Freitag, 18. April 2014

♥ Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues - Teil II

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Servus und Hallo, ... 
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... liebe neue und liebe treue Leser/innen ♥ - ich freue mich dass ihr wieder bei mir zu Besuch
seid!!! ♥♥♥
Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines etwas rätselhaft betitelten Postings, bei dem es
entgegen alle Erwartungen nicht ums Heiraten geht, sondern um eine neue Kette, uralte Sport-
schuhe und ein blaues Shirt ;o)).

Wer die Lektüre von Teil I versäumt hat und diese nun nachholen will, um sich besser
auszukennen, klickt am besten hier :o) Und alle anderen schenken - oder besser leihen - mir
hoffentlich gleich jetzt einen Teil ihrer Aufmerksamkeit... ♥ denn damit ist das Geliehene aus dem
Titel auch für diesen Teil des Postings als abgehakt zu betrachten ;o))

Die gelbe Kette, die ihr hier unten links seht, ist übrigens 
quasi "selbst gebastelt" oder zumindest selbst zusammengestellt - wie ich an sie 
gekommen bin, könnt ihr ebenfalls aus meinem vorigen Posting erfahren.




Katerchen Maxwell ernannte sich sofort selbst zum Hüter meines neuen Schmuckstückes ♥.
Doch weil ich sie euch in Kombination mit ganz besonderen Schuhen zeigen wollte, musste
ich ihm die Kette wieder heimlich entwenden. Zum Glück ist Mäx ein ziemlich ungeeigneter
Wächter - und so brauchte ich nur kurz zu warten, bis er einschlief. Dann schnappte ich mir
Schmuck, Schuhe und mein blaues Shirt - und raus ging's in den Garten, wo bereits ein paar
♥ Blümchen in passenden Gelbtönen warteten. Hier konnte ich mit meinem "Modeshooting"
in den Farben der schwedischen Flagge beginnen. 

Die schwedische Flagge hat für mich insofern Bedeutung, weil ich sie mit 14, 15 Jahren in so ziemlich jedes meiner 
Schulbücher gemalt habe. ♥ Warum? Ich war damals - und bin es heute noch - ein großer "Fan" des schwedischen
 Skirennläufers Ingemar Stenmark. Nicht nur weil er einen Wahnsinns-Stil hatte (elegant, rasant und "elastisch wie 
eine Birke in den Wäldern seiner schwedischen Heimat", wie sich seinerzeit ein Zeitungsreporter von Stenmarks 
Fahrweise zu Poesie hinreißen ließ ;o)); auch nicht nur, weil er mir optisch gefiel mit seinem schüchternen Lächeln, 
seinen Sommersprossen auf seiner Stupsnase und mit seinen langen Haxen - er hatte außerdem ein paar menschliche 
Eigenschaften, die ihn aus der breiten Masse heraushoben. ♥ Und das beeindruckte mich auch als Teenager schon. Mit 
eitlen und abgehobenen Schönlingen hatte ich nie etwas am Hut. Für alle, die nichts mit dem Skiweltcup anfangen 
können oder viel später als ich geboren worden sind: Stenmarks lange und sehr erfolgreiche aktive Zeit war von 1973 
bis 1989! Hier ein Auszug aus Wikipedia:
 "Mit insgesamt 86 Weltcup-Triumphen, die er in seiner aktiven Zeit erzielte, führt er klar die  FIS-Statistiken an." Und 
weiter: "Ingemar  Stenmark war ein Sportler von großer Fairness und zeichnete sich durch ein hohes sportliches Ethos aus 
... Als Stenmark als schwedischer Nobody im alpinen Skizirkus auftauchte, erhielt er von den renommierten Ski-Firmen keine
 Unterstützung, da man dort mit Schweden den nordischen Skilauf assoziierte und mit einem schwedischen alpinen Skiläufer
 nichts Rechtes anzufangen wusste. Lediglich in der relativ unbekannten jugoslawischen Firma Elan fand Stenmark einen 
Ausrüster. Als Dank dafür blieb Stenmark vom Anfang bis zum Ende seiner beispiellosen Karriere dieser Firma treu und 
bestritt sämtliche seiner Rennen ausschließlich auf Elan-Skiern – obwohl er millionenschwere Angebote von den anderen 
Firmen erhielt, nachdem er zum Superstar aufgestiegen war."

Vor Menschen, die so agieren, habe ich große Achtung. ♥ Ich war allerdings nie bei einer Autogramm-
stunde Stenmarks dabei, habe ihm nie "Fanpost" geschrieben - deshalb ist "Fan" wohl ein völlig 
falscher Ausdruck; ich neige nicht zu Fanatismus. Man kann sagen, ich habe ihm meine Zuneigung 
gezeigt (oder eben "still geschenkt" ♥ und nicht gezeigt), indem ich ihn nicht belagert habe, denn
ich wußte, dass ihm  - der von einem anderen poetisch inspirierten Zeitungsreporter seinerzeit "der
stille Star im Schnee" genannt wurde - so etwas ein Gräuel ist. Noch heute denke ich an jedem 18. März
"Happy birthday, Ingemar!" (denn ich bin auf meine Weise eine treue Seele ;o)) und eigentlich hätte
ich diesen Beitrag auch zu seinem Geburtstag posten sollen. Doch bei Ines' Aktion Buntes 2014 ist
 erst der April "BLAU"

Und somit widme ich dieses BLAU-GELBE Posting eben erst jetzt - rund 1 Monat nach seinem 
58. Geburtstag - nachträglich dem einzigen Skirennläufer, der mich je dazu gebracht hat, mir 
freiwillig Sportsendungen anzusehen! ;o)

[Ja, ich weiß, das klingt lustig, wenn es eine Österreicherin schreibt - denn Ösi-Land ist ja eine Nation, die durchaus selbst 
ein paar tolle Skirennläufer/innen aufzubieten hat - und es klingt wohl erst recht lustig (oder vielleicht auch seltsam ;o)), wenn 
es sich um eine Österreicherin handelt, die selber leidenschaftlich gern Ski fährt und die "im Jahre Schnee", (also vor langer,
laaanger Zeit) sogar eine Skilehrerausbildung gemacht hat und damals auch immer wieder mal bei kleinen Rennen 
mitgefahren ist - aber mich haben all die Schneller-Besser-Rasanter-Bewerbe nie wirklich interessiert. Mich hat nur die 
Magie interessiert, die Ingemar auf die Piste brachte :o)]




Was hat es nun aber mit den bereits mehrmals erwähnten Schuhen auf sich? Auch sie sind blau-gelb.
 Und ich besitze sie - haltet euch fest - seit dem Jahr 1980! Damals war ich mit einem jungen Mann 
namens Horst liiert, der wie ich in einem Skiklub trainierte (dort hatten wir einander auch kennen- 
gelernt). Und weil wir beide (mehr oder weniger)*) sportliche jungen Leute waren, aber ich keine 
"vernünftigen" Sportschuhe besaß, machte mir Horst zu meinem 19. Geburtstag ein zwar nicht sehr
romantisches, aber äußerst zweckmäßiges und freudig angenommenes Geschenk: blaue Adidas-
Schuhe mit gelben Streifen. Ob die Wahl aufgrund meiner Affinität zu Schweden auf diese Schuhe
fiel, kann ich nicht mehr genau sagen, ich vermute es aber...

*) "Mehr oder weniger" bedeutet in diesem Zusammenhang: Horst war mehr sportlich, ich weniger. Ich stammte bloß 
aus einer sportlichen Familie und ich besaß gewisse sportliche Talente. Soll heißen: Ich konnte gut Skifahren, Schwimmen 
und Radfahren. Ebenso besaß ich aber auch gewisse sportliche  Antitalente, was eine meiner Turnlehrerinnen bei einem 
meiner traditionellerweise missglückten Felgeaufschwünge (oder war es, als ich wie ein nasser Sack an den Kletterseilen 
hing?) zu der entsetzten Aussage veranlasste: "UND DAS bei DIESEM Bruder." Was wiederum damit zu tun hat, dass mein 
sportlicher Bruder, der um 14 Jahre älter ist als ich, zu dieser Zeit bereits selbst als Turnlehrer arbeitete, sich während seiner 
Studienzeit offenbar einen gewissen legendären Ruf als sportliches Multitalent erworben hatte und noch dazu - leider - ein 
Studienkollege jener Turnlehrerin gewesen ist. Tja, mal hat man eben Pech ;o)) Ich konnte dafür gut zeichnen (nicht nur 
schwedische Flaggen ;o)) und das machte mir auch viel mehr Spaß als Felgeaufschwünge oder Seilklettern.

Zurück zu Horst: Er und ich waren insgesamt zwei Jahre zusammen, haben jedoch auch heute noch ein (sporadisches) 
freundschaftliches Verhältnis zueinander;  ich war immer der Meinung, dass man nicht böse aufeinander sein muss, nur weil 
man festgestellt hat, dass man auf Dauer nicht miteinander glücklich sein würde, da gewisse Vorstellungen vom Leben zu 
weit auseinander klaffen. Herr Rostrose und ich waren z.B. zu Horsts 50. Geburtstag eingeladen, und Horst zählt auch zu 
meinen Facebook-Freunden. Ja, ich weiß, das sagt jetzt nicht sooo viel aus, aber ein bisserl vielleicht schon ;o)

Ich glaube jedoch nicht, dass er ahnt, dass ich seine Turnschuhe noch besitze. Es handelt sich
dabei auch eher um einen Zufall als um Sentimentalität. Als wir nicht mehr zusammen waren,
landeten die Schuhe nämlich als "eiserne Reserve" bei meinen Eltern, wo ich sie ab und zu
anzog, wenn wir spontan beschlossen, Tischtennis zu spielen oder Radfahren zu gehen und
ich keine andere sportliche Fußbekleidung dabei hatte. Und dort waren die Schuhe immer noch,
als wir den Haushalt meiner Mutter nach ihrer Übersiedlung ins Pensionistenheim auflösen
mussten. Wie so manches andere Erinnerungsstück landeten sie zunächst in einer Kiste in
unserem Keller. Und dann passierte zweierlei:

1) Einer meiner jüngeren Arbeitskollegen kam mit Schuhen ins Büro, die meinen alten Adidas-Tretern 
äußerst ähnlich sahen (bloß in neu und schön eben). "Nanu", sagte ich zu ihm, "sind die denn
jetzt wieder modern? Ich hab solche Exemplare daheim, die sind über 30 Jahre alt!" (Viel älter ist
besagter Kollege auch nicht. Ich glaube sogar, die Schuhe sind genauso alt wie er ;o))

2) Ines Meyrose rief die Farbe BLAU bei ihrer Aktion Buntes 2014 zur Monatsfarbe für den April
aus - und dabei fielen mir dann gleich die uralten, aber offenbar wieder angesagten blau-gelben
Modelle ein, die in der Kellerkiste schlummerten. (Bei Zickimickis Mixit beteilige ich mich übrigens
auch wieder!)

Und so präsentiere ich sie euch nun: meine rund 34 Jahre alten Turnschuhe ...! ♥ Schön
sind sie nicht mehr, sondern längst schon ein bisschen abgeschabt, und einen weißen Fleck
haben sie auch, vielleicht hab ich mal damit ausgemalt - ich hoffe jedenfalls, dass dafür kein
Vogel verantwortlich zeichnet ;o)) Aber heute dürfen sie trotzdem die Hauptrolle bei meinem
Modeshooting spielen - neben der neuen Kette ♥ und einem blauen Langarmshirt. Passend
zum Thema habe ich dazu bequeme Boyfriend-Jeans kombiniert ;o) (Und natürlich ein paar
gelbe Blumen, ♥ davon haben wir ja genug im Garten ;o))


 

In euren Kommentaren lese ich in letzter Zeit häufig, dass ihr inzwischen glaubt, dass ich ALLES  tragen kann - das ist 
wirklich lieb, süß und freundlich von euch ♥, ich weiß jedoch, dass das keineswegs der Fall ist. Es gibt sehr vieles, das 
mir absolut nicht oder nicht sehr gut steht und das ich daher nicht trage oder nur in eher unüblichen Kombinationen (z.B. 
kurzer Rock über langer Rock, Kleid über Hose ...) oder wenn es sich aus irgendwelchen Gründen nicht vermeiden lässt: 
sehr maskuline Schnitte oder Stoffe, kurze Röcke, enge Röcke, gerade geschnittene Röcke, Hängerkleidchen, alles was 
"aufträgt" wie z.B. Daunenjacken oder Ballonröcke, gerade geschnittene Kleider, Etuikleider, Poloshirts, enge Hosen, 
 kurze Hosen - speziell Radlerhosen, uuuh - Bundfaltenhosen, Oberteile ohne streckenden Ausschnitt wie z.B. herkömmliche 
Rundhals-T-shirts... Die Liste der für mich unvorteilhaften Kleidungsstücke ist alles andere als kurz - aber inzwischen
gelingt es mir, das als kreative Herausforderung zu betrachten. Am besten steht es mir, wenn der Stil "ablenkend und 
verspielt" ist, aber die eine oder andere nette Rundung doch appetitlich zur Geltung bringt ♥. Deshalb trage ich auch 
nicht gar so gern rein sportliche Kleidung - es sei denn, der Sport heißt orientalischer 
Tanz (denn da steht mir so ziemlich alles ;o))  

Auch an den obigen Fotos lässt sich ganz gut erkennen, dass es sich bei einer an den Knöcheln enger werdenden Hose 
und bei einem Shirt, das ohne kaschierendes  Beiwerk schmal über den Hosenbund hinausgeht, nicht unbedingt um den 
modischen Stil handelt, der optimal für meine Figur ist. Der Oberkörper wirkt länger, die Beine kürzer als notwendig, 
außerdem lässt mich die Hose stämmiger aussehen, als ich das gerne mag. (Bootcut sieht deutlich besser aus! Ist allerdings 
auch deutlich schlechter zum Radeln geeignet... ;o)) Desweiteren sind Mittelblau und leuchtendes Gelb nicht so GANZ 
die idealen Herbsttyp-Farben (doch darum kümmere ich mich ja eh nur selten ;o)). Als Hommage an meine frühen (und 
sportlich aktiveren) Jahre darf das aber alles mal sein, finde ich - so seht ihr mich wenigstens auch einmal in Klamotten, 
die eher nach praktischen und nostalgischen als nach modischen oder ästhetischen Erwägungen gewählt wurden ;o)


Tja, ihr Lieben, nun habt ihr also mal wieder ein bisserl mehr über Frau Rostrose, ihre fragwürdige 
Vergangenheit und ihr schrulliges Seelenleben erfahren ;o) - ich hoffe, das treibt euch nicht in die 
Flucht! Auf jeden Fall schicke ich euch... ♥♥♥


♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ 
...herzliche Rostrosen-Ostergrüße 

und danke euch, dass ihr bei mir gewesen seid!!! 
Falls ihr gerade Ferien habt, genießt ihr sie hoffentlich!

Alles Liebe,
eure Traude
♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥
http://zickimicki.blogspot.de/p/mixit.htmlhttp://www.meyrose.de/2014/04/01/aktion-buntes2014-blauer-april/


PS 1: Nachdem Reisen ja zu meinen großen Leidenschaften zählt, wirft sich natürlich die Frage auf,
ob ich schon mal in Schweden war: Ja, allerdings war das bereits Mitte der 1980er-Jahre, das heißt, 
es sollte in nicht all zu ferner Zukunft mal wieder sein - ich muss Herrn Rostrose nur noch dazu 
überreden, mit mir in das schöne Land mit der blau-gelben Flagge zu fahren

PS 2: Ach ja, und übrigens leben wir in jenem österreichischen Bundesland, dessen Wappenfarben
ebenfalls blau und gelb sind :o) - schaut mal:



PS 3: So, und jetzt gebe ich euch eure Aufmerksamkeit wieder zurück, schließlich war sie ja nur 
geliehen ;o)) Ich danke euch aber sehr dafür!


Dienstag, 15. April 2014

♥ Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues ...

... soll die Braut nach altem Brauch am Tage ihrer Hochzeit tragen. Doch in Rostrosenhausen
heiratet gar niemand! Trotzdem passt der Spruch heute fast wie angegossen! Das "Geliehene"
ist allerdings in Wahrheit etwas Geschenktes (nämlich ein indisches Tuch). Genausogut könnte 
die Überschrift lauten:

Kreatives, Österliches - und uralte
Sportschuhe - Teil I ;o))


♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥


Servus und Hallo, ihr Lieben, ...


♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥


♥ Vielen Dank für eure lieben Zeilen zum letzten Kapitel meines Südindien-Reiseberichtes! ♥
Demnächst werde ich ihn in gesammelter Form zum Immer-wieder-Lesen zu den anderen
Reiseberichten in die Header-Leiste stellen. Zwei Versprechen, die mit dem Reisebericht
zusammenhängen, habe ich aber vorab noch zu einzulösen - und um die erste Einlösung will
ich mich gleich heute kümmern! Ich habe euch ja neulich unter anderem von unserem ♥ unver-
gesslichen Erlebnis mit dem indischen Tuk-Tuk-Fahrer Vel erzählt und am Schluss auch
schon ein kleines Bild von unserem Abschiedsabend gezeigt, an dem ich das Tuch trug, das
Vel (oder seine Mutter) mir geschenkt ♥ hat.




Wie angekündigt, bekommt ihr heute (unter anderem) mehr von dem schönen Tuch ♥ in Lila- und
Türkistönen zu sehen: Denn als mich neulich Birgit vom Blog Unser Landhaustraum zu einer
Osterausstellung einlud, war ich in der passenden Stimmung für ein frühlingshaftes Outfit in diesen
Farben. Und so zeige ich euch nun in meinen ersten Collagen eine Mischung aus Impressionen
von Birgits Ausstellung und einer "Modestrecke in lila-türkiser Laune" mitsamt indischem
Tuch! :o)

Wie schon im vorigen Jahr war auch
heuer im Traumlandhaus wieder alles sooo hübsch und geschmackvoll gestaltet ♥. Die zweite
kreative Frau, die zusammen mit Birgit Eier und Dosen nostalgisch beklebt, Katzenengel und
andere schöne Dinge genäht und auch sonst fleissig mitgestaltet hat, heißt Jutta; ihr könnt sie
ein Stück weiter unten auf zwei Fotos zusammen mit Birgit sehen. (Offenbar haben die beiden 
geahnt, dass ich mich mit meinem heutigen Posting nicht nur bei Zickimickis modischer 
Herausforderung Mixit beteiligen möchte, sondern auch noch bei Iris Meyroses Aktion Buntes
2014, bei der die Monatsfarbe für den April BLAU ist. Und so haben beide über ihre wunder-
vollen (creme-)weißen Spitzentops blaue Jeansjacken angezogen ♥ - ist das nicht nett!?! ;o))

Und wenn wir schon beim Thema "nett" sind: Birgits kreativer Mann (der die witzigen Hasen- 
und Schaf-Figuren aus Holz ausgesägt hat) war übrigens so nett, mich zusammen mit Birgit 
abzulichten.*) Dazu habe ich ihm kurz meine Kamera geliehen - und somit stimmt das mit dem 
Geliehenen von der Überschrift ja irgendwie doch, oder? 
(Uff, Kurve gerade nochmal gekriegt ;o))

Der Feincord-Gehrock in Taupe (oder Dunkel-Beige?),
den ich über dem lila Minkleid und der Biobaumwollbluse in Türkis trage, ist schon recht
betagt - er war ursprünglich Teil eines Hosenanzuges, den ich in den frühen 1990ern gern ge-
tragen habe. Die Cordhose ist schon lange abgewetzt gewesen und wäre mir inzwischen auch
zu eng - und so trage ich zu diesem Outfit auch viel lieber die zartlila Jeans aus dem
Secondhand-Laden - doch die alte Jacke zieh' ich noch immer gern an. Sie ist allerdings nicht
das älteste Kleidungsstück, das ich euch in diesem Posting zeigen will - doch um zu erfahren,
wie alt die eingangs erwähnten "uralten Turnschuhe" sind, braucht ihr noch ein wenig Geduld ♥,
da ich dieses Posting in zwei Teilen auf die Welt loslasse ;o) ... 

*) Die Fotos ohne diese Jacke sind übrigens nicht bei Birgit entstanden, sondern bei uns im Garten.



Wie gefällt euch das Muster des Tuches? Und sind Birgits und Juttas Schöpfungen nicht toll ♥?!?!?!


Natürlich wanderten auch wieder ein paar der schönen Eierchen zu mir nach Hause (das wäre
dann - wenn wir weiterhin dem alten Brauch entsprechen wollen - etwas Neues), und für das
Osterbuffet meiner Freundin Moni erstand ich auch ein (farblich passendes) Häschen und ein Ei.
Denn wer kann bei solchen Schätzen ♥ schon widerstehen???

♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥
Eine Woche vor Birgits Osterausstellung fand in Wien abermals die Kreativmesse Ost statt, und
ich wusste, dass Margit vom Blog Margits Bastelstube dort wieder beim Fantasia-Stand mitarbeiten
  würde. Was ich nicht ahnte war, dass ich auch eine zweite Bloggerin dort antreffen würde, die ich
bisher nur schriftlich kenne - nämlich Sandra vom Blog Sandycraft. Ich warf mich einmal mehr in
mein blau-pink-grün-geblümtes Anna-Field-Kleid, das ich, seit ihr mir bei diesem Posting so viele
Komplimente ♥ dafür gemacht habt, gleich nochmal so gerne trage wie vorher ♥, und begab mich
also zur Kreativmesse. ♥ Hier unten seht ihr u.a. auch mal die Rückansicht des Kleides - und wie
herrlich elastisch der Viskosestoff ist. (Ich mag es sehr, wenn ein Kleidungsstück jede Bewegung
mitmacht, ohne zu kneifen :o))





Leider hatte ich bei der Messe nur meine Pipifax-Kamera mit dabei und die Bilder wurden
nicht besonders gut, doch ich hoffe, ihr könnt euch dennoch eine gewisse Vorstellung von
den schönen ♥ Werkstücken machen, die Margit und Sandra dort gezeigt haben. Der Stand war
gut besucht und die beiden haben geduldig erklärt und vorgeführt, wie die verschiedenen
Stanzen, Prägemaschinen und Stempel eingesetzt werden können etc.
In der nächsten Collage seht ihr einige der traumhaften Schöpfungen Margits und in der
übernächsten dann unter anderem Kreationen von Sandra - sowie Frau Rostrose beim
Stand der Perlenkiste. Hier kann sich Frau aus verschiedenen Einzelteilen ihren Schmuck
selbst zusammenstellen. Und weil mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass mir eine gelbe
Kette als Zutat zu manchen Mode-Mixereien fehlt, habe ich mir aus einem superleichten
gelben Nylonschlauch (der mit gelben Perlen gefüllt ist und mit Magneten zu einer Kette
geschlossen wird), einem silbrigen Verbindungsstück und einem schön verzierten,
zapfenförmigen Anhänger in Windeseile meine höchstpersönliche (neue) Kette kreiert.


 


Hier oben könnt ihr schon mal einen Blick darauf erhaschen - im zweiten Teil dieses Postings
werdet ihr dann erfahren, wie ich dieses Schmuckstück neulich kombiniert habe, was Kater
Maxwell mit der Kette zu tun hat und welche Geschichte hinter den uralten Sportschuhen
steckt :o)

Ich habe fest vor, Teil II noch in dieser Woche zu posten - also bleibt dran, Fortsetzung
folgt bald ♥ ! Allen, die in dieser Woche Osterferien haben, wünsche ich ♥ wunderschöne
und erholsame freie Tage ♥ !


♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ 
Herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe 

eure Traude  
♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥

http://zickimicki.blogspot.de/p/mixit.htmlhttp://www.meyrose.de/2014/04/01/aktion-buntes2014-blauer-april/


Samstag, 12. April 2014

Südindien 14. Kapitel - Pondicherry und Mahabalipuram

Namaste und Namaskaram, ihr Lieben!
✿✿✿✿✿ღღღ♥♥♥♥ღღღ✿✿✿✿✿

 Unsere Indienreise geht dem Ende zu – nur noch ein erlebnisreicher 13. Tag und eine sehr kurze 
Hotelnacht liegen vor uns. Doch bevor ich mit dem Reisebericht loslege, möchte ich euch noch 
für einiges DANKE sagen. Erstens: Vielen herzlichen Dank euch allen für eure lieben Kommentare 
zu meinem Bärlauchblüten-Salatrezept! Weil einige über die Essbarkeit der Blüten erstaunt waren 
oder mich gefragt haben, ob man die Bärlauchblätter denn tatsächlich nach der Blüte noch essen 
kann, habe ich dort (also am Ende des Rezeptpostings) noch einen kleinen Anhang zum Thema 
geschrieben. Zweitens: Vielen Dank auch für eure zahlreichen Besserungswünsche an Edi und an 
mich - inzwischen sind wir wieder weitgehend fit! - und drittens: Herzlich willkommen an meine 
neuen LeserInnen und danke an alle - die "Neuen" und die "Treuen" - dass ihr da seid und euch für 
meinen Blog, meine Bilder und Geschichten interessiert! Ich freue mich, dass ihr wieder 
hier bei mir vorbeischaut! Seid ihr alle bereit für die letzte Etappe meines Südindien-
Reiseberichtes? Ich kann euch jetzt schon verraten: Dieser letzte Tag hatte noch eine 
wundervolle Überraschung für Herrn und Frau Rostrose parat! :o)





Doch die Überraschung, die ich meine, kam erst gegen Ende des Tages. Der Morgen begann - wie
es sich gehört und wie ihr oben seht - mit Zahnpflege ;o)) Genauer gesagt demonstrierte unser
Reiseleiter Mano nach dem Frühstück im Park unseres Hotels, wie man in Indien traditionellerweise
Zähne putzt: Er ging zu einem Neem- oder Niembaum, brach ein Zweiglein ab und zerkaute es
zu einer kleinen Bürste, die dann ähnlich wie unsere Kaufhauszahnbürsten benützt werden -
allerdings ganz ohne Paste. Die ist auch nicht notwendig, denn Neemöl hat viele pflegende und
medizinisch nutzbare Inhaltsstoffe:
  
"Von indischen Ärzten werden Niem-Produkte seit 2000 Jahren gegen Anämie, Bluthochdruck, Hepatitis, Geschwüre,  
Lepra, Nesselsucht, Schilddrüsenerkrankungen und Verdauungsstörungen und in der Medizin des Ayurveda eingesetzt. 
Niem wird als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt und soll bei Diabetes mellitus und Krebs 
helfen sowie den Cholesterinspiegel reduzieren." (Quelle: Wikipedia)

Wenn man bedenkt, wie strahlend-weiß das Lächeln so vieler Menschen in Indien ist und wie kraftvoll Mano ein paar 
Tage zuvor Zuckerrohr zerbissen hat, gehe ich davon aus, dass das Neemöl tatsächlich äußerst wirkungsvoll ist. Und 
Neembäume sind im tropischen und subtropischen Klima weit verbreitet - Zahnpflegeprodukte und die Heilmittel gegen
manch ein gesundheitliches Problem kommen für Inder also quasi gratis ins Haus.




Nach Manos Zahnpflegevorführung warf sich unser Busfahrer wieder beherzt ins indische
Verkehrschaos (siehe oben). Unser nächstes Ziel war die einstige französische Kolonie Pondicherry
(oder Puducherry). Die ehemalige Hauptstadt Französisch-Indiens ist unter anderem für das noch gut
 erhaltene French-Quarter mit seinen Bauten im französischen Kolonialstil des 18. und 19. Jahr-
hunderts sowie für den Sri Aurobindo Ashram bekannt.

Wir bekamen dort vor allem Gelegenheit, uns ein bisschen auf der
Strandpromenade und im Park umzusehen, uns die Füße zu vertreten und natürlich auch wieder ein
paar Fotos aufzunehmen :o) - wollt ihr mit uns mitspazieren? Auf der Promenade stößt man unter
anderem auf ein vier Meter hohes Standbild Mahatma Gandhis. Die Popularität Gandhis ist in Indien
ungebrochen - wie ihr unten sehen könnt, werden die Rupienscheine nach wie vor von seinem Konterfei
geziert. Auch für den Politiker und Widerstandkämpfer Jawaharlal Nehru wurde nahe der Strand-
promenade eine Statue errichtet - ihr seht sie auf der folgenden Collage ganz oben links - und das
darunter abgebildete Denkmal ist den indo-französischen Soldaten gewidmet, die in den Jahren
1914-1918 "für die Heimat starben".






Auch heute habe ich in meine Collagen wieder ein paar der tollen Fotos unserer Freundin Monika Sch. "eingestreut" :o) 
Ganz besonders süß finde ich z.B. das von Moni aufgenommene Babyfoto, das ihr in der nächsten Collage sehen könnt:o) 
Ein Stück weiter unten ist dann Moni selbst (im blauen Shirt) neben meinem Göttergatten zu sehen - immer noch mit einem
tapferen Lächeln auf dem Gesicht, trotz ihres angegriffenen Gesundheitszustandes. (Die anderen Bilder stammen wie 
gewohnt von Herrn und Frau Rostrose ;o))




Die Pflanzen und das weiße Park Monument (Aayi Mandapam) haben wir übrigens im Bharati-
Park (Government Park) aufgenommen. Die Fotos der Häuser (mit und ohne Baugerüst ;o))
entstanden wie so oft während der Fahrt aus dem Fenster des Autobusses.

Oben habe ich kurz den Sri Aurobindo Ashram erwähnt; wenn ihr mehr über die Begründer des
Ashram erfahren wollt, klickt bitte auf diesen Link. Das Hauptgebäude dieses klosterähnlichen
Meditationszentrums haben wir zwar nicht besucht, doch im Jahr 1968 wurde von Ashram-
Mitgliedern unter der Führung von Mira Alfassa (die in dieser Vereinigung auch „the Mother“/ 
„die Mutter“ genannt wird) die Modellstadt Auroville gegründet, und ihr statteten wir einen 
Besuch ab:



Ursprünglich war Auroville für 50.000
Einwohner konzipiert worden, doch das utopische „Wohn-, Lebens- und Bewusstseinsexperiment“
hat bislang erst rund 2.000 Einwohner. Um ehrlich zu sein, ich kann es verstehen, auch wenn ich die
Grundidee einer friedlichen Gemeinschaft, die auf Selbstversorgung aufbaut, grundsätzlich gut finde
und die Umgebung sicher herrlich ist. Doch wie so ziemlich in jeder Menschen-Gemeinschaft, soll
auch in Auroville nicht alles Gold sein, was glänzt ;o)) Oder wie es in diesem Artikel - der sich vor
allem auf den Umweltaktivismus in Auroville bezieht - so schön heißt:
Doch ein Utopia – im Sinne eines perfekten Ortes – sei auch Auroville nicht, ergänzt Litfin. "Aber 
es strebt danach, der beste Orte zu sein, den die Menschheit hervorbringen kann – und Menschen 
sind eben nicht perfekt."

Im Zentrum Aurovilles steht das Matrimandir („Tempel der Mutter“), eine sehr futuristisch
aussehende, abgeflachte goldene Kugel, die als Ort der Meditation dient. Um dieses Bauwerk zu
sehen, begaben wir uns auf eine kleine Wanderung durch die weitläufigen Grünanlagen von Auro-
ville - und begegneten unterwegs u.a. einem großen Tausendfüßler und einem unfassbaren Baum,
den ich nur als Panoramafoto "einfangen" konnte - wer nicht genau hinsieht, könnte glauben, es
handle sich um viele Bäume, doch in Wahrheit wachsen die vermeintlichen "Stämme" aus den
Ästen des riesigen und uralten "Mutterbaumes" heraus und stützen sie gleichzeitig...


Der Banyan-Baum als Zeichen des Lebens und Zentrum von Auroville


Nach diesem Ausflug ging es nach Mahabalipuram, wo wir in unser letztes Hotelzimmer
eincheckten und dann von Mano freigestellt bekamen, ob wir an einer weitere Besichtigungs-
tour teilnehmen oder lieber im Swimmingpool des Hotels planschen, den Fischern am Strand
zusehen, uns ausruhen oder etwas auf eigene Faust unternehmen wollten. Natürlich wäre die
Besichtigung der "Fünf Rathas" - eine Gruppe von fünf monolithischen Tempeln, die in
der Mitte des 7. Jahrhunderts in einem Stück aus dem Fels gehauen worden sind - interessant
gewesen, und ich finde es immer wieder mal schade, dass man nicht mit einem Hintern auf drei
 Kirtagen tanzen kann - aber manchmal gibt es einfach wichtigere Bedürfnisse zu befriedigen als
das Bedürfnis nach Kultur und Bildung. Und liebe Leute, ich kann euch sagen, ich hatte ein
riesiges, unglaubliches, nicht zu ignorierendes Bedürfnis nach einer Tuk-Tuk-Fahrt!

 Dieses You-tube-Video stammt zwar aus Bangkok und der Fahrer ist ein bisserl langsam, aber 
hier kann man sich wenigstens ansatzweise vorstellen, wie sich TukTuk-fahren anfühlt ...
 Wer sich meinen Rajasthan-Reisebericht zu Gemüte geführt hat, konnte dort erfahren, dass die wilden Touren mit 
den tuckernden Autorikscha-Taxis für mich - neben dem Kamelritt und dem Elefantenritt - zu den nicht-kulturellen 
Höhepunkten unserer ersten Indienreise gezählt haben. Ich war damals nicht nur permanent am glücklichen Grinsen -
durch die unbeschreiblich rasanten Fahrten durch schmale Gassen und belebte Straßen habe ich außerdem auf verrückte
 Weise eine Art "Grundvertrauen" entwickelt, habe mich so angstfrei darauf eingelassen, dass sich ganz nebenbei auch 
ein paar alte Ängste in Luft auflösten, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Straßenverkehr zu tun hatten: Seit 
den Tuk-Tuk-Fahrten in Indien 2010 habe ich keine Höhenangst und keine Flugangst mehr!

Ursprünglich hätte es auch in Südindien eine Autorikscha-Fahrt für alle Reiseteilnehmer
geben sollen, die dann aber leider buchstäblich ins Wasser gefallen war. Doch der Gedanke,
Indien zu verlassen, ohne ein einziges Mal Tuk-Tuk gefahren zu sein, war unerträglich. Also
gab es für mich nur eine einzige Sache, die ich an diesem letzten indischen Nachmittag tun
wollte. Herr Rostrose war zunächst gar nicht sooo begeistert von meinem Vorhaben, doch
als ihm klar wurde, dass ich mich auch ganz allein im großen fremden Land auf die Suche
nach einem Tuk-Tuk-Fahrer machen würde, weil es für mich ausschließlich diesen einen
Wunsch gab, stellte er sich mit mir zusammen vor die Hotelanlage und wartete, bis eine
Autorikscha vorbeikam. Und wir brauchten nicht lange zu warten. Dann kam "unser" Tuk-
Tuk-Fahrer Vel (das ist sein Name, er sprach es aus wie "Will"). Hier unten seht ihr ihn -
und eine strahlende Rostrose.




Vel war mal wieder einer dieser Glückstreffer, die irgendwie typisch für Rostrosen-Reisen
sind. Er fragte uns, wo wir hinwollen und ich antwortete, dass das völlig egal sei, Hauptsache
Tuk-Tuk-Fahren. Er grinste - und fuhr ein Stück mit uns herum, dann fragte er, ob wir einen
Tempel sehen wollen. Aber ja doch, warum nicht, und so bekamen wir dann doch noch ein
bisserl Kultur ab - aber weitere Tempel wollten wir uns dann nicht mehr zeigen lassen - auch
wenn sie noch so faszinierend sind, waren wir davon nach zwei Wochen mit zahlreichen Tempeln
einfach schon übersättigt. Und so tuckerte Vel weiter mit uns herum und grinste und wunderte
sich wohl über die seltsamen Touristen, die er da aufgegabelt hatte. Zwischendurch erzählte er
uns von seiner Familie - seiner hübschen Frau und seinem zehn Monate alten Sohn - und
plötzlich kam ihm eine Idee - und er fragte uns, ob wir die beiden gern kennenlernen würden!

Und so kam es, dass wir statt eines Ortes, der in zahlreichen Reiseführern zu finden ist und
an dem wohl schon Tausende Touristen waren, das bescheidene Haus eines indischen Taxi-
fahrers kennengelernt haben!!! :o) Ich kann euch nicht beschreiben, wie rührend es war, als 
Vel mit uns durch seine Wohngegend tuckerte, ganz stolz vorbei an Nachbarn und Freunden,
winkend und ihnen irgend etwas zurufend, woraufhin uns die Leute vom Straßenrand aus
ebenfalls zuwinkten. Und noch rührender war es, wie stolz uns Vel seine Frau und sein
Söhnchen vorstellte. Und dieses Vertrauen - ich durfte das Baby halten, während die zwei
rasch für jeden von uns eine Kokosnuss organisierten, die Vel im Hof hinter dem rosa
gestrichenen Häuschen aufschlug: Was für ein lieber Schatz, der Kleine, und gar nicht
schüchtern! Leider konnte Vels Frau nur ein paar Brocken Englisch, aber ich glaube, sie
sah uns an, wie sehr wir uns freuten! Natürlich versprachen wir, ihnen die Fotos zu
schicken, die wir von ihnen gemacht hatten, und Vel schrieb uns die E-mail-Adresse
seines Bruders auf. Leider war er sich nicht ganz sicher, uns so schrieb er mir die
Adresse in drei verschiedenen Varianten auf. Ich habe die folgende Collage an alle drei
Adressen geschickt und es kam keine Fehlermeldung zurück - allerdings leider auch
keine andere Rückmeldung von Vel oder von seinem Bruder, weshalb ich nicht weiß, ob
die Fotos jemals ihr Ziel erreicht haben. Ich wünsche es mir aber sehr, denn dieser kleine 
Ausflug war für mich - auch wenn die gesamte Reise noch so viel Schönes und Interessantes
 geboten hat - das glücklichste, magischste und unvergesslichste Erlebnis der zwei
südindischen Wochen... (Wir hatten übrigens nicht den Eindruck, dass Vel und seine Frau uns 
nur in der Hoffnung auf eine fette Entlohnung so verwöhnten - ich hoffe aber natürlich 
trotzdem, dass die beiden auch in dieser Hinsicht zufrieden waren mit den schrulligen 
Fahrgästen aus Europa ;o))




Und so wird es euch bestimmt nicht wundern, dass ich das Geschenk, das mir unser Tuk-Tuk-
Fahrer und seine Familie außerdem noch gemacht hat, ganz besonders in Ehren halte. Kurz bevor 
wir wieder aufbrachen, rannte Vel nämlich nochmals ins Nebenhaus - in dem seine Mutter lebt,
wie wir anschließend erfuhren - und brachte von dort ein Tuch mit, das er mir unbedingt
schenken wollte. Ich trug das lila-türkis gemusterte Tuch an unserem (musikalisch begleiteten) 
Abschiedsabend - ihr könnt es unten auf dem Foto sehen, ... und bald schon werde ich es euch im
Rahmen einer "Modestrecke" noch genauer zeigen :o) 




Auch von unserem "Boy" und unserem Busfahrer hieß es Abschied nehmen - ihr seht die beiden 
hier links oben. Ja, und dann folgte nur noch eine kurze Nacht im Hotel und ein langer Rückflug...

Hoffentlich ist euch mein letztes Reiseberichts-Kapitel nicht zu lang geworden! Einen kleinen
Nachschlag wird es demnächst noch geben, in dem ich versuchen will, auf einiges einzugehen, 
das ihr mir in euren Kommentaren geschrieben oder mich gefragt habt - doch im Grunde
war's das dann, ihr Lieben... und daher verabschiede ich mich für heute von euch mit einem
herzlichen Namaste!


Hier könnt ihr durch den Reisebericht navigieren:
zurück: Klick zum 13. Kapitel 
vor: Klick zum Epilog wird nachgereicht :o)
Zur Kapitelübersicht 

Sollte einer der Links mal nicht funktionieren, gebt mir bitte Bescheid, damit ich das rasch 
korrigieren kann! Danke!!! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose und Monika Sch.
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Alles Liebe und reisefreudige Grüße, Eure Traude

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Freitag, 4. April 2014

Bärlauchblüten-Salat und H54F + Nachtrag

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Servus und SORRY, ihr Lieben, ...
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... ich muss mal wieder auf Fotos und ein Rezept aus meinem Archiv zurückgreifen ...

Die vergangene Woche war eine "mäßig gute". Nachdem ich es bis zum Samstag endlich 
geschafft hatte, meinen grippalen Infekt loszuwerden, ging es am Sonntag Abend plötzlich bei 
Herrn Rostrose los. Tja, jetzt wisst ihr wenigstens gleich, an wen ich den Infekt losgeworden bin ;o) - 
allerdings war das keine gute Idee sondern eher ein Eigentor... Denn die Sache war für Edi schon
 unangenehm genug, hatte letztendlich aber auch für mich Folgen: Meine Nächte waren aufgrund 
des neben mir schnarchenden und hustenden Göttergatten ziemlich schlaflos. Am Dienstag 
schleppte ich mich bereits mit schmückenden Augenringen ins Büro, am Mittwoch mit leichten 
Kopfschmerzen, und gestern erwischte mich schließlich eine Migräne-Attacke von der Kategorie 
"die Hirnhaut schält sich langsam ab". (Das war nun die zweite binnen drei oder vier Wochen, 
nachdem ich jahrelang keine Migräne gehabt hatte...)

Wie dem auch sei, an Bloggen war daher auch diese Woche nicht viel zu denken, ich hoffe, ihr 
verzeiht mir, dass meine Kommentare in letzter Zeit ziemlich sporadisch gekommen sind.




Als kleine "Wiedergutmachung" will ich euch ein flottes und vitaminreiches Rezeptchen 
bieten, das vermutlich bald aktuell wird, da der Bärlauch heuer ja sehr früh zu sprießen 
begonnen hat. Dass die Blätter und Wurzelknollen des wilden Knoblauchs essbar und 
köstlich sind, wissen ja viele von euch - und einige gehen ihn auch gern in der freien Natur 
sammeln. Was allerdings nicht so viele wissen ist, dass auch seine attraktiven Blüten sehr 
gut schmecken: Wenn ihr also das nächste Mal an eure Bärlauch-Sammelstelle kommt, 
pflückt euch doch nicht nur ein hübsches Sternensträußchen als Tischdeko, sondern legt 
euch auch ein paar der Blüten für einen feinen Salat zu Seite.

Hier eine Rezeptidee aus meinem Fundus:
(Das Rezept ist übrigens - wie bei mir üblich - für 4 Personen.)




100 g gemischte Blattsalate

2 Karotten

4 Radieschen

3 EL Kürbiskernöl

1-2 EL Balsamicoessig

1-2 TL Frucht-Sirup (z.B. Granatapfel-Dicksaft)

ev. 1 EL gehackte Bärlauchblätter

Kräutersalz nach Geschmack

Zum Verzieren:

einige Bärlauchblüten



Blattsalat in mundgerechte Stücke teilen, waschen, trockenschleudern und in 4 Salatschüsseln 
geben. Karotten und Radieschen putzen und fein würfeln und unter den Blattsalat mischen. Aus 
den übrigen Zutaten mit etwas Wasser ein Dressing herstellen und über den Salat träufeln. Mit 
den (dezent nach Lauch schmeckenden) Bärlauchblüten dekorieren und gleich servieren.

Mahlzeit!!!



Nach meiner Einleitung wundert ihr euch vielleicht, dass ich mich diese Woche überhaupt
bei den High Five von Viktoria beteilige. Doch man kann sagen, dass mich das vergangene
Wochenende für sehr vieles entschädigt hat, das in den letzten 14 Tagen nicht ganz so 
toll war. Und diese tollen und erfreulichen Dinge will ich festhalten und mit euch teilen, 
denn sie sollen es vor allem sein, die mir von der letzten Zeit in Erinnerung bleiben. (Es
sind übrigens mehr als 5 Punkte - zählt doch selbst :o))


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Das Wetter war bei uns am letzten März-Wochenende traumhaft schön (ich hoffe, ihr 
hattet auch so feines Wetter!!!), ich fühlte mich wieder wohl und gesund und Herr 
Rostrose war auch noch fit. Und so haben wir es geschafft, am Samstag neben dem
 "Wochenendgroßeinkauf" ein paar erfreuliche Unternehmungen in unserer Hauptstadt 
unterzubringen: Zuerst besuchten wir meine Mutter im Pflegeheim, und sie war an 
diesem Tag sehr gesprächig und in guter Stimmung; dann fuhren wir weiter zur 
bloggenden Papierbasteltalente Margit und Sandra stießen und ein bisschen mit ihnen 
plaudern konnten. Bei einem anderen Stand hab ich mir außerdem aus verschiedenen 
Einzelteilen eine ungewöhnliche Kette zusammengestellt - diese "Rostrosen-Kreation" 
werdet ihr demnächst kennenlernen.
Anschließend ging's ins Kino, wo wir uns die Romanverfilmung Der Hundertjährige, 
der aus dem Fenster stieg und verschwand ansahen und zwei nette Stunden bei diesem
etwas schwarzhumorigen und stark menschelnden Film verbrachten. Zum Abschluss des 
Abends ging es dann noch ins Chadim, ein gemütliches Lokal, das am Rand des Erholungs-
gebietes Wienerberg liegt. Am Sonntag zu Mittag nützten wir das strahlende, fast sommerliche
Wetter, um in unserem Garten die Grill- und auch die Pavillon-Saison zu eröffnen. Es war
einfach herrlich, endlich wieder im Freien Gegrilltes zu schmausen und die warmen 
Sonnenstrahlen zu genießen!
(Leider legte kurz darauf mein Göttergatte mit seinem Nieß- und Hustkonzert los, aber
das passt jetzt nicht wirklich zu den H54F! ;o))

Mal sehen, ob das kommende Wochenende an das vergangene anschließen kann - die
gesundheitlichen Tendenzen im Rostrosenhaus sind jedenfalls wieder steigend... 

Nun bedanke ich mich noch sehr für eure zahlreichen lieben Kommentare zu meinem
bunt gemixten Garten-Katzen-Klamotten-Osterdeko-Post und hoffe, dass es mir gelingt,
 möglichst bald eure Postings anzusehen, die ich in letzter Zeit versäumt habe...


♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ 
Herzliche Rostrosengrüße und viele Küschelbüschel
eure Traude 
♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥

PS:
Ein kleiner Nachtrag, weil einige von euch über die Essbarkeit der Blüten erstaunt waren oder 
mich gefragt haben, ob man die Bärlauchblätter denn tatsächlich nach der Blüte noch essen
kann: Ja, man kann! Es ist allerdings so, dass die Pflanze - vereinfacht gesagt - zur Zeit der
Blütenbildung ihr Kraft eher in die Blüten steckt als in die Blätter. Wenn ihr Bärlauch in seiner 
gesündesten Form essen wollt, sind es die ganz frühen Triebspitzen, die ihr zu Beginn der 
Bärlauchsaison ernten müsst. Aber der gesunde wilde Lauch wird nicht ungesund, bloß weil er 
Blüten bekommt. Er besitzt nur nicht mehr dieselben Kräfte. In manchen Foren habe ich mit 
Verwunderung gelesen, dass der Bärlauch nach Einsetzen der Blütezeit bitter wird oder dass die 
Blüten bitter schmecken würden. Ich ernte seit vielen Jahrzehnten Bärlauch, und mir ist dabei 
noch  nie etwas Bitteres untergekommen. Natürlich nehme ich aber nur Blätter, die nicht "labbrig" 
aussehen, sondern schon noch schön knackig. Und - was vielleicht auch ein Grund für die 
Warnungen ist - wenn der Bärlauch blüht, hat auch die Zeit begonnen, wo unter Umständen mehr
giftige Doppelgänger der Pflanze austreiben. In Wikipedia steht dazu "Bärlauch wird beim Sammeln 
immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen
  oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt." 
Bei uns im Auwald jedoch wächst noch eine weitere leicht giftige Pflanze, die dem Bärlauch im
Frühstadium ähnelt: das Echte Salomonssiegel, auch Wohlriechende Weißwurz genannt. Wie bei
allem, was man in der Natur pflückt, ist also auch hier Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gefragt.
Aber wenn ihr die aufbringt, steht dem Genuss von Bärlauch auch nach Beginn der Blüte nix im
Wege! :o)