Mittwoch, 25. Mai 2016

Thema Palmöl / Was können wir tun - Teil 2 - ✿

♥♥♥♥ Servus, liebe treue und neue LeserInnen! ♥♥♥♥
♥♥♥♥




Ich danke euch sehr für all die Zeilen, die ihr mir zu meinen beiden letzten Posts hinterlassen
habt: zu dem über die kleine süße Kira und zum ANL-#5-Post vom 15. Mai, in dem ich euch Infos
zum Thema Palmöl und eine Aufstellung palmölfreier oder mit Biopalmöl hergestellter Nahrungs-
mittel geboten habe.

Wie versprochen, geht es heute mit meinen
Palmöl-Infos weiter, denn außer in Lebensmitteln ist das Öl, für das so viel Regenwald zerstört
wird, noch in vielen anderen Produkten drin - zum Beispiel in Putz- und Waschmitteln, in Haut-
cremes, Shampoos und Seifen ... Und hier ist es leider viel schwieriger zu erkennen, ob Palmöl /
Palmkernöl / Palmfett enthalten ist.

A short English summary of this post:
Palm oil ist not only used in food, but in detergents and cosmetics. In my current ANL post 

I have a few tips and product recommendations that can help you to switch to palm oil-free 
products or products with well-controlled organic palm oil. And I give you a list of other names 
for palm oil that are used for detergents and cosmetics.
Hugs, Traude 








Bei Lebensmitteln muss seit spätestens 2016 deklariert werden, ob Palmöl verwendet wurde,
bei Kosmetik &Co. hingegen dürfen die Inhaltsstoffe noch auf für Laien unverständliche Art
und Weise angegeben sein. Im Vegan-Beauty-Blog von Erbse findet ihr u.a. eine Liste mit den
im Kosmetik- und Hygienebereich verwendeten Bezeichnungen für Palmöl. Um euch die Suche
zu erleichtern, füge ich euch diese alphabetisch geordnete Liste am Ende meines heutigen
Beitrags ein.





So, nun aber zu den Produkten:
Kosmetikartikel / Shampoos / Seifen:

Ich fange gleich mal bei meinen meckernden Lieblingen an. Eine der ersten Firmen, auf die ich
bei der nicht ganz unkomplizierten Suche nach palmölfreien Shampoos, Badezusätzen und Seifen
stieß, war nämlich diejenige, deretwegen ihr heute auch ein paar "schafige" Fotos seht (Meine
Schafs-Aufnahmen stammen zum Teil von unserem Irland-Urlaub, zum Teil auch von anderen
Gelegenheiten ... aber die Schafe, die an der Herstellung der folgenden Produkte maßgeblich
beteiligt sind, leben im Deutschen Witzenhausen, unweit von Kassel und Göttingen):

well land Naturseifen - Schafmilcherzeugnisse von Thea Welland ...
Ich sah mir ihre Homepage an, ihre Produkte, ihre Fotos, ihren Blog (der leider nur selten gefüttert
wird - was vermutlich damit zu tun hat, dass Schafe und Seifen, ihre Tochter und das restliche
Leben schon reichlich Zeit benötigen. Zum Füttern ihrer FB-Seite kommt sie etwas häufiger ;o)).

Ich sah, dass sie ein Buch mit dem philosophischen Titel  
"Schafe leben nur im Jetzt" geschrieben hat, las mir durch, was da über ihr Buch stand - und
fand das alles einfach nur rundum sympathisch. Ich schrieb an Thea Welland, erzählte ihr über
meinen Blog und die Aktion ANL, dass ich gern etwas bei ihr bestellen und falls möglich auch
 testen würde - und Thea antwortete mir freundlich, dass sie in meinen Blog reingeschaut und 
dass ich sie sehr angelacht hätte - und dass sie mir gern ein paar "Testereien" einpacken würde.






Kurze Zeit später kam ein wunderbar duftendes Paket mit drei handgeschöpften Seifen, die 
entweder wie Theas Schafe heißen (Amelie zum Beispiel oder Emma) oder märchenhafte Namen 
wie Feenfrühling tragen und außer Schafmilch Blüten von Gänseblümchen, Lavendel oder
Kamille enthalten, außerdem vier hübsche Gläser mit Bademilch-Kompositionen plus Badecreme
und eine angenehm rosen-duftende Lanolincreme für Gesicht und Körper - sowie das Buch (das
über mindestens 12 Schafsleben und ein sehr starkes Thea-Leben erzählt) samt netter Widmung :o)


Auszüge von Thea Wellands Homepage - Quelle: https://schafmilch-naturseifen.de/
♥♥♥♥


Einige der Produkte habe ich schon ausprobiert - für alle hat die Zeit leider noch nicht gereicht -
die Bademilch kommt in Milchpulverform in den schönen Bügelgläsern - mit unterschiedlichen
Kräutern darin. Jede Sorte duftet angenehm und die Haut fühlt sich nach dem Baden herrlich weich
und gepflegt an. Die Seife hat rückfettende und teilweise sogar heilsame Eigenschaften und einen
guten Duft - angeblich kann man sogar ohne Hautcreme auskommen, wenn man diese Seifen
regelmäßig benützt. Das Hautcremepröbchen trage ich am liebsten am Hals - als Gesichtscreme
wäre es mir ohne Duft lieber, aber es fühlt sich sehr gut an. (Habe sie auch schon als Nachtcreme 
verwendet.) Auch Haarseifen und Rasierschaum gibt es übrigens in Thea Wellands Angebot!

Vegan sind die well land-Erzeugnisse zugegebenermaßen nicht *), aber sie sind wunderbar natürlich
bis hin zu den Duftstoffen - und well land war eine der ersten Seifensiedereien Deutschlands, die auf 
den Einsatz von Palmöl verzichtete: Nachdem sie Bilder von getöteten und verwaisten Orang Utans
gesehen hatte, tüftelte und probierte Thea so lange, bis sie eine neue Rezeptur gefunden hatte.

Am 13. März war das Fernsehen bei Thea Welland und ihren Schafen - das Hercules-Team
vom Hessischen Rundfunk - HIER könnt ihr euch die Sendung online ansehen und dabei auch
erleben, wie solch eine Schafmilchseife entsteht. Einfach auf das kleine Bild mit dem Pfeil klicken
und mit dem Viereck rechts unten vergrößern :o)

*) Ihr werdet aber auch Firmen mit veganen Erzeugnissen in meiner heutigen Aufstellung finden.

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Für die folgenden Kosmetikfirmen gilt lt. eigenen Angaben ebenfalls, dass ihre Produkte
ohne Palmöl auskommen: 

Diese deutsche Firma stellt seit 30 Jahren Naturkosmetik her, die Produkte sind alle frei von Palmöl.
Für die reife Haut gibt es hier anstelle von "Anti-Aging" eine erschwingliche "Happy-Aging-Linie".
Die Beschreibung dieser Kosmetiklinie finde ich sehr sympathisch: „Anti“ bedeutet Widerstand und 
richtet sich letztlich gegen uns selbst und damit gegen unsere Fähigkeiten, uns zu regenerieren. 
„Anti“ macht alt! Aber natürlich gibt es auch Produkte für die junge Haut, für Hande, Nägel und
Füße ... bloß Shampoos führt Martina Gebhardt noch keine.

Auch für diese Firma aus Wien gilt lt. der Info-Seite von Zero Palmöl, dass sie kein Palmöl 
verwendet, weiters sind die Produkte sowohl vegan als auch tierversuchsfrei und werden 
zudem plastikfrei zugestellt. Für die reife Haut hat die Firma dieses Beauty-Öl im Angebot.
Die Produkte sind zum Teil vielseitig einsetzbar - mehr darüber HIER.

PAI skincare
Biologische Gesichts- und Körperpflege, die besonders für empfindliche Haut entwickelt wurde.
Sensible und zu Allergien neigende Haut wird schonend gepflegt. Alle Produkte sind vegan und 
palmölfrei. Erhältlich in Naturkosmetikgeschäften wie NC Natural Cosmetics.

wolkenseifen:
Auf diese Firma stieß ich vor allem im Zusammenhang mit den neuen Deo-Cremes, inzwischen
habe ich aber auch ein paar andere Produkte von dort (Lippenkreiden, Badeöl, Deo-Roll-on), die
Wolkenseifen-Produktpalette ist jedoch noch um einiges größer. Und ich erhielt auf meine Anfrage
die Auskunft "Alle unsere Eigenprodukte sind frei von Palmöl, wir verarbeiten dieses Fett nicht."
:o)


Mehr "komplett palmölfreie" Kosmetikfirmen habe ich nicht gefunden -
was nicht bedeuten muss, dass es keine gibt...

♥♥♥♥
HIER findet ihr außerdem drei palmölfreie Sonnencremen!
Und HIER vier Firmen, die palmölfreie Bio-Duschgels anbieten!

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Hier ein paar mehr Infos zu meinen Recherchen:

Palmölfreie Cremes - vor allem für reife Haut - sind schwer zu finden. Ich selbst bin z.B. zunächst
mal "reingefallen". Die Pflegelinie der deutschen Kosmetikfirma Annemarie Börlind stand nämlich
im Online-Einkaufsführer "Produkte ohne Palmöl" von Umweltblick.  

Was ich dabei übersehen habe: Nicht alle Börlind-Produkte sind palmölfrei - nur die aus dieser Liste. Die Verkäuferin, die  
mir eine für meinen Geschmack ziemlich teure "System-absolute-Nachtcreme" dieser Firma empfahl, konnte die winzig auf 
die Verpackung gedruckten Inhaltsstoffe ebenso wenig entziffern wie ich, meinte aber, die Firma Börlind wäre Mitglied des 
Forums Nachhaltiges Palmöl (FONAP) - hier würde also keineswegs Regenwald zerstört. (Mittlerweile weiß ich, ganz so 
zuverlässig ist das alles - noch - nicht, auch wenn offenbar fieberhaft daran gearbeitet wird, dass es keine "Durchmischung" 
von nachhaltigem und herkömmlichem Palmöl mehr geben kann. Und mittlerweile besitze ich auch die App von CodeCheck
die es mir erspart, winzige Inhaltsstoff-Listen zu entziffern und die mir mit einem Knopfdruck verrät, dass meine Creme 
erstens Palmöl und zweitens zwei "weniger empfehlenswerte" Inhaltsstoffe enthält: nämlich Aluminium / Magnesium 
Hydroxin Stearate und Coumarin. Beides ist für die Naturkosmetik zugelassen, aber offenbar umstritten.)

Auch für die weiteren Kosmetik-Hersteller, die in der Umweltblick-Liste genannt werden, gilt teilweise, dass 
nicht sämtliche Erzeugnisse frei von Palmöl sind. (Vielleicht findet ihr dennoch in der Liste genau die Firma / genau
 das Produkt, das ihr sucht - hier ist also der Link dazu.)

Der "Teufel" steckt (wie so oft)
im Detail: in den Emulgatoren und Tensiden. In der Naturkosmetik werden z.B. keine Tenside auf
Erdölbasis verwendet, die alternativen Zuckertenside und Fettalkohole werden aber auf Basis von
Kokosöl und Palmöl (meistens zu gleichen Teilen) hergestellt und sind, wie man mir mitteilte,
 "notwendige Bestandteile in vielen naturkosmetischen Rezepturen". Doch die Kosmetik-Firmen,
die ich angeschrieben habe *), versicherten mir allesamt einen sehr schonenden und sparsamen
Einsatz von Palmöl und ihr Engagement im Zusammenhang mit einer für alle zufriedenstellenden
Lösung (vor allem verstärkte Kontrollen im Bereich des "nachhaltigen Palmöls", für das kein
Regenwald abgeholzt wird).

*) Folgende Kosmetikfirmen habe ich (bisher) angeschrieben und freundliche, ausführliche Antworten erhalten, die dem
obigen Inhalt weitgehend entsprechen: bi good (Bipa-Eigenmarke), Börlind, Dr. Hauschka, i+m Berlin, Keorá Lavera
Primavera. Über Details informiert ihr euch am besten auf den jeweiligen Hompages oder erkundigt euch bei den Firmen 
selbst. 






Welche Produkte verwende ich derzeit selbst?

Vielleicht interessiert euch ja, wo ich selbst schon auf palmölfrei umgestiegen bin und wo ich noch
dran arbeite ;o)) Und wie zufrieden ich mit den jeweiligen Kosmetik- und Hygieneprodukten bin.
Daher hier eine kleine Aufstellung:

Seife:
Ich verwende derzeit für Gesicht, Hände und Körper abwechselnd Nael Alepposeife (palmölfrei,
mit 40 % Lorbeeröl) und die Feenfrühling-Seife von well land Naturseifen (ebenfalls palmölfrei,
siehe oben). Mit beidem bin ich sehr zufrieden.

Tagescreme:
Derzeit habe ich noch eine herkömmliche getönte Garnier-BB-Creme in Verwendung. Ich denke,
wenn meine aktuelle Creme aufgebraucht ist, werde ich die Tönungscreme von Dr. Hauschka probieren
- bei dieser Firma werden die Rohstoffe, "wann immer möglich, aus kontrolliert-biologischem oder 
biologisch-dynamischem Anbau und unter fairen Bedingungen gewonnen" und die Erzeugnisse sind
tierversuchsfrei. (Bio-)Palmöl wird in kleinen Mengen ausschließlich in den Abdeckstiften verwendet,
 und etwa 60% der verwendeten Palmölderivate sind nach RSPO zertifiziert. Etwas für meine Bedürfnisse
Passenderes konnte ich bisher nicht finden - Tipps für gute komplett palmölfreie und palmölderivat-
freie getönte Tagescremes nehme ich aber gern entgegen.

Nachtcreme:
Da verwende ich aktuell die oben erwähnte Börlind-Creme, die ich aufgrund der inzwischen
entdeckten Inhaltsstoffe in Kombination mit dem hohen Preis bestimmt nicht mehr kaufen werde,
auch wenn Börlind tierversuchsfrei und vegan arbeitet. Alternativ dazu creme ich mich abends
manchmal mit der Lanolincreme von well land und ab und zu auch mit purem Olivenöl ein.
Meine nächsten Experimente werde ich wohl mit 100 % Sheabutter, Arganöl, Traubenkernöl
oder Kokosöl (die letzten drei aus der Bio-Lebensmittelabteilung) machen. Diese wertvollen Öle
sollen allesamt auch gute Eigenschaften als Hautöl besitzen und kommen ganz ohne Chemie aus.






Shampoo:
Zur Zeit wasche ich mir abwechselnd mit drei verschiedenen Produkten die Haare. Das eine, das
ich schon seit ein paar Jahren verwende, weil mir dessen Eigenschaften besonders angenehm sind,
ist ein Naturshampoo von Keorá. Es enthält allerdings Sodium Lauryl Sulfate (SLS), ein in der
Naturkosmetik zugelassenes pflanzliches Tensid, das in diesem Fall zu gleichen Teilen aus Palmöl
und Kokosöl hergestellt wird. Lt. Firmenauskunft ist die "Menge in unseren Shampoos ... im 
Vergleich zur Ergiebigkeit aber fast unschlagbar zu anderen Produkten." 
 
 Bei Bipa erstand ich vor einiger Zeit aus Neugier ein Natürliches Aufbaushampoo der "grünen
Eigenmarke" bi good. Bei all den vielen Umwelt-Zertifizierungen ging ich in meiner damals noch
vorhandenen Naivität davon aus, dass da gewiss kein Palmöl drin ist - aber auch diese Produkte
enthalten Palmölderivate. Die Tube ist jedoch immerhin aus recyceltem Plastik, die Inhaltsstoffe
sind allesamt naturkosmetisch abgesegnet und das Shampoo schäumt recht wenig, was auf geringen 
Einsatz von Tensiden schließen lässt - also ein gutes Zeichen.

Angeregt durch Méas Schilderungen über das Haarewaschen mit Alepposeife habe ich auch das
bereits mehrmals probiert und war mit dem Ergebnis recht zufrieden. Ich glaube aber trotzdem, dass
ich darin noch mehr Übung brauche oder sich meine Haare erst dran gewöhnen müssten. Wenn meine
Shampoos mal aufgebraucht sind, werde ich versuchen, ganz auf die Alepposeife umzusteigen - oder
ich experimentiere mal mit den natürlich duftenden well land Haarseifen mit Schafmilch. Da ich
meine Haare aber (außer nach ganz intensiver sportlicher Betätigung) nicht öfter als alle fünf bis 
sieben Tage shampoonieren muss, kann es bis dahin noch eine Weile dauern...





Deo:
Nachdem sowohl Herr Rostrose als auch ich auf alufreie Deo-Cremes umgestiegen sind,
interessierte uns natürlich auch bei diesen Produkten, ob Palmöl drin ist oder nicht. Und hurra: 
Es ist keins drin - in beiden Fällen! :o) Für mich brachte mein Göttergatte aus dem Reformhaus
Staudigl in der Wiener Wollzeile die Deocreme mit dem umwerfend entzückenden Namen
Honigschnütchen von der Schweizer Firma Pony Hütchen mit. Ich finde den Duft sehr, sehr
angenehm, er hält lange vor und das Deo wirkt den ganzen Tag lang, auch bei warmen
Temperaturen!

Für meinen Mann fanden wir einen Herrenduft bei Wolkenseifen. Auch diese Deocreme hielt
bis jetzt, was sie versprochen hat. Mein Mann scheint vom Geruch her allerdings eher zu dem
 zweiten Herrenduft zu tendieren, von dem er ein Pröbchen erhalten hat. Ich finde sie beide gut.
Die Damenpröbchen sind auch nicht schlecht, da gefällt mir allerdings keines ganz so gut wie
das Honigschnütchen (nicht nur wegen des Namens ;o)).





Putzmittel / Waschmittel:
  
GOOD SOAPS palmölfrei:
Vor einiger Zeit habe ich euch HIER vom Kauf dieser palmölfreien und veganen Reiniger-Serie 
erzählt und euch versprochen, bei Gelegenheit zu berichten, wie ich mit den Produkten zufrieden bin. 
Inzwischen stehen zwei der vier Mittel bereits in Verwendung, und zwar der Kraftreiniger für Küche 
und Bad und der Universalreiniger. Von daher weiß ich, dass diese Produkte nicht nur "so gut wie" 
andere Reinigungsmittel putzen, sondern tatsächlich besser, effektiver, mit weniger eigenem 
Kraftaufwand! Echt tolle Produkte! HIER könnt ihr mehr über die schweizer Firma und ihre
Erzeugnisse erfahren.







Nicht von mir persönlich getestet, aber auf palmölfrei-Seiten empfohlen sind die folgenden Firmen 
bzw. Produkte:

Ulrich natürlich:
Die Firma bietet eine breite Pallette von Wasch- und Reinigungsmitteln ohne Palmöl, aus
nachwachsenden Rohstoffen, tierversuchsfrei und ohne Farb-, Duft- und Konservierungsmittel

SANOLL:
Alles-Könner Haushaltsreiniger - Konzentrat

memo:
Hier gibt es z.B. das palmölfreie Waschmittel Eco Saponine sowie Spülmittel und einen
Universalreiniger auf der Basis von Seifenkraut, einem nachwachsenden natürlichen Rohstoff.

Sonett:
Nicht alle Wasch- und Reinigungsmittel der Firma sind palmölfrei. Aber lt. Firmenauskunft:  
"Palmöl nimmt in unserer Produktion einen relativ geringen Anteil ein. Wir verwenden vor allem 
Rapsöl aus Deutschland und Olivenöl aus Mittelmeerländern, für unsere flüssigen Seifen. Die 
Anteile von Kokos- und Palmfett brauchen wir für unsere Pulver- und Stückseifen wegen ihrer 
Festigkeit bei niederen Temperaturen. SONETT verwendet für die Seifenproduktion ausschließlich 
Palmöl aus kontrolliert biologischem Anbau."


  


Sonderthema Indische Waschnüsse:
Einige Firmen bieten auch Flüssigwaschmittel auf der Basis von indischen Waschnüssen an. Kritische Stimmen meinen 
dazu, dass Waschnüsse von sehr weit her gekarrt werden, obwohl es hierzulande Produkte auf der Basis von Seifenkraut 
& Co. gibt. Dazu möchte ich euch zweierlei nachzudenken geben: Bei herkömmlichem Waschmittel stammen manche 
Inhatsstoffe (Palmöl ...) ebenfalls von weit her. Offenbar ist übrigens vor allem WaschPULVER nicht oder kaum ohne die
härtenden Eigenschaften von Palmöl herzustellen, weshalb ich nur Flüssigwaschmittel ohne Palmöl entdecken konnte. Da 
stört mich allerdings die Plastikflasche. Und bei Flüssigwaschmittel mit Waschnüssen frage ich mich außerdem, wo der 
Sinn verborgen ist: Waschnüsse waschen in ihrer puren Form wunderbar und effektiv - ganz ohne Beigabe von sonstigen 
Mittelchen - und ohne die Notwendigkeit einer Plastikflasche. Da brauche ich doch kein Flüssigwaschmittel, das weniger 
ergiebig, somit auch teurer und weniger umweltfreundlich ist!

Ich beziehe meine indischen Waschnüsse u.a. bei Keorá und komme lange damit aus. Ihr könnt euch auf der verlinkten 
Seite auch informieren, wie die Waschnüsse funktionieren und wie ihr sie am besten einsetzt. Ich selbst verwende meine 
Waschnuss-Portion (mindestens) dreimal hintereinander - nicht im Baumwollbeutelchen sondern in einem Wäschenetz, aber 
es klappt natürlich beides - dann kommen die Schalen auf den Kompost. Für Weißwäsche kommt ein Messlöffel Waschsoda 
dazu, zum Spülen der Wäsche und zum gleichzeitigen Entkalken nehme ich den billigsten Essig, den es im Supermarkt gibt. 
Dadurch ersetze ich einerseits Weichspüler und andererseits Calgon & Co. Die Wäsche riecht nach dem Waschen aber 
keineswegs nach Essig - sondern einfach nur sauber. Wer gerne einen Duft in der Wäsche hat, kann dem Spülgang ein 
paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen - oder wie in der "guten alten Zeit" ein Lavendelsäckchen in den Schrank geben. 
Das hilft auch gegen Motten.

Wenn ihr jedoch am allerliebsten mit Pulver waschen wollt und dieses sollte palmölfrei sein, habe 
ich folgenden Selbermach-Tipp für euch im Netz gefunden: Ökologisches Waschpulver aus eigener 
Herstellung. Allerdings gibt es hier zu beachten, dass die verwendete Kernseife palmölfrei ist.

HIER findet ihr noch weitere Firmen und Produkte ohne Palmöl.




Zum Schluß noch die versprochenen
Bezeichnungen für Palmöl!

Die folgenden Inhaltsstoffe zeigen die gängigsten Bezeichnungen für direktes Palmöl oder Palmöl-
Derivate (= Inhaltsstoffe, die auf Basis von Palm-, Kokos- oder Ölen von Saaten hergestellt sein können.)


Cetearyl Alcohol
Cetyl Alcohol
Cetyl Palmitate
Coconut Butter Equivalent (CBE)
Coconut Butter Substitute (CBS)
Elaeis Guineensis
Emulsifiers E471
Fatty Alcohol Sulphates
Glyceryl Laurate
Glyceryl Stearate
Hydrated Palm Glycerides
Isopropyl
Octyl Palmitate (auf alle palmitate-Endungen achten)
Palm Oil Kernal
Palm Olein
Palm Sterine
Palmate
Palmitate
Sodium Dodecyl Sulphate (auch SDS oder NaDS)
Sodium Isostearoyl Lactylaye
Sodium Laureth Sulphate
Sodium Lauryl Sulfoacetate SLSA (meist Kokosöl, kann jedoch auch mit Palmöl hergestellt werden – deshalb unsicher)
Sodium Lauryl Sulphate (kann auch nur aus Rizinusöl hergestellt sein)
Steareth -2
Steareth -20
Stearic Acid
Vegetable Oil / Vegetable Fat (bei der Firma nachfragen - diese Bezeichnung kann jedes Öl meinen!)
(Quelle: Vegan-Beauty-Blog von Erbse)

Ich trage die Liste jetzt in ausgedruckter Form in meiner Handtasche bei mir - so kann ich beim
Einkaufen gleich mal nachsehen, ob ich dieses Produkt überhaupt will bzw. ob ich mich zuerst mal
mit dem Erzeuger in Verbindung setze.
♥♥♥♥

Herzlichen Dank für euer Interesse!
Diesen Beitrag verlinke ich bei meiner eigenen Aktion ANL
Auch ihr könnt euch übrigens noch bis zum Abend des 1. Juni bei A New Life
mit euren umweltfreundlichen, nachdenklichen, nachhaltigen ... Beiträgen verlinken - und ich
danke allen, die das bisher schon getan haben!

Die Naturaufnahmen kommen zu Juttas Natur-Donnerstag sowie zu  
Gabrieles Streifzug am Mittwoch.


♥♥♥♥
Alles Liebe, eure Traude 
♥♥♥♥
  Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +

PS:
(Anm.: Auch wenn ich Links zu Firmen gesetzt habe, handelt es sich bei keiner dieser Nennungen um bezahlte Werbung, 
sondern lediglich um Informationen von mir an euch. Von Thea Welland habe ich Gratis-Proben zum Testen erhalten, auch 
im Paket von Wolkenseifen waren kleine Pröbchen enthalten - und wenn ihr bei der Firma Keorá, bei der ich schon lange 
zufriedene Kundin bin, bestellt und mich als "Quelle" nennt, erhalte ich nach eurer Bestellung einen Gutschein. Meine 
Meinung kann dadurch nicht beeinflusst werden. 

Ich habe mich um größtmögliche Genauigkeit bemüht, trotzdem kann meine Aufstellung Fehler enthalten und sie ist 
bestimmt nicht vollständig. Ich kann also keine Garantien übernehmen und ich entschuldige mich schon jetzt, wenn ich eine 
Firma oder ein Produkt zu nennen vergessen habe. Ich bin aber gern bereit, meinen Beitrag um palmölfreie Produkte zu 
ergänzen! Infos bitte per Kommentar oder per Mail an mich. Meine E-Mail-Adresse ist in meinem Profil hinterlegt.)


PPS:

Zum Weiterlesen:


Freitag, 20. Mai 2016

Kira - ♥ ein neues Familienmitglied ♥

Servus, ihr Lieben,


... heute möchte ich euch ein neues Mitglied der "erweiterten 
Rostrosenfamilie" vorstellen. Meine Enkelkatzen - also das Miezen-Pärchen meiner Tochter 
Jana - kennt ihr ja nun schon seit einiger Zeit. Nun ist bei meinem Bruder und meiner Schwägerin 
die kleine Kira eingezogen - mein Nichtenhund also (oder meine Hundenichte? Egal!). Und weil
sowohl Jana als auch ich das drei Monate alte schwarze Labradormädchen gern kennenlernen
wollten, gab es vor kurzem ein Kira-Meet-&-Greet-&-Knuddel im Garten meines
Bruders und seiner Frau Gitte.

A short English summary of this post:
Today I want to introduce you to a new member of the "extended Rust-Rose-Family": my  
brothers little dog Kira. My daughter Jana and I gladly wanted to get to know the three-month-old
 black Labrador girl - so there was recently a Kira-meet-&-greet-&-cuddling in the garden of my 
brother and his wife Gitte. The old brown dog is Apoll, the other family-dog.
Hugs, Traude


Umwerfend süß, nicht wahr? :o)


Wie ihr seht, waren wir allesamt in unserem Element ;o)
Falls ihr euch fragt, was es mit dem großen braunen Hund auf sich hat - das ist der mittlerweile
schon recht betagte Apoll, ein Chesapeake Bay Retriever - mein alter "Hundeneffe", der jetzt bei 
Kira quasi die Opa-Funktion übernommen hat. Hier ein paar entzückende Handyfotos meines
Bruders, die sehr deutlich zeigen, wie gut sich die beiden verstehen:






Und falls euch interessiert, warum in manchen
Collagen Schnecken und nasse Blüten zu sehen sind: Die habe ich bei einem Streifzug durch
unseren verregneten Garten kurz nach dem sonnigen Kira-Besuchstag aufgenommen - und sie
hier einfach druntergemischt (weil Nach-dem-Regen-Bilder ja auch etwas Schönes haben - und
die Blüten das Posting farblich ein bisserl aufpeppen ;o))...





Ines Meyroses Modethema für den Mai lautet  
Draußen mit Freunden - Im Garten oder Stadtpark, und da die Familie ja im besten Fall
zum Freundeskreis zählt, verlinke ich meinen heutigen Beitrag auch dort. Wenn man sich auf 
"Tierbeobachtungs"-Tour befindet, ist Safari-Kleidung immer von Vorteil - so erklärt sich mein 
diesmaliger "Draußen-Look". Allerdings blieb es dann nicht beim Beobachten - war ja auch zu
erwarten ;o)) - und so werde ich beim nächsten Mal lieber eine dunklere Hose *) anziehen, wenn
die Möglichkeit besteht, dass ich mich mit Hunden auf der Wiese balge ;o))

*) Macht nichts, die Grasflecken sind mit Hilfe meiner Waschnüsse auch aus der hellen Hose gut rausgegangen!
 Mehr darüber demnächst!




Außer bei Ines Meyroses Modejahr 2016 verlinke ich diesen Beitrag
bei Sunnys Um Kopf und Kragen und zusätzlich bei Tinas Freitagsoutfit.
   Die Naturaufnahmen sind für Juttas Natur-Donnerstag sowie für
 Gabrieles Streifzug am Mittwoch. Und bei meiner eigenen Aktion   
A NEW LIFE bin ich mit den Naturmotiven und meiner nachhaltig
genützten Kleidung ebenfalls dabei.

http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl-new-life.html


Nun danke ich euch noch sehr für eure zahlreichen Besuche und eure wunderbaren
Kommentare zu meinem fünften ANL-Post mit dem Thema Nahrungsmittel ohne Palmöl!

Ja, es stimmt, da steckt viel Arbeit dahinter - aber das Thema ist mir persönlich wichtig, und
nachdem ich bei euch viel Interesse feststelle, denke ich, dass sich all diese Recherchearbeit
und Tipperei auch lohnt.





Ich hoffe, ihr kommt ab 25. Mai auch zum zweiten Teil des "Produkte ohne Palmöl"-Themas
wieder so zahlreich bei mir vorbei - da wird es dann um Putz- und Waschmittel sowie Kosmetik
gehen. In diesem Bereich steckt noch mehr Arbeit drin ;o)) - und jede Menge Möglichkeiten für
uns alle, Palmöl einzusparen! Und - ob ihr's glaubt oder nicht - es wird dort (für alle, die sich
mehr für Tiere als für Kosmetik interessieren) auch jede Menge zum Thema passende Tierbilder
 zu sehen geben! (Diesmal sind es keine Orang Utans! Und auch keine Hunde... Neugierig geworden? Fein!!! ;o))


Über eure bisherigen Verlinkungen bei A NEW LIFE #5 habe ich mich ebenfalls sehr gefreut!
Bis zum Abend des 1. Juni könnt auch ihr da noch eure Posts zum Thema Natur, Umweltschutz,
DIY und "wie man die Welt sonst noch besser macht" verlinken. Ich freue mich - wie gesagt -
auch sehr über Selbstgenähtes, Selbstgebasteltes - denn DIY ist immer besser als kaufen -
und über Veggie- und Resteverwertungs-Rezepte!
Mehr Infos zum Thema findet ihr HIER.



Fotos: Tochter und Mutter Rostrose sowie der Rostrosenbruder ;o))
Herzlichst, eure Traude
  Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +

PS: Ich hatte in letzter Zeit (neuerlich) ziemlich ausgeprägte Probleme mit Google - musste während des Bloggens 
mehrmals täglich das Passwort eingeben - und als ich dann die Verknüpfung mit meinem Smartphone akzeptiert habe, 
lief auch einiges schief (und es funktioniert immer noch nicht perfekt). Ist es euch auch so ergangen? Was haben die 
da schon wieder "verschlechtbessert"?

Sonntag, 15. Mai 2016

Thema Palmöl / Was können wir tun - Teil 1 - ✿ - (A New Life #5)

Servus, ihr Lieben!
✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ܓܓ✿ܓ✿ܓ


Ich freue mich, dass ihr auch heute meine Aktion A NEW LIFE - Achtsamkeit, Nachhaltigkeit,
Lebensqualität - besucht! Und ich danke euch herzlich für alle Beitrage, die ihr zu den vier bisherigen
ANL-Aktionen schon geleistet habt! Wie angekündigt, gibt es heute die Fortsetzung zu meinem
ANL #4-Beitrag mit dem Thema Palmöl. Im vorigen Teil habe ich euch erzählt, welche katastrophalen
Folgen der Palmölanbau für die Regenwälder dieser Welt, für die Tiere und Menschen, die dort leben
und für unser aller Klima hat.

Für meinen heutigen ANL-Beitrag habe ich ein paar Tipps und Produktempfehlungen zusammengetragen,
die euch dabei helfen können, auf palmölfreie Produkte oder Produkte mit gut kontrolliertem Bio-Palmöl
umzusteigen. Und ein paar Schilderungen zu persönlichen Erfahrungen sind ebenfalls dabei!




A short English summary of this post:
In my current ANL post I have a few tips and product recommendations that can help you  
to switch to palm oil-free products or products with well-controlled organic palm oil.
In addition, you get to see my new, colorful Fair-Trade-belt. It is now completing many  
simple-colored outfits with its vivid pattern!
Hugs, Traude



Damit es außerdem wieder etwas "zu schauen" gibt, bekommt ihr meinen neuen, farbenfrohen Fair-Trade-
Gürtel zu sehen, den ich im Zuge meiner "Palmöl-Recherchen" im Weltladen in Baden entdeckt habe.
Nicht dass ich ihn nach meinen strengen "ich-kaufe-nur-was-ich-brauche"-Kriterien von HIER wirklich
"benötigt" hätte - aber es war Liebe auf den ersten Blick und er erfüllt als Erzeugung eines Fair-Trade-
Projekts ja einen guten Zweck. Und außerdem fand ich, dass ich für das viele Recherchieren eine kleine
Belohnung verdient habe ;o) - deshalb durfte er mit und ergänzt nun viele eher schlicht-farbige Outfits
mit seinem lebendigen Muster!


Übrigens trage ich hier zum blau-bunten Fair-Trade-Gürtel ein kurzes Kleid über dem langen Rock. In gewisser Weise 
hat mich zu diesem Lagenlook die Beschäftigung mit dem Gudrun-Sj*den-Stil von neulich gebracht...


Zurück zu meinem ANL #4-Artikel "Leben ohne Palmöl". Seit dieser Beitrag in meinem Blog
erschienen ist, habe ich mir ein paarmal gedacht "Pfuuuuh, auf welches wahnwitzige Thema habe ich
mich da bloß eingelassen!?" Denn in der Zwischenzeit habe ich viele themenbezogene Gespräche
geführt und zahlreiche Stellungnahmen auf meine Firmen-Anfragen erhalten (von REWE / BIPA,
Sonett, Lavera, Keora, SPAR, Ferrero, Börlind, Dr. Hauschka, Unilever / RAMA, i+m Naturkosmetik...)
Und ich weiß nun, dass das Palmölthema noch komplizierter und komplexer ist als ursprünglich
angenommen.


Die Spitzenbluse hab ich wieder aus meiner Verkleidungskiste ausgegraben. Sie war mit eine Weile zu eng...



Was ist so kompliziert daran? 

Nun, ursprünglich hätte eine meiner ersten Empfehlungen gelautet: "Kauft möglichst nur noch
Produkte, die kein Palmöl enthalten (oder nachweislich nur Bio-Palmöl)!" Inzwischen weiß ich,
dass Produkte, die andere Öle (vor allem in Nicht-Bio-Qualität) enthalten, auch nicht die optimale
Lösung sind.

Ich habe in den letzten Tagen dazugelernt, dass sich bei Totalumstieg von Palmöl auf Raps & Co. das
Problem meist nur verschiebt. Auf den Punkt gebracht wird das in diesem WWF-Blogbeitrag zum Thema
"Palmöl: Macht es Sinn, Nutella zu boykottieren?"
 
Zitat: "Wird Palmöl beispielsweise durch Sojaöl ersetzt, kommen wir vom Regen in die Traufe. 
Wir würden die sechsfache Fläche benötigen und dazu kommt noch das Problem „Gensoja“. Eine 
ähnliche Rechnung könnte ich auch für Raps und Sonnenblumen aufstellen, die zwar nicht in den 
Tropen wachsen, aber auch mehr Fläche benötigen als Palmöl."


Hier der Gürtel zum LBD (Little black dress = Kleines Schwarzes) und blauen Zutaten



Sprich: Würden die Firmen von Palmöl z.B. auf (Gen- oder Nicht-Gen)-Soja umsteigen und dieses
würde ebenfalls in den Tropen angebaut, wird noch mehr Anbaufläche benötigt und es werden daher
noch mehr Regenwälder und Torfmoorgebiete zerstört ...

Und würden die Großkonzerne im großen Stil auf "hierzulande gängige Öle" umsteigen, würde das
vor allem bedeuten, dass sie für das billige Palmöl andere billige Alternativen suchen: Kein Öl aus
heimischer Produktion (für die die Flächen in D, CH oder Ö gar nicht ausreichen würden) und auch
keine Bio-Landwirtschaft, sondern (Zitat REWE): "Die Folge wäre das Entstehen von Mais-, 
Sonnenblumenmonokulturen u.a. in großem Ausmaß vor allem in osteuropäischen Ländern."
Natürlich mit Pestizid- und Chemie-Düngereinsatz - womit der Umwelt auch nichts Gutes getan
wird... (selbst wenn sich die Transportwege verkürzen - denn immerhin ist Osteuropa näher als
Indonesien ...)





Was empfiehlt die WWF-Expertin anstelle eines generellen Palmöl-Boykotts?

Zitat: "Besser wäre es, wenn wir alle ein wenig mehr auf unser Einkaufsverhalten achten würden. 
Daher meine Tipps zum Vermeiden von Palmöl: Kauft möglichst frische Lebensmittel, weniger Süßes 
und Fettiges, auch wenn es weh tut! Schmeißt weniger weg! Und kauft Bio, denn Biopalmöl kommt 
zusätzlich noch ohne Pestizide aus."

Zitat: "Die einzige wirkliche Alternative, die ich sehe, ist die Verwendung von nachhaltigerem 
Palmöl. Ja, dafür hat der WWF schon viel Prügel kassiert. Denn der Runde Tisch für Palmöl 
(RSPO), der zumindest  die Einhaltung von Mindeststandards bei der Produktion einfordert, steht 
immer wieder in der Kritik, weil Mitglieder gegen Kriterien verstoßen. Der RSPO ist kein Öko-Label 
und auch uns fehlen noch schärfere Kriterien – aber nichts tun, ist auch keine Lösung."
 
Gut, da sind wir uns also einig! :o)) Nichtstun ist keine Lösung - und die Veränderung unseres
Einkaufsverhaltens ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Generell - egal ob es sich um
Lebensmittel, um Klamotten, um Kosmetik, Haushaltsprodukte, Möbel, Technik oder Kleinkram
handelt! Es läuft immer wieder auf die Frage hinaus:  
Brauchen wir das alles wirklich?


Hier nochmal zum LBD, aber mit langem Rock darunter und ein paar Ketten mehr


Was empfiehlt Frau Rostrose bzw. wie wird sie sich in Sachen Palmöl nun 
selbst verhalten?

Ich werde dennoch nach Möglichkeit Palmöl vermeiden oder nur zu Produkten mit 
Bio-Palmöl greifen: 
Meiner Meinung wissen noch viel zu wenige Personen über die Palmöl-Problematik Bescheid.
Das heißt, wenn ich als eine der wenigen (herkömmliches oder RSPO-) Palmöl so weit wie möglich
vermeide, trage ich längst noch nicht dazu bei, dass in Osteuropa die besagten Monokulturen entstehen.
 Ich zeige damit nur, dass ich kein herkömmliches Palmöl konsumieren möchte und auch noch nicht mit
dem aktuellen Zustand der RSPO-Zertifizierung zufrieden bin. (Mal ganz abgesehen davon, dass alle 
 Firmen, die ich bisher angeschrieben habe, sich inzwischen angeblich für den Schutz des Regenwaldes
stark machen und RSPO-Mitglieder sind ... Vielleicht sind und tun sie das ja wirklich, zumindest die
 Mitgliedschaft bei einer Palmöl-zertifizierenden Organisation ist schließlich überprüfbar. Aber ich
bin erst bereit, all dieses Engagement für voll zunehmen, wenn ich von Greenpeace, WWF, Rettet
den Regenwald & Co. erfahre, dass die Regenwaldrodungen endlich gestoppt wurden! Denn von
bloßen Lippenbekenntnissen und Greenwashing halte ich nichts!)

Ich werde ganz allgemein vor allem zu Bio-Produkten greifen, ob nun mit oder ohne Palmöl:
Mache ich ohnehin schon seit langem häufig, aber nun in noch stärkerem Ausmaß.





Ich werde weiterhin mit Firmen kommunizieren, die Palmöl verwenden (oder Anfragen senden, 
wenn es nicht gesichert ist, ob sie Palmöl verwenden):

Jede Firma hat heutzutage schon ihre Website, auf der sich irgendwo auch eine E-Mail-Adresse
oder ein Kontaktfomular findet. Es macht Sinn, Anfragen an die Firmen zu richten, nach welchen
Kriterien das verwendete Palmöl angebaut wird, um zu zeigen, dass es den Konsumenten nicht egal
ist, welche Rohstoffe für ein Produkt verwendet werden. Ich habe bereits mehrere vorgefertigte Texte,
die ich je nach Anlass etwas abändere und an die Firmen verschicke, um meinen Konsumentenwunsch
auch wirklich kundzutun. Hier ein Muster, das ihr (je nach Bedarf abgeändert) für eigene Palmöl-
Anfragen verwenden könnt:


Sehr geehrte Damen und Herren, 
bisher habe ich Ihr Produkt XY gekauft. Vor einiger Zeit jedoch habe ich begonnen, mich intensiv mit der Palmöl-
Problematik auseinander zu setzen und weiß daher, dass für Palmöl Regenwälder gerodet, Menschenrechte verletzt 
und die letzten Lebensräume seltener Tiere  zerstört werden. An diesem  Leid möchte ich nicht mit verantwortlich 
sein. Auch sogenanntes „nachhaltiges“ Palmöl ist nur eine schwache Alternative, so lange es keine Kontrollen gibt, 
die für mich eindeutige Sicherheit bieten. Ich ersuche Sie daher um Information, 
* ob in ihrem Produkt Palmöl enthalten ist und wenn ja, 
* in wie weit sich ihre Firma dafür einsetzt, dass kein Regenwald für Palmöl zerstört wird und die Plantagen auf 
ökologische und faire Art und Weise geführt und die diesbezüglichen Kontrollen verschärft werden.
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Frau Rostrose





 ✿ Nun aber zu den versprochenen Tipps und Produktempfehlungen!

Weil die Liste samt meinen Zusatzbemerkungen ziemlich lang ist, habe ich beschlossen, sie euch
in zwei Teilen zu bieten. Nach WWF-Angaben werden 68% des weltweiten Palmölertrags für
Nahrung verarbeitet. Bei Lebensmitteln besteht außerdem inzwischen Deklarationspflicht - d.h.,
 wenn Speiseeis, Schokoriegel oder Fertigpizza Palmöl enthalten, dann muss das auch auf der
Verpackung stehen. Also ist hier der Palmölgehalt leichter feststellbar als bei Wasch- und Putz-
mitteln, Hautcremes etc. Daher geht's heute mal nur um Lebensmittel. Kosmetikartikel &
Co. kommen dann in meinem übernächsten Post (am 25. Mai) an die Reihe! Ich hoffe, ihr seid mir
nicht böse deswegen, aber ich habe festgestellt, dass der Artikel sonst nicht mehr lesbar / zumutbar
gewesen wäre...


✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ܓܓ✿ܓ✿ܓ

Schokocreme / Haselnusscreme
mit Bio-Palmöl:

EZA Equita Schokoaufstrich:
Mit den Frauen vom Weltladen in Baden hatte ich ein längeres und interessantes Gespräch über 
die Lebensmittel, die in ihrem Laden angeboten werden. Es gibt in EZA-Läden oder Weltläden
 nämlich absolut keine Waren mehr, die herkömmlich gewonnenes Palmöl enthalten - Bio-Fair-
Trade-Palmöl ist jedoch in einigen Produkten drin, so auch im Equita Schokoaufstrich. HIER 
könnt ihr euch mehr über das Serendipalm-Palmölprojekt in Ghana durchlesen. Für dieses Palmöl
 wird kein Regenwald abgeholzt - klingt mir vertrauenswürdig, scheint gut kontrolliert zu werden 
und erfüllt auch humanitäre Funktionen. Ich denke, auf diese Art und Weise kann man Produkte 
mit Palmöl ab und zu kaufen. (Überhaupt, wenn man die oben genannten Alternativen bedenkt.)



Foto via - Serendipalm-Palmölprojekt

Rapunzel - Samba Kokos Haselnuss-Schoko Creme mit Kokosraspeln 
oder Rapunzel - Choco Zartbitter-Schoko-Creme
sowie andere vergleichbare Cremes der Firma enthalten zwar Palmöl, doch es ist lt. Greenpeace
Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl. Dieses folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem 
Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. Ausgenommen davon sind 
Flächen, die vor 1994 gerodet worden sind. Die Produktion von Bio-Palmöl führt demnach nicht zu 
Regenwaldzerstörung. 

 Alnatura - Schoko-Nuss Cocos Creme 
enthält wie die anderen Alnatura-Aufstriche Bio-Palmöl nach obigen Standards.


Schokocreme / Haselnusscreme 
palmölfrei / selbstgemacht:

Nocciolata - Rigoni di Asiago:
 Dieser Nuss-Nougat-Aufstrich enthält statt Palmöl Sonnenblumenöl und soll geschmacklich sehr
nah ans Vorbild herankommen.

vantastic foods original Schakalode Aufstrich
Das ist kein Tippfehler - die heißt wirklich so! ;o) Hier ist ebenfalls Sonnenblumenöl anstelle von
Palmöl drin. Für die Liebhaber weißer Schokolade gibt es hier außerdem eine weiße Alternative!

Eimsbütteler Kakaocreme pur
Diese Creme kommt mit Haselnussöl als einzigem Öl aus - keine Palme weit und breit! ;o)


andere Schokoaufstriche:
Auf DIESER Seite findet ihr neben einigen der oben genannten noch ein paar weitere 
Aufstriche ohne Palmöl. 

Anna vom Blog weibswort hat mir neulich in einem Kommentar mitgeteilt, dass sie eine 
palmölfreie Nuss-Nougat-Creme bei Aldi gefunden hat.  


Auf DIESER interessanten Living-Nature-Seite entdeckte ich folgendes Nuss-Schoko-Creme-
Rezept zum Nachmachen:

100 g Haselnüsse
1,5 EL neutrales Öl
100 g Zartbitter-, Reismilch- oder (palmölfreie) Nougatschokolade
1 EL Kakaopulver

Haselnüsse circa 10 Minuten bei 180°C im Backofen rösten. Die Haut mit einem Küchenhandtuch
abrubbeln. Haselnüsse in einem Mixer mahlen, bis eine Paste entsteht. Öl hinzugeben und weiter
mixen. Je länger desto feiner wird die Creme. Schokolade schmelzen und zusammen mit dem
Kakaopulver zur Haselnussmasse geben. Im Kühlschrank aufbewahren.
Quelle: peta.de

Oder ihr macht es euch so einfach wie ich:
Pro Portion vermischt ihr ca. 1 EL 100 % Bio-Haselnussmus (z.B. von Rapunzel) mit 1/2 - 1 TL
Honig oder Ahornsirup - und wer möchte, rührt auch noch 1/2 TL Kakaopulver unter. That's it!
Schmeckt für meinen Geschmack viel besser als Nutella & Co, hat weniger Zucker und Null
Zusatzstoffe!


Fotos via - EZA-Bio-Kakao für Schokoaufstrich und Schokoladen


Schokolade / Schokoriegel:
palmölfrei oder mit Bio-Palmöl: 

EZA-Fairetta-Schokoladen:
 Fair-Trade-Bio-Schokolade in vielen verschiedenen Sorten - enthält Bio-Palmöl.
 
  Allos:
Die Bio-Riegel, Schokoladen und anderen Süßigkeiten von Allos sind palmölfrei

GEPA:
Die Bio-Schokoladen von GEPA kommen ebenfalls ohne Palmöl aus.

Organic Foodbar:
Der Bio-Schokoriegel „Keerunch!“ und andere Produkte von Organic Foodbar sind palmölfrei. 

HIER findet ihr noch jede Menge weitere palmölfreie Süßigkeiten!



Und hier zum blauen Desig*al-Kleid mit langem Rotrock drunter :o)


 Kekse und Müslis: 

Leider enthalten auch die meisten Supermarkt-Kekse (z.B. die Prinzenrolle) und viele Müslis und
Frühstücksflocken herkömmliches Palmfett. 


Schoko-Butterkekse von Alnatura:
Die Alnatura-Schokobutterkekse sind frei von Palmöl.
Die Doppelkekse von Alnatura hingegen enhalten Bio-Palmöl.

veg life enterprise:
 Die Produkte, die ihr hier bestellen könnt, sind alle Bio, palmölfrei und vegan. 
HIER kommt ihr zu den Keksen. HIER zu den Müslis & Co.
Und HIER zum Interview, warum Bio, palmölfrei und vegan

EZA Muesli Esotico:
Bio und palmölfrei!

EZA Snacks und Kekse: 
sind entweder palmölfrei oder enthalten Bio-Palmöl


Nicht zu vergessen: Kekse lassen sich sehr gut selber backen - ganz ohne Palmfett ;o)
Und auch Müsli kann man mit palmölfreien Einzelzutaten wie Haferflocken, Rosinen und anderen 
Trockenfrüchten, Quinoa-Pops etc. ganz einfach selber mischen ...

Und wenn wir schon beim Selbermach-Thema sind: Auch die meisten Fertiggerichte, einige
Packerlsuppen (= Tütensuppen) & Co. enthalten Palmöl. Hier ist die beste Alternative natürlich
selber frisch kochen - wenn dafür aus beruflichen Gründen nicht immer genug Zeit ist, zur Not
 auf Vorrat. (Beate ist ja gegen das Einfrieren, aber wir haben noch keine schlechten Erfahrungen mit
selbst zubereiteten und dann eingefrorenen Lebensmitteln gemacht, und wir haben auch nicht das
Gefühl, dass sie weniger satt machen. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Einige
Lebensmittel lassen sich auch gut in Einweckgläsern konservieren oder ein paar Tage lang
im Kühlschrank aufheben.)





(Anm.: Bei diesem Post handelt es sich in keinem Fall um bezahlte Werbung, sondern lediglich um Informationen von mir an 
euch. Doch selbst wenn man mich sponsert, gebe ich  stets nur meine tatsächliche Meinung bekannt. Was die Nennung der 
Produkte und Firmen betrifft, habe ich mich um größtmögliche Genauigkeit bemüht, trotzdem kann meine Aufstellung Fehler 
enthalten und sie ist bestimmt nicht vollständig. Ich kann also keine Garantien übernehmen und ich entschuldige mich schon 
jetzt, wenn ich eine Firma oder ein Produkt zu nennen vergessen habe. Ich bin aber gern bereit, meinen Beitrag um palmöl-
freie oder Bio-Palmöl-Produkte zu ergänzen oder Produkte, die ich hier angeführt habe und die nachweislich DOCH 
herkömmliches Palmöl enthalten, zu streichen oder mit Zusatz-Informationen zu versehen! Infos bitte per Kommentar oder 
per Mail an mich. Meine E-Mail-Adresse ist in meinem Profil hinterlegt.)


Auf der UMWELTBLICK-Seite erhaltet Ihr noch jede Menge weitere Tipps für Produkte
ohne Palmöl!
Und hier geht's zur Code-Check-Info-Seite mit diversen palmölfreien Produkten.

♥ 
Ich verlinke diesen Beitrag bei Sunnys Um Kopf und Kragen, bei Tinas Freitagsoutfit, bei 
Sabines Outfit des Monats und mit der Bluse aus der Verkleidungskiste bei Elas Schrankmonstern.
 Mit den gezeigten Outfits lässt es sich gut mit Freunden durch den Stadtpark bummeln, bei Open 
Airs tanzen oder Gartenfeste feiern, weshalb ich diesen Beitrag auch bei Ines Meyroses Mai-Thema 
 

Und nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Themen, die die Welt ein Stückerl
besser machen. HIER könnt ihr euch die verlinkten Posts von euch und allen anderen Beteiligten
noch einmal ansehen und außerdem die Hintergründe der Aktion erfahren, die Spielregeln durch-
lesen oder euch Tipps für passende Beiträge holen. Wenn ihr auf diesen Link klickt, bekommt ihr
übrigens auch eine Anleitung, wie das mit dem Verlinken funktioniert (für alle, die es bisher nicht
versucht oder geschafft haben). Erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt
zu einem besseren Platz macht. Jede gute Idee kann ansteckend wirken!



✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿♥♥♥♥ܓܓ✿ܓ✿ܓ
Herzliche Rostrosengrüße und schöne Pfingsttage,
eure Traude