Willkommen zum nächsten Kapitel meines Irland-Reiseberichtes! Wie schön,
dass es euch Spaß bereitet hat, mit uns Rostrosen das Bantry-House und seine
traumhaften Gartenanlagen zu besuchen.
Und wie wunderbar, dass es an diesem sechsten Tag noch mit einem anderen
unvergesslichen Ausflug weiterging - und zwar auf die 15 Hektar große Insel
die auch als Ilnacullin (irisch: Oileán an Chulinn, dt. „Insel der Stechpalme“)
bekannt ist!
Diese Blumen- oder Garteninsel ist durch eine Fähre von der Ortschaft Glengariff aus zu erreichen,
und schon auf der Fahrt dorthin gibt es etwas ganz Besonderes zu sehen: eine Kolonie von Robben,
die sich friedlich auf den Felsen in der Sonne aalen! Fast scheinen sie zu lächeln. Einige haben uns
gewunken und einer hat uns sogar zugezwinkert (Beweisfoto siehe unten)! Und auch der irische
Seebär schenkt uns ein freundliches Grinsen mit vielen schönen Lachfalten um die Augen! Doch das
sind nur zwei von mehreren Gründen, um dieses Posting bei Rettet die Lachfalte zu verlinken: Auch
sonst war dieser Ausflug einfach wunderbar dafür geeignet, die Lebensgeister zu aktivieren und das
Auge sowie das Herz zu erfreuen!
Kaum zu glauben: Vor rund hundert Jahren war Garinish Island noch ein nackter Felsen. Familie
Bryce, die die Insel im Jahr 1910 kaufte, wollte hier jedoch um jeden Preis einen Garten anlegen, und
so mussten große Mengen Humus und Pflanzen vom Festland auf das Inselchen geschafft werden,
ehe der britische Gartenarchitekt Harold Ainsworth Peto sein Werk beginnen und die Insel in viele
unterschiedliche "Gartenräume" unterteilen konnte.
Nicht alle Pläne konnten realisiert werden, da die Bryces nach dem Ersten Weltkrieg verarmt waren,
dennoch gibt es zahlreiche sehr charakteristische Themenbereiche zu sehen. Welche das im einzelnen
sind, könnt ihr auf dieser Wikipedia-Seite nachlesen. Hier unten seht ihr jedenfalls den klassischen
Italienischen Garten (der aber auch jede Menge asiatischer Elemente aufweist):
Atemberaubend schön sind auch die Ausblicke, die man von einzelnen Stellen der Insel hat ...
und natürlich die - zum Teil exotischen - Pflanzen, die einem unterwegs immer wieder begegnen
und die im milden Klima des irischen Südwestens prächtig gedeihen.
Auch vom Martello-Turm aus (oben) hat man einen herrlichen Blick über das Meer und die
Insel. Besonders gut hat uns außerdem the Walled Garden (der ummauerte Garten) gefallen:
Am Schluss wandelten wir noch durch den "Urwald" und sahen uns die Riesenfarne an - und damit
war nicht nur unser Rundgang beendet, sondern auch unsere Füße waren wiedermal hundemüde. Zeit
also, in unser schönes Zimmer im Ballylickey House zurückzukehren und uns dort für den nächsten
spannenden Urlaubstag auszurasten, der uns u.a. in den Killarney Nationalpark, auf eine Schaffarm
und zu einer spontanen Musikveranstaltung in Glengariff führen würde ... :o)
Aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll ;o))
Beim nächsten Mal geht's jedenfalls weiter mit meinem Bericht über Irland vor 20 Jahren!
Ich freue mich sehr, dass ihr mich neulich auch durch meine Reiseerinnerungen aus dem Jahr 1995
begleitet habt! Und vielen lieben Dank auch für eure Zeilen zu meinem Post über die Neuigkeiten in
Rostrosenhausen! In meinem vorigen aktuellenReiseberichts-Kapitel erzählte ich euch von unseren
Tagen im Südwesten Irlands, wo wir bei meiner Blogfreundin Eliane für drei Nächte ein Quartier im
wunderschönen Ballylickey House gebucht hatten. Das Örtchen Ballylickey liegt direkt am Meer
in der Bantry Bay - und so wie die Bay heißt auch die nächste größere Ortschaft:
Dreimal dürft ihr raten, wie dort das berühmteste Haus heißt ;o)
Richtig - sein Name lautet "Bantry House"! Und wie ihr ganz oben schon sehen könnt, haben wir
diesem berühmten und schönen Haus einen Besuch abgestattet. Zuerst jedoch sahen wir uns in der
Ortschaft Bantry selbst um, denn es war gerade Markttag hier, und da gab es natürlich einiges zu
bewundern: Nicht nur Früchte, Pflanzen und regionale Bauern-Spezialitäten wie Wurst und Käse
wurden feilgeboten, es gab außerdem einen Flohmarkt, wo man schönes altes Geschirr oder
gebrauchte Golfschläger, Bücher und jede Menge Klimbim erstehen konnte.
