Dienstag, 15. Dezember 2015

Rettet die Lachfalte #12 - Endspurt

 ♥♥♥ Servus, ihr Lieben ♥♥♥ ...
♥♥♥

... und herzlich willkommen zum "Endspurt" der rostrosigen Aktion "Rettet die Lachfalte"!
Doch bevor ich damit loslege, möchte ich euch noch herzlich danken für die überwältigenden
Kommentare zu meinem vorigen Post, in dem es u.a. um unseren ökologischen Fußabdruck
ging. Ich weiß, dass das Thema kein angenehmes war und ihr euch in der Vorweihnachtszeit
wahrscheinlich mehr als sonst mit Erfreulichem beschäftigen wollt - dennoch haben viele von
euch sich die Zeit genommen, meinen Beitrag zu lesen und mir kluge Zeilen zu hinterlassen -
D A N K E ! ! !

Für alle, die der Sache ratlos oder betroffen gegenüberstehen, und auch für alle, die bereits ein
paar sinnvolle Maßnahmen setzen, um uns und unserer Welt eine Chance zu geben, habe ich eine
gute Nachricht: Im nächsten Jahr wird sich meine RDL-Nachfolge-Verlinkungsaktion auf spielerische,
informative und positive Weise mit dem Nachhaltigskeits-Thema beschäftigen. Da sind also alle
Selbermacher, Selberdenker, Wiederverwerter (und natürlich -innen! ;o)) unter euch gefragt, es wird
dabei aber keineswegs langweilig und unmodisch zugehen! Und außerdem soll daraus eine Art
"Börse" für umweltfreundliches Einkaufen, Putzen etc. entstehen!  Mehr darüber demnächst -
jedenfalls lautet auch hier mein Motto: Betrachten wir die Sache nicht als ein Problem, sondern 
als eine Herausforderung! :o)


So - aber nun:
Ich freue mich, dass ihr auch heute wieder vorbeigekommen seid, um die Rettung der
schönsten aller Falten zu unterstützen - und ich hoffe natürlich sehr, dass ihr auch dieses letzte Mal
noch Freudiges, Lustiges, Kritisches, Interessantes zum Thema betragen werdet.





Dabei ist es völlig egal, ob ihr uns tierische oder menschliche Fotos zeigt, die zum Lachen oder
Lächeln animieren oder dazu, sich mitzufreuen, ob ihr uns lebensfrohe Geschichten erzählt, eure
Zufriedenheitsmomente der letzten Tage schildert oder ob ihr einen nachdenklichen Beitrag zu
Themen wie Schönheitschirurgie, Altern, Jungbleiben etc. zu bieten habt! Die Spielregeln gibt es
wie immer HIER, und unter meinen bisherigen RDL-Hauptpostings findet ihr zahlreiche Beispiele
von Bloggern und Bloggerinnen, die sich im Jahr 2015 aktiv an der Lachfaltenrettung beteiligt
haben.

Übrigens habe ich schon vor einiger Zeit sämtliche dieser RDL-Postings zu einer eigenen Seite
zusammengefasst, damit ihr sie leichter finden könnt - KLICK - mittlerweile habe ich diese
Seite auch noch um Fotos ergänzt ... und außerdem um Lachfalten-rettende Zwischendurch-
Posts, die bei euch besonders beliebt *) waren. So könnt ihr euch in Zukunft noch durchklicken,
falls ihr mal das Gefühl habt, dass eure Lachfalten schlapp machen wollen ;o))







*) Den Grad der Beliebtheit habe ich übrigens der Anzahl der Kommentare und Google-Plusse
entnommen. Eins dieser besonders beliebten Postings war interessanterweise das, in dem ich
euch über das "Lächeln trotz allem" erzählt habe. Also eher ein Beitrag, der jetzt nicht gerade
vor Lebensfreude und Energie gesprüht hat. Ich freue mich darüber, weil es mir zeigt, dass ihr
mir auch die Treue haltet, wenn ich euch nicht nur meine "Sonnenseite" zeige.

Manche von euch meinten auch, sie hätten nichts dagegen, wenn ich auf meinen Outfit-Fotos
ernst dreinschaue oder einfach nur "romantisch in der Gegend rumstehe". Also - um ehrlich zu
sein, ich habe das mehrmals versucht. Schon im vergangenen Jahr, als ich damit anfing, bei den
Mode-Verlinkungsaktionen von Ines Meyrose und von Zickimicki mitzumischen. Da stellte ich
fest: Das geht gar nicht! So will ich in meinem Blog nicht drin sein!

Ich gefalle mir deutlich besser mit einem Lächeln im Gesicht. Auch wenn ich einfach nur
entspannt dreinschaue (oder wenn ich mir einbilde, dass ich 'nen coolen Blick draufhabe ;o)),
wirke ich auf Fotos wahlweise müde, streng, arrogant, traurig oder zuweilen sogar richtig
verhärmt. In meinem ersten Lachfaltenrettungsposting gab es schon mal ein paar Beispiele zu
sehen: KLICK. Hier noch eine kleine Auswahl - die unteren Bilder stammen aus dem Jahr 2014;
die linken davon hatten es (bisher) nicht in meinen Blog geschafft (und ich schwöre euch, das
sind längst noch nicht die schlimmsten Fotos von mir. Die dürfen hier nämlich wirklich nicht
 rein, sonst finde ich meine Aufnahmen bei "Ugly people" wieder):


Natur-Lifting: Mundwinkel hochziehen!


Die Falten werden beim Lächeln zwar nicht unbedingt reduziert, aber in die richtige Richtung
gelenkt. Und das Beste an diesem Faltenlenkungsmittel ist, dass es ganz und gar kostenlos zu
haben und - mit einiger Übung - praktisch jederzeit verfügbar ist. Falls ihr euch fragt, ob ich
"auf Befehl" lachen kann - eigentlich nicht. Aber ich kann mir etwas Schönes vorstellen, das
mich zum Lächeln bringt - so klappt es dann!


