Donnerstag, 3. September 2026

Reisebericht 2025 – 🍁Okanagan Valley - Lake Country 🇨🇦

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Hello, ihr Lieben!

🍁🍁🍁

Ich danke euch herzlich für all eure Blogbesuche und lieben Kommentare zum vorigen Kapitel meines Reiseberichts, in dem wir eine Entscheidung treffen mussten... Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben und die uns in eine ganz besondere Gegend geführt hat: das Okanagan Valley

Wenn ich mir vorstelle, dass hier knapp ein Jahr später schlimme Waldbrände wüten, wird mir ganz schwer ums Herz 😥. Ich weiß, dass das sonnige, verhältnismäßig trockene Gebiet und seine Bewohner schon häufiger mit Bränden umgehen mussten, doch in diesem August erlebte die Region eine der zerstörerischsten Brandkrisen der vergangenen Jahre. Glücklicherweise hat sich die Situation inzwischen weitgehend stabilisiert - und ich hoffe und wünsche den Menschen, die in diesem schönen Tal leben und so vieles verloren haben, dass sie sich wieder gut davon erholen 💛💚.

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Seid ihr bereit für eine Zeitreise in den Herbst des Jahres 2025? Damals lag all das noch in der Zukunft ... und zwei Rostrosen schätzten sich glücklich, hier einen Ort gefunden zu haben, an dem sie sich erholen konnten...
 

1. Oktober 2025 - Kelowna 

Ich habe nicht die geringste Erinnerung mehr daran, was wir an unserem ersten Morgen in Kelowna gegessen haben, aber ich schätze mal, es war eins dieser eher unbefriedigenden Frühstücke, die es in manchen Hotels gibt. 

Jedenfalls begann der 1. Oktober (unser zweiter ganzer Tag in Kelowna) mit einem wunderbaren Frühstück in einem Lokal namens Pür & Simple. Und weil es uns dort so gut schmeckte, kehrten wir am nächsten Morgen gleich wieder ein. Hier seht ihr, welche Leckereien wir an diesen beiden Tagen genossen haben:
 
Diese Kaffeehäferln sind (neben anderen Getränken) für Elizabeth' T Stands For Tuesday,

 

 

Mission Creek Greenway

 
Nun fühlten wir uns fit für einen Ausflug. Der Mission Creek Greenway Regional Park schlängelt sich mitten durch Kelowna und bietet viele Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen. Wir wollten es immer noch vorsichtig angehen, also blieben wir hauptsächlich auf den gemütlichen Spazierwegen entlang des Creeks. 
 

 

 
Auch hier gab es schon jede Menge zu entdecken. Zum Beispiel ein paar badende und einige friedlich am Ufer ruhende Stockenten:
 

 

 
Und dieser kleine, klopfende Kerl ist in Wirklichkeit gar kein "Kerl", sondern ein weiblicher Dunenspecht - Downy Woodpecker (Dryobates pubescens). Ein Männchen hätte nämlich einen roten Fleck auf dem Hinterkopf: 
 
Dieser Specht kopft an Astrids Mein Freund, der Baum

 

 
Besonders spannend fanden wir es, dass hier - quasi mitten in der Stadt - offenbar auch Schwarzbären unterwegs waren. Jedenfalls wurde das auf einem Bären-Warnschild behauptet. Ich muss euch jetzt jedoch vor etwas anderem warnen: Denn in der übernächsten Collage wird es ein bisschen "Igitt" 😅...
 
 
Oben Oregon Grape, unten Spazierweg, Bärenwarnschild und Mission Creek

 
Bären haben wir nämlich keine gesehen - dafür aber ziemlich eindeutige Hinterlassenschaften 😉🐻💩 Und weil ich ein wissbegieriger Mensch bin, habe ich diese auch fotografiert 😁. Als ich Chat-GPT fragte, ob es sich hierbei um Bärenkacke handeln könnte, bekam ich gleich eine sehr deutliche Analyse (inklusive Schautafel!) geliefert 😂:
 
 
Das "Kackebild" links ist das, das ich der KI zur "Analyse" gab 😆

 

Offenbar hatte hier jemand eine Vorliebe für Nüsse ... Und wer weiß - vielleicht hatte der Bär, der diese Hinterlassenschaft produziert hat, kurz zuvor ebenfalls von den zahlreichen Beeren der Oregon Grape genascht ...? 🐻💩😉  

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Sowohl Edi als auch ich waren keineswegs unglücklich darüber, dass wir anstelle von Bären nur Vögel zu sehen bekamen - wir hatten unseren Teil an Grizzlies und Schwarzbären (Links zu den jeweiligen Reiseberichten) bereits während der Tage auf Vancouver Island gehabt. Wenn man rekonvaleszent ist, ist ein Tierchen in der Größe eines Rotbrustkleibers (Sitta canadensis) doch deutlich leichter zu verkraften: 
 

 

Als wir von diesem schönen Vormittags-Ausflug zu unserem Mietwagen zurückkehrten, hatte sich ein anderes, noch etwas kleineres Tierchen auf der Tür des Mercedes niedergelassen: eine Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis), die offenbar gern von uns in eine andere Region gefahren werden wollte... Wir fanden jedoch, dass sie lieber in ihrer vertrauten Umgebung bleiben sollte, anstatt nach Downtown Kelowna mitzukommen...


 

Zurück im Stadtzentrum

Weil es am Vortag so schön gewesen war, wollten wir am Nachmittag noch einmal zur Uferpromenade bzw. in den Rotary Marsh Park gehen. Auf dem Weg dorthin begegnete uns auch moderne Kunst - wie dieser „Turm“ mit dem Titel Gold, Silver & Lead, eine Arbeit des Künstlers Jed Lind, die mich an einen Autofriedhof erinnerte. 



Die Plastik On the Beach von Geert Maas begegnete uns direkt am Wasser. Und wie ihr sehen könnt, gab es dort tatsächlich nicht nur Badende aus Bronze, sondern auch sehr mutige Menschen:



 
Andere vergnügten sich auf nicht ganz so erfrischende Weise am Wasser - sie ließen ihre kleinen Segelboote um die Wette fahren:
 

 
Nachdem wir ihnen ein bisschen zugesehen hatten, zog es uns aber wieder in die Natur. Die Enten waren auch an diesem Tag da, der Fischadler ließ sich diesmal nicht blicken.
 

Natur für den Nature Thursday, Wasser für Roentare H2O

Wir sahen auch wieder einen Reiher - der allerdings nicht echt war, sondern aus Metall:


Die schönste Überraschung kam aber erst noch: In der Nähe des Gebäudes, in dessen Fenstern sich das Himmelsblau so schön spiegelte, befindet sich der Hügel, auf dem wir am Vortag den jungen Kojoten gesehen hatten. Als wir dort vorbeikamen, hörten wir ein Rascheln im Gebüsch... und dann ... sah uns ein neugieriges kleines Gesicht an 🦊💚😍: 


 

Ich glaube, auf diesen Bildern erkennt man ganz gut, dass wir es noch mit einem eher jungen Tier zu tun hatten. Der Kojote erstarrte zuerst in seiner Bewegung, sah uns an und fragte sich wahrscheinlich, ob von uns Gefahr ausging. Dann machte er einen mutigen Schritt nach draußen (was Edi sogar noch fotografisch festhalten konnte), überlegte es sich aber mitten in der Bewegung anders - und verschwand wieder in den Büschen 😅. 

Uns beiden schlug das Herz bis zum Hals vor vor Aufregung und Freude über diese zwar kurze, aber sehr nahe und unerwartete Wiederbegegnung. Und wir waren so froh, dass wir es auch beide geschafft hatten, ein paar brauchbare Fotos davon aufzunehmen 📷.


Eins von vielen Tieren für Saturday's Critters und Gesichter für Nicoles Friday Face OFF

Danach gönnten wir uns eine kleine Pause auf einer der Bänke im Park. Dabei gab es noch einen weiteren Kontakt - diesmal aber mit einem ganz kleinen Tierchen: Auf Edis Hand landete ein winziger Marienkäfer ohne Punkte (das kommt bei Jungtieren häufig vor).



Auf zweien der Bänke entdeckten wir übrigens wieder kleine Schilder - und solche Bänke mit Widmungen haben wir in Kanada an verschiedenen Orten gesehen. Oft erinnern sie an liebe Verstorbene, manchmal sind sie aber auch einfach ein besonderes Geschenk. Hier habe ich einige der Widmungen für euch in einer Collage zusammengefasst:



2.-5. Oktober 2025 - Ab ins Lake Country! 🍁

Nach drei Nächten in Kelowna hieß es für uns am 2. Oktober: Koffer packen und weiterziehen! Wir wollten uns in den nächsten Tagen im Lake Country nördlich von Kelowna herumtreiben.

Wo wir schlafen würden, war bereits geklärt - doch dafür hatten wir später noch Zeit. Erst einmal wollten wir sehen, was diese Gegend so zu bieten hatte. Und dabei sollte uns schon am ersten Tag ein ziemlich unverhofftes Abenteuer erwarten ...  (aber noch nicht sofort 😉 - habt Geduld, ihr Lieben!)

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Erster Stopp: Wood Lake

Wir fingen ziemlich gemütlich mit der Erkundung des Terrains an 😎: Wenn wir schon mal im Lake Country waren, wollten wir natürlich auch Seen sehen 💦👀! Denn wie der Name schon sagt, gibt es in dieser Gegend einige davon. 



Wood Lake mit Kanadagänsen - und ein Himmelsblick für Heidis Galeria Himmelsblick

Unterwegs fiel uns ein Schild auf, das uns auf den Wood Lake hinwies, und auch wenn wir nicht mit einem Wohnmobil unterwegs waren, dachten wir uns, dass wir dort vermutlich eine Zufahrt oder einen Spazierweg zu diesem See finden würden.

 

Schilderwald - für Tom's Signs - und Spatzenpaar in der Nähe des Wood Lake

 

Und so war es dann auch, wenngleich wir uns nicht ganz sicher waren, ob der Weg wirklich für die Öffentlichkeit bestimmt war: Es stand nirgendwo, dass der Zutritt nur für Campingplatzgäste wäre, aber irgendwie wirkte es dort ein bisserl "privat". 

