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Mittwoch, 22. Juli 2015

Irland-Reisebericht - Dublin (Tag 1 und 2)

Hello & Mìle fàilte*, ihr Lieben!
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*) Die gälische Begrüßung Mìle fàilte oder Cead mile failte bedeutet "Tausendfach willkommen".
Und ebenso herzlich möchte ich euch willkommen heißen zu meinem neuesten Reisebericht! Wie
ich euch inzwischen ja verraten habe, stammen die hier am Ende des Posts gezeigten Fotos 
von unserer Irland-Reise in der zweiten Junihälfte dieses Jahres.


Ich war vor genau 20 Jahren - im Juni 1995 - das erste Mal in Irland und habe mir damals fest 
vorgenommen, eines Tages wiederzukommen. Herr Rostrose war ebenfalls schon einmal auf der 
Grünen Insel, allerdings bloß in Limerick, um dort zu arbeiten, und auch das ist schon lange her. 
Höchste Zeit also für ein Wiedersehen mit Éire!


Das Trinity College in Dublin mit dem 30 m hohen Glockenturm im Innenhof /
Frau Rostrose hat mal wieder gut lachen ;o) - dies ist auch gleich mein Beitrag zu Sunnys Um Kopf und Kragen


Startpunkt unserer Erkundungstour war die Hauptstadt Dublin, die ich bei meiner ersten 
Irlandreise nur kurz "gestreift" hatte - diesmal wollten wir hier aus einem bestimmten Grund drei 
Tage verbringen.

An den ersten beiden dieser Tage (14. und 15. Juni 2015) wanderten wir noch auf relativ herkömmlichen
touristischen Pfaden - wir besichtigten z.B. das Trinity College mit seiner großartigen Alten Bibliothek
(von 1732) und mit der Ausstellung zum Book of Kells, der schönsten mittelalterlichen Handschrift Irlands;
wir lustwandelten durch den Bezirk Temple Bar und besichtigten einige Pubs von außen und teilweise
auch von innen; wir hörten tolle Straßenmusik und lernten etwas übers Bierbrauen... Ach, was quatsche
ich lange - lasst euch doch einfach von mir auf einen Streifzug durch Dublin mitnehmen: 


Der spektakuläre Long Room in der Alten Bibliothek des Trinity College beherbergt u.a. 200 000 alte Texte
Moderne Kunst, historisches Wissen und ein betagtes Fahrrad
Einige der attraktiven Irish Pubs und ein sich freuender Herr Rostrose
Die Ha’penny Bridge - eines von Dublins Wahrzeichen -  ist eine Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1816, die den Fluss Liffey 
überspannt. Sie heißt so, weil einst ein halber Penny Maut für das Überschreiten der Brücke zu entrichten war.


In der unteren Collage seht ihr nicht nur ein süßes Hündchen, das uns im Bezirk Temple Bar in 
einem Kinderwagen sitzend begegnete, und Straßenmusiker, die sensationell spielten, sondern auch 
stramme Männerwadeln, die unter Röcken hervorlugen. Jetzt werden einige von euch bestimmt ganz 
richtig bemerken, dass Kilts doch nicht zur irischen, sondern zur schottischen Tradition gehören: Und
tatsächlich trieben sich in der City zahlreiche Schotten herum - denn am Vortag hatte es in Dublin 
ein EM-Qualifikationsspiel Irland-Schottland gegeben. Von der Mentalität her passen die Iren und 
die Schotten gut zusammen, und wenn ein Fußballmatch dann auch noch unentschieden endet, steht
der guten Laune auf beiden Seiten nichts im Wege.




Ich fragte ein paar der Schotten, ob ich ihre Beine fotografieren dürfe - genau genommen erkundigte
ich mich charmant: "May I take some photos of your pretty legs?", und wer kann da schon widerstehen ;o))
- also meinten die leutseligen Jungs, kein Problem, aber ich und meine Haxen müssten auch mit aufs Bild -
und so stellten wir uns vor Herrn Rostrose für ein ultra-seriöses Gruppenfoto auf:


Außer unterschiedlich gemusterten Röcken und diversen interessanten Beinen sowie Blumenschmuck
könnt ihr hier links meine in Dublin erstandenen Ohrringe sehen.

Auch die Statue der viel-besungenen Molly Malone zeigt sich keineswegs prüde (siehe folgende
 Collage). Die blau-grünen Terrakottaverzierungen an der Fassade des Sunlight Cambers-Gebäudes
(von 1900) zeigen die Geschichte der Seifenherstellung bzw. werben für die Produkte des Sunlight-
(oder auf gut deutsch Sunlicht*)-Konzerns.
* Über Sunlicht hat übrigens Björn in seinen "Alltagserinnerungen" einen interessanten Artikel geschrieben - klick). 

Die Verzierung an dem Dachgiebel links oben gehört hingegen zum ehemaligen Gebäude der
Hibernian Bank von 1825. (Mittlerweile ist dort ein bekanntes schwedisches Textilhandels-
unternehmen untergebracht.)




Achtung, auf der übernächsten Collage geht es ein kleines bisschen schaurig zu! Auf der nächsten
noch nicht, denn da besichtigen wir ganz harmlos die St. Michan's Church. Auf der mit geschnitzten
Musikinstrumenten verzierten Orgel von 1724 soll bereits Georg Friedrich Händel gespielt haben.

Der wahre "Schatz" liegt allerdings in der Krypta der Kirche - und diesen Geheimtipp habe ich
Maegwin und ihrem Blog "Alte Steine" zu verdanken. Hier könnt ihr auch mehr als bei mir über
die Gruft von St. Michan's und ihre Mumien erfahren und weitere Fotos sehen. Bei mir lernt ihr
dafür Peter, den Kryptkeeper kennen, der uns (wie auch schon Maegwin) auf sehr witzige Weise
durch die Gruft geführt hat - und ein paar der Mumien sowie den winzigen Eingang in die Krypta
zeige ich euch ebenfalls:




Auch die folgende Kirche wird von Maegwin ausführlich und amüsant vorgestellt - klick:
Die St. Patrick's Cathedral, das größte irische Gotteshaus, das neben einer Quelle errichtet wurde,
an der Irlands Nationalheiliger Patrick um 450 n.Chr. zum Glauben Bekehrte getauft haben soll.

Herr Rostrose und ich fanden das Innere der Kathedrale vor allem aufgrund seiner wunderschönen
Fenster bemerkenswert. Außerdem gibt es zahllose Monumente und Gedenktafeln zu sehen. U.a.
befindet sich hier das Grabmal von Jonathan Swift, dem Autor von Gullivers Reisen. Und wieder
- wie schon in der St. Michan's Kirche - findet Georg Friedrich Händel hier Erwähnung: Der
"Messias" von Händel wurde nämlich in der St. Patrick's Cathedral uraufgeführt.



Das größte und eindrucksvollste Grabmal in der St.Patrick's Kathedrale wurde für die Familie Boyle errichtet (unten)

Eine größere Sanierung der Kathedrale in den 1860er Jahren wurde von Sir Benjamin Guinness
(dem Enkel des Brauereigründers) finanziert. Was liegt da näher, als auch dem Guiness Storehouse
einen Besuch abzustatten, dort einiges über die Geschichte und den Herstellungsprozess des bitteren
dunklen Biers zu erfahren und ein Glas Pint Guiness zu trinken?




Zum heutigen Abschluss zeige ich euch noch Dublin by Night - natürlich im Stadtteil Temple
Bar - und außerdem einen nächtlichen Blick über den Fluss Liffey:




Ich hoffe, mein Streifzug durch Dublin hat euch gefallen und eure Beine sind davon nicht all zu müde
geworden! (Immerhin hatten wir einen Tagesdurchschnitt von ca. 10 Zu-Fuß-Kilometern... Das ist
vermutlich bei so ziemlich jedem unserer Urlaube so - wir erkunden Städte und Dörfer gern per pedes
- aber diesmal hatten wir erstmals eine Handy-App, die die Strecken und die Schritte gemessen hat ;o))

Im nächsten Teil meines Reiseberichtes
könnt ihr bei etwas dabei sein, das es in jedem Jahr nur ein einziges Mal in Dublin zu erleben gibt,
und das ein wirklich ganz außergewöhnliches und von der Dubliner Bevölkerung auf sehr witzige
und sehenswerte Weise begangenes Event ist.

Wiederkommen lohnt sich also! :o)

Fotos: Herr und Frau Rostrose

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Beannachd leibh, *) 
eure rostrosige Reise-Traude 
*) so sagt man in der gälischen Sprache freundlich "Auf Wiedersehen!" 
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes: 

1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

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