Seinerzeit, als man für Passfotos noch lächeln durfte, hat mir eine Fotografin die Basis des
Tricks beigebracht. Sie sagte: "Schauen Sie bitte auf den Kleiderbügel hinter mir. Und dann
stellen Sie sich vor, das ist der Mann ihrer Träume und der lächelt sie an!" Also, jetzt wisst
ihr's: Ich lächle zurück ;o)) Bei dem indischen Mönch hier unten bin ich mir allerdings recht
sicher, dass er auch ohne solche Fantasien auskommt und einfach deshalb so schön lächelt,
weil er ganz und gar in sich ruht. So weit bin ich leider noch nicht ...








Ich zeige euch die unvorteilhafteren Bilder von mir übrigens nicht, um mich oder meine 
Falten schlecht zu machen. Natürlich haben einige meiner Jahresringe mit dem einen oder 
anderen Kummer, Stress und Frust zu tun und ich mag sie nicht alle gleich gern. Doch sie 
gehören nun mal zu meinem Leben und ich will mich so gut wie möglich mit ihnen 
arrangieren. 








Die weniger vorteilhaften Rostrosen-Bilder bekommt ihr vor allem zu sehen, weil man an 
der Gegenüberstellung etwas erkennen kann:


Zum einen, dass Falten an sich nichts Hässliches sind - es kommt bloß darauf an, 
in welche Richtung wir sie weisen lassen.  

Und zum anderen, dass es kaum ein besseres Mittel gibt, die Bäckchen und das Kinn 
nicht hängen zu lassen als LACHEN und LÄCHELN! So kann man Kummerfalten in 
Lachfalten verzaubern.

An den Selfies hier unten erkennt man allerdings: Nicht immer sieht Lächeln allein schon 
vorteilhaft aus ;o)) 

 



Ich denke mal, ab einem gewissen Alter schadet es nicht, mit der Kamera ein bisserl weiter
entfernt zu sein ;o) Es schadet auch nichts, wenn man Bildausschnitte vergrößert und sie
deswegen nicht ganz so scharf sind. Und was mir auch noch aufgefallen ist: Auf Außen-
aufnahmen sieht man jede Hautunebenheit besser als bei Kunstlicht. Aber das sind nur
ein paar kleine Eitelkeiten, die eigentlich für ein zufriedenes Leben völlig wurscht sind.
Lasst euch dadurch also bloß nicht den Spaß am Lächeln oder gar am Leben verderben! 


♥♥♥

Trotz Lächel-Gesichts auch nicht übertrieben vorteilhaft, aber zu Ines Meyroses Mode-
Thema "Hoch geschlossen im Dezember" passend sind die folgenden Aufnahmen, die
allerdings nicht erst im Dezember entstanden sind, sondern bereits im Februar 2015. Allzu oft
kommt es nämlich nicht vor, dass man Frau Rostrose hoch geschlossen antrifft - ich finde streckende
Ausschnitte für meine Figur einfach vorteilhafter als Roll- oder Stehkragen, Rundhals-Shirts oder
verhüllende Tücher. Manchmal muss es aufgrund der Temperaturen oder wegen Halsschmerzen
allerdings sein - ich glaube, die unteren Fotos entstanden einfach an einem kalten Tag... Ja, und
natürlich geht es hier auch "Um Kopf und Kragen", weshalb ich mich außerdem bei Sunnys 
gleichnamiger Aktion verlinke :o)) Und beim Freitags-Outfit von Tina ebenfalls, damit wir die
Runde komplett machen ;o))




So, ihr Lieben, zum Beinahe-Abschluss der Aktion möchte ich euch jetzt aber nochmal so
richtig nach Herzenslust anlächeln. Und aus diesem Grund habe ich für euch die (meiner Meinung
nach) strahlendsten Lächelfotos aus meinem Archiv herausgesucht. Wie ihr seht, sind hier jede
Menge Lachfalten vorhanden:


"Lächeln aus der Konserve" - die Fotos stammen alle aus dem Jahr 2014...


Den endgültigen Abschluss sollen diese vier Gegenüberstellungen aus der Serie
Cats that look like Pin-up-girls bilden, denn wie ich aus euren früheren Kommentaren weiß,
 gefallen diese witzigen Bildchen vielen von euch genauso gut wie mir. Einige von euch scheinen
jedoch trotz der eingefügten Links geglaubt zu haben, dass ich diese witzigen Ideen hatte.
Nein, das ist nicht der Fall - die Serie stammt nicht von mir, sondern von HIER!
 

Bildquelle KLICK



Und nun, ihr Lieben: Lasst uns lachen und lächeln, egal, wie wir dabei aussehen - lasst uns das
Leben nach Möglichkeit genießen - und wenn es mal nicht geht, dann lasst uns durch die schlimmen
Phasen hindurchtauchen, ohne darauf zu vergessen, dass eines schönen Tages auch wieder bessere
Zeiten kommen werden, wenn wir es zulassen! Dann ist auch das Fortbestehen der schönsten aller
Falten gesichert!

Jetzt seid aber wirklich IHR an der Reihe: Verlinken könnt ihr eure Beiträge direkt unter diesem
Posting! Von Mitte Dezember 2015 bis Mitte Jänner 2016 habt ihr Zeit dazu. Und dann? Dann 
fängt etwas Neues an! :o))

♥♥♥

♥♥♥ Ganz herzliche adventliche Rostrosengrüße 
und ein liebes Lächeln voller Falten 
von der Traude♥♥♥

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Fair Play Teil 4: Frau R. denkt über die Erde nach ... und über Fußabdrücke...

Servus ihr Lieben!
✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ



In der Vorweihnachtszeit muss ich häufiger als sonst über den Sinn und Unsinn des
Konsumierens nachdenken. Vielleicht, weil sich mir durch das dschingelbellige Werbefernsehen,
durch schreiende Plakatwände, Postwurfsendungen und die Beobachtung von hektisch einkaufenden
Menschenmassen solche Gedanken einfach aufdrängen. Und zu Konsum passen dann auch wieder
Gedanken darüber, wo unsere Waren überhaupt herkommen. Und was unsere Einkäufe bewirken...
(mal abgesehen von den vielleicht leuchtenden Augen der Beschenkten...) Und was sonst noch 
alles damit zusammenhängen könnte auf unserem Planeten ...





Vielen Dank für euer Interesse und eure zahlreichen nachdenklichen Kommentare zu meinen 
bisherigen drei Fair-Play-Posts! Falls ihr sie versäumt habt oder darin nochmals etwas nachlesen 
wollt, findet ihr hier die Links dazu:





Angesichts mancher Schilderungen und mancher Bilder, die wir aus Indien mitgebracht haben 
und die ich euch im vorigen Fair-Play-Beitrag zeigte, kam in vielen von euch der Wunsch auf, dass 
niemand in solcher Armut leben möge. 

Beim Betrachten einiger Aufnahmen, die ich euch heute zeige, werdet ihr euch hingegen vielleicht 
fragen, was für "Schweindln" in diesem riesengroßen Land leben. Doch bevor ihr die Menschen in
 Indien als Umweltverschmutzer verurteilt, solltet ihr erstmal meinen heutigen Artikel zu Ende lesen
 ;o)) Und vergesst dabei bitte nicht, dass ich das Land und seine Menschen als sehr liebenswert
kennengelernt habe! Extrem anders als unsere Welt und unsere Menschen, aber wunderbar kreativ,
freundlich, humorvoll, großzügig, farbenfroh, fröhlich, quirlig... - eben liebens-wert!

[Übrigens sind einige der Fotos, die ihr heute seht und im letzten Post gesehen habt, von unserer Freundin Moni. Edi 
und ich sind zwar selbst nicht nur die "Heile-Welt-Fotografen", doch Moni wirft gern einen noch kritischeren Blick auf 
alles. Und außerdem wollte sie ihrer Mutter und ihrer Schwester "Beweisfotos" mitbringen, weil die sich sonst gar nicht
vorstellen hätten können, wie verdreckt manche Waldränder, See-Ufer etc. gewesen sind, die wir in Indien gesehen 
haben.] 




Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Menschen in Indien (und in anderen sogenannten
Entwicklungsländern) zum Teil noch damit aufgewachsen sind, dass alles, was man besaß, verrottet
ist: Essen wurde zum Beispiel auf Bananenblättern serviert - die man nach der Mahlzeit einfach neben
das Haus warf, wo es zu Kompost wurde. Eine geniale Lösung. Der Mensch im Einklang mit der
Natur. Bei uns war es vor einigen wenigen Generationen nicht großartig anders. Es gab zwar keine
Bananenblätter, aber z.B. Holzschüsseln und Löffel. Und gegessen wurde, was aus dem Garten kam -
ganz ohne Verpackungsmüll. Doch von dort wollten wir offenbar alle weg. Und auch in Indien wird
das Essen nur noch als Besonderheit in teuren Spezialitätenrestaurants auf diese Weise serviert.


Traditionelles Essen in Chettinad / Südindien

 Nun werden Plastik, Papier, Dosen ebenso nebens Haus geworfen. Es verhält sich nicht überall
gleich - aber wir sind durch manche Ortschaften und Landstriche gekommen, die für uns
schockierend aussahen. Kühlschänke irgendwo am Waldrand in den Bergen... oder auch an
irgendwelchen städtischen Straßenecken, direkt neben der Werbung für Bollywoodfilme oder für
Politiker. Müll an so vielen Gewässern... Und  auch die LKW-Kolonnen mit den schmauchenden
und bestimmt reichlich Dreck in die Umwelt blasenden Fahrzeugen hatten auf uns keine
beruhigende Wirkung...





 Meiner Meinung nach haben hier die vom Westen verordneten Bildungs- und Aufklärungs-
programme kläglich versagt. Es ist bestimmt keine schlechte Sache, Menschen aus ärmeren
Schichten das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen und sie so auch näher an Möglichkeiten
heranzubringen, sich einen gewissen Wohlstand zu erwerben, doch mindestens genau so wichtig
wäre es, die Menschen darüber aufzuklären, welche Veränderungen sich durch diesen Wohlstand
ergeben.





Die indische Mittelschicht wächst - und damit zugleich die Anzahl der Menschen in diesem Land,
die sich endlich eine Scheibe vom vermeintlichen Reichtum dieser Welt abschneiden wollen. Was
verständlich ist - sie unterscheiden sich damit ja nicht von uns: Sie wollen Kühlschränke und
Motorräder besitzen, Fernsehapparate, Autos und Handys. Sie wollen also jene praktischen, das
Leben angeblich erleichternden oder verschönernden Dinge besitzen und so hübsch gekleidet und
geschmückt aussehen, wie sie es auf den riesigen Werbeplakaten und in den überall im Land
entstehenden Konsumtempeln gezeigt bekommen. Leider haben sie nicht gelernt, mit den Dingen,
die sie haben wollen,  richtig umzugehen, sie pfleglich zu behandeln und sie fachgerecht zu
entsorgen.

Wer Dinge kauft, übernimmt letztendlich auch die Verantwortung. Dafür, dass sie erzeugt werden,
dafür wie sie verwendet werden und dafür, wie sie entsorgt werden.






Aber was rede ich da? 
Übernehmen wir selbst die Verantwortung für die Dinge, die wir kaufen und benützen?? 
Um mal ein jahreszeitlich passendes Beispiel zu bringen: Denken wir darüber nach, dass wir die 
Welt unserer Kinder um ich weiß nicht wie viele Bäume ärmer machen, wenn wir ihre Weihnachts-
geschenke in Papier packen, das dann häufig achtlos weggeworfen wird? (Allein in Wien fallen 
in der Woche nach Weihnachten 290 Tonnen mehr Papiermüll an als sonst!!! Aber es werden hier
von der Stadt wenigstens auch nette Alternativen angeboten!)


