Posts für Suchanfrage kaiser franz josef werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage kaiser franz josef werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. August 2024

Kelten, Katzen und mehr - Sommer-Erlebnisse Juni & Juli 2024

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
 Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

 
Servus ihr Lieben,...
 ۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩

 ... nachdem ich euch über unsere Zeit in Neuseeland vom Anfang bis zum Ende erzählt habe, unterbreche ich heute meinen Weltreisebericht. Vielen Dank fürs bisherige Mitreisen! Demnächst geht's mit unserer nächsten Station - San Francisco - weiter. (Aber nicht nur in San Francisco kann man Blumen im Haar tragen, wie ihr bald sehen werdet 😉.)

Den letzten Rückblick auf unser Leben hier in Österreich habe ich euch Ende Juli mit meiner Rückschau auf den Rest vom Mai 2024 - und auf turbulente Junitage geboten - aber da schaffte ich es nicht, bis zum Juni-Ende zu erzählen. Also geht's heute weiter mit dem ...

 

... Keltenfestival zum Sommerbeginn 🌼🔥🌺🌞🌻: 
Alljährlich findet (schon seit 1998) im Gemeindegebiet der niederösterreichischen Ortschaft Schwarzenbach rund um den 21. Juni eine mehrtägige Sommersonnenwend-Feier nach Art der Kelten statt. Denn am Burgberg der Marktgemeinde Schwarzenbach befand sich während des zweiten und ersten vorchristlichen Jahrhunderts die keltische Höhensiedlung Burg, die während der Latènezeit ein wichtiges Zentrum der Eisengewinnung war.

Der Ort ist nur etwa 40 bis 50 Minuten von uns entfernt, dennoch hatten wir davor noch nie etwas von diesem Fest mitbekommen und waren am 23. Juni 2024 zum ersten Mal dort.

Sommer-Outfit #1:
Mein "Historic-Festival-Outfit" 😁 - auch schon bei diversen Ritterfesten getragen (KLICK) - ist nicht wirklich keltisch, aber das Passendste, was mein Kleiderschrank so hergab 😉

 

Am Ort der einstigen Keltensiedlung befindet sich nun ein Freilichtmuseum; bei der Rekonstruktion späteisenzeitlicher Gebäude wurde besonderer Wert auf Berücksichtigung der archäologischen Ergebnisse und auf bekannte historische Fakten gelegt. In dem Areal finden laufend Veranstaltungen zur Wissenschafts- und Kulturvermittlung statt. 

Die Kelten lebten in verschiedenen Regionen Europas, darunter Gallien, Britannien und z.B. auch im heutigen Deutschland (insbesondere im Süden des Landes), Österreich und der Schweiz. Sie hatten eine ausgeprägte Kultur, Sprache und Gesellschaftsstruktur und lebten in großer Naturverbundenheit (wie die Verehrung von Bäumen, Gewässern und anderen natürlichen Elementen zeigt)
Sie können in gewissem Maße als "Europäische Natives" betrachtet werden - oder zumindest als ein Teil davon, da Europa im Laufe der Geschichte von vielen verschiedenen Völkern und Kulturen bewohnt wurde. Das Keltenvolk ist nicht ausgestorben, sondern vermischte sich im Verlauf der Jahrhunderte mit anderen Völkern. 
In alten römischen Schriften werden die Kelten als hellhäutige Menschen mit blonden, braunen oder roten Haaren beschrieben - wer weiß, vielleicht bin ich also eine Nachfahrin? (Auch wenn ich manchmal behaupte, eine Wikingerbraut zu sein 😀...)
 
Oben das rekonstruierte Dorf, unten das Festivalgelände

Das Sommersonnwendfeuer haben wir versäumt, das fand nämlich pünktlich zum 21. Juni statt, aber es gab auch zwei Tage später noch jede Menge zu sehen und zu erleben:

Viele süße Tiere gab's auch. Okay - Alpakas sind jetzt keine klassischen Keltentiere, aber ich freu mich trotzdem 😍

Und wir bekamen außerdem Schönes zu hören - unten seht ihr die Musikerinnen der Folk-Band All Souls Night... (und HIER könnt ihr euch ein Video der Band ansehen / anhören.)

Ich sprach zu Beginn von "Blumen im Haar" - oben seht ihr, wie die Kränze gebunden wurden, unten einige der vielen mit Blumen geschmückten Frauen und auch Männer, die uns bei dem Fest begegneten. (Manche Männer setzten aber auch auf Körperbemalung 😊.)


Unten links - so wurden Schafe einst geschoren, als es noch keine Elektroscheren gab. (Das Schaf war enorm geduldig 😁🐑)

Es gab mehrere Stationen, wo z.B. Axtwerfen oder Feuermachen ausprobiert werden konnte. Zahlungmittel im Festivalgelände waren ausschließlich die oben gezeigen Münzen namens "Kelten"

 

Natürlich wurde auch Kunsthandwerkliches zum Kauf angeboten ...

... und außerdem Marmeladen, Spirituosen (im Laden "Fruchtbarkeiten" 😊) und anderes Selbstgemachtes (Für Artis Schilderwald)

Außerdem wurde - wie auch bei den Ritterfesten - eine spannende Reiter-Stuntshow von kühnen Männern und einer mindestens ebenso verwegenen Frau geboten:

Die Schwerter passen zu Rain's aktueller Art&Dinner Date Herausforderung

Ein paar Juniblüten in unserem Garten:


Sommer-Outfit #2:
In diesem Sommer spielen in meiner "Capsule Wardrobe" Farbtöne wie Gelb, Orange, Rot, Grün und Braun eine große Rolle. Sowohl die legere Hose mit Blattmotiven als auch das gelbe Blousonshirt kennt ihr schon aus vorjährigen Posts.


  
Enkelkatzen-😻😻😻-Sitting und Katzenbesuch:
Ende Juni durften wir etwas mehr als eine Woche lang die drei Katzen meiner Tochter verwöhnen - und sie mit ein paar Spielen und Leckerlis bei Laune halten 😊: 

Auch unsere Gastkatze Samia kommt uns weiterhin regelmäßig in Haus und Garten besuchen und genießt an heißen Tagen gern den Schatten in unserem Pavillon.

Die zartrosafabige Ballonblume (Platycodon grandiflorus) in unserem Garten zeigte wunderschöne Blüten, die verschiedenen Rosen auch

Einladung zum Essen und Sommer-Outfit #3:
Am 3. Juli lud uns Edis Schwester (meine Schwägerin Anita) zum Plachutta in der Wollzeile ein - das ist ein Traditionslokal in der Wiener Innenstadt. (Es gibt auch noch einen Plachutta im 13. Bezirk, dort war ich einmal bei einem Klassentreffen.) Das war mein Outfit an diesem Tag:  
 
 
Wir reisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und stiegen bei der U-Bahn-Station Stephansplatz aus. Unten seht ihr eines der Wahrzeichen der Stadt, den Wiener Stephansdom, die Pferdekutschen namens "Fiaker", an denen wir vorbeikamen, und die Getränke, die wir hatten:

Für T Stands For Tuesday 🥂 und Gabis Farben&Formen in der Stadt
 
Der Plachutta bietet verschiedene Wiener Küchenklassiker wie Wiener Schnitzel an und ist vor allem berühmt für seine Rindfleisch-Gerichte, die direkt in der Rindsuppe serviert werden. 
 
