Dienstag, 22. November 2011

Fachwerk und Feinschmeck - Elsass Teil 3

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Salut, Servus und Hallo, Ihr Lieben!
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Vielen lieben Dank für all eure lieben Kommentare zu meiner "Katzen-Fotostory" und eure aufmunternden Worte an Maxwell ;o)  Ich denke, er wird weiter am Ball bleiben! Er hat sich sogar den Rat zu Herzen genommen, Nina mal eine Maus mitzubringen. (Leider meinte Nina, die wäre ein "Mitbringsel" für uns und nicht für sie - weshalb wir die mausetote Maus dann "entsorgen" mussten...) :o(

Da will ich euch doch lieber ein viel, viiiiieeeel erfreulicheres Mitbringsel zeigen:
Mmmmmmmmmmacarons aus dem Elsass :o)


...- entdeckt und gekauft in der wunderschönen Stadt
Colmar!

Doch Colmar hat nicht bloß Leckereien zu bieten, sondern noch sehr viel anderes, schaut mal:
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Das historische Stadtbild Colmars wird von den Kanälen im Viertel Krutenau
(oft auch Petite Venise, also Klein-Venedig genannt)
und Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern geprägt.
Auf dem Foto seht ihr den Kai Poissonerie
am Fluss Lauch und rechts die attraktive Markthalle.

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Ein Blick in die Altstadt - und hinauf zum blauen Himmel:
Ach seufz, welch traumhaftes Wetter wir Ende September noch hatten!
Falls es bei euch zur Zeit auch so kalt ist wie bei uns, dann wärmt euch
doch einfach mit mir gemeinsam an diesen Bildern :o)
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Auf Schritt und Tritt wird man hier 
mit Geschichte konfrontiert.

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So zum Beispiel auch beim Geburtshaus von Auguste Bartholdi (1834-1904), 
 dem Schöpfer der Freiheitsstatue in New York:
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Zum Beispiel wurde der Fontaine Schwendi von Bartholdi
errichtet (im Jahr 1898) - zu Ehren von Lazarus von Schwendi 
(einem Staatsmann und General unter drei Kaisern im 16. Jahrhundert,
der u.a. den Weinbau im Elsass förderte).
Die Statue von Martin Schongauer (Bild unten)
ist ebenfalls ein Werk von Frédéric-Auguste Bartholdi.
Sie steht beim Musée d’Unterlinden.

Und hier eine noch etwas ältere Geschichte:
Mehr als hundert (Neid-)Köpfe schmücken die Fassade 
des Maison des Têtes (erbaut im Jahr 1530) - 
wie auch bei diesem Haus in Straßburg sollten die Köpfe 
böse Einflüsse von den Bewohnern abhalten.

Das Martinsmünster zu Colmar
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Ganz besonders angetan haben es mir auch die alten (oder im alten Stil gehaltenen) Ladenschilder und Hauszeichen.
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Dieses Fachwerkhaus mit der hölzernen Eckfigur stammt aus dem Jahr 1419! Was es wohl alles schon erlebt hat?

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Das Lokal auf dem Foto unten ist bestimmt nicht ganz so alt,
verzaubert jedoch mit nostalgischem Charme: 
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Blick auf die Lauch und das Romantik-Hotel Le Maréchal
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Was hier so lecker aussieht, ist nicht wirklich genießbar - es handelt sich bei diesen "Torten" nämlich um Seifen!

Aber diese Patés und Tartes (bwz. Tourtes) sind alle echt:
 
Und diese verführerischen Köstlichkeiten ebenfalls! In diesem Laden haben wir übrigens auch unsere süßen "Mitbringsel" erstanden - :o) ihr wisst schon:
Leider sind sie mittlerweile bis zum letzten Krümelchen verputzt...
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Ja, und hier seht ihr mal wieder Herrn und Frau Rostrose...
Wie euch vielleicht auffällt, strahlt Frau Rostrose übers ganze Gesicht, während der Rostroserich etwas erschöpft dreinschaut.

 Ich mutmaße, dass seine Erschöpfung nicht nur mit dem
ausgedehnen Stadtbummel durch Colmar zusammenhängt,
sondern auch mit dem Inhalt des Sackerls (der Einkaufstüte)
in seinen Händen. Denn wenn ihr genau hinseht, stammt
dieses Sackerl von Maisons du Monde und ist somit voll mit
Teilen jener Beute, die ich euch
hier und hier bereits gezeigt habe *ggg*.
Ja, so etwas kann selbst die stärksten Männer umhauen ;o)
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Ich hoffe, euch hat der Spaziergang durch Colmar
Spaß gemacht! Unsere nächste Etappe führt uns demnächst
in die Vogesen, eine traumhafte Berglandschaft,
in der hübsche Kühe hausen :o)
- also bleibt dran, ihr Lieben!
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Ganz herzliche Grüße und viele Küschelbüschel
eure rostrosige Traude

Freitag, 11. November 2011

Katzen im November-Garten

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Servus Ihr Lieben!

Heute geht's mal nicht weiter mit meinen Elsass-Schilderungen
denn ich möchte euch diesmal gern etwas anderes zeigen.
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 Der hintere Teil unseres Gartens wird von unseren Katzen gern zum Meditieren genützt - und zwar zu jeder Jahreszeit, also auch jetzt, im November:


Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn wir haben den Bereich jenseits des Rosenbogens 
als "Ort der Stille und inneren Einkehr" angelegt. 
Es gibt dort einen Pavillon, einen (winzig)kleinen Teich, 
ein ruhig gelegenes Wildbienenhotel, mehrere Sitzplätze ...


... und ein paar gemütliche steinerne Herren, die uns vorzeigen, wie das mit der inneren Einkehr funktioniert:

Es ist ihnen völlig egal, ob sie in einem Laubhaufen sitzen oder nicht!

„Tant qu'on laisse faire la nature“ 
(„Man lasse die Natur machen“)
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   Pierre Le Pesant de Boisguilbert, 1707

Nicht dass ihr jetzt glaubt, es würde im vorderen Bereich unseres Gartens hektisch zugehen. 
Hier herrscht nur ein etwas weniger "asiatischer" Stil vor. Eher ein bisschen Landhaus, ein bisschen Romantik und (wie überall in Rostrosenhausen) ein Gutteil "gebändigter Laissez-faire-Stil"...

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Wie schön, dass immer noch Löwenmäulchen blühen! (Das Foto stammt von heute Vormittag!)
So sieht zur Zeit unsere Terrassenanrichte aus... (nachdem ich Unmengen von braunem Laub entfernt habe - das meine ich mit "gebändigtem" Laissez-faire: Ab und zu dann halt doch durchgreifen - aber nicht zu sehr... ;o))
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 Ja, aber hinten, bei den steinernen Herren, geht es wie gesagt um eher geistige Dinge. 
Man spürt die herbstliche Sonne, gepaart mit leichter Kühle,
geht in sich, genießt die Stille, 
läßt die Vergangenheit Revue passieren, ergeht sich in Zukunftsträumen 
oder befindet sich ganz im HIER und JETZT ...
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Zwischendurch stellt sich die Frage, ob unter Buddhas Knien eine Maus hervorkommen könnte...
... oder es tauchen andere Fragen aus dem 
zwischenmenschlichen zwischen-katzischen Bereich auf.
Maxell weiß z.B. nie, woran er bei Nina ist: Darf er sich in ihre Nähe trauen - oder wird er von ihr mit einer Ohrfeige "begrüßt"??? 


Die Chancen stehen 80:20 für die Ohrfeige - aber wer weiß, ... wenn Nina sich in einer Phase buddhistischen Gleichmutes befindet ...???
Naja, so weit ist es mit dem Gleichmut wohl doch nicht her...

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Nina blickt skeptisch drein, aber nicht unfreundlich,
Maxwell ist hin- und hergerissen zwischen Draufgängertum und Vorsicht.


Zu guter Letzt beschließt Mäx dann doch, besser die Flucht zu ergreifen - und Nina blickt ihm betropetzt hinterdrein: Sie hat ihm ja gar nichts getan!
Trotzdem: Nach all der Aufregung braucht Maxwell einen Beruhigungs-Trunk.
 

Dabei kommt ihm die Idee, dass es ihm vielleicht an Atemfrische gemangelt haben könnte ...

... und begibt sich auf die Suche nach etwas Katzenminze!
Was ist? - Darf ich jetzt endlich wieder in aller Ruhe weiter meditieren???
Alles klar, Baby - ich geh' jetzt. Aber glaube mir, beim nächsten Mal wirst du mir nicht so leicht widerstehen können!!!

Tja, ihr Lieben, wir werden ja sehen, ob Maxwell beim nächsten Mal mehr Erfolg beschieden ist. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Aber vorerst wünsche ich euch einen schönen Martini-Tag und ein wunderschönes, herbstsonniges Wochenende! 
(Und ich hoffe, dass ich an den kommenden Tagen auch endlich mal wieder zu einer ausführlicheren Blogrunde komme! In diesem Sinne:)
 
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Alles Liebe und bis bald, 
eure rostrosige Traude
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Samstag, 5. November 2011

Fachwerk und Feinschmeck - Elsass Teil 2

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Ein Zeichen höchster Handwerkskunst - das Hauptportal des Straßburger Münsters (Liebfrauenmünster / frz. Cathédrale Notre-Dame)
Servus und Salut, Ihr Lieben!

 Ich freue mich sehr, dass ihr Spaß daran hattet, mich durch Straßburg /Strasbourg zu begleiten - herzlichen Dank für eure so lieben Kommentare!
Wollt Ihr noch ein bisschen mehr von dieser schönen Stadt sehen? Es gibt hier ja sooo viele wunderbare Ecken (und Rundungen ;o)) zu entdecken, dass ich kaum aufhören kann, sie euch zu zeigen!
Überall sieht man hier solche schönen nostalgischen Hauszeichen /  Der Drachenkopf ist ein Detail an der Fassade des Liebfrauenmünsters
Bei dieser "Pfifferbriader"-Tafel musste ich an den "Rattenfänger von Hameln" denken...
Straßburgs Gassen und Straßen werden mit Schildern in zwei Sprachen bezeichnet: in Französisch und Elsässisch (auch „Elsässerdeutsch" genannt - manchmal erinnert mich das Elsässische allerdings ans Wienerische, z.B. beim obigen Pfifferbriader-Schild: "Briader" ist auch im Wiener Dialekt das Wort für "Brüder", statt "Gässel" sagt man bei uns "Gasserl" usw.)
Das süße Kätzchen saß auf einem Fensterbrett, genoss die traumhaft warme Herbstsonne und beobachtete uns neugierig

Ein berühmter Sohn Deutschlands verbrachte viele Jahre in Straßburg und bekam daher ein Denkmal gesetzt: Johannes Gutenberg, ca. 1400-1468, der als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern und der Druckerpresse gilt

Etwas, das ich bisher nur aus den USA kannte: ein ganzjähriger Weihnachts-Laden...
Außer schönem Fachwerk ...
... begegnet einem hier auch immer wieder beeindruckende Steinmetzkunst.


Ebenfalls beeindruckend: Am Straßburger Münster soll zu Beginn des 14. Jahrhunderts auch ein weiblicher Steinmetz tätig gewesen sein: die Steinmetzin Sabina von Steinbach


Solltet ihr jetzt noch immer nicht "genug" von Straßburg haben, besucht doch mal
Christine auf ihrem schönen Blog Casafiore - hier und hier sind ihre beiden sehenswerten Straßburg-Beiträge :o)

Von mir hingegen bekommt ihr heute bloß noch ein weiteres "Mitbringsel" zu sehen:

Und zwar meine ich hier nicht den Sekt oder die Sektgläser ... und auch nicht die Teegläser mit dem Rosenmotiv...
... sondern den köstlichen "Sirop à la rose" links im Bild - Rosenblütensirup, der sich wunderbar zum Aromatisieren von Schaumwein, Gebäck, Pudding oder anderen Leckereien eignet. Dieser Duft! Dieser Geschmack! Und er hat auch eine so prächtige Farbe! Ich entdeckte die Flasche mit dem kostbaren Inhalt in einem winzigen Geschirr-Laden - es war die einzige und ich griff sofort zu, denn hierzulande habe ich seit einem Jahr vergeblich danach gesucht...

Nun sende ich euch noch die allerherzlichsten Küschelbüschel und verabschiede mich mit lieben Grüßen bis zum nächsten Mal  - da möchte ich euch dann eine weitere traumhaft schöne Elsässische Stadt zeigen!

Bis bald, meine Lieben,
eure rostrosige Traude