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Donnerstag, 10. März 2016

Frau Rostrose in "therapeutischen Röcken" ;o))

Servus ihr lieben treuen und
neuen LeserInnen,

... ich freue mich, dass ihr wieder bei mir reinschaut! Vielen Dank für all eure Kommentare zu
meinem Beitrag über unseren Almhütten-Urlaub auf der Forsteralm! Und schön, dass ihr mich
auch zu meiner heute etwas "seltsamen" Modenschau besuchen kommt! Ich habe euch HIER
ja erzählt, dass ich nun eine Zeitlang eine 


erhalte. (Wenn ihr auf den Link klickt, könnt ihr euch ansehen, wie das mit den Beinbandagen 
bei dieser Therapie funktioniert und wie das aussieht.) Während ich diese Therapie durchmache, 
ist es ratsam, weite Kleider und Röcke zu tragen, da die Beinbandagen, die mir angelegt werden, 
ziemlich stark auftragen.


A short English summary of this post:
I told you that I get a lipoedema compression treatment
during some weeks. While I'm going 
through this therapy, it is necessary to wear wide dresses and skirts, as the leg bandages make  
a rather "swollen leg". Here I show you some of these "therapy outfits" :o)
Hugs, Traude




Übrigens hat sich herauskristallisiert, dass ich nach der Lymphdrainage jeweils nur EIN Bein 
bandagiert bekomme - mal ist es das linke, dann das rechte - denn mit zwei gewickelten Beinen 
wäre ich mehr oder weniger bewegungsunfähig und auch unfähig, halbwegs normal zu sitzen. 


Und ich muss an den Therapietagen nach dem "Wickeln" ja normalerweise noch ein paar Stunden im 
Büro aushalten, dann eine ziemliche Strecke bergauf zur U-Bahn hinken, mir dort einen Sitzplatz suchen, 
an dem ich das bandagierte Bein - wenn geht - von mir strecken kann, von dort zum Auto, dann mit 
möglichst weit zurückgeschobenem Sitz entweder heimwärts oder zu meiner Mutter ins Pflegeheim ... 
Kurz: Therapietage sind für mich "ganz normale Tage mit einer gewissen Erschwernis"... Und um den 
Erschwernisfaktor gering zu halten, versuche ich mich eben so hübsch, praktisch und bequem wie möglich 
zu kleiden.


 


Das erste Outfit, das ich euch hier zeige, war übrigens bei meinen
Heimbesuchen der letzten Zeit die Lieblingskombination meiner Mutter: Hildekind, wie ich
sie nenne, war nämlich in früheren Jahren immer sehr an Kleidung interessiert und besaß auch 
einige außergewöhnliche Stücke, obwohl wir nie viel Geld hatten. Ihr Glück war, dass ihr kleine 
Größen passten (Gr. 34-36 sowie Kindergrößen) und sie daher im Ausverkauf echte Schnäppchen 
machen konnte. Auch einige schöne Stücke aus zweiter Hand hatte sie jahrelang in ihrem 
Kleiderschrank - manche musste sie leicht ändern. Selbernähen zählte hingegen nicht zu ihren 
Stärken. Sie war dazu in der Lage, mochte es aber nicht. Meine Mutter hatte außerdem einen 
"guten Griff" - und auch heute besitzt sie noch ein Auge für Details.

Obwohl sie nun im Pflegeheim liegt und Mode
in ihrem Leben keine wirkliche Rolle mehr spielt, gibt es kaum einen Besuchstag bei ihr, 
wo sie nicht meine Aufmachung erwähnt: Hast du eine neue Kette? Das Kleid passt dir gut! Du 
bist immer fesch! etc... (Früher, als wir beide jünger waren, hat sie das nicht getan ;o)) In das
Häkel-Oberteil war sie diesmal ganz besonders vernarrt, sie kam immer wieder darauf zurück
und wollte nicht glauben, dass es nicht neu ist.




Dabei trage ich es immer wieder - aber es 
sieht eben auch immer wieder anders aus - je nach "Darunter". Vor zwei Jahren z.B. bekamt ihr 
es HIER gezeigt. Mit dem goldgelben Langarmshirt darunter kommt das Spitzenmuster hingegen 
viel intensiver zur Geltung. Den Rock habe ich euch HIER und den uralten Gürtel HIER gezeigt.
Den Rock habe ich übrigens in den letzten zwei Jahren höchstens zwei, drei Mal getragen -
vermutlich, weil der Samt aus Polyacryl ist. Aber Dank der Therapie durfte er jetzt wieder raus
aus seinem Schrankmonster-Dasein und wird nun bestimmt wieder etwas häufiger zum Einsatz 
kommen. Denn wenn ich ihn mir so anschaue, gefällt er mir schon ziemlich gut!

Ihr seht also,
die Methode, selten getragene Kleidung nach einem oder zwei Jahren auszusortieren und 
wegzugeben, wäre für mich absolut nicht das Richtige. Ich entdecke so vieles nach Jahren
wieder und freue mich dann, dass ich es habe!

Die linken Fotos
 hier unten entstanden VOR dem Weg zum Büro, die rechten Fotos NACH dem Büro, NACH der 
Kompressionsbehandlung und NACH dem Besuch bei Hildekind. Hier seht ihr auch, wie mein 
rechtes Bein mit dem Kompressionswickel aussieht. Besonders dick ist der Verband im Fußbereich,
 deshalb passen mir nach der Behandlung auch keine normalen Schuhe oder Stiefel. Also schlüpfe
 ich mit dem bandagierten Fuß in einen meiner Crocks. Falls ihr mal auf den Laufstegen dieser
Welt seht, dass die Models auf einem Fuß eine Stieflette tragen und auf  dem anderen eine Sandale
o.ä., dann könnt ihr davon ausgehen, dass sich die großen Modeschöpfer von meinem Therapie-
Look inspiriert gefühlt haben! ;o))






Gleich werdet ihr sehen, dass trotz des relativ ähnlichen Schnitts, den die vorgestellten Röcke 
bzw. das Kleid haben - weit, glockig, lang - jedes Outfit eine andere Ausstrahlung besitzt. Der 
schwarz-goldene Look von oben hat meiner Meinung nach einen elegant-mystischen Touch.
Der Mix in fruchtig-frischen Grüntönen mit einer Prise Braun wirkt hingegen frühlingshaft, 
natürlich und eher sportlich-unkompliziert (jedenfalls wenn man sich den Schmuck wegdenkt ;o)).
 Den Rock, den ich euch hier unten zeige, kennt ihr übrigens von HIER, das limettengrüne Shirt 
aus Bio-Bouretteseide von HIER, und das maulwurfsbraungraue Seidenshirt hatte ich auch 
schon oft an.




Die Ketten sind zum Teil aus Holz- und zum Teil aus Glasperlen, eine davon hat mir Julia 
vom Blog Vintage with Laces gebastelt; ich habe sie euch früher schon mal genauer gezeigt. Und
den Gürtel trug mein Göttergatte, als er im Fasching als Cowboy verkleidet war ;o))




Das Rösleinkleid vom Flohmarkt kennt ihr von HIER. Ich finde, es hat eine romantisch-natürliche
und etwas nostalgische Ausstrahlung. Um es auch für kühlere Tage tauglich zu machen, hilft ein 
daruntergezogenes Langarmshirt - in diesem Fall in dunkelgrün - und als Darüber meine mittlerweile 
wirklich schon sehr oft verwendete einstige Schrankmonster-Halbarmjacke.


Wie ihr an Maxwells Kuschelkissen seht, mag auch unser Katerchen rosa Rosen! 
 


Hier unten sind die Rosen rot (falls diese Blumen Rosen darstellen sollen ;o)), dafür ist der
Rest des Rocks in ziemlich knalligem Pink gehalten. Eine Farbe, zu der ich mich jahrelang nicht 
zu greifen getraut hätte, aber die Bloggerwelt hat mich irgendwann mal überzeugt. Ihr kennt den 
Rock jetzt schon ein Weilchen - z.B. von HIER und HIER. Im ersten dieser beiden Postings habe
 ich euch bereits erzählt, dass ich diesen Rock gern mit einem anderen Rock darunter trage, und so 
halte ich es auch hier: Von meinem schwarzen Glockenrock (z.B. von HIER) lass' ich gerade mal 
die Spitzen hervorlugen. Dieser schwarze Rock mit Spitzen war übrigens auf der Almhütte auch
mein "Bequem-Rock" - er hat einen Gummizugbund und sticht jede Trainingshose in Sachen
Bequemlichkeit und vor allem Eleganz aus ;o)) Weil das Muster des rosa Rocks rot ist, düfen
auch die Accessoires rot sein - und so kommen meine roten DIY-Stiefel wieder zum Einsatz ...
und natürlich abermals ein paar rote Ketten. 




Ob das rote Jäckchen eine gute Ergänzung ist, weiß ich nicht so genau: Ich glaube, das ist dann
schon zu viel ROT. Ins Büro trug ich es dann (nach Betrachtung der Fotos) jedenfalls nicht, sondern
wählte ein schwarzes, und außerdem ergänzte ich den rot-getupften Schal auch noch mit einem
pink-gestreiften (siehe unten 2. Foto von links).


Ihr seht: Die Farbe auf den Stiefeln hält immer noch. Es gibt jedoch inzwischen dezente "Krakelierungen"...


Zum Abschluss zeige ich euch noch ein letztes Outfit mit dem braunen Rock, den ihr vom 
Banana-Pancake-Outfit kennt. Die alte braune Jacke habe ich euch zuletzt in diesem Post
gezeigt. Und die Bluse kennt ihr u.a. von HIER. In Kombi mit braun sieht sie ganz anders aus
als wenn ich sie, wie damals, mit Lila mixe. Diesmal sind auch wieder die meisten Ketten
vom oberen grünen Outfit im Einsatz - und außerdem mein brauner Leo-Gürtel, den ich
im Vorjahr beim Kafferöster erstanden habe, weil er zu vielen meiner Kleidungsstücke
passt.





Ihr Lieben, jetzt wisst ihr also, was ich trage, wenn ich meine Beinwickel bekomme.
Nun ist diese Therapie aber bald vorüber. Sie hat mir gut getan - ob sie auf längere Zeit
etwas bringt, wird sich weisen. Jedenfalls habe ich gelernt, mir selbst solche Kompressions-
bandagen zu verpassen (naja, so halbwegs wenigstens ;o)) und dieses Können werde ich auch
noch brauchen, wenn mir Kompressionsstrümpfe angemessen werden.

Außer bei A NEW LIFE
und bei Elas Schrankmonstern verlinke ich diesen Beitrag auch noch bei Sunnys 
 Frühlingsfarben sowie im April bei Outing und bei Sabines Aktion Outfit des Monats.


✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude
 

Mittwoch, 20. Januar 2016

Neues übers Lipödem - und mein weinbeerenroter Rock

Servus, ihr lieben
neuen und treuen LeserInnen!


Zunächst einmal: ICH BIN ÜBERWÄLTIGT! Gleich am ersten Aktionstag gab es zur neuen
Aktion A New Life 24 Verlinkungen und 36 Kommentare! Das überstieg meine Vorstellungen
und Hoffnungen bei weitem. Und der Strom reißt zum Glück auch nicht ab: Aktuell sind wir
bei 49 Verlinkungen, 15 Google-Plussen und 66 Kommentaren angelangt (also jedenfalls bis
zum "Redaktionsschluss" für diesen Beitrag hier ;o)) ...  Ganz offensichtlich seid ihr alle sehr
daran interessiert, ein Stückerl der Welt zu retten. Darüber freue ich mich ENORM - und
zwar nicht für mich, sondern vor allem für unseren schönen, erhaltenswerten Planeten!
Ganz, ganz herzlichen Dank für euer Engagement!

Ich hoffe, ihr seid mir nicht
böse, dass ich noch nicht dazugekommen bin, sämtliche Kommentare zum vorigen und
vorvorigen Post zu beantworten bzw. mir all eure verlinkten Beiträge anzusehen - gut Ding
braucht einfach Weile, und ich schwöre euch: Das ist WIRKLICH ein GUT DING!!! Da ist
einiges im Rollen! (Ich freu' mich so! Bleiben wir also dran!!!)








Nun aber zu einem ganz anderen Thema, zu dem ich euch
bisher noch etwas "schuldig geblieben" bin:

Im Mai des eben erst vergangenen Jahres erzählte ich euch einiges zum Thema Lipödem.
(HIER kommt ihr zu diesen Posts mitsamt der Definition dieser Erkrankung.) Und außerdem
erzählte ich euch, dass ich eine Überweisung zur genaueren (sprich fachärztlichen) Abklärung
meiner Beschwerden erhalten hatte. Seither war hier keine Rede mehr davon. Das hatte unter
anderem mit dem frustrierenden Ergebnis dieser Untersuchung zu tun. Denn der Arzt, der mir
empfohlen worden war - ein Hautarzt mit Spezialisierung auf Venenerkrankungen - stellte
zwar eine Venenschwäche bei mir fest, zeigte mir aber durch eine seiner Aussagen auch sehr
deutlich, dass er NULL Ahnung vom Lipödem hat.


Bildquellen: KLICK und KLICK


Desweiteren zeigte er mir, dass er nicht gern mit PatientInnen diskutiert, die ihre
Informationen von Physiotherapeuten und aus dem Internet*) bezogen haben. (Wobei ich sagen
muss, er war nicht unhöflich. Nur desinteressiert am Thema Lipödem und auch nicht daran
interessiert, mir zuzuhören oder abklärende Fragen zu stellen. Und das ist eigentlich auch schon
 schlimm genug für jemanden, der einen Berufszweig gewählt hat, in dem es darum gehen sollte,
Menschen, die sich vielleicht schon seit Jahrzehnten mit einem gesundheitlichen Problem
herumschlagen, so gut wie möglich zu helfen.)

*) Leider ist man in unserem Land noch weitgehend
auf derartige Informationen angewiesen, da es in Österreich den Fachbereich Lymphologie oder
Phlebologie nicht gibt und sich nur einige wenige Ärzte wirklich mit dem Lipödem auskennen. Dass
man  an diese rein zufällig gerät, ist äußerst unwahrscheinlich - und die, die man aufgrund von
Beinschmerzen aufsucht, wissen leider oft weniger über das Lipödem als ein interessierter Laie.
Die Aussage des Venenspezialisten lautete jedenfalls: "Lipödem Grad eins? Das hat ja mehr oder
weniger jede Frau..."

Nein, guter Mann!
Das, was mehr oder weniger jede Frau hat, heißt Cellulite (nicht zu verwechseln mit der
entzündlichen Erkrankung Zellulitis!) - tatsächlich sind davon in reiferen Jahren 80 bis 90 %
der Frauen betroffen, und es mag in frühen Entwicklungsstufen auch eine optische Ähnlichkeit
zwischen Lipödem und Cellulite geben. Doch im Gegensatz zu Cellulite handelt es sich beim
Lipödem um eine progrediente (voranschreitende), genetisch und hormonell bedingte Erkrankung,
 die zu einer Schädigung der Gefäße bzw. des Lymphsystems führen kann und die außerdem mit
Schmerzen, Schweregefühl und Hämatomneigung in den betroffenen Bereichen einhergeht. Wenn
man in einschlägiger Fachliteratur liest, kann man sich über dieses Thema sicherlich schlau
machen. Und zur Not schaut man eben auch als Mediziner mal ins Internet und informiert sich
über die Dinge, die die Laien bzw. die Betroffenen schon wissen ;o))


Bildquellen: KLICK, KLICK und KLICK 


Meine Physiotherapeutin,
die mich einst darauf aufmerksam gemacht hatte, dass meine Beschwerden den Namen
Lipödem tragen, erwähnte seinerzeit auch eine Ärztin, die in einer österreichischen Klinik
arbeitet und in ihren Augen eine der besten Ansprechpartnerinnen in Sachen Lipödem wäre.
Allerdings befindet sich diese (private) Klinik in Tirol und ich mich am Rande Wiens... also
standen die Chancen recht schlecht, dass es in näherer Zukunft zu einer Begutachtung durch
diese Ärztin kommen würde.

Da die Venenschwäche eine Tatsache ist, der Venenspezialist über etwas Anderes mit mir
offenbar nicht zu sprechen bereit war und ich im Sommer des Vorjahres aufgrund der großen
Hitze häufiger als sonst üblich unter schweren Beinen litt, ließ ich mich also einmal auf die
medikamentöse Behandlung meines Durchblutungsproblems ein. Allerdings fertigte ich
in weiser Voraussicht in diesem Sommer auch Fotos von mir und meinen Beinen in kurzer
Hose an.



Bildquelle: KLICK



Aber NEIN, natürlich nicht, um euch diese Fotos zu zeigen!
Über diese Bein-Fotos erzähle ich euch nur, weil sie für den weiteren Verlauf meiner
Behandlungsgeschichte wichtig sind. Und weil ihr dadurch vielleicht ein Beispiel dafür bekommt,
wie man für sich selbst und seine Rechte als PatientIn kämpfen kann, auch wenn man zuweilen an
Medizinmänner (oder auch an Medizinfrauen) gerät, die fest in ihrem Weltbild
und in ihrer Überzeugung, ALLES zu wissen, gefangen sind...

 

 Keine Sorge also, ihr werdet auch heute nicht mit dem Anblick nackter Rostrosenbeine belastet
werden - ich zeige euch lieber wieder Frauen aus der Welt der Kunst, deren rundliche Körperformen
mit den kleinen, zarten Füßen an das Erscheinungsbild des Lipödems erinnern: Niki de Saint Phalles
"Nanas" oder Fernando Boteros dralle Engel, Tänzerinnen & Co. ... und so manche andere
üppige Schönheit.

Und was ich euch heute auch noch zeige, sind  Bilder von mir in meinem weinroten (oder
beerenvioletten?) Maxirock. Was es damit auf sich hat, werde ich euch weiter unten schildern!


Ein und derselbe Rock in unterschiedlichen Lichtverhältnissen... und mit unterschiedlichem "Zubehör" ;o)




Irgendwann vor nicht all
zu langer Zeit war es mal wieder so weit, dass ich das Gefühl hatte, jemand hätte mir Beton in die
Beingefäße gegossen, so schwer, hart und prall fühlten sich vor allem meine Waden an (und zwar
trotz der Venenmedikamente, die ich seit der Verordnung regelmäßig einnehme).

Und jetzt erfahrt
ihr etwas über mich, das ziemlich Rostrosen-typisch ist: Wenn ich auf den "normalen", quasi
"vorgeschriebenen", Wegen zu keiner Lösung gelange, dann versuche ich mein Ziel anders zu
erreichen. Aufgeben ist nämlich nicht mein Stil. ("Aufgeben tut man einen Brief", wie es
hierzulande so schön heißt ;o))

Und so schickte ich die oben erwähnten Fotos meiner Beine an die Ärztin in Tirol - zusammen
mit einer freundlichen E-Mail, in der ich ihr von der Diagnose bzw. dem Verdacht meiner
Physiotherapeutin erzählte und mit der Bitte, dass sie mir aufgrund der Fotos (und aufgrund
einiger Zusatzinformationen) zumindest eine Antwort in Richtung "Lipödem eher ja oder eher
nein" geben möge.



Bildquellen: KLICK und KLICK



Gleich am nächsten Tag kam eine sehr freundliche Antwort inklusive der Aussage "Sowohl die
schmerzhaften Stellen, als auch der Verlauf und das Aussehen der Beine lassen die Diagnose
'Lipödem' vermuten." Außerdem wies mich die Ärztin auf eine Liste lymphologisch tätiger 
Ärzte in Österreich hin, die ich im Internet finden konnte. (Wenn ihr HIER klickt, kommt ihr
zu dieser Liste und könnt euch über einschlägig ausgebildete Ärzte in eurer Wohngegend
informieren. Damit erspart ihr euch, wenn ihr den Verdacht habt, dass auch ihr vom Lipödem
betroffen sein könntet, einen Spießrutenlauf von einem uninformierten Mediziner zum nächsten...)


Ich selbst suchte mir einen der Ärzte aus dieser Liste heraus, kontaktierte ihn zunächst
schriftlich, (mitsamt den Fotos und der Antwort der Tiroler Ärztin), erhielt rasche und freundliche
Antwort, wurde zu einer Untersuchung eingeladen und bekam auf diese Weise endlich die Diagnose
Lipödem durch einen Lymphologen bestätigt! Schon bald werde ich mit einer Lymphdrainage-
und Kompressions-Therapie beginnen. Ich bin ziemlich neugierig darauf, wie es mir dabei
ergehen wird - auf jeden Fall habe ich vor, euch darüber auf dem Laufenden zu halten.


Bildquelle: KLICK

Mit der Bewegungstherapie, die ebenfalls zum Behandlungsplan gehört, habe ich sogar
bereits begonnen. Sie dient vor allem dem Muskelaufbau - wobei ich ja selbst jetzt, in der eher
ungemütlichen Jahresszeit walken gehe und daher durchaus Beinmuskeln habe. (Aber vielleicht
nicht unbedingt an allen maßgeblichen Stellen.) Auf die Kompressionstherapie bin ich jedenfalls
naturgemäß um einiges neugieriger: Hier, so heißt es, werden meine Beine nach der Lymphdrainage
in Kompressionsbinden gewickelt, die mir (bzw. meinen unteren Extremitäten) Ähnlichkeit mit
einer Mumie oder dem Michelin-Männchen verleihen werden.

Der Sinn der Sache ist, dass die Lymphe, die durch die Drainage in Fluss geraten ist, sich nicht
gleich wieder in den Beinen stauen soll. Mir wurde angeraten, an den Kompressions-Therapie-
Tagen weite, bequeme Kleidung zu tragen. Und so wird unter anderem dieser Rock, den ich euch
schon so häufig in den unterschiedlichsten Kombinationen gezeigt habe, die Ehre haben, die
Michelin- äh Kompressionsbinden zu kaschieren:





In der fünften Collage dieses Posts seht ihr Kombinationen meines weinroten Maxirocks,
die ich euch schon in älteren Postings gezeigt habe. Die Kombis hier oben und hier unten
kennt ihr hingegen noch nicht. Den oberen Mix trug ich zu einer ganz besonderen Familienfeier
im letzten November, bei der ich einige meiner Cousins und Cousinen nach vielen Jahren oder
eigentlich Jahrzehnten wiedertraf - ein wirklich tolles Erlebnis! 

Ich kombinierte zu dem Rock aus Biobaumwolle mal wieder 
den Bolero aus Bio-Seide (beides von Waschb*r), dazu mein hellgrünes Langarmshirt und 
den Obi-Gürtel (beides habt ihr schön häufiger an mir gesehen, aber eben nicht in diesem
Mix). Und dazu viiiiiele Ketten von meiner reichhaltigen Kettengarderobe. (Übrigens
habe ich auch in diesem Punkt inzwischen genug. Vielleicht werde ich mir die eine oder
andere Kette selber basteln, aber gekauft wird heuer bestimmt keine!) 


Den unteren Mix trug ich vor etwa zwei Wochen im Büro. Die Bluse habe ich vor etwa 
anderthalb Jahren bei einem Flohmarkt gekauft, ihr habt sie in meinem Blog auch schon gesehen. 
Darunter ein graues Langarmshirt. Und über dem Rock als "Gürtel" einerseits wieder eine meiner 
beiden Sporttubes, diesmal in schwarz, UND ein Schmuckstück, das ihr ursprünglich an mir als
KETTE kennengelernt habt! (In der ersten Collage ganz links oben könnt ihr diese Kette, die ich 
übrigens von Sunny bekommen habe, als Halsschmuck sehen. Als Kränzchen habe ich sie auch 
schon mal getragen - KLICK - ein vielseitig verwendbares Ding also! :o)) 




Bei Sunnys Um Kopf und Kragen wird dieses Posting übrigens gleich mal verlinkt, denn
Halsschmuck gibt es hier ja einigen zu sehen. Außerdem wandert der Link zu Tinas Freitagsoutfit 
und zusätzlich ab dem nächsten Monat zu Ines Meyroses Modejahr 2016, denn ihr Februar-Thema 
 lautet: Job-Outfit für den Alltag oder besondere Termine

Und weil der Rock sowohl vom Material (Biobaumwolle) und von der Herstellungsart (Fair 
Trade) als auch von der häufigen Verwendung her ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit ist,
verlinke ich mein Posting auch noch bei meiner eigenen Aktion A New Life #1.

♥♥♥
♥♥♥ Ganz herzliche Rostrosengrüße und 
Küschelbüschel von der Traude
♥♥♥


Freitag, 29. Mai 2015

Über eine (un)heimliche Krankheit (2) und eine fast fertige Häkelei

♥♥♥ Servus, ihr Lieben!♥♥♥
☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼

Vielen Dank für eure lieben Zeilen zu meinem „ritterlichen“ Beitrag und zu meinen dort eingeflochtenen
Gartenbildern! Einige hatten Interesse an der "Frühlings-Samenaktion", doch als ich mit OBI aus diesem Grund
Kontakt aufnahm, erhielt ich die Nachricht, dass man dort über das lange Pfingstwochenende die maximale
Teilnehmerzahl erreicht habe und nun leider doch keine weiteren Blogger mehr beschenken könne ... SCHADE -
und es tut mir Leid für alle daran Interessierten!


Herzlichen Dank auch für all eure Kommentare zu
dem Posting davor, in dem ich versucht habe, euch ein paar Details über das Lipödem näher zu bringen.  
Teil 1 zum Lipödem-Thema findet ihr hier. Und hier könnt ihr dazu noch ein paar persönliche Vorbemerkungen
lesen. Heute geht es mit diesem Thema weiter (und damit euch nicht fad wird, untermale ich mein Posting
wieder mit Bildern – teils aus dem Garten und aus dem Outfitbereich, teils aus der Welt der Kunst :o))




Ich hoffe aber, ihr versteht mich nicht falsch, weil ich euch auch über meine persönlichen Erfahrungen mit
dem Lipödem erzählt habe und noch etwas erzählen werde: Ich schreibe darüber nicht, um bedauert zu
werden (denn es gibt viel schlimmere Erkrankungen als das Lipödem in Stadium 1) und auch nicht, um
mich interessant zu machen oder irgendwas in der Art (denn ich finde die meisten anderen Themen
interessanter als das Thema Krankheiten), sondern um zu informieren.

Und ich betrachte mich auch nicht als „krank“ – im Sinne von leidend - ich habe nur einfach keine ganz und
gar beschwerdefreien Beine. Dennoch ist es wichtig, das Lipödem als Krankheit zu bezeichnen. Allein schon
aus dem guten Grund, weil es andernfalls weiterhin von den Ärzten und Krankenkassen ignoriert werden
kann. Mein Leben war schön, bevor ich von der Existenz dieser „Sache namens Lipödem“ erfuhr, und es
ist jetzt um nichts weniger schön. Ich habe bloß ein bisserl mehr Klarheit über etwas erhalten, das mir
früher unklar war. Diese Klarheit hilft mir, damit umzugehen - und diese Klarheit möchte ich mit euch
teilen, that’s all.

So lange ich kann (und ich arbeite daran, dass das LANGE sein wird!) werde ich auf jeden Fall weiterhin
lebensfreudig herumhüpfen! Und ich habe, was das betrifft, ja auch tolle Vorbilder - Niki de Saint Phalles Nanas
und die anmutigen molligen Damen von Fernando Botero! (Nur an ihrem Lächeln sollten diese Damen noch
arbeiten):


Bildquelle: klick und klick
Wenn ihr euch die von Niki de Saint Phalle und Fernando Botero dargestellten Frauen anseht, die mit ihren
verhältnismäßig kleinen Füßen voluminöse Beine tragen müssen, entsprechen diese in ihren Proportionen recht genau 
dem Erscheinungsbild dieser genetisch und hormonell bedingten Erkrankung in ihrem ausgeprägteren Stadium...


Zu Beginn schon mal eine persönliche Erfolgsbotschaft: Dieser Tage habe ich mir eine Überweisung zur 
genaueren (sprich fachärztlichen*) ) Abklärung des Lipödems geben lassen und auch gleich einen Kur-Antrag
gestellt.

*) Leider gibt es in Österreich den Fachbereich Lymphologie oder Phlebologie nicht - normalerweise handelt 
es sich bei den sog. Fachärzten hier um Hautärzte oder Chirurgen mit Zusatzausbildung...

Beim Ausfüllen des Kur-Formulares fragte mich die Ärztin nach meiner Größe und meinem Gewicht. Wer schon
länger bei mir liest, weiß aus meinem Beitrag Über Stilgebungszonen und mehr, dass mein BMI bei ungefähr 30
liegt - und somit im "adipösen Bereich". (Das Hauptgewicht sitzt wohl in den Beinen.) Ohne aufzublicken und
ohne etwas zu sagen oder zu fragen, trug die Ärztin sofort nachdem sie mein Gewicht erfahren hatte, zu den
bereits eingetragenen Diagnosen auch noch "Adipositas" ein. 


Da ich inzwischen aber weiß, dass bei Menschen mit Lipödem auf anderen Berechnungswegen festgestellt
werden kann, ob zusätzlich Fettleibigkeit besteht oder nicht, sagte ich ihr, sie solle das gleich wieder streichen, 
denn mein WHR (Waist to Hip Ratio) liege bei 0,7 und mein WHtR (Waist to Height Ratio) bei 0,5 - beide 
somit im Normbereich! Ha - Triumph! Sie hat zwar irritiert dreingeschaut, aber das böse Wort durchgestrichen!
Das bedeutet u.a.: Kein stigmatisierender "Grüner Punkt" bei der Kur (grüner Punkt = "wegen Übergewichts
auf Diät gesetzt")... Vielleicht helfen der (oder dem) einen oder anderen von euch diese alternativen Berechnungs-
methoden ebenfalls. (Sie sind auch bei kurzen Beinen oder großer Muskelmasse sinnvoll!) Lasst euch von Ärzten
bloß nichts mehr gefallen - schon gar nicht, wenn es sich um ein paar Kilos auf oder ab handelt!!!
Der depperte BMI muss abgeschafft werden, und zwar bald!!!

Ich denke, an dieser Geschichte lässt sich ganz gut erkennen, wie wichtig für mich der Unterschied zwischen 
Informiertheit und Un-Informiertheit ist...


Mal wieder Mini mit Hose für Ines' Mai-Aktion: Im Februar hab ich euch hier mein Rosenkleid gezeigt und euch erzählt, 
dass ich noch ein zweites, ähnlich geschnittenes Kleid gekauft habe. Das seht ihr nun an mir samt dem Seidenbolero von hier
  und der Hose von hier. Und groß gemustert ist das Kleid auch, also passt es außerdem zu Ines Meyroses Juni-Aktion!


Wie bereits angekündigt soll es diesmal hier um die Frage gehen, weshalb ein Krankheitsbild, das im Prinzip
schon seit den 1940er-Jahren bekannt und von dem schätzungsweise jede zehnte Frau betroffen ist, so selten
diagnostiziert wird.

Die kurze Antwort lautet:
Nur wenige Ärzte kennen bzw. erkennen das Lipödem.
Es wird häufig verwechselt – mit dem Lymphödem, mit der Extremitäten-Lipohypertrophie … und ganz besonders
gern (siehe oben) mit Fettleibigkeit … So richtig gut kennen sich nur Spezialisten damit aus, und die gibt
es derzeit noch kaum (schon gar nicht in Österreich). Mal abgesehen davon, dass auch diese Experten uneins
darüber sind, welche Behandlungsmethode die beste ist.





Die etwas längere Antwort lautet:
Die leichte Verwechslungsmöglichkeit kommt den Gesundheitssystemen (egal, ob nun in Deutschland, Österreich
oder der Schweiz) nicht ganz ungelegen. Es ist einfacher und es wird – kurzsichtigerweise *) - auch für billiger
gehalten, wenn man den Betroffenen einredet, dass sie adipös sind und einfach abnehmen müssten, um keine
Beschwerden mehr zu haben. Die Behandlung des Lipödems ist nämlich entweder langwierig (lebenslang
Kompressionsstrümpfe, Lymphdrainagen etc.) oder teuer (Liposuktion = Fettabsaugung. Unter Umständen ist
auch nach diesem - nicht ungefährlichen - Eingriff noch Kompression nötig). Diese Kosten wollen sich unsere
Gesundheitssysteme ganz gern ersparen...

*) Unbehandelt nehmen die Beschwerden allerdings üblicherweise zu und wachsen sich dadurch zu weitaus
kostenintensiveren Gesundheitsproblemen aus.


Für Betroffene, die noch nicht wissen, dass sie ein Lipödem haben, ist die Desinformiertheit der  Ärzte auch
aus anderen Gründen ein Problem: Als ich mich vor ein paar Jahren mit einem extrem berührungsempfindlichen
 linken Oberarm ärztlich begutachten ließ (man muss mich in einem bestimmten Bereich dieses Armes nur
ganz leicht antupfen, und ich könnte schreien vor Schmerz) stieß ich nach erfolgtem Röntgen schlichtweg
auf Ratlosigkeit, vielleicht sogar Ungläubigkeit. Ich bin nicht wehleidig, aber vermutlich hielt man mich dafür.
Keiner der Medizinmänner wußte, dass ich da auf den Oberarmen offenbar bereits ein beginnendes Lipödem mit mir
herumtrug, das zu einer derartiger Berührungsempfindlichkeit führen kann. (Es wurden mir übrigens auch keine
Folgeuntersuchungen - z.B. bei einem Neurologen - empfohlen, sondern man ließ mich einfach mit der Feststellung allein,
dass die Schmerzen vielleicht mit der Fraktur zusammenhängen, die ich mir im Alter von 16 Jahren zugezogen habe...
Inzwischen habe ich den Schmerz aber auch rechts, jedoch weniger ausgeprägt. Um Rätsel zu raten oder krause
Theorien aufzustellen, brauche ich keine Mediziner ...)


Bildquelle Rudolf Hausner: klick

In Deutschland ist man - wie so oft - schon ein paar Schritte weiter als in Österreich - deshalb habe ich auch den
Großteil der einschlägigen Informationen, die ich im Netz finden konnte, von deutschen Web-Sites. So weiß ich
z.B., dass das Lipödem im deutschen ICD-10-GM (also in der amtlichen Klassifikation zur Verschlüsselung
von Diagnosen) unter dem Diagnoseschlüssel R60.9 geführt wird - und deshalb offiziell als Krankheit gilt - aber
ob das Lipödem auch in Österreich einen Diagnoseschlüssel besitzt, konnte ich leider bisher nicht herausfinden.
Wer etwas darüber weiß, möge mir bitte  Bescheid geben! (Ev. auch per E-Mail - ist in meinem Profil hinterlegt.)

Der große Unterschied, ob das Lipödem nun als Krankheit gehandelt wird oder beispielsweise einfach als
"besondere Körperform", liegt bei den Krankenkassenleistungen: Etwas, was offiziell als Krankheit gilt, können
die Kassen nicht mehr ignorieren. Etwas, das Beschwerden verursacht und das die Betroffenen noch dazu völlig
unverschuldet trifft (z.B. ganz im Gegensatz zu anerkannten Krankheiten wie Alkoholismus!), darf nicht länger
"einfach so" abgetan werden. Und das wiederum bedeutet: Es müssen auch die bekannten Behandlungs- und
Heilmethoden zur Kassenleistung werden!


Mit dem groß gemusterten Rock bin ich ebenfalls bei Ines' Juni-Aktion im Modejahr 2015 dabei!



Viele der obigen Informationen habe ich übrigens aus der Online-Zeitschrift Lymphe & Gesundheit 3/2012.
Diese Zeitschrift enthält auch einen Arztbrief mit interessanten Details zur Krankheit. Hier könnt ihr z.B. nachlesen,
wodurch sich das Lipödem von anderen Erkrankungen, mit denen es oft verwechselt wird, unterscheiden lässt.
Und welche Folgen es für einen erkrankten Menschen - und somit auch für das Gesundheitssystem eines Landes
- hat, wenn das Lipödem nicht oder nicht richtig behandelt wird.

 Und hier könnt ihr euch eine Fotoserie mit mutigen betroffenen Frauen ansehen, die dafür kämpfen, dass die
Öffentlichkeit über diese Krankheit informiert wird. Zum einen, um anderen Betroffenen klar zu machen,
dass sie sich nicht länger als "verfressen und faul" abstempeln lassen müssen, zum anderen, damit weit mehr
Ärzte und Therapeuten als bisher über das Lipödem informiert sind. (Besonders berührend finde ich bei dieser
Fotoserie übrigens das 16jährige Mädchen, bei dem vor kurzem dieselbe Krankheit festgestellt wurde wie bei
ihrer bereits von Grad 3 betroffenen Großmutter...)





Was aber hilft denn nun beim Lipödem? Wie ihr aus meinem vorigen Post wisst, sind die betroffenen
Körperregionen weitgehend resistent gegenüber Diäten und Sport. Die Meinungen klaffen hier allerdings
etwas auseinander: Im Bereich der Physiotherapeuten wird die Auffassung vertreten, dass eine Kombination
aus Stützstrümpfen, Lymphdrainagen, apparativen Kompressionen, Vakuummassagen, Schröpfmassagen,
Kälte- und Wärmebehandlungen, einer Ernährungsumstellung und dem richtigen Sport sehr wohl eine
Verbesserung bewirken kann. (Quelle: klick )

Die zahlreichsten Informationen über das Lipödem findet man allerdings auf den Homepages diverser
Schönheitskliniken. Und hier wird (natürlich) durchgängig die Meinung vertreten, dass die einzige wirksame
Heilmethode, die es für das Lipödem gibt, die Liposuktion (Fettabsaugung) ist.

Man kann es also so zusammenfassen:
Jede therapeutische Institution preist vor allem die Methode als zielführend an, die ihr den größten Profit bringt.
Und die Institutionen, die das eventuell finanzieren sollen, versuchen so viele Kosten wie möglich abzuwenden.
In Deutschland ist jedoch inzwischen bei anerkanntem Lipödem schon einiges zur Kassenleistung geworden,
und Österreich wird über kurz oder lang nachziehen müssen...





Ich habe für mich folgendes vor: Einerseits werde ich weiterhin Sport treiben - die von mir bevorzugten
Sportarten Walken, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik sind ohnehin ideal für die Venen und den Lymphfluss.
(Von früher etwa 3 x wöchentlich bin ich inzwischen auf mehr oder weniger täglich umgestiegen.) Wenn es
(von den Temperaturen her) für mich machbar ist, trage ich beim radeln und walken nun jedoch Stütz-
Kniestümpfe und werde mir ev. noch Strümpfe anpassen lassen. Ich versuche, mein Gewicht möglichst zu
halten bzw. aktuell sogar im machbaren Rahmen zu reduzieren, und zwar ohne Diät. Und das gelingt auch! Wie? 
Ich lasse lediglich seit Februar meine zeitweiligen "Kaloriensünden" wie Chips, Alkohol oder Süßes weg und
 habe dadurch (und durch die genannten Sportarten) jetzt wieder ca. 6  Kilo weniger als nach dem Kuba-Urlaub
und nach Weihnachten... Die Skihose dürfte somit wieder passen! :o))

Man KANN also abnehmen, auch wenn man ein Lipödem hat! Leider habe ich keine Vorher-Nachher-
Messungen an den betroffenen Stellen vorgenommen, um zu überprüfen, ob ich dort tatsächlich weniger
abnehme als überall sonst...

Ich glaube jedenfalls durchaus, was auch einige der Fachleute sagen - dass sich ein halbwegs kontrolliertes
Gewicht positiv auf das Lipödem auswirkt (bzw. dass Grad 2 oder 3 bei zusätzlicher Adipositas schneller
erreicht wird... und das gilt es ja zu vermeiden.)


Außerdem werde ich mal schauen, was mir "aus fachärztlicher Sicht" an Empfehlungen und Therapien 
angeboten wird. Eine Liposuktion kommt für mich jedenfalls bis auf weiteres nicht in Frage, vor den Risiken
solcher Eingriffe habe ich zu viel Angst (und würde mich höchstens darauf einlassen, falls meine körperlichen
Beschwerden unerträglich werden sollten.)



Mein Beitrag für Sunnys Um Kopf und Kragen: die Gudrun-Kette diesmal als Kranzerl und das selbstgemachte Häkeltuch...


Und sonst werde ich im Großen und Ganzen so weiterleben wie bisher. Mein Leben genießen. Reisen,
garteln, kochen, fotografieren, lesen, schreiben, ... ja, und vermutlich auch weiterhin häkeln... Denn inzwischen
ist mein Dreieckstuch - wie ihr hier oben sehen könnt - weitgehend fertig. Nur eine Zierleiste möchte ich noch
dranhäkeln. Und ja, was soll ich sagen, mein erstes Häkelwerk seit ca. 30 Jahren hat mir durchaus Spaß bereitet... 
Ich denke also, da wird es noch Nachfolge-Produktionen geben! :o)

 Wie ich euch neulich schon erzählt habe, wird es im Juni hier im Rostrosenblog wegen unseres Badezimmer-
Umbaus etc. etwas ruhiger werden, aber das eine oder andere Mal möchte ich schon ein Lebenszeichen
von mir geben... Bis dahin lasse ich euch jedenfalls die allerherzlichsten Rostrosengrüße und Küschelbüschel da!


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Alles Liebe, eure Traude
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