Sonntag, 13. August 2023

Römerstadt Carnuntum und die Tiere von Schloss Hof

Servus ihr Lieben!

 

Ganz herzlichen Dank für eure tollen Kommentare zu meinem Rückblick auf den Juni und Juli des Sommers 2023. Heute beginne ich damit, die versprochenen genaueren Schilderungen "abzuarbeiten" 😉😊.

Seit ein paar Jahren nützen wir für viele unserer Ausflüge die Niederösterreich-Card  (= NÖ-Card). Diese Karte kostet für Erwachsene aktuell einen Jahresbeitrag von 65 Euro und bietet freien Eintritt zu rund 350 Ausflugszielen in Niederösterreich und Umgebung.

Am 29. Juni besuchten wir mit der NÖ-Card die Römische Siedlung Carnuntum und die Tiere im Schlosspark von Schloss Hof.  


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Das römische Reich war einst riesig:
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Das Römische Reich und seine Provinzen zur Zeit seiner größten Ausdehnung unter Kaiser Trajan in den Jahren 115–117 (Grafik von HIER)

Ein paar Worte zur Geschichte von Carnuntum:
Im Jahr 6 n.Chr. ließ der spätere Kaiser Tiberius im Raum Carnuntum ein befestigtes Winterlager errichten. Das war der Anfang. Der Donaufluss markierte hier die Grenze des Römischen Reiches (Donaulimes); zugleich führte hier entlang eine wichtige Handelsroute. Neben dem militärischen Lager bildete sich bald eine florierende Zivilstadt. Zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert n.Chr. wuchs Carnuntum zur Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten hier bereits rund 50.000 Einwohner.

Ein schweres Erdbeben im 4. Jahrhundert sowie die Auswirkungen der Völkerwanderung führten schließlich zum Niedergang der Stadt. Im Jahr 433 n.Chr. wurde die Provinz Pannonien an die Hunnen übergeben. Die großflächigen Zerstörungen setzten jedoch erst im 16. Jahrhundert ein. Die Mauern der Ruinen wurden fast vollständig abgetragen, da sie die Bauern bei der Feldarbeit behinderten und das Baumaterial andernorts benötigt wurde; es fanden sich sogar im Mauerwerk des Stephansdoms in Wien Steine aus Carnuntum! (Mehr zum Thema HIER und HIER)

Römisches Stadtviertel:
Doch mittlerweile ist ein Bereich von Carnuntum am Originalstandort wieder "auferstanden": Während der vergangenen beiden Jahrzehnte wurde auf den verbliebenen Grundmauern ein Teil eines römischen Stadtviertels funktionstüchtig wiederaufgebaut. Das heißt: Backöfen, Wasserleitungen, Heizungen etc. funktionieren so, wie sie es im Alten Rom taten!
 
Man bediente sich dabei der Methode der experimentellen Archäologie - das heißt, der Wiederaufbau erfolgte überwiegend in antiker Handwerkstechnik und Handarbeit - mit Materialien, die zur Zeit der Römer bereits benützt wurden. Außerdem wurde in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit wissenschaftlich untersucht, welche Funktion die Gebäude einst aller Wahrscheinlichkeit nach hatten.

Das sogenannte HAUS DES LUCIUS war das erste, das in Carnuntum mit den Methoden der experimentellen Archäologie am Originalstandort wiedererrichtet wurde. Den Namen erhielt das Haus aufgrund einer Inschrift, die vor Ort gefunden wurde und auf einen Lucius Maticeius Clemens hinweist. Der solide Aufbau des Hauses, die Küche mit Herd, ein Wohnraum mit Fußbodenheizung und ein Geschäftsraum lassen Rückschlüsse auf den Wohlstand der Bewohner zu. Mehr darüber HIER.

 
Das Gebäude, das ihr hier unten seht, trägt den Namen DOMUS QUARTA. (Der Name ergab sich, weil es das vierte Haus war, das rekonstruiert wurde.) Es ist großzügig geschnitten und dürfte ein luxuriös ausgestattetes Wohnhaus gewesen sein.


Im Domus Quarta wurde das einzige in Carnuntum erhaltene Fußbodenmosaik entdeckt. Mehr darüber HIER. Auch die bemalten Wände hier und in den anderen Häusern wurden nach Zusammensetzung von Bruchstücken rekonstruiert. 

Ich seh rot


Besonders beeindruckend fanden wir die aufwendig rekonstruierte RÖMISCHE THERME - sie ist nun die weltweit einzige voll funktionsfähige römische Therme, die am Originalstandort in antiker Bautechnik errichtet wurde und durchgängig mit der römischen Fußbodenheizung beheizt wird. (Mehr darüber HIER)

 

Das Gebäude zwischen der Therme und der "Villa Urbana" wird nach neuesten Untersuchungen als HERBERGE interpretiert. (Ein wichtiger Faktor bei Herbergen in großen Ansiedlungen war die unmittelbare Nähe zu einer Gaststätte - thermopolium - und einem Bad samt Latrine, und beides ist hier vorhanden.)

 
 
Es gibt auch noch das HAUS DES ÖLHÄNDLERS (mehr darüber HIER) - die Rekonstruktion der Gemäuer und Funde von Amphoren und verschiedenen Kostgefäßen führten zu dem Schluss, dass es sich um Lager- und Verkaufsräume für Olivenöl gehandelt haben könnte. Denn neben Wein zählte vor allem Olivenöl zu den meistimportierten Handelsprodukten: Es wurde sowohl in der Küche verwendet als auch für die Körperpflege und medizinische Zwecke sowie als Brennstoff für Öllampen. 
 
Beim sogenannten HAUS III, beschränkte man sich hingegen auf die Nachbildung der Grundrisse, da die Archäologen nicht genügend eindeutige Belege fanden, die eine weitgehend originalgetreue Wiederherstellung ermöglicht hätten.

 

Aus unerfindlichen Gründen haben wir es geschafft, an der VILLA URBANA vorbeizulaufen bzw. sie zu übersehen, obwohl diese zu den sehenswertesten Gebäuden der Siedlung zählt. (Mehr darüber HIER.) Dieses Stadtpalais bietet immerhin einen Saal mit einer steinernen Halbkuppel und einer prächtigen Wandmalerei. Allerdings werden hier derzeit noch genauere archäologische Untersuchungen durchgeführt, da sich der gesamte Villenkomplex vermutlich bis zur Stützmauer der Straße erstreckte. 

Ein guter Grund also, um im Lauf der nächsten Jahre wieder nach Carnuntum zu fahren - und dort auch noch weitere Sehenswürdigkeiten außerhalb des "Stadtviertels" zu besuchen (z.B. das Amphitheater oder das sogenannte Heidentor) - oder z.B. an einem Fest der Spätantike teilzunehmen.

Altertümer unter sich 😉

Im Ein- bzw. Ausgangsbereich zum Römischen Stadtviertel von Carnuntum gibt es eine Ausstellung zu militärischen Themen und zu den Bestattungsmodalitäten im Römischen Reich: Da es verboten war, die Toten innerhalb einer Stadt zu beerdigen, entstanden ausgedehnte Grabbezirke entlang der Ausfallstraßen. Die Einwohner der Stadt hatten auf diese Weise die Gelegenheit, ihren verstobenen Angehörigen nah zu sein und zugleich den Vorüberziehenden die mehr oder weniger prunkvollen Grabstätten zu präsentieren.   

In der Umgebung von Carnuntum wurden zahlreiche gut erhaltene Grabsteine entdeckt. Interessant fanden wir die rekonstruierten Inschriften. Sehr häufig gab es da übrigens ausnehmend liebevolle Worte, die Haussklaven betrafen. In der Inschrift unten wurde z.B. Primigenia betrauert, die "Sklavin des Caius Petronius", die mit zwanzig Jahren verstorben war. Es würde mich interessieren, ob diese Wortlaute Zeugnisse eines tatsächlich freundschaftlich-liebevollen Verhältnisses zu den Sklaven bedeutete, ob es sich hier eventuell auch um "Lustsklaven" handelte oder ob mit den salbungsvollen Zeilen nur der Status und die vorgebliche Güte des "Besitzers" hervorgehoben werden sollte... (Vielleicht "sowohl - als auch"...) Aber das wird sich wohl nicht mehr eruieren lassen.


Carnuntinum:
Die Eintrittskarte in die Römerstadt Carnuntum ist mit einem Ticket in das Museum Carnuntinum kombiniert (mit der NÖ-Card ebenfalls kostenlos). Das Museum befindet sich einige Kilometer von der römischen Siedlung entfernt in der Ortschaft Bad Deutsch-Altenburg und bietet Österreichs größte Sammlung von Artefakten aus der Römerzeit. (Mehr über die Geschichte des Gebäudes und die Sammlung HIER.)


Mittagspause in Hainburg an der Donau:
Da wir schon etwas hungrig waren, blieben wir nicht allzu lange im Museum, sondern beschlossen stattdessen, eine Mittagspause einzulegen, bevor wir unserem nächsten Ziel entgegenstrebten. Bei der Suche nach einem Restaurant griffen wir abermals auf Tipps der NÖ-Card-App zu. (In diesen Lokalen kann man Punkte sammeln und ab einer bestimmten Punkte-Anzahl gibt es einen Gutschein.) 
 
Wir entschieden uns für den Gasthof zum Goldenen Anker, weil dieses Restaurant gute Bewertungen hat und auf unserer Route lag. Die Lage mit dem Gastgarten direkt an der Donau war wirklich phantastisch und das Essen und Trinken schmeckte uns ebenfalls sehr. Edi hatte Chili con Carne und ich Spinatknödel in Tomatensauce.
 
Unsere Getränke - Edis "Obi aufg'spritzt " (= Apfelsaftschorle) und mein "Radler" (= Bier mit Limonade) - sind für 
Elizabeth' T Stands For Tuesday 🍹🍵🍺🍷🍸
 
Die Tiere von Schloss Hof:
Auch im größten Marchfeld-Schloss HOF gilt die NÖ Card. Irgendwann möchte ich gerne mal in das Schloss hinein. Doch wie schon bei letzten Mal zog es uns auch diesmal in erster Linie zu den Tieren, die hier leben.

De bepflanzten Bereiche des Schlossgartens sind ebenfalls einen Blick wert:

Theoretisch kann man mit einer Pferdekutsche durch die Anlage fahren, doch wir gingen lieber zu Fuß. Wir hatten keinen Plan, sondern marschierten einfach drauflos. Unter anderem leben hier Lipizzaner (die weißen Pferde der Spanischen Hofreitschule in Wien) - eines davon kam neugierig aus seinem Unterschlupf heraus und ließ sich von mir streicheln.

Wir sahen hier nicht nur Schafe, sondern auch Schäfchen-Wolken 😉🐑 und Kamele. In einem Gehege werden Walachenschafe, Lamas und Alpakas gemeinsam gehalten. Links oben seht ihr die zweihöckrigen Trampeltiere, links unten Shetlandponys.

Die weißen Esel in der folgenden Collage sind etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um Österreichisch-Ungarische Barockesel - eine sehr seltene Eselrasse, die sich durch ein weißgelbes Fell *) und hellblaue Augen auzszeichnet. 

Der Ursprung der Rasse geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals galten weiße Tiere als Glücksbringer, während dunkle Tiere mit dem Tod gleichgesetzt wurden **). Einer der weißen Esel war besonders zutraulich und mochte unsere Streicheleinheiten offenbar so sehr, dass er uns bis zur Grenze des Geheges "verfolgte". Die dunklen Hausesel (unten links) waren hingegen viel mehr an ihrem Heu interessiert als an uns.

*) die Farbe wird als „cremello“ bezeichnet.
**)  Wir finden natürlich Esel in allen Farben süß, auch dunkle 😉
 

Werfen wir einen Blick in das Gehege der Ungarischen Zackelschafe (Ovis aries strepsiceros Hungaricus). Sie tragen interessante schraubenförmige Hörner und zählen zu den alten Ungarischen Schafrassen. 

Im Hintergrund (aufrecht stehend wie die entzückenden afrikanischen Erdmännchen, aber nicht mit ihnen verwandt) seht ihr Tiere, die einem hier quasi "auf Schritt und Tritt" begegnen: Europäische Ziesel (Spermophilus citellus) - eine etwa 18 bis 23 Zentimeter kleine Gattung der Erdhörnchen (Xerinae).

 
In der Roten Liste Österreichs ist die Art als „stark gefährdet“ eingestuft - durch Fördermaßnahmen und Orte wie Schloss Hof oder die Blumengärten Hirschstetten sind die Bestände jedoch in den letzten Jahren wieder erfreulich angewachsen. Wir sahen hier wirklich unzählige der putzigen Gesellen - und sie waren alles andere als menschenscheu. (Unten rechts seht ihr, wie nahe das Ziesel an meine Sandalenspitze herankam...)
 
Im Teich von Schloss Hof sah ich übrigens erstmals auch ein schwimmendes Ziesel (siehe obere Collage mittig) - ich hätte nicht gedacht, dass diese (in trockenen Steppenlandschaften heimischen) Tiere so gute Schwimmer sein können!
 


Smartphone-Glücksengel:
Unser Ausflug fand knapp vor Beginn der österreichischen Schulferien statt. An diesem Tag waren mehrere Schulklassen in Schloss Hof anwesend gewesen, allerdings waren sie inzwischen längst abgezogen. Es war bereits späterer Nachmittag, als wir mit unserer Runde zu einem Ende kamen, und es waren nicht mehr viele Besucher anwesend. In einem etwas entlegenen Winkel der Anlage entdeckte mein lieber Mann im hohen Gras ein Smartphone. (Wir hatten uns an einem Wurfspiel versucht und der Wurfring war dort gelandet.) Zu dem Zeitpunkt war der Mann, der dort die Wege fegte und vermutlich auch ein bisschen nach dem Rechten sehen sollte, bereits an dieser Stelle vorbei. Das heißt, das Handy wäre wohl die ganze Nacht und vielleicht noch viel länger dort liegen geblieben. Vielleicht wäre es sogar irgendwann mal von einem Rasenmäher oder von Regenfällen zerstört worden.
 
Edi hob es auf und wir brachten es zur Kassa. Die Dame am Schalter jubelte hocherfreut und erzählte uns, dass das Handy einem Buben gehörte, der schon verzweifelt angerufen hatte, ob es gefunden und abgegeben worden sei. Wie schön - so hatten wir also auch noch ein bisschen Glücksengel für dieses Kind spielen können. 

Das schöne grüne Tor für Novas T in die neue Woche gehört zu einem Lokal namens ZUM WEISSEN PFAU.

Costa Rica Mural:
So viel zu unserem Besuch der Römerstadt und der Tiere von Schloss Hof. Da wir bei diesem Ausflug abgesehen von den bemalten Innenraum-Wänden in Carnuntum keine Wandmalereien gesehen haben - und ich nicht weiß, ob diese beim Monday Mural gelten würden - habe ich für Sami noch eine Collage aus bisher nicht gezeigten Murals von unserer Costa Rica Reise gebastelt. Themen wie Natur und Pflanzen passen ja auch hier durchaus gut dazu:

 

Hoffentlich hattet ihr Freude an unserem virtuellen Ausflug! Nun wünsche ich euch weiterhin schöne August-Tage und eine angenehme Zeit!

 

Liebste Rostrosengrüße und Küschelbüschel,
eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook


 


Freitag, 4. August 2023

Rückblick auf den Rostrosen-Sommer 2023 - Teil 1

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Servus, ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid gut und gesund im August angekommen! Im vorigen Jahr habe ich am Beginn meines Sommer-Rückblicks geschrieben "Vieles war schön, jedoch nicht alles - aber so ist es nun mal, das echte Leben..." Diese Worte treffen auch auf den diesjährigen Sommer zu (und wahrscheinlich auch auf den Frühling, den Herbst und den Winter)...

Und so starteten wir in den Juni mit einem traurigen Ereignis - dem unerwarteten und viel zu frühen Tod eines lieben Bekannten. Die Trauerfeier führte uns auf einen der größten Friedhöfe Europas, und wir verbanden diesen Besuch mit einem ausgedehnten Spaziergang. Denn wie man auch in Wikipedia nachlesen kann: 

Der Zentralfriedhof gehört aufgrund seiner vielen Ehrengräber, der Jugendstil-Bauwerke und des weitläufigen Areals zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. 

 

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Unser Spaziergang führte uns vor allem zu den alten Grabmalen, zu den Prominentengräbern und in den jüdischen Friedhofsteil. Ich zeige euch heute nur ein paar wenige Fotos - ihr seht z.B. das Falco-Grab und eine Beethoven-Gedenkstätte - doch ich hoffe, dass ich es in diesem Jahr noch schaffen werde, euch weitere Bilder von diesem beeindruckenden Friedhof zu bieten.

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Zum Glück ging es nach diesem Start mit dem Juni für uns recht positiv weiter, und ich habe euch darüber auch schon einiges erzählt, nämlich in meinem Blogbeitrag Lavendelzeit.

Beerenzeit und ein gesundes Rezept:
In dem "Lavendelzeit"-Posting erzählte ich euch auch von einer Kräuterführung im Garten der Kräuterpädagogin Katharina Klaus. Dort erfuhren wir, wie man aus Schwarzen Johannisbeeren und Traubenzucker einen "Immunbooster" herstellen kann. Und da in unserem Garten gerade die Ribisel reif waren, probierte ich das einfache Rezept aus: 

No waste: Die Reste der zermatschten Schwarzen Johannisbeeren, die im Sieb zurückblieben, gab ich am nächsten Morgen in mein Müsli, und für einen leckeren Ribisel-Saft war auch noch genug da.

Die gesäuberten Schwarzen Johannisbeeren durch ein Sieb drücken und den Saft mit so viel Traubenzucker vermischen, dass eine dicke Creme entsteht. Diese Paste mehrere Tage trocknen lassen. (Falls sie sich als zu feucht herausstellt, eventuell noch etwas Traubenzucker dazugeben.) Wenn die Oberfläche schon trocken ist, bricht man diese am besten auf und dreht die Stücke um, damit sie auch auf der anderen Seite trocken werden. Wenn alles gut durchgetrocknet ist, kann man die  Stücke (z.B. in der Küchenmaschine) fein mahlen und das Pulver in Gläsern aufbewahren.

Katharina erzählte uns, dass ein täglicher Tee-Löffel von diesem Pulver zu Beginn des Kindergarten- oder Schuljahres für Kinder und Lehrpersonen die perfekte Immunkraft-Stärkung ist. Außerdem schmeckt es gut und sieht hübsch aus 😋😊.

Natürlich naschten wir die gesunden Ribisel in rot und schwarz auch "einfach so" oder gemeinsam mit unseren Garten-Erdbeeren und Himbeeren als Obstsalat.

Heurigen-Besuch und "Ausgeh-Look":
Die Fotos in der folgenden Collage stammen schon vom 25. Juni - da hatte einer unserer Lieblingsheurigen "ausg'steckt". 

Für alle Nicht-Österreicher: Ein Heuriger ist eine Art Buschenschank, in der - zumeist - nur für ein paar Wochen im Jahr Wein aus eigenem Anbau ausgeschenkt wird. Der Name stammt vom "heurigen" Wein, also vom Jungwein, allerdings bieten die Lokale längst auch andere Getränke an. Wenn der "Heurige" geöffnet hat, wird ein „Buschen“ vor dem Tor angebracht (= ausgesteckt), der üblicherweise aus Fichten-, Tannen-, Föhren- oder Wacholderzweigen, manchmal auch aus Stroh besteht. Inzwischen bieten viele Heurigenlokale in Österreich schon weit mehr an als die traditionelle "Brettl-Jause" oder andere kalte Speisen - wir aßen dort z.B. Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat.

Hier seht ihr, was ich zu diesem Heurigenbesuch trug.

Die ü30Blogger & friends haben gerade wieder eine neue [Blogparade] unter dem Motto Night owls – Ausgehlooks für Nachtschwärmer*innen - und hier seht ihr also gleich einen meiner "Ausgehlooks" dieses Sommers. Mein Motto beim Ausgehen lautet - fast - immer: ein bisserl aufgebrezelt, aber auf jeden Fall bequem. Auf diese Weise entsteht bei mir zumeist eine Art Boho-Look.

Der weinrote Biobaumwollrock, das dunkelviolette Biobaumwoll-Shirt und das cremeweiße Spitzentop darüber sind alle schon sehr lange in meinem Fundus - und werden da wohl auch noch lange bleiben - ebenso die Kette mit den Kunststoffperlen in Lila und Weiß.

Außer diesem Ausgehlook werdet ihr in meinem heutigen Post noch einige weitere sehen.

Ein paar unserer Garten-Stars im Juni

Carnuntum und Schloss Hof:
Am 29. Juni besuchten wir mit der NÖ-Card die Römische Siedlung Carnuntum und die Tiere im Schlosspark von Schloss Hof. Darüber möchte ich euch demnächst mehr erzählen.
 

Spaß mit dem Enkelsohn:
Natürlich haben wir im Juni und Juli auch wieder einige Zeit mit unserem Enkel Jamie verbracht. Er ist jetzt ca. 20 Monate alt und schon sehr unternehmungslustig. Je nach Wetterlage, Lust und Laune gibt es Spielplatzbesuche, Kuchenbacken und Baggerfahren in der Sandkiste, Wasserspaß im Planschbecken oder Schwimmbad, oder es wird mit altem Kochgeschirr "musiziert" und "gekocht". (Diesmal gab es Steine 😁.)

Auch "Austritte" auf dem alten Schaukelpferd müssen immer wieder sein. Das etwa 50 Jahre alte Pferdchen haben wir von meiner Tante Sigrun bekommen - es gehörte schon ihren fünf Kindern und ihren Enkelkindern, die aber mittlerweile alle "herausgewachsen" sind. Wenn Jamie zu uns kommt, führt einer seiner ersten Wege zu dem Schaukelpferd (oder zu Edis Elektronik-Klavier).

Wien-Besuchs-Outfit:
Am 30. Juni hatten wir etwas in Wien zu erledigen; das war mein luftiges Outfit (das durchaus auch als Ausgehlook durchgeht): 
 
Öko-Leinenrock von Waschb*r und die (etwas dunklere) Leinenjacke mit Spitzeneinsätzen und Holzknöpfen, die ich 2018 auf einem Markt in Spanien erstanden habe. Dazu rote Kette, rote Schuhe, roter Lippenstift. Ein roter Gürtel wäre auch noch gut gewesen...

Rosen & Co:
Wie immer im Juni (und zum Teil noch im Juli) blühten auch in diesem Jahr viele Rosen in unserem Garten. Die rot-weiß-panaschierten ungefüllten Rosen wachsen in unserem Vorgarten, die Clematis auch. Die gefüllte rosarote Rose und die Glockenblumen gibt es in unserem "Hauptgarten". Weitere Fotos von unseren Gartenpflanzen im Juni und Juli werde ich einfach kommentarlos in diesem Post "dazwischenstreuen".

Mini-Bloggertreffen:
Meine in München lebende Blogfreundin Andi und ihr Mann Michi (mit denen wir z.B. 2022 auf Mallorca waren) kommen ab und zu mal durch Österreich durch, um Andis in Ungarn lebende Mutter zu besuchen. Und manchmal schaffen wir bei der Gelegenheit, uns für ein paar Stunden zu treffen. So war es auch am 1. Juli 2023. 

Mein Outfit an diesem Tag bestand aus einem mehrere Jahre alten Des*gual-Kleid, einer dunkelblauen Dreviertel-Legging und einer kurzen Bluse, die mir meine Freundin Gaby vor mehr als 30 Jahren geschenkt hat. Zu all dem Blau trug ich Schuhe und eine Kette in Grün.
 

Zuerst fuhren wir gemeinsam zum Mittagessen in ein Wirtshaus - das Wia z`'haus Kraus in Hof am Leithaberge. Dort schmausten wir gut und "traditionell Österreichisch" - ich z.B. ein Eierschwammerlgulasch mit Semmelknödel, die Männer Zwiebelrostbraten,  Andi - ganz kalorienbewusst - einen bunten Salat mit Rohschinken. Danach gab's Kaffee - und vor allem die witzige Tasse mit den Tassen drauf musste ich natürlich für Elizabeth' T Stands For Tuesday 🍹🍵🍺🍷🍸 fotografieren 😁! Anschließend fuhren wir mit unseren Freunden noch auf ein paar Plauderstündchen zu uns nach Hause, dann mussten die beiden nach Ungarn weiterfahren.

Frida Kahlo und Botanischer Garten:
Am 5. Juli verknüpften wir zusammen mit unseren Freunden Brigitte und Peter zwei Aktivitäten in unserer Hauptstadt. Zum einen gab (und gibt es noch) im Wiener Botanischen Garten eine Ausstellung zum Jubiläumsjahr der Tropenstation La Gamba in Costa Rica, zum anderen besuchten wir endlich die tolle immersive Frida-Kahlo Ausstellung in der Wiener Marx-Halle. Wie wohl unschwer zu erkennen ist, habe ich mich outfitmäßig an Frida Kahlos Stil angepasst. Doch über all das möchte ich euch gerne demnächst mehr erzählen.

Neues Outfit:
Beim Gudrun-Sj*den-Sommer-Sale lachte mich ein Mantelkleid aus Öko-Baumwolle an, dessen Muster mich ein bisschen an Bilder Gustav Klimts erinnerte. 
 
