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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Noch zweimal A GAUDI ...

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Hola, Ihr Lieben!
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Heute geht's mit meinem Barcelona-Reisebericht in die Finalrunde!
Denn nach unserem Besuch im Opernhaus Liceu
sowie der Kathedrale und dem Caelum 
war an unserem fünften und letzten Tag in der katalanischen Metropole
nur mehr Zeit für zwei "Hausbesuche", die ich unbedingt noch
absolvieren wollte.


Unser erster Besuch galt der 
 im Stadtteil Gràcia, in  der Carrer de les Carolines 18–24. Denn eine echte 
Gaudi-Begeisterte sollte Barcelona nicht verlassen, ohne den Debüt-Bau 
des Architekten besichtigt zu haben, ein in den Jahren 1883-1888 
für einen Ziegel- und Fliesenfabrikanten errichtetes "Märchenschloss
im Kleinformat".



Da sich das Haus in Privatbesitz befindet, ist es leider nur von außen 
zu besichtigen (über den abwehrenden Zaun wollten wir lieber nicht klettern ;o)) 
und es ist außerdem nur schwer zu fotografieren,
denn bei der Carrer Carolines handelt es sich um eine ziemlich enge Gasse. 
Aber Herr und Frau Rostrose haben mal wieder keine Verrenkungen gescheut,
um euch möglichst viele schöne Details des Gebäudes zeigen zu können.


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Doch auch an den Häusern in der Umgebung sollte man nicht
achtlos vorübergehen: Überall in Barcelona finden sich schöne
und interessante Bauten - manche von ihnen auch deutlich von
Antoni Gaudis Stil beeinflusst:

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Für das zweite und letzte Gaudi-Gebäude an diesem Tag mussten wir 
mit der Metro von Gracia bis in den Stadtteil Pedralbes fahren, und zwar
immerhin 15 Stationen mit der L 3 (wenn ich mich nicht verzählt habe)
- ein nicht unbeachtlicher Weg. Und dann hieß es auch noch zu Fuß 
hügelaufwärts gehen bis zur Avinguda Pedralbes Nummer 7, 
zur in den Jahren 1884-1887 errichteten


 


Mit dem Auftrag zu diesem Bau - dem dritten Projekt Antoni Gaudis - 
begann die langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen
dem Architekten und seinem Mäzen, dem Grafen und Industriellen
Eusebi Güell. Ich denke mal, Gaudi konnte den Adeligen hiermit von seinem 
Talent für ungewöhnliche, eigenständige Bauten überzeugen.




Die Finca sowie die angrenzenden Pavillons und der historische Garten
befinden sich nunmehr in Besitz der Universität von Barcelona - 
das heißt, auch hier konnten wir nur außen herumlaufen und 
durch die Gitterstäbe des berühmten Drachentores fotografieren.
Doch für mich war auch dieser Ausflug jeden einzelnen Schritt wert.


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Es gäbe noch vieles, das wir in Barcelona gern besichtigt hätten, allein schon 
und die Casa Mila (von innen und oben), und natürlich von Gaudis Berufskollegen
Davon möchte ich euch zumindest ein Foto aus dem Wikipedia-Fundus zeigen: 

Datei:Sant pau pavilion.jpg
Bildquelle: Wikipedia (klick)
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Sehr gern hätt' ich auch noch dem Kloster Montserrat einen Besuch abgestattet,
das eingebettet ist in eine wunderbare Berglandschaft, außerdem dem Tibidabo
- dem schönen Hausberg von Barcelona - und dem Parc del Laberint (dem ältesten Park
Barcelonas, der seinen Namen einem kunstvollen Hecken-Irrgarten verdankt).

Datei:Parc del Laberint d'Horta Barcelona 1.jpg
Fotoquelle: Wikipedia (klick)

Das sind aber bloß ein paar der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, 
die wir NICHT gesehen haben... Und auch ein Lokal wäre noch auf unserer
Liste gestanden: das Els Quatre Gats (oder 4Gats), das mich vor allem wegen seines
(originalgetreu restaurierten) Jugendstil-Interieurs und seiner Geschichte interessiert,
denn hier begann im Jahr 1900 Pablo Picassos Karriere - und hier war auch der
Treffpunkt zahlreicher anderer bekannter Künstler. Kurz und gut: Barcelona
ist nicht nur eine Reise wert, sondern mehrere,
das kann euch auch die "Reisehexe" Ursula vom Hotel Mama bestätigen,
die immerhin schon sechsmal in dieser ihrer Lieblingsstadt war :o))
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Ich hoffe, euch hat auch die letzte Episode unseres Städtetrips
gut gefallen!!! Aus vielen eurer bisherigen lieben Kommentare
konnte ich schon herauslesen, dass einige von Euch Lust auf die
katalanische Metropole bekommen haben - darüber freue ich mich sehr!!!
Demnächst fasse ich meine einzelnen Barcelona-Postings wieder wie gewohnt
zu einem Reisebericht zusammen - ich gebe euch Bescheid! 

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Nun wünsche ich euch noch einen genussvollen Oktober-Beginn,
heiße meine neuen Leserinnen ganz, ganz lieb hier Willkommen
und sage Danke!!! an Tammy aus Kuwait, die meinen Katzen einen
ganz besonderen Award verliehen hat - aber mehr darüber beim nächsten Mal!!!

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Herzlichst, eure Traude
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PS: Ihr Lieben, ich versuche schon seit einigen Tagen, 
auf den Blog von Ivonne / Glückskicks zuzugreifen und mich für ihre Kommentare 
zu bedanken, aber mein Virusschutzprogramm verhindert das. Habt ihr einen Rat?

Dienstag, 18. September 2012

Dem Himmel so nah ...


**‎*♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*★★。* 。★★*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*
... werdet ihr gleich in zweierlei Hinsicht sein, 
ihr Lieben,
wenn ihr euch mein heutiges Barcelona-Posting zu Gemüte führt ;o))

**‎*♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*★★。* 。★★*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*
*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*

Zum einen, indem ihr mit mir einen Blick in die gotische Kathedrale
die von den Barcelonesen auch La Seu genannt wird.

Sie wurde auf dem Mont Tabor errichtet -
einem Platz, bei dem die Bezeichnung "Mont" allerdings
etwas übertrieben erscheint. Doch immerhin ist dieser "Berg" mit 12 Metern
über dem Meeresspiegel der höchste Punkt des Barri Gòtic ;o))


Die Grundsteinlegung fand schon im Jahr 1298 statt; 
weitgehend fertiggestellt wurde die Kirche Mitte des 15. Jahrhunderts. 
Die reich verzierte Fassade wurde jedoch erst in den Jahren 1896-1898 
nach alten Plänen angefügt und der Kuppelturm 1906-1913.
(So betrachtet dauern die Bauarbeiten der Sagrada Familia 
bisher ja gar nicht soooo arg lange ;o))

*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*


Leider haben wir es geschafft, die Sache mit dem Kreuzgang zu "verschlafen":
 Denn hier lebt eine kleine Gänseherde!
Und wir konnten sie nicht finden...

Wir wußten zwar prinzipiell von den Gänsen, hatten uns aber
nicht gemerkt, wo genau in der Kirche sie sich herumtreiben.
Und so kann ich euch
von diesen traditionellen Bewachern der kirchlichen Schätze
leider nur ein Foto aus dem Wikipedia-Fundus bieten:

Datei:Barcelona.Kathedrale.Kreuzgang.jpg
Fotoquelle: Wikipedia

(So viel also zum Thema "wir sind immer sooo gut auf unsere Reisen vorbereitet" ;o))
Andererseits ist das ein weiterer Grund, Barcelona eines Tages
wieder zu besuchen! Beim nächsten Mal wissen wir, wo wir die Schnatteriche finden :o))

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Auf meinen folgenden Bildern seht ihr
"ein Stück Himmel" der etwas anderen Art ...

(und Tatjanas Herzchen schlägt nun vermutlich eine Spur schneller ;o))



Das kleine weiße Shabby-Chic-Lokal, das ihr hier von innen und außen seht,
heißt CAELUM (und das ist das lateinische Wort für HIMMEL)!

Es befindet sich ganz in der Nähe der gotischen Kathedrale;
die Adresse lautet: De la Palla 8, 08002 Barcelona.

Das Gebäck dort (wie auch die Likörchen, Marmeladen,
der Käse etc.) wird von Benediktinernonnen hergestellt -
und somit kann man sich in diesem Cafè im wahrsten Sinn des Wortes
himmlischen Genüssen hingeben :o)




Herr Rostrose nannte die süßen Köstlichkeiten, die wir uns dort gönnten,
daher auch gleich liebevoll "Nonnenfürzchen" ;o))
Wir haben ein paar davon probiert -
und ich kann euch sagen: Eins leckerer als das andere!!! :o))




Klickt hier für weitere Informationen


Wie ich der Internet-Beschreibung entnommen habe, gibt es hier auch
ein Restaurant / eine Bar im Keller - wir waren aber nur oben im Café
und im angeschlossenen Laden,
der allein schon durch sein Mobiliar verzaubert:





Die Produkte, die im Caelum zum Verkauf angeboten werden, sind zwar 
nicht ganz billig, aber Qualität und Besonders haben nun mal ihren Preis 
(noch dazu im touristischen Stadtzentrum...).

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So präsentiert sich das Lokal, wenn an allen Tischen Gäste sitzen -
ihr seht also, wir waren ziemlich lange im Caelum und konnten es daher sowohl
in menschenleerem als auch in gut besuchtem Zustand fotografieren :o))
(Und wie ihr unschwer erkennen könnt, denken die Besucher
vor allem an Kaffee und Kuchen ;o))

*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*


"Entdeckt" haben wir das Caelum übrigens in demselben Roman,
in dem wir auch auf das Arkadenlokal Kasparo gestoßen sind,
das ich euch am Ende dieses Posts
gezeigt habe: "Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen"
 - geschrieben vom in Barcelona lebenden Autor Francesc Miralles.

Und dieses Buch wiederum habe ich bei Ankes Garten entdeckt -
und zwar hier (klick). (Bei Anke wird übrigens nicht nur gegartelt,
sondern u.a. auch toll genäht bzw. gequiltet und viel Interessantes gelesen :o))



Ich hoffe, ihr habt unseren Besuch der Kathedrale und des himmlischen Cafés
nach Herzenslust genossen und euch das eine oder andere
"Nonnenfürzchen" gut schmecken lassen ;o))

Herzlich bedanken will ich mich noch bei euch für eure vielen
lieben Kommentare zu meinem ersten Oldtimer-im-Schlosspark-Posting
(Fortsetzung folgt - es freut mich sehr, dass euch die klassischen Automobile
ebenso gut gefallen haben wie mir!),
und über meine neuen LeserInnen freue ich mich ebenfalls sehr -
ich hoffe, ihr fühlt euch "himmlisch" wohl bei mir!!!


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Ganz herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe, 
eure Traude
**‎*♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*★★。* 。★★*‎**♥♫♫♥**♥♫♫♥**‎*


PS: Oh, und vielleicht gelingt es uns allen ja sogar, durch eine gute Tat dem Himmel
noch eine Spur näher zu kommen. Die liebe Eve Unikum hat das bestimmt schon geschafft,
und ich kann nur abermals sagen, wie stolz ich auf sie bin und wie sehr ich ihr Engagement
bewundere: Es ist ihr gelungen, alle drei entzückenden Straßenhunde aus Bulgarien
nach Deutschland zu bringen. Eine der Süßen hat sogar bereits ein neues Zuhause gefunden,
und diese zwei suchen noch nach liebevollen Hundeeltern:



Bitte verlinkt Eves Posting, dann gelingt das Finden umso schneller!

Donnerstag, 13. September 2012

Barcelonas Opernhaus Liceu

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Hola Ihr Lieben!
 ♬♬♬♬♬♛♛♛♛♛♛ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ♛♛♛♛♛♛♬♬♬♬♬


Ganz vielen lieben Dank für eure süßen Kommentare zu meinen beiden 
"Septemberfreude-Postings"
undundund!
Demnächst geht es mit monats-aktuellen Erfreulichkeiten weiter - 
aber zunächst einmal habe ich in Sachen Barcelona-Reisebericht noch etwas aufzuholen:


Heute möchte ich euch das zweitgrößte Opernhaus Europas zeigen -
das Gran Teatre del Liceu, kurz Liceu genannt:

♬♬♬♬♬♛♛♛♛♛♛ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ♛♛♛♛♛♛♬♬♬♬♬


 

Es liegt nur ein paar hundert Meter von unserem Hotel 1898 entfernt -
direkt an Les Rambles -
und schon an unserem ersten Tag in Barcelona hatten wir uns vorgenommen,
diesem schönen Gebäude einen Besuch abzustatten.


Am letzten Urlaubstag schafften wir es dann endlich, 
an einer Führung (tgl. um 10 Uhr) teilzunehmen, und waren 
beeindruckt von der Pracht im Inneren des Gebäudes.
 


Bedauerlicherweise konnten wir nicht von überall Fotos mitbringen - 
vor allem die Räumlichkeiten des Círculo del Liceo, eines privaten Clubs innerhalb des
Opernhauses, sind sehr sehenswert und mit wunderbaren Möbeln und
Gemälden ausgestattet, doch war fotografieren hier leider strikt untersagt
(und auf die Einhaltung wurde auch sehr genau aufgepasst ...)



Doch im Foyer des Liceu und auch im wunderschönen Spiegelsaal 
war Knipsen gestattet, und das haben Herr und Frau Rostrose reichlich genützt.

 

Der Spiegelsaal ist übrigens (glücklicherweise) einer jener Orte, 
die von dem verheerenden Brand im
Jahr 1994 verschont blieben, der das Gebäude weitgehend zerstörte.
Wie traurig wäre es gewesen, wäre all diese Schönheit 
in den Flammen verloren gegangen:

۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩
 

Zahlreiche Opernfreunde, unter ihnen auch die berühmte barcelonesische 
Operdiva Montserrat Caballé, machten sich für den raschen Wiederaufbau
des Opernhauses stark, und so konnte das Gebäude mit Hilfe großzügiger Spenden 
nach alten Vorlagen, aber mit neuer, verbesserter Technik wieder errichtet 
und im Jahr 1999 festlich neu eröffnet werden.


Ich hoffe, euch hat der Rundgang durch das Gran Teatre del Liceu gefallen!
Vielleicht habt ihr ja eines Tages die Gelegenheit, es selbst zu besichtigen oder sogar 
im Rahmen einer Opernvorführung zu besuchen. Die Akustik soll phänomenal sein!

Datei:Montserrat Caballé.jpg
Links: Montserrat Caballé (Bildquelle: Wikipdia)
Mitte: Die Metrostation Liceu wurde mit Blattmotiven künstlerisch ausgestaltet

Ich danke euch für euer Interesse!
Bei der nächsten Etappe meines Barcelona-Reiseberichtes
besuchen wir endlich einen "himmlischen" Ort, auf den manche von euch
schon sehnsuchtsvoll warten (und am sehnsuchtsvollsten wohl die liebe Tatjana ;o))

Doch vorher will ich euch noch zeigen, welch traumhaft nostalgischer
Anblick sich uns am vergangenen Wochenende bot! :o)) Ich hoffe, ihr seid
also auch beim nächsten Mal wieder mit dabei
- ich freu mich schon sehr auf euch!!!

♬♬♬♬♬♛♛♛♛♛♛ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ♛♛♛♛♛♛♬♬♬♬♬
Herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe,
eure Traude
♬♬♬♬♬♛♛♛♛♛♛ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ۩ ♛♛♛♛♛♛♬♬♬♬♬




PS: Hier nochmals die Links zu zwei wichtigen Themen:
Das eine ist eine Petition bei Ursula / Hotel Mama ...

... und die andere Geschichte
lest am besten bei der wunderbaren, mutigen Eve / Unikum



Donnerstag, 23. August 2012

Ein katalanischer Triumphbogen ...

...und noch ein bisschen mehr...
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Hola, liebe Leute!
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Passend zum blitzblauen Himmel der letzten Tage
setze ich heute meinen Barcelona-Reisebericht
mit Bildern von unserem Nachmittagsspaziergang im April
entlang des Passeig Lluis Companys fort.


 


Hier fällt einem sofort der rund 30 Meter hohe monumentale Triumphbogen ins Auge,
der anlässlich der ersten Weltausstellung in Spanien im Jahre 1888 vom katalanischen
Architekten Josep Vilaseca i Casanovas als Haupteingang zum
Ausstellungsgelände konzipiert worden war.

Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich euch bereits in einem früheren Barcelona-Posting
La Casa Bruno Cuadros - ein sehr ungewöhnliches Haus mit Schirmen an der Fassade -
 gezeigt habe: Es stammt ebenfalls von diesem Architekten!

Josep Vilaseca gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter des Modernisme, aber nicht
als einer der wichtigsten Vertreter dieser katalanischen Variante des Jugendstils - man kann
sagen, er wurde von seinem Freund Lluís Domènech i Montaner sowie von den
beiden anderen "Großen" des Modernisme (Antoni Gaudi und Josep Puig i Cadafalch)
"stilistisch überholt" ;o).



Sein
Arc de Triomf
aber wurde von der damaligen jungen spanischen Architektengarde als Präsentation
eines selbstbewussten "spanischen Stils" empfunden.
Das lag unter anderem an der Gestaltung im neomaurischen "Mudéjar-Stil" sowie
an der Verwendung des "puren" Materials Ziegelstein.
Der rote Backsteinbau verlieh den verschiedenen Bauten für die
Weltausstellung eine gewisse Einheitlichkeit und
fügt sich meiner Meinung nach auch wunderbar in die Umgebung ein.


Detail des Zoologischen Museums
von Lluís Domènech i Montaner


Nicht ganz so überzeugt bin ich hingegen von der "Einfügung" des Hochhauses, das einem
unweigerlich vor die Linse kommt, wenn man den Triumphbogen in südlicher Richtung fotografiert...
- siehe z.B. das Foto ganz links und ganz rechts oben in der folgenden Collage:





Manche empfinden es vielleicht als einen genialen architektonischen Schachzug,
diesen modernen Bau in der Sichtachse des historischen Prachtboulevards zu errichten
- doch wie euch vermutlich schon aufgefallen ist, bin ich kein Freund solcher kahlen,
einfallslosen Klötze und bevorzugte daher den Blick in die nördliche Richtung - hügelwärts.


Die verschiedenen Friese am Arc de Triomf wurden übrigens von den Künstlern
Josep Llimona, Josep Reynés, Antoni Vilanova und Torquat Tasso
gestaltet. Das Fries von Josep Reynés an der Stirnseite des Triumphbogens
trägt die katalanische Inschrift Barcelona rep les nacions - das bedeutet frei übersetzt
"Barcelona heißt die Nationen willkommen".




Sehr willkommen fühlten wir uns auch im angrenzenden wunderschönen
Parc de la Ciutadella
der 1870 von Josep Fontserè i Mestre am Gelände der ehemaligen Zitadelle
(der Garnisonskaserne der einst so verhassten Madrider Zentralregierung)
gestaltet wurde.



Hier ließen wir uns - wie so viele andere - unter schattenspendenden Palmen nieder,
sahen eine Weile dem bunten Treiben zu und genossen die Wärme dieses wundervollen
Tages.




Auch sonst hätte es in dem Park noch jeeeede Menge zu sehen gegeben - 
doch er ist 17,42 Hektar groß - und da ist der Zoo von Barcelona noch nicht einmal
mitgerechnet. Ächz & Stöhn!

Da wir an diesem Tag (und auch an den vorangegangenen Tagen) schon
so viel gelaufen waren (und für den nächsten - letzten - Urlaubstag
ebenfalls noch ein paar Pläne hatten :o))
werden wir diesen Park wohl erst bei unserem nächsten Barcelona-Besuch
(wann auch immer der stattfinden wird) intensiver besichtigen können.

Aus dem Wikipedia-Fotofundus habe ich für euch ein paar der Sehenswürdigkeiten
im Parc de la Ciutadella herausgesucht, die wir diesmal leider nicht gesehen haben
(aber eines Tages unbedingt sehen wollen):


Der Brunnen Font de la Cascada:
Datei:Ciutadella Park fountain.jpg
Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Ciutadella_Park_fountain.jpg&filetimestamp=20091214230609
Das Gewächshaus Umbracle:
Datei:UmbracleBarcelona.jpg
Bildquelle. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:UmbracleBarcelona.jpg&filetimestamp=20110311192319
Der Glaspavillon Hivernacle

File:HivernacleBarcelona.jpg
Bildquelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:HivernacleBarcelona.jpg
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Stattdessen ließen wir uns von ganz profanen menschlichen Bedürfnissen leiten,
denn abgesehen von einem üppigen Frühstück in unserem Hotel
hatten Herr Rostrose und ich an diesem Tag noch nichts in unsere Mägen gekriegt.

Und so traf es sich gut, dass sich ganz in der Nähe des Parks,
in der Avenida Marques de L'argentera, 19
das Pincho-&-Tapas-Restaurant TXAKOLIN befindet,
das uns in Wien von einem Freund empfohlen worden war.
Und wir mochten die Atmosphäre und das Essen in diesem Lokal sehr.





Von uns erhielt die Art und Weise, wie hier serviert und gegessen wird
 übrigens den Namen "Running Tapas" (in Anlehnung an die "Running Sushi-Lokale")
- wobei hier jedoch kein Fließband entlang des U-förmigen Tresens läuft:
Stattdessen "rennt" der Kellner mit immer wieder frisch aus der Küche angelieferten Leckereien
die Bar entlang und bietet sie den Gästen feil. Wir hatten es hier noch dazu
mit einem ausgesprochen netten und witzigen Kellner zu tun, ein richtiger Showman,
der sich, als er feststellte, dass er von mir fotografiert wurde,
kurzfristig in eine Art "Glöckner von Notre Dame" verwandelte
(siehe unteres Foto der Collage) und danach ständig nonverbal mit uns herumscherzte ...
und auch ein bisschen verbal - wobei er allerdings nicht besonders gut englisch sprach.
Aber das störte nicht.