Man isst also zuerst die Suppe und fischt sich dann das Fleisch heraus, zu dem werden dann traditionelle Beilagen wie Apfelkren, Schnittlauchsauce, Rösterdäpfel & gebähtes Schwarzbrot serviert. Auf den Tellern kann man sehen, von welchem Tel des Österreichischen Weiderindes das jeweilige Fleischstück stammt. Edi und Anita entschieden sich für ein sogenanntes Weißes Scherzel. Mein Lieblingsrindfleisch ist für gewöhnlich der Tafelspitz (und angeblich war das auch das Lieblingsstück von Kaiser Franz Josef), also bestellte ich den. 
 
Ich meckere normalerweise nicht über Essen (erst recht nicht, wenn ich dazu eingeladen wurde), hätte mir jedoch von einem hochpreisigen "Spezialisten" für Rindfleischgerichte um einiges mehr erwartet. Ich habe schon weitaus besseren Tafelspitz gegessen - und zwar in weitaus weniger teuren Restaurants. Die Suppe und die Beilagen schmeckten mir um Klassen besser als das trockene Fleisch. Edi und seine Schwester waren mit ihrem Weißen Scherzel zufrieden, aber von mir gibt's keine Empfehlung für das Restaurant. (Soll heißen: Spart euch das Geld, wenn ihr nach Wien kommt. Wir haben wirklich eine tolle Speisenvielfalt in unserem Land, die ihresgleichen sucht und es verdient probiert zu werden - aber esst lieber in einem netten kleinen Wirtshaus mit "normalen" Preisen.)

 
 
Wachau-Himmel: 
Über die viereinhalb Julitage, die wir in der wunderschönen Wachau verbrachten, habe ich euch in DIESEM Blogbeitrag erzählt. Der Himmel zeigte in dieser Zeit die unterschiedlichsten interessanten Wolkenformen - ein paar der Himmelsblicke habe ich für meinen heutigen Post aufgehoben: 


Sommer-Outfit #4:
Hier eine andere Variante des oben gezeigten Outfits #3 - es unterscheidet sich nur durch die Kette und die übergeworfene Bluse in Orange.


Gartenleben:
Ein Garten sieht ja oft alle paar Tage anders aus. Während wir in der Wachau waren, haben die Taglilien zu blühen begonnen und auch einige andere Pflanzen erlebten ihre Hochblüte, während andere (wie die Ballonblume links oben) ihren Zenit überschritten hatten. Aber dieser Larve eines Grünen Heupferdes (Tettigonia viridissima) machte das nichts aus.

 
Abkühlung!
Dieser Sommer brauchte etwas länger als andere, um richtig durchzustarten... und dafür war ich ihm äußerst dankbar. Ich bin nicht wirklich für Temperaturen über 30 Grad Celsius geschaffen - siehe oben, blasse rothaarige Keltin oder Wikingerbraut... - erst recht nicht, wenn sie sich tagelang halten und auch die Nächte nicht kühler werden. (Und falls ihr nun fragt, weshalb wir dennoch immer wieder mal in heiße Regionen fahren: a) Urlaub ist etwas anderes b) Edi ist eher ein "Hitzetyp" und wir machen seit Jahren Kompromisse, die für jeden von uns interessant sind.)
 
Als es schließlich doch so richtig heiß wurde, fuhren wir u.a. zusammen mit Edis Schwester an einen Badeteich, der etwas entlegen und somit noch ein richtiger Geheimtipp ist (und es auch bleiben soll 😉).  

Für Roentare H2O
 
Erfreulicher Gartengast:
Der Buddleja-Strauch macht seinem deutschen Namen "Schmetterlingsflieder" auch in diesem Jahr alle Ehre. 
 
Es ist zwar kein "großes" Schmetterlingsjahr, und viele der geflügelten Besucher sind die (nicht so beliebten) Kohlweißlinge (Pieris brassicae), dessen Raupe als Schädling an Kohlpflanzen gilt. Aber wir sahen in diesem Jahr auch schon mehrere Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), den einen oder anderen Großen Fuchs (Nymphalis polychloros) und noch einige andere Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an der beliebten Pflanze. 
 
Ein seltener und umso erfreulicherer Gartengast war im Juli dieser Segelfalter (Iphiclides podalirius) - er gilt als einer der schönsten europäischen Tagfalter. (Leider war er ein bisschen kamerascheu... und ich hatte nur das Smartphone dabei.)
 
 
Sommer-Outfit #5:
Hier verbindet sich mein altbekannter, weinroter Biobaumwoll-Maxirock mit dem luftigen türkis-orangen Zickzack-Shirt im Missoni-Look, das ich auch auf unserer Weltreise mit dabei hatte. 
    

Zwei Murals aus Christchurch - und das Thema Legasthenie:
Wie angekündigt, zeige ich euch Murals von unserer Weltreise auch außerhalb des Reiseberichts, wenn ich keine aktuellen Wandmalereien für Samis Linkup Monday Mural zu zeigen habe.
  • Das Gletscherspalten-Mural (rechts) ist eines von zweien, die in Auftrag gegeben wurden, um Christchurchs einzigartigen Status als Tor zur Antarktis zu würdigen. Es ist in den Gassen rund um den Riverside Market versteckt. (Im vorletzten Neuseeland-Post zeigte ich euch das andere Mural Antarctic mit den Pinguinen.)
  • Das linke Bild stellt eine Erinnerung an die Motorradsportlegende John Britten dar (den ich erst durch die Recherche über dieses Mural kennenlernte. Das ist einer der Gründe, weshalb ich so gerne blogge: Ich lerne so viel - durch eure Posts und auch durch meine eigenen Berichte!). 
Diese beiden Wandbilder wurden kreiert von XL Street Murals

John Britten (1950-1995) war ein neuseeländischer Motorraddesigner und -rennfahrer, der als einer der innovativsten und talentiertesten Ingenieure in der Geschichte des Motorradrennsports angesehen wird. Er verstarb tragischerweise im Alter von 45 Jahren nach einem langen Kampf gegen den Hautkrebs. Wenn ihr mehr über John Britten erfahren wollt, klickt HIER oder HIER (englisch) bzw. HIER (deutsch).

Es gibt zweierlei, das mich an seiner Geschichte besonders beeindruckte: 
  • Zum einen gibt es von Britten, der auf vielen Gebieten als Genie galt, fast nur Fotos, die ihn sonnig lächelnd zeigen. Er soll ein großer Optimist gewesen sein. Und er konnte einen Beruf ausüben, in dem er mehr als nur gut war und den er von Herzen liebte
 
Fotos von HIER und HIER
 
  • Zum anderen war Britten Legastheniker - das fand ich insofern interessant, weil wie viele meiner Familienmitglieder von der mütterlichen Seite*) davon betroffen sind (wie ich erst vor wenigen Jahren erfuhr). Ebenso meine Tochter Jana - und auch ich habe Anzeichen jener geistigen Verarbeitungsweise, die offiziell (aus Mangel an Verständnis und Beobachtungsgabe und aus Desinformiertheit) die Bezeichnungen "Legasthenie" oder "Lese-Rechtschreibschwäche" oder "Dyskalkulie" erhalten hat. Dass ich "legasthenisch verarbeite" wurde mir aber erst allmählich klar, als ich mich mit dem Thema beschäftigte, um meiner (heftig betroffenen) Tochter zu helfen.

Lesen konnte ich schon mit vier Jahren und Rechtschreibung fiel mir auch nie allzu schwer. Bei mir  gab es Probleme vor allem im Umgang mit Zahlen (die ich u.a. manchmal mit Buchstaben verwechsle, was besonders bei Codes und Formeln mit kombinierten Zahlen und Buchstaben ein Problem darstellt. 6=b, 9=g, 7 oder 2=Z, 2=manchmal auch 5, ganz besonders schlimm ist eine Kombination wie 699bg9669 oder 52z25Z...) Ich wehre mich aber gegen den Begriff "Dyskalkulie", denn ich kann Rechnen, ich kann Kalkulieren, ich lasse mich nur manchmal von Zahlen verwirren! Und vor allem in meiner Kindheit kämpfte ich schwer mit dem Unterscheiden von rechts und links, generell dem räumlichem Denken und Koordination, dem Verstehen der Uhrzeit (auf Uhren mit Zeigern), dem Merken von Formeln oder trockenen Fakten..., und ich hatte entsprechende Schwierigkeiten in der Schule. (Das meiste habe ich mittlerweile gelernt, aber manches kostet mich immer noch große Konzentration, an manchen Tagen funktioniert es nicht so gut wie an anderen. Und je älter ich werde, desto mehr Verdreher beim Buchstaben-Tippen passieren mir...)

*) Einige dieser Familienmitglieder konnten dennoch einen akademischen Weg gehen (oder auf andere Weise eine befriedigende berufliche Karriere machen), andere nicht - je nach Form und Ausprägung der Legasthenie. 

Einer meiner Cousins ist ein begnadeter Unfallchirurg, der in Deutschland (wo seine Familie in seiner Kindheit ein paar Jahre lang lebte) niemals den Numerus Clausus geschafft hätte, also wegen seiner Legasthenie-bedingt schlechten Schulnoten nicht zum Medizinstudium zugelassen worden wäre. Da er schon in jungen Jahren wusste, dass er Arzt werden will, ging seine Mutter - trotz ihres tollen Jobs als Montessoripädagogin - ihm zuliebe wieder nach Österreich zurück, denn hier durfte er studieren - und ein guter Arzt werden. (Einige wesentliche Teile dieser Familiengeschichte erfuhr ich im Juni bei der Familiengeburtstagsfeier in Salzburg.)

۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩
  
[Trotz alledem möchte ich Legasthenie nicht als "Störung" bezeichnet wissen. Störend ist nur der Umgang damit. Legastheniker verarbeiten anders als andere, und das ist in manchen Bereichen sogar von Vorteil, weil manche Vernetzungen leichter fallen. Aber dieser Vorteil wird zu selten gewürdigt und genützt. Durch unser vereinheitlichendes Schulsystem wird es Legasthenikern sehr schwer gemacht, zu zeigen, was sie wirklich können und den beruflichen Weg zu gehen, den sie gehen wollen. Sehr oft werden sie als faul oder dumm bezeichnet, obwohl häufig das Gegenteil der Fall ist. Und es wird ihnen oft die Freude am Lernen genommen, obgleich viele Legastheniker grundsätzlich wissbegierig sind. (Und Eltern von Legasthenikern wird gern zum Vorwurf gemacht, dass sie ihre Kinder zu wenig zum Lesen animieren, was mich zur Weißglut brachte. Meine Tochter wuchs in einem Haushalt von Lesern auf und liebte Geschichten. Doch um zu erlernen, wie man liest und gleichzeitig den Text versteht, benötigte sie Jahre - und ganz andere Methoden als die schulischen. Ich denke viel eher, die Lehrer wollten die Bücher über den richtigen / sinnvollen Umgang mit Legasthenie nicht lesen, die ich ihnen empfahl. Wie z.B. DIESES.) Sorry, dieses Zwischenspiel war jetzt mal notwendig...]
 
۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩

Über John Britten ist in Wikipedia zu erfahren: "Da er Legastheniker war, mussten ihm in der Schule und während seines Studiums Prüfungsfragen vorgelesen und seine Antworten von einem Schreiber aufgeschrieben werden, was ihn jedoch nicht daran hinderte, sich zu einem bemerkenswerten Ingenieur und Architekturdesigner zu entwickeln." 

Wäre es nicht endlich an der Zeit, dass Legastheniker weltweit eine Unterstützung wie diese erhalten? Legasthenie ist keine Krankheit und - wenn richtig damit umgegangen wird - nicht einmal eine Behinderung - es ist nur eine andere Art und Weise, die Dinge wahrzunehmen. Und das kann zuweilen ein großer Vorteil sein! 

 ۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩

Das war's für heute, liebe Leute! Beim nächsten Mal werde ich euch wohl - so nichts dazwischen kommt - wieder in die große weite Welt entführen. Heute seid ihr in meiner viel kleineren Welt zu Gast gewesen und habt auch dabei hoffentlich nicht gelangweilt. Kommt gut in den September!

 

Fotos: Herr und Frau Rostrose - sofern nicht anders angegeben

😘 Auf bald und alles Liebe 😘
Eure   T  r  a  u  d  e

 


Sonntag, 28. Juli 2024

Rückschau auf den Rest vom Mai 2024 - und auf turbulente Junitage 🌸😎🌼

 "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. 
Man weiß nie, was man kriegt."
Forrest Gump

 

Grüß euch, Ihr Lieben!

Mittlerweile gibt es zwar Pralinenschachteln, auf denen geschrieben steht, womit die jeweiligen Leckereien gefüllt sind. Doch darum geht es in der Lebensweisheit von Forrest Gumps Mutter natürlich nicht. Wir alle wissen: Es bedeutet schlicht und einfach, dass jederzeit alles im Leben in eine völlig andere Richtung laufen kann. Oder auch nicht. Je nachdem, welche "Praline" man erwischt...

 

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
 Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Glück-im-Unglück-Pralinen:
Ende Mai hätte in unserer Familie alles komplett auf den Kopf gestellt werden können - denn mein Bruder landete mit einer beidseitigen Lungenembolie auf der Intensivstation. Erfahren habe ich das durch ihn selbst per WhatsApp. Sein lakonischer Kommentar dazu "Ein halbes Jahr nix Sport." Auf dem beigefügten Foto hing er am Tropf, eine Hand war wegen eines arteriellen Zugangs einbandagiert, und mein Bruderherz grinste in die Kamera. Auf dem Bett lagen ein paar Fußball-Fanartikel seines Lieblingsvereines.

Das ist irgendwie typisch für unsere Familie. Erstens haben wir oft Glück im Unglück (unser sprichwörtliches "Familien-Massel" (Massel = Glück), für das ich äußerst dankbar bin) und zweitens verlieren wir unsere humoristische Ader nicht so schnell. Mein Vater hatte einst während einer Operation einen Herzstillstand und flirtete kurz nach dem Erwachen schon wieder scherzhaft mit den Krankenschwestern. (Mein Vater war zwar damals kurz klinisch tot gewesen, allerdings konnte er uns nichts über einen "Weg ins Licht" oder gar ein Wiedersehen mit verstorbenen Verwandten erzählen - er hatte schlichtweg nichts gesehen... und auch darüber Witze gerissen.) Meine Mutter war später sieben Jahre lang ein Pflegefall, aber Teile ihres Humors behielt sie bis fast zum Schluss. (Die Covid-Besuchssperren in ihrem letzten Lebensjahr wirkten sich letztendlich negativ auf ihr Gemüt aus.)

Junifotos aus unserem Garten

Besucht werden wollte mein Bruder nicht; vielleicht war es ihm zu stressig. Stattdessen arbeitete er daran, so schnell wie möglich raus zukommen. Etwas mehr als eine Woche nach der Einlieferung ins Spital war er wieder daheim und schickte mir schon Selfies von seinen Hundespaziergängen. (Immerhin gab er zu, noch sehr müde zu sein.) 

Doch am 20. Juni bekam ich ein Foto von ihm vor seinem Wohnmobil: "Gut in Berlin angekommen." Denn für das Österreich-Match im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft hatte er schon lange Karten gehabt und war daher mit einem seiner Söhne aufgebrochen, um unsere Mannschaft anzufeuern. (Das brachte ja auch den gewünschten Erfolg - zumindest an diesem Tag 😉.) Unten seht ihr ein Bild, auf dem er sich vor dem Match (laut seiner WhatsApp) "von einer schönen Ukrainerin" aufs Gesicht zwei Österreich-Flaggen pinseln lässt. Und sowohl sein schelmischer Gesichtsausdruck als auch der Spruch auf seinem T-Shirt sind bezeichnend:

Man sollte einen alten Mann wohl wirklich niemals unterschätzen 😉

Mein Bruder ist rund 14 Jahre älter als ich und hat bis zu seiner Pensionierung mit Leidenschaft Sport und Geschichte an einer Wiener AHS unterrichtet. Sein relativ sportliches Leben hat ihn mutmaßlich gerettet - laut Auskunft der Ärzte war es haarscharf und nur seiner guten Grundkonstitution zu verdanken, dass er den beidseitigen Lungeninfarkt überlebt hat. Hätte er die falsche Praline gekriegt, wäre unsere Familie nun in Trauer.

Auch in diesem Kontext muss man verstehen, wie sehr ich den Juni (und den Rest vom Mai) mit seinem bunten Mix von Erlebnissen genossen habe.

Für den 30. Mai hatten wir Karten für ein Konzert im berühmten Großen ("Goldenen") Musikvereinssaal. Dieser Saal gilt als einer der schönsten und akustisch besten Konzertsäle der Welt. Alljährlich findet hier das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker statt.


Die Karten waren ein Geschenk des Reisebüros - weil wir dank unserer Weltreise so gute Kunden sind 😁, toll oder? Wir konnten zwischen mehreren verschiedenen Darbietungen wählen.

Für uns gab es Ludwig van Beethoven - Missa Solemnis D-Dur, op. 123, aufgeführt vom Mount Asama Orchester und Missa Solemnis Chor mit dem Dirigenten Katsuto Yokoshima. Das Konzert war traumhaft und manch ein Geigenton hat mich so berührt, dass mir die Tränen kamen. (Ich kann mich nämlich in gute Musik so richtig "hineinlegen"; dann bin ich nur noch Gefühl.)

Das Selfie, die Fotos vom Inneren des Saales und von den Musikern habe ich selbstverständlich nicht während des Konzertes gemacht, sondern als sich die Musiker noch einspielten. Später war der Saal um einiges besser gefüllt 😉.


In der oberen Collage könnt ihr meine neue rote Brille sehen. Sie hat (wie schon eines meiner früheren Modelle) austauschbare Bügel - und die alten Bügel passen erfreulicherweise auch auf die neue Brille. (Haha, aber irgendwie sehe ich auf dem Selfie dank des Armes und des Notenblattes im Hintergrund so aus, als hätte ich Hasenohren oder Hörner 😁.)

Unten ein Blick auf mein schrankgeshopptes "Konzert-Outfit". 

Ja, selbst zum langen Rock trug ich meine Walkingsandalen - unbeqem war früher mal 😉 und komfortabler "Boho-Look" ist auch für Konzertbesuche mein Lieblingsstil. Schießlich waren wir davor und danach auch noch ein bisschen in der Wiener Innenstadt unterwegs. Zum Glück hatte ich den Poncho mit dabei, denn draußen war es zwar heiß, aber der Konzertsaal ist gut klimatisiert. (Falls ihr euch dafür interessiert, wie man mit der Saaltemperatur früher umgegangen ist oder was man sonst noch erfährt, wenn man einen Blick hinter die Kulissen des Musikvereinsgebäudes wirft, klickt HIER.)


Hier nochmal ein Blick auf die sensationell schöne Raumdecke, die mit Abbildungen der neun Musen und Apollo verziert ist:

"Murals" der besonderen Art...

Familiäre Einladung:
Einen Tag nach dem Konzert waren wir bei meinem Cousin Norbert und seiner Frau Marie-Claire zu Gast. (Ihr "kennt" sie schon von früheren Posts - im September 2016 haben wir z.B. die wundervolle "Black-&White-Hochzeit" der beiden fotografiert, die trotz dieser Bezeichnung richtig schön BUNT war - KLICK.) Ihre drei Kinder und meine Tante Sigrun sowie ihr Mann Hannes waren ebenfalls eingeladen, und es war ein sehr netter Nachmittag im gemütlichen Zuhause der Familie. 
 
Kurz darauf gab es mit diesem Teil meiner Verwandtschaft eine abermalige Zusammenkunft, darüber später mehr. Hier zeige ich euch den hübsch gedeckten Jausentisch ... und was ich an diesem Tag trug:
 

3. Juni: Regenspaziergang, Vogelstimmen und Klosterkrapfen:
Ich hatte einen Termin in der Ortschaft Schottwien (in der Semmering-Region). Edi und ich waren absichtlich früher dort, weil wir eine kleine Wanderung unternehmen wollten. Allzu lange waren wir dann jedoch nicht im Wald, weil es immer stärker zu regnen begann. 
 
Bei dem Spaziergang testete ich meine neue, tolle Vogelstimmen-App "Merlin", auf die mich Ines Meyrose aufmerkam gemacht hat. Immerhin drei Vogelarten ließen sich trotz des Regens mit der (gratis) App identifizieren: Buchfink, Amsel und Zilpzalp.

Dann flüchteten wir uns aber ins Trockene, genauer gesagt zuerst mal zum Kirchenwirt, der berühmt für seine riesigen und köstlichen Klosterkrapfen ist. 


Gleich neben dem Wirtshaus befindet sich die sehenswerte Wallfahrtskirche Maria Schutz. (Um die barocke Kirche von außen zu sehen oder für nähere Erläuterungen, klickt bitte auf den Link.)

 

Kostümprobe:
Der Hauptgrund, weshalb wir uns in der Gegend um Schottwien herumtrieben, war eine Kostümprobe für einen Film.  
 
Meine regelmäßigen Leser*innen wissen: Edi und ich arbeiten von Zeit zu Zeit als Komparsen bei Filmen und TV-Serien mit. Im Mai erzählte ich euch HIER, dass wir bei einem Komparsen-Casting für einen Kinofilm waren, der dem Horror-Genre zugeordnet wird - und dass ich schließlich eine der Auserwählten war, die bei dem Film mitspielen durften. (Edi wurde diesmal leider nicht ausgewählt; es wurden mehr Frauen als Männer gebraucht. Das führte natürlich zu fiesen Witzen darüber, dass Frauen offenbar mehr Horror als Männer verbreiten 😕.) 
 
Hier die offizielle Kurzbeschreibung des Films:
 
Welcome Home, Baby 
Spielfilm 2024, Regie: Andreas Prochaska

Die Berliner Notärztin Judith erbt eine Villa in Österreich und gelangt in eine dämonische, von Frauen dominierte Gemeinschaft. Während sie versucht, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen, entfesselt Judith dämonische Kräfte, die alles in Frage stellen, was sie über ihr Leben, ihre Familie und Ehe gedacht hat.

Ich würde also offenbar Teil der "dämonischen, von Frauen dominierte Gemeinschaft" sein 😱. Drei meiner fünf Drehtage würden in historischen Kostümen stattfinden. Drei Drehtage in Schottwien, zwei Drehtage in der Seegrotte Hinterbrühl. Das alles klang wirklich sehr spannend!

Hier seht ihr mich in dem Kleid, das die Kostümdamen für mich auswählten. Auch alle anderen Komparsinnen wurden in schwarze oder möglichst dunkle, strenge Tracht gesteckt (und die Männer in schwarze Anzüge). Es handelt sich hierbei übrigens um Originalkostüme, und ich bin froh, nicht in einer Zeit gelebt zu haben, in der solche Kleidung Standard war.

Der Musikverein Schottwien ist leider nicht ganz so nobel wie der von Wien 😜 - hier wurde die provisorische Garderobe eingerichtet. Auf den Fotos sieht die Kleidung an den Stangen nicht so dunkel aus, wie sie war... an mir schon.
 
4. bis 5. Juni: Zwei Opa-Oma-Tage - und eine Zauberhose:
Der Juni setzte seinen kühlen, feuchten Start fort. Doch wir fanden einiges, was wir mit unserem Enkel daheim und auch auswärts unternehmen konnten. U.a. fuhren wir mit ihm zu einem Indoor-Spielplatz in einem Einkaufszentrum. Und dort entdeckten wir auch dieses "Große-Leute-Spielzeug", das Jamie sofort begeistert für sich eroberte. Es waren zwei lustige, liebe, erfüllte, schöne Tage mit unserem Enkel, und unsere drei süßen Enkelkatzen sahen wir auch wieder 😻😻😻:
 
Jamie im Glück - und unsere Enkelkatzen Chiller, Nala und Yomee

An diesem Tag trug ich meine neue "Zauberhose". Vielleicht ist sie euch schon im Wachau-Post aufgefallen. Meine Blogfreundin Maren hat sie in DIESEM "Schrankwunder"-Post folgendermaßen beschrieben:

...sie ist leicht wie eine Feder, wiegt also so gut wie nix und lässt sich dementsprechend 
auf Mini-Format falten! Perfekt für die Reise, würde ich sagen!
 
Wenn ihr Marens Post lest, werdet ihr noch ein paar weitere Vorzüge dieser Hose erfahren, z.B. dass sie knitterfrei ist und zu einfach allem passt. Für mich war aber die Sache mit der Reise schon eine ausreichende Empfehlung 😉.
 
Nachdem ich die Hose nun schon reichlich oft getragen und auf einen Kurzurlaub mitgenommen habe, kann ich Marens Lob zu 100 % bestätigen. Leider habe ich mir die Hose ausgerechnet in der Farbe "plum" gekauft - und das ist die einzige, die es jetzt im Sale um 10 Euro günstiger gibt (auch noch in meiner Größe - Leichte Stoffhose CHARLIE Relaxed mit Gummibund). Wäre es eine der drei anderen Farben gewesen, hätte ich erneut zugeschlagen.

 
6. Juni: Erster Drehtag in Schottwien:
Es ging los mit dem Dreh zu "Welcome Home, Baby". An diesem Tag drehten wir in "Normalkleidung", soll heißen "Alltagskleidung in gedeckten Farben", ein bisschen "ländlich-sittlich". (Ihr bekommt meinen "Alltags-Filmanzug" ein Stück weiter unten zu sehen.) 
 
Wir durften nicht geschminkt sein bzw. wurden vor Ort "auf ländlich-natürlich" geschminkt. Ich bekam eine rote Nase, rötliche Ränder um die Augen und ein paar Flecken im Gesicht. Dadurch sah ich so aus wie "eh immer" kurz nach dem Aufstehen. Auch die Frisuren sollten nicht zu "schick oder modern" sein. Ich kam mit einem Dutt, das gefiel den Damen von der Maske und durfte so bleiben.
 
Drehort war das Innere des gelben Hauses, das wir alle faszinierend fanden - ein lost place mit Potential. Eigentlich viel zu schade, um leer zu stehen. (Aber vermutlich zu groß und zu teuer, um es zu restaurieren und zu erhalten.)
 
Was es mit dem Mann mit der "Kopfverletzung" auf sich hat, verrate ich nicht - nur so viel, dass es in einem Horrorfilm üblicherweise Opfer gibt 😉. Der Drehtag dauerte ziemlich genau acht Stunden. Schottwien ist "berühmt" für die Autobahnbrücke über der Kirche. Das süße weiße Kätzchen hatte mit dem Film nichts zu tun, aber es ließ sich bereitwillig von uns allen kraulen.


 
8. Juni: Geburtstagsfest in Salzburg: 
Als wir den Geburtstag meiner Tante Hadmut feierten, war die oben gezeigte Zauberhose wieder mit dabei. Ich trug sie bei der Hin- und Rückreise. Während der Feier durfte aber mal wieder einer meiner zwei grüner Seidenröcke aus dem Schrank, die ich mir vor ein paar Jahren aus einem indischen Sari habe schneidern lassen.
 
2019 gab's hier in meinem Blog einen ziemlich ausführlichen Post zu Hadmuts 80er-Feier, und zu unseren sonstigen Unternehmungen in Salzburg. Natürlich haben Edi und ich auch diesmal wieder sehr viel fotografiert, denn anschließend fertigte ich für meine Tante als Geschenk abermals ein Fotobuch vom Fest, aber hier im Blog zeige ich euch heute nur einige wenige Fotos von der Feier, die wieder viele schöne Begegnungen und interessante Gespräche zu bieten hatte. Außerdem hielt das sonnige Wetter 😎🌞 erfreulicherweise durch. Erst abends fing es zu regnen an.

Besonders bewegend für viele Familienmitglieder war eine Filmvorführung in den Abendstunden: Hadmut hatte einige über 80 Jahre alte (!), teils zerstörte Filme, die ihr Vater einst gedreht hat, ausgegraben, restauriert und neu zusammengeklebt. Die jüngere Generation kümmerte sich darum, dass der Film vorgeführt werden konnte. Und ich muss sagen, dass es sich dabei um einen Familien-SCHATZ handelte. Darauf war nicht nur die heute 85jährige Hadmut als Kleinkind zu sehen, sondern auch ihre (bereits verstorbenen) älteren Brüder im Kindesalter - und zu meiner großen und freudigen Überraschung auch meine Mutter Hilde als junges Mädchen - und Hildes jung verstorbene Schwester Traude...
 
Ich zeige euch unten links ein Bild, das ich von der Leinwand abfotografiert habe - darauf sieht man links im Vordergrund meine Mutter, im Hintergrund ihren Cousin (Hadmuts ältester Bruder) Wigand - und ihnen gegenüber meine Tante Traude, die ich nie kennenlernte, weil sie das letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs nicht überlebt hat! Sie spielten Mensch-ärgere-dich-nicht miteinander... und ahnten noch nicht, was das Leben für sie bereithalten würde.
 
Mein Bruder hätte bei dem Fest auch dabei sein sollen - aber da war er noch nicht so weit...
 
9. Juni: Vatertagsfrühstück:
Wie schon vor fünf Jahren übernachteten wir wieder im Gasthof Pflegerbrücke, wo auch die Feier stattgefunden hatte. Und auch diesmal trafen alle Übernachtungsgäste zu einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück zusammen. Es war mehr oder weniger dieselbe Besetzung wie bei der oben genannten "Familiären Einladung". 
 
Meine Tante Sigrun und ihr Mann Hannes hatten schon bei früheren Gelegenheiten nichts dagegen, dass ich in meinem Blog von ihnen Bilder zeige. Und dann waren da noch mein Cousin Norbert, seine Frau Marie-Claire und die zwei jüngeren ihrer drei Kinder. Da vergesse ich leider immer zu fragen, ob es sie stören würde oder nicht, deshalb habe ich ihre Fotos "überherzerlt"... 

Weil in Österreich an diesem Sonntag Vatertag war (dieser Tag findet offenbar in vielen Ländern zu verschiedenen Terminen statt), wurde Norbert von seinem Nachwuchs gefeiert und mit vielen liebevoll selbst gemachten Geschenken verwöhnt.

Witzigerweise wurde den Vätern auch von der Autobahnmeisterei zu ihrem Ehrentag gratuliert. Das große Foto habe ich auf der Heimfahrt von Salzburg fotografiert - und es passt sowohl zu Artis Schilderwald als auch zu Heidis Galeria Himmelsblick. Die anderen Himmelsfotos zeigen andere Tage mit ebenfalls sehr wolkigem Juni-Himmel.


Aber ich greife vor, denn noch waren wir gar nicht auf der Heimfahrt! Es gab davor zwei andere Dinge, die wir erledigen wollten bzw. mussten. Das erste war: unser Auto aufladen - und zwar erstmals bei einer öffentlichen E-Ladestation 🚗🔌!
 
Unser E-Auto oder Ein kleiner Exkurs zur E-Mobilität:
Wir fahren seit rund einem Jahr ein (geleastes) Elektro-Auto. Allerdings benützen wir es hauptsächlich für 20-Kilometer-Distanzen und laden es an unserer hauseigenen Ladestation auf. (Dafür sind wir auf Ökostrom umgestiegen.) Viel weiter als 150 km sind wir damit bisher noch nicht  gefahren. Wir waren neugierig, wie gut oder schlecht wir damit die etwa 330 km lange Strecke zu unserem Ziel in Salzburg bewältigen würden. Und waren äußerst positiv überrascht: Nach unserer Ankunft in Salzburg waren noch 29 % Ladekapazität über - wir hätten noch weitere 160 km fahren können!
  • Für alle, die es genauer wissen wollen: Unser Wagen ist ein Hyundai IONIQ 6 mit aerodynamischer Karosserie - und somit ADAC-Testsieger in Sachen Sparsamkeit. und Langstreckentauglichkeit. (Zuvor hatten wir einen Plug-in-Hybrid, ebenfalls von Hyundai, und waren damit sehr zufrieden.) Je nach Temperatur und Fahrtempo verfügt der IONIQ 6 über eine Reichweite von 450 - 550 km. Auch in anderen Testberichten schneidet er sehr gut ab, z.B. hier: KLICK und KLICK
  • Und für alle, die der Elektromobilität ablehnend gegenüberstehen, habe ich Fakten-Checks gesammelt. Denn viele vorgebrachte Argumente gegen Elektroautos sind unreflektiert nachgeplapperte Medienmythen. (Sorry, aber ich musste das jetzt einfach so sagen!) Und diese wurden teilweise ausgestreut von der (keineswegs umweltfreundlicheren) Erdölindustrie, die ihre Milliardengeschäfte entschwinden sieht. 
Besonders gut zusammengefasst finde ich diesen Standard-Artikel: "Fast alle Argumente gegen E-Autos sind falsch – bis auf eines". Der ADAC hat HIER sehr gut die Pros und Contras zusammengefasst. Von Peter Vollmer wurden die in einem gern zitierten Artikel vorgebrachten Vorurteile einer gründlichen Überprüfung des Wahrheitsgehalts unterzogen und festgestellt: "Diese Argumente gegen Elektroautos sind Quatsch". Und in DIESEM Wissen-und-Technik-Artikel wird die Ökobilanz von E-Autos mit der von Verbrennern verglichen.
 
 
Als Fazit biete ich euch dieses Zitat aus dem Standard-Artikel:
"Mit dem Abbau von Rohstoffen ist es wie mit Autos an sich: Umweltfreundlich geht das nicht. Aber man darf E-Autos nicht mit einer hypothetischen Welt vergleichen, in der die Menschen nur zu Fuß gehen. Vergleicht man eine Welt, in der mit E-Autos oder Verbrennern gefahren wird, ist völlig klar, dass E-Autos viel weniger Schäden verursachen."

E-Tanken in Salzburg, Berge mit Schnee und Blick auf die Salzburger Innenstadt vom Schloss Mirabell aus.

Schloss Mirabell und Mirabellgarten:
Nach dem Laden auf 80 % (das in 15 bis 20 Minuten erledigt war) fuhren wir in die Salzburger Innenstadt, um das Schloss Mirabell zu besuchen. Der schöne Garten kann erfreulicherweise gratis besichtigt werden.

Besonders interessant und liebenswert fanden wir den (zum Großteil nach alten Plänen wieder hergestellten) barocken Zwergerlgarten aus den 1690er Jahren. Kleinwüchsige Menschen waren zu jener Zeit an vielen europäischen Fürstenhöfen Teil des Hofstaates, die wegen ihrer Treue und Loyalität hoch geschätzt wurden.

Doch die Zeiten und Zeitgeschmäcker ändern sich immer wieder (was manchmal gut ist und manchmal schlecht)... Während der Aufklärung galten die Marmorfiguren von "missgestalteten" Menschen als unansehnlich. Der bayerische Kronprinz Ludwig I. ließ die Marmorzwerge während seiner kurzen Regentschaft über Salzburg versteigern. Viele, doch nicht alle der Statuen konnten inzwischen zurückgekauft werden.

Auch durch den restlichen Mirabellgarten bummelten wir noch ein Weilchen, bis es wieder zu regnen begann 🌧️☔...

Mirabellgarten mit Pegasusbrunnen und Blick auf die Altstadt mit der alles überragenden Festung Hohensalzburg

11. / 12. Juni: Dreharbeiten in Schottwien:
Am 11. Juni drehten wir mehrere Einstellungen in Alltagskleidung vor dem gelben Haus. Glücklicherweise hatte ich meinen dunkelgrünen Second-Hand-Wolljanker vom Henryladen mit, der passte stilistisch und war bei dem fast herbstlichen Wetter sehr angenehm. 
 
Ich zeige euch hier offizielle Fotos, die auch auf der Facebookseite von Filmfaces gezeigt wurden. Ich stand in der Mitte der ersten Reihe - was nicht unbedingt bedeuten muss, dass man mich im Film gut sieht, da sich später ein Teil der Darsteller vor uns aufstellte. Direkt vor mir stand der hochgewachsene niederländische Schauspieler Reinout Scholten van Aschat. (Dafür gibt es die bunten Bodenmarkierungen - seht ihr sie?) Unser Auftrag war, eine Art "Mauer" zu bilden und "streng bis düster" dreinzuschauen.

Auch das düstere Wetter passte dazu, allerdings hatten wir Glück, dass es - trotz anderslautender Prognosen - nicht zu regnen begann. Die Fahrbahn (die wegen der Dreharbeiten immer wieder für den Verkehr gesperrt wurde) war nämlich nicht tatsächlich regennass, sondern von der örtlichen Feuerwehr nassgespritzt worden. Und es gab einen jungen Mitarbeiter, der mehrfach mit einer Spritzflasche um uns herumwuselte und dort "nachnässte", wo die Straße wieder aufgetrocknet war.

 

Die Dreharbeiten dauerten an diesem Tag ziemlich genau 10 Stunden. Dafür ging's am folgenden Tag erst später los - das ist gewerkschaftlich so geregelt. 

Am 12. Juni sollten wir zwar auch wieder in Alltagskleidung kommen, aber dann wurde entschieden, dass wir bereits mit dem Kostüm-Dreh beginnen. (Fragt mich bitte nicht, weshalb ein Teil des Films in historischer Kleidung stattfindet und ein Teil nicht. Ich weiß es nicht mit Sicherheit und ich dürfte es auch nicht verraten.)

Unten seht ihr, dass die meisten der weiblichen Komparsen zu den schwarzen Kleidern eine Haube trugen. Einige (hauptsächlich langhaarige) Frauen wurden jedoch ausgewählt und bekamen von den Damen in der Maske eine geflochtene Frisur ohne Haube verpasst. Ich war eine davon.

Unser lustiges Trüppchen in voller Montur. Bei dem netten Paar oben handelt es sich um zwei rund 80jährige Komparsen, sie von ihrer Tochter angemeldet worden waren. Ich hatte schon vorab ein Foto von ihnen in der regionalen Zeitung gesehen. Sie waren mit viel Spaß dabei.

Mit Hilfe der KI wollte ich euch zeigen, was es mit den Hauben und Nicht-Hauben auf sich hat. Das war nicht einfach - genauer gesagt stieß ich damit total an die Grenzen der künstlichen Intelligenz. Ich gebe euch im PS meinen Text wieder, damit ihr euch selbst ausmalen könnt, wie die Szene eigentlich aussah. 

In kurzen Worten: 
Im gelben Haus war ein Speisesaal mit einer langen gedeckten Festtafel vorbereitet worden. Die Frauen mit den Hauben und die Männer mussten rund um den Tisch stehen. Die Frauen ohne Hauben und die Darsteller durften am Tisch sitzen und essen! Denn was da vor uns aufgetischt wurde, waren tatsächlich Braten und Knödel und Würste und Kartoffeln und Sauerkraut!
 
Dies sind die Bilder, die die Stimmung am ehesten wiedergeben, auch wenn sie nicht ganz den Tatsachen entsprechen:

Als die Szene nach einigen Versuchen abgedeht war, bedankte sich der Regisseur*) bei allen, die dabei mitgemacht hatten, mit den Worten, das sei die schönste Szene gewesen, die er bisher in seinem Leben gedreht habe und alle seien so professionell dabei gewesen. Wir waren für diesen Tag fertig und durften uns auch etwas von den Lebensmitteln mit nach Hause nehmen. Die Hauptdarstellerin**) stand, als wir das gelbe Haus verließen, in ihrem weißen Kleid beim Eingangstor und bedankte sich ebenfalls bei uns. Selbst für jene Komparsen, die schon bei viel mehr Filmen als ich mitgemacht haben, war das eine neue und besonders schöne Erfahrung. Und ich bin jetzt natürlich furchtbar neugierig, wie dieses Bild auf der Leinwand aussieht. 

*)  Regisseur: Andreas Prochaska, bekannt für Spielfilme wie "In 3 Tagen bist du tot" und auch "In 3 Tagen bist du tot 2", "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott". "Das finstere Tal" oder die Fernsehserie "Das Netz – Prometheus" mit Tobias Moretti, bei der wir ebenfalls als Komparsen mitgewirkt hatten.

**) Hauptdarstellerin Julia Franz Richter, bekannt durch die Pferdehof-Serie Trakehnerblut, startet jetzt erst so richtig durch. 2023 spielte sie z.B. die Marie im Kinofilm Ein ganzes Leben und im Jahr 2024 außer "Welcome Home, Baby" noch in bisher zwei weiteren Spielfilmen.

Walking bei Sonnenschein:
Nach dem feucht-kühlen Juni-Start wurde es nun allmählich sommerlicher. Das spiegelte sich auch an den Feldrändern wider, wo eine bunte Vielzahl an Sommerblumen blühte. Ich denke, die Bauern in unserer Region streuen extra Samen für die Insekten aus.
 
Wegwarten, Malven, Ringelblumen, Mohn & Co blühen an den Rändern unserer Felder. Unten rechts ein wilder Kirschbaum.

Über all das freuen sich natürlich auch die Vögel. Als ich beim Walken in einem kleinen Waldstück ankam, hörte ich es überall zwitschern. An zwei verschiedenen Stellen probierte ich meine Merlin-App aus - und das waren die Vogelstimmen, die die App identifizierte:

Amsel, Blaumeise, Buchfink, Grünfink, Kohlmeise, Möchsgrasmücke, Pirol, Stieglitz, Zilpzalp. Gezeigt haben sie sich leider nicht, ich musste mich also mit ihrem Gesang begnügen.
 
14. Juni: Frühstück und Fotoausstellung in Baden:
An diesem Tag hatte Herr Rostrose eine medizinische Untersuchung in unserer Bezirkshauptstadt, bei der er nüchtern bleiben musste. Dabei ist das Frühstück für uns die wichtigste Mahlzeit! Wir beschlossen, aus der "Not" eine Tugend zu machen und nach Edis Gesundheits-Check mal wieder im Café Blickweit zum Brunch zu gehen. In DIESEM Post von 2020 erzählte ich euch schon mal von diesem hübschen Kaffeehaus in Baden, das in einem ehemaligen Sommersitz von Kaiser Franz Josef I untergebracht ist.
 
Es gibt dort von Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 8.00 bis 14.00 Uhr ein traumhaftes Brunchbuffet, bei dem man sich so richtig schön durchprobieren kann. Und ich weiß inzwischen, dass meine absolute Blickweit-Lieblingsspeise der vegane Milchreis mit roter Grütze ist.

Unten seht ihr meine Kleidung an diesem Tag. Obwohl es schon recht sommerlich und blauhimmelig war, konnte man lange Ärmel und eine zweite Kleidungsschicht noch ganz gut vertragen. (Das ist mein Lieblingswetter - nicht zu heiß und nicht zu kalt, Lagenlook-geeignet 😉.) Also trug ich über meinem gelben Bio-Baumwollshirt mein Gudrun-Sj*den-Mantelkleid, beides schrankgeshoppt, und dazu die oben gezeigte "Zauberhose".

Nach dem Brunch hatten wir noch Zeit, um uns einen Teil der diesjährigen La Gacilly-Fotoausstellung in Baden anzusehen. (Mittlerweile waren wir mit Freunden ein zweites Mal dort und sahen uns weitere Bilder an.) In meinem Blog erzählte ich euch schon über viele La Gacilly Ausstellungsbesuche in der Vergangenheit (Link zum Durchscrollen). Mehr über die Ausstellung könnt ihr HIER (deutsch) und HIER (englisch) erfahren.

19. / 20. Juni: Dreharbeiten in der Seegrotte Hinterbrühl:
Auf diesen Teil des Drehs waren wir allesamt schon ganz besonders neugierig. Besagte Seegrotte war einst ein Gipsbergwerk; durch eine Sprengung entstand im Jahr 1912 ein Wassereinbruch von mehr als 20.000 Kubikmetern; auf diese Weise bildete sich der größte unterirdische See Europas. Auch in der Zeit der NS-Herrschaft spielte die Seegrotte eine traurige Rolle: KZ-Gefangene mussten hier in Zwangsarbeit Kriegsflugzeuge für die Wehrmacht fertigen.
 
Einer der Drehorte war direkt am See, weitere Dreharbeiten fanden im Trockenbereich der Höhle statt. 

Unten seht ihr mich in der Maske: Diesmal bekam jede Frau - also auch ich - eine schwarze Haube aufgesetzt. Dafür wurden die Haare vorher kompliziert geflochten und die Haube dann mit unzähligen Spangen an den Haaren befestigt. Das bedeutet, wir konnten die warme Kopfbedeckung in den Pausen nicht abnehmen. Und ausgerechnet jetzt begann der Sommer so richtig durchzustarten 🌞🌞🌞.

Oben Mitte: In dieser Kleidung fühlten wir uns alle irgendwie "mystisch" 😉; unten links: Schon wieder ein Opfer! (Diesmal aber nur ein sehr lebensechter Dummy); unten Mitte: In einer langen Drehpause wurden wir zu einer informativen Bootsfahrt in der Seegrotte eingeladen.

Wir trugen an diesen beiden Drehtagen jedoch nicht nur unsere Kostüme: Wir waren darauf hingewiesen worden, dass es in der Grotte nur 8 Grad hatte, weshalb wir unter unseren historischen Kleidern Skiunterwäsche oder etwas Vergleichbares anziehen sollten. Zum Glück war mein Kleid so eng, dass ich nur Leggings und mein hauchdünnes Seidenshirt darunter anzog, sonst wäre ich oberirdisch bei 32 Graden vermutlich umgekommen. 

Denn unsere Kostüme ließen sich ebenfalls nicht (oder nur teilweise) ablegen - für die meisten war es zu kompliziert, all die Häkchen, Nähte und Schnürungen immer wieder zu öffnen und zu verschließen. 

In der Grotte hatte ich dann einen warmen Mantel dabei. Und wir wussten uns auch anders aufzuwärmen 😁😂 (Seht euch das Video vorzugsweise MIT Ton an, wenn ihr gerne mitlachen möchtet 😀😜):

Wie ihr seht, machten wir alle das Beste daraus - es war wirklich eine absolut nette, humorvolle Truppe. Wir hatten schöne Schattenplätze, wir hatten Spaß, wir bekamen gutes Essen... und es war schlicht ein Abenteuer, bei solch einer Filmproduktion dabei zu sein. Ob der Film gut wird, kann ich nicht sagen. Aber die Dreharbeiten dazu werden für die meisten von uns wohl immer eine spannende Erfahrung und tolle Erinnerung bleiben.

Das war nun also ein teilweiser Rückblick auf ein paar Mai- und Junitage. Aber natürlich ist der Sommer längst nicht vorbei und ich werde euch demnächst über weitere Sommer-Erlebnisse erzählen. Mein nächster Post wird aber voraussichtlich wieder ein neues Kapitel meines "Weltreise"-Berichtes sein.

 💚💚  Herzlichst 💚💚
 eure   T  r  a  u  d  e


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 


PS:

Hier kommt nun wie versprochen meine erste textliche Darstellung der Szene für die KI.

Es heißt zwar immer, man solle der KI alles sehr detailliert genau beschreiben - aber hier wurde letztendlich sehr vieles, das ich geschrieben habe, nicht berücksichtigt oder völlig falsch umgesetzt. Immerhin könnt ihr durch diesen Text erkennen, wie die Darstellung der Filmszene eigentlich hätte aussehen sollen:
 

Stil eines nostalgischen Farbfotos: Eine lange Tafel aus dunklem Holz ist gedeckt mit Speisen wie Kartoffeln, Braten, Knödeln, Salaten, Würsten. An dem Tisch sitzen 20 Personen. 18 dieser Personen sind ältere Frauen, gekleidet in schwarze Trachten aus dem 19. Jahrhundert. Die Haare dieser Frauen sind zu Haarknoten geflochten. Eine dieser Frauen hat rotbraunes Haar, eine andere blondes Haar, die übrigen sind brünett oder schwarzhaarig. Am Kopfende des Tisches sitzt eine junge, schwangere Frau – diese ist weiß gekleidet, ihr Haar ist blond, kurz geschnitten und etwas lockig. Neben ihr sitzt ein großgewachsener junger Mann mit einer dunklen Trachtenjacke. Sein Haar ist rotblond und er hat dichte Augenbrauen. Vor den 20 Personen am Tisch stehen jeweils Teller mit Speisen darauf. Die Personen halten Messer und Gabel in den Händen. Neben den Tellern stehen Gläser mit Bier oder Wein. Die Stimmung ist feierlich ernst. Der Raum ist in leichten Dunst gehüllt und etwas düster. An den Wänden stehen dunkel gekleidete Frauen und Männer. Die Frauen, die an den Wänden stehen, tragen schwarze Schwesternhauben. An der rechten Wandseite gibt es Fenster. Nur aus dem hintersten Fenster strahlt die Abendsonne in den Raum. 

 
Das klappte überhaupt nicht. Es gab bei den KI-Vorschlägen keine Frauen und Männer an den Wänden, dafür trugen manche der Sitzenden weiße Schwesternhauben. Nach acht verschiedenen Versuchen, bei denen ich den Text immer weiter reduziert, korrigiert und mehrmals darauf hingewiesen hatte, dass zwei Personen am Kopfende sitzen, sahen die Ergebnise so aus, wie ihr es oben gesehen habt.