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Dienstag, 14. Mai 2019

München Tag 1 und 2 - Schlossanlage Schleißheim mit Andi

Servus, ihr Lieben!
 ღ 🌿 ۩۩۩ ☼ 🌷 ۩۩۩ 🌷 ۩۩۩ 🌿



Vielen Dank für all eure Kommentare zu meinem Einleitungsbeitrag über unsere Tage in
München, in dem ich euch u.a. auch den Inhalt meines Reisekoffers gezeigt habe 👖👜👢📷👗. 
Wie ihr in dem Post außerdem lesen konntet, waren wir nicht nur zu einem, sondern gleich zu 
zwei Bloggertreffen in der Hauptstadt Bayerns. Vom ersten mit meiner Blogfreundin Andi
 möchte ich euch heute ein paar mehr Fotos zeigen! 


1. Tag - 2. Mai 2019:
Andi und ihr Mann leben nicht weit von der Schlossanlage Schleißheim entfernt - und weil die 
insgesamt drei Schleißheimer Schlösser und der Park sehr sehenswert sind, trieben wir uns an beiden
Tagen teilweise dort herum. Das hatten wir schon vorab per Mail und WhatsApp so "besprochen" und 
ich hatte mich darüber auch schon im Internet schlau gemacht - KLICK

 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen, die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Neues Schloss Schleißheim
 
Doch bevor es so weit war, mussten wir natürlich erst mal nach München reisen *). 
"Rostrosenhausen" liegt etwa 30 km außerhalb von Wien, prognostizierte Fahrzeit viereinhalb 
Stunden, mit Pausen brauchten wir etwa fünf. 

*) Das war übrigens die bisher weiteste Fahrt mit unserem "halbelektrischen" Wagen. (Über unseren Plug-in-Hybrid und 
seine Umwelt- und sonstigen Vorteile habe ich euch in diesem Post von 2017 einiges erzählt.) Er fährt die ersten 60 
Kilometer elektrisch und danach (bis 130 km/h Höchstgeschwindigkeit) im Hybridmodus. (Leider sind wir in Deutschland
 manchmal etwas schneller unterwegs gewesen - wir Österreicher freuen uns ja drüber, wenn wir mal dürfen 😇 😋 😳. Der
 Spritverbrauch lag in diesem Fall bei 5,1 Liter pro 100 Kilometer... auch nicht schlecht!) In der Tiefgarage unserer 
Unterkunft (Motel One Deutsches Museum) konnten wir den Wagen nach der Ankunft an die Steckdose anstecken und 
gratis aufladen. 

۩۩۩ ۩۩۩

Unten bekommt ihr Handyfotos von unserer "Jausen-Pause" am Chiemsee zu sehen - und 
außerdem einen Einblick in unser Hotelzimmer. Die Räume im Motel One sind zwar klein, aber 
sehr zweckmäßig eingerichtet, angenehm ruhig, und das Bett war mordsgemütlich. Ich habe dort
 jede Nacht tief und fest geschlafen, und das ist längst nicht bei allen Hotelaufenthalten so!





Um etwa 14.45 Uhr hatten wir unser Zimmer mit Beschlag belegt - etwa eine Stunde später
holte uns Andi von der S-Bahn-Station Feldmoching ab. (Hier endet der Münchner Innenraum;
Andi hatte uns empfohlen, eine Gruppenkarte für diesen Bereich zu nehmen und angeboten, uns
von da zur Schlossanlage zu fahren. Ihr Mann Michi hatte leider nicht frei bekommen, er
stieß erst am Abend zu uns.)

۩۩۩ ۩۩۩

Das Wetter bei unserem ersten Besuch des Schleißheimer Schlossparks war angenehm 
frühlingshaft - genau, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Weil zu befürchten war, dass 
auch die Prognosen für die folgenden Tage zutreffen, vereinbarten wir mit Andi, dass wir uns am 
ersten Tag lieber im Außenbereich der Schlossanlage aufhalten und uns eine Besichtigung der 
Innenräume für allfälliges Schlechtwetter am nächsten Tag aufbewahren wollten.




Hier hat uns Andi 
vor dem Schloss Lustheim fotografiert. Es wurde ab 1684 als Lust- und Jagdschloss errichtet und 
beherbergt heute die Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider. Leider wollte Andi 
selbst diesmal nicht auf den Blog-Fotos drauf sein, die Bilder mit ihr landen also nur in unserem 
Fotobuch.  


Der Park bietet wunderbare Spaziermöglichkeiten - auch für Graugänse - und schöne Sichtachsen.
Gänsefamilie beim Pick-nicken und Blick aufs Neue Schloss über den Mittelkanal mit Schwan
 
Unten seht ihr rechts ein Stück des Neuen Schlosses von der Gartenseite aus und in der Mitte 
abermals das hübsche Schloss Lustheim. Bemerkt ihr davor das Boot? Es handelt sich dabei um eine 
Venezianische Gondel, mit der man sich an bestimmten Tagen bzw. gegen Vorausbuchung von einem 
Gondoliere über den Mittelkanal der Schlossanlage fahren lassen kann - allerdings sind die Preise 
dafür ziemlich heftig (außer während des Gartenfestivals).



Oben links nochmal Schloss Lustheim, unten rechts der nördliche Pavillon. Ich würde in beide gern einziehen 😜


Unten - neben einigen weiteren Schlosspark-Impressionen - noch ein paar Ansichten des 
Neuen und des Alten Schlosses:


Herr und Frau Rostrose bei der Zentralen Brunnenanlage
۩۩۩ ۩۩۩

Danach fuhren wir in die Wohnung von Andi, und auch Michi stieß bald dazu. Wir wurden 
von Andi mit Spargelsuppe und Griechischem Moussaka verwöhnt, beides sehr lecker, und
danach gab's ein weiteres Tages-Highlight: Denn Andi hat aus Fotos und Videos ihrer 
Costa-Rica-Reise ein Filmchen gestaltet, das wir uns gemeinsam ansahen - und ich muss
sagen, dieser Film hat uns wirklich große Lust darauf gemacht, diesen mittelamerikanischen
Staat mit seinen traumhaften Naturreservaten selbst eines Tages kennenzulernen. (Das Wand-
bild mit den Elefanten, das farblich so gut zu Edis Hemd passt, zeigt hingegen Naturszenen 
aus Tansania, wo die beiden ebenfalls einen unvergesslichen Urlaub erlebt haben - auch so
ein Traumziel von uns...)




Nach diesem schönen Abend fuhren uns Michi und Andi bis zum Hotel zurück - danke 
nochmal, ihr Lieben 💚! - und ich glaube, ich bin sofort bei Bettberührung eingeschlafen...

 2. Tag - 3. Mai 2019:
Hier seht ihr, welches Outfit ich an diesem Tag aus meinem Köfferchen herausgeholt habe: das 
schwarze Sommerkleid über einem ebenfalls schwarzen Langarmshirt, dazu die Fransenhäkeljacke 
und die schwarz-weiße Tupfenhose, die ausgelatschten "Bequem-Stiefletten", dazu eine rote und
eine rot-schwarze Kette, und unter der Zeitungsjungenmütze ein seitlicher Zopf. Und über alledem
trug ich dann auch noch meine rote Allwetterjacke, denn wie angekündigt, hatte es zu regnen
begonnen. Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück im Hotel nahmen wir abermals 
die S-Bahn nach Feldmoching, wo wir uns mit Andi trafen und wieder zu den Schleißheimer 
Schlössern fuhren.





Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns, die Eintrittskarten nur für das Neue Schloss zu 
nehmen, denn erfahrungsgemäß sind wir nach so viel barocker Pracht dann ohnehin total geflashed
und erledigt und benötigen eine Pause. Und genauso war's dann auch. 

۩۩۩ ۩۩۩

Die Schlossanlage Schleißheim 
mit den drei Schlössern wird übrigens neben Schloss Nymphenburg zu den bedeutendsten Barock-
anlagen Deutschlands gezählt. Es ist aber touristisch weniger überlaufen als Nymphenburg. Darüber 
waren wir recht froh, denn auf diese Weise konnten wir uns problemlos und ohne Drängelei in den 
Räumen umsehen und fotografieren. Herr Rostrose hat auch mal wieder mich beim Fotografieren
fotografiert 😝:




Eigentlich wäre das Schloss wohl auch eine wunderbare "Location für ein Outfit-Shooting"...
aber weder Edi noch ich haben bei solchen Besichtigungen einen Kopf für Modefotos. Wir
sind da ganz und gar mit den Sehenswürdigkeiten beschäftigt.

۩۩۩ ۩۩۩

Die Räumlichkeiten im Schloss sind nur sparsam möbliert, auf diese Weise kann man sich bestens 
auf all die Trompe-l'œil-Malereien, Deckenfresken, Ölgemälde, Putten und Stuckverzierungen
konzentrieren. Praktisch jeder Raum bietet eine andere Besonderheit.


 
großes Foto: Decke im Schlafzimmer der Kurfürstin
gr. Foto: Großes Treppenhaus
gr. Foto: Große Galerie
gr. Foto: Kammerkapelle im Appartement der Kurfürstin
 
In einem der Räume steht ein Modell der Schleißheimer Schlossanlage, wie sie ursprünglich 
geplant war. (Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten blieb die Anlage nämlich unvollendet.) Im 
selben Raum war auch ein Restaurator mit einem der aufwendigen Holzreliefs beschäftigt - ihr seht
 in der folgenden Collage noch einige weiterer solcher Reliefs, die ich an einem der Tore des 
Schlosses fotografiert habe:




 Ich weiß nicht, wie es euch mit Barockkunst geht - in meiner Brust gibt es da zwei Seelen:
ein Teil von mir fühlt sich von dem Prunk erschlagen - und dieser Teil denkt auch an die Menschen, 
auf deren Kosten all dieser zur Schau gestellte Überfluss seinerzeit ging. Denn so großer Reichtum, 
ob nun in Kirchen oder in Palastanlagen, geht und ging immer auf die Kosten der "Kleinen", das 
vergisst man gern. Der andere Teil ist staunendes Kind - es gibt ja soo viel zu entdecken in solchen 
Schlössern - oooh und aaah: Jede Wand, jeder Winkel, jede Zimmerdecke ist voller Geschichte und 
Geschichten, man bräuchte wohl Jahre, um sie sich alle erzählen zu lassen... und ich laufe durch 
die Räume und sauge all diese Farben, Formen, Bilder in mich auf...

۩۩۩ ۩۩۩

Der Blick auf die eher schlichte Fassade des Alten Schlosses nach unserem Rundgang wirkte auf 
die Augen da richtig beruhigend. Wir verzichteten darauf, es ebenfalls von innen zu besichtigen - 
wie erwartet, brauchten wir eine Pause. Weil es wieder stärker zu regnen begonnen hatte, legten wir 
diese Pause in der Konditorei Kistenpfennig bei Kaffee und Kuchen ein... und fuhren anschließend
wieder in die Wohnung von Andi und Michi, um in weiteren Reiseträumen zu schwelgen... 😊
Ihr Lieben, schön war's mit euch!




Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in unser Hotel zurückzukehren, denn am Abend
würde es ein erstes Abendessen mit den ue30-Bloggerinnen geben. Die Fotos davon werde ich
euch im nächsten Teil zeigen (doch wahrscheinlich kommt vorher zur Abwechslung noch ein 
anderer Beitrag...)

 ۩۩۩ ۩۩۩

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,



 ღ 🌿 ۩۩۩ ☼ 🌷 ۩۩۩ 🌷 ۩۩۩ 🌿
Fotos: Herr und Frau Rostrose und Andi
Ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude


Mittwoch, 20. Mai 2015

Über eine (un)heimliche Krankheit und einen schönen Schlosspark

♥♥♥ Servus, liebe neue 
und treue Leser/innen!♥♥♥
♥♥♥
Mein Beitrag für den Natur-Donnerstag von Jutta K.

 ♥♥♥ Ganz riesigen Dank ♥♥♥
für eure so zahlreichen, offenen, warmherzigen und aufbauenden Zeilen zu meinem vorigen Beitrag! 
♥♥♥  Ihr seid toll! ♥♥♥

Ich war mir nicht sicher, wie ihr auf mein fünftes "Lachfalten-Rettungs-Posting" 
"Über die Vorteile des Älterwerdens" reagieren werdet - in gewisser Weise war es ja doch auch eine Art "Seelen-
Striptease", und das in einem so öffentlichen Medium wie dem www - aber, ich dachte mir, vielleicht macht das,
was ich hier schreibe, ja manchen Menschen Mut.

Und Mut - Lebensmut - liegt meiner Meinung nach ganz nah neben der Lebensfreude: Wer sich den oft sehr großen
Herausforderungen des Daseins stellen kann, ist meiner Erfahrung nach auch mutig genug für echte Emotionen -
wie sie eben auch Glücksgefühle und tief aus dem Inneren kommende Freude sind!


Hier ist mein Beitrag für den Makro-Montag bei Britta

  Könnt ihr euch noch erinnern, dass ich in meinem vorangegangenen Post im Zusammenhang mit meinen Beinen
eine Erkrankung namens „Lipödem“ erwähnte? Auch bei diesem Punkt habe ich lange überlegt, ob ich euch darüber 
überhaupt erzählen soll, denn ein so richtig angenehmes Thema ist das natürlich nicht - weder für euch, noch für 
mich. Und es zählt auch nicht wirklich zu den vorteilhaftesten Seiten des Älterwerdens, denn das Lipödem ist eine 
progrediente Krankheit, d.h. sie wird im Lauf der Jahre nicht besser, sondern eher schlechter. Andererseits denke 
ich, dass Information gerade bei einer kaum bekannten Krankheit wichtig und so ein Blog ein gut dafür geeignetes 
Medium ist. Nicht alle sollen so lange im Ungewissen sein wie ich.





Wahrscheinlich werden einige von euch jedoch nicht an dem Thema oder an so viel Text interessiert sein, deshalb 
baue ich hier zur Auflockerung auch noch ein paar Fotos vom Seibersdorfer Schlosspark ein, die wir aufgenommen 
haben, ehe die Hochzeitsgäste dort eintrafen. (Hier habe ich euch über diesen Foto-Auftrag erzählt und ein paar 
der Hochzeitsbilder gezeigt. Außerdem konntet ihr euch in diesem vorvorigen Post auch zwei meiner Häkeljäckchen 
ansehen. Heute lernt ihr ein drittes näher kennen!)


Mit dieser Collage bin ich mit dabei bei Ines Meyroses "sexy-kurz im Mai"

 Weil das parallel laufende Gesundheitsthema jedoch sehr umfangreich ist und ich bereits ziemlich viele
Informationen zusammengetragen habe, bastle ich zum Ausgleich (voraussichtlich) zwei Lipödem-Postings.




Hier zunächst ein paar allgemeine Infos:

Lipödem: von griechisch lípos „Fett“ und oídēma, „Schwellung“)

Beim Lipödem handelt es sich um eine eine genetisch bedingte chronische Funktions- und Verteilungsstörung 
des unter der Haut liegenden Fettgewebes an den Extremitäten. Bei dieser Störung schwellen die betroffenen 
Körperteile stark an, schmerzen und sind besonders druckempfindlich. Das Lipödem betrifft fast ausschließlich 
Frauen und tritt meist nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder ab den Wechseljahren auf. Nach 
Schätzungen sind etwa 5 bis 10 Prozent aller Frauen davon betroffen.

Laienhaft beschrieben, passen Hüfte, Po und Beine nicht zum ansonsten schlanken (oder vergleichsweise 
schlanken) Oberkörper. Im Verlauf der Krankheit werden viele Betroffene bewegungsarm und frustriert - und dann 
kommt leider oft noch eine echte Adipositas hinzu, was die Diagnosestellung erschwert. Manchmal sind auch die Arme 
vom Lipödem betroffen. Die Füße und Hände der erkrankten Frauen sind hingegen fast immer schlank. (Es ist jedoch 
möglich, dass die Gefäße am Fuß nicht sichtbar sind - die Ursache ist dann allerdings nicht das Lipödem, sondern 
eine Begleit-Lymphstauung.)

Sport oder Diäten helfen - jedenfalls nach den meisten Informationen, die ich im Internet finden konnte - nicht 
bzw. nur unbefriedigend weiter; das Missverhältnis bleibt bestehen. Bei einer Fettverteilungsstörung wie dem 
Lipödem werden nämlich ca. 80 % der überschüssigen Kalorien im betroffenen Gebiet gespeichert. Beim Abnehmen 
hingegen werden 80 % des Fettes im nicht betroffenen Gebiet reduziert. Dadurch wird häufig die schon 
bestehende Unproportionalität weiter verstärkt.

Frauen mit Lipödem bekommen leicht blaue Flecken und verspüren oft schon bei leichter Berührung Schmerzen in den 
betroffenen Körperregionen. Bei manchen Frauen werden die betroffenen Stellen mit der Zeit immer dicker 
bis hin zur Bildung gewaltiger Fettlappen.

(Quellen: klick und klick und klick)




Wovon ihr vermutlich schon gehört habt, ist das Reiterhosensyndrom. Das ist eine Form, in der sich 
die Krankheit manifestiert: In diesem Fall häuft sich krankhaftes Fettgewebe seitlich an den Hüften und 
Oberschenkeln. In seiner gemäßigten Form mag das "hübsch weiblich" aussehen, doch bei fortschreitender 
Krankheit leiden viele Frauen unter ihren Proportionen - und zum Teil eben auch an Schmerzen.

Wenn die Fettverteilung bis zu den Knöcheln reicht, spricht man von einer Pumphose. Diese beiden 
dürften die häufigsten Erscheinungsformen des Lipödems sein, in der Grafik "Typen des Lipödems" 
seht ihr weitere Formen der Erkrankung.

 Typen des Lipödems:

Lipoedem_Typen.jpg
Bildquelle: klick

Ich selbst zähle zu jenen Betroffenen, die bis vor kurzem nichts von der Existenz dieser Krankheit 
wussten. Erst meine Physiotherapeutin (die vom menschlichen Körper mehr versteht als manche Ärzte) 
machte mich darauf aufmerksam, dass meine Beschwerden einen Namen haben. 


Zwei Bilder für das Freitags-Outfit bei Tina und außerdem lache ich hier für Rettet die Lachfalte #5 


Offenbar bin ich ein klassischer "Pumphosen- (oder Ganzbein-)Typ" – und zum Glück noch im 
Stadium 1 der Krankheit. (Sie schreitet nicht bei allen Menschen gleich schnell voran. Ich wünsche 
mir, dass ich alt werde, aber zugleich hoffe ich, dass ich niemals Stadium 2 oder 3 erreiche...)


Bevor ich das erfahren habe, wusste ich nur, dass ich wegen dieser Beine seit meiner Jugend keine 
engen oder kurzen Röcke tragen wollte. Hinzu kam die Feststellung, dass ich von Jahr zu Jahr schwerere, 
schmerzendere Beine bekomme - vor allem, wenn es sehr heiß ist, wenn ich lange sitzen musste (was mir 
bei meinem Bürojob kaum erspart bleibt) aber auch, wenn ich viel gegangen bin (und ich gehe ja viel und 
eigentlich auch gern) oder wenn ich lange stehen muss (z.B. in einer Warteschlange oder einer überfüllten 
U-Bahn) - sie werden dann prall und hart, sie prickeln bzw. brennen und tun einfach weh.


Im Stadium 1 der Krankheit sieht die "Pumphose" ungefähr so aus:
(Das sind übrigens nicht meine Beine, aber sie sehen ihnen ziemlich ähnlich.)


Bildquelle: klick


Der Vollständigkeit halber könnt ihr euch > hier  Bilder der fortgeschrittenen Stadien ansehen. Bei diesen beiden 
Aufnahmen lässt sich auch besonders gut etwas ganz Charakteristisches erkennen: Frauen, die vom Lipödem betroffen 
sind, haben zwar dicke Beine, aber schmale, schlanke Füße (es sei denn, es hat sich zu ihrer Krankheit auch 
noch ein Lymphödem hinzugesellt. Dies ist aber selten symmetrisch). Und bei den Aufnahmen von Stadium 3 sieht 
man sehr deutlich, wie schlank die Taille der Frau ist. Adipositas sieht anders aus!


Das Kettenbildchen geht mitsamt den Löwenköpfen und dem Fischkopf zu Sunnys Um Kopf und Kragen

 
In diesem Posting habe ich euch in der unteren Hälfte beschrieben, warum ich mich so kleide, wie ich mich kleide 
und ging da auch näher auf meine Beine, ihre Form, ihre Empfindlichkeit und Neigung zu blauen Flecken ein. 
Damals wusste ich noch nicht, dass Empfindlichkeit und blaue Flecken Symptome des Lipödems sind. Auch meine 
"kleine Oma" (die Großmutter mütterlicherseits), die mir ihre Beinform vererbt hat, habe ich euch in diesem Posting als 
junge Frau gezeigt. 

Hier unten seht ihr meine Großmutter und mich ca. im Jahr 1963; da war Oma 60 Jahre alt und verließ kaum noch 
ihre Wohnung, weil sie ihre Beine so schmerzten und sie nur sehr schlecht gehen konnte. Leider sieht man von ihren 
Beinen auf dem Foto nichts, sie waren auch fast immer versteckt.


Hier ein Foto für das Guckloch in die Vergangenheit

In ihren letzten Lebensjahren muss meine kleine Oma das Stadium 2 oder 3 des Lipödems erreicht haben. Ich habe 
ihre Beine nicht oft gesehen, obwohl ich in meiner Kindheit an so manchem Wochenende bei ihr übernachtete, wenn 
meine Eltern abends etwas unternahmen. Sie waren ständig in Bandagen gewickelt. Vor dem Schlafengehen musste 
sie allerdings Salben auftragen und neue Fatschen anlegen, und so erhaschte ich manchmal doch einen Blick. 
Ihre Beine waren geformt wie Säulen und sie hatten Blutergüsse und offene, wunde Stellen. 




Die Erklärung, die ich erhielt war, dass Großmutter ihr ganzes Berufsleben hindurch im kalten Geschäft hatte 
stehen müssen: Sie hatte von ihren Eltern eine Fleischhauerei (Metzgerei) übernommen, und möglicherweise 
habe sie sich ihre Beine dort auch gefroren. Und außerdem habe sie "schlechte Venen". (Meine Mutter hat übrigens 
auch seit Jahren Venenprobleme, aber sie ist ganz offensichtlich vom Lipödem verschont geblieben.)




Ihr Lieben, ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und hoffe, dass einige von euch mit diesem Beitrag etwas 
anfangen konnten! Aus ein paar Kommentaren zum vorigen Post weiß ich, dass unter meinen Leserinnen 
sogar welche sind, die das Lipödem persönlich betrifft; vielleicht kennen manche von euch eine davon 
betroffene Frau, die noch nicht einmal weiß, was der Grund für ihre geschwollenen Beine sein könnte ... oder 
vielleicht erreiche ich mit meinem Posting zumindest, dass manche Leser ab sofort angesichts fülligerer 
oder unproportionierter Menschen nicht gleich an Gefräßigkeit und Faulheit denken, sondern auch 
eine Krankheit wie das Lipödem in Erwägung ziehen. Im nächsten Posting zum Thema möchte ich 
u.a. darüber schreiben, weshalb diese Krankheit noch so weitgehend unbekannt ist. (Aber zunächst
wird noch ein anderer Beitrag von mir erscheinen, in dem Krankheiten außen vor bleiben und es jede 
Menge "Action" zu sehen gibt ;o))


Hier gibt's noch ein paar Einblicke in den Trauungssaal des Schlosses mit den schönen Trompe-l'œil-Malereien!

Und ganz zum Schluss noch eine gute Nachricht aus Österreichs Schaufenstern: "Die schöne Helena"
(unten) ist eine Schaufensterpuppe mit den Maßen 106/80/106 und Konfektionsgröße 42, die jenen der
durchschnittlichen Österreicherin entsprechen. Sie "tingelt" ab heute (20.5.2015) durch die Geschäfte von
Linz und soll zum Nachdenken über Schönheitsideale und Schlankheitswahn anregen. Es wird aufgrund
des positiven Echos bereits überlegt, mit Helena in Serie zu gehen:


Bildquelle: klick


  Bis zum nächsten Mal und alles Liebe! 
♥♥♥ Herzlichst, eure Traude ♥♥♥