Sonntag, 9. Mai 2021

Erlebte und erzählte Geschichten im Rostrosen-Frühling

Servus, ihr Lieben!

Von meinem vorigen Post bis zum heutigen hat es mal wieder länger als eine Woche gedauert. Das liegt zum einen daran, dass mein Leben nach wie vor voller Aktivitäten ist (Ausflüge, Gartenarbeit, Komparsentätigkeit, Arbeiten für das Umweltprojekt...) und zum anderen daran, dass ich nach wie vor mit dem alten PC im "Notbetrieb" arbeite (was sich etwas langsam und mühsam gestaltet), weil der neue noch "in Arbeit" ist.

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Außerdem hat mich meine Freundin Brigitte auf die folgende Aktion aufmerksam gemacht: 
 
MUTTER ERDE und story.one suchen deine Geschichte:
"Erzähle bis 25. Mai deine Stories, die andere inspirieren und bewegen, den kleinen Unterschied im Alltag zu machen und etwas für Umwelt, Klima und den Planeten zu tun. Egal ob lustig, traurig, schräg oder ernst. Mit den Bundesforsten pflanzen wir für jede Geschichte einen Baum. „Kleine Geschichten vom großen Ganzen“, unser MUTTER ERDE-Buch ist ab 6. Juni im Buchhandel bestellbar. Und vielleicht ist auch deine Geschichte drinnen."
 
Also habe ich - zu allem anderen - auch noch eine Umwelt-Kurzgeschichte geschrieben. Sie ist wirklich sehr kurz - weniger als 2.500 Zeichen, denn das ist das Limit bei story.one. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr sie lest und mir ein "Like" gebt (einfach dort unter der Story aufs Herzchen 💚klicken) und vielleicht auch noch einen kurzen Kommentar hinterlasst.
 
Hier geht's zu meiner Geschichte "DER IRRTUM".
 
Meine Freundin Brigitte hat ebenfalls eine Geschichte geschrieben - hier geht es zu ihrer auf Tatsachen beruhenden Story "DER FROSCH UND DIE FLASCHE". Sie freut sich auch über eure Likes!

Und ihr seid natürlich genauso herzlich eingeladen, bis zum 25. Mai eine Kurzgeschichte zu schreiben und damit einen Baum zu pflanzen. Hier geht's lang. Sobald ihr eine geschrieben habt, gebt mir bitte Bescheid, damit ich sie lesen und "liken" kann 😊💚.

Zum Ausgleich wird es heute einen Blogbeitrag mit weniger Begleittext geben als ursprünglich geplant 😊

🌿🌿🌿🌿🌿

Immer noch Weinviertel:
In meinem vorigen Blogbeitrag Von Blütenwolken und Kellergassen entführte ich euch nach Pillichsdorf im Weinviertel. Weil ich euch ein paar Collagen von dort schuldig blieb, kommt hier als erstes die Fortsetzung:

Pillichsdorf ist eine alte Ortschaft mit Geschichte (1161 erste urkundliche Nennung, siehe Schild) und besitzt sogar noch 
einen Pranger (der aber nicht mehr zum Einsatz kommt 😉)!

Die Pfarrkirche St. Martin von Pillichsdorf ist eine der ältesten und größten Kirchen der Region. 
Der Kirchturm ist ca. 500 Jahre alt.
Mehr über die interessante Kirche könnt ihr HIER lesen.

Der große Park in Pillichsdorf ist originell und insektenfreundlich gestaltet.

Bereits in der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. bestand hier eine Ansiedlung der Hallstattkultur. Am Ende unseres Ausfluges besuchten wir einen Grabhügel ("Tumulus"), in dem ein keltischer Fürst bestattet wurde (ca. 650 v. Chr.). Der rund fünf Meter hohe Tumulus liegt etwa 1,5 km südwestlich des Ortskerns von Pillichsdorf. 

Im Volksmund bzw. von der Kirche wird der Hügel "Kalvarienberg" genannt. Denn die katholische Kirche machte sich den Hügel schon im 18. Jahrhundert zu Eigen - wie es ja im Laufe der Zeit häufig mit keltischen Kraftorten oder "heidnischen Bräuchen" geschehen ist - und stellte dort barocke Statuen der Maria und des Johannes auf. Dazwischen steht ein einfaches Holzkreuz. Die Funde der bereits 1878 erfolgten archäologischen Ausgrabung (ca. 2000 Scherben von ca. 30 Tongefäßen) befinden sich im Naturhistorischen Museum in Wien. (Alle anderen Grabbeigaben wurden - lt. Info-Tafel - schon vor langer Zeit gestohlen.) 

Auf dem Hügel befindet sich auch noch ein Gedenkstein mit folgender Inschrift:

"Von hier aus verfolgte Kaiser Franz I. mit Hilfe eines Teleskopes den Verlauf der Schlacht von Wagram am 5. und 6. Juli 1809."

Outfit 1:
Auch heute habe ich wieder ein paar "schrank-geshoppte Outfits" für euch, alle Klamotten schon lange in meinem Fundus und neu gemixt. Hier mein selbst-verlängerter lila-bunter Rock mit lila Shirt (für Marens Violett-Linkup) und schlammgrüner Jacke. 

Gartenfotos Teil 1:
Im April und Mai habe ich immer wieder mal die Veränderungen in unserem Garten fotografiert - ihr bekommt all das Geblühe hier ohne große Worte zu sehen: 

Über das Wieder-Erblühen der Schachbrettblume freute ich mich ganz besonders!
Und auch, dass wieder Weinbergschnecken zu Besuch kommen, finde ich wunderbar!

Kröten im Mini-Teich:
Ganz besonders begeistert hat uns, dass in unserem Mini-Mini-Teich so pralles Leben wie nie zuvor herrscht: Als wir den Teich von Algen reinigen wollten, stellten wir fest, dass hier gleich vier Kröten zugange waren (vermutlich trotz unterschiedlicher Färbung alles Erdkröten). Auf dem großen Foto unten seht ihr zwei gelbbraune Kröten bei der Paarung; ob die beiden braunen Kröten auch ein Paar waren, weiß ich nicht. 
 
Selbstverständlich ließen wir die Kröten und die Algen in Ruhe - und nun schwimmen bereits mehrere Kaulquappen im Teich herum. Einen Frosch sah ich vor einigen Tagen auch noch (aber er war zu schnell für ein Foto) - und eine Libellenlarve, die vermutlich einen Teil der Kaulquappen frisst (aber es sind noch reichlich vorhanden).

Outfit 2:
Wieder ein Mix aus altbekannten Teilen - getragen bei einer weiteren Besprechung für mein Umweltprojekt.

Gartenfotos Teil 2:
Später im April und Anfang Mai blühte wieder anderes, keine Forsythie und Felsenbirne mehr, dafür der Flieder und der alte Apfelbaum, aber immer noch einige der Tulpen und Narzissen... Die Bienen freute es.
 


Outfit 3:
Der folgende Kleidungsmix mit einem meiner beiden grünen Seidensari-Röcke und dem Bio-Seiden-Shirt hat mit einem neuen Komparsen-Einsatz zu tun:
 

Wieder als Komparsen beim Wien-Krimi:
Am Ende dieses Blogbeitrages habe ich euch über unseren ersten Wien-Krimi-Einsatz (am 1.4.) erzählt. Der zweite Einsatz erfolgte am 23.4. Diesmal war der Treffpunkt hinter der Karlskirche - und an Kleidung war gewünscht "Outfit bisschen schicker" (ohne farbliche Einschränkungen). Nachdem der Tag sonnig, aber kühl war, zog ich mir über den grünen Seidenmix eines meiner schwarzen Häkel-Jäckchen an - und war froh darüber. Unten seht ihr auch noch Edis Outfit. Die Indoor-Fotos entstanden im Komparsen-Aufenthaltsraum.

Die Outdoor-Fotos (letzte Collage unten links und rechts) sind "Schnellschüsse" vom Drehort: Edi und ich waren "Passanten in einer eher noblen Gegend". Wir standen in einem Torbogen und warteten auf unseren Einsatz. (Wir mussten einfach nur eingehängt vom Tor bis zu dem schwarzen Zelt gehen.) Während wir warteten, saß der Hauptdarsteller Nicholas Ofczarek zwei Meter von uns entfernt in einem schwarzen BMW und wartete ebenfalls, bis er das Zeichen zum Losfahren bekam. Um Motorengeräusche zu vermeiden, wurde sein Wagen übrigens die letzten Meter von mehreren jungen Männern geschoben:

Tja, ihr Lieben, so viel zu unseren neuesten Abenteuern. Mittlerweile hatten wir sogar schon unseren dritten Wien-Krimi-Einsatz - doch darüber erzähle ich euch ein andermal. Auch sonst habe ich noch einiges Schönes und Erfreuliches zu berichten. Ich komme leider kaum nach mit dem Schildern, also immer schön eins nach dem anderen 😉.

Hier zum Schluss nochmal eine kleine Erinnerung an das, was ich zu Beginn meines heutigen Posts geschrieben habe: Bitte beteiligt euch  an der "Mutter-Erde-Story-Aktion" und pflanzt auf diese Weise ein Bäumchen. Und bitte stattet den Kurzgeschichten von Brigitte und von mir einen Besuch ab und klickt anschließend auf das Herzchen 💚 - vielen lieben Dank dafür im Voraus! Wenn ihr auch noch Zeit für einen kurzen Kommentar findet, macht ihr mich extra-happy! 😘😍😘

 

Ganz herzliche rostrosige Grüße
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, 


Freitag, 30. April 2021

Von Blütenwolken und Kellergassen

 Servus, ihr Lieben!


In meinem vor-vorigen Post ging es um sonnengelbe Blüten in der Umgebung des Benediktinerstifts Göttweig; in meinem vorigen Post nahm ich euch mit zu einer himmelblauen Wanderung ins Naturschutzgebiet Thenauriegel. Ich danke euch für all eure wundervollen Kommentare dazu! Heute geht es farbenfroh weiter - nämlich mit Blüten über Blüten - hauptsächlich in lila und weiß. 


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Lila bzw. violett passt auch gleich prima zum aktuellen Farbthema bei Maren - dort geht es nämlich derzeit um die Colour Energy: Violett. Damit ich gut zu diesem Thema passe, warf ich mich in eine "lila Schale", bestehend aus lauter Kleidungsstücken, die es schon lange in meinem Fundus gibt: eine pflaumenviolette schmale Hose, ein lila Langarmshirt unter meinem violett-blau-gemusterten Shirtkleid, und dazu mein selbst gehäkeltes Schultertuch, das ich an diesem sonnigen, aber teilweise noch kühlen Tag als Schal trug. (Die altbekannte senfgelbe Steppjacke und die Wanderschuhe waren auch noch dabei 😊.)

Und wo ging es diesmal hin? In den 1166-Seelen-Ort Pillichsdorf im Weinviertel! Bis vor kurzem ahnte ich nicht einmal, dass es eine Ortschaft dieses Namens in Niederösterreich gibt. Ohne Brigitte wüsste ich bis heute nichts davon. (Als sie mir am Telefon davon erzählte, dachte ich, der Name des Ortes wäre "Billigsdorf" 😁.)

Einige von euch haben es wohl schon bemerkt: Meine Freundin Brigitte hat sich in der Covid-Ära mehr und mehr zu unserer "Ausflugs-Beraterin" entwickelt. Sie entdeckt immer wieder lohnende Ziele in der Umgebung Wiens, und somit lernen wir viel Neues kennen. Mitte April schickte sie mir via WhatsApp Fotos von ihrem Ausflug nach Pillichsdorf - und weil die Gegend für uns reizvoll aussah, beschlossen Edi und ich, der kleinen Marktgemeinde ebenfalls einen Besuch abzustatten.

Diese vier Fotos stammen von meiner Freundin, und in meine Collagen habe ich noch ein paar weitere schöne Bilder 
eingestreut, die mir Gitty per WhatsApp geschickt hat.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Pillichsdorf zählen u.a. die reizvollen alten Kellergassen.

Der Begriff Kellergasse bezeichnet in Weinbauregionen die Gasse, an der sich die Weinkeller und Presshäuser befinden. In Österreich gibt es die meisten davon in Niederösterreich und im Burgenland. (Wenn ihr in Deutschland lebt, kennt ihr vielleicht die Kellergassen in Franken oder Rheinhessen - da habe ich im Internet einige schöne Aufnahmen von Felsenkellern gesehen.) Schon im antiken Rom gab es Kelterhäuser, in denen die Trauben gepresst werden. Im Mittelalter war die Herstellung von Wein jahrhundertelang Klöstern vorbehalten; Bauern kelterten nur für den Eigenbedarf. Doch nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielten die Bauern mehr Rebflächen und benötigten daher mehr Lagerraum. 

Einst besaß jede Familie in Pillichsdorf einen eigenen Weinkeller. Inzwischen sind einige der Keller verfallen oder erneuerungsbedürftig, andere wurden renoviert und werden als Wochenendhäuschen verwendet, manche dienen aber immer noch ihrem ursprünglich zugedachten Zweck. 

An der Prägung in dem eisernen Türgitter (vorige Collage rechts oben) seht ihr, dass die Weinkeller von Pillichsdorf schon einige Jahre auf dem Buckel haben: 1902 steht da - die ebenfalls eingeprägten Buchstaben sind wohl die Initialen des ursprünglichen Besitzers. Der älteste Weinkeller im Ort stammt aus dem Jahr 1855 - und für meinen Geschmack gilt: je älter, desto schöner. Die Obere und Untere Kellergasse von Pillichsdorf gehört mit insgesamt mehr als 240 Weinkellern zu den größten zusammenhängenden Kellergassen in Mitteleuropa.

Achtung, Verwechslungsgefahr, wenn ihr den Kellergassen von Pillichsdorf einen Besuch abstatten wollt: Die Marktgemeinde befindet sich im Bezirk Mistelbach - nicht mit der Ortschaft Pillersdorf im Bezirk Hollabrunn durcheinander bringen, wo es ebenfalls Weinkeller gibt.*)

*) Obwohl es sicherlich nicht schlimm ist, versehentlich in Pillersdorf zu landen: Die dortige Öhlbergkellergasse zählt lt. Wikipedia sogar zu den ursprünglichsten und schönsten Kellergassen im österreichischen Weinviertel. Die dortigen Weinkeller sind teilweise schon über 600 Jahre alt - und sicherlich ebenfalls einen Besuch wert. 

Die Keller von Pillichsdorf fanden wir allemal reizvoll. Übrigens habe ich euch auch früher schon mal in eine Kellergasse mitgenommen: Im Jahr 2015 erzählte ich euch von einem Weihnachtsmarktbesuch in der Kellergasse von Hadres. Diese gilt mit einer Länge von 1600 Metern und 400 Kellern und Presshäusern als längste Kellergasse der Welt.

Die Türen, die in solche alten Weinkeller führen, sind sehr unterschiedlich und oft sehr sehenswert. Einige habe ich 
hier für Novas T in die neue Woche zusammengesammelt.

In "normalen" (also Covid-losen) Zeiten  laden die Winzer in den Kellergassen an den Sommer-Wochenenden oft zur „Offenen Kellertür“ ein, um Wein zu verkosten, und es werden Kellergassenfeste durchgeführt. Derzeit sind eher andere Wege nötig - wie z.B. die Spritzer-to-go-Automaten, die im Ortszentrum von Pillichsdorf aufgestellt sind (Spritzer = Schorle). Oder die Winzer lassen die Kellertür offen und schreiben auf eine Tafel

"Seid artig und fein
trinkt Saft oder Wein
und werft dann das Geld
in die Kassa hinein!
PROST - DANKE"

(siehe nächste Collage unten links). Es finden sich in Pillichsdorf auch mehrere Bänke, wo man sich niederlassen kann, um ein genussvolles Achterl zu trinken.

Die kleine Kohlmeise mag lieber Insekten und Maden als weißen Wein 😉

Auch in dem schon stark überwucherten Keller hier unten links befindet sich ein vertrauensvolles Schild - mit folgender Aufschrift:

"Halte diese HÜTTE rein!!
Dann wird sich der NÄCHSTE freuen!"

Und siehe da - es lag tatsächlich kein Müll in dem Keller! Vielleicht lassen sich die Menschen mit netten Schildern ja tatsächlich dazu "erziehen", nicht einfach all ihren Müll überall liegen zu lassen?

 

Leider scheint nicht überall "Wohlverhalten" zu herrschen. Zumindest Blumendiebstahl dürfte es auch im idyllischen Pillichsdorf geben, wie man diesem Schild entnehmen kann:

"Halt, du Blumendieb!!!
Wir haben die Blumen nicht eingepflanzt,
damit du sie abreißt und mit nach Hause nimmst!!!"

Eins der Schilder, die ich für Artis Schilderwald gesammelt habe

Möglicherweise war im Bezug auf die Blumen der Heilige Urban etwas unachtsam? Der Schutzpatron der Winzer ist jedenfalls auf die Fassaden mehrerer Weinkeller gemalt (siehe nächste und übernächste Collage). Aber wahrscheinlich fühlt er sich nur für Weinreben zuständig und nicht für Tulpen und Hyazinthen?
"Hl. Urban, gib uns den Segen,
zum Schutze der Winzer
und zur Reifung der Reben"

 

Der Mantel des Hl. Urban passt gut zu All good things are blue bei Anne

Wie ich schon von Brigittes Fotos wusste, war im Weinviertel gerade die Zeit der Kirschblüte angebrochen. Ja, stimmt, man kriegt bei meinen Posts der letzten Zeit ein gewisses Déjà-vu-Gefühl, denn immer wieder zeige ich Weingärten und Obstbäume. Aber so ist das eben bei uns - die ländliche Umgebung von Wien und Baden ist geprägt von Wein- und Obstbau - und somit sind es auch die Gebiete, die in unserem ungefähren 100-Kilometer-Umfeld liegen. Aber immerhin waren es beim Marillen-Erlebnisweg in der Wachau keine Kirschbäume, und bei der Wanderung im Naturschutzgebiet Thenauriegel hatte die Kirschblüte noch nicht begonnen. Ein bisserl Abwechslung gibt's also doch 😉

 Und auch der Himmelsblick sah ein Kleinwenig anders aus ... zumindest was die Wolken betrifft...

Wir spazierten ein Stück des "Wanderpuzzles Wolkersdorf" entlang - so heißt der Regions-Rundwanderweg, der insgesamt ca. 70 km lang ist und durch alle neun Regionsgemeinden führt, vorbei an den schönsten Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Entlang des Wegs entdeckten wir noch ein paar Schilder, die z.B. über den Bio-Landbau informierten, der dort in der Region betrieben wird. Die Kindermalereien auf den Schildern unten links behandelten wichtige Themen wie "Naturwiesen für Bienen und Schmetterlinge" und "ökologischer Fußabdruck".

Die weiße Blütenpracht der teilweise schon recht betagten Kirschbäume, die den Weg säumten, war überwältigend.

Mein Freund, der (Kirsch-)Baum - für Astrid

 

Doch nicht nur das Kulturobst blühte, auch die Wildsträucher rundum waren in die herrlichsten Blütenwolken gehüllt. Diesen heuer so besonderen Effekt haben wir übrigens dem kalten Aprilwetter zu verdanken. Und ich verdanke auch diese Information mal wieder Brigitte. Denn sie hat gelesen und mir erzählt, dass durch den kalten Frühling die zeitliche Abfolge der Obstblüte durcheinander gebracht wurde, weshalb späte Marillen, Pfirsiche, Weichseln, Kirschen, Birnbaum, Kriecherln (Mirabellen), Apfelbäume sowie deren Wildformen und Schlehen und Weißdorn fast gleichzeitig blühen. Außerdem dauert heuer die Blütezeit bei vielen Obstbäumen länger an als in den vergangenen Jahren. 
 
Darüber bin ich sehr glücklich - denn der Frühling ist für mich die allerliebste Jahreszeit und darf daher gerne ganz, ganz lange dauern 😊! 

Was Bienen und Schmetterlinge betrifft - sie leiden in der Umgebung von Pillichsdorf keine Not. In allen Obstbäumen und Wildfruchtsträuchern summte, brummte und flatterte es, dass es eine Freude war. 

 

Und seht ihr den Hasen in der folgenden Collage über die Felder hoppeln? Leider hatte ich nur die Kamera mit dem "Alltags-Tele" dabei, deshalb bekam ich den Hasen nicht näher heran... Aber immer noch besser als mit dem Handy...

Und hier kommt nun noch mein Violett-Spezial: Denn hier ist nicht nur meine Kleidung in violett-Tönen gehalten - für Maren habe ich mich sogar buchstäblich in die Nesseln gesetzt 😀... allerdings in die Taubnesseln, die gerade wunderschön lila blühen. Taubnesseln sind übrigens ein wichtiges Heilkraut und außerdem eine gesunde und schmackhafte Küchenzutat - mehr darüber könnt ihr HIER lesen.

 

 

 Auch die Gewöhnliche Kuhschelle oder Küchenschelle leuchtet in allererschönstem Violett.


Und damit, ihr Lieben, bin ich für heute wieder am Ende meiner Schilderungen angekommen.  Unser Ausflug war allerdings noch nicht ganz zu Ende. Denn unter anderem besuchten wir an diesem Tag auch noch die Pfarrkirche von Pillichsdorf - eine der ältesten und größten Kirchen der Region - sowie einen Grabhügel, in dem ein Fürst aus der Hallstattzeit bestattet wurde. Aber darüber erzähle ich euch ein andermal mehr.

Nun wünsche ich euch noch einen guten Start in den Mai und wunderschöne Frühlingstage! Macht es euch schön und bleibt gesund. (Mein Mann hat heute übrigens seine erste Covid-Impfung hinter sich gebracht - und ich habe meinen ersten Impftermin Anfang Juni 👍😊!)


Herzlichst,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
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