HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Costa Rica 2022.
Am 6. Tag unserer Costa-Rica-Reise verließen wir den wunderschönen Tortuguero Nationalpark. (HIER und HIER geht's zu meinen beiden Tortuguero-Berichten - vielen Dank für eure zahlreichen Besuche und Kommentare dort 😘!) - Es ging unserem nächsten Ziel entgegen: der Provinz Alajuela, wo sich der jüngste Vulkan von Costa Rica befindet - der Arenal, der zugleich als einer der aktivsten Vulkane des Landes gilt. (Nähere Informationen zum Arenal in englischer Sprache - KLICK und KLICK)
Ganz in der Nähe des Vulkans, einige Kilometer vom Stadtzentrum La Fortunas entfernt, befindet sich die Hotelanlage Montaña de Fuego, in der wir die nächsten drei Nächte verbrachten. (Wenn man bedenkt, dass ich als Kind und Jugendliche heftige Albträume von feuerspeienden Bergen hatte, klingt diese Wahl vermutlich etwas tollkühn 😉.)
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Im Jahr 1991 wurde der Nationalpark Vulkan Arenal gegründet. Dichter Regenwald, heiße Quellen und Wasserfälle machen ihn zu einem wahren Naturjuwel. Neben seiner Eigenschaft als Naturschutzgebiet kommt dem Nationalpark auch eine bedeutende Rolle für die Energiegewinnung zu. Denn ein Großteil der Elektrizität Costa Ricas stammt vom Staudamm des benachbarten Arenalsees.
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Fotos aus dem Internet - Bildquellen von oben nach unten: Blick von Monteverde auf den Arenal - Wikipedia / KLICK Arenal und Arenalsee - aus dem ARA-Tours-Reiseprospekt / KLICK Ortszentrum La Fortuna mit Blick auf den Arenal - Wikipedia / KLICK |
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| Unser Guide Andres, der echte Arenal und ein Modell des Vulkans sowie der Lavafelder und der Wanderwege. |
Andres erzählte uns, dass dort, wo heute wieder hohe Pflanzen wachsen, vor einigen Jahren noch alles kahl aussah. Die fruchtbare Vulkanerde schuf neues Leben. Auch als Farmland wird der Vulkanboden genützt - hier wird z.B. Zuckerrohr angebaut und mit der Pflanzung von Kaffee experimentiert. (Noch hat man aber nicht die richtige Kaffeesorte für das Arenal-Klima gefunden.)
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| Oben links: hochgeschossene Pflanzen neben dem steinigen Weg; daneben ein Lavasteinbrocken. Der Vulkan selbst war vor lauter Nebel kaum zu sehen. |
Am Ankunftstag hatte es geregnet, am Morgen des Wandertages hatte es geregnet (überhaupt regnete es in dieser Gegend
ganz besonders oft), aber wir hatten Glück - während des Ausflugs gab es keinen Regen und wir wurden nur
durch die hohe Luftfeuchtigkeit und unseren Schweiß nass. Die felsigen Wege waren allerdings ziemlich rutschig.
Allzu viele Tiere sahen wir während dieser Wanderung nicht, aber ein paar gab es doch. Das spannendste war die kleine Schlange, die ihr in der Mitte der folgenden Collage seht. Wenn ich es mir richtig gemerkt habe, handelte es sich um eine kleine Lanzenotter, die ganz besonders giftig ist *). (Wenn jemand von euch mehr über diese Schlange weiß, bitte nur her mit Informationen!)
*) Insgesamt gibt es 137 Schlangenarten in Costa Rica, davon sind 115 ungiftig - bleiben 22 Giftschlangenarten. Da sie jedoch sehr scheu sind und die meisten Schlangen nur mit Hilfe eines Guides entdeckt werden (wie die hier abgebildete auch) ist die Gefahr für Touristen nicht groß; am häufigsten sind Plantagenarbeiter von Schlangenbissen betroffen. Hier könnt ihr mehr über das Thema Schlangen in Costa Rica lesen.
Außerdem seht ihr in der Collage oben links noch einen Truthahngeier (Cathartes aura), auf der lila Blüte rechts einen nicht näher identifizierten braunen Schmetterling - und bei dem 2. Foto von links in der unteren Reihe, auf dem man nur Blatt-Stücke sieht, handelt es sich um die hochinteressanten Blattschneiderameisen!
Unser Guide erklärte uns, dass diese Ameisen blind sind - sie
orientieren sich nur mit Hilfe von Pheromonen. Wir erfuhren von Andres
auch, dass es sich bei den Blattschneiderameisen quasi um winzige Farmer
handelt - denn die Blätter werden von ihnen nicht gefressen, sondern nur zerkaut. Dann verwenden sie diese als Substrat, um darauf einen speziellen Pilz zu
züchten, von dem sie sich ernähren.
Unermüdlich transportieren diese Tiere kleine Stücke von Pflanzenblättern in ihren Bau. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie die umherwuselnden Ameisenkolonnen in Bewegung aussehen, habe ich ein ganz kurzes Filmchen gedreht:
Man
sieht in Costa Rica immer wieder lange Kolonnen dieser "wandernden Blätter". Von Plantagenbesitzern werden sie gefürchtet, denn Blattschneiderameisen können in Plantagen von Nutzpflanzen wie Kokospalmen oder Zitruspflanzen einen enormen Schaden anrichten. Stellt euch vor: Eine Ameisenkolonie zerstückelt pro Tag so viel Grünzeug, wie eine ausgewachsene Kuh frisst! Sie sind aber nicht nur Schädlinge: Da sie beim Ausbau ihres Nestes viel Erdreich bewegen, sorgen sie zugleich dafür, dass der Boden um ein Vielfaches fruchtbarer wird!
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| Unten rechts seht ihr drei Bienen im Anflug auf einen Bienenstock, den man bei Feldern am Fuß des Arenal zwecks Bestäubungshilfe angebracht hat. |
Wir selbst haben dort aufs Seilrutschen verzichtet, weil wir für einen späteren Zeitpunkt ein größeres Ziplining-Abenteuer gebucht hatten 😁, doch wir konnten die Zipliner freudig quietschen hören 😉. Stattdessen nützten wir mehrfach die Indoor- sowie Outdoor-Becken, in welchen man die heißen Vulkanquellen genießen kann.
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| Bei Regen empfiehlt sich das Indoor-Becken ... |
Von unserem Bungalow aus hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den Arenal (sofern er sich nicht hinter Wolkenschleiern versteckte) und auf die Regenwälder und grünen Weiden der Umgebung.
Ein paar Schwachstellen gab es allerdings doch bei diesem Hotel. Unser Hauptproblem waren die Kopfpolster: Drei von vier Kissen waren viel zu hoch und zu fest gestopft, wir bekamen Kopf- bzw. Nackenschmerzen davon und konnten darauf nur schlecht schlafen, mit dem vierten, etwas weicheren Kissen wechselten wir uns ab. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hotelzimmern hatten wir hier nur ein Doppelbett mit diesen unangenehm festgesteckten Leintuch-Zudecken (die Edi aus unerfindlichen Gründen so toll findet), weshalb ich mich mit meinem mitgebrachten Leintuch zudecken musste. Die Matratze war ebenfalls gewöhnungsbedürftig - sobald sich einer von uns bewegte, federte es auch den anderen in die Höhe.
Das alles sind natürlich Luxusprobleme - überhaupt angesichts der Ausblicke von der Terrassenseite aus, die ihr in der übernächsten Collage sehen könnt - aber wir hätten uns eben gewünscht, dass diese weniger komfortablen Schlafbedingungen nicht ausgerechnet an einem der Orte stattgefunden hätten, an dem wir mehr als zwei Nächte verbrachten.
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| ... aber eigentlich ist es egal, weil man ohnehin schon nass ist 😉 - also blieben wir letztendlich auch bei Regen draußen im warmen Vulkanquellwasser sitzen. |
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| Das Hauptgebäude der Anlage war u.a. mit einem Kakaofrüchte-Mural verziert. |
Danach wäre wohl ein längerer Spaziergang durch die Plantage geplant gewesen, aber es fing zwischendurch dermaßen heftig zu regnen an (siehe Video), dass Chapo beschloss, diesen Teil abzukürzen und unter einem schützenden Dach weiterzumachen.
Und da ging's erst so richtig ab! Denn Chapo drehte die Musik auf und zeigte uns, wie man im Rhythmus die Kakaobohnen stampft und mahlt. Und dann hieß es "und jetzt seid ihr dran - Freiwillige vor!" Tja, und was soll ich sagen, mein mutiger Mann war der erste, der sich traute - und gleich mal ordentlich Schwung und Stimmung vorlegte! Wir haben davon auch ein Video, aber da darauf so viele andere Leute zu sehen sind, habe ich nur ein paar Screenshots davon gemacht und so zurechtgeschnitten, dass man außer Edi und Chapo niemanden von vorne sieht.
Natürlich waren dann auch wir anderen dran - und nachdem Edis Darbietung so viel Spaß gemacht hatte, waren sämtliche Schranken der Zurückhaltung gefallen: Alle Anwesenden legten sich so richtig ins Zeug - so auch ich. Chapo war sehr zufrieden mit uns und revanchierte sich mit einem Ständchen. (Er hat eine richtig tolle Singstimme.)
Danach gab's dann noch die heiß ersehnte Verkostung der Bio-Schokolade, die Chapo mit verschiedenen Wunsch-Zutaten kombinierte - wir alle durften uns mehrfach anstellen und verschiedene Mixturen ausprobieren - und hatten natürlich auch daran viel Freude.
Die erdbeerrote Intarsien-Tunika (die ich seit ca. 2016 besitze) ist aus herrlich luftigem Bio-Leinen, ich habe sie hier mit schwarzen 3/4-Leggings und einem großen, hauchdünnen Seidentuch kombiniert, das ich mir 2010 auf unserer ersten Indienreise anfertigen ließ. Ich liebe es, Kleider mit Tüchern zu verwandeln - und vor allem, wenn man mit kleinem Gepäck reist, gibt es keine bessere Methode, um Outfits zu variieren.
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| Wie man an den Pflastersteinen und Pflanzen sieht, hatte es kurz zuvor noch geregnet. |
Andererseits war das Montaña de Fuego etwas weit vom Ortszentrum entfernt, in dem es zahlreiche Restaurants gab - für einen Fußmarsch war es uns zu weit bzw. bei Dunkelheit zu gefährlich (denn Gehsteige gab es dort nicht) uns wir wollten uns kein Taxi nehmen. Also blieben wir in der Nähe des Hotels, wo wir gerade mal zwei Restaurants entdeckten - ein Sushi-Lokal und ein Steak-House. Wir machten den strategischen Fehler, uns zuerst für Sushi zu entscheiden, und am nächsten Abend hatte das Steak-Lokal geschlossen. Also gab es zweimal hintereinander (sehr wohlschmeckende) Asiatische Küche und japanisches Kirin-Bier.
Was die Imperial-Bierdose betrifft: Normalerweise vermeide ich Getränke in Dosen, da der Rohstoff für das Aluminium zumeist im Tropengürtel (und dort leider besonders häufig in Regenwäldern) abgebaut wird und somit zur Regenwaldzerstörung beiträgt. (Siehe Petition im PS!) Allerdings gab es bei dem Getränkestand am Arenal keine Getränke in Flaschen... In Costa Rica werden Getränkedosen immerhin gesammelt und dem Recycling zugeführt - das ist leider nicht überall so...
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| Die verschiedenen Getränke in dieser Collage sind mein Ticket zum Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛 |
Auf dem Weg zum Sushi-Lokal kamen wir unter anderem an einer Weide vorbei, auf der wir die hübschen zarten Pferdchen sahen. Auch die Pura-Vida-Schilder begegneten uns auf diesem Weg. Und die (teilweise angeregneten) Blüten und Früchte gab es ebenfalls entweder in der Nähe des Restaurants oder in unserer Hotelanlage zu entdecken.
¡Adiós & Hasta la próxima!
eure T r a u d e
Der Wald stirbt für Profit: Ein Großteil der Feuer wird von Menschen gelegt, die die Flächen für wirtschaftliche Zwecke nutzen – für Rinderfarmen, Tropenholz und Aluminium werden gigantische Waldflächen einfach abgeholzt. Die Abwahl von Präsident Jair Bolsonaro bringt Hoffnung für den Regenwald. Der neue Präsident Lula De Silva hat bereits einen verstärkten Schutz des Amazonas-Regenwaldes angekündigt. Doch noch ist nichts entschieden - wirtschaftliche Interessen können in den Vordergrund treten. Wir dürfen deshalb nicht locker lassen. Unterschreibt bitte diese Petition zum Schutz des Amazonas: https://greenpeace.at/petitionen/amazonas-abholzung/
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| Foto von HIER |













































