterschiedlichen
Denkmustertypen zu lesen: KLICK. Dann steigt ihr vielleicht dahinter, was euch noch bremst 😉.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
 
Und dann lasst uns bitte alle unsere Bremsen lösen und loslegen.
Oder kurz gesagt: „Einfach. Jetzt. Machen“





Nun, ihr Lieben, seid ihr auf alle Fälle schon mal an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die 
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen - erzählt oder zeigt uns bitte jede 
Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz macht bzw. die zu den Begriffen 
Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit folgendem Link auf die Aktion A New Life 
hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!


Fotos (wenn nicht anders angegeben): Herr und Frau Rostrose
Herzliche Grüße von eurer Traude
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +


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Tinas Freitagsoutfit, Sunnys neuem Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB

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Und hier geht's nun zum ANL-Linkup:

Sonntag, 15. April 2012

Cat - Bird - Dog (Update)


*) Das Update findet ihr am Ende des Postings!


Servus, meine Lieben!


Wie ihr schon der Überschrift entnehmen könnt, ist es in letzter Zeit bei eurer Rostrose 
 "tierisch" zugegangen. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes.




Unsere Katzen zum Beispiel fanden das kühle und feuchte Wetter,
das bei uns in letzter Zeit vorherrschte,
tierisch langweilig.
Es machte einfach keinen Spaß, nach draußen zu gehen. 
Nina verlegte sich stattdessen aufs Dösen, Schlafen, Löcher in die Luft starren 
und "Teppich-Treten". 


Maxwell bevorzugte es hingegen, für knappe fünf Minuten nach draußen zu gehen, 
dann mit Schmutzpfoten heimzukommen und den Schmutz im ganzen Haus zu verteilen. 
So ist er nunmal, mein Bub.
Außerdem machte es ihm sichtlich Spaß, den Sofa-Überwurf zwischen Wand und Sofa herauszufischen.
(Sein Grinser auf dem Foto ist nicht "gephotoshopt", sondern echt!)
Und im Übrigen war Dösen, Schlafen und Löcher in die Luft starren angesagt ;o)


Ich selbst fand mir in diesen Tagen ebenfalls eine Indoor-Beschäftigung: 
Ich habe gebastelt, genauer gesagt mit einem Bastel-Projekt begonnen.
Denn ich besitze einige hässliche (bzw. farblich unpassende) Ordnermappen, 
z.B. für meine Rezeptesammlung, die ich schon lange verschönern wollte.
Es brauchte allerdings eine ganze Menge Inspiration,
und ich glaube nicht, dass ich es ohne euch geschafft hätte, mich dazu aufzuraffen,
 schließlich schiebe ich diese Tätigkeit schon eine Weile vor mir her... 
~~♥♥~~♥~~♥♥♥♥♥♥~~♥~~♥♥~~

Eine der Inspirationen kam von
die in einem ihrer früheren Posts beschreibt, wie sie einen Ringbuchordner mit etwas Geschenkpapier
 und aufgeklebten Blümchen "gepimpt" hat. "Geschenkpapier", dachte ich. "Gute Idee!"

Auch die Vogelmotive auf verschiedenen Dekostücken bei mir daheim waren inspirierend!

Weitere Inspirationen kamen von 
 die wahre Wunderwerke aus Papier zaubert und die mich auch zur 
Wiener Kreativmesse Ost eingeladen hat, wo ich mir unter anderem schon im Vorjahr
einen Block mit traumhaft schönem Vintage-Scrapbooking-Papier gekauft habe (siehe Collage unten)
ebenfalls eine kreative und begabte Papier-Zauber-Frau,
bei der ich im Februar dieses wunderbares Give-Away (klick) gewonnen habe.


Und so verpackte ich meinen ersten Ringordner (Ursprungsfarbe: Orange) zunächst 
mit grau-weiß kariertem Geschenkpapier (ihr seht das Papier auf der unteren Collage 
bei einem der Fotos im Hintergrund); dann wählte ich
 für die Verzierung der Vorderseite und des Ordner-Rückens 
zwei der schönen Vintagepapiere aus (eines mit Wimpelgirlande und Vögelchen, eines mit Schrift und Vögelchen :o)),
und danach kamen Masking-Tape und etwas Spitze (aus Birgits Give-Away)
zum Einsatz. Die Rückseite des Ordner-Deckels ist grau-weiß kariert geblieben.
Die Beschriftung der Vorderseite und des Rückens fehlen hier noch, 
denn gut Ding braucht Weile ;o)
♥♥♥♥♥♥
Ein kleines Nebenprodukt ist auch entstanden: Denn ein besonders schönes Papierdetail habe ich als Bild gerahmt.

Und hier seht ihr unter anderem noch einmal Details der Vogel-Glasteller,
die ich zur Zeit in meiner Galerieleiste wie Bilder an die Wand gestellt habe.

~~♥♥~~♥~~♥♥♥♥♥♥~~♥~~♥♥~~

Was die in meiner Überschrift erwähnten Hunde betrifft: denen begegnete ich
vorige Woche bei der Geburtstagsparty eines lieben "alten" (oder eigentlich jungen) Freundes, 
den ich aber leider zu fragen vergaß, ob er gern sein Foto im Internet sehen würde - 
und so habe ich ihn, wie auch den anderen Partygast auf dem Bild, mit ein paar Hundepfoten und Kronen 
"etwas verändert"... Die beiden lachen aber mindestens ebenso fröhlich 
wie eure rostige Rose, denn es war ein wunderschöner, lukullischer und netter Abend, 
für den ich mich hier noch einmal bedanken möchte!
♥♥♥♥♥♥
Ähem, ich glaube, ich habe hier bereits erwähnt, dass ich diese Häkeljacke am liebsten ständig tragen würde ;o)

Da ich mit zumindest einem vierbeinigen Gast gerechnet hatte, 
nämlich mit der reizenden Goldendoodle-(klick)-Dame
eines anderen lieben alten-jungen Freundes, war ich auch mit Hundeknochen 
ausgerüstet.  Es kam dann außerdem noch ein süßes Labrador-Mädel, und beide freuten sich tierisch 
über mein Mitbringsel :o)

~~♥♥~~♥~~♥♥♥♥♥♥~~♥~~♥♥~~

Und nun, ihr Lieben, verabschiede ich mich mit einem Maxwell-Pfotenwinker
für ein kleines Weilchen von euch. Der Koffer (klick) ist nämlich schon wieder gepackt -
keine lange Reise, nur ein kleiner, aber feiner Städteflug an einen Ort,
 den ich zuletzt vor 30 Jahren gesehen habe...
Ich habe fest vor, euch von dort wieder viele Fotos mitzubringen.
Und auch etwas anderes Positives werde ich euch nach meiner Rückkehr hoffentlich schon
vermelden können - es hat hiermit zu tun (klick & Juhu! :o))

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Viele liebe Küschelbüschel,
herzlichst, euer rostiges Röschen  
Traude
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Update:
Leider werde ich vor meiner Abreise doch keine große Blog-Runde
mehr zustande bringen. Einigen von euch habe ich noch eine Nachricht
hinterlassen, anderen leider nicht...
Ich möchte daher allen, die ich nicht mehr
zu besuchen geschafft habe, wenigstens an dieser Stelle noch
die allerliebsten Grüße dalassen! Und auch meine neuen Leserinnen
will ich noch herzlich willkommen heißen! :o)
Ich freu mich sehr über euren Besuch!:o) Auf bald und alles Liebe,
eure Traude




PS: Einen Filmtipp habe ich auch noch für euch: Gestern haben wir "Best Exotic Marigold Hotel" gesehen
und dabei ausf Wunderbarste in Erinnerungen an Indien schwelgen können. 
Eine tiefsinnige, humorige, lebendige Reise im Kinosessel! 

Montag, 16. Januar 2012

Ein Kellerkind kommt ans Licht

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 Servus und Hallo, Ihr Lieben!
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Zunächst möchte ich mich hier noch einmal rundum bei euch allen herzlich bedanken: Für euren Besuch bei meiner "Vorschau" am Samstag, für eure lieben Wünsche zum Jahreswechsel und für eure Besserungswünsche in Sachen Gesundheit. Meinen armen Mann hatte der grippale Infekt ja voll erwischt, ich hingegen habe während meines Urlaubes in der ersten Jännerwoche tapfer dagegen angekämpft: Ich war zwar die ganze Zeit über etwas verkühlt und schlapp, doch mit Erkältungsbädern, Echinacin- und homöopathischen Grippetropfen, Vitaminen und Tee ist es mir tatsächlich gelungen, mich aufrecht zu halten - und das eine oder andere "Rostrosen-Projekt" in Angriff zu nehmen. 
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WIR nehmen das Projekt "dösende Katze" in Angriff - das können wir besonders gut!

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Von einem dieser Projekte bekommt ihr heute Fotos zu sehen. 
Es handelt sich dabei übrigens um KEIN Katzen-Projekt, 
auch wenn es vielleicht so aussehen mag ;o)
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Wie einige von euch wissen, war ich bis vor kurzem ein "Keller-Kind". Soll heißen, mein "Büro" oder meine "Kemenate", mein "Arbeitsraum" oder "Atelier" oder meine höchstpersönliche chaotische Rumpelkammer befand sich im tiefen, dunklen, kalten Keller dieses Hauses. (Nunja, ehrlich gesagt hatte ich Licht ... und auch einen Elektro-Ofen... aber trotzdem...) Als im Sommer des vergangenen Jahres mein liebes erwachsenes Töchterlein von Zuhause auszog, um fortan in einer Wohngemeinschaft in Wien zu leben, fasste ich Hoffnung, dass die Tage mein Kellerdaseins gezählt sein könnten.
Und so war es dann auch. Jana gab mir die "Erlaubnis", vom Keller in "ihr" Zimmer zu ziehen - unter der Voraussetzung, dass sie darin weiterhin ab und zu übernachten kann.
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Diesen Wunsch habe ich meinem Kind natürlich gern erfüllt - allerdings bedeutet das auch, dass ich die Einrichtung vorerst möglichst einfach und flexibel halten muss, um kurzfristig mit meinem Laptop "übersiedeln" zu können, wenn Jana mal ein paar Tage hier Urlaub machen möchte. Und - ganz besonders wichtig - in meinem Büro muss ein Bett stehen, in dem Jana gut schlafen kann. 
Auch unsere Katzen meinten, dass so ein gemütliches Schlafplätzchen wohl eine Selbstverständlichkeit sei - und dass ich mir ohnehin nicht einzubilden brauche, dass dieser Raum nun MIR gehören würde. Aber bei entsprechend gutem Benehmen dürfe ich das Zimmer mit-benützen.
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Trotzdem sollte natürlich einiges von meinem Stil in das Katzen- und ehemalige Teenager-Zimmer einziehen. Ohne großen monetären und arbeitsmäßigen Aufwand. Und das war nicht ganz einfach.Denn das Zimmer ist ziemlich klein - und Janas Stil eben doch ganz anders als meiner.
Ich habe alles durchsucht, um euch ein paar Vorher-Bilder zeigen zu können - leider vergebens. Möglicherweise hat meine Tochter die Fotos mitgenommen. Also will ich versuchen, euch die frühere Einrichtung zu beschreiben:
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Janas Lieblingsfarbe ist seit jeher BLAU - die mädchenhafte "Rosa-Phase" hat sie weitgehend ausgelassen - und alles, was ich hier nenne, hat Jana selbst ausgesucht, als sie 13 oder 14 war: Die Wände waren - bis auf zwei - in himmelblau gestrichen, die Crinkle-Vorhänge glänzten in einem schönen Mittelblau, das zum Sofa umfunktionierbare Doppelbett war jeansblau, die Griffe ihrer Schubladen am Kiefernholzschrank so dunkelblau wie ein später Abendhimmel... 
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Als Akzentfarben hatte sie terracotta und rot gewählt: Zwei Wände waren in einem hellen Terracotta-Ton gestrichen, die Deckenleuchte passte dazu, die blauen Kissen auf dem Sofa hatten Streifen in dieser "erdigen" Farbe, die Lampe über ihrem Bett wiederum war ein rotes Herz, die Gardinenstange hatte rote Herzen als verzierenden Abschluss usw.  Einen alten Schrank hatte ich seinerzeit auf Janas Wunsch hin in einer Kombination dieser Farben bemalt: Blaues Meer, blauer Himmel, roter Sonnenuntergang mit terracotta-farbigen Wolkenstreifen - und davor zwei springende Delphine (in graublau)...
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"Weil ich ein Mä-ädchen bin..."
Katze Nina ist mit mir einer Meinung, dass dieser Raum erst jetzt wie ein richtiges "Mädchenzimmer" wirkt.
Wer genau hinsieht, erblickt im ovalen Spiegel links das Detail des bemalten Schrankes: Ein Delphin vor rotem Hintergrund...
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Zuerst hatte ich vor, den Schrank bei meiner Übersiedlung in dieses Zimmer weiß zu streichen (oder überhaupt in einen neuen Schrank zu investieren), aber irgendwie brachte ich es nicht übers Herz - ich ertappte mich bei folgendem Gedanken: Dieses Delphin-Bild habe ich einst für meine Tochter gemalt - möglicherweise werden sich eines Tages meine Enkelkinder darüber freuen... (Normalerweise gehöre ich nicht zu den Müttern, die schon über Enkelkinder nachdenken... Jana wird erst 19 und ich hoffe, sie läßt sich noch ein paar Jahre Zeit!) Jedenfalls haben jetzt nur die Seitenwände und der Sockel des Kasten einen weißen Anstrich erhalten (und die Terracotta-Töne der Wolkenstreifen habe ich sanft in rosé umgefärbt) - so darf er vorläufig mal bleiben. Was meint ihr dazu?
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Was da am Boden neben dem Delphin-Schrank lehnt, sind übrigens Leinwände, die aufs Bemalt-Werden warten. 
In einem so hellen Raum stehen die Chance dafür auf jeden Fall besser als im Keller!
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Natürlich mussten vor allen anderen Aktionen noch die Wände gestrichen werden (nicht in weiß, sondern in einem ganz hellen Taupe-Ton), und auch Janas blaues Bettsofa erhielt flott eine neue Optik: Mit Hilfe von zwei weißen Überwurf-Decken, einem Schaffell, einem Kuschel-Plaid (alles vom Schweden) sowie diversen Kissen aus dem Rostrosenfundus hat die Teenager-Couch nun eine verblüffend andere Wirkung als vorher.
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Die beiden Messingschränke, die das Sofa flankieren, sind über hundert Jahre alt. Sie stammen aus dem Besitz meiner "Kleinen Oma" (= die Großmutter mütterlichseits) und tragen jeweils zwei Platten aus schwarzem Marmor. Als wir von unserer (geräumigen) Stadtwohnung in unser etwas knapper bemessenes Haus am Land übersiedelten, hatte ich zunächst nicht die geringste Ahnung, wohin mit den kleinen Schränken. Also landeten sie im Keller (genau wie ich ;o)).
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Mein Mann wollte die Nachtkästen am liebsten gar nicht behalten (denn in unser winziges Schlafzimmer passten sie nicht), doch ich hänge sehr an diesen Möbelstücken. 
Ich habe sie vor rund 25 Jahren von einer "Zwischendurch-Besitzerin" sogar zurückgekauft, weil ich damit starke Kindheitserinnerungen verbinde und weil ich sie wunderschön finde. Sie gehörten einst zu einem Messing-Ehebett. Dieses Bett besitze ich allerdings nicht mehr. Ich habe bloß noch ein (zerlegtes) Messing-Einzelbett, das ebenfalls meiner kleinen Oma gehörte. (Es wartet noch im Keller auf seinen Einsatz als Daybed - keine Ahnung, wo bzw. wann ich Platz dafür finde ;o))
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So sehen die einstmals roten Herzen nun aus - ich habe sie mit Hilfe der Decoupage-Technik verwandelt.
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Und auch an der Decke hängt jetzt ein armes, bisher in den Keller verbanntes Erbstück: Der Glitzer-Glimmer-Luster ist ein Italien-Urlaubs-Souvenir meiner "Großen Oma" (also der Oma väterlicherseits), angeblich mit Klunkern aus geschliffenem Muranoglas gefertigt. Er hing früher, als wir noch in Wien lebten, im Wohnzimmer, doch mein Göttergatte konnte den Leuchter nie ausstehen, weshalb er nach der Übersiedlung in unser Haus erst noch auf seinen glanzvollen Auftritt wartete. Jetzt ist jedenfalls seine Zeit gekommen: Janas modernes Metallding mußte weichen und Omas "lüsterner Luster" kam endlich zum Einsatz! (Ein bisschen seltsam sieht er allerdings schon aus mit den den nüchternen Energiespar-Elektrokerzen - meine Großmutter verwendete immer so hübsche Glühbirnen, die wie Flammen aussahen. Aber solche kriegt man ja heutzutage bei uns nicht mehr... jedenfalls nicht dass ich wüßte...)
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Im Hintergrund seht ihr die "schwedischen Gardinen", die Janas blaue Vorhänge ersetzen...
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Tja, Ihr Lieben, das war's fürs erste - mehr kann ich euch im Moment noch nicht zeigen, weil die Seite gegenüber des Sofas noch nicht "vorzeigbar" aussieht. Es gibt einen Ivar-Regalschrank, bereits in weiß gestrichen (und die früher nachtblauen Griffe sind nun auch so wie die Vorhangstangen-Herzen mit Decoupage-Technik verwandelt), aber er muss noch hübsch eingerichtet werden, und dann steht da außerdem mein Schreibtisch - beides passt gerade mal so an die zweite Breitwand des 12 Quadratmeter kleinen Zimmers (das noch dazu eine Dachschräge über dem Sofa hat).
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Und - kann ich jetzt endlich ungestört weiterschlafen?
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Maxwell ist jedenfalls froh, dass die Führung durch das "Katzenzimmer" für heute zu Ende ist. Aber irgendwann wird es bestimmt eine Fortsetzung geben. 
A propos "Fortsetzung" - auch von meinem Elsass-Reisebericht bin ich euch noch ein paar schöne Fotos schuldig - wenn nichts dazwischen kommt, will ich euch die beim nächsten Mal zeigen.
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Für heute gibt es bloß noch einen kurzen Film-Tipp - ich habe nämlich dieser Tage den wunderbaren französischen Film "Ziemlich beste Freunde" gesehen und kann ihn euch allen nur ans Herz legen!


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Und nun kriegt ihr ganz herzhafte Küschelbüschel von mir
und natürlich schick ich euch auch wieder die allerliebsten Rostrosengrüße!
Auf bald, eure Traude 

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