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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Noch zweimal A GAUDI ...

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Hola, Ihr Lieben!
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Heute geht's mit meinem Barcelona-Reisebericht in die Finalrunde!
Denn nach unserem Besuch im Opernhaus Liceu
sowie der Kathedrale und dem Caelum 
war an unserem fünften und letzten Tag in der katalanischen Metropole
nur mehr Zeit für zwei "Hausbesuche", die ich unbedingt noch
absolvieren wollte.


Unser erster Besuch galt der 
 im Stadtteil Gràcia, in  der Carrer de les Carolines 18–24. Denn eine echte 
Gaudi-Begeisterte sollte Barcelona nicht verlassen, ohne den Debüt-Bau 
des Architekten besichtigt zu haben, ein in den Jahren 1883-1888 
für einen Ziegel- und Fliesenfabrikanten errichtetes "Märchenschloss
im Kleinformat".



Da sich das Haus in Privatbesitz befindet, ist es leider nur von außen 
zu besichtigen (über den abwehrenden Zaun wollten wir lieber nicht klettern ;o)) 
und es ist außerdem nur schwer zu fotografieren,
denn bei der Carrer Carolines handelt es sich um eine ziemlich enge Gasse. 
Aber Herr und Frau Rostrose haben mal wieder keine Verrenkungen gescheut,
um euch möglichst viele schöne Details des Gebäudes zeigen zu können.


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Doch auch an den Häusern in der Umgebung sollte man nicht
achtlos vorübergehen: Überall in Barcelona finden sich schöne
und interessante Bauten - manche von ihnen auch deutlich von
Antoni Gaudis Stil beeinflusst:

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Für das zweite und letzte Gaudi-Gebäude an diesem Tag mussten wir 
mit der Metro von Gracia bis in den Stadtteil Pedralbes fahren, und zwar
immerhin 15 Stationen mit der L 3 (wenn ich mich nicht verzählt habe)
- ein nicht unbeachtlicher Weg. Und dann hieß es auch noch zu Fuß 
hügelaufwärts gehen bis zur Avinguda Pedralbes Nummer 7, 
zur in den Jahren 1884-1887 errichteten


 


Mit dem Auftrag zu diesem Bau - dem dritten Projekt Antoni Gaudis - 
begann die langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen
dem Architekten und seinem Mäzen, dem Grafen und Industriellen
Eusebi Güell. Ich denke mal, Gaudi konnte den Adeligen hiermit von seinem 
Talent für ungewöhnliche, eigenständige Bauten überzeugen.




Die Finca sowie die angrenzenden Pavillons und der historische Garten
befinden sich nunmehr in Besitz der Universität von Barcelona - 
das heißt, auch hier konnten wir nur außen herumlaufen und 
durch die Gitterstäbe des berühmten Drachentores fotografieren.
Doch für mich war auch dieser Ausflug jeden einzelnen Schritt wert.


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Es gäbe noch vieles, das wir in Barcelona gern besichtigt hätten, allein schon 
und die Casa Mila (von innen und oben), und natürlich von Gaudis Berufskollegen
Davon möchte ich euch zumindest ein Foto aus dem Wikipedia-Fundus zeigen: 

Datei:Sant pau pavilion.jpg
Bildquelle: Wikipedia (klick)
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Sehr gern hätt' ich auch noch dem Kloster Montserrat einen Besuch abgestattet,
das eingebettet ist in eine wunderbare Berglandschaft, außerdem dem Tibidabo
- dem schönen Hausberg von Barcelona - und dem Parc del Laberint (dem ältesten Park
Barcelonas, der seinen Namen einem kunstvollen Hecken-Irrgarten verdankt).

Datei:Parc del Laberint d'Horta Barcelona 1.jpg
Fotoquelle: Wikipedia (klick)

Das sind aber bloß ein paar der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, 
die wir NICHT gesehen haben... Und auch ein Lokal wäre noch auf unserer
Liste gestanden: das Els Quatre Gats (oder 4Gats), das mich vor allem wegen seines
(originalgetreu restaurierten) Jugendstil-Interieurs und seiner Geschichte interessiert,
denn hier begann im Jahr 1900 Pablo Picassos Karriere - und hier war auch der
Treffpunkt zahlreicher anderer bekannter Künstler. Kurz und gut: Barcelona
ist nicht nur eine Reise wert, sondern mehrere,
das kann euch auch die "Reisehexe" Ursula vom Hotel Mama bestätigen,
die immerhin schon sechsmal in dieser ihrer Lieblingsstadt war :o))
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Ich hoffe, euch hat auch die letzte Episode unseres Städtetrips
gut gefallen!!! Aus vielen eurer bisherigen lieben Kommentare
konnte ich schon herauslesen, dass einige von Euch Lust auf die
katalanische Metropole bekommen haben - darüber freue ich mich sehr!!!
Demnächst fasse ich meine einzelnen Barcelona-Postings wieder wie gewohnt
zu einem Reisebericht zusammen - ich gebe euch Bescheid! 

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Nun wünsche ich euch noch einen genussvollen Oktober-Beginn,
heiße meine neuen Leserinnen ganz, ganz lieb hier Willkommen
und sage Danke!!! an Tammy aus Kuwait, die meinen Katzen einen
ganz besonderen Award verliehen hat - aber mehr darüber beim nächsten Mal!!!

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Herzlichst, eure Traude
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PS: Ihr Lieben, ich versuche schon seit einigen Tagen, 
auf den Blog von Ivonne / Glückskicks zuzugreifen und mich für ihre Kommentare 
zu bedanken, aber mein Virusschutzprogramm verhindert das. Habt ihr einen Rat?

Samstag, 4. August 2012

Palau Güell


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Hola, Ihr Lieben!
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Wenn ihr euch das erste Bild meines heutigen Posts anseht, 
ist euch wahrscheinlich schon klar,
dass wir uns am Morgen unseres vierten Barcelona-Tages abermals "auf den Spuren
 Antoni Gaudis" befanden. Doch hättet ihr angesichts der eher strengen Häuserfront, 
die zu dem Dach mit den bunten Schornsteinen gehört, 
ebenfalls auf diesen Architekten getippt? Hier mal ein ziemlich viel erfassendes
Foto aus dem Internet:


Fotoquelle http://www.barcelona.citysam.de/palau-gueell.htm

Der Palau Güell ist eines der frühen Werke von Antoni Gaudí und mit seiner teilweise 
an einen venezianischen Palast erinnernden Fassade eines der prächtigsten Bauten 
des Modernisme.

Dass das Gebäude von außen etwas abweisend wirkt, ist pure Absicht, denn als Gaudi
von seinem Förderer Eusebi Güell den Auftrag zum Bau dieses Hauses erhielt,
handelte es sich bei der engen Altstadtgasse keineswegs um eine gutbürgerliche Gegend.

 

Die Metallgitter vor Türen und Fenstern, das burgartige Äußere sollten also 
durchaus Schutz bieten und eine gewisse Uneinnehmbarkeit signalisieren. 
(Insgesamt hatte Gaudi übrigens 25 verschiedene Pläne für Fassaden zu diesem Bau
entwickelt, die er allesamt im Jahr 1886 der Stadtverwaltung Barcelonas vorlegte.)

Das Grundstück war bloß 18 x 22 m groß und uneben - hier ein
stilvolles und großzügiges Wohnhaus zu errichten schien kaum realisierbar zu sein.
Doch Antoni Gaudi liebte Herausforderungen und machte das Unmögliche möglich.

 

Oben: Blick in den Innenhof und die ehemaligen Stallungen. 
Was hier wie ein gefliester Boden aussieht, ist in Wirklichkeit übrigens Holz - 
dieses Material wählte Gaudi, um die Geräusche der Pferdehufe zu dämpfen.

Unten links werfen wir noch einmal einen Blick in die Gasse, 
in der der Palau Güell steht:
Wenn man nach oben zum "Dachgarten" sieht oder die Schilder 
an Hotels und Läden in der Carrer Nou de la Rambla liest,
wird  schon um einiges deutlicher, dass hier Antoni Gaudi am Werk war :o))

  

Die Inneneinrichtung wurde größtenteils ebenfalls von Gaudi entworfen und
aus exquisiten Materialien wie Marmor und exotischen Hölzern angefertigt. 

Indirekt beleuchtete Glasscheiben dienen als Fensteratrappen und täuschen Ausblick 
und Weite vor. Doch auch an echten, gotisch geformten Fenstern mangelt es im Palau Güell nicht.



Das Herz des Gebäudes ist der Salon, der auch für Hauskonzerte und Dichterlesungen 
konzipiert wurde:  Er reicht vom 1. Stock bis unter das Dach und wird von einer
durchbrochenen Kuppel gekrönt- auf diese Weise erreichte der Architekt 
Weitläufigkeit und Lichtdurchflutung - trotz der geringen Quadratmeteranzahl.



Auf der Terrasse werden zwei Dinge erkennbar. 
Zum einen, was ich zu fotografieren versucht habe, 
als ich mich derart verrenkte ...



... nämlich die intererssante Gitterfront vor Fenstern, Be- und Entlüftungen und
Balkonen. (Übrigens: das Gerät, das mir da vom Hals bis zur Taille baumelt und mit dessen
Hilfe man sich Wissenswertes über das Gebäude und seine Geschichte erzählen lassen kann,
habe ich nur ganz am Anfang kurz genützt. Ich brauche die Hände und den Kopf frei,
um mich aufs Schauen, Genießen, Aufsaugen, Freuen und Fotografieren 
konzentrieren zu können. Alles Wichtige über das Haus
habe ich vorher oder nachher aus Büchern und dem Internet erfahren...)


Und zum anderen wird beim Blick in den Hinterhofbereich deutlich,
dass es sich hier noch immer um keine richtig "gehobene" Wohngegend handelt ;o)


Auch wenn das Innere des Hauses mich durchaus beeindruckt hat,
bin ich nach wie vor am liebsten auf Gaudis Dächern unterwegs. 
Sie wirken wie Mosaikgärten und haben zahlreiche andere Künstler
- wie Friedensreich Hundertwasser oder Niki de Saint Phalle - zu eigenen 
phänomenalen Schöpfungen inspiriert.


Bei diesem "Frühwerk" Gaudis wirken die Formen besonders
"verspielt", als habe er mit den verschiedenen Möglichkeiten der
Kamin-Gestaltung experimentiert.
Manche sehen wie Bäume aus, andere wie steinerne Wächter,
wie Teile einer Burg oder wie bunte Lampenschirme...




Und immer wieder beeindrucken mich die Details:

v

Ich hoffe, auch diese Hausbesichtigung hat euch wieder gefallen.
Beim nächsten Mal werde ich euch unter anderem ein Gebäude zeigen,
das von einem ebenfalls berühmten und talentierten Zeitgenossen Gaudis
gestaltet wurde - wunderschön und sehr sehenswert!



 Ich danke euch für euer bisheriges Interesse, ihr Lieben, 
und heiße außerdem meine neuen Leser/innen herzlich willkommen!
Hoffentlich hattet ihr alle einen wunderschönen Start in den August!

Ich freue mich schon auf ein Wiederlesen - bis dahin herzliche Rostrosengrüße
 und viele Küschelbüschel,

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Adéu, eure Traude
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Mittwoch, 25. Juli 2012

Heute ist mal wieder A GAUDI angesagt!

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 Bon Dia, Ihr Lieben,
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Ich möchte euch ganz herzlich danken für all eure lieben Worte, guten Wünsche 
und Fotokomplimente zu meinem vorangegangen Post

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Ihr habt vollkommen Recht, zwischendurch sollte man sich eine kleine Pause gönnen.
Deshalb habe ich mir diese Woche ein paar Tage frei genommen und komme auch dazu,
endlich einiges zu erledigen, das während der letzten Wochen auf der Strecke geblieben ist.
Aber auch zum Entspannen in der Badewanne und zum Bloggen bleibt ein bisschen Zeit!

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Heute brauche ich auch nicht all zu viele Worte zu machen: Ich zeige euch jenes Haus von innen,
das ich euch in meinem vorigen Barcelona-Posting von außen gezeigt habe: 
Die Casa Batlló von Antoni Gaudi!
 Kommt einfach mit mir mit - hier befinden wir uns schon vor der Treppe nach oben:

Seht nur wie kunstvoll: Die geschwungene Treppe, die Jugendstilvasen, der Zierknauf!
Das Stiegenhaus ist im typischen Gaudi-Stil verfliest. Und zwar sehr durchdacht: 
Im dunkleren unteren Bereich wurden weiße und hellblaue Kacheln verwendet, 
oben, im lichtdurchfluteten Bereich, kamen dann die dunkleren Fliesen an die Reihe!

So sieht der Raum mit dem berühmten großen Fenster von innen aus.
Auch sehr sehenswert: Der Sitzplatz beim Kamin! :o)
Von diesem Raum geht es zu einer großen Terrasse

Und weiter geht's nach oben - bis zum Dach.
Bei Antoni Gaudi sind die Dächer wegen der künstlerisch gestalteten Schornsteine 
immer ganz besonders sehenswert, aber hier ist auch die Dachgestaltung selbst 
äußerst interessant:

 

Auf dieser Treppe geht's dann wieder nach unten:


Gleich gegenüber der Casa Batlló 
stößt man auf ein anderes Bauwerk von Antoni Gaudi. Es handelt sich dabei um die 
Casa Mila, die Gaudi in den Jahren 1906-1910 für die Familie Mila errichtete 
und bei dem er abermals ganz neue Maßstäbe setzte. Es mag seltsam aussehen in seiner grauen Wuchtigkeit 
(wenn Antoni mich gefragt hätte, hätte ich ihm geraten, auch hier wieder auf Fliesen-Verzierungen oder 
wenigstens auf etwas Farbe zu setzen - aber er hat mich ja leider nicht gefragt ;o)),  
und von den Einwohnern Barcelonas bekam es natürlich auch gleich wieder einen Spitznamen 
verpasst -„La Pedrera“ („Der Steinbruch“)  - doch es ist in architektonischer Hinsicht genial.

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Nicht umsonst wurde diese Beton-Eisen-Konstruktion 
die ganz ohne tragende Wände und Stützmauern auskommt und über ein ausgeklügeltes 
Belüftungssystem verfügt, von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.
Mehr darüber könnt ihr hier lesen.


Doch angesichts der Menschenmassen, die dieses Haus besichtigen wollten,
verzichteten wir darauf. Mich hätte ohnehin vor allem das Dach interessiert - aber
ein Gaudi-Gebäude am Tag ist durchaus ausreichend. Außerdem waren wir hungrig - 
wir hatten diesmal das Mittagessen ausgelassen und gönnten uns stattdessen
ein frühes (und ausgesprochen köstliches) Nachtmahl in der BAR LOBO -
 jenem Restaurant, das am Vorabend leider keinen freien Platz mehr für uns gehabt hatte, 
das ich euch aber sehr empfehlen kann. In Barcelona isst man eher spät zu Abend 
- wie überall im Süden - wer früher kommt, hat daher auch größere Chancen auf einen Sitzplatz:


 Anschließend war noch Zeit für einen Besuch im  
- und nach einem Spaziergang zurück ins Hotel war's dann wieder höchste Zeit für mich
die müden Füße hochzulegen. Am nächsten Tag warteten schließlich neue Abenteuer auf uns!

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Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn ihr dann auch wieder mit von der Partie seid! :o)

Und nun wünsche ich euch noch einen angenehmen Abend
bzw. eine schöne restliche Woche, Ihr Lieben! Macht es euch so fein wie möglich!!!

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Allerliebste Rostrosengrüße, 
Eure Traude
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Sonntag, 8. Juli 2012

Von einem spanischen Platz, einem Zankapfel und einem Labsal :o)


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Hola, Ihr Lieben!

Spannt eure Regenschirme auf! 
Oder haltet eure Nasen gen Himmel und genießt das kühle Nass :o)
Denn gerade eben, als wir bei der Station Plaça d'Espanya
aus der Metro aussteigen, fängt es zu regnen an!

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Ihr erinnert euch vielleicht noch an den vorigen Teil meines Barcelona-Reiseberichtes
(als wir gemeinsam vom Gipfel des Berges Montjuic über die wolkenverhangene Stadt blickten),
auch wenn ich seither einiges anderes mit euch unternommen habe, 

Und auch die Preisträger meines Pink-Saturday-Giveaway wurden unter strengster 
notarieller tierisch strenger Aufsicht ermittelt und haben mir in der Zwischenzeit
mitgeteilt, an welche Adressen ich ihre Gewinne in den nächsten Tagen verschicken darf :o)

Auch sonst hat sich in Rostrosenhausen wieder einiges Erzählenswertes 
(sowie natürlich Nicht-Erzählenswertes ;o)) getan - aber das alles kann warten - 
heute ist endlich mal wieder ein Ausflug nach Barcelona fällig. 

links: Blick von der Plaça d'Espanya zum Museu Nacional d'Art de Catalunya
das am Fuß des Montjuic liegt / rechts: Spiegelung eines der beiden Türme auf der
Plaça d'Espanya
Der Montjuic hätte ja noch vieles zu bieten gehabt, das Olympiagelände zum Beispiel,
das anlässlich der Weltausstellung 1929 errichte "spanische Dorf" Poble Espanyol
oder das Museum Fundació Miró. Doch vor letzterem stand eine lange Menschenschlange,
und alles andere verlockte aufgrund des Wetters nicht. 
Doch hier im "Tal" war es weniger windig, und auch durch das bisschen Regen
ließen wir uns nicht stören. (Es hörte übrigens sowieso bald wieder auf!)


Wir fanden die Plaça d'Espanya auch ohne Sonnenschein sehr sehenswert. 
Und außerdem entdeckten wir auf diesem Platz den Beweis, 
dass es in Barcelona sehrwohl solch stolze Toreros gibt oder zumindest 
bis vor einigen Jahren gab, wie sie der kolumbianischer Maler Fernando Botero
auf dem Bild hier unten dargestellt hat. 
(Einige wenige von euch äußerten diesbezüglich ja Zweifel, 
wie ich den Kommentaren zu diesem Posting entnehmen konnte ;o))


Bildquelle: http://www.abel-art.com/botero/pages/Cuadrilla-de-Enanos-Toreros.htm

Ich finde diese Jungs einfach köstlich!

Hier also seht ihr die (ehemalige)  
Stierkampfarena Barcelonas / Arenas de Barcelona:
(Inzwischen ist die Arena lobenwerterweise in ein Einkaufs- und Kulturzentrum 
umgestaltet worden.)





Und dass man in Barcelonas Straßen 
auch auf ziemlich rassige Flamencotänzer treffen kann, 
beweise ich euch hier (klick) :o))



Die beiden Türme auf dem Foto oben wurden nach dem 
Campanile der Markuskirche in Venedig gestaltet und bilden den Eingang 
zum Messegelände.

Und hier unten seht ihr rechts das Brunnendenkmal España Ofrecida a Dios, 
zu Deutsch: Das Gott geweihte Spanien,
das sich in der Mitte des Platzes erhebt.

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Doch Herr und Frau Rostrose hatten an diesem Tag noch ein besonderes Ziel. 
Und deshalb ging es weiter zur Passeig de Gràcia, wo wir uns vor einer
Häuserzeile wiederfanden, die den Spitznamen "Manzana de la discordia" trägt.
Dabei handelt es sich um ein durchaus passendes Wortspiel, denn Manzana heißt im Spanischen
sowohl Apfel als auch Häuserblock - und Manzana de la discordia kann somit
entweder mit "Zankapfel" als auch mit "unharmonischer Häuserblock"
übersetzt werden.

Oben: "Manzana de la discordia"
Unten: das berühmte große Fenster der Casa Batlló von Antoni Gaudi

Und "unharmonisch" fand man die drei verschiedenen 
Interpretationen modernistischer Architektur, die unmittelbar nebeneinander 
errichtet wurden und die so wirken, als würden sie sich gegenseitig
übertrumpfen wollen, zumindest zu Beginn des 20. Jahrhunderts: 

die Casa Lleó Morera von Lluis Domenech i Montaner, 
das Amatller Haus von Josep Puig i Cadafalch 
und die Casa Batlló von Antoni Gaudí.


Heute sind sie für mich allesamt Symbole liebevollster und einfallsreichster Architektur.
Und, werte moderne Architekten, werte Städteplaner, lasst es euch gesagt sein: 
So sehen Gebäude aus, derentwegen Menschen eine Stadt besuchen.

Wegen eurer oft nur lieblos hingeklatschten, unoriginellen 
und oft nicht einmal billigen, nicht einmal praktischen
Legebatterien wird auch in 300 Jahren kein Tourismus entstehen.




Hier seht ihr Details der Casa Lleó Morera von Lluis Domenech i Montaner 
(errichtet 1905). Das aufwendig verzierte Türmchen des Gebäudes habe ich 
von der Dachterrasse der Casa Batlló fotografiert:




Mehr von diesem Gebäude könnt ihr auf dem Blog architect design™
eines US-amerikanischen Architekten sehen und lesen (klickt hier), 
der nach eigener Aussage besessen von Design ("obsessed with design") ist. 
Sein Wahlspruch: Be the change you want to see in the world!!
(Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.) 
Gefällt mir!




Leider ist das Gebäude für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch vor kurzem erst 
habe ich mir "Das Barcelonabuch" gekauft - einen Bildband mit tollen Aufnahmen
der Stadt, und hier erhaltet ihr auch Einblick ins Innere der Casa Lleó Morera:




Als nächstes zeige ich euch die 
Casa Amatller (1900) von Josep Puig i Cadafalch:


Der neogotische Giebelbau ist heute Sitz 
des Instituts Hispanic und steht Besuchern offen.


Wir waren allerdings nicht drin (denn ich "musste" ja unbedingt ins Nachbarhaus hinein ;o))
Auch von hier kriegt ihr daher wieder Bilder 
aus meinem "Barcelonabuch" zu sehen:

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Nun, und hier seht ihr mich schon mit dem "Nachbarhaus", 
das (vielleicht für manche Betrachter) nicht das schönste, aber eindeutig das ungewöhnlichste 
Haus dieser ohnehin ungewöhnlichen Häuserzeile ist:
die Casa Batlló von Antoni Gaudí!

Die Balkone lassen mich an Karnevals-Masken oder an 
Fratzen aus der Geisterbahn im Wiener Wurstelprater denken - 
und die Ähnlichkeit mit Schädelknochen kommt nicht von ungefähr:
Gaudi gestaltete dieses Gebäude (1904-1906) ganz bewusst fließend und organisch, 
orientierte sich an der Natur; es ruft Assoziationen zu Pflanzen, Höhleneingängen und
Echsenschuppen hervor.


In meinem Baedeker-Reiseführer heißt es dazu:
"Dies ist nicht einfach ein Haus, es ist eine überdimensionale Skulptur, 
mit Motiven aus dem Mythos vom Drachentöter St. Georg (Sant Jordi)." 




Mag sein, dass nicht jedes dieser Häuser jedermanns und jederfraus Geschmack trifft, 
doch sie sind spannend und anregend, 
sie verlocken zum Schauen und Staunen, zum Diskutieren und Fantasieren - 
und das wiederum tut den menschlichen Herzen wohl.
Hier bekommt ihr einen ersten Eindruck, was das Innere der Casa Batlló
zu bieten hat - mehr davon zeige ich euch erst beim nächsten  Kapitel
meines Reiseberichtes. (Übrigens, für jene, die zwischendurch mal ein Kapitel
versäumt haben: Ich werde auch diesmal am Schluss wieder alles zu einer
eigenen Seite zusammenfassen!)


Jetzt möchte ich noch allen, die mir zu meinen vergangenen Postings 
Kommentare hinterlassen haben, mal wieder ganz, ganz herzlich danken: 
Nach den zum Teil sehr unangenehm heißen Stunden im Büro 
(sprich: 30 - 38 Grad in einer architektonischen Katastrophe) 
waren eure lieben und zum Teil auch köstlich-humorvollen Zeilen mein  
absolutes Nachmittags-Labsal!!!!

(Und "Labsal" - Synonym für Wohltat, Erquickung, Erholung - 
wurde 2006 immerhin zum viertschönsten bedrohten Wort der deutschen Sprache*) gewählt :o) 
Ich freue mich, dass ich es hiermit verwenden und beleben durfte)!
(* Die Plätze 1 bis 3 bekleideten übrigens: 
Kleinod, blümerant und Dreikäsehoch :o))

Allerliebste rostrosige Grüße,
eure Traude
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