Sonntag, 18. Oktober 2015

Herbst-Rezept: Quiche Lorraine mit Pilzen und Maronen

Servus, ihr Lieben!
✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ
Achtung - das heutige Hauptposting erscheint in wenigen Minuten - und zwar > HIER. Dies ist
nur ein "Ableger" davon, für alle, die gern das darin erwähnte Rezept haben wollen! :o)

Für die Zubereitung der Quiche nach dem Rostrosen-Rezept braucht man etwas Zeit. Es gibt im 
Internet einige "schnelle" Quiche-Lorraine-Rezepte, in denen fertiger Quiche-Teig oder Blätterteig 
verwendet oder auf das "Blindbacken" verzichtet wird. Wenn's mal flotter gehen soll, sind diese 
Quiches natürlich auch gut. Aber glaubt mir - keine davon schmeckt so flaumig und wunderbar 
wie diese hier. Und durch die Verwendung von Maronen und Pilzen wird sie außerdem gesünder
als herkömmlicher Lothringer Schinken-Käse-Kuchen. Wenn ihr den Schinken durch mehr Pilze
ersetzt, habt ihr sogar ein feines vegetarisches Rezept:




Quiche Lorraine mit Pilzen und Maronen 


Zutaten für eine Springform von 26 cm Durchmesser
(reicht für 12 kleine oder 6 große Portionen):

500 g gemischte Pilze 
(z.B. Egerlinge, Steinpilze, Champignons, Austernpilze …)
150 g geräucherter Putenschinken 
(oder entsprechende Menge mehr Pilze)
100 g Maroni (Edelkastanien) gekocht und geschält
100 g Jungzwiebel oder Lauch
200 g Mehl
50 g gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse
125 g Butter oder Margarine (zimmerwarm)
50 ml Olivenöl
sowie ca. 3 EL Öl zum Braten und für die Form
6 Eier
200 g fettreduzierter Sauerrahm (Schmand)
200 g fettreduzierter Kräuterfrischkäse 
(oder Magertopfen / -quark und Kräuter)
75 g Pizzakäse
1 - 2 EL Petersilie, gehackt (ev. TK)
ev. 1 – 2 KL frischer Thymian
Kräutersalz
Salz
Pfeffer
Muskatnuss gemahlen
500 g getrocknete Linsen (zum Blindbacken)





Das Mehl mit 1 Ei, den gemahlenen Nüssen, der Butter, dem Olivenöl, Salz, Pfeffer und ev. einigen 
Thymian-Blättchen zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und etwa eine Stunde im
Kühlschrank ruhen lassen. 

Die Jungzwiebel in Ringe schneiden, die vorgekochten Maronen halbieren oder vierteln, die Pilze 
säubern und größere Teile in Scheiben schneiden, den Putenschinken würfeln. Etwas Öl in einer 
Pfanne erhitzen und zunächst die Jungzwiebel darin ca. eine halbe Minute lang unter ständigem 
Rühren anbraten, dann den Schinken beifügen und beides etwas Farbe nehmen lassen. Pilze und 
Maroni dazugeben und einige Minuten lang andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen,
in einem Sieb abtropfen und auskühlen lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform ausfetten, den Teig hineinlegen und so in die 
Form drücken, dass der Boden gut bedeckt ist und ein etwa drei cm hoher, dünner Rand entsteht 
(siehe Foto). Dann den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier auslegen und 
mit den getrockneten Linsen füllen. (Sie dienen als „Platzhalter“ für die spätere Füllung.) Dann auf 
der untersten Schiene des Ofens etwa 25 Min. vorbacken (= Dieser Vorgang nennt sich Blindbacken).

5 Eier mit dem Rahm, dem Kräuterfrischkäse, der Petersilie, Kräutersalz, Pfeffer, Muskat und ev. noch 
1 KL Thymian versprudeln. Die Linsen und das Backpapier vorsichtig vom Teigboden entfernen. (Die 
Linsen nicht wegwerfen – daraus lassen sich verschiedene köstliche Gerichte zubereiten – siehe Tipp 
unten!) Die Pilzmischung in den Teigrand einfüllen, mit Pizzakäse bestreuen und die Eier-Frischkäse-
Masse darüber gießen. Weitere 60 Min. (bzw. bis die Quiche eine schöne braune Farbe angenommen hat) 
bei 180 Grad backen. Zur Quiche passt z.B. grüner oder gemischter Salat und Joghurtsauce.


 Bon Appétit!
✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ


Tipp zum Thema "Blindbacken":
Theoretisch können anstelle der Linsen auch getrocknete Bohnen als „Platzhalter“ verwendet werden. 
Linsen haben jedoch den großen Vorteil, dass sie sich einfacher weiter verarbeiten lassen, da sie nicht 
unbedingt über Nacht eingeweicht werden müssen. (Wer möchte, kann das aber dennoch tun, sie 
werden dadurch etwas leichter verdaulich.) Für gewöhnlich genügt es, Linsen in ungesalzenem Wasser 
ca.  30 – 40 Min. weich zu kochen. Und dann erzeugt man aus den „Platzhalter“-Linsen z.B. 
Linsensuppe, Linseneintopf oder Linsenstrudel... Viel Spaß beim Ausprobieren! :o)



✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ



Dieses Rezept wird demnächst in meinen "Rezept-Ordner" aufgenommen werden!
(Ihr findet ihn direkt unter meinem Header, bei den Reiseberichten!)


Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rettet die Lachfalte #10 - Hamburger Bloggertreffen Teil 2

Servus ihr lieben
neuen und treuen LeserInnen!


Ich hab's ja schon im ersten Teil meines (Keine) graue(n) Mäuse in Hamburg-Posts angekündigt, dass der 
zweite Teil wohl mein Rettet-die-Lachfalte-Hauptbeitrag für den Oktober wird. Denn bei diesem Bloggertreffen 
von Ines Meyrose, Bärbel vom Blog Ü 50 und Sabine vom Blog Bling Bling Over 50 gab es für uns alle so 
viel zu lachen, dass bei jeder einzelnen von uns nicht nur die bereits vorhandenen Lachfalten gerettet, gehegt 
und gepflegt wurden, sondern dass definitiv noch ein paar neue dazukamen (ich habe nachgezählt)!!! ;o)))





Zwischendurch streue ich ein paar Fotos von den anderen beiden Tagen ein, die ich mit Herrn
Rostrose in Hamburg verbrachte - damit ihr auch davon ein paar Bilder seht. Z.B. von den Arkaden
in Rathausnähe, dem süßen Hündchen im Fahrradkorb oder den frechen Spatzen, die mehrere Café-
Stühle am Jungfernstieg erobert und "weiß markiert" hatten. Das Foto vom Innenhof des Chilehauses
 samt blauem Himmel allerdings entstand am Tag unseres Bloggertreffens und links unten seht ihr,
wie es entstand: Leider bekam ich trotz meiner liegenden Postition nicht mehr von dem Carré auf
die Speicherkarte.*)

*) Da hätte ich entweder mein anderes Objektiv oder meine alte (leider langsame) Kamera  mit dem tollen Weitwinkel benötigt...



 



Bärbel hat in ihrem Blog wunderbar beschrieben, wie toll das Gefühl ist und wie wortlos verstanden man sich 
fühlt, wenn man mit gleichgesinnten Bloggerinnen unterwegs ist, die es ganz "normal" finden, wenn mal hier 
und mal dort wild geknipst, posiert und herumgeblödelt wird. Ihr seht ja, wir entdeckten ständig neue Hinter-
Gründe für unsere ultraseriösen "Shootings". Und Herr Rostrose als unser Starfotograf nahm unser Gehopse 
nicht nur stoisch hin, er hatte sogar Spaß daran: Er ist ja von mir einiges gewöhnt ... und vielleicht freute er 
sich sogar ein bisserl darüber, dass seine Frau nicht das einzige verrückte Huhn ist  ;-) Was ihr hier unten
seht, nennt sich übrigens, wie ich von Ines und Bärbel erfahren habe, "Rostrosenstandardpose" - ich wußte
bis dahin noch gar nicht, dass ich solch eine Pose kreiert habe, aber ich finde, die beiden haben sie auch 
schon sehr gut drauf! ;o)

 



Leider hatte Sabine an diesem Tag alles andere als einen guten Start von Kiel nach Hamburg. HIER könnt 
ihr nachlesen, welche Steine ihr bei der Bahnfahrt auf den Weg gelegt wurden (und wie praktisch die Mobiltelefon-
technik an diesem Tag war). Aus diesem Grund fehlt Sabine auf den ersten Fotos noch - doch als sie dann da 
war, strahlte sie wie alle anderen mit der Sonne um die Wette, seht mal:





Tja, zu den unteren "Klettermaxi"-Bildern sage ich jetzt besser nix ... (Manchmal frage ich mich selber, 
wie alt ich eigentlich bin. Zehn? Siebzehn? Innerlich vermutlich schon, jedenfalls was den einen oder anderen 
spontanen Einfall betrifft. Aber ich glaube, das steckt bei mir in den Genen. Mein Vater hatte auch manchmal so 
durchgeknallte Ideen ;o)) [Dabei hatte ich bis vor ein paar Jahren Höhenangst, da hätten mich keine zehn Pferde
auf ein Brückengeländer oder die große Schiffsschraube raufgebracht - und jetzt kraxel ich freiwillig da rauf!
Vor kurzem bin ich sogar aufs Dach unserer Gartenhütte geklettert, um dort an die besonders hohen und
besonders schönen Äpfel unseres Apfelbaumes ranzukommen. Maxwell und Nina, die beiden Katzen,
 waren total irritiert, weil da normalerweise nur sie raufdürfen...) 


Vergessen hinzuschreiben: Das Foto links unten ist von Bärbel!



Die folgende (viel genialere und auch für Höhenängstliche gut geeignete) Idee - nämlich auf einem
Zebrastreifen das Cover-Foto des Beatles-Albums Abbey Road nachzustellen - stammte von Bärbel
und wurde von Herrn Rostrose fotografisch festgehalten. (Das Vorbildfoto könnt ihr euch HIER
ansehen.)


Zwischendurch kriegte Ines' süßer, geduldiger Paule immer wieder ein paar Streicheleinheiten von uns!


Jetzt waren die "Fab Four" also endlich komplett. Daher wurde in der Nähe des interessant geformten 
Chilehauses die Gelegenheit für ein "Gruppen-Shooting" genützt. Was euch hier vielleicht auffällt: Nur
Ines und ich sind in Taupe gehüllt. Bärbel beschrieb in ihrem Posting Warum ich in HAMBURG viel lieber 
eine GRAUE MAUS gewesen wäre... auf die für sie typische humorige Weise, weshalb sie und auch Sabine
etwas mehr bzw. andere Farben zu unserem Treffen aufgeboten haben ;o) Wobei Sabine mit ihrem "groovy
BOW-WOW"-Shirt und dem poppig-pinken Longshirt darunter zwar weit von einer grauen Maus entfernt war, 
aber dennoch an Jacke und den schicken Schuhen einige schöne Grautöne zu bieten hatte. Und Bärbel
wurde später dann mit ein paar Accessoires in Taupe von uns kurzerhand für das Graue-Maus-Modethema
bei Ines "umgestylt" ;o)) Also auf ins Modejahr 2015 damit! Und zum Freitagsoutfit von Tina sowie zu
Sunnys Um Kopf und Kragen geht der Post auch wieder! :o)





Vor dem Umstylen trieb uns der Hunger noch in ein gemütliches Lokal - und zwar in die Trattoria Bella Italia.
Können wir mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Neben der Eingangstür prangen übrigens die Malereien 
zweier Figuren. Den männlichen Wasserträger kenne ich nicht - aber die weibliche Figur identifizierte
ich sofort als ein Abbild der Zitronenjette; sie war ein Hamburger Original - ihr Denkmal steht direkt hinter
dem Hamburger Michel, den Herr und Frau Rostrose einen Tag vor dem Bloggertreffen besucht haben.
Wenn man den ausgestreckten Zeigefinger der Jette berührt, soll das Glück bringen - und da ich mein Glücks-
reservoir gern immer wieder frisch auffülle, ließ ich mir diese Berührung natürlich nicht entgehen - Beweisfoto 
siehe unten:


Oben wieder ein paar eingestreute Fotos von anderen Tagen, die diesmal allesamt von Herrn Rostrose stammen.



Und als nächstes die bereits angekündigte Ausstaffierung von Bärbel mit Accessoires in Taupe.
Hier unten seht ihr sie zum Beispiel mit meiner Kette*), die sich mit Glassteine in verschiedenen
Taupetönen schmückt. 

*) Das ist übrigens NOCH NICHT die Kette, die ich bei Christine vom Blog white and vintage gewonnen habe, aber 
die zeige ich euch auch bald!

In Bärbels Blog könnt ihr sie auch noch mit der farblich genauso toll passenden Kette von Ines
sehen. Und ebenfalls von Ines geliehen ist das wunderschöne Taschenschätzchen, das ihr nicht nur
in der Collage hier unten bewundern, sondern bis zum späten Abend des 15. Oktober auch noch
auf dem Meyrose-Blog gewinnen könnt! Und zwar nicht nur in Taupe, sondern in verschiedenen
wunderschönen Farbtönen! HIER kommt ihr zur Verlosung der Volker Lang Bügeltasche via da
 sempre. Und HIER zu Ines' Post über unser tolles Bloggertreffen :-)





Der Mantel, den ihr in den kleinen Feldern der oberen Collage betrachten könnt, hätte ebenfalls gut zum 
Taupe-Grau-Thema gepasst - und auch in mein "Beuteschema". Allerdings sind mir 585 Euro dann doch 
etwas zu heftig - wie ihr wisst, gehöre ich eher zu jenen Leuten, die ihr Geld "ver-reisen", als es für teure
Kleidung auszugeben... 




In der Collage oben seht ihr noch einmal die ganze lustige Runde sowie außerdem Sabines Shirt aus
der Nähe - und unten abendliche und nächtliche Stimmungen - von Herrn Rostrose eingefangen (die
Sonnenuntergänge im vorigen Post waren von mir - danke für euer tolles Feedback, wir freuen uns
beide immer sehr darüber!):






Ich hätte ja noch hunderte Fotos von unserem verlängerten Hamburg-Wochenende (25.-27. September) zu 
zeigen. Allein schon bei unserem sonntag-morgendlichen Besuch des Fischmarktes, beim Kurztrip durch den 
Elbtunnel zur Insel Steinwerder (auf der wir uns die Kunstwerke von Niki de Saint Phalle & Co. vor den 
Musicaltheatern im Hafen ansahen), und beim Spaziergang am Friedhof Ohlsdorf (ebenfalls sonntags) sind 
viele Aufnahmen entstanden. Aber für heute begnüge ich mich damit, euch zum Abschluss mein maritimes 
Shirt zu zeigen, das ich an diesem letzten Hamburg-Tag trug. Links unten ich neben dem für meinen Geschmack 
schönsten der Kunstwerke vor dem "König-der-Löwen-Theater": Niki de Saint-Phalles Nana auf dem Delfin! 
Eine von zwei netten Touristinnen, die wie wir dorthin gepilgert waren, fertigte dann auch noch ein Foto 
von Herrn und Frau Rostrose mit dem Michel im Hintergrund an - und mit diesem rostrosigen Doppelgrinser 
verabschiede ich mich für heute von euch...

... oder nein, noch nicht ganz ...



Mein Beitrag zu Tinas Freitagsoutfit


Ich wollte euch ja noch etwas sehr Positives in Sachen "Promis mit Falten" erzählen: In der Ausgabe
40/2015 des österreichischen Magazins TV-Media nämlich entdeckte ich die folgende Schlagzeile:

AUSTRO-STAR IN HOLLYWOOD
"Ich habe diese Rolle wegen meiner Falten bekommen!" 

In diesem Artikel schildert die 73jährige Schauspielerin Christa Stadler, dass sie die Rolle der Großmutter
im Film "Krampus" nur deshalb bekommen hat, weil sie im Gegensatz zu den etwa gleichaltrigen Hollywood-
Aktricen nicht geliftet ist und daher ohne falsche Falten eine Oma mit deutschsprachigem Akzent spielen
kann. Ich finde übrigens, dass Frau Stadler eine sehr schöne Frau mit viel Ausstrahlung ist - KLICK - jedes
Lifting wäre da fehl am Platz gewesen! Und ich freue mich für sie über die tolle Rolle und für die Lachfalten
über dieses wunderbare Signal!


Und zum Thema Lachen habe ich als "Abschluss-Goodie" noch ein interessantes, kluges und witziges Video für 
euch > KLICK ... (> wie jeder Mensch binnen 60 Sekunden von übler Laune zu Glücksgefühlen kommen
kann! Diejenigen, die mir auf Facebook folgen, kennen es vermutlich bereits.)


Und nun seid ihr wieder dran, ihr Lieben! Ich freue mich schon sehr auf eure lustigen, lebensfrohen oder auch 
nachdenklichen Beiträge zur Rettung der Lachfalte und hoffe natürlich wieder auf viele, viele AktivistInnen!
  Hier könnt ihr euch Tipps holen und die Spielregeln durchlesen - und verlinken könnt ihr eure Beiträge einen
Monat lang hier unter diesem Posting! 





Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie Sabine Gimm und Bärbel Ribbeck
 
Herzliche Rostrosengrüße von eurer Traude


Samstag, 10. Oktober 2015

Irland-Reisebericht - Killarney Nationalpark, Schafe und Musik - Tag 7

Hello, ihr Lieben!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite


Und wieder einmal Willkommen zu einem neuen Kapitel meines Irland-Reiseberichtes!
Heute werdet ihr ganz viel atemberaubende Natur und schöne Gebäude zu sehen bekommen - und
außerdem zweierlei, das unter den Begriff "TYPISCH IRISCH" fällt - das eine hat mit Schafen
zu tun, das andere mit Musik... :o) Los geht's!


Edi und ich beim Fotografien des Upper Lake im Killarney Nationalpark vom Ladies' View aus

Auf dem Weg vom Ballylickey House zum Killarney *) Nationalpark machten wir HIER einen
 kurzen Halt: In der WDR-Reise-Sendung WUNDERSCHÖN wurde u.a. Molly Gallivan's Farm
mit dem 200 Jahre alten Steinhaus vorgestellt. (Ihr könnt euch die Sendung übrigens auch HIER 
ansehen.) Für eine Farmbesichtigung mit Führung hatten wir an diesem Tag leider zu viele andere
Pläne, aber zumindest ein kurzer Fotostop bei "Molly" und dem Druid's View musste sein:

*) Falls euch auch schon aufgefallen ist, dass "Kil" oder "Kill" ein Teil vieler irischer Ortsnamen ist - 
das hat nichts mit "killen" zu tun: Die deutsche Bedeutung dieses Wortteiles lautet: Kirche. Und das ist ja dann 
fast schon wie bei uns, da gibt es auch das eine oder andere "Dingenskirchen"...  ;o)



"Der Druide" bei Molly Gallivan wurde im Jahr 2002 aus den Überresten einer Pinie geschnitzt und repräsentiert die 
 ersten Siedler im Sheen-Tal vor mehr als 6000 Jahren. Er blickt über das Tal auf den höchsten Gipfel "Barra-Bui", wo 
ein Steinhügel auf dem Gipfel den letzten Ruheplatz eines alten Stammesführers markiert.
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Die nächste kleine Zwischenstation legten wir im hübschen Städtchen Kenmare ein. Hier befindet
 sich übrigens auch der hübsche Shop, aus dem der nostalgischen Vogelhaken stammt, den ich euch
HIER gezeigt habe. Der Laden heißt The White Room und ihr seht ihn in der unteren Collage:
 


Fotoquellen The White Room in Kenmare - KLICK und KLICK
Übrige Fotos Rostrose. Und HIER könnt ihr euch ansehen, wie der White Room von innen aussieht (Hammer!) 
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Und dann erreichten wir unser größtes Tagesziel: den Killarney Nationalpark!

"... Abgrund, bedeckt von tausend Bäumen... , 
und Berge, so weit das Auge reicht" ...

... schrieb der britische Schriftsteller William Makepeace Thackeray über dieses mehr als
100 km² große Gebiet. Uns fielen jedoch zunächst nicht die Berge und die Wälder ins Auge
(vermutlich, weil wir davon bei uns daheim - oder jedenfalls in der Nähe - auch nicht gerade
wenig haben ;o)), den größten Eindruck hinterließen hier die drei klaren und schönen Seen
(Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake), glitzernde Wasserflächen, die 22 km² des
Parks bedecken:




Überall führen Spazier- und Wanderwege zu den Gewässern oder an ihnen entlang.
Wunderschön ist auch der Torc-Wasserfall, dem wir einen Besuch abstatteten.




Von hier aus gönnten wir unseren Füßen wieder eine Pause und fuhren per Pferdekutsche
zum Muckross-House. Touristischer geht's wohl kaum, aber wir hatten dennoch unseren Spaß
daran, und die Kutscher wollen schließlich auch von etwas leben ;o)) Unserer war übrigens ein
junger Bursche namens James, und sein Pferd trägt den schönen Namen Jessy. James selbst
lieferte uns Jesse James als "Eselsbrücke" - so konnte ich mir beide Namen gut merken ;o))



Das Muckross-House - ein den Jahren 1839 bis 1843 errichtetes Herrenhaus inmitten des Nationsparks


Zwischendurch zog ein kurzer Regenschauer durch - an diesem Tag hatten wir typisch-irisches
"Wechselwetter" von blauhimmelig und ziemlich warm über grau und recht frisch und verregnet
und von da wieder zurück bis blauhimmelig und warm. Während eines Teils der Kutschfahrt also
leichter Regen - da waren wir ganz froh, ein Kutschendach überm Kopf zu haben. Aber den größten
Teil des Ausflugs war das Wetter uns abermals freundlich gesonnen, und so verspürten wir nur
wenig Lust, das Muckross House von innen zu besichtigen (so war das auch schon vor 20 Jahren 
;o)). Wir blieben lieber draußen und sahen uns die schönen Gärten an. Und wie ihr wahrscheinlich
gesehen habt, gab es unterwegs auch einen herzigen Retriever, der sich begeistert kraulen ließ.





Am Ende unseres Ausfluges machte James noch ein paar Fotos von Edi und mir mit Jessy
und der Kutsche. Und dann ging es zu unserem nächsten Ziel ... wo sich ebenfalls Hunde
und Katzen von uns streicheln ließen ... ;o)

Aber der Hauptgrund, weshalb wir die Kissane Schaffarm aufsuchten, war eigentlich ein
anderer ;o)) Auf dem Schild unten könnt ihr sehen, dass man um 50 Euro ein Schaf adoptieren
kann, doch auch das war nicht der Grund, denn mein Göttergatte wollte mir nicht erlauben, ein
Schaf mit nach Hause zu nehmen ... nichtmal ein ganz kleines ... Schnüff! Dabei würde sich so
ein süßer Wuschel-Rasenmäher (oder zwei oder drei) in unserem Garten bestimmt gut machen.
Und den Hütehund würde ich natürlich auch gleich dazu nehmen - den braucht man ja unbedingt
 zum Zusammentreiben der drei (oder vier oder fünf) Schafe!





Dass Border Collies ausgezeichnete Hütehunde sind und zudem hochintelligent, wußte ich (aller-
spätestens seit dem Bildungsfilm "Ein Schweinchen namens Babe" ;o)), aber dass sie trotz aller Aus-
bildung so zutraulich, kuschelig und streichelfreudig sind, hätte ich nicht erwartet! Trotzdem waren
wir natürlich vor allem auf die Farm gekommen, um die Hunde bei ihrer Arbeit zu beobachten. Einen
 ersten Blick hatten Herr und Frau Rostrose in der Reise-Sendung WUNDERSCHÖN darauf geworfen,
und danach wollte ich unbedingt selbst solch einer Vorführung beiwohnen.

Anders als in der WDR-Sendung zeigte uns jedoch kein verwegen aussehender Schäfer, sondern diese
junge Frau, welche Kommandos ihre Hunde beherrschen. Sie ist übrigens erst vor zwei Jahren von
Deutschland (wo sie Bürokauffrau war, aber auch schon mit Hunden gearbeitet hat) auf die Grüne Insel
gekommen - ursprünglich mit dem Plan, für ein Jahr zu bleiben. Inzwischen hat sie ein Häuschen
gemietet und wirkt nicht so, als würde sie bald wieder wegwollen.


Toll, wie flott die Border Collies die Herde zusammentreiben - oder auch trennen, je nach Kommando... Hier 
sind drei Hunde am Werk (links, mittig, rechts) - der dritte macht tatsächlich nur zum Spaß mit!


Anschließend gab es eine Schafschur-Vorführung. Die Schafe sind davon zwar nicht begeistert,
aber die Scherer arbeiten dermaßen schnell, dass das Schaf kaum dazu kommt, "Mäh" oder "Bäh"
zu sagen - und schon steht es nackend da, glotzt desorientiert (um nicht zu sagen "ein bisserl
doof" :o)) und bekommt das rote K als Kissane-Erkennungszeichen aufgestempelt.

Am Schluss habe ich dann doch noch ein Schaf adoptiert, allerdings eines, das nicht blökt
und auch kein Gras frisst, sondern eines, das einfach nur gemütlich auf dem Sofa herumlümmelt.
Ihr seht es in der linken unteren Ecke der nächsten Collage. Mittlerweile ist das hübsche weiche
Lämmlein bei meiner Tochter eingezogen ... und lümmelt dort herum.




Nach dieser Vorführung ging es wieder nach Kenmare, wo wir uns im
 P.F. McCarthy's Restaurant ein spätes Mittagessen oder ein frühes Nachtmahl gönnten. Ich habe
mir ein mit Pie-Teig überbackenes Eintopfgericht ausgesucht - und ihr dürft raten, welche Beilage
es dazu gab. (Stimmt! Natürlich mal wieder Pommes Frittes, was sonst!?! *lol* Aber immerhin
auch einen feinen gemischten Salat ;o))

Wie in der folgenden Collage unschwer zu erkennen ist, fand sich im Laufe dieses Tages auch
noch ein weiteres streichelfreudiges Tierchen - diesmal eine hübsch Katze, die uns in der Nähe
der Ortschaft Glengarriff begegnete - und zwar bei The Ewe Experience. Es handelt sich dabei
um ein sehr interessantes und witziges Ausstellungsprojekt, einen interaktiven Skulpturengarten
mitten im Wald, angelegt von einem engagierten und naturverbundenen Künstlerehepaar. Hier
wird man eingeladen, sich zum Spielen, Wandern, Musizieren, Schauen und Nachdenken verführen
zu lassen - wenn ihr mehr über den Garten und seine Wasserfälle erfahren oder mehr Fotos sehen
wollt, klickt bitte auf den obigen Link!


Fotoquelle Fassade von McCarthy's Restaurant KLICK, Rest Herr und Frau Rostrose


Das letzte Highlight des 7. Tages erwartete uns frühabends in der Ortschaft Glengarriff.
Der Tipp kam von Markus, dem Mann meiner Blogfreundin Eliane. (Ich habe euch die beiden in
diesem Post vorgestellt.) Markus meinte, wenn wir typisch irische Musik ohne touristischen
Hintergrund hören wollten, wäre dort die geeignete Gelegenheit, zumal in Glengarriff gerade 
ein Musikfestival stattfand und es in dessen Umfeld häufiger zu spontanen Sessions
in und um die örtlichen Pubs kommt.

Und tatsächlich konnten wir eine solche Session ganz hautnah miterleben - richtig faszinierend, 
zu beobachten, wie einer der Musiker eine Melodie vorgibt, die anderen nach und nach darauf 
einsteigen oder ihren Platz räumen für andere, die mit ihren Instrumenten bereits im Publikum sitzen 
oder von anderswo dazustoßen - wir hatten großen Spaß daran, hier ein Teil davon zu sein, wenn 
auch (zum Glück für alle anderen Anwesenden ;o)) nur ein zuhörender Teil! Unten habe ich euch ein
ganz kurzes Filmchen eingefügt, das Edi mit seinem Fotoapparat aufgenommen hat, damit ihr
euch wenigstens ungefähr vorstellen könnt, wie es dort geklungen hat (auch wenn man damit
die Stimmung leider nicht wirklich einfangen kann...)




Glengarriff - Pubmusik auf der Straße



Ich hoffe, es hat euch auch heute wieder Spaß gemacht, mit uns mitzureisen! Im nächsten Kapitel
geht's dann über den Ring of Kerry nach Limerick! Aber zuerst mal müssen noch ein paar andere
Dinge erzählt und gezeigt und außerdem zur Monatsmitte wieder Lachfalten gerettet werden - ich
bin euch ja noch den zweiten Teil meiner Hamburg-Schilderungen schuldig... :o))


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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