Die Zahnstocher bzw. Spieße in dem Glas sind für den Kellner ein Behelfsmittel,
um abzurechnen: Große Spieße - großer Preis, kleine Spieße - kleiner Preis.


Wer Köstliches mit Vanillepuddingcreme mag, dem sei obiger Kuchen ans Herz gelegt
(hier seht ihr nur meine Hälfte, ich hatte nämlich mit Herrn Rostrose geteilt -
aber beim nächsten Mal esse ich doch lieber eine GANZE Portion ;o)). Leider konnten
wir nicht herausfinden, wie diese Spezialität heißt - unser Kellner zuckte einfach
nur mit den Schultern, grinste und meinte sinngemäß "guter Kuchen mit Vanillecreme".
Na bitte - ein wirklich zutreffender Name ;o)
(Ganz allgemein gibt es in Spanien jede Menge köstlicher Vanillecreme-mit-Teig-
Leckereien, bei denen ihr besser jeden Gedanken an Diät vergessen und zugreifen solltet!)

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Später - nach einer ausgiebigen Rast im Hotel - beschlossen Herr Rostrose und ich
dann, noch einem weiteren Lokal einen Besuch abzustatten, das auf unserer "Liste"
stand: Das Kasparo war uns allerdings nicht von Freuden empfohlen worden, sondern
wir hatten in einem Buch darüber gelesen:

In dem Roman "Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen" heißt es:
"Also drehte ich mich um und machte mich auf den Weg zum Kasparo, in dem man
draußen an einem kleinen Platz unter Arkaden sitzt."
Und weiter:
"Ich hatte das Café zehn Jahre nicht betreten, doch das Publikum schien mir ziemlich
unverändert: durch ein allzu heftiges Leben vorzeitig gealterte junge Menschen, ein paar
Althippies und der ein oder andere verirrte Tourist."




Das mag jetzt vielleicht nicht wie eine besondere "Empfehlung" wirken,
doch das Kasparo lag nicht weit von unserem Hotel entfernt, also war es kein großes Wagnis.
Und an einem lauen Aprilabend unter Arkaden zu sitzen, in einem Lokal, in dem
sich überwiegend Einheimische herumtreiben und in das Touristen sich bestenfalls "verirren",
hier ein Bierchen zu trinken und einfach nur zu schauen und zu genießen,
das hatte schon etwas sehr Gemütliches...

Und diese Art von Gemütlichkeit kann man sich erfreulicherweise
ja derzeit auch in unseren Breiten relativ leicht vergönnen - mal abends
nach getaner Arbeit in ein nettes Biergärtchen gehen, in ein Kaffeehaus
oder Restaurant mit Gastgarten oder - bei uns - zu einem Heurigen...
- und einfach entspannt von der Hitze des Tages erholen...

Datei:Hietzinger Heuriger.jpg
Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hietzinger_Heuriger.jpg&filetimestamp=20090906075039

In diesem Sinne wünsche ich euch genussvolle Sommerabende!
(Und falls es mal Regen oder Gewitter gibt, genießt die Abkühlung!)

Herzlich willkommen, liebe neue LeserInnen & allerliebste Rostrosengrüße
an euch ALLE!!!

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Fina un'altra
(= bis zum nächsten Mal),
eure Traude
☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼



PS: Vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinen beiden letzten "Makrofotopostings" 
Augustspaziergang und Rostrosengarten im August !!! Einige von euch wollten wissen, welches 
Objektiv ich benütze. Mein Makro-Objektiv ist ein Nikon DX AF-S Micro NiKKOR 40 mm. 
Außerdem  verwende ich ein Tamron 18-270mm-Objektiv, und die Kamera ist eine Nikon D 5000.
PPS: Herr Rostrose hat sich ebenfalls sehr gefreut, denn im letzten Barcelona-Posting  
stammen sehr viele Aufnahmen, die euch gut gefallen haben, von ihm - vor allem die 
Innenaufnahmen :o)) Er bedankt sich für das aufbauende Lob 
und schickt euch allen herzliche "Herr-Rostrose-Grüße"!!!
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