Posts mit dem Label Yosemite Nationalpark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Yosemite Nationalpark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Dezember 2012

USA - 4. Tag: Yosemite Nationalpark

  Hello, companions - Grüß euch, liebe Reisegefährten! :o) ♥ 


Nach einem kurzen Ausflug in die Rostrosige Weihnachts-Vorbereitungs-Welt
geht es heute wieder weiter mit meinem USA-Reisebericht. 

Völlig "un-weihnachtlich" wird euch vielleicht auch der heutige Post nicht erscheinen: 
Es gibt hier zwar keinen Schnee zu sehen,
 sondern trockenes Steppengras, Bäume in teilweise herbstlicher Färbung ... und mal wieder ziemlich 
blauen Himmel - doch in manchen eurer Advent-Dekorationen habe ich Hirsche entdeckt... (in
meiner eigenen Deko übrigens auch ;o)) und diese Tiere sahen wir im 
... in freier Wildbahn und aus nächster Nähe !

Um zu diesem Park zu kommen, der sich entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada erstreckt, müssen wir aber 
als erstes unseren Leihwagen abholen und dann etwa 300 Kilometer fahren. 
Die Straßen führen durch eine sich allmählich wandelnde, faszinierende Landschaft: Zunächst setzt sich das sanfte 
Hügelland fort, das wir bereits in San Francisco kennen gelernt haben. Die ersten Hügel sehen aus, als wären sie 
mit Filz oder Teddyplüsch überzogen. Später wachsen darauf dann Bäume und Büsche, und hin und wieder grasen 
Rinderherden auf gelbbraunen Weiden. Dann werden die Hügel höher, zerklüfteter, felsiger, und auch die Bäume - ob nun
 koniferengrün oder herbstlich getönt - wachsen höher in den Himmel. Auf einem der Bilder seht ihr schwarze 
Baumskelette nach einem Waldbrand, der schon vor längerer Zeit stattgefunden haben dürfte:

 Ein Blick auf die sich wandelnde Kulisse unserer ersten Reise-Etappe und auf den Wagen, der uns zuverlässig durch diese Landschaft geführt hat.

Wenige Tage vor unserer Ankunft hatte es in dieser Gegend ziemlich niedrige Temperaturen und
angeblich auch etwas geschneit, doch als wir dort ankommen, finden wir kein Stäubchen Schnee mehr vor
und die Temperaturen liegen bei angenehmen 15 bis 20 Grad C im Schatten. Das schöne Wetter lockt
natürlich einige Hobby-Fotografen in den Park - und eine Katze, die große Ähnlichkeit mit unserer
Nina hat (und die wohl einem Bewohner der urigen Blockhütten in der Nähe des Visitor-Centers 
gehört), macht es sich auf dem Waldboden gemütlich. 
Auch ein junger Bock grast direkt vor einem der Holzhäuser. Als er uns bemerkt, sieht er uns etwas 
irritiert an - und entscheidet sich dann dazu, einfach weiter zu fressen. Wahrscheinlich denkt er: 
Solch seltsame Leute, die mit Bäumen kuscheln, können nicht ernsthaft gefährlich sein. 
 Und damit hat er ja auch Recht, selbst wenn er die "Hintergrundgeschichte" nicht kennt...

... Denn meine Kuschelei mit den Riesenmammut-Bäumen hat mit einer Aktion meiner Blogfreundin Elisabeth Firsching zu 
tun: Elisabeth liebt Bäume - und hat wohl schon viele Exemplare in verschiedensten Winkel dieser Welt umarmt. Ungefähr 
in der Mitte der Seitenleiste ihres Blogs Kleine Freude könnt ihr eine kleine Diashow von 100 Baum-Umarmungen sehen. 
Als wir in die USA reisten, versprach ich ihr, für sie ein paar weitere Bäume zu umarmen. Alte Bäume sind so wunderbare
Wesen - wenn man sich Zeit nimmt, kann man fühlen, dass sie Geschichten zu erzählen haben, dass sie leben und sanft vibrieren. 
Könnt ihr euch vorstellen, dass die größten dieser Bäume etwa 3.000 Jahre alt sind?!?!? Solche Uralt-Mammutbäume haben
wir am nächsten Tag im Sequoia-Nationalpark besucht!

Auch Murphy konnte es nicht lassen, einen Baum zu umarmen ;o).

Der abgeflachte Berg, der in meiner Collage zweimal auftaucht, heißt El Capitan, sein Gipfel liegt 
auf 2307 Meter Seehöhe, und er ist sowohl für Kletterer als auch für Fotografen verlockend. Der 
schöne blaue Vogel, den sowohl Edi als auch ich leider nur unscharf erwischten, ist ein Diademhäher 
- hier ein Foto aus dem Wikipedia-Fundus:

Datei:Steller's Jay Yosemite.jpg
Nähere Angaben zur Bildquelle: hier

In der Zeit nach der Schneeschmelze gibt es im Yosemite-Park einige beeindruckende Wasserfälle, 
leider war dafür Ende Oktober nicht die richtige Jahreszeit - ich hoffe, eines Tages werde auch ich
mal einen Anblick wie diesen oder diesen erleben dürfen. 



Aber ein Anblick wie jener hier, den Herr Rostrose eingefangen hat, ist ja auch nicht übel, stimmt's ;o)
Die nächste unerwartete und absolut bezaubernde Tier-Begegnung habe ich im hintersten 
Winkel des Parkplatzes, während Edi mit der Autovermietungs-Firma telefonisch ein Problem 
zu lösen versucht.

(Das Problem: Bei der Übernahme des Wagens hat Herr Rostrose dem Mitarbeiter ein Kuvert übergeben,
das den Buchungs-Gutschein für den Leihwagen enthielt. Leider fiel ihm erst nach rund 150 Kilometern
auf, dass er das Kuvert nicht mehr zurückbekommen hat... und dass sich darin auch der Gutschein
für unseren im Voraus gebuchten Helikopterflug über den Grand Canyon befand... AU WEIA!)  *)

Edi sitzt im Auto und hängt zugleich in der Telefon-Warteschleife, dennoch bemerkt er die
kleine Familie, die ganz in der Nähe am Grünzeug knabbert, und macht mich darauf aufmerksam: 
Mama Maultierhirsch und ihre zwei süßen Kleinen! Ich schleiche mich so nah wie möglich an die 
drei heran, und sie mampfen in aller Gemütsruhe weiter :o))


 Schaut mal ich glaube, das eine Kitz zwinkert mir zu! Als sich die Hirschfamilie ordentlich vollgefressen hat, 
trotten die drei gemächlich vom Parkplatz in Richtung Wald.


Langsam beginnt es zu dämmern und wir brechen auf in Richtung El Portal, wo sich unser Motel 
befindet. Beim Merced River legen wir allerdings noch einen längeren Fotostop ein, weil dort eine so 
schöne Nachmittags-Lichtstimmung mit interessanten Wasser-Spiegelungen herrscht. In der Mitte der 
Collage seht ihr wieder El Capitan (diesmal von Westen aus) mit dem Merced River im Vordergrund:




Als wir beim Motel ankommen, stellen wir fest, dass die Bären-Warnungen im Yosemite-Nationalpark
nicht ganz aus der Luft gegriffen waren: Unser Quartier ist jedenfalls von Bären der 
unterschiedlichsten Art "umzingelt" ;o))


Auch am nächsten Tag wird es wieder spannende und wirklich völlig überraschende 
Tier-Begegnungen geben! Und natürlich riesige Bäume zum Umarmen, denn im Sequoia-
Nationalpark finden sich die ältesten Riesenmammutbäume der Welt!
Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch dorthin wieder begleitet! :o))


 Hier kommt ihr zum dritten Tag in San Francisco mit Chinatown,  
den "Painted Ladies", Height Ashbury und The Mission District .
Hier geht's zum 5. Tag mit dem Sequoia Nationalpark

Hier geht's zum Überblick über unsere Reiseroute.

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
*) Das Problem mit dem Hubschrauberflug-Gutschein ließ sich durch das Telefonat übrigens vorläufig nicht lösen.
Aber Herr Rostrose hatte noch eine weiteren Lösungsansatz in petto. Demnächst erfahrt ihr, welchen...