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Mittwoch, 4. Oktober 2023

Straßenkunst und Gartenlust

Servus ihr Lieben!

 

Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Rückblick auf den Rostrosen-Sommer 2023 - Teil 2. Darin versprach ich euch unter anderem weitere Fotos und Schilderungen von unserem Besuch des Street Art Festivals CALLE LIBRE

Für alljene unter euch, die sich mehr für Natur, Garten und Tiere interessieren, habe ich in der Folge auch noch Impressionen von der Gartenlust-Messe im Schlosspark von Ebreichsdorf zu bieten.

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CALLE LIBRE Street Art Festival:
"Calle Libre" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "freie Straße". Der spanische Titel ist ein Hinweis auf Lateinamerika - die "Geburtsstätte" der Graffiti- und Streetart-Szene, die eine der lebendigsten und innovativsten weltweit ist. Wer meine Costa-Rica-Reiseberichte gelesen hat, hat darin auch viele Wandmalereien gesehen - die Verbreitung von Murals in den Südamerikanischen Großstädten ist noch um einiges größer und vielfältiger. Im Jahr 2014 fand in Wien das erste Calle Libre Festival im kleinen Rahmen statt - inzwischen hat es sich zu Mitteleuropas größtem Street-art-Festival gemausert.

Jakob Kattner, Begründer und Organissator von Calle Libre, lernte bei seinen Reisen atemberaubende Murals und ihre SchöpferInnen kennen und beschloss, etwas von dieser vibrierenden, vitalen Kunstform nach Wien zu bringen - mit dem Ziel, in unserer etwas biederen Hauptstadt für mehr urbane Ästhetik zu sorgen und der breiten Öffentlichkeit zu zeigen, dass diese Form der Straßenkunst nichts mit Vandalismus zu tun hat. Wenn ihr mehr über die Geschichte des Calle Libre Festivals erfahren wollt, könnt ihr euch HIER durch die einzelnen Jahre klicken (Texte in Englisch und Deutsch verfügbar).

 

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Peter, Edi, Brigitte und ich beim Calle Libre Festival 2023 vor bereits älteren bemalten Mauern im 16. Wiener Gemeindebezirk
 


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27.07 - 05.08.2023
Motto: DIEZ - Jahre der Transformation
 
Im Sommer 2023 erstreckte sich das Programm erstmals über zehn Tage, es war umfangreicher als je zuvor. Bemalt wurden diesmal zehn Wände in Ottakring, dem 16. Bezirk Wiens, von Street-Artisten aus Österreich und aller Welt.
 
Ich möchte euch nun die einzelnen Wände zeigen, bei deren Entstehung wir am 2. August zugesehen haben, und außerdem die jeweiligen Künstler vorstellen. Während der zehn Calle-Libre-Tage war dies der Tag mit dem schönsten Wetter - Sonnenschein pur. Ansonsten war es zuweilen stürmisch oder es regnete, dennoch wurden alle Künstler innerhalb der projektierten Zeit mit ihren Murals fertig
 
🎨🎨🎨
 
Griechenland
Addresse seiner Arbeit: Thalhaimergasse 9-15, 1160 Wien
 
GERA1 ist ein bildender Künstler aus Athen, der als Graffiti-Writer begann und einen Abschluss an der School of Fine Arts gemacht hat. In seinen Bildern verwebt er - mit Sprühfarbe als seinem Hauptmaterial - parallele Geschichten miteinander, die durch mehrere Ebenen von Bewegung, Form und Textur erzählt werden. So auch in seinem Mural Distraction, das eine Frau zeigt, die sowohl ein Mobiltelefon als auch ein Buch in der Hand hält - Symbole für ein paar der Herausforderungen, mit denen moderne Frauen in ihrem täglichen Leben konfrontiert sind.
 
Was da im Hintergrund wie "wildes Gekrixel" aussieht, sind übrigens Orientierungspunkte, die dem Künstler dabei helfen, trotz der Größe des Bildes und der geringen Entfernung beim Malen die richtigen Proportionen beizubehalten. Die Künstler fertigen davor kleine Skizzen an, die diese Orientierungspunkte ebenfalls zeigen.

Bildmitte: Brigitte hatte einen genauen Plan, wo die jeweiligen Murals gestaltet wurden.

Yessiow
Indonesien
Addresse: Arltgasse 16, 1160 Wien 

Yessiow, die junge Wandmalerin und Illustratorin aus Bali, war offenbar gerade erschöpft, als wir vorbeikamen, und machte Pause. Das Bemalen einer so großen Hausfassade hat nämlich etwas von einem Workout - als würde man eine Wohnung mit mehreren Räumen ausmalen. Glücklicherweise hatte sie ihren Partner Stijn dabei, der sie beim Malen unterstützte. Ihr Entwurf nennt sich Lebendiger Wandteppich und repräsentiert den dynamischen Charakter des Bezirks, der durch den Zustrom verschiedener Kulturen und Gemeinschaften beeinflusst wird.
 
 
Guillem Font
Katalonien
Addresse: Herbststraße 93-97, 1160 Wien
 
Der Illustrator Guillem Font lebt zwischen Barcelona und Mexiko-Stadt. Sein Stil entwickelte sich aus seiner Leidenschaft für die Texturen und organischen Formen von Tier- und Pflanzenarten. Sein Fassadenbild Ottakring Edelweiß zeigt eine Neuinterpretation der Nationalblume Österreichs - quasi ein Multi-Kulti-Edelweiß: Die üblicherweise weiße Blume präsentiert sich in vielfältigen Mustern, die die gesamte Grauskala abdecken und uns auf die Mischung von Kulturen, Tönen und Aromen der Welt verweisen, die in diesem Viertel Wiens zusammenkommen.

 
Als wir ihm (und seiner im Programm nicht genannten Malpartnerin) beim Arbeiten zusahen, hörten sie Reggae Music 😊:
 
 
Käthe Löffelmann *)
Österreich
Addresse: Kuffnergasse 2, 1160 Wien
 
Katharina „Käthe“ Löffelmann *) ist eine in Niederösterreich geborene multidisziplinäre Künstlerin, die derzeit in Wien lebt. Ihr im Comics-Stil gehaltenes Wandgemälde in Ottakring nennt sie "Nett ist cool" (und diese Aussage finde ich bedeutend besser als den lästerhaften Ausspruch "Nett ist die kleine Schwester von Scheiße" 😉)! Die Botschaft dahinter gefällt mir: Wir werden praktisch permanent mit Informationen überflutet, von denen viele negativ sind. Manch einer reagiert darauf durch Abstumpfung. Das Mural dreht sich im Wesentlichen darum, unser Verhältnis zu unseren Gefühlen auf eine optimistische Art und Weise zu verändern, sich mit anderen zu verbinden, aufeinander  zu achten, keine vorschnellen Urteile zu fällen und uns zu bemühen, andere Perspektiven zu verstehen.
 
*) Sorry, I don't know why the translation program in English turns Käthe's family name into "Töpfermann". Probably because artificial intelligence isn't always intelligent, but sometimes it seems to have a weird sense of humor. The name is - if I translate the "ö" as "oe", Loeffelmann - an English translation could then at most be "Spoonman". But that's not her name, it's LÖFFELMANN!
 

Luogo Comune
Italien
Addresse: Ottakringer Brauerei, 1160 Wien

Eine Wand der Ottakringer Brauerei wurde vom preisgekrönten italienischen Illustrator und Wandmaler Luogo Comune (und einer weiteren, im Proramm nicht genannten Person) mit einem Mural namens Entropie gestaltet. Wir kamen zweimal daran vorbei und ihr seht hier den Fortschritt innerhalb von 20 Minuten. Es geht in dem Mural um die Veränderung unseres Planeten im Laufe der Jahrhunderte - es erforscht, was wir zurückgelassen haben und denkt über unsere Zukunft nach.

 
Daniel Melim
Brasilien
Addresse: Abelegasse 29, 1160 Wien
 
Daniel aus São Paulo war tatsächlich bereits fertig mit seiner Wand - und hatte Zeit, mit uns ein wenig über sein Werk zu sprechen. Dass er so schnell arbeiten kann, hat mit seiner Technik zu tun - er verwendet Schablonen für seine Arbeiten und rettet damit diesen Stil, der den historischen Ursprung der Straßenkunst in Brasilien darstellt. Der hauptsächliche Zeitaufwand liegt bei ihm also in der Vorbereitung - beim Anferigen der Schablonen. Sein Projekt, in dem er verschiedenste Einflüsse vereint - von Comics über Pop-Art bis hin zur Typografie - nennt er Viele in Einem.
 
 
Frau Isa
Österreich
Addresse: Friedrich-Kaiser-Gasse 32, 1160 Wien

Auch die Illustratorin und Grafikdesignerin aus Wien pausierte gerade, als wir zu ihrer Mauer kamen, und plauderte ein bisserl mit uns. Sie malt am liebsten starke Frauengestalten mit einem etwas nostalgischen Touch und arbeitet gern mit Symbolen, die Geschichten erzählen. Im Fall dieses Werkes namens "Ansehen" sind es Erinnerungsstücke aus den letzten zehn Jahren, die den ständigen Wandel des Lebens symbolisieren.
 
Falls euch der Stil von Frau Isa bekannt vorkommt, ist das kein Wunder, sie illustriert auch verschiedenste Magazine und ihr könnt ihre Wandgemälde an vielen Orten der Welt finden - z.B. in der Dominikanischen Republik, auf Mauritius, in Großbritannien und auch in Deutschland (unter anderem die Fassade eines Wohnhauses gegenüber vom Mannheimer Klinikum - kennst du dieses Mural, liebe Tina?)

Auch das "Herumturnen" auf der Arbeitsbühne ist nicht ganz unanstrengend, außerdem bedarf es einiger Übung, damit zu navigieren - z.B. um Fahnenstangen herum. Frau Isa hatte das gut drauf:


Ledania
Kolumbien
Addresse: Wattgasse 11, 1160 Wien
 
Ledania aus Bogota ist eine der prominentesten Künstlerinnen der lateinamerikanischen Graffiti-Szene. Ihre Bilder sind Ausdruck ihrer Sehnsucht nach einer Welt, die kulturelle und natürliche Vielfalt umfasst und die Schönheit zu schätzen weiß. Ihr Mural in Ottakring nennt sie Búsqueda paralela de la calma (übersetzt in etwa "Parallele Suche nach Ruhe"). Als wir sie besuchten, war ein wichtiges Detail ihres Wandgemäldes noch nicht gut zu erkennen - aber wenn ihr genau schaut, seht ihr oberhalb des Kopfes die Skizze einer Tür. Diese Tür ist als herzliche Einladung zu verstehen, eine grenzenlose Welt zu betreten, in der die Vorstellungskraft den Zauber der Farben und die Liebe zu unserem Planeten freisetzt.
 
 
Aphenoah
Deutschland
Addresse: Sandleitengasse 9-12, 1160 Wien
 
Bei Aphenoah handelt es sich um ein Künstlerteam, bestehend aus APHE (Oliver Hollatz) und NOAH (Noah Kauertz), deren Murals durch ihre beinahe fotorealistischen Darstellungen auffallen. Das riesige Mural auf einem kantigen Gemeindebau heißt "Bauen!" und stellt eine Gruppe junger Leute bei einem Jenga-Spiel dar. Die Botschaft dahinter: Wenn die Spieler gegeneinander antreten, fällt der Turm schnell um. Veränderung gelingt am besten gemeinsam! 
 
Als wir den beiden beim Malen zusahen und ihre Arbeit fotografierten, kam eine Frau zu uns, die im Haus gegenüber wohnt und sich für die Hintergründe der Aktion interessierte. Wir erzählten ihr vom Calle Libre Festival und dass mehrere Häuser im Bezirk bemalt würden. Sie war total begeistert darüber - unter anderem auch, weil sie meinte, eine Verschönerung dieser tristen Betonkästen wäre längst fällig.

 
Erst daheim fiel uns auf, dass wir nur neun statt zehn Murals gesehen hatten. Eines, das sich etwas abseits befindet, hatten wir übersehen. Brigitte wollte diesen Fehler nicht auf sich sitzen lassen und fuhr tatsächlich am nächsten Tag noch einmal hin! Sie schickte mir zwei Fotos davon und so kann ich euch nun also auch dieses letzte Wandgemälde noch zeigen:
 
Gleo
Kolumbien
Addresse: Hippgasse 17, 1160 Wien
 
Wie zuvor schon Ledania, ist auch Gleo eine angesehene bildende Künstlerin aus KolumbienIhre Arbeiten sind in Galerien und öffentlichen Räumen auf der ganzen Welt zu sehen. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Philosophie steht die Überzeugung, dass wir untrennbar mit der Natur verbunden sind. Natur und Liebe bilden auch das zentrale Thema ihres Wandgemäldes in Ottakring: "Evoke Love as the Transforming Force" - "Beschwöre die Liebe als transformierende Kraft" -  diese Worte sollen uns an die Macht erinnern, die die Liebe besitzt, um uns selbst und die Welt um uns herum zu verändern: Die Liebe hat die Kraft zu heilen, zu vereinen und uns zu inspirieren, unser bestes Selbst zu sein - weshalb wir alle die Liebe in unserem täglichen Leben erwecken sollten ❤️.
 
Wie ihr an dem Schirm sehen könnt, hat es an diesem Tag geregnet 💦
 
Die Botschaften der Wandgemälde sind also durchwegs positiv - Toleranz, Liebe, (multikulturelles) Miteinander statt Gegeneinander... - und erfreulicherweise können solche Botschaften auch tatsächlich etwas bewirken. Sami, die in Australien lebt, berichtet in diesem Blogbeitrag z.B., dass ein Mural in Myaree (bei Perth) dafür sorgte, dass die Kleinkriminalität von Jugendlichen in dieser Gegend gestoppt wurde. 

🎨🎨🎨
 
Leider müssen die Künstler und Mitarbeiter mit wenig Geld auskommen - laut Jakob Kattner wird das Festival mit einer niedrigen vierstelligen Summe von verschiedenen Institutionen gefördert, es gibt üblicherweise nur Aufwandsentschädigungen.

Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert, würden Veranstaltungen wie diese noch stärker gefördert werden. Wir sprachen unterwegs mit zahlreichen Passanten jeden Alters, und das Echo war ausschließlich positiv: Tolle Bilder, super-talentierte Künstler, endlich wird diese hässliche oder langweilige Mauer verschönert ...

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Ich freue mich, dass ich heute so viele Murals aus Wien für Samis Linkup Monday Murals habe. Diese waren zwar (fast) alle bei unserem Besuch noch nicht fertig, aber wir werden uns bemühen, auch die fertigen Wandgemälde zu besuchen. Voerst können wir sie zumindest alle auf dieser Website betrachten. Gibt es auch in eurer Nähe interessante Wandgemälde, egal ob modern oder alt? Dann zeigt sie uns und verlinkt sie bei Sami!

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Für alljene, die im oberen Teil meines Posts das "Grün der Natur" vermisst haben, möchte ich jetzt noch ein paar Fotos aus dem Schlosspark von Ebreichsdorf zeigen. (Wenn ihr auf den Link klickt, bekommt ihr Informationen über die Geschichte dieses Wasserschlosses aus dem 13. Jahrhundert.) Wie wir durch ein Schild am Straßenrand erfuhren, fand dort von 29. September bis 1. Oktober wieder die beliebte Herbst-Gartenmesse statt - die ...

 

Für Artis Schilderwald

Zuletzt besuchten wir die Gartenlust in Ebreichsdorf im Jahr 2021- HIER mein damaliger Post, in dem ich euch u.a. ein paar Fotos davon zeigte. Diese Messe bietet neben Pflanzen, Dekorationsgegenständen und Gartenarbeitsgeräten auch Outdoormöbel sowie Heimtextilien, Kleidung und vieles mehr. Ich wollte dort vor allem nach Blumenzwiebeln für Winterlinge oder ähnliche "sehr frühe Frühblüher" suchen, aber ausgerechnet die gab es nicht. (Die Zwiebelblumenverkäuferin meinte, ich sei nicht die erste, die nach Winterlingen frage, sie müsse ihren Chef unbedingt darauf hinweisen...)

Tore für Novas T in die neue Woche

Natürlich fand ich dennoch genug Fotografierenswertes:

 

Nach dem "Schneckenwetter", das Anfang August bei uns herrschte, können sich Sonnenhungrige zumindest in unseren Breiten über das Wetter von September und Oktober nun wirklich nicht beschweren. Regenfreunde hingegen vermissen das himmlische Nass.
 
Blick auf den Turm des Schlosses und auf einen kleinen Teil des großen Schlossparks - inklusive ein paar Blicken in den blauen Himmel für Heidis Aktion Himmelsblick

Ich glaube, es war noch nicht oft der Fall, dass wir in unserer Gegend Anfang Oktober mit kurzen Ärmeln herumlaufen konnten...
 
Für alle an Outfits Interessierten - ich trug hier wieder einen Look aus mehreren Lagen: Meinen weinroten (oder brombeerroten?) Bio-Baumwoll-Maxirock von Waschb*r, darüber ein kniekurzes, ebenfalls weinrotes Sommerkleidchen - diese beiden kombiniere ich seit Jahren immer wieder gerne zu einem "langen Sommerkleid". Diesmal gibt es noch ein "Darüber", das neu ist - zumindest für euch: Das Knoten-Shirt in dem cremigen Beerenton ist aus "Cotton made in Africa" und stammt aus dem Sport-Kleidungsprogramm von Tchibo. Dafür habe ich es ursprünglich gekauft und trage es auch immer wieder mal zum Training. Aber eben nicht ausschließlich, wäre doch schade 😉 

 
[Blogparade] Always with me - ü30Blogger & friends:
In der oberen Collage seht ihr außer meiner Kleidung und dem Schlossteich noch etwas - nämlich meine alte Lederhandtasche. Und diese passt zur neuesten Blogparade der ü30Blogger & friends. Diesmal wollen die ü30-Blogger nämlich wissen, welche Dinge uns ständig begleiten. Und auch wenn ich ab und zu andere Handtaschen benütze (z.B. die Jeanstasche im oberen Teil des Posts) muss ich sagen, dass diese Tasche, die mir meine Freundin Maria vor Jahren geschenkt hat, (abgesehen von meinem lieben Göttergatten) zu meinen treuesten Begleitern zählt:
 
 
Ich weiß nicht, seit wann ich diese Tasche besitze, aber ich habe sie euch z.B. in diesem Post aus dem Jahr 2017*) gezeigt, und auch da war sie schon längst nicht mehr neu. 
 
*) Übrigens können alle, die meinen gelben Rock so schön finden, in dem 2017er-Post dieselbe Kombination von Rock und Spitzenshirt sehen wie HIER oder HIER - nur war der Rock damals noch nicht gelb von mir gefärbt worden!
 
Zurück zur Tasche: Ihr Alter ist nicht zu übersehen, sie ist schon abgeschabt und etwas fleckig, das Innenfutter schaut nicht mehr gut aus, ich brachte sie in diesem Jahr sogar zu einem Schuhmacher (!), der eine ausgerissene Schlaufe ersetzte. Er meinte, dass auch die Trageriemen nicht mehr lange halten würden und ob sich die Reparatur wirklich lohne, aber ich antwortete: Die Reparatur lohnt sich auf jeden Fall, weil ich diese Tasche LIEBE! Und HALLO-O, ich sehe auch schon abgeschabt aus und manches an mir ist reparaturbedürftig! 😂 (Der Mann nahm's mit Humor und ersetzte die Schlaufe mit einem Lederrest für wenig Geld.)
 
Ich liebe die Tasche, weil sie von Maria ist und weil sie dieses attraktive Prägemuster hat, weil sie aus schönem braunen Leder ist (das meiner Meinung nach in Würde altert) und überall dazupasst, weil sie genau die richtige Größe hat und weil man sie sowohl als normale Schultertasche als auch als Rucksack tragen kann. Die Tasche begleitet mich zum Training, zu Fotoaufträgen (denn meine Nikon samt "Reise"-Objektiv passt hinein!), auf Spaziergängen, sogar auf manchen Wanderungen und in Urlaube, weshalb sie mit mir bereits an vielen Orten dieser Welt gewesen ist. Tja, ihr Lieben - ihr seht, ich bin eine treue Seele... und innere Werte zählen für mich mehr als Äußerlichkeiten...

 
Nichtsdestotrotz kann ich auch mit optisch verführerischen Dingen einiges anfangen - die unterschiedlichen Keramik-Köpfe oben und unten fand ich z.B. äußerst dekorativ und inspirierend. Gekauft habe ich sie allerdings nicht, es gibt schon genügend "Deko-Herumsteherchen" bei uns in Haus und Garten. Das einzige, was ich im Schlosspark kaufte, waren drei handgemachte spanische Reibeteller aus Keramik (damit kann man ganz einfach Knoblauch, Zitronen, Muskatnüsse etc. reiben, siehe Link). Und außerdem gönnten Edi und ich uns ein Frappé.
 
Hübscher Kopf-Blumentopf für Friday Face OFF, Café frappé für T Stands For Tuesday

Folgende Collage: Der Mann auf dem Foto links ist Brian Senorfe, Lehrer und Künstler aus Ghana sowie seit 2015 der Geschäfts- und Lebenspartner von Ingrid Jelinek alias "Amba". In ihrem Laden in 1080 Wien (Lange Gasse 74), der ebenfalls den Namen Amba trägt, gibt es schöne Fairtrade- und Recycling-Produkte aus aller Welt zu kaufen - z.B. auch die bunten Schuhe (die man nach eigenem Wunsch gestalten lassen kann).

Die großartige Metall-Hexe auf dem Besen (unten rechts) sowie all die anderen originellen Feuerkörbe gibt es in der Feuermanufaktur zu erwerben (Grubtalstrasse 62E, 3150 Wilhelmsburg).

 
Die untere Collage wird wohl den meisten Tierfreunden gefallen: Im Schlossteich kreisten zwei Schwäne (wobei ich leider nicht weiß, ob es sich um dasselbe Schwanenpaar handelt, das ich schon vor ein paar Jahren hier schwimmen sah). Und beim Verkaufsstand der Firma RAX-Alpakas (bei dem u.a. Schals, Decken, Mützen aus Alpakawolle angeboten wurden) saßen diese beiden entzückenden "Anden-Kamele". Natürlich wurden da wieder wunderbare Erinnerungen an unsere Alpakawanderung im Jahr 2018 in den Leiser Bergen wach. Auch mit den Rax-Alpakas sind solche Wanderungen möglich.

Saturday's Critters
 
Beim Spaziergang durch den Park fielen mir viele wunderschöne große Bäume auf - unter anderem dieser mächtig ausladende Trompetenbaum (Catalpa bignonioides). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Trompetenbäume liegt in den USA, doch man findet sie auch in den wärmeren Regionen Europas recht häufig als Park- oder Straßenbäume. Sie kommen gut mit Hitze zurecht, aber nicht mit Frost. Alle Teile des Trompetenbaums sind leicht giftig. Mehr Interessantes über Trompetenbäume könnt ihr bei Astrid lesen.
 
NaturdonnerstagGartenglück-Linkparty, Garden Affair, Mein Freund, der Baum
 
Ich hoffe, es war wieder inspirierend für euch, uns Rostrosen durch die (noch junge) Wiener Street-Art-Landschaft und den (schon alten) Schlosspark zu begleiten!


 

Fotos und Videos: Wenn nicht anders angegeben 
von Herrn und Frau Rostrose und von unserer Freundin Brigitte

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Ganz herzliche Rostrosengrüße
und alles Liebe,

eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook

 

 

Donnerstag, 12. September 2024

Calle Libre Festival 2024 und [Blogparade] Outfit Challenge

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„Dauerhafte Stabilität sollte nie als selbstverständlich angesehen werden 
und wird stets Diplomatie und menschliches Eingreifen erfordern. 
Frieden ist immer harte Arbeit.“
Fintan Magee
 
Servus, ihr Lieben!
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Falls ihr euch fragt, wer Fintan Magee ist, von dem das obige Zitat stammt: Der Mann stammt aus Brisbane/Australien und malt Murals. Mehr über ihn werdet ihr weiter unten erfahren.

 

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Als wir mit unseren Freunden Brigitte und Peter auf unserer neuesten Mural-Erkundungs-Tour in Wien waren, trug ich eine Outfitkombination aus einem mehrere Jahre alten Rock und einem erst kürzlich im Sale erstandenen Shirt. Und somit passen die Schilderungen unseres Treffens wunderbar zur Outfit Challenge der ü30Blogger & friends: Kombiniere alt mit neu

Abgesehen davon passten Brigitte*) und ich mit unserer farbenfrohen Kleidung 1) gut zueinander und 2) gut zum künstlerischen Thema unseres Ausflugs. Wobei längst nicht alle Murals, die wir an diesem Tag sahen, BUNT waren. Aber manche schon 😊.

*) Brigitte trug einen (mit Färberwaid) pflanzengefärbten Rock, den sie aus der französischen Stadt Carcassonne mitgebracht hat, und eine im Aquarellstil gemusterte Bluse.

Die Fotos entstanden im Wiener Wurstelprater, den wir bei unserer Mural-Runde durchquerten. 
Herr Rostrose hat die Fotos von Brigitte und mir aufgenommen.

Genaueres zu meinem Outfit erzähle ich euch noch. Ein paar weitere Alt-Neu-Kombis werde ich euch ebenfalls bieten. Doch zuerst zum Mural-Thema:

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Hier ist er also nun, der Herr Magee (samt Malpartnern). Die Fotos in der unteren Collage sind nicht von mir - sie entstammen einem Online-Zeitungsartikel, den mir unsere Freundin Annemarie zukommen ließ, weil sie weiß, dass mich Murals interessieren.

Bildquelle: KLICK

Im Juni 2024 durfte der 39jährige Australier etwas ganz Besonderes erschaffen: Ein Wandgemälde, das für die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung steht – insbesondere für das Ziel Nummer 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Fintan Magees Entwurf war von einer Jury ausgewählt worden, und so ließ er schließlich an der Fassade des Vienna International Centre (aka UNO-City) eines der größten Wandgemälde Europas entstehen.

Dass er dazu bestens in der Lage ist, bewies der Künstler sowohl in australischen Städten wie Brisbane und Sydney als auch in Buenos Aires, Dublin, Kopenhagen, Los Angeles, London, Rom und Teheran. Das Projekt entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Calle Libre, von dem weiter unten noch die Rede sein wird.

HIER der offizielle Info-Text der Vereinten Nationen zum Mural. HIER könnt ihr euch zu einem Interview mit Fintan Magee über das Frau-mit-Taube-Mural klicken. Und HIER ein Blick auf weitere Arbeiten von Magee.

Frieden ist nichts Selbstverständliches:
Am 6. September 2024 fanden Herr Rostrose und ich gemeinsam mit Brigitte und Peter endlich die Gelegenheit, das Mural "Frau mit Taube" zu besichtigen. Es ist wahrlich monumental - die Wand ist 50 Meter hoch und 20 Meter breit - und symbolisiert die Fragilität des Friedens
 
Frau Ghada Waly, Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen in Wien, äußerte die Hoffnung "dass dieses Kunstwerk eine Inspirationsquelle für die Förderung von Nachhaltigkeit, Verständigung und Frieden auf der ganzen Welt sein wird“. Ihr Wort in Göttins Gehörgang!
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Nachdem das Jahr 2024 in vielen Ländern ein Jahr wichtiger Wahlen ist, möchte ich an diese Hoffnung noch meine eigene anknüpfen: Ich hoffe, dass ein Großteil der wahlberechtigten Bevölkerung tatsächlich ihr Recht auf freie Wahlen in Anspruch nimmt - und dass die Entscheidung, welche Person oder Partei sie letztendlich mit ihrer Stimme unterstützen, von folgenden Überlegungen getragen wird: 
  • Ist dieser Person oder Partei demokratisches Gedankengut wichtig oder kann diese Person / Partei der Demokratie schaden?
  • Steht diese Person / Partei für ein friedliches Miteinander?
  • Welche Art von Wertschätzung bringt diese Person oder Partei Frauen entgegen?
  • Wie steht es um die Themen soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Umweltschutz?
  • Wie viel ist dieser Person / Partei Bildung wert?
Abgesehen von diesen Hauptfragen habe ich noch ein paar Zusatzüberlegungen gesammelt - diese findet ihr im PS.
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Das Portal zum Vienna International Centre ist mein Beitrag zu T in die neue Woche

 
Lasset uns also weiterhin auf ein friedliches Miteinander hoffen! 
 
Unter dem Motto „Community“ / "Gemeinschaft" stand auch das 11. Wiener Calle Libre Festival. Im Zeitraum vom 31. August bis 7. September 2024 verwandelte sich unsere Hauptstadt abermals in eine Freiluftgalerie. 
 
Das oben gezeigte Wandbild von Fintan Magee entstand bereits vor dem Calle Libre Streetart-Festival 2024 - und es hat etwa drei Wochen gedauert, bis es fertiggestellt war. 
Die Künstler, die am diesjährigen Calle Libre Festival beteiligt waren, hatten hingegen nur fünf Tage Zeit, um ihre Arbeiten fertigzustellen: Die LivePaintings, an welchen internationale und nationale Street-Art-KünstlerInnen die Wände der Leopoldstadt (dem zweiten Wiener Gemeindebezirk) mit Murals gestalteten, fanden von 2. bis 6. September statt - und das bei großer Hitze.

Verschiedene Orte in der Leopoldstadt wie Gemeindebauten am Vorgartenmarkt, die Parkgarage der Messe Wien und die Rückwand eines Studentenheims dienten als Leinwände für die KünstlerInnen. 

Im vergangenen Jahr waren wir - ebenfalls mit Brigitte und Peter - beim 10. Calle Libre Festival dabei. Wegen des Jubiläums hatten die Künstler etwas mehr Zeit - und sie hatten es mit sehr gemischten Wetterlagen zu tun: Beim Festival 2023 gab es Regen, Sturm und Sonnenschein. HIER kommt ihr zu meinem Bericht über die vorjährigen Kunstwerke - fotografiert an einem sonnigen Tag 😊😎🌞.

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Für Artis Schilderwald - und ja, ich sehe das Herz, aber meine Montagsherzen kommen weiter unten 😊😍

Unsere Calle-Libre-2024-Tour begann bei zwei Wohnbauten in der Vorgartenstraße. Ich füge für euch hier immer den Namen der KünstlerInnen ein, diese versehe ich mit einem Link. Wenn ihr darauf klickt, findet ihr nähere Informationen (in englischer Sprache). HIER findet ihr einen Gesamtüberblick über die Calle-Libre-Künstler dieses Jahres.

Alex Senna / Brasilien
Addresse: Vorgartenstraße 158, 1020 Wien
 

 
Linda Steiner / Österreich
Addresse: Vorgartenstraße 160, 1020 Wien
 
Mit Linda konnten wir uns in einer Malpause kurz unterhalten; sie erzählte uns, dass sie (teils mit einem Malpartner) täglich etwa 12 Stunden an dem Mural arbeitete. Die Blumen symbolisieren den Wunsch nach "Diversity", also einer vielfältigen Gesellschaft.
 

Direkt neben diesen Wohnbauten (die unserer Meinung nach wirklich dringend eine optische Frischzellenkur benötigt hatten 😉) befindet sich der kleine, aber feine Vorgartenmarkt. Dort entdeckten wir eine ältere Wandmalerei mit Bier und Sekt trinkenden Rindviechern (das wäre schon mal was für T Stands For Tuesday) und zwei Wandmosaike:

Nuno Viegas / Portugal 
Addresse: Eveline Andrlik Hof, 1020 Wien
 
 
Ino / Griechenland  
Addresse: WU-D2, Welthandelsplatz 1, 1020 Wien
 

Auf dem Welthandeltsplatz 1 befindet sich seit September 2018 der neue Campus der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU). Hier seht ihr Details einiger moderner Gebäude, die sich auf dem Areal befinden. Diese sende ich zu Gabis neuem Linkup Farben&Formen in der Stadt. Bei dem Gebäude mit dem "hervorstehenden" Dachgeschoß handelt es sich um das Herz der Anlage - die Bibliothek & das Lernzentrum - es wurde von der irakisch-britischen Star-Architektin, Hochschullehrerin und Designerin Zaha Hadid entworfen. HIER könnt ihr mehr über den WU-Campus erfahren. 

Den Himmel über dem Campus sende ich zu Heidis Galeria Himmelsblick.


Nachdem wir über den Campus gegangen waren, durchquerten wir den Wiener Prater. Dabei entdeckten wir auch einige sehenswerte Murals - doch diese zeige ich euch ein andermal

Dante / Georgien
Addresse: Perspektivstraße 5, 1020 Wien
 
Was Dantes Wand für Calle Libre 2024 betrifft, möchte ich nun doch ein Stück weiter ausholen, denn auch wenn das Mural auf den ersten Blick nur eine Herde von friedlichen und süß dreinblickenden Schafen darstellt, handelt es sich bei genauerer Betrachtung um ein wichtiges und hoch-politisches Statement
 
Das Schaf-Mural ist das erste Wandbild einer fünfteiligen Serie, die von dem Künstler schon seit einiger Zeit geplant ist. Dante sagt darüber: „Es ist der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen, angesichts all dessen, was in der Welt vor sich geht.“


Über diese Serie von Dante kann man auf der Calle-Libre-Seite nachlesen, dass sie von Pink Floyds Album „Animals“ aus dem Jahr 1977 inspiriert ist, das lose auf George Orwells „Farm der Tiere“ basiert, in dem verschiedene soziale Klassen durch unterschiedliche Tierarten dargestellt werden.


So, und jetzt kommt's:
 
In George Orwells "Farm der Tiere" repräsentieren die Schafe die unkritische Masse der Bevölkerung, die leicht manipulierbar ist und oft blind den Anweisungen der Führer folgt
 
Die Schafe wiederholen oft den Slogan „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“, was die vereinfachte Denkweise und die Tendenz zur Massenbeeinflussung verdeutlicht. Die Schafe sind ein Beispiel dafür, wie Propaganda und Wiederholung genutzt werden, um die Meinungen und das Verhalten von Menschen zu steuern
 
Ihre Rolle in der Geschichte zeigt die Gefahren von blindem Gehorsam und die Wichtigkeit von kritischem Denken.
 
 

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Auf einem Gebäude direkt unterhalb des Schafs-Murals ließ eine südamerikanische Künstlerin ein buntes Wandbild entstehen:

Tinta del Rio / Kolumbien
Addresse: Perspektivstraße 5, 1020 Wien
 
Die skizzierte Kaffeetasse ist ein weiterer Beitrag zu Elizabeth' T Stands For Tuesday.

Noch farbenfroher geht's bei den folgenden beiden Künstlern zu:

Mina Hamada & Zosen Bandido / Spanien (bzw. Katalonien)
Addresse: Nordportalstraße 2, 1020 Wien

Brigitte und Peter waren schon am Vortag in dieser Ecke Wiens unterwegs und bekamen die Gelegenheit, mit Mina Hamada ein wenig zu plaudern und sie zu fotografieren. 

Die Streetart-Künstlerin mit japanischen Wurzeln arbeitet schon seit einigen Jahren mit dem aus Argentinien stammenden Zosen Bandido zusammen. Der Stil ihres Wiener Murals entspricht auch ihren Wandbildern in Barcelona, die sich aus einem Workshop mit Kindern ergaben. Die Kinder wurden gefragt, was sie sich wünschen oder wie sie sich ihr zukünftiges Viertel vorstellen. Dabei kamen Werte wie Respekt zwischen verschiedenen Kulturen, Frieden, Natur, Freundschaft, Liebe und Familie zusammen. Und so gestalten die beiden Wandbilder, die eben diese bunte, vielfältige Mischung aus Kinderwünschen zeigen.

Fotos von Brigitte

Wenige Schritte von diesem Wohnbau entfernt befindet sich eine Parkgarage mit zwei abgerundeten Mauern, die beide im Rahmen des Calle Libre Festivals verschönert wurden. An der ersten Mauer arbeitete die Künstlerin Nulo (eigentlich Lucía Pintos Bentancurt), an der zweiten Alan Myers: 

Nulo / Uruguay
Addresse: Nordportalstraße 4, 1020 Wien
 
 
Alan Myers / Argentinien
Addresse: Nordportalstraße 4, 1020 Wien
 

Leider schafften wir es am 6. September nicht, sämtliche Murals zu besuchen, die im Rahmen des Calle Libre Festivals 2024 entstanden sind. Und leider habe ich es heute auch nicht geschafft, euch alle Murals zu zeigen, die wir an diesem Tag gesehen haben. Es wird also die eine oder andere Fortsetzung geben. 

Für heute nur noch so viel zu diesem Thema:
Es war toll, den Street-Artisten beim kreativen Gestalten der ursprünglich kahlen und hässlichen Wände zuzusehen - und wie schon im vergangenen Jahr begegneten uns wieder einige Interessierte, die wie wir der Meinung waren, dass Wien (und ganz Österreich) noch viel, viel mehr solcherart verschönerte Mauern brauchen kann!
 
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Anne sammelt in ihrem Blog an jedem zweiten Montag  HERZEN  - also verlinke ich hier zwei Herzen, die ich in den Murals entdeckt habe, bei Montagsherz:
 
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Kommen wir nun zur oben angekündigten Outfit Challenge der ü30Blogger & friends: Für mich ist das Kombinieren von Alt mit Neu eigentlich nur insofern eine Herausforderung, weil ich schon lange kaum mehr neue Kleidungsstücke kaufe. In letzter Zeit hat es sich aber ergeben, dass einige Shirts nur noch zum "Herumschlunzen" zu Hause geeignet sind, weshalb ich mir im Sale drei neue Sommershirts gekauft habe. Das untere ist aus royalblauer Bio-Baumwolle mit Modal und ergänzt meinen alten Bio-Baumwoll-Maxirock. 
 
(Ich weiß jetzt nicht, wie alt dieser Rock genau ist, aber in DIESEM Posting von 2016 habe ich ihn euch bereits gezeigt, und da war er nicht mehr ganz neu. Ich liebe ihn nach wie vor.)

Aufmerksamen LeserInnen könnte dieser Mix "irgendwie bekannt" vorkommen. Stimmt, im März 2021 zeigte ich euch eine ähnliche Outfitkombination, allerdings mit einem Langarmshirt, und eines der damals entstandenen Fotos verwende ich auch als Profilbild.

 

Ebenfalls in DIESEM Posting von 2016 habe ich euch den rosanen Gudrun-Sj*den-Rock gezeigt. Das grüne Shirt besteht aus dem gleichen Material wie das blaue oben und ist neu. Als farbliches Bindeglied dient mein grün-bunter Regenbogengürtel vom Weltladen (auch schon mehrere Jahre alt).


Die folgende Kleidungskombination habe ich vor allem eingefügt, weil Claudia in ihrer Blogserie "Schaufensterpuppe" fragt, ob wir Fledermausärmel tragen würden. Aber klar würde ich - und habe auch mehrere dieser bequemen Kleidungsstücke in meinem Schrank. Hier trage ich sogar zwei Fledermaus-Stücke übereinander, denn sowohl das rote Shirt hat kurze Fledermausärmelchen als auch das Spitzentop darüber. Beides ist mehrere Jahre alt - die superleichte Schlupfhose Charlie in der Farbe "plum" hingegen habe ich euch in DIESEM Blogbeitrag vom Juli 2024 vorgestellt. (Sie war ein Tipp von Maren in DIESEM "Schrankwunder"-Post.) 

Achtung, derzeit gibt es diese "Zauberhose" übrigens sowohl in der Farbe "plum" als auch in der Farbe "ocean" (dunkelblau) um jeweils 10 Euro günstiger - KLICK. (Weil diese Hose wirklich perfekt für Reisen und heiße Sommertage ist, "musste" ich also bei der blauen nun auch noch zuschlagen 😉.)

Kommen wir zu meinem letzten Outfit für heute. Das Shirt (neu, aus Biobaumwolle, im Sale erstanden) hat einen Grünton, der mir eigentlich etwas zu pastellig ist. Aber es passt zu sehr vielen meiner Kleidungsstücke - und zusätzlich überzeugt haben mich die dezenten Puffärmelchen. Dazu trage ich einen sehr, sehr alten Rock (1980er- oder 90er-Jahre), den ich vor kurzem wiederentdeckt habe. Er lagerte in der Kellerschublade bei meinen Bauchtanzsachen. Er war mir immer etwas zu durchscheinend. Doch seit vorigem Sommer trage ich üblicherweise Radler-Unterhosen unter Röcken, und da stört mich die Durchsichtigkeit nicht mehr.


Samia:
Unserer Gastkatze ist das Kleidungsthema reichlich egal - Samia trägt jahrein, jahraus Pelz. Manchmal hatten wir im Sommer das Gefühl, dass es ihr damit zu heiß ist - doch mittlerweile hat es hierzulande binnen weniger Tage ordentlich abgekühlt: Am Wochenende hatte es noch etwa 30 Grad, vier Tage später sind es nur noch 12 Grad Celsius. Das war dann doch etwas gar zu plötzlich - aber für Samia und mich ist es ein Segen, dass es nicht mehr so heiß ist.
 

Nachträglich habe ich hier noch ein Wasserbild (Alte Donau und ein sprudelnder Brunnen) für Roentare H2O

Nun möchte ich euch noch herzlich danken - zum einen für eure Kommentare zu meinem vorigen Reiseberichtskapitel über unsere wunderschönen Tage in San Francisco, zum anderen für alles, was ihr mir zum Thema "Legasthenie" in meinem Sommer-Erlebnisse-Post hinterlassen habt. Das war sehr interessant und es zeigt mir, dass diese geistige Verarbeitungsweise viel weiter verbreitet ist, als man annimmt... Vielleicht sollten wir uns mal zusammentun und darum kämpfen, dass Legasthenie und Dyskalkulie nicht mehr als "Störung" bezeichnet werden, sondern als das anerkannt werden, was sie sind - eine andere Art und Weise, die Welt, ihre Formen und Symbole wahrzunehmen. Möglicherweise würde in Schulen dann auch endlich damit begonnen werden, nicht alle Schüler über einen Kamm zu scheren.

 

Fotos: Frau Rostrose - sofern nicht anders angegeben

 Alles Liebe
Eure   T  r  a  u  d  e

 

 

PS:

Meine oben gestellte Frage im Zusammenhang mit Wertschätzung gegenüber Frauen hat u.a. mit der in Österreich vor kurzem erst entschiedenen Europa-Wahl zu tun. 

Die stimmenstärkste Partei bei dieser Wahl wurde mit knappem Vorsprung die FPÖ, deren Vertreter bereits mehrfach mit Aussagen auf sich aufmerksam gemacht haben, die an NAZI-Parolen erinnern. Sie punkten hauptsächlich mit Ausländerhetze, Parteichef Kickl nannte seine politischen Gegner im NS-Jargon "Volksverräter" und möchte Frauen gerne wieder "am Herd" sehen.

Im Juli dieses Jahres sorgte eine Aussage von Harald Vilimsky, Delegationsleiter der FPÖ im EU-Parlament, für Empörung: Vor Journalisten und Journalistinnen bezeichnete er die drei wichtigsten EU-Politikerinnen - die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die europäische Zentralbankchefin Christine Lagarde - als "politisches Hexentrio" und "Gruselkabinett". Und weil ihm das noch nicht reichte, legte er nach: "Wir werden sie die Peitsche spüren lassen." Ich verstehe nicht, warum solche Männer heutzutage überhaupt noch weiterhin ihr Amt ausüben dürfen!

Und was Donals Tumps berüchtigtes Zitat "Grab ’em by the pussy" betrifft, so war dies ja bei weitem nicht seine einzige frauenfeindliche Aussage. Ich denke, selbst wenn man in manchen Belangen zu einer Person oder Partei tendiert, sollten einem solche Sprüche doch sehr zu denken geben.

Hier noch ein paar Fragen zum Drüber-Nachdenken: 

  • Wähle ich eine bestimmte Person oder Partei nur aus Protest oder Tradition - oder möchte ich tatsächlich von ihr regiert werden?
  • Wenn ich mit keiner der antretenden Personen oder Parteien zu 100 % zufrieden bin: Welcher traue ich zu, dass sie die Geschicke des Landes zumindest nicht verschlechtert? Oder zur Not auch: Welche ist das kleinere Übel?
  • Wie steht es um die diplomatischen Fähigkeiten dieser Person / Partei? Werden friedliche Lösungen gesucht oder geht es eher um Entzweiung?
  • Welche politischen Vorbilder hat diese Person / Partei?
  • Handelt es sich um Vorbilder, die freie Wahlen weiterhin ermöglichen (bzw. ermöglicht haben) oder um solche, die politische Gegner ausschalten (wollen)?
  • Gibt es noch wirkliche Pressefreiheit in den Ländern dieser Vorbilder?
  • Wie steht es um den Wahrheitsgehalt der bisher getätigten Aussagen? Manche Politiker werden zuweilen bem Lügen ertappt - wie gehen sie damit um?
  • Wie geht diese Person oder Partei mit Kritik um? Wird diese einfach weggewischt oder ist eine Diskussion möglich?
  • Wie konkret wird von dieser Person oder Partei auf Fragen geantwortet
  • Welchen Ruf hat diese Person oder Partei in anderen Ländern?
  • Hat diese Person / Partei deutliche opportunistische Tendenzen oder steht sie tatsächlich für ihre Aussagen und Werte ein?
  • Basieren politische Reden hauptsächlich auf Angriffen auf Gegner oder gibt es ein konkretes und realistisches Parteiprogramm, das auch gesetzeskonform ist?

Vielleicht fallen euch noch weitere Fragen ein, die sich Wähler stellen sollten, dann übermittelt sie mir bitte in eurem Kommentar. Sofern sie mir sinnvoll und angemessen erscheinen, werde ich meine Liste ergänzen.

Herr Rostrose hat übrigens einen (vor allem für meine Österreichischen LeserInnen) interessanten Artikel entdeckt. Wusstet ihr, dass der britische Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Stephen Fry als Nachfahre einer von den Nazis vertriebenen Großmutter die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und in Österreich stimmberechtigt ist? In einer Videobotschaft rief er zur Stimmabgabe auf. Mehr darüber HIER.