Egal, wir waren ohnehin die einzigen Menschen weit und breit - außer uns nur Vögel 😊. In der folgenden Collage seht ihr z.B. mehrere Stockenten und in der dritten Reihe - zwischen mehreren Amerikanischen Blässhühnern (Fulica americana) - ein Rotkopfenten-Paar (Aythya americana):

 


Unten seht ihr - außer einem hübsch bepflanzten roten Boot - einen Renntaucher (Western Grebe - Aechmophorus occidentalis), einen Kanadareiher (sitzend und im Flug) und eine Kanadagans.


Ein paar Vögel für Garden Affair und für den Wild Bird Wednesday


Doch es gab nicht nur Wasservögel zu sehen: In einiger Entfernung - auf dem gelben Dach eines Pavillons - hatte sich ein Goldspecht (Northern FlickerColaptes auratus) niedergelassen und zeigte uns seinen markanten weißen Bürzelfleck.
 
Und welcher seltsame „Vogel“ sitzt da auf der Schaukel? Ich würde mal sagen, es ist ein Vergnügtes Verrücktes Huhn (Gallina hilaris 😁🐔). Da dieses Exemplar einen ausgesprochen lebensfrohen Eindruck machte, könnte es sich auch um die Unterart Gallina insanissima 🤪🐔 handeln - eine offenbar besonders verrückt schaukelnde Form. Vielleicht weiß es ja jemand von den Vogel-ExpertInnen unter euch?
 


Zum Schluss dieses kleinen Ausfluges ans Wasser sahen wir uns den Wood Lake auch noch vom Reiswig Regional Park aus an - aber er sah auch von hier nicht großartig anders aus: Es gab nur ein paar Menschen mehr und dafür weniger Vögel. Also beschlossen wir, eine Wanderung in einer Gegend zu unternehmen, die ich mir am Vorabend aus dem Internet herausgesucht hatte ... 

 

Umweg zum nächsten unerwarteten Erlebnis

Wir folgten mal dem Navi, mal den Hinweisschildern, kamen durch eine Landschaft mit großen Apfelplantagen - und waren uns irgendwann nicht mehr ganz sicher, ob wir eigentlich noch auf dem richtigen Weg waren. 




Nach einiger Zeit endete die gepflegte Straße und wurde ... sagen wir: rustikaler 😉. Ein Schild mit der Aufschrift "End of maintained public road" ließ uns den Entschluss fassen, den ohnehin etwas zickigen Mercedes hier zu parken und einfach loszuwandern. Wobei wir Wandergebiet-verwöhnten Österreicher von dem, was wir vorfanden, nicht so richtig überzeugt waren:

 

 

Zwischen trockenem Gras, vereinzelten verkohlten Baumstümpfen und Wegen, die eher nach Quadspuren als nach Wanderschuhen aussahen, fragten wir uns allmählich, ob wir vielleicht doch irgendwo falsch abgebogen waren. 

Die hübsch gemusterte Schlange - mutmaßlich eine Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis) oder Valley Gartersnake - hatte leider auch einen falschen Weg erwischt - ihr Kopf war nämlich offenbar unter Autoreifen gekommen. (Und ich möchte betonen: Nicht unter unsere!) Schade, denn diese Schlangenart ist völlig harmlos und das Tier hat sich einen so schnöden Tod bestimmt nicht verdient.


Immerhin bot sich zwischendurch ein wunderschöner Blick auf den See (ich glaube, es war der Kalamalka Lake)


Ab einem gewissen Punkt fragten wir uns, ob wir weitergehen sollten. Und dann erinnerten wir uns an das Schild mit dem Hinweis auf die Oyama Zipline, an dem wir vor kurzem vorbeigefahren waren. Wenn wir schon nicht so recht wussten, wo wir hier gelandet waren, konnten wir ja wenigstens einmal nachfragen...

Es verhielt sich nämlich folgendermaßen: In meinem vorigen Post zeigte ich euch eine der möglichen Canadian-Rockies-Routen... Eine andere Route hätte uns von Vancouver über Whistler nach Clearwater oder Kamloops geführt.

Vor unserer Reise hatte ich herausgefunden, dass Whistler Möglichkeiten für dieses herrliche Freizeitvergnügen bot, das Edi und mir schon in Costa Rica so viel Spaß bereitet hatte und in Neuseeland ein zweites Mal ... Als wir uns jedoch von der Rocky-Mountains-Idee verabschiedet hatten, dachte ich, dass wir vermutlich auch keine Gelegenheit mehr zum Ziplining finden würden.

Aber vielleicht gab es ja doch noch eine Chance? Fragen kostet bekanntlich nichts! 

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Oyama Zipline Adventure Park 

Nun, stellt euch vor: Wir kamen dort ins Kassa-Häuschen, und die Frau am Schalter sagte: "Wenn ihr wollt, könnt ihr gleich mitfahren! In fünf Minuten startet eine Tour." 😀😀😀 Ist das nicht umwerfend???

Hier kommen zunächst zwei der offiziellen Adventure-Park-Fotos, und ich glaube, darauf ist unsere riesige Freude über diese unerwartete Möglichkeit sehr gut zu erkennen:


Hier noch ein paar eigene Fotos:



Und die hier sind wieder vom Fotografen des Oyama Zipline Adventure Park: 


 
 
Hach, war das wieder wunder-wunderbar! Wir können euch den 7-Stationen-Parcour mit langen Seilrutschen von Herzen empfehlen! Von einigen Stellen aus bietet sich dort übrigens ein atemberaubender Blick auf den Kalamalka Lake - und diesen See haben wir am nächsten Tag sogar noch ein bisschen näher kennengelernt (was ebenfalls wieder zu wunderschönen Erlebnissen führte).
 
Der Glückskeks-Spruch vom vorigen Tag besaß also weiterhin Gültigkeit: „Halte die Augen offen und nutze das Unerwartete zu deinem Vorteil.“ 
 
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Unser Hotel und Abendessen im Lake Country 

Nach diesem tollen und absolut überraschenden Abenteuer waren wir bereit, mit Sack und Pack in unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte einzuziehen: ins Super 8 by Wyndham Lake Country/Winfield Area.

Und auch auf etwas, das unsere hungrigen Mägen geschmackvoll füllte, hatten wir inzwischen Appetit. Wir fanden in der Nähe des Hotels ein ziemlich authentisches italienisches Restaurant namens L'Isola Bella, in dem uns die Spaghetti mit Garnelen und der Rotwein sehr gut schmeckten 😋.
 
 
Wie ihr seht, hatten wir wieder einen blinden Passagier - diesmal auf der Windschutzscheibe: Ob das wohl dieselbe reiselustige Kiefernwanze war wie am Vortag? Wer weiß das schon!

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Ein Mural aus Toronto 

Da uns an diesen Tagen keine Wandmalereien in Kelowna oder dem Lake Country untergekommen sind, löse ich ein Versprechen ein, das ich euch zu Beginn meines Reiseberichts gegeben habe: "Ich werde euch später noch weitere Murals zeigen, die ich in den früheren Kapiteln nicht unterbringen konnte."

Dieses hier ist ein ganz besonderes „Gustostückerl“: Auf den ersten Blick erinnerte es mich übrigens an den Stil des Muralkünstlers Eduardo Kobra, dessen Werke wir in New York kennengelernt hatten. (In DIESEM Blogbeitrag könnt ihr meine Fotos davon sehen.)

Tatsächlich stammt das farbenprächtige Werk jedoch von Okuda San Miguel (Link in deutscher Sprache) 🕵️‍♀️🎨.
 

Für Heidruns Mosaic Monday und Gillenas Art For Fun Friday oder SundaySmiles

 


Okuda San Miguel (Link in englischer Sprache) wurde 1980 in Spanien geboren und begann seine künstlerische Laufbahn als Street-Art-Künstler in den späten 1990er-Jahren. Seine farbenfrohen geometrischen Welten findet man inzwischen rund um den Globus.

Das 2018 entstandene Mural „Equilibrium“ erstreckt sich über die 23 Stockwerke des Parkside Student Residence an der Carlton Street in Toronto.

Okuda ist für seine knallbunten geometrischen Muster, polygonalen Formen und surrealen Figuren bekannt. Auch bei diesem riesigen Wandgemälde geht es um Themen wie Vielfalt, Natur, Wissen und das Miteinander verschiedener Menschen. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit der Torontoer Organisation STEPS und mehreren lokalen KünstlerInnen.


Gesichter für Nicoles Friday Face OFF, Mural für Gabis Farben&Formen in der Stadt und Samis Monday Mural

 

 

Übrigens haben wir in Wien seit kurzem ebenfalls einen „eigenen Okuda“ - dieses neue Mural werde ich euch demnächst in meinem Blog zeigen, sobald ich wieder ein Rostrosen-Alltags-Posting hier einbaue 😊.

Für heute sende ich euch herzliche Rostrosen-Grüße und hoffe, dass ihr alle einen guten Start in den September hattet.  


Bis dann und alles Liebe 💋

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 


Freitag, 21. August 2026

Reisebericht 2025 – 🍁 Hope - manchmal ist Plan B die bessere Wahl 🇨🇦

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Hello, liebe Reisefreundinnen und -freunde!

🍁🍁🍁

Vielen Dank für eure Blogbesuche und lieben Kommentare zu meinem bunten Teilrückblick über unsere sommerlichen Tage 2026 🌈🌹🦋! Und danke für eure Geduld, falls ihr darauf gewartet habt, dass ich euch weiter von unserer Zeit in Kanada erzähle. Heute ist es endlich so weit - und ich werde auch das "Rätsel" auflösen, wohin es uns nach unserem Abschied von Vancouver Island zog. 


28. September 2025 - Ausschau nach unserem nächsten Ziel 

Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass wir vor dem Dilemma standen, wohin wir uns als nächstes wenden sollten. Unser ursprünglicher Plan hatte vorgesehen, dass wir Vancouver Island spätestens am 29. September verlassen und von dort in die Canadian Rockies weiterziehen würden.

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Unser ungefährer 7-Tage-Plan für die Rockies sah so aus: 

Tag 1: Vancouver nach Clearwater (ca. 450 km) Übernachtung in Clearwater als Ausgangspunkt für den Wells Gray Provincial Park. 
Tag 2: Clearwater nach Jasper (ca. 320 km) Nachmittags Ankunft und erste Erkundungen im Bergstädtchen Jasper. 
Tag 3: Jasper & Icefields Parkway nach Lake Louise (ca. 230 km) Highlights unterwegs: Athabasca Falls, das Columbia Icefield und der postkartenreife Peyto Lake. 
Tag 4: Lake Louise & Yoho-Nationalpark nach Golden (ca. 80 km) Vormittags Spaziergang am weltberühmten Lake Louise. Nachmittags Fahrt in den Yoho-Nationalpark zum türkisblauen Emerald Lake und Übernachtung in Golden. 
Tag 5: Golden über den Rogers Pass nach Revelstoke (ca. 150 km) Fahrt durch den Glacier-Nationalpark über den steilen Rogers Pass. Nachmittags Erkundung des Bergorts Revelstoke und Fahrt auf den Mount Revelstoke (Meadows in the Sky Parkway). 
Tag 6: Revelstoke durch den Fraser Canyon nach Hope (ca. 400 km) Weiter über den Highway 1 nach Westen über Kamloops. Danach geht es südwärts durch den spektakulären, tief eingeschnittenen Fraser Canyon mit Stopp an der reißenden Flussenge Hell's Gate. 
Tag 7: Hope zurück nach Vancouver (ca. 150 km) 

 
Lass uns mal schauen: Wohin geht's als nächstes? (Mural "Ambleside Mermaid" in West Vancouver - Künstler Tyler Toews

Aber war es wirklich eine gute Idee, an diesem Plan festzuhalten? Edis Husten war trotz der Medikamente vorerst schlimmer statt besser geworden und mein Hals schmerzte immer noch. Bei einem Häferl Kakao (Edi) und einem Kännchen Tee (ich) besprachen wir, was wir als nächstes tun wollten. 

Unterkünfte hatten wir schon seit dem Grizzlybären-Ausflug ab Campbell River keine mehr im Voraus gebucht - unser nächster Fixpunkt war unser Weiterflug in Richtung Japan am 8. Oktober. Abgesehen davon waren wir frei.
 
Wir konnten unsere Pläne also getrost ändern, wenn wir das wollten. Wir waren uns bloß noch nicht sicher, ob wir es wollten...  
 

Pause mit heißen Getränken und ein Segelboot-Mural (beides in West Vancouver)

 

Hope - oder Die Hoffnung stirbt zuletzt*)

Ist euch bei der obigen Liste bei Tag 6 und Tag 7 die Ortschaft Hope aufgefallen? Wir trafen mal wieder eine unserer durch und durch rationalen Entscheidungen: Wir suchen uns in Hope ein Quartier - und hoffen, dass wir dort einer Lösung des Dilemmas näher kommen 😅🙏🏻. 

Gesagt - getan 😊😎! 

*) Das deutsche Sprichwort hat übrigens eine englische Entsprechung: “Hope springs eternal.” 😉

 

Entfernung Vancouver - Hope: 152 km oder 1 h 45 min
 

On the Road again

Dank Onlinesuche war schnell eine Unterkunft in der Kleinstadt Hope gefunden - also nichts wie hin! Zunächst eher gebremst, denn (siehe unten) rund um Vancouver gab es dichten Verkehr.

Der mit Gletschern bedeckte Berg, den ihr in den folgenden beiden Fotos seht, befindet sich übrigens nicht in British Columbia - von der Route von Vancouver nach Hope aus kann man ihn jedoch deutlich sehen: Es handelt sich um den Mount Rainier, einen "schlafenden Vulkan" im US-Bundesstaat Washington.
 

 

 
Aber die Gegend, durch die wir unserem nächsten Ziel entgegenfuhren, hatte ebenfalls ziemlich beeindruckende Berge zu bieten. 

Und Murals:  

Links seht ihr die Malerei "Gifts of Nature" auf drei Getreidesilos der Molson Coors Fraser Valley Brewery von der lokalen Künstlerin Silvana Kulyk

Foto darunter: Mural von Jaxon Jurome an der Fassade eines neuen Gebäudes, an dessen Stelle früher der Schrottplatz Pick a Part war. Das rosa Auto war damals das Wahrzeichen und Werbeschild des Schrottplatzes.
 

 
 
 
Rund um Hope gab's weit weniger Verkehr als in Großstadtnähe, eine malerische Berg-Kulisse und einen freundlichen blauen Himmel:
 

 

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28.-29. September - Nacht der Entscheidung in Hope

Unsere Unterkunft für die nächste Nacht war das Inn Towne Motel, das innen komfortabler war, als es von außen wirkte. (Mir gefällt dieser urige Holzhaus-Stil übrigens - er ließ mich nur ein weit weniger modern eingerichtetes Zimmer erwarten...) 
 
 
 
 
 
Auch wenn wir nicht bei allzu großem Appetit waren, muss der Mensch etwas essen, um zu Kräften zu kommen. Wir entschieden uns für das Kibo Japanese Grill & Cafe, weil Sushi verlockender klang als alles andere, und teilten uns dort eine Portion. Schließlich mussten wir uns ohnehin beizeiten auf japanische Speisen einstellen 😉.
 
 
Japanisches Abendessen in British Columbia

 

Entscheidungsfindungsphase

 
Dass es uns in dieser Phase nicht besonders gut ging, ist nicht nur daran zu erkennen, dass ich ein Halstuch trug 😉, sondern auch an der vergleichsweise mickrigen Menge an Fotos
 
Wobei ich selbst ja versuche, auch an gesundheitlich angeschlagenen Tagen noch zumindest ein paar "Dokumentations-Fotos" zu machen. Edi hingegen verliert dann offenbar jede Lust, irgendetwas mit seiner Kamera festzuhalten. (Er knipst dann höchstens auf mein Ersuchen und mit meinem Handy zwei, drei Fotos, auf denen meist ich zu sehen bin, jedoch ohne eine Spur von Enthusiasmus.) 
 
Am 27. September hatte er ein Foto geknipst. Am 28. knipste er drei. Am 29.: keines! Das waren die Tage mit leichtem Fieber, heftigen Hustenanfällen und "keine Lust auf gar nichts".
 
 
Ein paar Impressionen aus Hope, fotografiert am 29. September (alle von mir...). Hübsche Häuser und Gärten gibt es hier! Der Himmel war weniger blau als am Vortag. Der Vogel ist vermutlich ein weiblicher Purpurstärling (Brewer's Blackbird - Euphagus cyanocephalus). 

 

Ihr erkennt daran wohl - wir hatten eine weiterreichende Entscheidung zu treffen als nur, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Also besprachen wir unsere Lage und unsere Möglichkeiten: 

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Drei Punkte sprachen gegen die Canadian Rockies, auch wenn wir die wunderschönen Landschaften, die wir bisher nur von Fotos kannten, gerne mit eigenen Augen gesehen hätten

  • Der Wetterbericht klang nur wenig verlockend. Wenn wir an jedem Ort nur so kurze Zeit hatten und ausgerechnet dann Regen oder sonstiges "Bäh-Wetter" herrschte, wären die versprochenen "Postkartenmotive" garantiert nur halb so toll.
  • Bei unserem Leihwagen erschien noch immer alle paar Tage die beunruhigende Warnmeldung zur Kühlflüssigkeit. Zwar hatten wir inzwischen den festen Eindruck, dass es sich dabei nur um ein Sensorproblem handelte, aber sicher sein konnten wir nicht. Und dass der Road-Service von Hertz nicht funktionierte, hatten wir ja leider in Courtenay schon feststellen müssen (KLICK zum Blogbeitrag). Das könnte hoch droben in den Bergen zu größeren Problemen führen.
  • Das vermutlich stärkste Argument: Unsere Gesundheit (vor allem die von Edi) war in einer Form angeschlagen, bei der Kälte und Regenwetter besonders kontraproduktiv waren. Bei einem so engen Zeitkorsett konnten wir es uns jedoch nicht leisten, einfach einen Tag auszusetzen, wenn Bettruhe angesagt war.
 

 

 
Aber - und jetzt kommt die gute Nachricht! - wir hatten uns bereits vor der Reise einen Plan B überlegt! Bevor ich euch verrate, wie dieser aussah, kann ich schon so viel sagen: Wir haben es letztendlich keinen Augenblick lang bedauert, uns für diese Ausweichroute entschieden zu haben! 
 
Doch zuvor noch ein paar Fotos aus Hope! Denn das Städtchen hat es sich keinesfalls verdient, nur als Krankenlager benützt zu werden - hier gibt es durchaus einiges zu entdecken: Hope ist für seine zahlreichen Kettensägen-Holzschnitzereien bekannt - geschaffen von lokalen Kettensägenkünstlern wie Ryan Villiers. Einige davon sind ausgesprochen originell: 
 

 

  

Was ich erst bei meinen Recherchen für diesen Blogbeitrag erfuhr: Hope ist auch als Drehort des Films Rambo (First Blood) bekannt - und Fans reisen sogar extra wegen der Rambo-Statue an. *) 

Diese haben wir wohl vor allem wegen unseres Gesundheitszustands übersehen. (Wir waren nur ins Stadtzentrum gegangen, um hier zu frühstücken und noch ein paar Kleinigkeiten in der Apotheke zu besorgen.) Im Nachhinein entdeckte ich, dass ich "Rambo" zufällig fotografiert habe - auf der Aufnahme der Bank links oben seht ihr seine Statue im Hintergrund - ich habe den Bildausschnitt vergrößert und rechts daneben eingefügt 😎. 

Der Sheriff hat angeblich ebenfalls mit dem Rambo-Film zu tun. Und das haarige Wesen auf der unteren Bank ist Sasquatch - in unseren Breiten eher bekannt als "Bigfoot" - über den ich euch in einem späteren Blogbeitrag mehr berichten will. 

*) Nun, ich habe diesen Film (und auch andere Rambo-Filme) nie gesehen, aber hätte ich es vorher gewusst, hätte ich die Statue dennoch gesucht.
  
Besonders witzig fand ich übrigens den bärtigen Kerl, der sich in einem Baumstamm versteckt (vielleicht vor dem Bären?) - denn der hatte tatsächlich auch eine Hinterseite 😁:
 

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Unsere Alternative zu den Rockies

Nun aber zu unserer Entscheidung: Edi hatte in den frühen 1990ern bereits einmal für wenige Tage nach British Columbia hineingeschnuppert. Damals war er mit Freunden unterwegs gewesen, eigentlich in den westlichen USA, aber er hatte seinerzeit - neben Vancouver - auch das Okanagan Valley kennengelernt. 

Dieses Gebiet ist für sein mildes Weinbauklima bekannt. Als wir auf unseren Wetter-Apps die Prognosen für die kommende Woche checkten und Kelowna (die größte Stadt am Okanagan Lake) mit einigen Zielorten in den Rockies verglichen, war es dort im Tal stets um 5 bis 10 Grad Celsius wärmer und auch häufiger sonnig als in den Bergen. Das klang doch gut! Also auf nach Kelowna! Wir waren neugierig, was uns dort erwartete.

Hope hatte damit jedenfalls schon mal gehalten, was der Name versprach: Unsere Hoffnung auf eine gute Lösung war noch nicht gestorben 😄! 

 

 

 

Aufbruch ins Okanagan Valley - Kelowna 🌿🍷🍇

An der Karte könnt ihr sehen, dass das Tal im Süden an die USA grenzt und sich entlang seines etwa 175 Kilometer langen Verlaufs direkt an den Okanagan River sowie an mehrere Seen schmiegt. 

Kelowna liegt ziemlich genau in der Mitte des Tals und ist somit ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Richtungen - jedenfalls sofern die Gesundheit Ausflüge erlaubt...

 

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29. September-2. Oktober - Auskurieren (und mehr) in Kelowna

Als Hotel für die folgenden drei Nächte wählten wir das Days Inn by Wyndham Kelowna.  

Wir hatten Hope kurz nach dem Frühstück verlassen und erreichten unser neues Ziel um die Mittagszeit

Das erste, was mir in Kelowna auffiel, war ein farbenprächtiges Mural. Wir entdeckten es vor dem originellen Hotel Zed (nicht unser Hotel - schade, denn das hätte mir gefallen! - aber wir parkten dort in der Nähe).

Nach allem, was ich bisher herausfinden konnte, wurde das Mural 2016 vom Künstlerduo Clandestinos Art (Bruno Smoky und Shalak Attack) geschaffen. Es zeigt eine Frau, deren Gesicht mit einer Eule verschmilzt, begleitet von einem weißen Wolf, einem Bären mit Geweih und einem riesigen Hahn (der für mich eher wie ein Basilisk oder anderes Fabelwesen wirkt). 

 

 

Die starke Verbindung von Mensch, Tier und Natur ließ mich sofort an indigene Bildwelten Nordamerikas denken - und tatsächlich befinden wir uns hier im traditionellen Territorium der Syilx Okanagan Nation. Ihre traditionelle Heimat erstreckt sich über ein großes Gebiet beiderseits der heutigen Grenze zwischen Kanada und den USA.

Bei meiner Recherche stieß ich auf einen Gedanken der Syilx, den ich besonders schön fand: Land, Wasser und alle Lebewesen werden als eng miteinander verbunden verstanden. Das passt für mich erstaunlich gut zu dem, was dieses ungewöhnliche Mural ausstrahlt. Und ganz unabhängig davon, ob die Künstler genau daran gedacht haben - ein solcher Blick auf unsere Welt würde ihr vermutlich sehr guttun❤️.

Die Geschichte dieses Landes hat allerdings, wie so oft, auch eine traurige Seite: Das traditionelle Territorium der Syilx wurde im Zuge der Kolonisierung besiedelt, ohne dass entsprechende Landverträge ausgehandelt wurden...


 

 
Nach dem Mural-Bewundern gab es für uns erst einmal einen heißen Kakao aus hübschen, handgetöpferten Bechern im O-Lake Cafe & Bistro. Möglicherweise gab's auch ein Stück Kuchen dazu, aber das kann ich nicht beweisen, denn es gibt kein Foto davon 😉. Danach zogen wir uns in unser Hotel zurück.
 

 

 

Viel mehr gibt es von diesem Nachmittag gar nicht zu berichten: Die Kameras blieben eingepackt, wir verkrochen uns ins Zimmer und gönnten uns das, was unsere Körper offenbar am dringendsten verlangten - Ruhe 😴🛏️💤!

Und wie es aussieht, war „gesund schlafen“ genau das richtige Programm. Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder ein gutes Stück freundlicher aus - und auch wir fühlten uns deutlich besser 😊.

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30.9. - Downtown Kelowna und die Uferpromenade

An diesem Tag fotografierte Edi immerhin 31 Fotos - ihr seht also: Ab da ging es wieder aufwärts 👍🏻💪! (Bei mir waren's etwa doppelt so viele, aber das ist ja eh normal 😉📷.) 
 

 

 
Allzu anstrengende Ziele wollten wir uns aber natürlich noch nicht aussuchen. Wir blieben also in Downtown Kelowna und beschlossen, ein wenig am Ufer des Okanagan Lake spazieren zu gehen.
 

 
Das war ein ausgezeichneter Entschluss, denn am See war es wunderschön - und auch die etwas bedrohlich wirkenden Wolken verzogen sich bald wieder. Davor sorgten sie allerdings noch für interessante Spiegelungen auf den glatten Wasserflächen.

Die Bäume mit den herbstichen Farbtupfern sind mutmaßlich Scheinakazien (Robina pseudoacacia). Kleines Foto mittig: Bindentaucher im Winterkleid (Pied-billed Grebe - Podilymbus podiceps


Rotary Marsh Park

 
Direkt neben der Uferpromenade und nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt stießen wir auf eine Überraschung: Der Rotary Marsh Park wirkt wie eine ruhige, naturnahe Oase, in der man sich eine friedliche Auszeit vom Trubel gönnen kann.  
 
Dieses üppige Feuchtgebiet bietet zahlreichen Tierarten Lebensraum und Nahrung. Kommt mit, ich zeige euch, was wir dort an diesem Tag gesehen haben!
 
 


In der Collage oben ist gut zu erkennen, wie nah das Areal an den Wohnhäusern liegt. Kanadareiher und Stockenten waren die ersten Tiere, die uns hier begegneten. Unten links seht ihr auch noch einen Rothalstaucher (Red-necked Grebe - Podiceps grisegena).
 

 
Der Fischadler (Osprey - Pandion haliaetus) scheint hier ein ständiger und gern gesehener Bewohner zu sein, immerhin wurde ihm sogar eine Informationstafel gewidmet. Allerdings musste ich feststellen, dass die Plattform, auf der sich der Vogel niedergelassen hatte, auf den Fotos des Schildes noch als Nest genutzt wurde.
 
Wie ihr auf Edis und meinen Fotos sehen könnt, fehlten der Plattform dazu inzwischen wichtige Teile... Ich hoffe, dass es Menschen gibt, die dafür zuständig sind, solche Dinge im Park wieder in Ordnung zu bringen.
 

 

 
Über uns zog ein Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis) seine Kreise:
 
 
 
Die Pflanze mit den leuchtend blauen Trauben, die ihr in der oberen Collage (und in der letzten) ebenfalls seht, begegnete uns in British Columbia immer wieder - es handelt sich um eine Stechdornblättrige Mahonie (Oregon GrapeMahonia aquifolium).
 
Für die indigenen Völker British Columbias ist die Pflanze seit jeher so etwas wie eine kleine Apotheke und Vorratskammer der Natur: Die säuerlichen, tiefblauen Beeren wurden als Nahrung verwendet, aus Wurzeln und innerer Rinde gewann man einen kräftig gelben Farbstoff für das traditionelle Kunsthandwerk, und auch als Heilpflanze findet die Oregon-Grape Verwendung. 
 
 
Unten mittig: Goldspecht (Northern Flicker - Colaptes auratus

 

Die für uns spektakulärste Begegnung war aber die folgende: Ich sah eine Bewegung auf dem Hügel,  dachte auf den ersten Blick an einen Fuchs, hob im selben Moment die Kamera ans Auge - und schoss schnell hintereinander vier Fotos. 

Erst danach wurde uns klar, dass wir - in vielleicht 50 Meter Entfernung -  wohl einen jungen Kojoten gesehen hatten, der vermutlich eine Maus oder ein anderes kleines Beutetier verfolgte.*) Ich weiß, dass Kojoten nicht allerorten Begeisterungsstürme auslösen - für manche Menschen sind sie eher lästige Nachbarn als faszinierende Wildtiere. Bei uns war die Freude über diese Begegnung jedenfalls riesig- und das absolute Highlight unseres ohnehin schon schönen kleinen Ausflugs! 🐺📷

*) Dass er noch jung war, schließe ich aus seinen eher schlacksig wirkenden Bewegungen und seinen großen Ohren ... sowie aus der Tatsache, dass wir ihn einen Tag später abermals sahen! Diesmal aber noch näher! 😃 Doch diese Bilder vom 1. Oktober werdet ihr erst im nächsten Blogbeitrag zu sehen bekommen 😊. 

 


Unser "Mittag-Nachtmahl"  

 
Als letztes möchte ich euch noch zeigen, was wir an diesem Tag nach dem Ausflug in einem Chinarestaurant namens Dragon King gegessen haben - nämlich eine ordentliche Portion gebratenen Reis mit Gemüse und vermutlich Ente - oder war es doch Schweinefleisch? 🤔 Wir wissen es nicht mehr genau, aber es war gut 😋. (Ja, nicht nur, dass wir wieder fleißig fotografierten, wir waren auch wieder bei Appetit 😁!) 

Am spannendsten daran finde ich im Rückblick, welche Botschaft einer der beiden Glückskekse enthielt: „Keep your eyes open, and take advantage of the unexpected.“ - Augen offen halten und das Unerwartete nutzen.

Das hätten wir uns wohl kaum besser als Motto für diesen Tag aussuchen können. Und wie passend dieser Spruch auch für den nächsten Tag sein würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ... 😉
 

  

🍁🍁🍁

 

Ja, ihr Lieben, so läuft es manchmal. Nicht immer bekommen wir, was wir uns wünschen und erhoffen. Aber das muss kein Nachteil sein: Erkrankung, Wetter und Mercedes hatten unsere ursprünglichen Pläne gehörig durcheinandergebracht - und wir waren dankbar für die wunderbare Wendung, die sich daraus ergeben hatte!

 


Alles Liebe 💋, bis zum nächsten Mal
 herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: