Mittwoch, 29. Juni 2016

Kurzurlaubs-und-Bloggertreff-Bericht -Teil 2

Servus, Ihr Lieben!


Vielen Dank für eure vielen lieben Kommentare zu meinem
neuesten Rezept-plus-Outfit-Post - und ebenso für die zum ersten Teil meines diesmal nur
zweiteiligen Reiseberichtes über die schöne Woche im östlichen Deutschland [inklusive
mehrfachem "Bloggertreffen" mit Beate aus dem Bahnwärterhäuschen ;-)] Ich freue mich
sehr, dass ihr gern mit uns gewandert und nach Dresden gefahren seid! Heute geht's mit anderen
schönen Ecken dieser Gegend weiter, und zwar in gewohnt abwechslungsreicher Art und
Weise:

Fotos unten:
Am vierten Tag zeigte uns Beate das wunderhübsche Schloss Pillnitz samt ebenfalls sehens-
wertem Schlosspark. Ohne es vorab besprochen zu haben, trugen wir beide etwas Rotes und
etwas Grünliches: Beate kombinierte ein aufsehenerregendes Kenzo-Kleid aus dem Second-
Hand-Laden mit einer mint- oder türkisgrün gerahmten Sonnenbrille und passendem Haar-
schmuck, und ich trug zum roten Biobaumwoll-Maxirock ein Shirt mit grün-pinkem Palmen-
und Kolibri-Muster sowie eine meiner roten Ketten plus Tuch. (Das rotweiße Tüpfel-Tuch durfte
zunächst den Gürtel spielen, später musste es wieder als Kopfbedeckung herhalten.) Ich finde,
so passten wir gut ins Ambiente.





Hier kann man stundenlang umherwandeln und vom barocken Lustgarten bis zum natürlichen
Ententeich, von alten, nach Umarmungen lechzenden Baumriesen bis zu verwunschen wirkenden
Winkeln und bezaubernden Pavillons vieles entdecken - auch Entenküken und Eichhörnchen,
unterm Schlossdach nistende Schwalben (siehe obere Collage) und entzückende Wachteln
(im Palmenhaus).

Nicht aus Fleisch und Blut ist hingegen der Pfau, den ihr in der unteren Collage seht.
Insgesamt gibt es zwei solche Pfauen - sie sind Teil der diesjährigen Sonderausstellung
"Der Gärtner des Maharadschas - Ein Sachse bezaubert Indien". Wir beschränkten uns
auf den Freiluft-Teil der Schau, denn bei derart blauem Himmel konnte man uns einfach nicht
nach drinnen locken. Beate war schmuckmäßig perfekt auf das Thema eingestellt - an
ihrem Handgelenk baumelte ein kleiner indischer Elefant (siehe unten)!





Fotos oben:
In das schöne Palmenhaus ließen wir uns dann doch hineinlocken und sahen dort nicht nur
die bereits erwähnten Wachteln, sondern auch exotische Blütenpracht und moderne Kunst.

Fotos unten:
Ganz alte Steinmetzwerke hingegen zeigte uns Beate nach unserer Mittagpause auf diesem
kleinen Friedhof, der zu einem Kirchlein direkt an der Elbe gehört:




Kurz darauf überquerten wir die Elbe über die Brücke "Das blaue Wunder", bei der am
Vortag bei unserer Rundfahrt das Salonschiff "August der Starke" gewendet hat. Hier konnten
wir uns das Pillnitzer Schloss nochmal vom anderen Ufer aus ansehen und außerdem in der
gemütlich-mediterran wirkenden Villa Marie ein wenig entspannen. Den Gänsemarsch konnten
wir ebenfalls am Elbufer beobachten - und später gab's dann auch noch im Bahnwärterhäuschen
eine kuschelige Katze Lisbeth zu kraulen - sie war allerdings auch ganz begeistert von Edis
Wanderschuhen samt Schuhbändern! ;-)




Fotos unten:
Zu unserer ersten Unternehmung vom fünften Tag gibt es eine kleine Vorgeschichte: HIER
findet ihr meinen Beitrag über das Wiedersehen mit "alten" Freunden in den Blumengärten
Hirchstetten. Darin erzählte ich euch, dass Wolfgang uns unter anderem die nostalgischen Schätze
 im Bauernhaus der Blumengärten zeigte. Darunter war auch ein mit Kunstblumen geschmücktes
Heiligenbild (das ihr in dieser Collage ganz unten seht), und Wolfgang erzählte uns, dass diese
Kunstblumen in der Sächsischen Schweiz in einer Manufaktur noch immer von Hand erzeugt
werden.

"Das ist aber lustig", meinte ich, "wir machen nämlich in ein paar Wochen in der Sächsischen
Schweiz Urlaub!" Und ein Betrieb, in dem eine so traditionelle Handwerkskunst nach wie vor
beherrscht wird, interessierte uns Rostrosen natürlich.




So ergab es sich, dass Wolfgang die Kontaktdaten der Deutschen Kunstblume Sebnitz
für mich heraussuchte und mir auch den Namen des Mannes nannte, mit dem seinerzeit die 
Zusammenarbeit zwischen den Blumengärten Hirschstetten und der Kunstblumenmanufaktur
stattgefunden hatte - mit der Bitte, Herrn Hartig schöne Grüße zu bestellen, falls wir nach
Sebnitz kämen. 

Das haben wir gern getan - und wie ihr oben sehen könnt, ließ sich Herr Hartig auch mit
Beate und mir fotografieren. Außerdem bekamen wir von ihm eine sehr interessante Spezial-
führung durchs ganze Haus, für die ich an dieser Stelle noch einmal herzlich DANKE sagen
möchte!

Hier kann ich euch nur einen winzigkleinen Überblick über die zahlreichen Arbeitsschritte
zeigen, die nötig sind, um aus etwas Stoff, Farbe und zarten Draht kunstvolle Blumen zu
zaubern - sie werden gestanzt, geprägt, gefärbt oder bemalt und schließlich Blütenblatt für
Blütenblatt von Hand zusammengefügt - aber wenn ihr mal in die Gegend kommt, kann ich
euch eine Führung durch die Manufaktur sehr ans Herz legen!




Beate und ich haben am Schluss übrigens auch etwas erstanden: Einerseits gönnten wir uns
beide eine Edelweiß-Brosche, andererseits stellte ich für meine Mutter (die dieser Tage ihren
90. Geburtstag hatte) ein kleines Wiesenblumensträußchen aus Sebnitzer Kunstblumen zusammen
(obere Collage, letzte Reihe), denn im Pflegeheim kann sie sich nicht mehr um "echte" Blumen
kümmern - aber mit diesen schönen Margeriten, Mohn- und Kornblumen hatte sie eine große
Freude.

Das Fachwerkhaus, das ihr in der oberen Collage zwischen den zwei Blumenstrauß-
fotos seht, gehört zur malerischen Ortschaft Hohnstein, der wir einen kurzen Foto-Besuch
abstatteten, danach ging es weiter zu unserem nächsten Ziel ...





... und dazu brauchten wir dann wieder Bergschuhe an den Füßen, auch wenn der Weg zur
Berggaststätte Papststein nur etwa eine Viertelstunde lang ist. Aber er geht dennoch ganz schön
bergauf, über alte Bahnschwellen, vorbei an verschnörkelten und vermoosten Baumwurzeln
und auch immer wieder an den Elbsandsteinfelsen, für die die Gegend berühmt ist. Der Weg
lohnt sich auf jeden Fall, die Aussicht ist toll, das Essen sehr gut (ich habe hier von Beate
erstmals Soljanka gekostet, muss ich unbedingt mal nachzukochen versuchen!), und außer-
dem probierte ich hier die erste Waldmeisterbrause meines Lebens (Waldmeister ist in
Ostösterreich nicht so bekannt, aber ich finde, das Zeug hat was ;o))




Fotos unten:
Nach diesem kleinen "Mittagsausflug" kehrte Beate wieder ins Bahnwärterhäuschen zurück,
während ich unbedingt Das Steingut in Königstein besuchen wollte - jenes blaue Bauernhäuschen,
das ihr in der unteren Collage seht. Ich hatte im Internet erfahren, dass es dort Esel, Ziegen und
anderes Bauernhofgetier gibt und dass man in dem historischen Wohnstallhaus auch einen kleinen
Imbiss bekommt. Hunger hatten wir nach dem Papststein-Besuch zwar keinen - außerdem wartete
am Abend Gegrilltes auf uns - aber Platz für einen Pott Kaffee ist immer, also nahmen wir die Fähre
über die Elbe und spazierten zum Steingut, wo wir gleich von einer freundlichen rot-weißen Mieze
begrüßt wurden. Hinterm Haus warteten die Esel auf Streicheleinheiten, schöne Brahma-Hühner
und -Hähne stolzierten um uns herum und süße Gänseküken gab es ebenfalls zu sehen - eindeutig
ein Ort, an dem sich Traude wohl fühlt ;-))

Die Outfitfotos haben schließlich mit dem Grill-Abend im Bomätscher zu tun - hier seht ihr
den "Wanderrock" vom ersten Ausflug in einer abendtauglicheren Variante. Übrigens war das
Gegrillte sehr gut, und vorab gab es - Soljanka... bereits zum zweiten Mal in meinem Leben!





Fotos unten:
Am sechsten Tag war mal wieder wandern angesagt - und weil es diesmal etwas anspruchsvoller
zugehen sollte, waren sowohl Beate als auch ich an diesem Tag in Hosen unterwegs. Vorab besorgten 
wir Marschverpflegung in der Mühlenbäckerei, und dann trabten wir los. In der unteren Collage
könnt ihr sehen, dass die Wege von den Regentagen, die es vor unserer Ankunft in der Sächsischen
Schweiz gegeben hat, noch immer feucht waren. Auch viele der Holzschwellentreppen waren
ziemlich unterspült worden... Herr Rostrose holte sich außerdem bei einem Zwischenfall mit einem 
Felsen aufgeschundene Unterarme, und so disponierte Beate schließlich um: Anstelle eines Pfades
mit in den Fels gehauenen Leitern und Stufen nahmen wir einen Weg mit Eisentreppen und
Holzbrücken - wie ihr seht, konnte mein lieber Göttergatte da auch schon wieder lachen. Und 
die diverseren Ausblicke, die sich uns bei der fast ganztägigen Wanderung boten, 
entschädigten uns sowieso für alle Anstrengungen und Blessuren ;o)




Fotos unten:
Die nächste "Entschädigung" gab es im Tal bei dem Lokal, das zur Mühlenbäckerei
gehört - hier orderte Edi einen Mandelstreusel- und einen Kirschstreuselkuchen, wir machten
halbe-halbe und beide waren superköstlich!

Abends bei Beate gab es dann etwas, das sie uns schon vor dem Urlaub versprochen
hatte - nämlich leckere Plinsen, und zwar pikante und süße, aber ich hab's geschafft, nur
die Schüsseln mit den diversen Füllen zu fotografieren... Als die Plinsen dann fertig
waren, war keine Zeit mehr fürs Knipsen ;o)) In der Mitte seht ihr, dass sich's auch die
Hummeln im Bahnwärterhaus-Garten schmecken lassen: Sie sind nämlich ganz verrückt
nach dem Waldgeißbart, der dort üppig blüht und der regelrecht zu brummen und zu
vibrieren scheint bei all dem geflügelten Besuch... Auch Katze Lisbeth ließ es sich
schmecken - ich weiß allerdings aus eigener Anschauung, dass sie nicht nur engelsgleich
ihre Schüsselchen leerschlabbert, sondern ebenso die Mäusepopulation rund ums
Bahnwärterhäuschen ordentlich dezimiert. Sie ist eine große Jägerin! :o)

Das Foto rechts unten mit Herrn Bahnwärter und "der Frau, die sich die Hände vors Gesicht
hält" *) und auch das Bild des Mohnzopfes waren leider schon unsere Abschiedsfotos, denn
sie entstanden bei unserem Frühstück am letzten Morgen.

*) Interessanterweise wollte Beate nicht mit ihrem Morgengesicht fotografiert werden, dabei war sie hübsch 
wie immer...






Die vorangegangene Nacht hatten wir bei Beate und ihrem Mann im gemütlichen roten Salon
 des BWH verbracht, denn im Bomätscher hatten sie für diese letzte Nacht kein Zimmer mehr für
uns frei. (Die warteten auf irgendeine große Reisegruppe.) Aber auf diese Weise konnten wir die
letzten Stunden wenigstens noch etwas intensiver gemeinsam verbringen :o) Wir danken euch
herzlich, ihr Lieben! Superschön war's!

Zum Abschluss nochmal ein Überblick über die Outfits zu diesem heutigen Post (mal
abgesehen von den Wanderhosenbildern). Wie ihr seht, habe ich da immerhin zwei
Kleidungsteile vom ersten Post nochmals verwendet - genau genommen waren es sogar
drei, denn unter dem rosa Rock trug ich den schwarzen Rock mit der Spitzenbordüre
von HIER, aber das sieht man auf diesen Fotos leider nicht... Mit der mitgebrachten
"minimalistischen Garderobe" hätte ich gut und gern noch eine weitere Urlaubswoche
durchgehalten, ohne eine Kombination wiederholen zu müssen...





Ich hoffe, ihr hattet auch Spaß an Teil zwei meines Kurz-Reiseberichtes! Einen Urlaub
in dieser wunderschönen Gegend kann ich euch nur empfehlen. Es gibt dort übrigens
auch tolle Radwege entlang der Elbe, mehrere Campingplätze, man kann dort Kanu- und
Schlauchboottouren unernehmen ... und natürlich gibt es noch einiges Sehens- und Erlebens-
wertes, das wir in diesen paar Tagen nicht untergebracht haben... Urlaub ist einfach IMMER
zu kurz, finde ich!

Außer bei Ines Meyroses Modejahr 2016 - Sommerfarben verlinke ich diesen Beitrag
bei Sunnys Um Kopf und Kragen und zusätzlich bei Tinas Freitagsoutfit sowie bei Sabines 
Outfit des Monats. Die Naturaufnahmen sind für Gabrieles Streifzug am Mittwoch.

Und bei meiner eigenen Aktion A NEW LIFE bin ich 
mit den Naturmotiven und meiner nachhaltig genützten Kleidung ebenfalls dabei. Auch
Ihr könnt eure zum Thema passenden Posts noch bis zum Abend des 1. Juli bei ANL
verlinken!


A short English summary of this post:   
Today I show you our activities of day four to day seven of our holidays in in East Germany. 
My blog-friend Beate showed us the beautiful castle of Pillnitz. The next day we visited a factory 
in Sebnitz, where artificial flowers are produced in the traditional way by hand. The sixth day  
we took a hike again in the beautiful mountains around.
Hugs, Traude
 

Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe, eure Traude 
♥♥♥♥
  Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +


PS.: Für alle, die gern mal einen Glockenrock nähen würden, sich aber bisher noch nicht
drüberggetraut haben, gibt es derzeit einen Nähkurs im Bahnwärterhäuschen - hier kommt
ihr zu Teil zwei von Beates genialer Aktion Nicht jammern - selber nähen! Den Link zu
Teil eins hat sie dort selber eingebaut ;o))

Samstag, 25. Juni 2016

Falafel mit Sesamsauce - und zwei passende Outfits

Servus ihr Lieben! 
∗✿≫≪✿∗


Vielen Dank  
für eure lieben Zeilen zu meinem ersten Kurzbericht über unseren einwöchigen Urlaub in
der Sächsischen Schweiz und Dresden sowie über das Bloggertreffen mit Beate aus dem
Bahnwärterhäuschen! Teil 2 dieses kurzen Reiseberichtes gibt es demnächst - ich bin noch
nicht ganz mit dem Bearbeiten der Fotos fertig ;o) - daher zwischendurch ein Beitrag aus
der "Warteschleife"!

Außerdem vielen herzlichen Dank ♥ 
für all eure Kommentare und Beteiligungen zu meinem vorigen A New Life-Beitrag!
Wie schön, dass ihr die Aktion auch weiterhin unterstützen wollt - in der aktuellen Runde habt ihr 
noch bis zum Abend des 1. Juli Zeit, eure umweltfreundlichen Ideen, Selbstgenähtes, natürliche 
Gärten, DIY-Projekte usw. zeigenden Posts dort zu verlinken! Ideen und Anregungen gibt es HIER 
und zur neuen ANL-Kartei, in der ich eure ANL-Posts geordnet gesammelt habe, kommt ihr HIER.






 Und worum geht es heute? Mal wieder um ein vegetarisches Rezept, und zwar um eines, das
auch gut als "Fingerfood" und für sommerliche Buffets funktioniert. Im Orient werden die 
frittierten Kichererbsenbällchen gern von Straßenhändlern verkauft - und bei den Coffee 
Pirates in Wien, wo ich manchmal meine Mittagspause verbringe, gibt es die schmackhaften,
eiweißreichen Veggie-Kugeln im "Panini Naschmarkt", meinem bevorzugten gefüllten und 
getoasteten Fladenbrot ;o)) Das machte mir Lust, auch zu Hause mal Falafel zuzubereiten! 
Und außerdem bekam ich anschließend Lust, mich wieder von den Farben der Speise, der 
Schüsseln und Teller zu zwei Outfits inspirieren zu lassen. (Beide Outfits habe ich übrigens
im Büro getragen, die Fotos sind an unterschiedlichen Tagen entstanden.)




A short English summary of this post:
Today I present you a recipe for a vegetarian dish made with chickpeas and delicious oriental  
spices and a fine sesame-sauce. I hope that the translation of the recipe with Google Translate 
is understandable! And because it's so much fun, I let myself be inspired again to two
outfits by the color of food, bowls and plates ...; o)
Hugs, Traude


∗✿≫≪✿∗


Falafel mit Sesamsauce 

Zutaten für 4 Personen:
(wobei wir für uns zwei wieder ALLES gemacht 
und den Rest am nächsten Tag gegessen haben):

Für die Kichererbsenbällchen (Falafel):
200 g getrocknete Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
getrocknete oder frische Minze
Petersilie
ev. Koriandergrün
2 Frühlingszwiebeln
1 TL Backpulver
je 1 TL gem. Kreuzkümmel und Koriander
Cayennepfeffer oder Chilipulver nach Geschmack
Saft einer halben Zitrone
Sesamsamen zum Wälzen
Öl zum Frittieren

Für die Sesamsauce:
3 Knoblauchzehen
125 g Tahin (Sesampaste, türkischer Laden oder Reformhaus)
Saft einer halben Zitrone 
(falls das zu wenig ist, ev. noch mehr Zitronensaft 
oder etwas Essig hinzufügen)
Salz
Cayennepfeffer, Chilipulver oder schwarzer Pfeffer

 



Kichererbsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen.
Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Kichererbsen gut abtropfen lassen. Knoblauch 
schälen. Kräuter nach Bedarf waschen und grob abzupfen. Kichererbsen, Knoblauch und Kräuter
in der Küchenmaschine zu einer groben Paste pürieren (oder zweimal durch die feine Scheibe des 
Fleischwolfs drehen) und in eine Schüssel geben. 

Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken. Mit Backpulver, Kreuzkümmel, Koriander, 1 1/2 TL 
Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft zu der Kichererbsenmischung geben und gut verkneten. Aus 
der Masse mit feuchten Händen ca. 20 Bällchen formen und diese in Sesamsamen wälzen.

Für die Sesamsauce Knoblauch schälen, grob würfeln und mit Tahin, Zitronensaft und ca. 
150 ml heißem Wasser mit dem Pürierstab zu einer cremigen Sauce aufschlagen. Mit Salz 
und Cayennepfeffer abschmecken.

Falls ihr ein Frittiergerät habt, die Kichererbsenbällchen auf die übliche Weise darin zubereiten. 
Falls nicht: ca. 1 Liter Öl in einem hohen Topf erhitzen, bis an einem eingetauchten Holzspieß kleine 
Blasen aufsteigen. Die Bällchen portionsweise ins Öl geben und in jeweils 2-3 Min. goldgelb 
ausbacken. Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

(Und solltet ihr euch fragen, was es mit den Bohnen in roter Sauce auf sich hat: Das war eine 
typisch rostrosige Resteverwertung. Ich esse nämlich seit einigen britischen / irischen Urlauben 
zuweilen ganz gern Baked Beans zum Wochenendfrühstück, mein Mann aber nicht. Deshalb war 
von der Bio-Baked-Beans-Dose etwa die Hälfte übrig geblieben. Reste werden bei uns immer 
irgendwie verwertet, diesmal kam einfach noch eine scharfe ungarische Sauce dazu – und schon 
waren daraus feurige rote Bohnen geworden, die prima zu den Kichererbsenbällchen passten!)



De Frühlingszwiebel stammten aus eigenem Anbau, die Kräuter ebenfalls!


Soweit das Rezept, nun zu den Klamotten, zu deren Farbkombinationen mich wieder sowohl
die Speise als auch das Rundherum - also Schüsseln, Teller, geflochtene Tischsets - inspiriert haben. 
Es gibt zwei verschiedene Outfits - beim ersten kam mehr der beige-grüne Teil zum Zuge: Hier
trage ich mein hellgrünes Bio-Seidenshirt, das ihr u.a. von HIER kennt, die Chinos von HIER 
(oder von meiner zweiten Capsule Wardrobe) und das Spitzen-Tunikashirt vom vorvorigen Post,
das so vielen von euch besonders gut gefallen hat. Die Lila-Komponente (von den Schnittlauch-
und Thymianblüten) spiegelt sich hier nur in den Perlen der lila Kette wider.




Das zweite Outfit kümmert sich mehr um die rötlich-lilanen Töne. Das weinrote Kleid, das ich
 hier trage, kennt ihr u.a. vom Knackwurstmobil-Geburtstagsfest bei Peter. Links unten habe ich 
das Foto mal so aufgehellt, dass ihr die Struktur bzw. die Stickereien am Kleid besser erkennen
könnt. Und außerdem sieht man hier besser, dass das Kleid rot ist - einige unter euch hielten es
nämlich ursprünglich für schwarz ...

Grün-, Sand- und Lilatöne gibt es in den Ketten zu sehen, die übrigen Zutaten sind eher 
taupe oder grau und passen somit zu den grauen Schüsseln am Tisch und zu den knusprigen
Kichererbsenbällchen ...




Außer bei Ines Meyroses Modejahr 2016 - Sommerfarben
verlinke ich diesen Beitrag bei Sunnys Um Kopf und Kragen
und bei Gustas Rezepte Linkparty. Außerdem verlinke ich den Beitrag wegen
des rein-vegetarischen Rezeptes, der Beaked-Beans-Resteverwertung und der 
nachhaltig genutzten und teilweise aus Bio-Materialien hergestellten Kleidung auch
bei meiner eigenen Aktion A NEW LIFE!

Und ich freue mich natürlich sehr, wenn auch ihr wieder eifrig
umweltfreundliche, die Welt auf diese oder jene Weise besser machende Beiträge
aller Art bei ANL verlinkt! Mehr darüber HIER.





Nun wünsche ich euch noch einen guten Appetit und viel Inspiration! Und beim nächsten Mal
geht's dann wieder weiter mit dem Reisebericht! :-)


Ganz herzliche Rostrosige Grüße
von eurer Traude
∗✿≫≪✿∗

Montag, 20. Juni 2016

Ziemlich kurzer Kurzurlaubs-und-Bloggertreff-Bericht -Teil 1 :o)

Servus, liebe treue und neue LeserInnen!
♥♥♥♥


Vielen herzlichen Dank für all eure Kommentare und Verlinkungen zu meiner die Aktion 
freue mich sehr, dass ihr diese Übersichts-Kartei mit den gesammelten verlinkten ANL-
Beiträgen gut und sinnvoll findet! :o)
♥♥♥♥

In diesem vorigen Posting erzählte ich euch auch, dass mein Mann und ich Anfang Juni im Osten 
Deutschlands unterwegs waren. Und einige von euch ahnten bereits, dass Herr und Frau Rostrose 
quasi zu einem "Gegenbesuch" angetreten waren:

Denn im Herbst des vergangenen Jahres waren Beate 
aus dem Bahnwärterhäuschen und ihr Mann auf Wien-Visite - über das damalige Treffen habe ich 
euch HIER erzählt. Und weil die gegenseitige Sympathie nicht nur in schriftlicher, sondern auch in 
direkter Form groß war und Beate außerdem in einer höchst sehenswerten Gegend lebt, begannen
 wir Pläne für ein Wiedersehen auf deutschem Boden zu schmieden. Wie man sieht, mit Erfolg :o)




Fotos oben:
Beate und ich am Tag unserer Ankunft auf dem "Bomätscher"-oder Treidel-Pfad.
 Bomätscher hießen die Schiffszieher, die die Schiffe in der Elbe einst flußaufwärts zogen - und
genauso heißt außerdem die Pension im sächsischen Städtchen Königstein, in der mein Mann 
und ich für den Großteil unseres Urlaubs wohnten. Die Pension Bomätscher liegt direkt an der
Elbe - ihr seht Edi auf der Bomätscher-Terrasse sitzen, das war knapp vor einem kurzen, aber 
heftigen Regenguss und auch knapp bevor uns die Bahnwärterhaus-Bewohner abholen kamen. 
Denn das Bahnwärterhäuschen ist nur wenige Fußminuten von unserem Quartier entfernt - und
dorthin brachen wir bald nach dem Regenguss dann auch auf. Beate hatte schon Pizzateig
für unser Abendbrot angesetzt - rechts oben seht ihr sie beim vehementen Teigkneten :o)
♥♥♥♥
Fotos unten:
Links Herr Rostrose grinsend neben den Gleisen - und im Hintergrund leuchtet 
schon das backsteinrote Bahnwärterhäuschen. Rechts darunter seht ihr es aus der Nähe. Hinter
dem großen blühenden Hollerbusch befindet sich Beates "Sommersalon", und dort wurde die
leckere vegetarische Pizza schließlich gemütlich von uns verspeist.




Fotos unten:
 Nächster Tag! Es geht ans Wandern! Beate ist nämlich eine begeisterte Natur- und
Bergfexin, und von Bergen und schöner Natur gibt es in der Sächsischen Schweiz jede Menge! 
Die Bahnwärterin kann übrigens auch ganz offiziell als Wanderführerin gebucht werden - HIER 
und HIER könnt ihr mehr darüber lesen und bei Interesse mit Beate Kontakt aufnehmen.

Beate wandert am liebsten im Rock - also beschloss auch ich, es einmal "berockt" zu probieren.
Und ich muss sagen, das war zwar ungewohnt für mich, aber es ging gar nicht schlecht. Das 
Tuch, das ich mir hier um den Kopf wickelte, sieht zwar irgendwie Witwe-Bolte-mäßig aus,
hält aber die Haare zusammen und schützt auch vor der Sonne. Denn was das Wetter betrifft,
hatten wir zwar an diesem Tag noch einmal einen kurzen Morgen-Guss, aber dann war es mit
dem Regen für den Rest des Urlaubs vorbei und wir genossen fast ausschließlich Sonne pur!
(Fragt mich bitte nicht, wie wir das machen ... Eine Woche zuvor hatte es in der Gegend noch
Starkregen und in weiten Teilen des Landes regnete es zur Zeit unseres Urlaubs auch noch heftig,
aber die Sächsische Schweiz freute sich offenbar sehr über unseren Besuch - und strahlte! :o))) 




Das sieht recht zünftig aus, oder? 
Beate versprach uns eine Wanderung zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen 
Schweiz - einem Geheimtipp quasi - und wie euch die folgenden Aufnahmen zeigen, war der 
Blick über die Elbe, die umgebenden Wälder und die Elbsandsteingebirge tatsächlich atem-
beraubend! Natürlich werden Geheimtipps nicht einfach so von mir weitergegeben - das heißt, 
wenn ihr wissen wollt, wo ihr diese Aussicht genießen könnt, wendet ihr euch am besten an
die Frau Bahnwärterin. Habe ich schon erwähnt, dass man sie auch buchen kann? ;-)




Nach der Wanderung gab es dann für uns alle eine Belohnung in der hübsch renovierten
Villa Thusnelda bzw. im  dort untergebrachten Cafe Richter. Für mich gab's eine vegane
Himbeertorte (mit Gänseblümchen drauf), für Beate eine Avocado-Mango-Torte und eine 
Kugel Cassis-Eis und für Herrn Rostrose ein Erdbeerküchlein. Alles Bio und alles köstlich!




Danach konnte sich Beate für den Rest dieses Tages und für den nächsten Tag ein bisserl
von uns erholen, sich um Garten und Kätzchen kümmern und u.a. Hollersirup zubereiten ... ;o)

Edi und ich statteten noch
der Festung Königstein einen Besuch ab. Für eine Indoor-Besichtigung war das Wetter 
allerdings viel zu schön, also streiften wir nur draußen um die direkt in die Sandsteinfelsen
"eingelassenen" Burgmauern herum und knipsten mal wieder Blumen, herrliche Umgebung
und blauen Himmel.




Fotos unten: 
 Am dritten Tag stand eine Fahrt nach Dresden auf unserem Programm. 
Edi und ich waren zwar mit dem Auto (via Tschechien) von Österreich nach Königstein
gekommen, für die Fahrt in die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen nahmen wir dann
allerdings die Bahn, die nicht weit vom Bomätscher Station macht und uns in einer knappen
Stunde zum schönen Dresdner Hauptbahnhof brachte. (Wenn ihr das auch tun wollt, nehmt
ihr ab zwei Personen am besten die ermäßigte Familientageskarte.) Unterwegs verliebten
wir uns in den Ortsnamen Obervogelgesang. Ist das nicht umwerfend süß!?!




Ja, und dann taten wir das, was wir bei Städtebesichtigungstouren immer machen - wir 
latschten so lange in der Stadt herum, bis uns beinahe die Füße abfielen ;o))

Wir sahen die einst völlig zerstörte und erst vor kurzem wieder errichtete 
Frauenkirche, ich ließ mich mit dem Knaben im blauen Anzug fotografieren, der zur 
(vis-a-vis der Kreuzkirche), wir bewunderten die Hochschule der Bildenden Künste (die 
Glaskuppel der Hochschule wird übrigens passenderweise "Zitronenpresse" genannt ;o)), die
Semperoper, den Zwinger, das Residenzschloss sowie manche beeindruckende Fassaden-
verzierung und waren rundum sehr angetan von der wunderschönen Altstadt, die durch die
Bomben des 2. Weltkrieges stark zerstört wurde und deren Bauten man daher in großen
Teilen rekonstruiert hat.




Nun gut, ich gebe zu, wir latschten nicht ausschließlich - ein paar kleine Pausen gab es doch!
Eine davon fand im Dresdner Kaffeestübchen statt, weil es dort angeblich die beste Eierschecke
der Stadt gibt - eine lokale Kuchenspezialität, die wir (inklusive Kaffee und Kaffeelikör ;o))
verkostet haben und die uns tatsächlich sehr gut geschmeckt hat. Ob es wirklich "die beste" ist,
können wir aber leider nicht beurteilen, da es die einzige war, die wir probierten.

Auch im nächsten Lokal, das wir ein paar Stunden später aufsuchten, gibt es lt. eigener
Angabe eine der besten Eierschecken Dresdens... Bloß nicht streiten, Kinder, wahrscheinlich
sind sie alle lecker! ;o)) Bei dieser Pause stand uns der Sinn jedoch mehr nach Deftigem, und wir
kehrten in die Dresdner Trödelschänke ein, denn bei Nadine hatte ich gelesen, dass es dort
gemütlich ist und das Essen anständig schmeckt, und weitere Recherchen im Internet hatten
mir gezeigt, dass das Lokal mit hübschen Trödelschätzen eingerichtet ist - das genügte mir
schon als Empfehlung. Zwar saßen wir dann wegen des feinen Wetters draußen und nicht in
der guten Stube, aber ich drehte drinnen natürlich eine begeisterte Foto-Runde :o)) Auf der
Speisekarte gibt es hauptsächlich Hausmannskost, und die schmeckte uns sehr gut.


Love is the message! Diesen Schriftzug sahen wir erst beim RAUFgehen auf die Treppe - treppabwärts ist er unsichtbar.


Am späteren Nachmittag ruhten wir unsere Beine noch bei einer anderthalbstündigen Elbe-Fahrt
auf dem Salonschiff "August der Starke" aus. Wir kamen auf diese Weise bis zur berühmten
Elbe-Brücke "Das blaue Wunder" und sahen an den Ufern u.a. wundervolle alte Villen,
Weinstöcke und schöne Natur, wovon Dresden durchaus eine Menge zu bieten hat - denn mit
63 % Grün- und Waldflächen zählt sie zu den grünsten Großstädten in Europa. (Quelle: KLICK)





Danach mussten wir noch zum Hauptbahnhof zurückwandern und nach der Bahnfahrt zum
Bomätscher: Ihr könnt mir glauben, dass sich diese Strecke auf dem Heimweg um einiges
länger anfühlte als auf dem Hinweg. Du lieber Himmel, waren wir dann müde! Kein Wunder
also, dass wir gemeinsam mit Beate beschlossen, am nächsten Tag "etwas Moderates", Fuß-
Schonendes zu unternehmen ;-) Was das war und was wir sonst noch alles in der schönen
Sächsischen Schweiz erlebt haben, erzähle ich euch in Teil 2 meines Reiseberichts! Ich
hoffe, ihr hattet Spaß daran, mit uns umherzuwandern!

 Zum Schluss folgt ein zusammenfassender Blick auf meine Urlaubsgarderobe der ersten
drei Tage: Lauter Kleidungsstücke, die meine langjährigen LeserInnen schon gut kennen.
Ursprünglich war das alles auch als Capsule Wardrobe angelegt, aber letztendlich brauchte
ich nur einen Bruchteil der möglichen Kombinationen - einerseits, weil das Wetter immer
schön war, andererseits, weil wir abends vor lauter Müdigkeit kaum "ausgingen" (Ausnahmen
bestätigen die Regel ;o)) und ich daher auch kaum eine "Abend-Kombi" benötigte ;o))



 ♥♥♥♥
Außer bei Ines Meyroses Modejahr 2016 - Sommerfarben verlinke ich diesen Beitrag
bei Sunnys Um Kopf und Kragen und zusätzlich bei Tinas Freitagsoutfit sowie bei Sabines 
Outfit des Monats. Die Naturaufnahmen sind für Gabrieles Streifzug am Mittwoch.

Und bei meiner eigenen Aktion A NEW LIFE bin ich 
mit den Naturmotiven und meiner nachhaltig genützten Kleidung ebenfalls dabei.

♥♥♥♥
A short English summary of this post:
In early June Mr. and Mrs. Rusty Rose made a one-week holiday in East Germany - near Dresden,  
in a landscape which is called the "Saxon Switzerland". There we met my blog-friend Beate, who lives
  in the Saxon town of Koenigstein in a signalman cottage. The first evening we were invited to dinner
  at Beate, the second day we took a hike with Beate in the beautiful Sandstone Mountains near the 
river Elbe and the third day my husband and I went to Dresden by train to visit this beautiful city.
Hugs, Traude
 
♥♥♥♥
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe, eure Traude 
♥♥♥♥
  Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +