Samstag, 10. Oktober 2015

Irland-Reisebericht - Killarney Nationalpark, Schafe und Musik - Tag 7

Hello, ihr Lieben!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite


Und wieder einmal Willkommen zu einem neuen Kapitel meines Irland-Reiseberichtes!
Heute werdet ihr ganz viel atemberaubende Natur und schöne Gebäude zu sehen bekommen - und
außerdem zweierlei, das unter den Begriff "TYPISCH IRISCH" fällt - das eine hat mit Schafen
zu tun, das andere mit Musik... :o) Los geht's!


Edi und ich beim Fotografien des Upper Lake im Killarney Nationalpark vom Ladies' View aus

Auf dem Weg vom Ballylickey House zum Killarney *) Nationalpark machten wir HIER einen
 kurzen Halt: In der WDR-Reise-Sendung WUNDERSCHÖN wurde u.a. Molly Gallivan's Farm
mit dem 200 Jahre alten Steinhaus vorgestellt. (Ihr könnt euch die Sendung übrigens auch HIER 
ansehen.) Für eine Farmbesichtigung mit Führung hatten wir an diesem Tag leider zu viele andere
Pläne, aber zumindest ein kurzer Fotostop bei "Molly" und dem Druid's View musste sein:

*) Falls euch auch schon aufgefallen ist, dass "Kil" oder "Kill" ein Teil vieler irischer Ortsnamen ist - 
das hat nichts mit "killen" zu tun: Die deutsche Bedeutung dieses Wortteiles lautet: Kirche. Und das ist ja dann 
fast schon wie bei uns, da gibt es auch das eine oder andere "Dingenskirchen"...  ;o)



"Der Druide" bei Molly Gallivan wurde im Jahr 2002 aus den Überresten einer Pinie geschnitzt und repräsentiert die 
 ersten Siedler im Sheen-Tal vor mehr als 6000 Jahren. Er blickt über das Tal auf den höchsten Gipfel "Barra-Bui", wo 
ein Steinhügel auf dem Gipfel den letzten Ruheplatz eines alten Stammesführers markiert.
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Die nächste kleine Zwischenstation legten wir im hübschen Städtchen Kenmare ein. Hier befindet
 sich übrigens auch der hübsche Shop, aus dem der nostalgischen Vogelhaken stammt, den ich euch
HIER gezeigt habe. Der Laden heißt The White Room und ihr seht ihn in der unteren Collage:
 


Fotoquellen The White Room in Kenmare - KLICK und KLICK
Übrige Fotos Rostrose. Und HIER könnt ihr euch ansehen, wie der White Room von innen aussieht (Hammer!) 
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Und dann erreichten wir unser größtes Tagesziel: den Killarney Nationalpark!

"... Abgrund, bedeckt von tausend Bäumen... , 
und Berge, so weit das Auge reicht" ...

... schrieb der britische Schriftsteller William Makepeace Thackeray über dieses mehr als
100 km² große Gebiet. Uns fielen jedoch zunächst nicht die Berge und die Wälder ins Auge
(vermutlich, weil wir davon bei uns daheim - oder jedenfalls in der Nähe - auch nicht gerade
wenig haben ;o)), den größten Eindruck hinterließen hier die drei klaren und schönen Seen
(Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake), glitzernde Wasserflächen, die 22 km² des
Parks bedecken:




Überall führen Spazier- und Wanderwege zu den Gewässern oder an ihnen entlang.
Wunderschön ist auch der Torc-Wasserfall, dem wir einen Besuch abstatteten.




Von hier aus gönnten wir unseren Füßen wieder eine Pause und fuhren per Pferdekutsche
zum Muckross-House. Touristischer geht's wohl kaum, aber wir hatten dennoch unseren Spaß
daran, und die Kutscher wollen schließlich auch von etwas leben ;o)) Unserer war übrigens ein
junger Bursche namens James, und sein Pferd trägt den schönen Namen Jessy. James selbst
lieferte uns Jesse James als "Eselsbrücke" - so konnte ich mir beide Namen gut merken ;o))



Das Muckross-House - ein den Jahren 1839 bis 1843 errichtetes Herrenhaus inmitten des Nationsparks


Zwischendurch zog ein kurzer Regenschauer durch - an diesem Tag hatten wir typisch-irisches
"Wechselwetter" von blauhimmelig und ziemlich warm über grau und recht frisch und verregnet
und von da wieder zurück bis blauhimmelig und warm. Während eines Teils der Kutschfahrt also
leichter Regen - da waren wir ganz froh, ein Kutschendach überm Kopf zu haben. Aber den größten
Teil des Ausflugs war das Wetter uns abermals freundlich gesonnen, und so verspürten wir nur
wenig Lust, das Muckross House von innen zu besichtigen (so war das auch schon vor 20 Jahren 
;o)). Wir blieben lieber draußen und sahen uns die schönen Gärten an. Und wie ihr wahrscheinlich
gesehen habt, gab es unterwegs auch einen herzigen Retriever, der sich begeistert kraulen ließ.





Am Ende unseres Ausfluges machte James noch ein paar Fotos von Edi und mir mit Jessy
und der Kutsche. Und dann ging es zu unserem nächsten Ziel ... wo sich ebenfalls Hunde
und Katzen von uns streicheln ließen ... ;o)

Aber der Hauptgrund, weshalb wir die Kissane Schaffarm aufsuchten, war eigentlich ein
anderer ;o)) Auf dem Schild unten könnt ihr sehen, dass man um 50 Euro ein Schaf adoptieren
kann, doch auch das war nicht der Grund, denn mein Göttergatte wollte mir nicht erlauben, ein
Schaf mit nach Hause zu nehmen ... nichtmal ein ganz kleines ... Schnüff! Dabei würde sich so
ein süßer Wuschel-Rasenmäher (oder zwei oder drei) in unserem Garten bestimmt gut machen.
Und den Hütehund würde ich natürlich auch gleich dazu nehmen - den braucht man ja unbedingt
 zum Zusammentreiben der drei (oder vier oder fünf) Schafe!





Dass Border Collies ausgezeichnete Hütehunde sind und zudem hochintelligent, wußte ich (aller-
spätestens seit dem Bildungsfilm "Ein Schweinchen namens Babe" ;o)), aber dass sie trotz aller Aus-
bildung so zutraulich, kuschelig und streichelfreudig sind, hätte ich nicht erwartet! Trotzdem waren
wir natürlich vor allem auf die Farm gekommen, um die Hunde bei ihrer Arbeit zu beobachten. Einen
 ersten Blick hatten Herr und Frau Rostrose in der Reise-Sendung WUNDERSCHÖN darauf geworfen,
und danach wollte ich unbedingt selbst solch einer Vorführung beiwohnen.

Anders als in der WDR-Sendung zeigte uns jedoch kein verwegen aussehender Schäfer, sondern diese
junge Frau, welche Kommandos ihre Hunde beherrschen. Sie ist übrigens erst vor zwei Jahren von
Deutschland (wo sie Bürokauffrau war, aber auch schon mit Hunden gearbeitet hat) auf die Grüne Insel
gekommen - ursprünglich mit dem Plan, für ein Jahr zu bleiben. Inzwischen hat sie ein Häuschen
gemietet und wirkt nicht so, als würde sie bald wieder wegwollen.


Toll, wie flott die Border Collies die Herde zusammentreiben - oder auch trennen, je nach Kommando... Hier 
sind drei Hunde am Werk (links, mittig, rechts) - der dritte macht tatsächlich nur zum Spaß mit!


Anschließend gab es eine Schafschur-Vorführung. Die Schafe sind davon zwar nicht begeistert,
aber die Scherer arbeiten dermaßen schnell, dass das Schaf kaum dazu kommt, "Mäh" oder "Bäh"
zu sagen - und schon steht es nackend da, glotzt desorientiert (um nicht zu sagen "ein bisserl
doof" :o)) und bekommt das rote K als Kissane-Erkennungszeichen aufgestempelt.

Am Schluss habe ich dann doch noch ein Schaf adoptiert, allerdings eines, das nicht blökt
und auch kein Gras frisst, sondern eines, das einfach nur gemütlich auf dem Sofa herumlümmelt.
Ihr seht es in der linken unteren Ecke der nächsten Collage. Mittlerweile ist das hübsche weiche
Lämmlein bei meiner Tochter eingezogen ... und lümmelt dort herum.