Straßenszenen in Indien - Werbung ist hier inzwischen allgegenwärtig.


Denken wir darüber nach, dass wir, wenn wir z.B. eine Cola erstehen (wie sie inzwischen auch auf 
indischen Plakatwänden eifrig beworben wird) letztendlich ebenso für die Produktionsenergie der 
Limonade und der Flasche oder Aludose*), für den Transport des Getränks und für die Entsorgung 
der Plastik- oder Glasflasche oder der Dose verantwortlich sind?

*)Für Aluminium wird z.B. Regenwald zerstört!

Und wenn wir ein Auto kaufen? Neulich habe ich euch das Beispiel 
der nicht gerade menschenfreundlichen  Autospiegelproduktion in Ungarn gebracht - KLICK...
Aber ein Fahrzeug besteht ja noch aus viel mehr Einzelteilen ... und aus viel Energieaufwand 
von der Produktion über die Verwendung bis zur Entsorgung...




Ich wage mal zu behaupten, dass 
darüber kaum jemand so wirklich nachdenkt. Und die Liste der Dinge, die wir kaufen, ohne groß 
darüber nachzudenken, ist endlos: das neueste Handy, diese und jene Cremes oder Waschpulver (die 
fast alle unter Verwendung von Palmöl hergestellt werden, wofür ebenfalls Regenwälder abgeholzt
werden!), die neuesten Deko-Dingens, Fleisch aus Massentierhaltung, den batteriebetriebenen
Pinguin vom Kaffeeröster, Kapselkaffeeautomaten und so weiter und so fort...

Die vom Westen verordneten Bildungs- und Aufklärungsprogramme haben also unter anderem
deshalb kläglich versagt, weil wir "Westler" selbst noch nicht begriffen haben, dass wir beim Erwerb
von Dingen auch die Verantwortung für das übernehmen, was bei ihrer Erzeugung und bei ihrem
Transport passiert. Und was wir mit alledem bewirken.


Inder, die auf sich halten, besitzen ein Handy. Und ein Motorrad oder Auto. Und legen auf Mode wert. 
Und Waren werden kaum noch per Kamel transportiert, sondern per LKW. In langen, stinkenden Kolonnen...


Wenn ihr euch die folgende Graphik anseht (und euch dann 
meine Erklärungen dazu durchlest), werdet ihr erkennen, dass das, was in Indien seit einiger Zeit 
massiv schief läuft, in den reichen Ländern schon viel länger noch viel schiefer läuft. Es mag bei 
uns ordentlicher wirken, aber das macht die Sache nicht besser

Ich glaube, den Begriff "ökologischer Fußabdruck" 
werden inzwischen die meisten von euch schon mal gehört haben. Es handelt sich dabei um eine 
Berechnungsmethode, wie viel »Natur« jeder einzelne Mensch pro Jahr mit seiner Lebensweise 
verbraucht. Alles, was wir essen und trinken, was wir einkaufen, was wir an Müll und Abgasen 
produzieren,... wird addiert und als Fläche berechnet.



Diagramm wie viel Erden ein Land ca. benötigt, um den momentanen Resourcenverbrauch aufrecht zu halten.
via



Der ökologische Fußabdruck gibt also an, wie groß das Stück Erde ist, das wir brauchen, 
um all das herzustellen, was wir konsumieren oder in den Bereichen Fortbewegung, Elektrizität, 
Trinkwasser etc. verwenden. Ich habe oben eine Graphik des Österreichischen Ökologie-Instituts 
eingefügt, die allerdings leider nicht mehr ganz aktuell ist. Sie ist etwa 5 Jahre alt, und ich fürchte,
die Zahlen haben sich mittlerweile verschlechtert, aber sie sind auch so schon erschreckend genug.




Wie ihr an der Öko-Graphik sehen könnt, ist Indiens Fußabdruck der kleinste von allen 
Beispielnationen: Würden alle Menschen im Durchschnitt so leben wie die Menschen 
in Indien, würden bei gleicher Ernährung, ähnlichem Lebensstil und Energiebedarf gerade 
mal die Ressourcen einer halben Erde verbraucht werden... 


 


Würden hingegen alle Menschen dieser Welt so leben wie wir hier in einem EU-Staat, würden 
wir fast drei Erden benötigen. Und würden alle Menschen so leben wie in Australien oder in 
den USA, wären gar noch mehr Erden notwendig. Wir haben aber keine drei, vier oder sechs 
Erden. 

Wir haben nur diese eine... 

Lasst das mal auf euch wirken.
Wir haben nur diese eine Erde...






Warum sich die Zahlen verschlechtert haben, liegt auf der Hand: Die Anzahl der Menschen
auf diesem Planeten wächst und wächst - und somit auch die Anzahl der Verbraucher. Und
 leider wächst auch die Zahl der Menschen, die sich größere Mengen an Konsumgütern leisten
kann... (und sie sich auch tatsächlich leistet!)

Während in der westlichen Welt die Geburtenraten drastisch zurückgegangen sind, ist die
Bevökerungsrate in Ländern wie Indien am Explodieren. Obwohl der Subkontinent mit einer Fläche
von ca 3,29 Millionen Quadratkilometern nur das siebentgrößte Land der Erde ist, lebt hier etwa ein
Siebtel der Weltbevölkerung - also mehr als eine Milliarde Menschen. (Zum Verleich: Das größte
Land der Welt ist Russland mit einer Fläche von rund 17,1 Millionen Quadratkilometern - hier
leben aber nur 143,5 Millionen Menschen!) 


http://www.wachsdum.ch/wp-content/uploads/BevExpl.jpg
via

Pro Sekunde nimmt die Weltbevölkerung um ca. 2,5 Menschen zu, das heisst innerhalb von
zwei Sekunden werden fünf Menschen mehr geboren als sterben - und dieses Bevölkerungs-
wachstum geht vor allem auf arme Entwicklungsländer wie Indien zurück... Wenn ihr HIER auf
den Weltbevölkerungszähler klickt, könnt ihr der Weltbevökerung beim Wachsen zusehen - und
das Tempo ist in der Tat beängstigend rasant!

Als ich zuletzt auf den Link geklickt habe, konnte ich dabei zusehen, wie der Zähler gerade auf 7,294.000.000 Menschen 
(in Worten Sieben Milliarden zweihundertvierundneunzig Millionen!) sprang - ich denke mal, wenn ihr meinen Beitrag 
lest, werden wir schon ein ganzes Stück weiter gesprungen sein).




Immer noch liegt der Anteil der Menschen in Indien
unterhalb der Armutsgrenze bei rund 30 %. Dennoch hat sich die Versorgungslage der Armen
am Subkontinent  in den letzten Jahren grundlegend verbessert. So betrug dort die durchschnittliche
Lebenserwartung im Jahr 1971 für Männer nur 44 Jahre und für Frauen 46 Jahre. Als Durchschnitts-
Inderin der Siebzigerjahre wäre ich also schon seit acht Jahren tot. Im Jahr 2006 konnten die Inder
im Durchschnitt ein um zwanzig Jahre längeres Leben führen. (Quelle Wikipedia - aktuellere Werte
konnte ich leider nicht finden.)





Es gibt immer noch hungernde Menschen in Indien, jedoch die zahlreichen Maßnahmen innerhalb
des Landes und durch diverse Hilfsorganisationen haben bewirkt, dass die medizinische Versorgung
besser und die Säuglingssterblichkeit gesunken ist, dass die Kinder in der Schule zu essen bekommen
(dadurch werden sie von den Eltern auch nicht mehr im früheren Ausmaß zum Betteln oder zur
Kinderarbeit geschickt und erhalten eine gewisse Bildung ...)

All das klingt einerseits sehr erfreulich - andererseits hat natürlich alles so seine Folgen... Und wie
ihr spätestens seit meiner Erwähnung von Frederic Vester wisst, sind von der Menschheit bei all
ihren bisherigen Handlungen nicht sämtliche Folgen bis ins letzte Detail durchdacht worden.





Während humanitäre Organisationen aus aller Welt für bessere Ernährung und eine längere Lebens-
erwartung sorgten, wurde weder im gleichen Ausmaß für Aufklärung im Sinne von Empfängnis-
verhütung gesorgt noch für Altersvorsorge (vorläufig sind für die Armen immer noch Kinder DIE
Altersversorgung Nummer eins) noch für Bildung, die über lesen, schreiben, rechnen hinausgeht:
Umwelterziehung stünde für mich ziemlich weit vorne. Und zwar nicht nur in Indien, sondern
ebenso hier.

Auch nicht schlecht wäre ein Unterrichtsfach "kritisches Denken" - egal ob nun im Zusammenhang
mit Werbung oder mit Politik oder mit anderen Lebenssituationen. Die Dinge zu hinterfragen wird
allerdings nicht gern gefördert, denn Selberdenker sind unpraktisch für die, die ein Volk lenken
wollen. Aus irgendwelchen Gründen scheinen die Regierungen dieser Welt besonders großen Wert
darauf zu legen, unkritische Konsumenten großzuziehen. Aber auch das ist natürlich wieder
kurzsichtig, denn auf diese Art und Weise bringen wir die Welt immer schneller zum Ruin.





Ihr könnt davon ausgehen, dass der immer noch recht positive Fußabdruck Indiens - neben der
überwiegend vegetarischen Ernährung der meisten Hindus (abgesehen von der Kriegerkaste, zu
der auch Wächter, Polizisten etc. gehören, soweit ich weiß) - vor allem den Armen und den
zumindest nicht allzu Reichen dieses Landes zu verdanken ist - jenen Menschen, die mit "nichts"
auszukommen gelernt haben, jenen, die zu fünft in winzigen Behausungen ohne Strom leben,
jenen, die Felder mit der Kraft der eigenen Muskeln und vielleicht eines Ochsen bearbeiten und
selbst für weite Strecken das Fahrrad nehmen anstelle des Motorrads oder Autos...





Es ist vermutlich nicht in allen Bereichen wünschenswert für uns, ein solches Leben zu führen,
aber wir sollten zumindest lernen, ein Leben zu führen, das dem eben beschriebenen wieder ein
Stückerl näher kommt. Ein bewußteres. Eines, das irgendwann mal GENUG besitzt.

Eines, das mehr für die Welt agiert als gegen sie.

Das ist zwar nur die halbe Miete, aber zumindest mal ein Schritt in die richtige Richtung. Und das
wiederum wäre doch ein richtig gutes Weihnachtsgeschenk für die nachfolgenden Generationen...
(Jedenfalls ein viel besseres als der oben erwähnte batteriebetriebene Pinguin! ;o))


Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie unsere Freundin Monika Sch.
Alles Liebe und herzliche rostrosige Grüße
von der Traude

✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ





PS:
Ursprünglich hatte ich euch als nächstes Posting eines zum Thema Lipödem
angekündigt - dieses Thema war mir heute aber wichtiger, das andere wird
nachgereicht... :o)


Montag, 7. Dezember 2015

Irland-Reisebericht - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik und Glenveagh National Park - Tag 13 *


Hello, ihr Lieben alle miteinander!
۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩๑๑۩


Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite



Wie ihr aus meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel wisst, hatten wir die vorangegangene Nacht
in der Stadt Sligo verbracht. Von dort aus würde es an diesem Tag nun weiter gen Norden gehen -
aber noch nicht sofort. Zuerst fuhren wir sogar noch ein kleines Stück in Richtung Süden zurück,
nach Carrowmore.




Nicht weit von Sligo entfernt befindet sich nämlich der
 Carrowmore Megalithic Cemetery -
eine große steinzeitliche Grabanlage. Man kann sich hier einer Führung anschließen und erfährt
dadurch bestimmt viel Interessantes über die etwa 3000 bis 5000 Jahre alten Megalithgräber, die
sich hier auf einer Fläche von mehr als drei Quadratkilometern finden. Doch wir hatten mehr Lust
darauf, frei, ungeführt und ungebunden auf sanften Hügeln zwischen Dolmengräbern, Menhiren und
hohen Gräsern umherzustreifen - unmittelbar neben Kuhweiden - und einfach nur zu schauen, zu
staunen und zu genießen. Die Gegend hier ist nämlich traumhaft anzusehen - mal wieder! Irland
schafft es richtig gut, einen durch seine natürliche Schönheit zu verzaubern, und zwar stets neu und
mit anderen Reizen.





Neugierige Pferde beobachteten uns bei unserem Spaziergang, und zwischendurch sahen wir
Unmengen von Wildkaninchen über die Wiesen flitzen - manche verhielten sich sogar ganz ruhig und
ließen sich von uns fotografieren. Und mittendrin diese uralten Grabstellen, auf geheimnisvolle Weise
angeordnet, gestapelt - welche Rituale wurden hier wohl einst gefeiert, wie haben die Menschen
damals gelebt? Was sahen sie in der Natur, die sie umgab? Bestimmt etwas Anderes - entweder etwas
Familiäreres oder etwas Anbetungswürdigeres - als der heute angeblich so klug gewordene Homo
Sapiens Sapiens.


Hier geht's mit dem Halstuch und Haarband zu Sunnys Um Kopf und Kragen
und weiter unten könnt ihr euch mein Wolfs-T-Shirt noch etwas genauer ansehen...


Wir wanderten umher, entdeckten, staunten, freuten uns, pumpten uns mit der Energie der 
Landschaft auf... und hätten uns hier wohl noch viel länger herumtreiben können, doch wir hatten 
wieder einiges vor. Unter anderem wollten wir an diesem Tag ans Meer - denn der Norden der 
Republik Irland hat schöne Strände zu bieten. Als Österreicher - und somit Binnenland-Bewohner -
müssen wir schließlich jede Chance auf Meeresluft und Meeresanblick nützen! :o) Hier unten seht
ihr unsere Reiseetappe dieses 13. Tages:




Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kamen wir gleich zu Beginn an einem markant
geformten Berg vorbei - dem Ben Bulben, der als Wahrzeichen der Grafschaft Sligo gilt:

 Der Ben Bulben ist ein 527 Meter hoher Tafelberg etwa zehn Kilometer nördlich der Stadt Sligo



Von der Stadt Sligo fuhren wir durch das Yeats Country bis in den County Donegal. Die
gleichnamige Stadt ließen wir allerdings links liegen - wenn es so viel entdeckenswerte Natur
gibt, können Städte uns nicht wirklich verlocken. Die Küsten Donegals und der Anblick des
"wilden Atlantik" übten da eine weit größeren Anziehungskraft auf uns aus:


Die Schilder mit dem Hinweis "Wild Atlantic Way" begleiteten schon eine ganze Weile. HIER
könnt ihr euch einen Überblick über die einzelnen Touren entlang dieser Reiseroute verschaffen.
Sand zwischen deinen Zehen hilft dir, deine Wehwehchen wegzukriegen! ;o)



In der Gegend rund um Dungloe entdeckten wir schließlich "unseren" einsamen Strand.
Ich weiß nicht, ob wir ihn jemals wiederfinden würden - wir fuhren einfach auf gut Glück
und entdeckten diesen schönen, sandigen Küstenabschnitt samt geschützter Düne, Felsen,
Wellen zum Drüberspringen, Meeresalgenduft und Möwengeschrei *).

*) Eine der Möwen - vielleicht die, die er fotografiert hat - verschaffte Herrn Rostrose sogar eine schmutzige 
Hose. Als Binneneuropäer wussten wir vor diesem Erlebnis noch gar nicht, wie unfassbar heftig Möwenkacke 
stinken kann. Inzwischen wissen wir's. Reisen bildet ja dermaßen! ;o))

 Unser Aufenthalt am Strand wurde dadurch etwas verkürzt. Nachdem Herr Rostrose sich
umgezogen, die Hose notdürftig abgewaschen und in einem Plastiksack in den Kofferraum
verbannt hatte, ging es weiter - unserem nächsten Ziel entgegen.






Im Nordwesten Irlands gibt es nämlich noch einen besuchenswerten Nationalpark, dem wir
gern einen nachmittäglichen Besuch abstatten wollten. Auf dem Weg dorthin fuhren wir aber-
mals an einer auffallenden landschaftlichen Erhebung vorbei: Der Errigal Mountain ist mit
749m der höchste Berg im County Donegal. Wegen seiner Kegelform sagten wir allerdings
 "Fujiyama" zu ihm ;o))





Von dort brauchten wir nicht mehr lange, bis wir beim
 Glenveagh National Park 
ankamen. Der Park ist über 16.500 Hektar groß und hat dem entsprechend einiges zu bieten, wie
ihr auf dem Übersichtsplan sehen oder durch einen Klick auf den Link erfahren könnt. Unter
anderem: dicht bewaldete Täler mit Nistplätzen für zahlreiche Vogelarten, fast kahle Berggipfel
mit arktisch-alpiner Pflanzenwelt, Moorland, kleine und große Seen, eine der größten Rotwild-
Populationen Irlands und aus Schottland ausgewilderte Steinadler. 



 


An einem der Seen - dem Lough Veagh - befindet sich auch ein Schloss, das wir hätten besichtigen
können: Glenveagh Castle, das vom ursprünglichen (nicht sehr sympathischen) Käufer des Landes
errichtet wurde - vom Landspekulanten John George Adair. Er sorgte dafür, dass die ursprünglichen
Pächter der Ländereien brutal vertrieben wurden und ließ hier in den Jahren 1870 bis 1873 sein Castle
erbauen. Doch er wurde dort nicht lange glücklich, denn eine alte Frau soll nach der Vertreibung einen
Fluch auf das Schloss und seine Besitzer gelegt haben: Keinem Eigentümer von Glenveagh Castle
sollte jemals ein Kind geboren werden. Und so kam es tatsächlich: Alle bisherigen Besitzer hatten
keine Kinder, und der Fluch lebt bis heute weiter, da der jetzige Eigentümer der irische Staat ist - der
es wohl kaum schaffen wird, Nachwuchs zu zeugen ;o)) (Wenn ihr mehr über Adair und die späteren
Bewohner des Schlosses lesen wollt, klickt HIER und lest bitte unter "Geschichte".)






Anstelle der Schloss-Besichtigung wählten wir abermals die freie Natur - wir hatten ja gerade erst
am Vortag das Westport-House besichtigt, einen Tag vorher war ich zur Ruine von Clifden Castle
gewandert, Tags zuvor hatten wir Kylemore Abbey besucht usw. - das heißt, unser Bedürfnis nach
geschichtsträchtigem Gemäuer war schon ganz gut befriedigt worden auf dieser Reise; die Lust
auf pures irische Grün war größer. Und der Ausblick auf den See, an dessen Ufer wir ein Stückerl
spazieren gingen, auf die immer noch farbenfrohen Rhododendren und Ginsterbüsche, die kunstvoll
geformten Farne, die malerischen Grasbüschel ... war nur schwer durch etwas von Menschenhand
Hergestelltes zu toppen...




Wie ihr auf der oberen Collage sehen könnt, trug ich an diesem Tag mein Wolfs-T-Shirt, das
ich auch am Tag unseres unvergesslichen Wolfsspaziergangs angezogen hatte. Ob das der Grund
für das Fliehen der Schafe hier unten war??? ;o))




Vermutlich nicht, denn alle anderen Määäähs ästen bei unserem Anblick ganz ruhig weiter.
Diese Aufnahmen von den Schafen und Blüten stammen übrigens bereits von der letzten Station,
die wir an diesem Tag erreichten: Gleich bei unserem Quartier nahe der Stadt Letterkenny gab es
nämlich mehrere Schafweiden, neben denen wir noch ein wenig spazierengingen und die Gegend
bewunderten. (Jaja, der arme Herr Rostrose durfte sein wehes Bein nicht wirklich oft ausruhen auf
dieser Reise ;o)) Und die Lupinen wuchsen im Garten des netten B & B, in dem wir hier die
Nacht verbrachten. (Mehr darüber im nächsten Post.) An diesem Abend versuchten wir wieder,
ein Pub zu finden, in dem Livemusik gespielt wurde - doch auch in Letterkenny fingen derartige
Veranstaltungen erst um 22 Uhr oder noch später an, und wir schafften es abermals nicht, so lange
im Pub zu bleiben, bis die Musik losging. Nach zwei Getränken schlug die Müdigkeit, für die die
frische irische Luft und die Bewegung gesorgt hatten, unbarmherzig zu ...




Und so schliefen wir in unseren gemütlichen Betten einem weiteren interessanten,
aufregenden, neuen Tag entgegen, der uns diesmal aus der Republik Irland hinaus und in ein
anderes Land hinein führen würde - denn am Tag 14 unserer Reise ging es zu drei ganz besonderen
Highlights in Nordirland! Aber bevor ich euch darüber erzähle, gibt es hier zunächst mal News
zum Thema Lipödem zu lesen - und am 15. Dezember die letzte Ausgabe von Rettet die Lachfalte!

Ich danke euch für die bisherigen Verlinkungen unter RDL #11 (das noch bis zum 14.12. läuft) und
 hoffe, ihr lasst euch trotz des Trubels rund um Weihnachten und den Jahreswechsel auch noch
Freudiges, Interessantes, Zeitlos-Modisches oder einfach Lustiges für die Rettung der allerletzten
Lachfalten in RDL #12 einfallen! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Irland-Reisebericht - Über Westport und Boyle nach Sligo - Tag 12

Hello, ihr lieben treuen und neuen LeserInnen!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite




Willkommen zu einem neuen Kapitel meines Irland-Reiseberichtes!
Beim letzten Mal habe ich euch auf eine leider verregnete Bootsfahrt durch Irlands einzigen Fjord
mitgenommen, aber danach klarte es auf und ihr konntet euch die wunderschöne Umgebung des
Killary Fjord auch bei strahlend blauem Himmel ansehen und mich außerdem bei einem traumhaften
Solo-Spaziergang zu einem "Castle" begleiten. Ich seufze immer noch sehnsuchtsfreudig, wenn ich
daran zurückdenke, wie schön es dort war! Heute geht es weiter in Richtung Norden. Hier könnt
ihr euch schon mal die Route ansehen, die wir an diesem 12. Tag fuhren: Von Letterfrack (bei
Clifden) über Westport und Boyle in die größte Stadt im Nordwesten der Republik Irland - Sligo.




Aber immer schön der Reihe nach: Ein guter Tag muss für uns mit einem ordentlichen Frühstück
beginnen. Und ein solches hat das Connemara National Park Hostel, in dem wir unsere zwei Nächte
in Letterfrack verbracht hatten, eindeutig zu bieten. Das Haus ist zwar kein echtes B & B, denn hier
muss für das Frühstück ein Aufpreis bezahlt werden, doch es gibt eine große Auswahl an Gerichten,
freundliche Bedienung, und das Restaurant sieht sehr hübsch und gemütlich aus:




Derart gestärkt brachen wir in Richtung Norden auf - nach Westport. Weil an diesem Tag Regen-
wetter auf dem Programm stand (und es diesmal den ganzen Tag über nicht so richtig aufklaren
wollte), kam uns eine für diese Region empfohlene Indoor-Besichtigung gerade recht: das
Westport House

Leider schickte uns Herrn Rostroses Handy-Navy von unserem Auto-Abstellplatz weg gewaltig in
 die Irre, weshalb wir dann doch auch noch in den Genuss von jeder Menge "Outdoor", Bewegung 
und Himmelswasser kamen - aber erstens ist Spazierengehen ja gesund und zweitens wussten wir es 
dann umso mehr zu schätzen, als wir endlich nach einem laaangen Fußmarsch durch den weitläufigen 
Park das kantige, kastige Herrenhaus aus den 1730erJahren erspähten.


 Falls ihr euch über die überdimensionierten Schwäne im Wasser (re.) wundert - dabei handelt es sich um Ausflugsboote, 
denn zum Westport House gehört auch ein Vergnügungspark - allerdings war der an diesem Regentag nicht in Betrieb.
Mein Beitrag zum Streifzug am Mittwoch von Gabriele S.


Wir wußten es außerdem sehr zu schätzen, dass uns die beiden Empfangsdamen beim Eingang
freundlich und beinah entschuldigend anlächelten, obwohl wir dort die Teppiche antrieften. Der 
Sitz der Earls of Altamont hat einiges Sehenswertes zu bieten: Die zahlreichen Räume sind mit gut 
erhaltenen Möbeln, mit Familienportraits, chinesischen Tapeten und antiken Waterford-Kristallüstern 
ausgestattet. Im (rosa beleuchteten...) Treppenhaus mit der beeindruckenden Marmortreppe wird
man vom Angel of Welcome begrüßt, und in einem der Zimmer befinden sich Wachsfiguren von
den Berühmtheiten, die in diesem Haus ein- und ausgingen. Uns gefiel ganz besonders gut die 
Bibliothek und das Kinderzimmer mit dem hübschen Puppenhaus.




Nachdem wir uns im hauseigenen Café auch noch eine kleine Stärkung gegönnt hatten, ging es
wieder raus ins "Feucht-Grüne". Diesmal allerdings nahmen wir den (weitaus kürzeren) FUSS-Weg -
das Navi hatte uns nämlich, wie wir mittlerweile wußten, die endlose Zufahrtsstraße entlang geschickt 
(obwohl mein Göttergatte bei der Auswahl "zu Fuß" eingegeben hatte) ... Hier sahen wir wieder 
einige sehr knorrig-bizarre Bäume, die ich allerdings nicht umarmen konnte, da sie hinter einer 
Umzäunung standen...


Mein Beitrag zum Natur-Donnerstag bei Jutta K.


 Weiter ging's ein Stück in Richtung Nord-Osten nach Boyle, wo sich die gut erhaltene Ruine einer 
Zisterzienserabtei von 1161 befindet. Das rechte untere Foto in der folgenden Collage - die Luftauf-
nahme - hat Herr Rostrose von einem dort aufgehängten Info-Plakat abfotografiert, damit ihr euch 
den Grundriss der 
ansehen könnt. Nachdem die Abtei sämtliche Raubzüge anglo-normannischer Truppen und ebenso 
die Auflösung der Klöster im Jahr 1539 überstanden hatte, wurde sie 1659 in eine Burg umgewandelt. 
Ein mittelalterlicher Bau voller Geschichte und Geschichten also - und wenn man aufmerksam lauscht, 
hört man die alten Steine diese Geschichten flüstern.





Von den Damen an der Kassa wurden wir extra darauf hingewiesen, im Kirchenschiff auf die 
Kapitelle (aus dem 12. Jahrhundert) zu achten, die allesamt individuell gestaltet sind. Das taten
wir natürlich und haben euch davon auch einige Fotos mitgebracht! :o)
 



Am späten Nachmittag landeten wir dann in Sligo, der Hauptstadt des County Sligo, wo wir unser
nächstes B & B gebucht hatten.  

Da es zu regnen aufgehört hatte, bummelten wir zwar noch ein wenig durch die Stadt, und natürlich
hätte es auch hier noch einige Sehenswürdigkeiten gegeben, aber abgesehen von der Yeats-Statue
 vor einem Bankgebäude sahen wir uns hier nichts Besonderes mehr an. (William Butler Yeats gilt als
einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und war Irlands erster
Literatur-Nobelpreisträger. Vieles in Sligo und Umgebung erinnert an den Dichter und seine Familie,
durch die die Kunstszene der Stadt nachhaltig geprägt wurde. Nicht umsonst wird die Grafschaft
County Sligo (oder jedenfalls ein Teil davon) auch Yeats Country genannt.)


 
 


 Unser Geist war zu dieser Stunde bereits gesättigt, nur der Bauch hatte 
noch Hunger, und so gönnten wir uns ein feines italienisches Abendessen im Bistro Bianconi.

Und damit ging auch dieser 12. Reisetag zu Ende. Ich freue mich, dass ihr wieder mit mir mitgereist
seid! Im nächsten Reiseberichts-Kapitel geht's zunächst mal nach Carrowmore, wo ihr euch uralte
Dolmengräber in einer wunderschönen Landschaft ansehen könnt, und dann weiter in den Norden, an
einen wild-romantischen Atlantik-Strand in Donegal sowie in den Glenveagh National Park. Und ich
danke euch auch sehr für eure lieben Kommentare zu meinem Adventposting und zur Aufnahme meiner
Adventdeko in das Living & Green Magazin. (Bis zum 6.12. könnt ihr dort auch eure Advent-
Dekorations-Fotos noch hinschicken!)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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