Hello, ihr Lieben!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
2. Kapitel - Dublin on Bloomsday Teil 1
3. Kapitel - Dublin on Bloomsday Teil 2
6. Kapitel - Welcome to Ballylickey!
7. Kapitel - Bantry und Bantry House - Tag 6
8. Kapitel - Blumeninsel Garinish Island - Tag 6
9. Kapitel - Killarney Nationalpark, Schafe und Musik - Tag 7
10. Kapitel - Ring of Kerry, Limerick, Bunratty Castle & Folk-Park - Tag 8 und 9
11. Kapitel - Cliffs of Moher, The Burren und Doolin - Tag 9
12. Kapitel - Galway, Connemara und Kylemore Abbey - Tag 10
13. Kapitel - Irlands einziger Fjord und Clifden - Tag 11
10. Kapitel - Ring of Kerry, Limerick, Bunratty Castle & Folk-Park - Tag 8 und 9
11. Kapitel - Cliffs of Moher, The Burren und Doolin - Tag 9
12. Kapitel - Galway, Connemara und Kylemore Abbey - Tag 10
13. Kapitel - Irlands einziger Fjord und Clifden - Tag 11
14. Kapitel - Über Westport und Boyle nach Sligo - Tag 12
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15
1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)
KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite
Wie schön, dass ihr beim Lesen meines ersten Bloomsday-Reiseberichtes offenbar genauso viel
Spaß hattet wie ich beim Erzählen über diesen tollen Tag! Wie versprochen geht es gleich weiter mit
den restlichen Fotos und Erlebnissen vom 16. Juni 2015 - und wie ich euch ebenfalls versprochen
habe, gibt es heute für euch ein Frau-Rostrose-mit-Hut-Foto zu sehen. Denn als ich einige der
hübsch zurechtgemachten Damen und Herren vor unserem historischen Autobus fotografierte,
meinten sie, ich solle doch ebenfalls mit aufs Foto. Und damit ich zum Ambiente passe, setzte
mir unsere Begleiterin Laura ihren feschen Hut auf. Passt mir nicht schlecht, oder (?):
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Lauter gut behütete Leute! ;o) Man beachte bitte außerdem die sagenhaften Ohrringe der Dame rechts unten!
Die Collage ist auch gleich mein Beitrag zu Sunnys Um Kopf und Kragen - und zu Rettet die Lachfalte! |

Wie ich euch ja neulich schon geschildert habe, waren an diesem Tag auch jede Menge Presseleute
und Kamerateams am Glasnevin Friedhof, um über das Bloomsday-Spektakel zu berichten. Die
beiden rothaarigen Buben standen mit ihrer Mutter im Publikum, und weil sie so passend zurecht-
gemacht waren, wurden einige Zeitungsleute auf sie aufmerksam und sie wurden für Pressefotos
(und zu Limo & Cupcakes ;o)) in unseren Bus eingeladen. Die Gelegenheit, von den fotogenen Jungs
ein paar Aufnahmen anzufertigen, mussten wir Rostrosen natürlich auch gleich nützen - schließlich
und endlich hat man ja doch nicht sooo oft die Gelegenheit, richtige Bilderbuch-Iren *) vor die Kamera
zu bekommen.
*) Denn trotz des Klischees hat nur jeder zehnte Ire (lt. Wikipedia) tatsächlich einen roten Haarschopf (und 30 Prozent
tragen die genetischen Anlagen in sich) - aber das sind doch um ein paar mehr als die (angeblichen) 2 Prozent, die es in
Deutschland und Österreich gibt. (Die meisten "Gulaschblonden" - wie man hierzulande so gern zu uns Rothaarigen sagt -
leben übrigens in Schottland: 13 Prozent!) Jedenfalls fühlte ich mich in Irland allein schon aufgrund der relativ zahlreichen
Rotschopfsichtungen gleich richtig heimisch - und bedauerte ein bisserl, dass meine Eltern nicht gleich nach ihrer Hochzeit
nach Irland ausgewandert sind. (Dort wären mein Bruder und ich gewiss weniger Spott ausgesetzt gewesen als in Wien...
und außerdem mag ich das irische Klima!)
ein paar Aufnahmen anzufertigen, mussten wir Rostrosen natürlich auch gleich nützen - schließlich
und endlich hat man ja doch nicht sooo oft die Gelegenheit, richtige Bilderbuch-Iren *) vor die Kamera
zu bekommen.
*) Denn trotz des Klischees hat nur jeder zehnte Ire (lt. Wikipedia) tatsächlich einen roten Haarschopf (und 30 Prozent
tragen die genetischen Anlagen in sich) - aber das sind doch um ein paar mehr als die (angeblichen) 2 Prozent, die es in
Deutschland und Österreich gibt. (Die meisten "Gulaschblonden" - wie man hierzulande so gern zu uns Rothaarigen sagt -
leben übrigens in Schottland: 13 Prozent!) Jedenfalls fühlte ich mich in Irland allein schon aufgrund der relativ zahlreichen
Rotschopfsichtungen gleich richtig heimisch - und bedauerte ein bisserl, dass meine Eltern nicht gleich nach ihrer Hochzeit
nach Irland ausgewandert sind. (Dort wären mein Bruder und ich gewiss weniger Spott ausgesetzt gewesen als in Wien...
und außerdem mag ich das irische Klima!)
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Die haarfarblich perfekt harmonierende Laura kam natürlich ebenfalls mit aufs Bild! |
Vom Glasnevin Friedhof aus fuhren Herr und Frau Rostrose dann wieder in die Dubliner Innenstadt,
um zu schauen, ob es auch dort ein paar Bloomsday-Aktivitäten gibt. Wie Edi durch seine Ulysses-
Lektüre *) weiß, spielt unter anderem das Pub Davy Byrnes eine Rolle in dem Roman: Hier nimmt
der Hauptprotagonist Leopold Bloom ein Gorgonzolakäsesandwich und ein Glas Burgunder zu sich.
Und tatsächlich spielte sich rund um dieses Pub wieder einiges ab. Damit ihr euch ein Bild von den
Und tatsächlich spielte sich rund um dieses Pub wieder einiges ab. Damit ihr euch ein Bild von den
wirklich schrägen und witzigen Darbietungen überall in Dublin machen könnt, schaut euch doch bitte
dieses kurze, unterhaltsame Video des James Joyce Centers an: KLICK (Man kann dieses Video
auch ohne weiteres ansehen und anhören, wenn man kein Englisch versteht ;o))
*) Übrigens kann man den Bloomsday auch ganz hervorragend genießen, ohne jemals etwas von Joyce gelesen zu haben.
Ich bin dafür das beste Beispiel - zwar lese ich gern, aber der Ulysses hat mich bislang nicht gereizt. Meiner Meinung nach
fällt das nicht unter den Begriff "Bildungslücke". Von den Leuten im Bloomsday-Tour-Bus war mein Mann der einzige, der
die Geschichte von Leopold Bloom und seinen Erlebnissen tatsächlich gelesen hat... (Laura hat nämlich herumgefragt ;o))
auch ohne weiteres ansehen und anhören, wenn man kein Englisch versteht ;o))
*) Übrigens kann man den Bloomsday auch ganz hervorragend genießen, ohne jemals etwas von Joyce gelesen zu haben.
Ich bin dafür das beste Beispiel - zwar lese ich gern, aber der Ulysses hat mich bislang nicht gereizt. Meiner Meinung nach
fällt das nicht unter den Begriff "Bildungslücke". Von den Leuten im Bloomsday-Tour-Bus war mein Mann der einzige, der
die Geschichte von Leopold Bloom und seinen Erlebnissen tatsächlich gelesen hat... (Laura hat nämlich herumgefragt ;o))
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Hier gibt's noch einen Plan für euch, wenn ihr euch selbst auf die Spuren von Joyces Dublin
machen wollt: KLICK.
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Da hat mal wieder jemand sein Ulysses-Exemplar mitgebracht - und vor Ort kann man offenbar Davy-Byrnes-Hüte
erstehen; auch andere Pubs und Lokale bieten am Bloomsday Strohhüte an und die Gäste machen reichlich Gebrauch von
dieser Möglichkeit; wahre Damen von Welt tragen natürlich exquisitere Hutmodelle aus eigenem Anbau; unten rechts seht ihr
den James-Joyce-Darsteller aus dem Video mit einem Pint Guiness an einem Pub-Tisch sitzen; die James-Joyce-Statue links daneben hat ebenfalls einigen Schmuck abbekommen ;o)) |
Zur unteren Collage gibt's mal wieder eine Geschichte: Ich entdeckte in einer kleineren
Zuschauer-Menschenmenge einen Gentleman, der die traditionelle Kombination aus Burgunder und
Gorgonzolasandwich zu sich nahm (die es, wenn ich richtig informiert bin, im Davy-Byrnes-Pub
nur am Bloomsday gibt). So, wie ich neulich schon die Schotten fragte, ob ich ihre Beine knipsen
darf (klick), fragte ich nun also diesen Mann, ob ich ein Foto seiner Speise und seines Trunks
machen dürfe.
"Oh", meinte der gute Herr (natürlich in englischer Sprache und mit sehr enttäuschtem Gesichts-
ausdruck), "und ich hatte so gehofft, dass Sie von mir ein Foto machen wollen!" HUPS! Aber
selbstverständlich! Immer gern! Wer hätte damit gerechnet? Und wer kann einem so charmanten
selbstverständlich! Immer gern! Wer hätte damit gerechnet? Und wer kann einem so charmanten
Lausbubenblick schon widerstehen!?! ;o) Das Foto von Sandwich und Wein gab's dann noch als
Draufgabe.

Und sagt selbst -
sind diese Menschen, die sich da mit Spaß und Begeisterung für diese Veranstaltung
zurechtmachen und diesen Tag feiern, nicht herrlich lebendig, wundervoll lachfaltig, großartig
humorvoll - kurz: einfach toll!!!??? Spätestens in zehn Jahren will ich wieder am 16. Juni nach
Dublin, und dann habe ich meine eigene Bloomsday-Ausrüstung dabei - inklusive Hut, versteht
sich ;o)) [Und vielleicht lese ich bis dahin ja doch den Ulysses ;o)]
sind diese Menschen, die sich da mit Spaß und Begeisterung für diese Veranstaltung
zurechtmachen und diesen Tag feiern, nicht herrlich lebendig, wundervoll lachfaltig, großartig
humorvoll - kurz: einfach toll!!!??? Spätestens in zehn Jahren will ich wieder am 16. Juni nach
Dublin, und dann habe ich meine eigene Bloomsday-Ausrüstung dabei - inklusive Hut, versteht
sich ;o)) [Und vielleicht lese ich bis dahin ja doch den Ulysses ;o)]
Als wir etwas später unser Thailändisches Pappschachtel-Mittagessen*) auf einer Wiese im hübschen
St. Stephen’s Green-Park einnahmen, erkannten wir an diesen beiden Ladies, dass solch ein Hut
durchaus auch noch andere Funktionen erfüllen kann - z.B. schützt er bei einem kleinen Nickerchen
vor Sonnenlicht in den Augen... ;o)
vor Sonnenlicht in den Augen... ;o)
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Mein Beitrag zum Natur-Donnerstag von Jutta K.: Idylle im St. Stephen’s Green-Park |
*) Falls ihr euch fragt, ob wir in Dublin immer aus Kartons gegessen haben: Nein, natürlich nicht. Wir haben jeden Tag
im Hotel ordentlich gefrühstückt, und dann brauchten wir erst am Nachmittag ein "Mittag-Nachtmahl". Einmal waren wir
im Kylemore, dort gibt es ganz gute irische Hausmannskost zu moderaten Preisen, einmal beim Japaner, und am Bloomsday
stand uns der Sinn nach einem schnellen Take-Away, weil wir uns nirgendwo reinsetzen wollten - deshalb gab es Thai-
Nudeln. Beate wollte wissen, wie das Essen in Dublin bzw. in Irland so ist - also ich fand keinen Grund zur Beschwerde ...
und manchmal war's sogar richtig köstlich... (aber darüber ein andermal mehr)!
und manchmal war's sogar richtig köstlich... (aber darüber ein andermal mehr)!
Wer keine Lust darauf verspürt, Dublin auf literarischen Wegen zu erkunden, könnte sich alternativ
auch auf die Spuren jenes Volkes begeben, das u.a. eine Hauptverantwortung für den relativ großen
Rothaarigenanteil hat: die Wikinger, welche ihre Gene (und nicht nur diese) im 9. Jahrhundert auf
die Insel mitbrachten ;o) Hier unten seht ihr Amphibienfahrzeuge aus dem 2. Weltkrieg, mit denen
man solche Wikingertouren (lt. Homepage zu Wasser und zu Land) unternehmen kann - natürlich
stilgerecht mit gehörntem Helm! (Stell' ich mir ziemlich lustig vor - vielleicht buchen wir so eine
Tour beim nächsten Mal ;o)) Natürlich kann man auch eine Kutschfahrt unternehmen - oder man
macht es so wie die drei witzigen Ladies: setzt sich einen schrulligen Stoffhelm oder Leprechaun-
Hut auf und schleppt eine Horde trommelnder und singender Hare Krishna hinter sich her. (Das war
die deutlich ungewöhnlichste "Prozession", die wir in Dublin sahen...;o))

Herr Rostrose und ich hatten hingegen nach unserer Mittagspause im Park das Bedürfnis, uns in
aller Ruhe das nahe gelegene und architektonisch interessante Stephen's Green Shopping Centre
anzusehen - hier könnt ihr auch einen Blick auf die Außenansicht werfen. (Nun, offen gestanden
gingen wir vor allem in das Shopping-Center, um dort die WC-Anlage aufzusuchen ;o) Aber foto-
grafisch gab es ebenfalls einiges her...)
Danach bummelten wir auch noch kurz durch die Markthalle George Street Arcade und naschten
dort weder ein Cupcake noch Fudge (Karamell), noch erstand ich eins der süßen Fifties-Kleider...
(Ja, ich weiß, das klingt nach purer Enthaltsamkeit. Aber wir hatten bereits Lauras Cupcakes genossen,
und viel mehr Nascherei am Tag tut uns nicht gut... Und was die Kleider betrifft - ich glaube, ich
müsste noch lange auf Naschereien verzichten, um da im Taillenbereich bequem reinzupassen ;o))
[Ich habe mir allerdings in einem Dubliner Second-Hand-Laden ein weißes Kleidchen gekauft -
das zeige ich euch "demnächst in diesem Theater"!]


Dann setzten wir dem angebrochenen Nachmittag noch eine Krone auf, indem wir dem
Dublin Castle einen Besuch abstatteten. Wobei so richtig "die Krönung" war der Schlossbesuch
auch wieder nicht. Oder ich sag mal so: Extra wegen dieses Schlosses braucht man nicht nach
Dublin zu kommen, und mit Anlagen wie Schönbrunn oder Versailles kann es an Pracht und
Ausstattung nicht mithalten. Aber dafür hat es eine lange Geschichte zu bieten. Bestimmt wäre
eine informative Führung durch das Schloss sinnvoll gewesen, aber dazu hatten wir an diesem
Tag keine Lust mehr - er war auch so schon voll mit Eindrücken gewesen und zählte dank des
bunten Bloomsday-Treibens zu unseren Reise-Highlights!


Hier unten noch ein paar Eindrücke, die wir unterwegs bzw. auf dem Rückweg zu unserem Hotel
"einsammelten" - u.a. die wunderschöne Bar The Bank on College Green und die sehenswerte
Überdachung des Eingangsbereiches des Olympia-Theaters:

Zu guter Letzt will ich noch ein drittes Versprechen einlösen (nach den beiden, die ich im ersten
Absatz erwähnt habe): Ich werde euch ein paar Bilder unseres Hotels zeigen (und auch das
"Entstehungsfoto" des Fassadenbildes - denn ohne mich vor dem Haus in die Knie zu begeben,
hätte ich nichtmal annähernd so viel von der Hotelfront auf das Foto draufbekommen ;o))
Das Gresham Hotel ist ein gediegenes Hotel in wirklich toller Lage - ganz in der Nähe der
Innenstadt, aber noch nicht im lauten Bereich der Pubviertel ;o))
Alles in allem finde ich das Hotel empfehlenswert - gewisse Probleme hatte ich jedoch damit,
dass unser Zimmer in den Hinterhof rausging - und dass dort Möwen nisteten, die in der Nacht
einen ziemlichen Lärm schlugen... (was aber offenbar nicht immer und nicht in jedem Raum zu
akustischen Belästigungen führt, denn unsere Freunde Monika und Michael, die vor drei Jahren
im September in Dublin waren und im Gresham gewohnt hatten, konnten sich an kein Möwen-
gekreische erinnern ;o))
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Ich weiß, dass ich ein Ferkel bin - aber beim Fotografieren kann ich auf meine Klamotten keine Rücksicht nehmen ;o)) |
Ja, ihr Lieben, so viel also zu Dublin. Demnächst begeben wir uns auf die virtuelle Weiterreise,
die uns (mehr oder weniger) rund um die Insel führen wird ... aber zwischendurch kommt zur
Abwechslung wieder etwas Anderes... Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ihr wieder mit mir
mitgereist seid!
Fotos: Herr und Frau Rostrose
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Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude
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