Nach dieser Vorführung ging es wieder nach Kenmare, wo wir uns im
 P.F. McCarthy's Restaurant ein spätes Mittagessen oder ein frühes Nachtmahl gönnten. Ich habe
mir ein mit Pie-Teig überbackenes Eintopfgericht ausgesucht - und ihr dürft raten, welche Beilage
es dazu gab. (Stimmt! Natürlich mal wieder Pommes Frittes, was sonst!?! *lol* Aber immerhin
auch einen feinen gemischten Salat ;o))

Wie in der folgenden Collage unschwer zu erkennen ist, fand sich im Laufe dieses Tages auch
noch ein weiteres streichelfreudiges Tierchen - diesmal eine hübsch Katze, die uns in der Nähe
der Ortschaft Glengarriff begegnete - und zwar bei The Ewe Experience. Es handelt sich dabei
um ein sehr interessantes und witziges Ausstellungsprojekt, einen interaktiven Skulpturengarten
mitten im Wald, angelegt von einem engagierten und naturverbundenen Künstlerehepaar. Hier
wird man eingeladen, sich zum Spielen, Wandern, Musizieren, Schauen und Nachdenken verführen
zu lassen - wenn ihr mehr über den Garten und seine Wasserfälle erfahren oder mehr Fotos sehen
wollt, klickt bitte auf den obigen Link!


Fotoquelle Fassade von McCarthy's Restaurant KLICK, Rest Herr und Frau Rostrose


Das letzte Highlight des 7. Tages erwartete uns frühabends in der Ortschaft Glengarriff.
Der Tipp kam von Markus, dem Mann meiner Blogfreundin Eliane. (Ich habe euch die beiden in
diesem Post vorgestellt.) Markus meinte, wenn wir typisch irische Musik ohne touristischen
Hintergrund hören wollten, wäre dort die geeignete Gelegenheit, zumal in Glengarriff gerade 
ein Musikfestival stattfand und es in dessen Umfeld häufiger zu spontanen Sessions
in und um die örtlichen Pubs kommt.

Und tatsächlich konnten wir eine solche Session ganz hautnah miterleben - richtig faszinierend, 
zu beobachten, wie einer der Musiker eine Melodie vorgibt, die anderen nach und nach darauf 
einsteigen oder ihren Platz räumen für andere, die mit ihren Instrumenten bereits im Publikum sitzen 
oder von anderswo dazustoßen - wir hatten großen Spaß daran, hier ein Teil davon zu sein, wenn 
auch (zum Glück für alle anderen Anwesenden ;o)) nur ein zuhörender Teil! Unten habe ich euch ein
ganz kurzes Filmchen eingefügt, das Edi mit seinem Fotoapparat aufgenommen hat, damit ihr
euch wenigstens ungefähr vorstellen könnt, wie es dort geklungen hat (auch wenn man damit
die Stimmung leider nicht wirklich einfangen kann...)




Glengarriff - Pubmusik auf der Straße



Ich hoffe, es hat euch auch heute wieder Spaß gemacht, mit uns mitzureisen! Im nächsten Kapitel
geht's dann über den Ring of Kerry nach Limerick! Aber zuerst mal müssen noch ein paar andere
Dinge erzählt und gezeigt und außerdem zur Monatsmitte wieder Lachfalten gerettet werden - ich
bin euch ja noch den zweiten Teil meiner Hamburg-Schilderungen schuldig... :o))


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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Dienstag, 6. Oktober 2015

Irland vor 20 Jahren (zweite Woche)

Hello, Ihr Lieben -
die Zeitreise geht weiter!
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In meinem Rettet-die-Lachfalten-Posting #9 habe ich euch über meine erste Irlandreise 
erzählt, die ich vor zwanzig Jahren gemeinsam mit meiner Freundin Anita und unseren beiden 
Töchtern unternommen habe. Um es nicht noch länger werden zu lassen, zeigte ich euch nur 
die Fotos der ersten Woche dieser Reise. Heute geht es mit der zweiten Woche weiter!  
(HIER kommt ihr zum ersten Teil dieses Berichts.)


Nach einer Übernachtung in Adare besuchten wir auch gleich den nahegelegenen Celtic Park.
Und die nächste hübsche Ortschaft, die wir anvisierten, war Dingle (auf der gleichnamigen 
Halbinsel), weil wir gehört hatten, dass es dort einen freundlichen Delfin namens Fungi gibt.

Der Harfenspieler Steve Coulter, von dem Anita und ich zwei CDs kauften, und die Boostour bei
Dingle, bei der wir Fungi begegneten und Jana mit einem netten Knaben flirtete ;o)) Übrigens kann
man den inzwischen schon relativ betagten Fungi nach wie vor bei Dingle antreffen...