Wir ihr vielleicht wisst, liebe ich Mantel- und Hemdblusenkleider, die Farbmischung ist genau "meins" und es kostete nur die Hälfte vom Normalpreis. Trotzdem überlegte ich eine Weile, bis ich zuschlug. In der Collage unten seht ihr das Kleidungsstück, wie ich es an drei verschiedenen Tagen im Juni und Juli kombinierte.

Die legere olivgrüne Hose ist ebenfalls neu (siehe auch übernächste Collage) und ebenso die Sandalen ganz rechts. Diese sind vor allem als wasserfeste Viel-Geh-Sandalen gedacht - also sowohl für Urlaube als auch für unser sonstiges Unterwegs-sein.

Hose:
Hier nochmal ein näherer Blick auf die olivgrüne Hose aus umweltfreundlicher Viskose - aus dem Sale von Tch*bo. 
 
Diesmal kombinierte ich die Hose mit meinem selbstbemalten Seidenmantel , den ihr z.B. von HIER kennt, und dem Shirt, das ihr oben beim "Frida-Kahlo-Look" seht:
 

Am 8. Juli fand in der Hauptstadt des Burgenlandes das Musikfestival im Park des des Schlosses Esterházy statt, das wir seit Jahren immer wieder gern besuchen, weil wir die dortige Woodstock-Atmosphäre lieben und die auftretenden Bands teilweise zu den "Helden unserer Jugendjahre" zählen. (HIER könnt ihr einen Blick auf meine Schilderungen der Lovely-Days 2022 werfen, HIER auf meine Eindrücke von 2019.) Das Programm von 2023 sah folgendermaßen aus:
13:30 Uhr Einlass
14:00 Uhr Bluespumpm feat. Harri Stojka
15:15 Uhr Birth Control

16:35 Uhr John Lee Hooker Jr
18:00 Uhr The Original Wailers feat. Al Anderson
19:45 Uhr Manfred Mann's Earth Band
21:30 Uhr Jethro Tull
23:25 Uhr Joss Stone
  


Und das war in diesem Jahr mein Festival-Outfit:

Meine Kleidung war angepasst an meine "Festival-Bedürfnisse": Bequemlichkeit, Luftigkeit, gut zum Tanzen geeignet, Schutz vor Sonne und eventueller Abend-Kühle bietend. Aber wie immer war es auch in diesem Jahr sehr heiß, und diesmal hielt das trockene, warme Wetter bis zum Ende durch. Wir fanden glücklicherweise wieder einen Schattenplatz unter "unserer" Trauerweide. Von hier aus konnten wir die Musik gut genießen.

Erst bei Manfred Mann's Earth Band und bei Jethro Tull stürmten wir möglichst weit vor zur Bühne, um den Bands näher zu sein und mitzusingen, mitzutanzen, das Leben zu feiern. Und das taten wir.

Was den späten Auftritt von Joss Stone betrifft - da mussten wir leider passen. Wie schon im vergangenen Jahr waren wir - obwohl wir in jüngeren Jahren lange durchgehalten haben - nach einem langen Konzerttag müde und fuhren deshalb nach Jethro Tull nach Hause. An "normalen" Tagen gehe ich immer noch selten vor 1 Uhr nachts schlafen - oft ist es auch später - aber ich halte es nicht mehr aus, so lange zu tanzen oder zu stehen oder mich zu konzentrieren - überhaupt wenn es heiß ist. So viel zur Frage in der ue30Blogger-Blogparade, ob ich eher ein "früher Vogel", eine "Lerche", "Nachtigall" oder "Nachteule" bin: Ich bin ein alternder und schon etwas flügellahmer Nachtvogel 😂...

ue30blogger-bloggeraktion-juli-2023-nightowls

Übrigens feiert dieses "Bloggernetzwerk von ü30 bis ü60" in diesem Sommer zehnjähriges Jubiläum - und somit sage ich HAPPY BIRTHDAY, liebe ü30Blogger and friends! 🍰🥂🍹🎂 Ein paar Blumen aus meinem Garten gibts auch noch dazu:

Street Art am Donaukanal:
Am Ende meines 13. Costa-Rica-Kapitels gab es ein kleines "Spezial", in dem ich euch einige wenige Fotos von einem Treffen mit Günther zeigte, meinem lieben alten Freund aus WG-Zeiten (also späte 1980er! 😁). Wir trafen uns am 13. Juli in einem karibischen "Strandrestaurant" namens Casa Caribeña an der Wiener Summerstage am Donaukanal. Dort gibt es nicht nur viele Sommerlokale und die Möglichkeit, entlang des Wassers zu joggen oder zu radeln, sondern auch jede Menge Graffiti. Ein paar davon zeige ich euch heute für Samis Monday Mural - einige andere werden vermutlich noch folgen:
 
 
Treffen mit Annemarie:
Unsere Freundin lud uns am 18. Juli zu einem gemütlichen Nachmittag und Abend in ihren Garten ein - inklusive der Möglichkeit, uns in ihrem Pool abzukühlen. 

Da der Tag - wie schon die vergangenen Hitzewellen-Tage - sehr schwül war, trug ich erstens ein sehr luftiges und (für meine Begriffe) auch sehr kurzes *) Sommerkleidchen (schon lange in meinem Kleiderschrank und selbst gefärbt) und nahm zweitens das Schwimm-Angebot gerne an. 

*) Mehr zum Thema "Warum ich mich kleide, wie ich mich kleide" HIER, mehr zum Thema Beine mit Lipödem und Behandlungsmöglichkeiten z.B. HIER.

Zwischendurch gab es einen recht heftigen Regenguss, aber wir saßen unter einem Dach auf der Terrasse und waren somit gut geschützt. Oben ein kleiner Einblick in Annemaries schönen, natürlichen Garten und was wir schmausten und tranken, unten der sensationelle Abendhimmel bei unserer Heimfahrt. Wie ihr gewiss erkennt, passte hier einiges in mein Kleidungs-Farbkonzept 😁!

 
Sonnenblumenfeld und Tiergarten Schönbrunn:
Am 20. Juli verbanden wir einen Termin in Wien mit einem weiteren Schönbrunn-Besuch, denn wir haben in diesem Jahr Jahreskarten für den Tiergarten. Darüber möchte ich euch auch gerne demnächst mehr erzählen und weitere Fotos zeigen - heute daher nur einen Blick auf einen Südlichen Hornraben und einen Polarwolf
 
Die Sonnenblumen (die auf einem großen Feld in unserer Wohnnähe wachsen) habe ich vor allem deshalb hier eingefügt, weil auch der Rock, den ich beim Schönbrunn-Besuch trug, gelb ist 😉.
 

La Gacilly und Stilklassen:
Am 22. Juli besuchten wir die diesjährige Outdoor-Foto-Ausstellung La Gacilly-Baden und anschließend die Stilklassen in Berndorf. Über beides möchte ich euch in einem eigenen Posting mehr erzählen.
 

Erlebnismuseum Mamuz:
Am 26. Juli besuchten wir mit Brigitte und Peter das tolle Mamuz-Museum im Schloss Asparn /Zaya. Auch hierüber möchte ich ausführlicher erzählen.


Soviel, ihr Lieben, zu unseren Erlebnissen im bisherigen Sommer 2023. 
 
Falls ihr euch fragt, ob das wirklich schon alles gewesen sein kann, was wir im Juni und Juli gemacht haben: NEIN, natürlich nicht 😅 - wir gehen ja auch noch immer zwei- bis dreimal pro Woche ins Fitnesszentrum trainieren, erledigen Haus- und Gartenarbeit (wenn es nicht zu heiß oder zu verregnet ist), ich habe eifrig an meiner Jacke weitergehäkelt, ab und zu arbeite ich an Fotobüchern, manchmal ruhen wir uns auch einfach nur aus... 
 
Und (weil ich immer wieder mal gefragt werde) NEIN: Unsere Tage haben trotzdem nicht mehr als 24 Stunden - leider! - und wir sind KEINE FRÜHAUFSTEHER 😁😁😁.  Also wundert euch bitte nicht, dass ich es so selten schaffe, mich in der Bloggerwelt herumzutreiben... Sorry! 

Danke für alle eure wundervollen Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag - dem letzten Costa-Rica-Reiseberichts-Kapitel! HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Costa Rica 2022.


Fotos: Wenn nicht anders angegeben 
von Herrn und Frau Rostrose und von unserer Freundin Brigitte

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Ganz herzliche Rostrosengrüße 

eure   T  r  a  u  d  e

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