Der süße kleine Hund (obere Collage) saß zwar auf einem der Tische, auf dem die Waren auslagen, doch
er war nicht zu verkaufen ... Macht nichts, Nina und Maxwell hätten ein solches "Urlaubs-Mitbringsel"
ohnehin nicht zu schätzen gewußt ;o)) Ich selbst kaufte mir dort das grün-orange Stirnband, das ich später
u.a. auch beim irischen Fest meiner Freundin Moni trug, sowie die witzigen Glasperlen-Ringe in blau und
türkis, die ihr hier unten sehen könnt:
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Anschließend wanderten wir den kurzen Fußweg zum Bantry House entlang und standen
nach ein paar Minuten vor der Nordfassade des Hauses und somit im formalen, direkt am Meer
gelegenen Garten - einer von drei Gartenanlagen, die das wundervolle Haus aus dem 18.
Jahrhundert umgeben. Wenn ihr euch die Bilder anseht, werdet ihr vielleicht nachempfinden
können, weshalb wir uns dort ein wenig wie am Mittelmeer fühlten.
Bantry House ist übrigens seit dem Jahr 1739 der Wohnsitz der Familie White, den früheren Earls
of Bantry, und das Haus wird nach wie vor von der Familie bewohnt. Der Garten und Teile des Hauses
sind jedoch vom Frühjahr bis in den Herbst hinein für Besucher offen. Manche der Räumlichkeiten
werden auch als B&B genützt. Im Sommer werden hier außerdem ab und zu Musikfeste abgehalten
und man kann in diesem traumhaften Ambiente sogar heiraten! (Tja, das hätten wir früher wissen
müssen ;o))
In der oberen Collage seht ihr mal wieder Frau Rostrose beim hingebungsvollen Fotografieren
- und ja, mir sind tatsächlich auch beim Bantry House wieder einige Fotos gelungen, die mir gut
gefallen ... Danke in diesem Zusammenhang für das Lob, das ihr mir immer wieder für "meine"
Fotos aussprecht. Allerdings stammen natürlich viele unserer Reisefotos nicht von mir, sondern
von Herrn Rostrose - an diesem Tag z.B. sämtliche Innenaufnahmen sowie etwa die Hälfte der
Gartenfotos - und ich finde die Bilder meines Göttergatten diesmal ganz besonders toll. (So, das
musste auch mal gesagt werden! Ehre, wem Ehre gebührt!)
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Wenn man die Himmelstreppe an der Südseite des Hauses nach oben geht, kann man
nicht nur den Italienischen Garten überblicken (der angeblich vom Giardino di Boboli in Florenz
inspiriert wurde), sondern hat einen atemberaubenden Blick auf das Haus und - je höher man auf
der Treppe steigt - über die Bantry Bay.
Der sogenannte Rosengarten - in dem auch viele, viele andere Pflanzen aufs Üppigste
gedeihen - wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts als "französischer Garten englischer Art" *)
angelegt.
*) so beschrieb ihn jedenfalls der 1. Earl of Bantry ;o))
Im Haus selbst gibt es ebenfalls einiges zu sehen, das einen Besuch lohnt - beispielsweise
das blaue Speisezimmer, welches von verschiedenen Portraits dominiert wird, die der Hofmaler
Allan Ramsey schuf, verschiedenste wunderhübsche Schlafgemächer oder der Rosa Salon
mit den namensgebenden rosafarbenen Tapisserien, die um 1770 für die Hochzeit von Marie
Antoinette mit dem französischen Thronfolger angefertigt wurden. Auch der Ausblick aus dem
Haus ist traumhaft:
Nach unserem Rundgang und einem Päuschen im hauseigenen Café (links unten) spazierten wir
wieder an Farnen, Fingerhüten und anderen hier auch wild sehr schön und üppig wachsenden
Pflanzen vorbei zu unserem Mietwagen, den wir auf einem Parkplatz etwas außerhalb des Ortskerns
von Bantry abgestellt hatten. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an einem kleinen, aber
stimmungsvoll verwitterten Friedhof vorbei, dem wir noch einen raschen Foto-Besuch
abstatteten.
Danach hatten wir an diesem Tag noch ein anderes Ziel - und zwar die traumhaft
schöne Blumeninsel Garinish Island. Doch dort (und auch schon auf dem Weg dorthin)
sind so viele Aufnahmen entstanden, dass ich sie euch in einem Extra-Posting zeigen
UPDATE:
Mit der DIY-Kettengarderobe und dem Fair-Trade-Outfit verlinke ich
dieses Posting nachträglich bei ANL.
