HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.
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In den Jahren 1996 und 2000 verbrachten Herr Rostrose, die
kleine Rostrosen-Tochter Jana und ich zwei unvergessliche Urlaube in der Toskana. [Ihr könnt darüber unten in der "Vorgeschichte" mehr erfahren oder aber, falls sie euch nicht interessiert - einfach zur Überschrift "Toskana (und ein bisserl mehr) 2021" weiterscrollen.] Obwohl wir üblicherweise gern an Orte fahren, die wir noch nicht besucht haben, um Neues kennenzulernen, sprachen wir häufig darüber, dass wir diesen Landstrich mit seinem ganz besonderen Reiz gern noch einmal besuchen würden.
Unsere Freunde Brigitte und Peter hatten schon einzelne Orte in dieser Region in Mittel-Italien besucht, aber noch keinen längeren Toskana-Urlaub verbracht. Sie verspürten ebenfalls Lust darauf, diese Landschaft voller Kultur, Schönheit und Geschichte näher kennenzulernen. Wegen Covid-19 hatten ein paar unserer für 2020 und 2021 geplanten Reisen nicht stattgefunden. Würde es im September 2021 klappen, gemeinsam ein Ferienhäuschen zu mieten und von dort aus sternförmige Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen? Einen Versuch war es allemal wert!
Ciao, ihr Lieben!
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Die Vorgeschichte
Im ersten Toskana-Urlaub - vor 25 Jahren - mieteten wir zusammen mit meiner Freundin Anita und deren Tochter Natascha ein Ferienquartier in einem Landhaus beim Städtchen Montalcinello. (Man kann das idyllisch gelegene Ferienhaus immer noch mieten: Poggio Corbo.) Jana war damals drei Jahre alt und schon voll bei der Sache. Immerhin befanden wir uns in einem Land, in dem man problemlos jeden Tag Spaghetti 🍝
essen konnte 😋
, es gab einen Swimmingpool vor dem Haus, eine große Freundin war mit dabei und wir erlebten viele Abenteuer.
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
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Toskana 1996 - entschuldigt bitte die Fotoqualität, ich habe die alten Bilder mit dem Handy vom Album abfotografiert...
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Wir besuchten Siena, fuhren zweimal zum Baden ans Meer (einmal an die Maremma und einmal nach San Vincenzo), ich erfüllte mir erstmals den Traum, den zauberhaften Tarotgarten von Niki de Saint Phalle zu besuchen, der auch die Kinder sehr beeindruckte (und wenn ihr wissen wollt, welch großes Glück wir dabei hatten, klickt bitte auf den obigen Link.) Wir waren in San Gimignano, Pisa, Florenz, Lucca und im Pinocchio-Park von Collodi, besuchten zwischendurch auch kleinere Dörfer in der Toskana, streichelten Hunde, Esel und Katzen, wo immer sie uns unterkamen, oder legten Ruhetage am Pool ein, blickten von dort über malerische Hügel und genossen das Dolce Vita mit Lavendelduft, umherhuschenden Eidechsen, Glühwürmchen und unbeschwerten Sommertagen sehr.
Damals begann ich von einem eigenen Haus mit einem Lavendelstrauch neben der Terrasse zu träumen, doch ich glaubte nicht daran, dass daraus jemals Wirklichkeit werden könnte. Es dauerte noch sechs Jahre - bis 2002 - dann ging der Traum tatsächlich in Erfüllung 😍. Seither leben wir in einem Häuschen im Grünen, und mitsamt seinem Lavendelstrauch, der von Bienen und Hummeln, Schmetterlingen und neuerdings auch Gottesanbeterinnen bevölkert wird, macht es mich immer noch sehr, sehr glücklich.
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Toskana 2000
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Doch bevor es so weit war, unternahmen wir noch einen zweiten Toskana-Urlaub, abermals mit Anita und Natascha, und diesmal stieß auch Anitas Lebensgefährte Norbert zu uns. Wir wohnten in einem großen, umgebauten Bauernhaus bei Santa Croce sull' Arno. (Dieses Quartier kann ich im Internet nicht mehr finden.) Manche Orte bereisten wir wieder - wie den Tarot-Garten, San Gimignano oder Lucca, manche zum ersten Mal, wie Volterra, San Miniato und Vinci, wo wir das Leonardo-da-Vinci-Museum aufsuchten und uns außerdem mit einem weiteren befreundeten Paar trafen, das in der Nähe auf einem Campingplatz Urlaub machte. Gleich neben unserem Ferienhaus weideten Pferde, bei denen wir beinahe täglich vorbeisahen, und ich erinnere mich an viele lustige und hitzige Kartenpartien mit unseren Freunden. Kurz: Mit der Toskana verbinden wir zahlreiche wunderschöne Erinnerungen.
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Toskana (und ein bisserl mehr) 2021
Kein Wunder also, dass es uns wieder dorthin zog. Diesmal planten wir die Reise zusammen mit unseren Freunden Brigitte und Peter - und glücklicherweise sprach letztendlich auch in Covid-Zeiten nichts dagegen...
Um die Umwelt zu schonen, beschlossen wir, mit nur einem Fahrzeug zu fahren. In der folgenden Collage seht ihr Brigittes und Peters Wagen mit dem voll bepackten Kofferraum. Theoretisch könnten wir natürlich mit weniger Gepäck reisen, und bei einem Bahn-Urlaub müssten wir das wohl auch. Aber für diesen Urlaub hatten wir uns vorgenommen, zwar mit relativ wenig Kleidung auszukommen, jedoch bei anderen Bequemlichkeiten nicht zu sparen. Jeder von uns hatte einen Trolly und einen Rucksack dabei und dann
gab es noch ein paar Extras wie eine Kühltasche für Lebensmittel,
Wanderschuhe und mein Varilymph Kompressionstherapiegerät, um meinen Lipödem-Beinen nach langen Ausflügen eine lindernde Beinmassage bzw. Lymphdrainage gönnen zu können. Darüber war ich letztendlich ziemlich froh.
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1. Station: Udine
Um nicht in einem Rutsch von Wien bis in die Toskana durchfahren zu müssen, planten wir ungefähr
in der Mitte der Strecke eine
Zwischenstation ein. Brigitte und Peter fanden im Netz heraus, dass
Udine sich für diesen Zweck gut eignen würde - und so lernten wir eine interessante und sehenswerte Stadt kennen. Ich nehme euch jetzt einfach mit auf einen kleinen fotografischen Streifzug und gebe nur wenige Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten. Wenn ihr mehr über die Stadt wissen wollt, findet ihr tolle
Informationen im Blog
"Verliebt in Italien" unter dem Titel
Udine - die wichtigste Stadt im Herzen von Friaul - Untertitel:
…viel zu schade, um daran vorbei zu fahren. (Dem stimme ich zu!)
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Bei den entzückenden kleinen Fiats bekomme ich mütterliche Gefühle! Und sie sind praktisch in den oft engen italienischen Gassen. Aber sehr viel Gepäck hätten wir da wohl kaum untergebracht 😉 |
Wie überall in Italien, gibt es in Udine viele Kirchen - große und
solche, die so klein sind, dass sie neben den Wohnbauten regelrecht
"verschwinden", einfache und sehr prunkvolle, alte und nicht ganz so
alte... Und auch sonst stößt man in Udine auf viel Sehenswertes ...
Für Artis Schilderwald habe ich wieder einiges gesammelt: Unterwegs fiel uns eine Fassade auf, die über und über mit Schrift verziert war. Durch eine Tafel erfuhren wir, dass
Tina Modotti am 16. August 1896 in diesem Haus geboren worden war. Eine Marmortafel auf dem Weg zum Schloss erinnert an "
Doktoro Esperanto". Und beim
Castello di Udine informiert ein Schild über die Baujahre verschiedener Gebäudeteile der Schlossanlage.
Wer aber war nun Tina Modotti und wer war dieser
"Doktoro Esperanto"? Beim Letztgenannten handelt es sich um ein Pseudonym des polnisch-jüdischen Arztes
Ludwik Lejzer Zamenhof, der die Plansprache
Esperanto erfand und die Hoffnung hegte, dass durch eine gemeinsame Zweit-Sprache für alle Menschen ein Beitrag zu einer besseren Völkerverständigung geleistet werden könne. Eine wunderbare Idee, die sich leider nicht weltweit durchsetzen konnte, aber immer noch eine große Anhängerschaft hat.
(Für nähere Informationen klickt bitte auf die Links.) Der in Udine geborene und verstorbene Natur- und Sprachwissenschaftler
Achille Tellini ließ diese Marmorstele auf eigene Kosten errichten und schenkte sie anschließend der Gemeinde Udine. Tellini war ein Zeitgenosse von Zamenhof und ein wichtiger Vertreter der italienischen Esperanto-Bewegung.
(Das Doktoro-Esperanto-Denkmal befindet sich HIER - auf dem Weg zum Schloss - und nicht im Giardino dell'Esperanto, der von der Udine Esperanto-Gruppe Nova Espero Friuli gegründet wurde.)
Den Namen Tina Modotti (1896-1942) kannte ich im Zusammenhang mit Frida Kahlo und Diego Rivera, mit denen sie befreundet war; ich erinnerte mich aber nicht, dass sie in Udine geboren war. Auch Pablo Neruda, der das Gedicht auf der Gedenktafel verfasst hat, zählte zu ihrem Freundeskreis. Astrid K. hat ihr in der Rubrik Great Women einen wunderbaren Beitrag gewidmet - ihr findet ihn HIER. Tina Modotti war eine Pionierin der Fotografie, sie spielte in einigen Stummfilmen mit, verfasste und publizierte einen Vers- und Prosaband, war politisch aktiv und führte auch sonst ein zwar kurzes, aber so bewegtes Leben, dass man damit mehrere Romane füllen könnte.
"... ein faszinierendes Beispiel für eine Frau, der es nicht reichte, eine umworbene Schönheit vor der Kamera zu sein ..." (Astrid K. über Tina Modotti)
Informationen über die Fassade des Modotti-Geburtshauses von Franco del Zotto Odorico findet ihr hier: KLICK in englischer Sprache oder KLICK - deutsche Übersetzung).
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| die Tina Modotti in Tehuantepec fotografiert hat. Quelle KLICK |

Im Schlosspark des Castello di Udine gibt es einige sehenswerte Bäume, z.B. eine monumentale Himalaya-Zeder. Der hohe Olivenbaum befindet sich beim Schloss neben der Gastwirtschaft
“Casa della Contadinanza”, der bizarr verdrehte Baum neben der
Treppe vom Schloss in Richtung Piazza Libertà:
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Kann jemand von euch den Baum in der Mitte identifizieren?
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Auch auf schöne Türen und Tore stößt man in Udine allerorten:
Bei den Eingängen zum Schloss standen übrigens Wächter, welche die
3G überprüften. Und auch an anderen Stellen in der Stadt wurde überprüft, ob man einen Impfnachweis oder ein Testergebnis dabei hat. Denn (und das hatten wir vorher nicht gewusst!) ganz
Udine war an diesem Wochenende in Festtagsstimmung:
Vom 9. bis
12. September fand die so genannte Friuli DOC statt, eine Art Spezialitätenmesse für Weine und andere Produkte aus Friaul: "Vom Vorplatz des Schlosses bis hin zur Via Mercatovecchio, vom Platz
Piazza XX Settembre bis zur Via Veneto wird das Herz von Udine den
regionalen Köstlichkeiten, den besten handgefertigten Produkten und
vielen weiteren Gelegenheiten des Zusammentreffens und der Verkostungen
Platz bieten. All dies umgeben von einem umfangreichen Programm an Musik
und Unterhaltung." Und so war nicht nur ganz Udine auf den Beinen, sondern wohl auch die Bevölkerung der Umgebung...

Für uns war das kein Problem, wir hatten den Impfnachweis dabei, aber auf manchen Plätzen (beim Schloss, auf der Piazza Giacomo Matteotti usw.) waren Marktstände oder Sitzgelegenheiten aufgebaut und es herrschte rundum ziemlicher Trubel, was das Fotografieren und Durchkommen etwas erschwerte 😉.
In der Altstadt fanden wir dennoch einen Platz zum Ausruhen und gönnten uns Erfrischungen und eine kleine süße Stärkung :

Wenn man hauptsächlich nach oben fotografiert oder den richtigen Moment abwartet, schafft man trotz Volksfeststimmung Fotos mit möglichst wenigen Menschen drauf 😉:

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Die Piazza Libertà war zu Beginn noch gesperrt, da konnte man zumindest in manche Richtungen Fotos ohne Leute machen...
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Abends fanden wir dann noch reichlich Platz in der Osteria Alla Ghiacciaia. Das Lokal-Foto entstand zu Beginn unseres Lokalbesuchs - Italiener essen ja bekanntlich gern später zu Abend als unsereiner. Im Lauf der Zeit füllte sich das Lokal jedoch, und es klang so, als wären vor allem Italiener anwesend. Meiner Erfahrung nach spricht es zumeist für ein Lokal, wenn es hauptsächlich von Inländern besucht wird - und auch hier wurden wir nicht enttäuscht; es schmeckte uns sehr gut und war ein angenehmer Tages-Ausklang. Danach gab's noch einen kleinen Schaufensterbummel in Richtung B&B-Hotel, und dann schliefen wir unserem ersten Tag in der Toskana entgegen.
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| Das grün-rote Erdbeerkleid hätte gut in mein Beuteschema gepasst. Die große Erdbeervase auch. Aber ich kauf ja nix mehr 😊 |
So viel also zu unserem ersten Urlaubstag in Italien. Bald geht es weiter mit Teil 2 meines Reiseberichtes. Für heute bedanke ich mich sehr für euer Interesse - und für eure Besuche und lieben Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Rostrosige September-Tage!
Die Fotos in diesem Beitrag stammen von Brigitte, Edi und mir.
Herzliche Oktobergrüße und alles Liebe
🌿 T r a u d e 🌿
Und weil dieser Urlaub eindeutig unter "Spätsommergenüsse" fällt und ich noch dazu ein Outfit in einem schönen Herbstrot-Ton trug, verlinke ich auch dieses Posting wieder bei der [BLOGPARADE] Die Farben reifer Früchte - ue30blogger & friends 😊. Mehr darüber HIER.