Warum erzähle ich euch überhaupt von diesem lang zurückliegenden Urlaub? Zum einen natürlich,
um euch gewisse Orte sehen zu lassen, die in Irland ebenfalls einen Besuch wert sind, aber die Herr 
Rostrose und ich heuer nicht besucht haben und die daher in meinem aktuellen Irland-Reisebericht  
fehlen. Und ihr werdet sehen, dass es in meinen 1995er-Reiseerinnerungen auch B&B-Tipps gibt, die 
ihr für aktuelle Irland-Reisen noch gut brauchen könnt.


Außerdem schwelge ich mit Leidenschaft in Reiseerinnerungen - in älteren und neueren. Ich 
habe immer schon gern Alben mit meinen Urlaubsfotos und anderen Erinnerungen beklebt (Tickets, 
getrocknete Blüten ...) und ich blättere darin mit großer Freude und Häufigkeit. (Mittlerweile klebe 
ich nicht mehr, sondern gestalte Fotobücher, die finde ich noch schöner, weil ich darin die Bildgröße
 bestimmen kann und vieeel mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten habe!) Dadurch bin ich in der Lage,
 die Gefühle von einst noch einmal nachzuempfinden. Und bei diesen Gefühlen handelt es sich zu 
einem großen Prozentsatz um GLÜCKSgefühle. So betrachtet gestalte ich meine Reiseberichte 
also aus reinem Eigennutzen - aber ich denke mir, ihr habt ja auch etwas davon ;o) 


An Irlands berühmtester Küstenstraße - dem Ring of Kerry - spielten die Kinder während einer Pause 
mal wieder beim Wasser und suchten Steine - und wie so oft spielten ein paar nette Hunde gleich mit :o))  
Die Kutschfahrt unternahmen wir von der Ortschaft Caherdaniel aus in Richtung Killarney Nationalpark.
Das Pferd hieß Dolly - es war wegen seiner breiten Hüften nach der Countrysängerin Dolly Parton benannt
worden, wie uns der Kutscher erklärte ;o))
Die Kutschfahrt führte uns zum Muckross-House, wo wir aber lieber die seltene Sonnenwärme im 
wunderschönen, mit riesigen Rhododendren bewachsenen Park genossen als das Herrenhaus zu 
besichtigen. Auch heuer sind wir übrigens wieder per Kutsche zum Muckross House gefahren - und
abermals waren wir nicht drin ...
Könnt ihr euch noch an mein Irland-Kapitel mit dem Rock of Cashel erinnern? Hier waren
wir 1995 auch - allerdings fanden die Kinder die Hundebabies, die es damals dort gab, um
einiges interessanter als die "alten Steine". Reisen mit Kindern ist anders als ohne - aber beides
kann auf seine Art und Weise wunderschön sein, wenn man sich darauf einlässt.


Unter anderem erzähle ich euch das alles aber auch, weil ich euch zeigen will, dass man (ernst gemeinte) 
Reiseträume nicht unerfüllt lassen sollte. Natürlich weiß ich, dass es Menschen gibt, die nicht gern reisen, und 
das ist okay - dann sollten sie es auch nicht tun, denn es würde sie vermutlich weder glücklich noch zufrieden
 machen. Und ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die am allerliebsten Cluburlaube buchen, weil sie sich 
auf diese Weise am wohlsten fühlen. Auch das ist in Ordnung. Für jeden Menschen gibt es andere Wege, 
um sich wohl zu fühlen in seinem Leben. Doch ich lese oder höre oft: "Wenn ich mehr Geld hätte (oder 
einen Partner, der alles mit mir gemeinsam unternimmt), würde ich das und das tun oder dort und 
dort hinreisen." ... oder "wenn mein Kind älter ist, werden wir wieder mit den (ungeliebten) 
Cluburlauben aufhören..."



Abends fanden wir dann Unterkunft auf einer riesigen Schaffarm im Herrenhausstil - wenn ich mich nicht 
irre, war das dieses immer noch existierende (und hoch gelobte) B&B - es war toll, mit dem Blöken der 
Schafe einzuschlafen und am nächsten Morgen wieder damit aufzuwachen! Nächste Station: Wexford,
wo wir u.a. diesem Gaukler zusahen.


Diesem "Hättiwari" *) möchte ich zum Zwecke der Lachfaltenrettung gern etwas entgegensetzen. 
 Meiner Erfahrung nach gibt es nämlich kaum etwas Glücksfeindlicheres, als der Erfüllung von 
Träumen stets irgend ein geseufztes "Ach, hätte ich doch nur ..." (... mehr Geld, mehr Zeit, weniger 
Verpflichtungen ...) in den Weg zu stellen... oder sie immer auf ein Später zu verschieben, das 
womöglich niemals kommt...

*) "Hättiwari" heißt ins Hochdeutsche übersetzt "Hätte ich, wäre ich" ;o))

 Ich möchte nicht behaupten, dass es mir absolut nicht passieren kann, gewisse erträumte Dinge 
unterlassen zu haben. Auch ich muss "zwischendurch mal arbeiten", auch mir sind da und dort 
Grenzen gesetzt... finanzielle, zeitliche, wir können nicht dauernd unsere Katzen, unseren Garten, 
unser Haus allein lassen, Herr Rostrose steht zuweilen auf andere Ziele als ich ...Vielleicht werde 
ich z.B. niemals nach Feuerland *) kommen [und dort will ich immerhin schon hin, seit in den 
1980ern im Ö3-Radio eine LP von Dario Domingues ‎vorgestellt wurde, die die Geschichte von 
Feuerland-Indianern auf musikalische Weise erzählt (Die Reise Der Yahgan Ist Zu Ende)].  
Vielleicht komme ich aber doch hin - weil's gerade passt, weil der Wunsch übermächtig wird,
weil eine Freundin mich fragt, ob ich mit ihr nach Feuerland möchte ... - schauen wir mal,
was passiert ;o) Wenn ich mir manche Träume (noch) nicht erfülle, dann liegt's jedenfalls bloß 
daran, weil ich damit beschäftigt bin, an der Erfüllung anderer Träume zu arbeiten, bei denen 
das im Augenblick leichter geht ;o)) 

*)  Was diese ferne Region an der Südspitze Südamerikas betrifft, konnte ich mir in den 1980ern fürs erste jedoch so 
behelfen, dass ich mir einfach die Schallplatte kaufte, sie ein paar Jahre lang voller Leidenschaft rauf- und runterspielte - 
und damit wohl alle meine Freunde auf eine harte Geduldsprobe stellte. Sie haben es überlebt - und mir taten die akustischen 
Kurztrips nach Feuerland gut... ;o)) Inzwischen habe ich die LP schon lange nicht mehr gespielt - diese Musik ist längst in 
mir...


Weiter ging's Foulksmills zum Horetown House, das ebenfalls noch immer ein B&B ist. Ich weiß nicht
ob man dort auch heute noch reiten kann. Es wurde uns von Janas Irland-liebender Kinderärztin empfohlen und 
Jana sowie Natascha machten dort ihre ersten tollen Erfahrungen auf Pferderücken. Die nächste B&B-Farm 
mit den süßen Schafen gab's dann in Laragh :o) Hier spielten die Kinder mit Erde "Pizza-Bäcker" ;o)


Ich erzähle euch das alles also auch, weil ich finde, dass niemand mit unerfüllten Herzenswünschen 
durchs Leben laufen sollte, wenn sie auch nur annähernd eine Chance auf Machbarkeit haben - und 
weil ich mit Sicherheit weiß, dass man sich Reiseträume selbst dann erfüllen kann, wenn man kleine 
Kinder hat, wenn gerade kein Partner für eine Reise zur Verfügung steht oder wenn man keine 
Unmengen von Geld besitzt... 

Vielleicht macht das ja der (bzw. dem) einen oder anderen von euch Mut - so wie mir einst das 
Beispiel meiner Eltern Mut machte, die als junges Paar mit dem Zelt und einer Beiwagenmaschine
 (in der das gesamte Reisegepäck und auch mein damals noch kleiner Bruder untergebracht waren),
 nicht nur durch Österreich, sondern auch durch Deutschland, Frankreich, Italien, die Schweiz, das 
einstige Jugoslawien usw. gereist sind. Und das zuweilen mit so wenig Geld, dass es mal an einem 
letzten Urlaubstag nur noch Paprikaschoten mit Zucker zu essen gab (eine Geschichte, die sie mir 
immer wieder fröhlich lachend erzählt haben ;o) - wer gerne mehr über meine abenteuerlustigen 
Eltern lesen oder alte Fotos von ihnen sehen will, klickt einfach HIER ) 


Nach unserer dortigen letzten Farmhouse-Nacht ging's über Glendalough nach Dublin. Übrigens war 
auch damals (16.6.1995) gerade Bloomsday (und wir bekamen sogar ein Info-Prospekt in die Hand 
gedrückt), aber über dieses Fest zu Ehren von James Joyces Roman wusste ich seinerzeit noch nichts.
Dublins Großstadttrubel nervte uns mit den Kindern eher, und den 17.6. verbrachten wir daher im 
Zoo von Dublin und der dortigen riesigen Parkanlage. Auf den letzten beiden Fotos seht ihr Jana am
Flughafen beim Zeichnen ...  und im Flieger - zu dem Foto schrieb ich ins Fotoalbum "Auf Wiedersehen,
Irland!" - und wie ihr inzwischen wisst, war das mit dem "Wiedersehen" ernst gemeint!


Kurz nach der Rückkehr von unserem "Mädels-Irland-Urlaub 1995" brach dann Edi mit einem 
befreundeten Pärchen für vier Wochen nach Australien auf. (Warum das so war, ist in TEIL 1
  nachzulesen.) Mag sein, dass dies eine gewisse Prüfung für die Anfangszeit einer Beziehung ist, 
aber man sieht ja, dass wir die Prüfung recht gut bestanden haben ;o)) 

Eines schönen Tages werde ich hoffentlich auch noch nach Australien kommen - aber ich habe es 
keinen Moment bedauert, dass Jana und ich stattdessen vor 20 Jahren mit Anita und Natascha auf 
der schönen Grünen Insel waren! 

Diesen Beitrag verlinke ich natürlich auch bei der Lachfalten-Rettung - und ich hoffe, ihr rettet 
eifrig mit! Hier könnt ihr euch Tipps holen und die Spielregeln durchlesen! Außerdem verlinke 
ich diesen Beitrag abermals mit Susi Zaunwickes Guckloch in die Vergangenheit ! Und weil Jana 
immer so süße Käppis trug, verlinke ich das auch noch bei Sunnys Um Kopf und Kragen ;o))
Wenn ihr zu meinem Reisebericht über die aktuelle Irlandreise wollt, klickt einfach

Nun danke ich euch noch herzlich für all eure lieben Zeilen zu meinem Post über
unser Wochenende samt tollem Bloggertreffen in Hamburg und für eure Besserungswünsche:
Die Ruhe & Erholung, die Erkältungsbäder und heruntergeschraubten Verpflichtungen tun 
mir gut, aber ein paar Tage für mich brauche ich wohl noch!


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Ganz herzliche Rostrosengrüße und 
Küschelbüschel von der 
Traude
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1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
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Donnerstag, 1. Oktober 2015

(Keine) graue(n) Mäuse in Hamburg Teil 1 - Bloggertreffen, Gewinn-Übergabe und viel Spaß!


♥♥♥ Servus ihr lieben ♥♥♥
♥♥♥ neuen und treuen LeserInnen! ♥♥♥
♥♥♥

 Blick auf die Hamburger Elbphilharmonie durch eine Plastik des Künstlers Richard Deacon


Falls ihr euch fragt, warum in letzter Zeit so viele Irland-Reiseberichts-Kapitel erschienen sind, wo ich doch neulich
in diesem Post geschrieben habe, dass ich mich müde und geschlaucht fühle, und warum ich andererseits beim 
Kommentare schreiben nicht ganz so fleißig war, wie ihr das vielleicht von mir gewohnt seid, dann bekommt ihr 
hier und heute die Antwort darauf: 

Meine Reiseberichte habe ich bereits im Sommer vorzubereiten begonnen - z.B. an Wochenenden und Tagen, 
wo ich mir frei genommen hatte, um mich nicht öfter als unbedingt nötig bei 35 bis 40 Graden ins Büro schleppen 
zu müssen. Andere nützen solche freie Tage vielleicht, um ins Freibad zu gehen - für mich ist das jedoch keine 
Erholung: Menschenmassen im Wasser und an Land, Drängeleien vor Eis- und Pommes-Buden, kaum Schatten,
 eine nervige Geräuschkulisse - das habe ich mir heuer nur zweimal (meiner Tochter zuliebe) "gegönnt". Ich zog 
mich lieber in mein Zimmer zurück, Vorhänge zu, Klamotten aus, Ventilator an - und dann wurden Irland-Collagen 
gebastelt und Blogtexte geschrieben. Davon zehre ich jetzt also. Und ich freue mich sehr über all eure lieben Zeilen
zu meinen Irland-Schilderungen - zuletzt zur schönen Blumeninsel Garinish Island mit den süßen Robben!
Bald ist es aber vorbei mit den vorbereiteten Texten...


Spaziergang durch den Alten Elbtunnel von den St. Pauli-Landungsbrücken nach Steinwerder
 

Gegen Ende August, Anfang September fing ich mich ausgelaugt zu fühlen an. Die Shiatsu-Masseurin, zu der
ich alle paar Wochen mal gehe, meinte dazu: "Etwas nagt am Holz." Soll heißen: Mein Körper und meine Seele
hatten zuletzt (auch aufgrund der Hitze des heurigen Sommers) zu wenig Sport und zu wenig echte Entspannung
bekommen und ich spürte daher an bestimmten Druckpunkten, die lt. der Masseurin dem Element Holz zuzu-
ordnen wären, einen ziemlich ausgeprägten Schmerz. Um das am Holz nagende Feuer (Unter-Volldampf-Stehen,
Stress, Übereifer ...) ein wenig abzudämpfen, meinte die Shiatsu-Dame, müsse ich das Element Wasser stärken. 
Also mir Ruhe gönnen. (Eine Andere Möglichkeit, um zu viel Feuer zu schwächen, ist "Dampf ablassen" - also
sporteln, tanzen etc. Aber bei mir war's jetzt offenbar vorrangig Erholung, nach der mein Körper lechzte.) 


Plastiken von Niki de Saint Phalle und Salvador Dali vor dem Stage-Musicaltheater auf der Elbinsel Steinwerder


Und das nahm ich mir auch fest vor. Ich spürte ohnehin schon, dass mein Körper sich bald durch "Krankwerden" 
selber zu helfen beabsichtigte, ein paar Anzeichen gab es bereits. Nur eine Sache wollte ich vorher noch unbedingt 
so gesund und munter wie möglich genießen können: Denn Herr Rostrose und ich hatten für Ende September ein 
verlängertes Wochenende in Hamburg gebucht - erfreulicherweise ist ja auch das ein Ort, an dem das "Element 
Wasser" nicht zu kurz kommt. Ich sage nur Elbe, Alster, Hafenstimmung ... ;o))) Und in der Hansestadt standen 
auch ein paar nette Bloggerwelt-Begegnungen an. Also wollte ich unbedingt durchhalten und gesund bleiben,
 bis und während wir in Hamburg waren. Ob das geklappt hat, wollt ihr wissen? Schaut doch einfach selbst!


 



Hier oben seht ihr mich schon zusammen mit Ines Meyrose und ihrem süßen Hund Paul auf der Magellan-
Terrasse - im Hintergrund "Hamburgs neues Wahrzeichen", das umstrittene Elbphilharmonie-Gebäude
(dem ich, auch wenn ich sonst das Alte eher schätze, doch eine gewisse "Fotografen-freundliche" Ästhetik
zugestehen möchte). Von Ines wußte ich, dass sie in Hamburg lebt, also fragte ich sie vor der Reise, was sie
von einem Treffen hält und ob sie auch gleich Lust auf ein Shooting für das nächste Thema ihrer Blogaktion
Modejahr 2015
hat - im Oktober geht es bei ihr nämlich darum, unsere "Graue-Maus-Outfits" zu zeigen - was aber natürlich
nicht ganz wörtlich zu nehmen ist. Vielmehr sollen in dem Outfit Farben wie Taupe (= Maulwurfsgraubraun),
Grau und andere graustichige Töne wie z.B. Mauve eine Rolle spielen. Es war also kein Zufall, dass sowohl
Ines als auch ich uns für das Treffen in Taupe gehüllt hatten :o). Und auch Paule passte prima ins Farb-Bild!





Der kleine süße Kerl auf dem oberen Foto ist eher maulwurfsbärenbraun als maulwurfsgrau, aber dafür ist
er trotz seines noch recht jugendlichen Alters schon ziemlich reisefreudig: Denn als ich bei "Dino-Bären"-Sabine
las, dass der entzückende, nur 11 cm große, von ihr liebevoll genähte Bär Aljoscha ein neues Zuhause sucht, habe
ich nicht lange gezögert und bei ihrem Giveaway mitgespielt. Und zwar ungeachtet der Tatsache, dass diese Verlosung
 nur für Leute mit Deutscher Adresse war. Ich dachte mir, wahrscheinlich gewinne ich eh nicht und wenn doch,
dann bin ich Ende September ja sowieso in Deutschland, da organisiere ich mir dann halt einfach was… Naja,
"typisch ich", kann man da nur sagen! ;o)


 


 Als ich Aljoscha dann tatsächlich gewann, fiel ich fast vom Stuhl. Etwas kleinlaut fragte ich bei Ines an, ob
Sabine den Bären an sie schicken darf - und sie durfte! Danke nochmals, liebe Ines, dass du mich Chaotin
dadurch unterstützt und mir Aljoscha zu unserem Treffen mitgebracht hast - und Danke an Sabine für den
supersüßen Bären und all die hübschen "Beigaben", die ich euch ein andermal noch näher zeigen möchte. (Ich
habe ja noch mehr gewonnen in letzter Zeit, nur ist leider noch nicht alles bei mir angekommen...)  So reiste
das Bärli mit dem herzigen Wackelkopf also bereits in seinen jungen Jahren von Rheinlandpfalz nach Hamburg
und von dort dann in sein neues österreichisches Zuhause in Rostrosenhausen!


Die schöne Tasche, die Ines hier trägt, gibt's übrigens auf ihrem Blog in verschiedenen tollen Farben zu gewinnen > KLICK
Mit Sonnenbrille, Kamera um den Hals und Leotuch geht's auch zu Sunnys Um Kopf und Kragen



Bei dem Treffen in Hamburg kamen allerdings nicht nur Ines, ihr Mann, ihr Hund, der Bär, Herr Rostrose und
ich zusammen - denn die liebe Ines hatte auch noch zwei weitere "Mädels" aus der Ü-30-Bloggerszene zu
einem Hamburg-Besuch überreden können - und zwar Sabine vom Blog Bling Bling Over 50, von der auch
das gekennzeichnete Foto in der oberen Collage stammt und die zwischen Kiel und Hamburg ziemliche
Bahnprobleme hatte, sowie Bärbel vom Blog Ü 50, die extra aus Berlin zu dem Treffen angereist kam! Ihr
Lieben, ich freue mich so sehr, dass ich euch endlich mal persönlich kennengelernt habe - es war total schön
und lustig mit euch!





 
Hier oben gibt es einmal ein Foto mit uns vieren plus Paule zu sehen, aber weil es an diesem Tag so viele
witzige Aktionen gab und ich euch die dabei entstandenen Aufnahmen nicht unterschlagen will, wird es noch
einen zweiten Teil zu unserem Bloggertreffen geben. Vielleicht mach ich sogar ein "Rettet die Lachfalte"-Posting
daraus, mal sehen. Lachfalten wurden an diesem Tag jedenfalls ordentlich gerettet, weshalb ich diesen Post hier
schon mal bei "RDL #9" verlinke. Und bei der Gelegenheit danke ich allen Lachfaltenrettungs-AktivistInnen
auch nochmal ganz, ganz herzlich für eure Beiträge! Ihr seid SUPER!
 

Außerdem verlinke ich das Posting natürlich bei Ines' Modejahr 2015 und beim Freitagsoutfit von Tina! Sodale,
und jetzt kümmere ich mich wieder darum, dass mein angenagtes altes "Holz" Ruhe bekommt und mein kratziger
Hals einen Ingwer-Zitronentee! (Denn natürlich hat mein Körper sofort nach der Hamburg-Reise beschlossen,
dass JETZT Schluss sein muss mit "durchhalten" und sich einen veritablen grippalen Infekt zugelegt. Ich finde,
das ist vollkommen in Ordnung, jetzt darf er mal etwas rasten!)


Abendstimmung im Hamburger Hafen und die Aufschrift auf einem alten Fass... Aber keine Sorge, Frau "Rusty Rose" 
lässt sich auf Dauer nicht stoppen ;o)))



Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie Sabine Gimm
♥♥♥
Einen schönen goldenen Oktober wünsch' ich euch allen!!!
♥♥♥

♥♥♥ Herzliche virtuelle und somit bazillenfreie Rostrosen-Küschelbüschel ♥♥♥
schickt euch
die Traude
♥♥♥
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +