Montag, 13. März 2023

Costa Rica - 8. Kapitel: Nationalpark Vulkan Arenal - Lavafeldwanderung, Schokolade und mehr!

 HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Costa Rica 2022


¡Pura Vida, ihr Lieben!

Am 6. Tag unserer Costa-Rica-Reise verließen wir den wunderschönen Tortuguero Nationalpark. (HIER und HIER geht's zu meinen beiden Tortuguero-Berichten - vielen Dank für eure zahlreichen Besuche und Kommentare dort 😘!) - Es ging unserem nächsten Ziel entgegen: der Provinz Alajuela, wo sich der jüngste Vulkan von Costa Rica befindet - der Arenal, der zugleich als einer der aktivsten Vulkane des Landes gilt. (Nähere Informationen zum Arenal in englischer Sprache - KLICK und KLICK

 🌴⛰️🌋⛰️🌴

Tag 6 Freitag 25. Nov 2022 bis Tag 9 Montag 28. Nov 2022:
Drei Nächte in La Fortuna am Fuß des Vulkans Arenal:

Ganz in der Nähe des Vulkans, einige Kilometer vom Stadtzentrum La Fortunas entfernt, befindet sich die Hotelanlage Montaña de Fuego, in der wir die nächsten drei Nächte verbrachten. (Wenn man bedenkt, dass ich als Kind und Jugendliche heftige Albträume von feuerspeienden Bergen hatte, klingt diese Wahl vermutlich etwas tollkühn 😉.)

In der folgenden Collage könnt ihr einen Blick auf die Anlage werfen - mehr über das Hotel erzähle ich euch weiter unten. Zunächst einmal ist der "Feuerberg" dran.
 
 
 Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Der Arenal ist ein Stratovulkan wie aus dem Bilderbuch! Bis ins Jahr 2010 galt er noch als einer der aktivsten Vulkane der Welt! Denn bis dahin spuckte der majestätische Koloss täglich Lava und er warf glühende Gesteinsbrocken von bis zu 7,5 m Durchmesser bis zu 300 Meter in die Höhe. Im Mai 2010 waren die Eruptionen so stark, dass der Nationalpark evakuiert werden musste. Seit Oktober 2010 fließt keine Lava mehr, doch zuweilen kann man noch beobachten, wie Rauch aus seinem Krater austritt. (Bei unserem Besuch hingen allerdings immer Wolken über der Vulkan-Spitze.) 

Sein letzter großer Ausbruch fand im Juli 1968 statt, die Ortschaften Pueblo Nuevo und Tabacon wurden völlig zerstört. Damals kamen 87 Menschen ums Leben. Die Stadt La Fortuna (= "das Glück") trägt ihren Namen zu Recht - sie war von dem Vulkanausbruch nicht betroffen!

Im Jahr 1991 wurde der Nationalpark Vulkan Arenal gegründet. Dichter Regenwald, heiße Quellen und Wasserfälle machen ihn zu einem wahren Naturjuwel. Neben seiner Eigenschaft als Naturschutzgebiet kommt dem Nationalpark auch eine bedeutende Rolle für die Energiegewinnung zu. Denn ein Großteil der Elektrizität Costa Ricas stammt vom Staudamm des benachbarten Arenalsees.

Fotos aus dem Internet - Bildquellen von oben nach unten:
Blick von Monteverde auf den Arenal - Wikipedia / KLICK
Arenal und Arenalsee - aus dem ARA-Tours-Reiseprospekt / KLICK
Ortszentrum La Fortuna mit Blick auf den Arenal - Wikipedia / KLICK

Lavafeldwanderung am Arenal 1968 Park:
Während unseres Aufenthalts in La Fortuna unternahmen wir mehrere Ausflüge. Der erste war eine Wanderung über die getrockneten Lavaflüsse des Arenal. Der Aufstieg auf den Vulkan ist für Touristen verboten, da er immer noch aktiv ist, doch es gibt im Parque Nacional Volcán Arenal mehrere sehr schöne Wanderwege, die am Fuß des Arenal entlang über die Lavafelder des Ausbruchs von 1968 führen. 
 
Wir waren mit einer kleinen Gruppe, die außer uns aus US-Amerikanern und Kanadiern bestand, und einem liebenswürdigen Guide namens Andres etwa zweieinhalb Stunden lang unterwegs und erfuhren dabei vieles über den Vulkan, seine Geschichte und die Natur rundum.

Unser Guide Andres, der echte Arenal und ein Modell des Vulkans sowie der Lavafelder und der Wanderwege.

Andres erzählte uns, dass dort, wo heute wieder hohe Pflanzen wachsen, vor einigen Jahren noch alles kahl aussah. Die fruchtbare Vulkanerde schuf neues Leben. Auch als Farmland wird der Vulkanboden genützt - hier wird z.B. Zuckerrohr angebaut und mit der Pflanzung von Kaffee experimentiert. (Noch hat man aber nicht die richtige Kaffeesorte für das Arenal-Klima gefunden.)

Oben links: hochgeschossene Pflanzen neben dem steinigen Weg; daneben ein Lavasteinbrocken. Der Vulkan selbst war vor lauter Nebel kaum zu sehen.

Am Ankunftstag hatte es geregnet, am Morgen des Wandertages hatte es geregnet (überhaupt regnete es in dieser Gegend ganz besonders oft), aber wir hatten Glück - während des Ausflugs gab es keinen Regen und wir wurden nur durch die hohe Luftfeuchtigkeit und unseren Schweiß nass. Die felsigen Wege waren allerdings ziemlich rutschig. 

Allzu viele Tiere sahen wir während dieser Wanderung nicht, aber ein paar gab es doch. Das spannendste war die kleine Schlange, die ihr in der Mitte der folgenden Collage seht. Wenn ich es mir richtig gemerkt habe, handelte es sich um eine kleine Lanzenotter, die ganz besonders giftig ist *). (Wenn jemand von euch mehr über diese Schlange weiß, bitte nur her mit Informationen!)

*) Insgesamt gibt es 137 Schlangenarten in Costa Rica, davon sind 115 ungiftig - bleiben 22 Giftschlangenarten. Da sie jedoch sehr scheu sind und die meisten Schlangen nur mit Hilfe eines Guides entdeckt werden (wie die hier abgebildete auch) ist die Gefahr für Touristen nicht groß; am häufigsten sind Plantagenarbeiter von Schlangenbissen betroffen. Hier könnt ihr mehr über das Thema Schlangen in Costa Rica lesen.

Außerdem seht ihr in der Collage oben links noch einen Truthahngeier (Cathartes aura), auf der lila Blüte rechts einen nicht näher identifizierten braunen Schmetterling - und bei dem 2. Foto von links in der unteren Reihe, auf dem man nur Blatt-Stücke sieht, handelt es sich um die hochinteressanten Blattschneiderameisen

Unser Guide erklärte uns, dass diese Ameisen blind sind - sie orientieren sich nur mit Hilfe von Pheromonen. Wir erfuhren von Andres auch, dass es sich bei den Blattschneiderameisen quasi um winzige Farmer handelt - denn die Blätter werden von ihnen nicht gefressen, sondern nur zerkaut. Dann verwenden sie diese als Substrat, um darauf einen speziellen Pilz zu züchten, von dem sie sich ernähren. 

Unermüdlich transportieren diese Tiere kleine Stücke von Pflanzenblättern in ihren Bau. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie die umherwuselnden Ameisenkolonnen in Bewegung aussehen, habe ich ein ganz kurzes Filmchen gedreht:

 

Man sieht in Costa Rica immer wieder lange Kolonnen dieser "wandernden Blätter". Von Plantagenbesitzern werden sie gefürchtet, denn Blattschneiderameisen können in Plantagen von Nutzpflanzen wie Kokospalmen oder Zitruspflanzen einen enormen Schaden anrichten. Stellt euch vor: Eine Ameisenkolonie zerstückelt pro Tag so viel Grünzeug, wie eine ausgewachsene Kuh frisst! Sie sind aber nicht nur Schädlinge: Da sie beim Ausbau ihres Nestes viel Erdreich bewegen, sorgen sie zugleich dafür, dass der Boden um ein Vielfaches fruchtbarer wird!

🐜🐜🐜

Wir wanderten ebenso unermüdlich wie die Ameisen weiter entlang des jungen Waldes, der sich am Lavaboden entwickelt hatte, bis wir zu einem felsigen Plateau kamen, von dem aus sich ein guter Blick auf den Arenalsee bot. Hier war auch Zeit für das eine oder andere Foto:
 
Unten rechts seht ihr drei Bienen im Anflug auf einen Bienenstock, den man bei Feldern am Fuß des Arenal zwecks Bestäubungshilfe angebracht hat.
 
Von dem Plateau aus wanderten wir auf einem anderen Pfad abwärts zu einer Aussichtsplattform mit einem dazugehörigen Getränkestand. Hier gönnten wir uns eine Erfrischung, und dann ging es zurück zum Parkplatz, wo der Minibus auf uns wartete, der uns wieder zum Hotel brachte.
 
Die schönen Blüten wuchsen an einem Teich in der Nähe der Hütte mit den Erfrischungsgetränken. Das komische, baumartige Gebilde mit dem "Guckloch" (oben links) ist das Parkplatz-Wächterhäuschen - offenbar eine Mischung aus künstlicher und natürlicher Pflanze...

Unser Hotel:
Das Montaña de Fuego befindet sich etwas außerhalb von La Fortuna; die Anlage ist sehr hübsch gestaltet mit Bungalow-Zimmern und -Suiten, mehreren Swimmingpools und heißen Quellen sowie üppigster Pflanzenpracht. Außerdem kann man hier verschiedene Wellnessangebote in Anspruch nehmen, auf einigen Wanderwegen die Umgebung erkunden oder direkt beim Hotel ein kleines Ziplining-Abenteuer erleben. 

Wir selbst haben dort aufs Seilrutschen verzichtet, weil wir für einen späteren Zeitpunkt ein größeres Ziplining-Abenteuer gebucht hatten 😁, doch wir konnten die Zipliner freudig quietschen hören 😉. Stattdessen nützten wir mehrfach die Indoor- sowie Outdoor-Becken, in welchen man die heißen Vulkanquellen genießen kann.

Bei Regen empfiehlt sich das Indoor-Becken ...

Von unserem Bungalow aus hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den Arenal (sofern er sich nicht hinter Wolkenschleiern versteckte) und auf die Regenwälder und grünen Weiden der Umgebung.

Ein paar Schwachstellen gab es allerdings doch bei diesem Hotel. Unser Hauptproblem waren die Kopfpolster: Drei von vier Kissen waren viel zu hoch und zu fest gestopft, wir bekamen Kopf- bzw. Nackenschmerzen davon und konnten darauf nur schlecht schlafen, mit dem vierten, etwas weicheren Kissen wechselten wir uns ab. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hotelzimmern hatten wir hier nur ein Doppelbett mit diesen unangenehm festgesteckten Leintuch-Zudecken (die Edi aus unerfindlichen Gründen so toll findet), weshalb ich mich mit meinem mitgebrachten Leintuch zudecken musste. Die Matratze war ebenfalls gewöhnungsbedürftig - sobald sich einer von uns bewegte, federte es auch den anderen in die Höhe. 

Das alles sind natürlich Luxusprobleme - überhaupt angesichts der Ausblicke von der Terrassenseite aus, die ihr in der übernächsten Collage sehen könnt - aber wir hätten uns eben gewünscht, dass diese weniger komfortablen Schlafbedingungen nicht ausgerechnet an einem der Orte stattgefunden hätten, an dem wir mehr als zwei Nächte verbrachten.

... aber eigentlich ist es egal, weil man ohnehin schon nass ist 😉 - also blieben wir letztendlich auch bei Regen draußen im warmen Vulkanquellwasser sitzen.

Nicht ganz optimal war es auch, dass es an der Unterseite der Tür einen Spalt gab, bei dem kleine Tiere ins Zimmer schlüpfen konnten. Der Gecko an der Zimmerdecke störte uns dabei weniger, im Gegenteil, allerdings entdeckte ich eine kleine Eidechse, die gerade in meinen Koffer huschen wollte und Edi fand einen großen Käfer in seinem Gepäck. Zum Glück gab es keine Moskitos! Da wir weder vorhatten, Tiere aus ihrer bekannten Umgebung zu entführen, noch Bekanntschaft mit Giftschlangen oder anderem eventuell gefährlichen Getier machen wollten, stopften wir schließlich ein Badetuch in den Türspalt.

Sonstiges Animalisches:
Wenn wir schon von Tieren in unserem Zimmer sprechen, machen wir gleich mit tierischen Sichtungen in der Anlage weiter. Auf dem hoteleigenen Faultier-Pfad waren wir ein Weilchen unterwegs, konnten aber leider - außer zahllosen Blattschneiderameisen - kein Faultier und auch keine anderen Tiere entdecken. Doch in der übrigen Hotel-Anlage stießen wir auf einige Viecher: 
 
Der riesige, schwarzbraune Heuhüpfer saß mitten auf dem Weg. Die beiden Katzen leisteten uns beim Frühstück Gesellschaft. Unten rechts seht ihr den bereits erwähnten Gecko. Es gab einige Eidechsen-Beobachtungen und immer wieder schwirrten verschiedenste Schmetterlinge und Kolibris zwischen den Pflanzen der Anlage herum, nur selten konnten wir sie fotografieren. Die interessant aussehenden rotbraunen Vögel hingegen verhielten sich relativ ruhig. Nach allem, was ich herausfinden konnte, dürfte es sich um einen Hühnervogel der Gattung Ortalis handeln, meiner Vermutung nach um einen Grauköpfigen Chachalaca (Ortalis cinereiceps), aber ich lasse mich von Vogelkennern gern eines Besseren belehren.

Schokoladen-Tour:
Machen wir mit unserem zweiten Ausflug in der Region rund um den Arenal weiter, dem Besuch einer Bio-Kakaoplantage. Der schwarz gekleidete Mann, den ihr unten auf mehreren Fotos seht, heißt Keilor, Spitzname Chapo. Er war unser Guide bei dieser Veranstaltung und eine echte Stimmungskanone. Er begann mit einem zugleich unterhaltsamen wie informativen Quiz über Kakao und Schokolade. (HIER könnt ihr euer Schokoladen-Wissen ebenfalls um ein Stück erweitern.)

Das Hauptgebäude der Anlage war u.a. mit einem Kakaofrüchte-Mural verziert.

Danach wäre wohl ein längerer Spaziergang durch die Plantage geplant gewesen, aber es fing zwischendurch dermaßen heftig zu regnen an (siehe Video), dass Chapo beschloss, diesen Teil abzukürzen und unter einem schützenden Dach weiterzumachen.


Und da ging's erst so richtig ab! Denn Chapo drehte die Musik auf und zeigte uns, wie man im Rhythmus die Kakaobohnen stampft und mahlt. Und dann hieß es "und jetzt seid ihr dran - Freiwillige vor!" Tja, und was soll ich sagen, mein mutiger Mann war der erste, der sich traute - und gleich mal ordentlich Schwung und Stimmung vorlegte! Wir haben davon auch ein Video, aber da darauf so viele andere Leute zu sehen sind, habe ich nur ein paar Screenshots davon gemacht und so zurechtgeschnitten, dass man außer Edi und Chapo niemanden von vorne sieht.

Natürlich waren dann auch wir anderen dran - und nachdem Edis Darbietung so viel Spaß gemacht hatte, waren sämtliche Schranken der Zurückhaltung gefallen: Alle Anwesenden legten sich so richtig ins Zeug - so auch ich. Chapo war sehr zufrieden mit uns und revanchierte sich mit einem Ständchen. (Er hat eine richtig tolle Singstimme.)

Danach gab's dann noch die heiß ersehnte Verkostung der Bio-Schokolade, die Chapo mit verschiedenen Wunsch-Zutaten kombinierte - wir alle durften uns mehrfach anstellen und verschiedene Mixturen ausprobieren - und hatten natürlich auch daran viel Freude.


Außer Kakao wachsen auf der Plantage übrigens noch andere Pflanzen, z.B. Pfeffer oder diese birnenförmigen roten Früchte, die Wasserapfel (Syzygium malaccense) heißen; sie sind sehr hart und saftig und schmecken dezent süß-säuerlich. Auf dem Foto mit dem hübschen Mund seht ihr, wie ungeröstete Kakaobohnen aussehen, wenn man sie zerbeißt - sie verfärben sich violett! Auch das haben wir alle ausprobiert. Unten links seht ihr noch ganz genau, dass die Kakaofrüchte direkt aus dem Stamm des Kakaobaumes wachsen. 
 
Und unten rechts zeige ich euch ein kleines Fröschlein, das mir in einem Grünstreifen auf dem Parkplatz der Rainforest Chocolate Tour begegnete: Der Winzling ist gerade mal 2 cm groß und wird "Blue-Jeans-Frosch" genannt 😀! Es handelt sich dabei um eine blaubeinige Variante des Erdbeerfröschchens oder Erdbeer-Giftpfeil-Frosches (Oophaga pumilio) *).  "Mein" Blue-Jeans-Frosch war der einzige Vertreter dieser Art, den wir während unseres Costa-Rica-Aufenthaltes gesehen haben. (Andere Fröschlein 🐸 hingegen sahen wir noch einige - siehe 3. Ausflug beim Arenal!)
 
*) In Costa Rica gibt es 7 Arten Pfeilgiftfrösche. Sie sind giftig, aber für den Menschen nicht tödlich. Man kann sie sogar anfassen, und solange man keine offene Wunde hat, passiert gar nichts. Wenn das Gift jedoch in den Blutkreislauf gelangt, wird man lokal für eine Weile gelähmt und es kann auch noch gefährlichere Folgen haben. Mehr darüber HIER.



Zwei Outfits aus dem Koffer:
Bevor ich euch über den dritten und letzten Ausflug in der Arenal-Region erzähle, möchte ich euch aber noch zeigen, was es dort zu essen und zu trinken gab und was ich angezogen habe, als wir essen gingen
 
Am ersten Abend (an dem es regnete) machte ich mir keine große Mühe und blieb in der Reisekleidung. Fangen wir also mit dem zweiten Arenal-Tag und mit einem typischen Rostrosen-Urlaubs-Outfit an: Die Tunika ist seit 2006 in meinem Besitz. Ich bin ansonsten keine besondere Freundin von Polyacryl-Kleidungsstücken, aber dieses Oberteil hat sich bereits auf vielen Reisen als absolut koffertauglich, extrem leicht, luftig und kombinationsfreudig erwiesen und ich liebe das "heißblütige" Rosenmuster. Der schwarze Rock reist ebenfalls oft und gerne mit und hält sich ebenfalls recht glatt, auch wenn er aus Baumwolle besteht. Leider habe ich mir an diesem Tag einen Teil der Spitzenborte beschädigt, weil ich mit dem Rock an einem Stacheldrahtzaun hängen blieb...

Die erdbeerrote Intarsien-Tunika (die ich seit ca. 2016 besitze) ist aus herrlich luftigem Bio-Leinen, ich habe sie hier mit schwarzen 3/4-Leggings und einem großen, hauchdünnen Seidentuch kombiniert, das ich mir 2010 auf unserer ersten Indienreise anfertigen ließ. Ich liebe es, Kleider mit Tüchern zu verwandeln - und vor allem, wenn man mit kleinem Gepäck reist, gibt es keine bessere Methode, um Outfits zu variieren. 

Wie man an den Pflastersteinen und Pflanzen sieht, hatte es kurz zuvor noch geregnet.

Essen und Trinken: 
An unserem ersten Abend aßen wir im hoteleigenen Restaurant und das Essen (gebackene Riesengarnelen mit verschiedenen Cocktailsaucen und Potato Wedges) war dort wirklich köstlich, reichlich und der Preis absolut in Ordnung. Auch der Fruchtsaft war lecker. Allerdings war es in dem Restaurant nicht gemütlich - durch die ziemlich laut aufgedrehte, techno-lastige Musik (in einem Hotel-Restaurant - wie kann man nur?!), die kühle Möbelwahl und die teilweise offenen Fenster herrschte dort eine bahnhofshallenartige Atmosphäre - es verwunderte uns nicht, dass wir die einzigen Gäste waren.

Andererseits war das Montaña de Fuego etwas weit vom Ortszentrum entfernt, in dem es zahlreiche Restaurants gab - für einen Fußmarsch war es uns zu weit bzw. bei Dunkelheit zu gefährlich (denn Gehsteige gab es dort nicht) uns wir wollten uns kein Taxi nehmen. Also blieben wir in der Nähe des Hotels, wo wir gerade mal zwei Restaurants entdeckten - ein Sushi-Lokal und ein Steak-House. Wir machten den strategischen Fehler, uns zuerst für Sushi zu entscheiden, und am nächsten Abend hatte das Steak-Lokal geschlossen. Also gab es zweimal hintereinander (sehr wohlschmeckende) Asiatische Küche und japanisches Kirin-Bier. 

Was die Imperial-Bierdose betrifft: Normalerweise vermeide ich Getränke in Dosen, da der Rohstoff für das Aluminium zumeist im Tropengürtel (und dort leider besonders häufig in Regenwäldern) abgebaut wird und somit zur Regenwaldzerstörung beiträgt. (Siehe Petition im PS!) Allerdings gab es bei dem Getränkestand am Arenal keine Getränke in Flaschen... In Costa Rica werden Getränkedosen immerhin gesammelt und dem Recycling zugeführt - das ist leider nicht überall so...

Die verschiedenen Getränke in dieser Collage sind mein Ticket zum Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛

Auf dem Weg zum Sushi-Lokal kamen wir unter anderem an einer Weide vorbei, auf der wir die hübschen zarten Pferdchen sahen. Auch die Pura-Vida-Schilder begegneten uns auf diesem Weg. Und die (teilweise angeregneten) Blüten und Früchte gab es ebenfalls entweder in der Nähe des Restaurants oder in unserer Hotelanlage zu entdecken.


Nachttour:
Kommen wir nun zu unserem letzten Ausflug in der Gegend um den Arenal. Habe ich schon erwähnt, dass wir in dieser Region recht häufig Regen erlebten ☔? Zumeist konnten wir ihm ausweichen, doch bei diesem Ausflug gelang uns das nicht. Es regnete bzw. schüttete vom Zeitpunkt unserer Abholung bis wir wieder zum Hotel zurückgebracht wurden. 
 
Im Haus von Familie Mendez - und unsere "schicke" Nachtwanderungs-Regenausrüstung ☔☔☔ (inklusive Stirnlampe)... Den Schirm bekamen wir geliehen, weil Edis Regenjacke sich als nicht dicht genug für den starken Costa-Rica-Regen erwies.

Dass der Ausflug in unseren Augen dennoch ein Erfolg war, hatte maßgeblich mit unserem Guide Gonzalo, Spitzname Chalo zu tun. Ihr seht ihn auf den Fotos unten im roten Shirt, und an seinem strahlenden Lächeln erkennt man schon sein sonniges Gemüt. Als er uns abholte, waren wir wegen des Wetters in ziemlich betrübter Stimmung, aber Chalo riss uns sofort mit seiner guten Laune mit. "Regen ist gut!" meinte er. "Wenn es regnet, sieht man ganz viele Tiere!" Er sollte recht behalten.
 
Der Mann im karierten Hemd ist Otto Mendez; auf seinem Grundstück fand die Nachtwanderung statt. Die Familie Mendez lebt von ihrem Land und widmet einen Teil ihres Farmlandes der natürlichen Regeneration von Pflanzen und Tieren. Er begleitete uns auf der Tour (und er wusste auch sehr gut, wo man die besten Chancen hatte, Tiere zu sehen), und seine Frau bereitete uns in der Zwischenzeit ein schmackhaftes Abendessen aus Reis, Hühnchen in Rahmsauce, Salat und Tacos zu.  

Der Falter, den ihr in dieser Collage seht, ist ein Ascalapha odorata, zuweilen auch als Schwarze Hexe bezeichnet - ein Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter.

 
In den folgenden beiden Collagen seht ihr weitere Tiere, die wir bei der verregneten Nachttour fotografieren konnten. (Wir sahen auch Fledermäuse und ein paar allzu versteckte Tiere - da gelang niemandem von uns ein brauchbares Bild.) Die Fotos der ersten Collage stammen hauptsächlich von Edi, die Fotos der zweiten Collage allesamt von unserem Guide. Er hat sie mit dem Handy (und mit Hilfe der Taschenlampe auf seinem Handy) aufgenommen, und das funktionierte weitaus besser als fotografieren mit unseren großen Kameras.

 
Leider kann ich euch bei einigen der Tiere keine genaue Identifikation bieten. Ich weiß z.B. nicht so recht, ob es sich bei dem gelben Winzling (unten Mitte) tatsächlich um einen Sanduhr-Laubfrosch (auch bekannt als  Bromelienlaubfrosch - Dendropsophus ebraccatus) handelt. Von den beiden Echsen (oben) konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass es sich um Leguanartige handelt; die kleinere von beiden wurde von Google Lens als zur Gattung Anolis (Saumfingerechsen) zählend indentifiziert. Dann seht ihr hier noch ein nicht näher bekanntes Mäuschen oder vielleicht auch eine andere kleine Nagetierart (?), mehrere Costa-Rica-Laubfrösche oder Maskenlaubfrösche (Smilisca phaeota), einen Vaillant-Frosch (Lithobates vaillanti), die großen braun-gemusterten Kerle sind Amerikanische Ochsenfrösche (Lithobates catesbeianus). Ein paar Rotaugen-Laubfrösche (Agalychnis callidryas) sind auch wieder dabei, und außerdem noch Rosenbergs Laubfrosch (Hypsiboas rosenbergi).
 
Fotos dieser Collage alle von unserem Guide Chalo-Gonzalo 😊

Das war's mit unseren drei abwechslungsreichen Tagen in der Arenal-Region. Ich hoffe, ihr habt es dort ähnlich interessant gefunden wie wir! 
 
Am Morgen des 9. Tages ging es weiter - am malerischen Arenalsee vorbei und durch die ländliche Provinz Guanacaste brachte uns ein Kleinbus in die Gegend eines weiteren Vulkans - Rincón de la Vieja
 
Doch falls ihr nun denkt "Schon wieder ein Vulkan, dieses Kapitel kann ich bestimmt auslassen", verspreche ich euch, dass dieser Ort sich von der Arenal-Region stark unterschied und es einiges Neues zu sehen gibt. Und über das Hotel Hacienda Guachipelin (in dem wir leider nur zwei Nächte verbrachten) sowie seine wundervolle Umgebung kann ich euch jetzt schon folgendes verraten: Müsste ich mir einen einzigen Ort unserer Costa-Rica-Reise aussuchen, an dem ich mehrere Wochen verbringen wollte, dann wäre es dort! Also - bleibt dran, ihr Lieben 😊!

 

Fotos (wenn nicht anders angegeben): Herr und Frau Rostrose 

¡Adiós & Hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook

 

PS:
In Costa Rica gibt es zahlreiche Regenwald-Schutzgebiete. Das ist leider nicht überall so - besonders schlimm sieht es in Brasilien aus. Die Zerstörung des Amazonas hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Im August 2022 wurden 33.116 Brandherde im Amazonas-Gebiet registriert – das sind 18 % mehr als im Rekord-August 2021! Der Amazonas rast damit auf seinen Kipp-Punkt zu! 

Der Wald stirbt für Profit: Ein Großteil der Feuer wird von Menschen gelegt, die die Flächen für wirtschaftliche Zwecke nutzen – für Rinderfarmen, Tropenholz und Aluminium werden gigantische Waldflächen einfach abgeholzt. Die Abwahl von Präsident Jair Bolsonaro bringt Hoffnung für den Regenwald. Der neue Präsident Lula De Silva hat bereits einen verstärkten Schutz des Amazonas-Regenwaldes angekündigt. Doch noch ist nichts entschieden - wirtschaftliche Interessen können in den Vordergrund treten. Wir dürfen deshalb nicht locker lassen. Unterschreibt bitte diese Petition zum Schutz des Amazonas: https://greenpeace.at/petitionen/amazonas-abholzung/

Hier geht's zu den internationalen Amazonas-Petitionen von Greenpeace: https://www.greenpeace.org/international/act/stand-with-the-guardians-of-the-amazon/

Foto von HIER

Freitag, 3. März 2023

Streifzug durch die letzten Wochen

Servus ihr Lieben, ...

 

... der März ist da - und er ist sogar schon ein paar Tage alt! Und ich habe den gesamten Februar hindurch nur Berichte von unserer Costa-Rica-Reise gepostet. Vielen Dank für euer großes Interesse daran, ich freue mich sehr über all eure wunderbaren Kommentare 💙! (Ja, dieses Land ist schon atemberaubend, stimmt 💚!) Aber jetzt ist es höchste Zeit, dass ich euch auch mal wieder zeige, was sich so während der vergangenen paar Wochen bei uns in "Rostrosenhausen" getan hat. 
 
Winterbilder und Pfotenabdrücke:
Fangen wir mit ein paar Winterbildern aus dem Garten an, die Anfang Februar entstanden sind. Seht ihr unten die Katzenspuren im Schnee?  Die schöne Maine-Coon-Katze, die uns nach dem Tod unserer Katze Nina zu trösten begann, ist inzwischen fast täglich bei uns zu Gast. Sie lebt ein paar Häuser von uns entfernt und hat unseren Garten (und unser Haus) zu einem Teil ihres Reviers erkoren. Wir wissen auch schon, wie sie heißt, denn vor einiger Zeit traf ich ihre Besitzer und erzählte ihnen, dass ihre Katze öfter mal bei uns zu Besuch ist. Bei der Gelegenheit erfragte ich ihren Namen. 
 
 
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Katzen- und Enkelbesuch:
Darf ich vorstellen - die wuschelige Mieze, die ihr unten seht, heißt Samia. Das kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie die Erhabene oder Prinzessin, im Indischen heißt es die Unvergleichbare und ich finde, das alles passt sehr gut zu ihr.
 
Auch unseren (mittlerweile 15 Monate alten) Enkelsohn Jamie hat unsere Besuchskatze schon kennengelernt, siehe Foto rechts unten. Und da Samia selbst aus einem Haushalt mit kleinen Kindern kommt, hat sie keine Scheu vor ihm. Jamie wiederum lebt mit drei Katzen zusammen und hat ebenfalls keine Scheu vor Samia. Er lernt auch bereits, dass "auf die Katze klopfen" nicht dasselbe ist wie streicheln 😻😉. 

Auf einem der anderen Jamie-Fotos seht ihr ihn bei einem Ritt auf dem alten Holz-Schaukelpferd, das uns meine Tante Sigrun für Jamie mitgegeben hat und auf dem schon mehrere Kindergenerationen unserer Familie geritten sind. Und ihr seht meinen Enkel auf dem Spielplatz. Dort setzt er sich bevorzugt in den Kies, lässt die Steinchen durch seine kleinen Hände rieseln und sagt dazu "Huiiiii, huiiiiiiiiiii, huiiiiiiii!" (Beim Schaukeln sagt er das übrigens auch 😍.) Er kann aber auch schon sehr gut ohne Hilfe herumlaufen.

Katzen- und Hundestreicheln:
In der unteren Collage zeige ich euch, wie zutraulich Samia bei uns schon ist. Und ihr seht mich außerdem mit zwei weiteren Tieren: 
 
Der süße Berner Sennenhund heißt Luiz und gehört Freunden meines Bruders und meiner Schwägerin. Luiz wird auch Chi-Chi genannt (ich weiß leider nicht, wie man das wirklich schreibt, ausgesprochen wird es Tschi-Tschi) und er ist oft bei meinem Bruder zu Gast, wenn seine Besitzer auf Reisen sind oder irgendwelche länger andauernden Verpflichtungen haben. Darüber freut sich nicht nur Luiz, sondern auch Kira, die Labradordame meines Bruders, die ihr auf dem Foto unten in der Mitte seht, und die mit Chi-Chi befreundet ist.

Mein Beitrag für Saturday's Critters

Bruder-Besuchs-Outfit:
Für alle, die gerne Outfit-Fotos sehen, zeige ich hier noch einmal genauer, was ich bei unserem Treffen mit meinem Bruder und seiner Familie trug: mal wieder Kleid-über-Hose aus lauter schrank-geshoppten Teilen. Cardigan und Gilet habe ich vor einigen Jahren in unterschiedlichen Second-Hand-Läden gekauft, das ornamental gemusterte Des*gual-Kleid und die Cordhose "wohnen" auch schon lange bei mir. Für Traude-Begriffe ist dieses Outfit recht "un-bunt", aber manchmal mag ich solche "dezenteren" Kombination aus mehreren Brauntönen an mir recht gerne .


Vorfrühlingsluft schnuppern: 
Als die obigen Schneefotos entstanden sind, laborierten Edi und ich noch an dem grippalen Infekt, der sich vor allem bei Edi mit einem so schlimmen Husten auswirkte, dass wir Ende Jänner unseren Skiurlaub vorzeitig beenden mussten

Der Februar war also nicht gerade unser fittester Monat. Aber nach und nach trieb es mich wieder raus in die Natur - mal mit den Walkingstöcken (wo ich nur das Handy zum Fotografieren dabei hatte), mal mit der größeren Kamera. Hier ein kleiner Februar-Outdoor-Querschnitt

Mein Beitrag für den Naturdonnerstag, All Seasons, My Corner of the World und für die Gartenglück-Linkparty

An manchen Februar-Tagen war die Luft schon erfüllt von frühlingshaftem Vogelgezwitscher. Fotografieren konnte ich vor allem Kohlmeisen und Spatzen, gesehen habe ich auch ein Rotkehlchen und einen (mutmaßlichen) Buchfinken, außerdem einen sehr schnellen Buntspecht.

Mein Beitrag für I’d Rather B Birdin’ und  Garden Affair

Der Turmfalke, der über mir kreiste, war hoffentlich auf Mäusejagd und nicht darauf aus, einen der (selteneren) Singvögel zu verspeisen. Unten rechts seht ihr im Geäst eine Türkentaube (Streptopelia decaocto) sitzen.


Zitat im Bild:
Wenn wir schon bei Vogel-Bildern sind: Ich habe aus zwei Fotos von Amerikanischen Schlangenhalsvögeln (Anhinga Anhinga), die ich auch in meinem vorigen Costa-Rica-Posting verwendet habe, einen Beitrag für Novas Zitat im Bild (ZiB) gebastelt. Der verdrehte Hals von Frau Anhinga  verlockte mich förmlich dazu, den folgenden Spruch zu verwenden:

Wenn ein Mann einer Frau den Kopf verdreht, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie auf ihn fliegt.  (Volksmund)

Hier paaren sich gleich zwei umgangssprachliche Redensarten, daher bin ich mir nicht sicher, ob mein ZiB von Nicht-Deutschsprachigen verstanden wird. Hier also noch eine kurze Erklärung 
  • "jemandem den Kopf verdrehen" bedeutet: jemanden in sich verliebt machen.
  • "auf jemanden fliegen" bedeutet: von jemanden sehr begeistert sein. 

Es gibt dazu auch einen alten Witz, in dem ein Mann selbstbewußt behauptet, dass er jeder Frau den Kopf verdreht - und sein Gegenüber antwortet "Das geht mir genauso. Wenn ich hinschaue, schauen sie weg." 


Vorfrühlingslook in Hellgrün und Schwarz:
Beim linken der unteren Outfit-Fotos hat mir wohl auch jemand ein bisschen den Kopf verdreht 😉, aber so gekonnt wie beim weiblichen Schlangenhalsvogel sieht das bei mir nicht aus. Und ob ich mit meinem Look jemanden den Kopf in positiver Hinsicht verdrehen kann, weiß ich nicht. Denn auch hier sind alle Bestandteile schon lange in meinem Fundus

Der gefütterte schwarze Samtrock mit der indischen Druckbordüre am Saum ist schon etwa 20 Jahre alt, der frühlingshaft-hellgrüne Pullover wärmt an kälteren Februartagen (und natürlich nicht nur an diesen) gut mit einem Kaschmir-Seide-Gemisch, das Spitzentop darüber verleiht der Sache zusätzlichen Pepp und lässt Vorfreude auf wärmere Tage aufkommen.

 
Sportliches:
"Kopf verdrehen" ist zwar keine Sportart, aber Edi und ich betreiben auch Nackengymnastik, und die beinhaltet unter anderem Nicken, Dehnen und den Kopf nach links und rechts drehen. 

Abgesehen von diesen täglichen morgendlichen Übungen versuchen wir auch durch anderes Training möglichst lange beweglich zu bleiben. Ein paar Jahre lang trainierte ich bei Mrs. Sp*rty. Seit Beginn der Pandemie bin ich allerdings in kein Sportstudio mehr gegangen, sondern habe zu Hause geturnt. Mein lieber Mann trainierte während des Lockdowns ebenfalls zu Hause, danach kehrte er wieder in die testosteronlastige Kraftkammer zurück, bei der er davor schon Mitglied gewesen war. 

Das hat sich nun geändert, seit Mitte Februar besuchen Edi und ich gemeinsam mindestens zweimal pro Woche ein schönes Sportstudio. Bis jetzt waren wir siebenmal dort und freuen uns, dass wir die Schlappheit, die sich durch den grippalen Infekt in uns breit machen wollte, nun wieder losgeworden sind.

An den Wänden dort hängen verschiedenste Motivationstafeln, unter anderem diese - fotografiert für Artis Schilderwald. (Übersetzung: Small steps are better than no steps / Giving up is not an option )
 
Aktivitäten in der Bloggerwelt:
Einen nicht so günstigen Nebeneffekt hat das intensivere Training allerdings: Ich habe dadurch wieder ein bisschen weniger Zeit zum Bloggen... (Ich hoffe, ihr seid nicht traurig, wenn es immer ein Weilchen dauert, bis meine Kommentare kommen! Sorry!) Aber ich habe weiterhin viel Spaß daran - und ich bin gerne bei den verschiedenen Blogger-Aktionen dabei, die für mich auch immer Inspiration bedeuten. Oben habt ihr schon ein paar Beteiligungen gesehen, aber es gibt noch mehr. So z.B. Nicoles Friday Face OFF, bei dem es darum geht, Gesichter zu zeigen - menschliche, tierische, gemalte, geformte, fotografierte - egal... 

Weiter oben habt ihr schon die digital veränderte Collage mit den Schlangenhalsvögeln gesehen, hier kommt nun eine weitere digitale Spielerei mit Fotos von mir selbst:

  

Durch die Farbwahl passen diese Fotos auch gut zum Thema von Rains Thursday Art Date: Warm Colours (Reds, Oranges, Yellows).

In der nächsten Woche sind dann kühle Farben beim Thursday Art Date dran. Das folgende Des*gual-Outfit deckt mit seiner Regenbogen-Buntheit die gesamte Palette ab:

 

Bei meinem "Fisch-Häferl" (eine meiner geliebten BOPLA!-Sammeltassen) spiegelt sich ebenfalls eine ziemliche Bandbreite von kühlen und warmen Farben wider. Mit diesem Frühstückskaffee bin ich beim Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛 dabei. Außerdem gratuliere ich damit allen meinen LeserInnen, die im Sternzeichen der Fische geboren sind - wie übrigens auch meine Tochter Jana 💙💚💙- ganz herzlich zum Geburtstag! Und die Himmelsfotos sind für Heidis Galeria Himmelsblick.

Das folgende schrank-geshoppte Outfit hingegen zeigt ausschließlich warme Farben. Wer schon länger bei mir liest, kennt die gezeigten Kleidungsstücke alle seit einer Weile. Das Gilet ist übrigens selbst gefärbt:

 

All meine Collagen sind natürlich auch immer ein Ticket zu Heidruns Mosaic Monday. Und mit der folgenden Collage beteilige ich mich außerdem an Samis Monday Mural. Denn sie sammelt Wandmalereien aus aller Welt. Die beiden Fotos stammen vom Heumarkt / Marokkanergasse in Wien und wurden von meiner Freundin Brigitte aufgenommen. Die Hausbemalung stammt vom Calle Libre Street Art Festival 2022. Und die lustigen Pinguine waren offenbar einmal für eine Österreich-Werbung unterwegs, jedenfalls habe ich die Information DIESER Seite entnommen.

Klimt-Ausstellung im Belvedere:
Diese beiden oben gezeigten Fotos entstanden an einem Tag, als wir mal wieder mit unseren Freunden Brigitte und Peter als "Wien-Touristen" in unserer Hauptstadt unterwegs waren. Unsere hauptsächlichen Ziele waren diesmal das Schloss Belvedere und die dortige Ausstellung Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse ... (Ausstellungsdauer: 3. Februar 2023 - 29. Mai 2023).

Im Schlossgarten entdeckten wir einen unübersehbaren Hinweis auf das Jubiläum, das es hier in diesem Jahr zu feiern gibt: 300 Jahre Belvedere.

Das Foto rechts unten ist mein Beitrag zu Close to the Ground

Außerdem gab es im Belvedere-Schlosspark ein paar Tore für Novas Linkup T in die Neue Woche zu fotografieren:


Der Stil von Gustav Klimt fasziniert mich schon seit meiner Jugend, und als junge Frau malte ich Bilder, die von ihm inspiriert waren, mit viel Gold und Jugendstil-Ornamenten. Leider kam mein Talent nicht annähernd an seines heran (oder es lag vielleicht auch nur daran, dass ich keine entsprechende Ausbildung hatte, wer weiß?). 

Ich hätte jedenfalls gerne so fotografisch genau malen können, wie Klimt es in seinen relativ jungen Jahren getan hat - ihr seht ein solches Bild in der folgenden Collage unten links, das Frauenbildnis, das um 1893 entstand. Die gemalte Haut der Frau im schwarzen Kleid sieht so zart, rosig und echt aus, es ist einfach umwerfend. Als er bewiesen hatte, dass er das kann, wandte er sich anderen Stilrichtungen zu und gilt als einer der großen Erneuerer der Kunstwelt seiner Zeit.

Auch ein herausragender Maler wie er kam nicht ohne Inspiration durch andere Künstler aus. Und um genau dieses Thema rankt sich die aktuelle Ausstellung. Ich kann bestätigen, was uns einer der Mitarbeiter des Museums gesagt hat: Es gibt selten die Möglichkeit, so viele großartige Gemälde dieser Epoche an einem einzigen Ort zu sehen.

Ausstellungstext: 
Wer inspirierte Gustav Klimt, den großen Meister der Wiener Moderne? Wie gut war ihm Vincent van Gogh bekannt? Sah er jemals ein Bild von Henri Matisse? Die gemeinsame Ausstellung des Belvedere Wien und des Van Gogh Museum in Amsterdam verfolgt die Spuren zurück zu Klimts künstlerischen Wegbereiterinnen und -begleitern. Sie zeigt Werke von Klimt, van Gogh, Matisse und vielen anderen in eindrucksvollen Gegenüberstellungen.

Besonders gefreut hat es mich übrigens, dass sich Klimt auch von Frauen inspirieren ließ - und damit meine ich nicht nur, von seinen "Musen", sondern auch von weiblichen Künstlerinnen. Das war in der damaligen Zeit alles andere als eine Selbstverständlichkeit

Die Schottin Margaret MacDonald Mackintosh war eine dieser inspirierenden Künstlerinnen. (Ihr seht nicht nur in der Collage unten ihre bestickten Tafeln mit engelsgleichen Gestalten, sondern auch oben rechts den Ausschnitt ihres Werkes Juni-Rosen.)

 

Weil beim Ticket für diese Ausstellung noch der Besuch zweier weiterer Ausstellungsräumlichkeiten inkludiert war, sahen wir uns im Anschluss außerdem die Ausstellung zum 300jährigen Jubiläum und eine mittelalterliche Sammlung an, allerdings nur eher oberflächlich. Denn  allmählich ließ das Aufnahmevermögen nach - und hungrig waren wir auch schon.


Zum Glück war es Peter gelungen, noch einen Platz im (immer sehr gut besuchten) Salm-Bräu reservieren zu können, das sich unmittelbar neben dem Unteren Belvedere befindet. Dort gönnten wir uns ein Mittagsmenü und ein Bier aus der hauseigenen Brauerei - ein sehr feiner Abschluss unseres gemeinsamen Wien-Ausflugs.

Danach ging es wieder durch den Schlossgarten zurück in Richtung Hauptbahnhof, denn sowohl unsere Freunde als auch wir waren mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist.

Maxirock mit Poncho:
Nun habe ich noch ein allerletztes Februar-Outfit in warmen Farben für euch. Auch die hier miteinander gemixten Teile kennt ihr alle schon seit ein paar Jahren aus meinem Blog, aber ich glaube, noch nicht in dieser Kombination. Den Poncho trug ich übrigens in diesem Winter auch immer wieder zu Hause, da die Heizung zum Sparen von Stromkosten etwas heruntergedreht war.
 

Nun freue ich mich jedoch schon sehr auf etwas wärmere Tage und auf den Beginn meiner liebsten Jahreszeit, in der das große Blühen und Zwitschern losgeht. Und wie geht es euch (rund um den Globus) - freut ihr euch ebenfalls auf die kommende Jahreszeit?


Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie unsere Freundin Brigitte

Alles Liebe, 

eure   T  r  a  u  d  e

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Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: