Dieses Posting wurde unter großen Schwierigkeiten "geboren" - vier Tage lang hat mich mein Computer durch Verbindungsprobleme etc. vom Weiterschreiben, Bilder einfügen und / oder Posten abgehalten. Nun ist es aber geschafft - und ein neuer PC ist bereits bestellt...
Ich bedanke mich herzlich für all eure tollen Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag über unseren Besuch im Marillen-Kräutergarten vom Stift Göttweig und über unseren Komparsen-Einsatz im Wiener Donaupark. Apropos:
Inzwischen kann ich euch schon wieder über ein neues
Komparsen-Abenteuer berichten! Das werde ich demnächst tun - heute erzähle ich euch von einem schönen Ausflug, zu dem es ebenfalls aufgrund erschwerter Bedingungen kam:
Servus ihr Lieben!
Für Ende März hatten wir eigentlich geplant, mit unseren Freunden Brigitte und Peter auf die Raxalpe zu fahren. Mit der Niederösterreich-Card 2020/2021 hätten wir nämlich noch bis zum 31.3.2021 mit der Rax-Seilbahn gratis auf den Berg fahren können. Und da wir die Karte ohnehin Covid-bedingt in dieser Saison nicht wirklich ausgekostet hatten, wollten wir diese Möglichkeit gerne noch nützen.
Aber zuerst spielte das Bergwetter "ewig" nicht mit, und dann wurde Neunkirchen aufgrund der Hochinzidenzgebietsverordnung (was für ein Wort!) zu einem Bezirk mit verpflichtenden Corona- Ausreisetests. Soll heißen: Auch Reichenau an der Rax war "Sperrbezirk". Wir hätten zwar auf die Rax fahren dürfen, aber im Fall einer Kontrolle bei der Ausreise aus dem Bezirk (also bei der Heimfahrt) einen gültigen Covid-Test vorweisen müssen.
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Für unsere Freunde aus Wien war das kein Problem - bei der Covid-Teststrecke in ihrer Wohnnähe ging es recht schnell voran... Bei uns verhielt es sich leider anders, denn bei der Teststrecke in unserem Ort war die Warteschlange extrem lange. Wir wollten nicht wegen eines Ausflugs Schlange stehen und wir trauten uns auch nicht, ohne gültigen Test nach Neunkirchen zu fahren. Als das Wetter am 31. März endlich perfekt für eine Wanderung zu werden versprach, verzichteten Edi und ich lieber auf die Fahrt mit der Rax-Seilbahn, aber wir wünschten Gitty und Peter viel Spaß bei ihrem Ausflug ins Gebirge.
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Ihr kennt uns ja schon: Trübsal geblasen haben wir natürlich trotzdem nicht! Und wir blieben an diesem traumhaften Tag auch nicht daheim: Schon einige Wochen zuvor hatte mir Brigitte einen Link zu einem Artikel geschickt, bei dem es um eine Frühlingswanderung im Leithagebirge ging - genauer gesagt im
Unser Weg führte uns zunächst zur Pfarrkirche hl. Kunigunde mit dem schmucken Wehrfriedhof. Diese Kirche wurde unter Verwendung von Mauerwerk einer früheren mittelalterlichen Kirche um 1675 errichtet, durch Kriege und Brände mehrmals zerstört und jeweils neu aufgebaut. Wenn ihr mehr über die Kirche erfahren wollt, klickt bitte auf den obigen Link.
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| Friedhof mit blühenden Bäumen und Blumenschmuck |
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| Alter Grabstein und das Innere der Kirche |
Da unser Besuch in der Osterwoche stattfand, war nicht nur ein entsprechender Bibeltext aufgeschlagen, es gab auch eine sehr interessante Installation im Altarraum:
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| Ich finde es gut, wenn Menschen auf solche Weise zum nachdenken angeregt werden. |
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| Himmelsblick mit Möwenschwarm |
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| Weingärten und Obstbäume in der Umgebung von Breitenbrunn |
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Unter dem Ast mit der Taube gingen wir auch eher vorsichtig durch. Da gab's bereits ähnliche Erlebnisse wie mit der irischen Möwe 😉 |
Nach einiger Zeit erreichten wir den Eingang zum Naturschutzgebiet "Thenau" Breitenbrunn. Dabei handelt es sich mit etwa 50 Hektar Ausdehnung um eines der größten (und besonders artenreichen) Trockenrasengebiete des Burgenlandes. Hier wachsen in den Frühlingsmonaten seltene Pflanzen wie die Groß-Küchenschelle, das Frühlingsadonisröschen, die Hochstiel-Kugelblume, Zwergiris oder verschiedene Gräser und Sukkulenten. Ohne Pflegemaßnahmen besteht allerdings die Gefahr von Verbuschung und Zuwachsen mit Gehölzen (z.B. die sich rasch ausbreitende Robinie). Deshalb wird durch Beweidung versucht, dieses landschaftliche Kleinod zu erhalten.
Leider führte das kalte Frühlingswetter in diesem Jahr dazu, dass alles etwas später zu blühen begann als in den vergangenen Jahren - und so fand unser Besuch etwa ein, zwei Wochen zu früh statt. Der gern zitierte "Teppich aus rosaroten, gelben und blauen Blüten" war noch etwas lückenhaft. Aber natürlich entdeckten wir bei unserer Wanderung dennoch viele fotografierenswerte Blüten. (Und wir sahen außerdem eine Eidechse, die allerdings zu schnell für meinen Kamerafinger war.)
Unter anderem blühen auch hier zahlreiche Dirndlstauden (= Kornelkirschen). [In meinem Posting Zur Dirndl-Blüte ins Pielachtal erzählte ich euch mehr über diese wertvolle Pflanze.] Edi warf sich zwischen den gelben Blütenwolken in Pose 😊:
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| Weiße Kalksteinfelsen erinnern daran, dass sich hier vor Urzeiten das Meer befand. |
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| Ich freute mich sehr, hier diesen entzückenden "Määähs" zu begegnen 🐏🐐🐑 |
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| Die gelbe Blume unten links ist eine Frühlings-Adonis (adonis vernalis), die hier im Trockenrasen blüht. |
Die Rundwanderung führt über den sogenannten Kirschblüten-Radweg zurück zum Ausgangspunkt. Leider standen die Kirschbäume in dieser Allee Ende März erst kurz vor der Blüte - lediglich ein paar Zierkirschen blühten bereits.
Am Rand des Radweges entdeckten wir eine alte Dreifaltigkeits-Statue, die bei der Bevölkerung einst den Spitznamen "Oghockter Herrgott" (Abgehackter Herrgott) trug - denn dem steinernen Gottvater war im Laufe der Jahrhunderte der Kopf abhanden gekommen. (Möglicherweise war er der Statue während einer kriegerischen Auseinandersetzung abgehackt worden.) Im Zuge einer Restaurierung Mitte der 1980er wurde der Kopf ersetzt.
Die Region rund um den Neusiedlersee ist bei Urlaubern sehr beliebt. Der örtliche Tourismusverband bedankte sich bei seinen treuen Dauergästen auf ganz besondere Art und Weise: Zwischen den Kirschbäumen waren geschnitzte Holz-Tafeln "zur Anerkennung für 30 Jahre Urlaub in Breitenbrunn" aufgestellt worden.
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| Ein ganz besonderer "Schilderwald" am Kirschblüten-Radweg |
Zwei Radfahrerinnen hatten angehalten und sahen auf dem Boden einem interessanten Miniatur-Schauspiel zu. Wir waren neugierig und gesellten uns zu ihnen: Ein etwa 1 cm kleiner Käfer wälzte mühsam und unverdrossen eine Dungkugel über den Weg. Das Internet verriet mir später, dass es sich bei dem Winzling um einen Matten Pillenwälzer oder -dreher handelt. Die Kugeln dienen diesen Insekten einerseits als Nahrungsquelle, andererseits zur Eiablage.
Im Zentrum von Breitenbrunn befindet sich ein Turm, den ich ursprünglich für einen weiteren Kirchturm gehalten hatte - in Wirklichkeit aber handelt es sich dabei um ein Turmmuseum. Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir an einigen schönen alten Weinkellern vorbei - und auch, wenn es in ganz Breitenbrunn keine Straßenbahnen gibt, befand sich vor einem dieser Keller ein Straßenbahn-Haltestellen-Schild. Dieses war (wie wir der Aufschrift entnahmen) wohl ein Geschenk für eine der Weinkeller-Besitzerinnen - und somit eine originalgetreue Kopie der Wiener Haltestellen-Schilder.
Das Straßenschild rechts unten hingegen ist echt; in dieser Gasse befindet sich die Volksschule, und dort hatten wir unseren Wagen geparkt. Das Schild ehrt den mittlerweile 90jährigen österreichischer Maler, Graphiker und Bildhauer Gottfried Kumpf, der vor allem durch seine naiven Landschaftsmalereien und Bronzeskulpturen Berühmtheit erlangt hat. Sein Markenzeichen ist eine kleine Figur, die sich auf fast jedem seiner Bilder befindet; sie heißt »Der Asoziale«.
Damit waren wir am Ende unserer Rundwanderung angekommen - und ich denke, man sieht, dass wir diesen Ausflug genossen haben. Ich hoffe, auch ihr wart gerne mit uns in Breitenbrunn und im Naturschutzgebiet Thenauriegel unterwegs!
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Auch unsere Freunde Brigitte und Peter haben bei ihrem Ausflug auf die Rax einen schönen Tag verbracht. Hier bekommt ihr zum heutigen Abschluss einen Blick auf die Fotos, die mir Brigitte von dort per WhatsApp geschickt hat:
... allerliebste Rostrosengrüße und Küschelbüschel,
eure Traude
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick




























