Durch
den Irland-Reisebericht sowie mein intensives Engagement in Bezug auf
die Rettung der Lachfalte*), außerdem durch meine Beteiligung an der
Aktion "This is not okay"
(die dann zu einigen Folge-Postings geführt hat und noch
weiter führen wird) und unlängst auch
durch unseren abermaligen Oldtimer-Rallye-Fotoauftrag sind hier in letzter Zeit ein paar meiner
Klamotten- und Alltagsthemen durch den Rost gefallen. Heute will ich versuchen, zumindest
ein paar davon noch nachträglich auf die Reihe zu bringen.
*) Ihr habt euch diesbezüglich aber auch schon ganz SUUUPER engagiert! Danke schön, ich freu mich, dass bereits so viele bei der September-Lachfaltenrettung mitmachen! :o) Aber es ist natürlich immer noch jede Menge Platz für Lachfaltenrettungspostings!
Thema 1:
Ines Meyrose hat im Rahmen ihrer Aktion Modejahr 2015 im September dazu aufgerufen, unsere
figurnahsten Outfits bzw. "schmale Linie" zu zeigen. An den Kommentaren dazu zeigte sich rasch,
dass ich nicht die einzige Bloggerin war, die sich dadurch ein bisschen hin- und hergerissen fühlte:
Auch bei mir ist es so, dass ich keineswegs "schmal" wirke, wenn ich figurnahe Kleidung trage. In
ihrer Antwort auf den Kommentar von Beate meinte Ines dann: "Ich hatte dabei ursprünglich durch-
aus an körpernahe Outfits gedacht –
also bei Dir Typ Sexbombe (das gibt hier schöne Google-
Treffer, fällt
mir gerade auf ;-))." Okay, dachte ich mir, "Typ Sexbombe" bringe ich noch eher hin
- und die Google-Treffer schaden auch nichts ;o))
Ich habe inzwischen zwar die Kilos wieder abgenommen, die ich mir im vorigen
Jahr so nach und nach draufgepackt habe, aber nichtsdestotrotz bin ich eine "Frau mit Kurven".
Das türkis- oder petrolfarbige Maxikleid vom Sommer 2014 betont diese ganz besonders, und
deshalb habe ich es für Ines' Modethema mal mehr oder weniger "pur" angezogen und um die
Taille auch noch ein bisserl enger gezogen. (Als Gürtel fungiert dabei eine von zwei "Sporttubes",
die ich mir vor kurzem beim Kaffeeröster gekauft habe.)
Wenn man sich bei diesem Kleid falsch bewegt, sieht man allerdings nicht nur die wünschens-
werten Rundungen, sondern leider auch jede einzelne unvorteilhafte Delle - und zwar vor allem
bei Sonnenlicht - weil der Viscosejersey-Stoff sich total an den Körper anlegt. Ich habe hier oben
die Fotos ausgewählt, wo dies nicht so sehr der Fall ist, weil ich die anderen nicht ins Netz stellen
möchte, aber ihr könnt es mir glauben!
Aus diesem Grund trage ich das Kleid, dessen Farbe und perlenbestickte Ausschnittlösung mir sehr
gut gefällt, entweder mit einem um die Hüfte geschlungenen Tuch - wie HIER - oder mit einem
"Überrock" wie hier:
So fühle ich mich darin deutlich wohler - und der Stil ist irgendwie "Traude-typisch" ...
mal ganz abgesehen davon, dass diese "schichtweise" Rocklösung auch wieder an die Damenmode vor hundert Jahren erinnert.
♥♥♥
Etwas weniger feminin ist der nächste Look - ich hab mir dafür sogar das graue Irland-Käppi
von Herrn Rostrose ausgeborgt. Auch hier trage ich etwas Schmales, nämlich die grauen Jeggings.
Aber bei körpernahen Teilen mögen es meine Stilgebungszonen immer am liebsten, wenn es dann
locker-umspielende Kombinations-Kleidungsstücke dazu gibt. In diesem Fall die bequem sitzende Schlupfbluse mit Dschungelmotiven und meine heiß geliebte Fransenhäckeljacke.
Thema 2:
Im Hintergrund dieser Outfitfotos seht ihr noch etwas Anderes: Frau Rostrose hat
endlich mal wieder"gebastelt"! Gerti von der Kleinen Mal-Werkstatt hat mich mit ihren
immer so kreativen "Aus-alt-mach-neu"-Ideen dazu inspiriert: Durch unsere Badezimmer-
Umgestaltung waren nämlich auch die beiden Kugellampen verschwunden, um die ich
früher immer meine zahlreichen Ketten geschlungen habe. Das heißt, eine neue Aufhänge-
Möglichkeit für meinen Modeschmuck musste her. Bei Depot fand ich zwar eine verzinkte
Garderobe, die mir gefiel und für diesen Zweck gut passte, aber für einige meiner Ketten
schwebte mir noch eine andere Lösung vor.
Und so bastelte ich aus einem schäbigen alten Jausenbrett, einem Schubladenknopf und einem
süßen Vogelhaken, den ich in einem umwerfend entzückenden irischen Einrichtungsladen entdeckt
habe, meine "Kettengarderobe Nr. 2". Außer etwas weißer Farbe und zwei Schrauben benötigte ich
dafür keine weiteren Materialien...
Inzwischen hängt auf dem Haken schon eine weitere Kette - mehr darüber demnächst! ;o))
♥♥♥
Thema 3:
Schon lange habe ich euch meine Enkelkatzen nicht mehr gezeigt. Deshalb nahm ich, als wir
neulich von Jana* zum Essen eingeladen waren, meine Kamera mit. (* Ja, genau, diese junge Frau
ist dieselbe Jana, die ich euch in meinem Post Irland vor 20 Jahren als zweijähriges Kleinkind
gezeigt habe. Wie unschwer zu erkennen ist, mag sie Tiere immer noch :o) ... Chiller wollte aber
offenbar trotzdem nicht mit ihr gemeinsam aufs Foto ;o)))
Hier unten seht ihr also die schwarze
Yomee, den getigerten Chiller und die glückliche rostrosige Katzen-Omi beim "Bespaßen" ihrer
Enkerln ;o) Übrigens waren sie in Wirklichkeit viel aktiver, als es auf den Fotos wirkt, aber da,
wo sie wild mit den Bändern kämpften, sind die Fotos nichts geworden - deshalb nur ein paar
"Katzen in Ruhe"-Bilder...
Die grinsende "Katzengroßmutter" verlinke ich gleich mal bei "Rettet die Lachfalte!". Ich hoffe, ihr denkt ebenfalls wieder dran, eure lustigen Bilder oder anderes zum Thema passendes dort zu verlinken. :o))
Der schwarze Rock, den ich hier trage, ist übrigens derselbe wie oben überm "schmalen" Kleid,
nur trage ich ihn hier ohne "Sporttube" oder "Nierenwärmer", sondern zu meinem Eiffelturm-Shirt,
das farblich perfekt auf die blassrosa Beine abgestimmt ist.
♥♥♥
Thema 4:
Oben habe ich meine Beteiligung an Susannes (mamimade)
Aktion "This is not okay" erwähnt -
ihr erinnert euch vielleicht noch: Animiert durch Susannes Idee, einen Katalog der Nähbloggerinnen
zu erstellen, in dem ausschließlich selbst genähte oder Fair-Trade-Mode gezeigt wird, habe ich HIER ein paar Fair-Trade-Outfits aus meinen Kleiderschrank-Beständen zusammengestellt. Susanne
wollte gern eines meiner Outfits in ihrem Katalog drinhaben, doch da sich über die Ame*rica La*tina
Boutique im Netz nicht wirklich viel Brauchbares in Sachen Fair-Trade herausfinden ließ, habe ich
nicht lange gefackelt und noch ein weiteres Outfit kombiniert, diesmal nur mit Teilen von Wasch*bär
und dem von mir selbst-bemalten und von Oma Marianne genähten Seiden-Chasuble.
Eins dieser neuen Outfit-Fotos habe ich bei meinem Fair-Trade-Post nachträglich gepostet,
hier unten könnt ihr sie euch alle ansehen. Den weinroten Rock und den passenden Seidenbolero
kennt ihr schon aus vorigen Posts, jetzt ist noch ein Seidenshirt in hellgrün dazugekommen.
Meine Postings mit Überlegungen
in Sachen "Fair Trade und der Zustand der Welt" werde
ich fortsetzen, sobald ich wieder dazukomme bzw. es schaffe, etwas Anspruchsvolleres als
Reiseberichte zu schreiben.(Im Moment fühle ich mich nämlich etwas "geschlaucht" - kreuz-
weh, Augen entzündet, müde... Falls ihr jetzt denkt, das sieht man aber gar nicht: Erstens sieht
man es mir oft nicht an, wenn ich mich ausgepowert fühle und zweitens sind die Fotos auch
noch in einer etwas energiegeladeneren Phase entstanden.)
In der Zwischenzeit könnt ihr euch dieses Was-bisher-geschah-Posting von Susanne
durchlesen... es bewegt sich nämlich einiges! Und HIER hat Susanne auch noch eine inter-
essante Umfrage gestartet - die regt ebenfalls zum Nachdenken an.
♥♥♥
Thema 5:
Übrigens wurde ich selbst durch mein Nachdenken in eine ziemlich unerwartete Richtung
gelenkt. Noch vor ca. anderthalb Jahren habe ich gepostet Frau Rostrose kann nicht nähen
- und war felsenfest davon überzeugt, dass sich daran auch in Zukunft nicht viel ändern wird.
Doch dann fiel Herrn Rostrose ein Katalog der Volkshochschule Baden in die Hände, er
blätterte darin - und entdeckte folgendes Kursangebot:
Nähen für alle (Männer, Frauen, AnfängerInnen ...) Vom Model über den Schnitt zum Kleidungsstück, Änderungen, Kürzen etc. Vieles ist möglich.
Er zeigte es mir - vielleicht weil er mitbekommen hatte, dass ich nicht so GANZ glücklich mit
meinem Status als Näh-Niete bin - und ich fackelte nicht lange. (Das war ebenfalls noch in der
etwas energiegeladeneren Phase... tja, aber da muss ich jetzt durch... ;-)) Nun werde ich also bald
schon an acht Abenden in insgesamt 19 Unterrichtseinheiten zur (hoffentlich!) Nähen-Könnenden
trainiert werden. Schau ma mal, was dabei rauskommt ;o)) Ich werde euch auf dem Laufenden
halten.
♥♥♥
Es gäbe noch einiges anderes zu erzählen - zum Beispiel, dass mir Fortuna in Sachen
GIVEAWAYS in letzter Zeit mehr als nur hold war - aber für heute muss mal genug sein.
Alles Weitere erzähle ich euch ein andermal. Im nächsten Post kommt jedenfalls die Fortsetzung
meines Irland-Reiseberichts und als nächstes dann die versprochene Fortsetzung meiner lachfaltigen
"Irland-vor-20-Jahren"-Schilderungen, in der ihr übrigens auch Tipps für aktuelle Irland-Reisen
finden könnt.
Falls ihr das "Kleingedruckte" in meinem Bericht vergrößern wollt, klickt auf eurer Tastatur gleichzeitig die Tasten Strg und + (zum Verkleinern dann Strg und -).
Im Jahr 1995 - also vor genau 20 Jahren - habe ich mich verliebt. Und zwar einerseits in Herrn
Rostrose ... und andererseits ... Nein, zum Glück nicht noch in einen anderen Mann (das wäre auch ziemlich unpraktisch gewesen) sondern in die Grüne Insel: in Irlands Licht und Landschaft, in das Lachen der irischen Menschen und der irischen Pferde (jaaa, auch der Pferde!), in die Schafe natürlich, in die irische Musik ... (stimmt nicht ganz, die habe ich nämlich - ebenso wie die Schafe - schon vor der Reise geliebt!)
Wenn man es genau nimmt, war mir schon vor der ersten Irlandreise klar, dass dieses Land wie für mich gemacht war. Oder ich für das Land. Vielleicht liebte ich es auch "immer schon". Allerdings aus der Ferne. Das verhält sich nicht bei allen Ländern so: In manche Orte verliebe ich mich erst, wenn ich dort bin. Und manche andere Orte wiederum sind "in echt" vielleicht nicht so großartig wie erträumt. (Dennoch ist es mir wichtig, sie selbst erlebt zu haben!) Als ich erstmals irischen Boden betrat, war mir aber bald klar, dass dieses Land keine Enttäuschung sein würde - trotz des eher mistigen Wetters, das es 1995 zu meinem bzw. unserem Empfang aufbot.
Die Bilder, die ich euch heute zeige, stammen also von meiner Irlandreise vor 20 Jahren. Da es
sich dabei um eingescannte Analogaufnahmen handelt, verzeiht ihr mir hoffentlich die Qualität.
Hier seht ihr die Route von damals - eine kleinere Runde als heuer - und außerdem das eingangs
erwähnte lachende Pferd. Die Pferdebeine werden gerade von meiner damals noch sehr kleinen
Tochter gestreichelt (oder gekitzelt? ;o))
Wenn ich "unserem Empfang" schreibe, meine ich allerdings nicht Herrn Rostrose und mich, denn meine seinerzeitige Irland-Reise erlebte ich ohne ihn. Als er und ich im April 1995 ein Paar wurden, hatten wir beide unsere Urlaubsreisen schon gebucht - ich nach Irland ... und er nach Australien ...
Das war unsere kleine "Reisegruppe" - oben meine Freundin Anita und ihre Tochter Natascha,
unten Jana und ich. Auf den kleinen Fotos seht ihr uns u.a. schon beim Pferdestreicheln bei unserem
ersten "Farmhouse-B & B" mit Pferden und Schafen in Donabate (20 km von Dublin entfernt)
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Ich war damals eine in Wien lebende Alleinerzieherin, und meine Tochter Jana war im März 1995 zwei Jahre alt geworden. (Wer halbwegs aktuelle Fotos von Jana sehen will, kann sie sich z.B. HIER beim Fallschirmspringen ansehen.) Von ihrem Vater hatte ich mich noch während der Schwangerschaft
getrennt, weil klar war, dass unsere Vorstellungen vom Leben nicht vereinbar waren. Geld besaß ich nur wenig, doch solche läppischen Tatsachen konnten mich noch nie sonderlich beeindrucken. Was ich schon immer besessen hatte, waren Abenteuerlust, Organisationstalent, viele Träume und der Drang, andere Länder zu entdecken. Ich kannte mich gut genug um zu wissen, dass es meinem Glückshaushalt gut tat, wenn meine Abenteuer- und Reisebedürfnisse halbwegs befriedig wurden. Was ich zum Mich-Glücklichfühlen hingegen noch nie benötigt hatte, war "Luxus". (Oder jene mit viel Geld erschwinglichen Dinge, die manche Leute als Luxus bezeichnen...)
In Mullingar lernten wir das lachende Pferd kennen, die Kinder spielten dort auch bei einem
See namens Lough Owel. Den Jungstieren begegneten wir beim Schlosspark von Castlepollard.
Wir stellten fest, dass das Wort "Bahnschranken" in Irland wörtlicher als bei uns genommen wird,
hatten zu viert nur 2 schmale Betten - und viel Spaß! Wir blieben zwei Nächte im schönen Ginnell-
Farmhouse (das heißt jetzt offenbar Lough Owel Lodge - die Besitzer heißen immer noch Ginnell - und es hat tolle Bewertungen!) dann war wieder Zeit zum Abschiednehmen von den süßen "Doggies" und Pferden ...
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Ich glaube, zum Glücklichsein gehört unter anderem dazu, zu wissen, welche Träume
aktuell im erfüllbaren Bereich liegen und welche nicht. Und es gehört auch dazu, sich seine Träume
selbst zu erfüllen (und nicht darauf zu warten, dass das ein anderer übernimmt). Schon ein paarmal habe ich gehört oder gelesen, dass die meisten
Menschen am Ende ihres Lebens nicht das bedauern, was sie getan haben -
sondern das, was sie nicht getan haben. Mein Ziel ist es, letzteren Bereich ziemlich gering zu halten. Denn wenn am Schluss - kurz vor dem endgültigen Abwinken - noch einmal alles, was in meinem Leben Bedeutung hatte, auf der inneren Leinwand zu sehen sein wird, will ich diese letzten Minuten gewiss nicht mit Bedauern verplempern - stattdessen habe ich vor, einen spannenden Lebensfilm zu genießen! Einen mit Liebe, Freude, Rührung, Freundschaft, Action, Abenteuer ... Ich will (und ich werde) sagen können "Geil war's - und jetzt bin ich neugierig, was als nächstes kommt!"
(Und sollte nix mehr kommen, habe ich auf jeden Fall ein erfülltes, spannendes "Leben vor dem Tod" geführt ;o))
Weiterfahrt nach Shannonbridge in das nächste - sehr komfortable - B & B mit Hund. Hier spielten
die Kinder stundenlang fröhlich am Ufer des Flusses Shannon.
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Meine Traum-Reise-Liste war immer schon lang und voller Möglichkeiten. (Deshalb dauert es manchmal auch so lange, bis ich in ein Traum-Reise-Land wiederkehre...) Ich hatte nie viel Geld, aber was sich mit meiner vorhandenen Zeit und meinen vorhandenen Mitteln erfüllen ließ, das erfüllte ich mir auch früher schon so nach und nach. Zumindest alle zwei Jahre musste eine Reise für mich machbar sein. Oft mit dem Zug, mal mit Bus und Zelt, mal mit Zug und Fahrrad, zuweilen auch mit meinem jeweils aktuellen, wirklich furchtbaren Klapperkisten-Auto. (Ich hatte im Lauf der Jahre mehrere von der Sorte, und alle waren gleichermaßen klapprig). Die Abenteuerlust meiner Eltern hatte mich angesteckt, die Geschichten, die sie mir aus ihren jüngeren Jahren erzählten, zeugten von einem spannenden Leben, die Urlaubsreisen, die wir in meiner Kindheit gemeinsam unternahmen, taten ihr übriges: Mir liegen das Reisen und die Lust, neue Eindrücke in mich aufzusaugen, im Blut.
In der Nähe von Clonmacnoise fuhren wir mit der sogenannten Bog-Train durch das Naturschutz-
gebiet und durch die Stätten der Torf-Gewinnung. (Diese Bahn ist allerdings inzwischen nicht mehr in Betrieb, vermutlich weil der traditionelle Torfabbau in Naturschützerkreisen - nicht zu Unrecht
- ziemlich viele Gegner hat. Jana half dennoch beim Torfstechen mit ;o)) Nach dieser Fahrt ging es weiter zu den Klosterruinen von Clonmacnoise. Das gefiel uns allen sehr gut!
Noch ein paar Bilder aus Clonmacnoise - auch diesen Ort sollte man sich in Irland nicht entgehen
lassen... Es gibt hier übrigens zudem ein interessantes Museum mit Wachsfiguren, das mochten wir
ebenfalls!
Bevor mein Kind zur Welt gekommen war, hatte ich mehrmals allein oder in gut von mir ausgewählter Gesellschaft *) relativ abenteuerliche Reisen unternommen.
*) "Gut von mir ausgewählt" heißt: Ich hatte vorab überlegt, ob ich mit diesen Menschen während dieser oder jener Tour harmonieren würde. Denn nicht alle Freunde sind für jede Reiseform geeignet, was nichts über die Qualität der Freundschaft sagt... Gleich die erste "elternlose" Reise führte eine Freundin und mich 1981 einen Monat lang mit dem Interrailticket durch halb Europa - davon 14 Tage fast ohne Geld, weil wir unterwegs bestohlen worden waren ... und es dennoch schaffen wollten. (Und wir schafften es! Und es war TOLL: Eine wunderbare, prägende Erfahrung für die Zukunft, dass man, wenn man sich nicht unterkriegen lässt, alles zuwege bringen kann. Und dass die Welt gar nicht voller Monster ist, wie einem Krimis und die Nachrichten vorgaukeln, sondern dass darin auch viele nette, hilfsbereite Menschen leben - wenn man Hilfe zulässt und sich die Helfer gut anschaut.) Später dann natürlich Reisen nach Deutschland, aber auch in die Niederlande, nach Italien, nach Schweden und Finnland, sogar bis über den Polarkreis (damals mit Absicht ganz allein), ein andermal nach England und Schottland... ۩๑๑۩๑๑۩
Und nun war ich also alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes. Sollte ich deswegen aufs Fortfahren verzichten? Oder zwar verreisen, aber meine Tochter bei ihrem Vater oder den Großeltern lassen? Nein, so eine Idee gefiel mir gar nicht. Jana und ich waren ein gut aufeinander eingespieltes Mutter-Kind-Gespann, Herr Rostrose fand in der frühen Planungsphase dieser Reise als potentieller Partner noch nicht statt - was sprach also dagegen, wieder mit einer Freundin zu verreisen, diesmal in das nächste Land auf meiner Traumurlaubsliste: Irland!?!
Das Meer! Wir hatten die Westküste erreicht und freuten uns darüber! Unser nächstes Ziel: die
Ortschaft Doolin!
Gleich die erste Freundin, die mir in den Sinn kam, hatte Zeit und Lust, mit Jana und mir zu verreisen: Anita, die ich kenne, seit wir 15 waren und bei Englisch-Sprachferien in Bournemouth im selben Zimmer landeten! Anita hatte zum Zeitpunkt meines Anrufs selbst eine Tochter kurz vor der Einschulung, keine nennenswerten Ersparnisse und Interesse an Irland.
(Hätten Anita und ich noch weniger Geld zur Verfügung gehabt, dann hätten wir
vielleicht
irgendwo in Österreich, wo wir noch nie gewesen sind, gecampt oder uns eine billige Pension gesucht. Aber Irland war erste Wahl.)
Wir wälzten hin und her, was machbar war und was nicht und kamen zu dem Schluss, 14 Tage mit Leihwagen *) und Übernachtungen in B&B's müssten drin sein, wenn wir sparsam lebten.
Doolin gilt (bzw. galt damals) als DAS Musikmekka Irlands! Da mussten wir uns natürlich mitsamt
unseren Kindern einen Pubabend mit Musik gönnen - und er gefiel uns allen! Jana tanzte sogar! Davon
bekommt ihr hier keine Fotos zu sehen, aber als wir im Bunratty Folkpark waren, tanze Jana abermals
- und davon kann ich euch später eine Aufnahme zeigen :o))
Und was soll ich sagen, sie waren nicht nur machbar, sie waren wunderschön. Und das, obwohl im
Juni 1995 Temperaturen herrschten, über die sogar die Iren jammerten - sie meinten, es wäre der
kälteste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Obwohl wir warme Jacken in Gepäck hatten, führte das zu der nicht unbedingt einkalkulierten Ausgabe für je einen Aran-Pullover und eine Wollmütze. Wir sparten dafür ein bisserl beim Essen. Zwei Mahlzeiten am Tag genügten uns sowieso - ein ordentliches warmes Frühstück war beim B&B dabei, und sonst kauften wir meistens im Laden ein oder aßen auch mal im Pub ... oder beim Chinesen oder zu viert zwei Portionen Spaghetti beim Italiener ;o)
*) Mit dem Mietwagen gefahren bin übrigens mit einer Ausnahme die ganze Zeit ich. Anita besitzt zwar einen Führerschein, ist aber auch im Rechtsverkehr keine sehr begeisterte Autofahrerin. Ich selbst war zu Beginn im Linksverkehr allerdings auch nicht gerade meisterlich unterwegs. (Meine Knie schlotterten bei der ersten Fahrt wie Espenlaub, zumal ich weder den Wagen noch die Straße kannte, auf der wir fuhren - und es war auch bereits Abend, das heißt, die Sicht war nicht sehr gut. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben ;o))
Jana schlief beim Bootsausflug zur kleinsten der drei Aran-Inseln - Inisheer ;o) Die mondartige Landschaft am Festland nennt sich übrigens The Burren.
Oben: Abschied von unserer netten
Herbergsmutter und ihren Hunden. Danach fuhren wir zu den
Cliffs of
Moher, die allerdings völlig im Nebel lagen. Daher brachen wir bald in
Richtung
waren unsere Zimmer winzig und wir teilten uns die Betten mit unseren Kindern. Manchmal waren unsere
Zimmer luxuriös und groß. Beides war auf die eine oder andere Weise schön. Wir waren viel in der Natur
unterwegs, und zuweilen gönnten wir uns Ausflüge oder Besichtigungen. Die Kinder waren dermaßen
in ihrem Element bei all den vielen Hunden, Katzen, Rindern, Schafen, Pferden, die zum Teil sehr
streichelfreudig waren - niemandem von uns ging irgend etwas ab.
Die Burg war interessant, aber noch mehr Spaß machte
der Folk-Park, ein Freilichtmuseum mit alten Häusern, Bauernhoftieren
und einem kleinen "belebten" Dorf, in dem Statisten umherliefen und
außerdem diese tollen jungen Musiker spielten. Da konnte Jana nicht lange auf dem Fensterbrett sitzen bleiben - sie musste im Takt der Musik tanzen und stampfen, es war einfach großartig!
Ihr Lieben, mir ist klar, dass das schon viele Fotos und Schilderungen für heute waren -
und dabei habe ich euch bisher erst von der ersten Woche unserer 14tägigen Irlandreise erzählt.
Demnächst kommt eine Fortsetzung dieses Rückblicks - für heute würde das alles zu viel werden.
Ich hoffe, ihr könnt aber auch jetzt schon nachvollziehen, dass bei der Erinnerung daran und beim
Blättern in den Fotoalben mit den Bildern von einst auch heute noch Anitas und meine Lachfalten
stimuliert werden ... Weil es vom Timing her gerade passt, möchte ich Anita übrigens auch hier HAPPY BIRTHDAY wünschen - ich freue mich, dass wir uns damals in GB kennengelernt und seit damals nie aus den Augen verloren haben!!! Lass dich drücken, du Liebe!
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Und nun ist es wieder an euch, die Lachfalten zu retten, mit euren
witzigen, lebensfrohen oder auch mal nachdenklichen Beiträgen zum Thema. Hier könnt ihr euch Tipps holen und die Spielregeln durchlesen - und
verlinken könnt ihr eure Beiträge einen Monat lang unter diesem Posting! Ich freue mich schon sehr auf eure Einfälle und Erzählungen! Mein Posting verlinke ich übrigens auch - und zwar mit Susi Zaunwickes Guckloch in die Vergangenheit und mit Gabriele Sommerhalders Streifzug am Mittwoch ! Und wenn ihr zu meinem Reisebericht über die aktuelle Irlandreise wollt, klickt einfachHIER.
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Ganz herzliche Rostrosengrüße und Küschelbüschel von der
Rettet die Lachfalte! Hier unten könnt ihr eure eigenen Beiträge zur Rettung der Lachfalte verlinken und euch zu den Beiträgen der anderen Lachfalten-Rettungs-Aktivisten klicken. Einfach auf den Add-your-Link-Button klicken und den Link eures Lachfalten-Posts eintragen: