Mittwoch, 7. Oktober 2026

Reisebericht 2025 – Kekuli Bay - Spion Kop - Othello Tunnels 🇨🇦

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Hello, ihr Lieben!


Herzlichen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem zweiten bunten Teilrückblick auf den Sommer 2026! Heute geht es wieder weiter mit meinem 2025er-Reisebericht. 

Dieses Posting ist übrigens vorprogrammiert, denn wir haben uns heuer zwar keine große Reise, aber zumindest ein paar Urlaubstage*) gegönnt. (Dies nur, falls ihr euch gefragt habt, weshalb ihr schon länger nichts mehr von mir zu lesen bekommen habt.) 

*) Wo wir uns herumgetrieben haben, erzähle ich euch ein andermal 😊😎.

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3. Oktober 2025 - Kalamalka Lake / Kekuli Bay Provincial Park 

Wie ich neulich schon geschrieben habe, befanden wir uns im Lake Country und wollten dort natürlich Seen zu sehen bekommen. Und so beschlossen wir an diesem sonnigen Tag, einen Ausflug zum Kalamalka Lake zu unternehmen 😎🌞. Den hatten wir bei unserem Ziplining-Abenteuer am Vortag ja "von oben" bewundert und wollten ihn nun etwas näher kennenlernen. Eine tolle Idee, denn wir erlebten einen traumhaften Frühherbsttag mit einigen erfreulichen Tiersichtungen. 
 
 

Ein rundum glücklicher Tag an der Kekuli Bay.
 
 
Das erste Tier das uns begegnete, war dieser friedlich äsende weibliche Maultier- oder Schwarzwedelhirsch (Odocoileus hemionus). Sie nahm kurz Witterung auf, stellte wohl fest, dass wir harmlos sind und fraß beruhigt weiter:
 


Bei dem Greifvogel, der sich zunächst auf einen Mast setzte (wo aber keine unserer Kameras auf die Schnelle richtig scharf stellen wollte) und dann eine Weile über uns kreiste, handelt es sich laut Google Lens um einen Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis).


 
Diese Bussarde ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren, Reptilien, Amphibien, Insekten und anderen Vögeln - und wie wir im Laufe unserer Wanderung entlang des Okanagan Rail Trails feststellten, gibt es davon einige am Kalamalka Lake. Zum Beispiel dieses entzückende Streifenhörnchen - das dem scharfen Greifvogel-Auge aber zumindest an diesem Tag entgangen ist:
 


Zwischen all den Steinen und Felsen am Seeufer gibt es aber auch reichlich Versteckmöglichkeiten für kleine Tiere.


Wir entdeckten hier auch wieder eine kleine, hübsche Strumpfbandnatter (Thamnophis) - diesmal zum Glück eine sehr lebendige, die sich beeilte, vor uns zu verschwinden. 
 
Mit dem Besitzer des Schäferhundes auf dem Foto unten plauderten wir eine Weile - er versuchte gerade erfolgreich, seinen (noch jungen und etwas wasserscheuen) Hund spielerisch ans Schwimmen zu gewöhnen 💦🐕. 

Der Felsen links erinnerte mich ein bisschen an einen Dinosaurierkopf 🦖.

 
Unten seht ihr eine Carolinataube (Zenaida macroura), hübsches rotgefärbtes Laub und eine Traude, die sich riesig über diesen Spaziergang freut. 
 
Zunächst waren lange Ärmel noch angenehm, doch im Laufe des Vormittags wärmte uns die Sonne immer mehr und wir konnten unsere Pullover ausziehen. Spätestens an diesem Tag wurde uns klar, dass das Okanagan Valley keineswegs ein "Notnagel"-Ersatz für die Canadian Rockies war, sondern vielleicht sogar das Beste, was uns hatte passieren können: sonnige Tage, entspannende Ausflüge und fotogenen Landschaften 🤩! 
 



Kameratechnisch war ich am Kalamalka Lake bestens gerüstet - ich hatte sowohl die Nikon als auch die Sony bei mir. Ich benützte sie alle - aber manche Fotos wurden dann doch mit dem Handy am besten 😊 - vor allem die weitläufigen Landschaftsaufnahmen. 
 
Natürlich "mussten" Edi und ich auch wieder "das Imperium fotografiert zurück" spielen 😜:



 
Der kleine Audubonwaldsänger (Setophaga auduboni) war schwieriger zu fotografieren als Herr Rostrose. Er hielt nicht ruhig und versteckte sich zwischen Zweigen. Sehr unkooperativ - aber zugegebenermaßen entzückend.
 
 

Edi gelang dieses schöne Foto von den beiden Kanadagänsen im Flug:


Irgendwann um die Mittagszeit stellten wir fest, dass das Frühstück vom Super 8-Hotel nicht so ergiebig war wie manches andere und dass wir deshalb wohl nicht bis zum späten Nachmittag oder Abend aushalten würden. Also verabschiedeten wir uns von dieser malerischen Szenerie:


Süße Sünde

 
Wir erinnerten uns an eine Konditorei, die wir am vergangenen Tag in einem Einkaufsareal entdeckt hatten - die Kuchen dort hatten äußerst verlockend ausgesehen, allerdings hatten wir da nicht genug Hunger gehabt. 
 
Diesmal passte alles - auch die Öffnungszeiten - und so suchten wir Beat. Patisserie auf - nach Eigenbeschreibung "a small, independent, woman run pastry shop" - und ließen uns verführen 😇😋. 
 
 

 

Manche von euch schrieben mir beispielsweise zum Ziplining, zu diversen Hängebrücken oder zu den Bären-Ausflügen, dass ich ziemlich wagemutig sei. 

Ich denke, es ist zu erkennen, dass ich auch in kulinarischen Belangen ziemlich furchtlos bin: Das Tortenstück, für das ich mich entschied, hieß nämlich Death by Chocolate 😂! Wie ihr seht, habe ich auch das überlebt.

Nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass Schokolade mit 70 % Kakaoanteil gesund ist, dachte ich mir, ich tu' meinem Körper einfach mal was Gutes 😎😇😅. Edi ist nicht so der Schokotyp - er bevorzugt Plunderteilchen, und auch davon gibt es eine köstliche Auswahl in dieser Konditorei. Dazu gab's Kaffee, und der ist dann auch gleich meine Eintrittskarte in Elizabeth' Linkup T Stands For Tuesday.



 
Für alle, die sich fragen, wie wir es geschafft haben, trotz all der "Ernährungssünden" in diesem Urlaub binnen zwei Monaten zwei Kilos abzunehmen (und seither noch ein paar weitere Kilos zu verlieren):  
  1. Wir hatten fast immer nur zwei Mahlzeiten pro Tag - große Portionen haben wir uns noch dazu geteilt. Wenn ich mich richtig erinnere, aßen wir an diesem Abend dann bloß noch Salzcracker. Aber nicht, weil wir abnehmen wollten, sondern weil wir einfach nicht "mehr" brauchten.
  2. In Kanada gab es einige Kalorienbomben, aber natürlich nicht täglich. Und in Asien gab es hauptsächlich leichte Küche - aber nicht ausschließlich 😉.
  3. Wir sind viiiiel gegangen. Ob nun Stadtbesichtigungen, Spaziergänge oder Wanderungen - wir waren an fast jedem Tag auf unseren Beinen. Und der Kalorienverbrauch beim Gehen ist nicht zu unterschätzen.
 

Nachmittags-Spaziergang im Lake Country

 
Auch an diesem Nachmittag bzw. frühen Abend unternahmen wir noch einen längeren Spaziergang. Eigentlich wollten wir von unserem Hotel aus per Fußgänger-Navi zu einer anderen Stelle des Wood Lake gelangen, aber das funktionierte nicht ganz so wie geplant. Egal - wir gingen einfach durch eine Mischung aus Wohngebiet und Naturlandschaft... und zwischendurch liefen uns kleine Vögelchen mit lustigen kleinen "Krönchen" auf dem Kopf über den Weg.
 
Nachdem wir nur unsere Handys bei uns hatten, gelangen uns keine allzu tollen Fotos, aber immerhin lässt sich erkennen, dass wir es hier mit Schopfwachteln (Callipepla californica) tun hatten. Und seht ihr auf dem Baum den Specht? Ich denke, es wird wohl wieder ein Goldspecht (Northern Flicker - Colaptes auratus) gewesen sein: 
 

 

Nach diesem aktiven, schönen und energiegeladenen Tag beschlossen Edi und ich, uns ab sofort wieder als fit und gesund zu betrachten.  

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4. Oktober 2025 - Spion Kop Hiking

Doch wie lautet das elfte Gebot? 👉 Du sollst dich nicht täuschen! Und es gibt da auch noch dieses schöne deutsche Sprichwort: Wenn's dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis tanzen. Aber immer schön der Reihe nach! 

An diesem leider etwas wolkenverhangenen Samstag beschlossen Edi und ich, eine Wanderung auf den Spion Kop zu unternehmen. Der wurde mir nämlich als Berg mit verschiedenen Wanderwegen angezeigt, und von seinem Gipfel aus sollte es einen tollen Ausblick auf gleich mehrere Seen des Lake Country geben.

Spion Kop ist übrigens ein Name mit Geschichte: Er geht auf den gleichnamigen Hügel in Südafrika zurück, wo 1900 während des Zweiten Burenkriegs eine Schlacht stattfand. Spion Kop bedeutet sinngemäß „Aussichtshügel“ oder „Lookout Hill“. Der Name soll in Lake Country von einem Burenkriegsveteranen eingeführt worden sein und wurde von den Einheimischen schon lange verwendet, bevor er auch offiziell anerkannt wurde. 





Auf dem obigen Plan mit den Spion Kop Hiking Trails seht ihr rechts den roten "You are here"-Punkt. Dort parkten wir unseren Wagen.
 
Gleich zu Beginn begegnete uns dieser Bursche ☠️: Wir hofften inständig, dass es sich dabei um eine Halloween-Dekoration handelte und nicht um jemanden, der dermaßen ausgemergelt von einer Spion-Kop-Wanderung zurückgekehrt war 😬!
 

 
Wir gingen zunächst vom Old Mission Road Trail Head aus den roten Summit Trail entlang. Weil der Weg ziemlich steil war, wechselten wir nach einiger Zeit auf einen rot-gelb markierten Connector, der zum gelben Arrowleaf Trail führte. Damals hielten wir die beiden Farben allerdings für eine Art gemeinsamen Wegabschnitt - dass wir gerade einen Connector erwischt hatten, war uns nicht klar - da gibt's offenbar Unterschiede zwischen österreichischen und kanadischen Markierungen 😉. 

 

 
Dort kamen wir nicht nur an einer recht dicht besiedelten Wohngegend vorbei, sondern auch an diesen Gesellen, die ich ehrlich gesagt in Kanada nicht erwartet hätte (weder die deutsche noch die irische Gartenzwerg-Version 😁...):
 
 

Nach einiger Zeit ging der rot-gelbe Weg in einen Weg mit gelber Markierung über - laut Plan der Arrowleaf Trail. Der war stellenweise wieder recht steil. 

Und da merkten wir es dann schon: Wir waren doch noch nicht so gesund wie erhofft... Vor allem Edi, der ja auch kränker als ich gewesen war, bekam schlecht Luft und musste zwischendurch pausieren (was ich sonst von ihm nicht kenne), aber auch mir ging weitaus schneller als sonst die Puste aus.



 
Zunächst nahmen wir es noch mit Humor, aber nach einer Weile fragten wir uns, ob es wirklich eine gute Idee war, sich bis zum Gipfel durchzukämpfen. Wir wußten ja nichtmal genau, wie weit wir dazu noch gehen mussten. Vielleicht noch eine weitere Stunde oder mehr bergauf? Ich glaube nicht, dass uns das gut getan hätte.
 
Irgendwann kamen wir zu einer Stelle, auf der man eine gute Sicht auf den Wood Lake hatte. Und wenn ihr das große Foto genau betrachtet, könnt ihr rechts noch den Zipfel eines weiteren Sees erkennen - vermutlich den Kalamalka Lake. 
 

 

Wir fanden, dass es absolut ausreichend war, zwei Seen gesehen zu haben - und beschlossen umzukehren. Schließlich wollten wir nicht so enden wie das Skelett, das uns zu Beginn begegnet war! Aus diesem Grund machten wir bei einem Rastplatz mit Tisch und Bank auch noch eine kleine Jausenpause, denn wir hatten einen Apfel vom Hotel-Frühstück mitgenommen 🍏.

Nach der Wanderung gab es dann auch noch ein etwas üppigeres Mahl - wir kehrten in Woodys Pub ein und teilten uns dort wiedermal eine große Portion... Ich glaube, es war Steak mit Pommes und gebratenen Zwiebelringen. Während wir in dem Pub waren, ließen die Wolken, die schon den ganzen Tag über uns gehangen waren, endlich den Regen fallen - und als wir das Lokal wieder verließen, sahen wir einen hübschen Regenbogen 🌈 (siehe kleines Foto unten rechts).

Das Mural mit der Bootsszene vor dem Sonnenuntergang entdeckte ich während der Fahrt vom Spion Kop-Parkplatz zu unserem Hotel und fotografierte es aus dem fahrenden Auto*) für Samis Linkup Monday Mural. 

*) Deshalb habe ich keine Details und weiß auch nicht, ob das Bild signiert war.



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5. Oktober 2025 - Aufbruch nach Westen

Unsere Kanada-Tage neigten sich allmählich dem Ende zu - am 8. Oktober würde unser Flieger nach Japan gehen. Wir mussten uns also langsam aber sicher wieder in Richtung Vancouver bewegen. Deshalb machten wir uns nach einem der nicht-so-üppigen Super 8-Hotel-Frühstücke in Richtung unseres nächsten größeren Ziels auf. Wo sich dieses Ziel befand, erzähle ich euch in meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel. Heute aber bekommt ihr noch ein paar Eindrücke von "unterwegs".
 

Kuh-Convoy, Ballon-Start und verbrannte Wälder

 
Die folgenden Fotos habe ich ebenfalls allesamt wieder aus dem fahrenden Wagen fotografiert. Besonders witzig fand ich diese Rinder, die auf einem Hügel einen richtigen Convoy gebildet hatten und eins hinter dem anderen einem mir unbekannten Ziel zustrebten. Auch das Ziel des Heißluftballons, dessen Start wir mitbekamen, war uns nicht bekannt. Wir wissen nur, dass solch eine Ballonfahrt auch noch auf Edis und meiner Bucket-List steht.
 


 
Leider war nicht jeder Anblick so erfreulich, denn manche der (eigentlich wunderschönen) Landschaften zeigen Spuren von vergangenen oder aktuellen Waldbränden.



Coquihalla Canyon und die Othello Tunnels

 
Unser erstes Ziel befand sich ganz in der Nähe der Ortschaft Hope. (Ja, genau, wir waren wieder in der "hoffnungsvollen Gegend", in der wir zwischen 28. und 29. September die kluge und wunderbare Entscheidung getroffen haben, ins Okanagan Valley weiterzureisen.) 
 
Damals waren wir nicht gesund genug gewesen, um uns die Sehenswürdigkeiten rund um Hope anzusehen. Aber inzwischen waren wir - obgleich wir bei der steilen Wanderung am Vortag geschwächelt hatten - wieder gut genug beisammen, um uns die Othello Tunnels im Coquihalla Canyon anzusehen. Dort erwartete uns nicht nur eine hübsche Schluchtenlandschaft, sondern auch ein ziemlich spannendes Stück kanadischer Eisenbahngeschichte. 
 


 
Schon der Weg vom Parkplatz zu den Tunnels führte uns durch eine wunderschöne Wald- und Berglandschaft. Dass wir uns dabei auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse bewegten, war zunächst kaum vorstellbar. Das sollte sich allerdings bald ändern.
 


Die Othello Tunnels waren ursprünglich Teil der Kettle Valley Railway (KVR). Diese Bahnstrecke sollte das Landesinnere von British Columbia besser mit der Pazifikküste verbinden und unter anderem den Transport von Erzen und anderen Gütern aus den Bergbaugebieten nach Vancouver ermöglichen.

Der besonders schwierige Abschnitt führte durch den tief eingeschnittenen Coquihalla Canyon. Der Chefingenieur Andrew McCulloch entschied sich dabei gegen einen langen Umgehungstunnel und für eine wesentlich spektakulärere Lösung: Die Bahntrasse sollte direkt durch die Schlucht geführt werden. Eine wirklich waghalsige Idee, aber McCulloch war offenbar generell ein wagemutiger und unkonventioneller Mann. Er ließ sich bei seinen Vermessungsarbeiten sogar in einem Weidenkorb in die Schlucht hinunter!



 
Und dabei handelt es sich, wie ihr sehen könnt, um eine wahrlich atemberaubende Landschaft! Zwischen steilen Felswänden und dem Fluss musste hier eine Eisenbahnstrecke gebaut werden - eine Aufgabe, die unter den damaligen Bedingungen alles andere als einfach war.




Für die Bahntrasse wurden fünf Tunnel durch das harte Gestein getrieben und durch Brücken miteinander verbunden. Sie sind heute als Othello Tunnels bekannt, werden aber auch Quintette Tunnels genannt.

Der Name „Othello“ geht übrigens ebenfalls auf Andrew McCulloch zurück: Er war ein begeisterter Shakespeare-Leser und benannte mehrere Stationen der Strecke nach Figuren aus Shakespeares Werken. Neben Othello finden sich beispielsweise auch Namen wie Romeo, Juliet, Lear, Jessica, Iago und Portia.




Die Tunnel entstanden 1914, und am 31. Juli 1916 wurde die gesamte Coquihalla-Strecke offiziell eröffnet. Besonders erstaunlich finde ich, unter welchen Bedingungen damals gebaut wurde: Die Arbeiten erfolgten fast ausschließlich von Hand, unterstützt nur durch einige von Pferden gezogene Schürfkübel und Schwarzpulver. Die Arbeiter mussten über Felsleitern, provisorische Hängebrücken und Seile zu ihren Arbeitsplätzen gelangen. All das war also nicht nur eine enorme Ingenieursleistung - es steckt vor allem auch sehr viel Blut und Schweiß der Arbeiter in diesen Tunneln!

 


Leider hatte die Bahnstrecke jedoch von Anfang an mit den Naturgewalten zu kämpfen. Schnee, Lawinen, Steinschlag und Hochwasser machten den Betrieb und die Instandhaltung schwierig und teuer.

Am 23. November 1959 wurde die Strecke schließlich durch einen gewaltigen Washout schwer beschädigt. Rund 120 Meter der Trasse wurden weggespült. Die Coquihalla-Strecke wurde daraufhin geschlossen und später endgültig aufgegeben.

Die Tunnel blieben jedoch erhalten und wurden schließlich Teil eines Wander- und Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse.



Und genau auf diesem Weg waren nun wir unterwegs. Besonders schön fanden wir diesen Blick durch einen Tunnel auf die Brücke und den nächsten Tunnel. Für das Foto hatten wir sogar ein Weilchen gewartet, bis gerade einmal niemand über die Brücke spazierte 😁. (Dass dies keineswegs der Normalzustand war, zeigt euch die letzte Collage meines heutigen Kapitels - kleines Foto unten rechts.)




Und jetzt kommt etwas, das wir bei unserem Besuch überhaupt nicht wussten: Nur zwei Tage vor unserer Wanderung, am 3. Oktober 2025, waren nach den schweren Schäden durch die Überschwemmungen von 2021 erstmals wieder alle fünf Othello Tunnels für Besucher geöffnet worden!
 
Wir hatten vor unserer Reise noch gelesen, dass nur drei der fünf Tunnel zugänglich seien. Umso erstaunter waren wir, als wir am 5. Oktober tatsächlich von einem Ende bis zum anderen durch die gesamte Tunnelstrecke gehen konnten. Dass wir dabei praktisch „frisch nach der Wiedereröffnung“ unterwegs waren, erfuhren wir erst später. Was für eine glückliche Fügung! 🥰



 Großes Foto: ein paar Abenteurer in der Schlucht, kleines Foto rechts: Die Othello Tunnels waren so kurz nach der Wiedereröffnung durchaus gut besucht - so sah es aus, wenn man nicht auf eine leere Brücke wartete 😉.

 

Wohin es uns nach unserer Tunnel-Tour zog, werde ich euch in meinem nächsten Kapitel erzählen. Verrate ich zu viel, wenn ich Berge, Seen, Wälder, heiße Quellen und die mögliche Begegnung mit einer legendenumwobenen Gestalt erwähne? Oh, und ich denke, es wird einen weiteren Sidekick in Richtung Halloween geben. Und Sehnsucht nach einem Wiener Schnitzel!

Wenn alles so geklappt hat, wie wir es geplant haben, sollten wir heute gerade von unserem kleinen Kurzurlaub zurückgekommen sein. Ob ich allerdings schon wieder zum Bloggen komme, ist eine andere Frage - vielleicht brauche ich erst noch ein bisserl Zeit, um die Koffer auszupacken, Fotos zu sortieren und wieder in meine Traudezeit hineinzufinden. 😉

Aber wartet's ab! Für heute wünsche ich euch jedenfalls genussvolle Oktobertage und sende euch ...


... ganz herzliche Grüße! 
Eure "rostige Rose" 🌹

💋 T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 


Freitag, 18. September 2026

Sommerliche Tage 2026 🌞 - ein bunter Teilrückblick # 2 😎 🌹🎨

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Servus ihr Lieben!

Wieder einmal macht mein Reisebericht eine kleine Pause, um hier ein paar Bilder aus dem Rostrosen-Leben 2026 zu zeigen 😎. (Wir können wirklich von Glück reden, dass wir weder für dieses Jahr noch für das nächste eine größere Reise geplant haben, denn wie es aussieht, werde ich noch monatelang über unsere 2025er-Reise-Erlebnisse schreiben 😅.) Ich danke euch allen jedenfalls sehr, dass ihr uns in meinem vorigen Kanada-Posting durch weitere unserer Abenteuer im schönen Okanagan-Valley begleitet habt.

Mitte August gab es hier bereits einen ersten bunten Teilrückblick über die diesjährigen "sommerlichen Tage". Aber wie das bei uns so ist: Nicht alles, was wir erleben und fotografieren, landet auch gleich im Blog 😉. Manche Eindrücke müssen ein wenig warten, bis sie an die Reihe kommen - und so gibt es heute einen zweiten Rückblick auf unsere "sommerlichen Tage" 2026. (Und es wird wohl noch einen dritten Teil geben 😅😎.)

Ich schrieb damals, dass dieses Jahr bisher "ein schwieriges, anstrengendes und energieraubendes war" - und das ist es immer noch, auch wenn es in meinem Blog nicht danach aussieht. Wir schaffen es tatsächlich, zwischen all dem Unerfreulichen so viel Positives unterzubringen, dass es wirkt, als hätten wir den besten Sommer aller Zeiten. Also machen wir es auch heute wieder (hauptsächlich) wie die Sonnenuhr und konzentrieren uns auf die schönen Stunden 🌞. Los geht's! 

 
Augusthimmel mit Mäusebussard

Neue Murals in Wien

Am Ende meines vorigen Postings zeigte ich euch ein Mural aus Toronto von Okuda San Miguel und erzählte euch, dass es in Wien seit kurzem ebenfalls eine großflächige Wandmalerei dieses Künstlers zu sehen gibt.

Zusammen mit Brigitte und Peter zogen wir los, um uns dieses Werk anzusehen - aber davor war noch etwas Zeit für ein kleines Gitty- und Traude-Shooting vor einem anderen bunten Mural 😎📷👩🏻‍🤝‍👩🏼: 
 

 

Das 1.100 m² große Werk von Okuda San Miguel entstand im April und Mai 2026 und ist derzeit das größte Mural Österreichs. Mit seinen leuchtenden Farben und geometrischen Formen setzt es ein Zeichen für Gleichheit und gegen soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit.

Mehr über „Flags of Freedom“, seine Entstehung und die beteiligten Künstler und Partner könnt ihr auf der Calle-Libre-Seite nachlesen.
 

Schild "Streetart meets Stadtentwicklung" für Tom

 

Das Okuda-Mural befindet sich übrigens am ehemaligen APA-Turm in der Gunoldstraße im 19. Bezirk - dort, wo früher die Austria Presse Agentur (APA) ihren Sitz hatte. Und weil eine weitere Seite dieses markanten Gebäudes inzwischen ebenfalls kunstvoll gestaltet wurde, können wir gleich zum diesjährigen Calle Libre Festival in Wien weitergehen:

Ich habe euch schon über mehrere unserer Calle-Libre-Besuche erzählt (KLICK zu den Posts). Im Rahmen des Calle Libre Festivals 2026 entstand das Werk der niederländischen Street-Art-Künstlerin JDL (Judith de Leeuw) am APA-Hochhaus: Ihr „Soldier for Love“ zeigt einen Soldaten, der statt einer Kriegs- oder Nationalflagge eine weiße Flagge mit einem großen Herz trägt - ein starkes Plädoyer für Frieden und Liebe. (Mehr darüber HIER in englischer Sprache.)
 

 
 

Kommen wir nun zu den weiteren Wänden des diesjährigen Festivals im 19. Wiener Gemeindebezirk: 

Das Werk der portugiesischen Künstlerin Tamara Alves zeigt eine Frau, die einen Strauß wilder Blumen vor ihre Brust hält. Die Blumen stehen für fragile, aber zugleich widerstandsfähige Formen des Lebens, die sich ihren Raum suchen. Das Mural beschäftigt sich mit Gleichheit, Würde und Selbstbestimmung und versteht den weiblichen Körper nicht als Objekt, sondern als selbstbestimmten Raum. Der Titel „Time to flower is now“ lässt sich dabei wohl auch als Aufforderung verstehen, die eigene Freiheit und Individualität jetzt und hier zu leben.
 
 
 
 
 
Der argentinische Künstler Jaz alias Franco Fasoli zeigt in „Morning in Barna“ eine intime Alltagsszene aus seiner Zeit in Barcelona: Seine damalige Mitbewohnerin Natalia, eine argentinische Transfrau, sitzt mit der Wohnungskatze Daniel zusammen. Das Motiv stammt aus einer Serie, in der Fasoli seit der Pandemie Szenen aus seinem persönlichen Lebensumfeld festhält. So geht es hier weniger um eine spektakuläre Botschaft als um Nähe, Zusammenleben und ganz selbstverständliche menschliche Vielfalt.
 

 

 
Der österreichische Künstler coins verwandelt mit „Concrete Flowers“ eine graue Fassade in ein riesiges, buntes Blumenfeld. Die stilisierten, lächelnden Blüten in Pink, Gelb, Türkis und Orange wirken verspielt und beinahe comicartig. Der Titel bringt die Idee auf den Punkt: Blumen, die nicht aus Erde, sondern aus Beton wachsen - als Symbol für Lebensfreude, Widerstandskraft und die Fähigkeit von Kunst, triste urbane Räume zum Blühen zu bringen. 
 

 

 
Zu guter Letzt mein Lieblingswerk dieses Festivals - sowohl wegen des Malstils als auch wegen seiner Bedeutung:
 
Es stammt von der spanischen Künstlerin Virginia Bersabé. In „Hold and Home“ richtet sie den Blick auf ältere Menschen, die im öffentlichen Raum allzu leicht übersehen werden. Ihr Mural fordert dazu auf, ihnen Sichtbarkeit, Würde und gesellschaftliche Teilhabe zu geben. Gleichzeitig geht es um die Bedeutung von Fürsorge und gegenseitiger Unterstützung: Das Zuhause soll dabei nicht zum Rückzug aus der Welt werden, sondern eine Wurzel sein, die den Menschen weiterhin mit der Gemeinschaft verbindet.
 
 
 
 

Nun könnt ihr hier auch noch einen Blick auf mein "Outfit dieses Tages" werfen - mein 16 Jahre altes Sommerkleid sieht immer noch gut aus und ist schön luftig, und mit einer dünnen Stola und einem Sonnenhut hatte ich auch genug Schutz an diesem heißen Tag. (Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass ich beim Shooting mit Brigitte dann einen anderen Sonnenhut trug als zuhause, weil der mit meiner Lockenpracht besser zurecht kam 😁😎.) 

Übrigens war es an nach dem Mural-Spaziergang noch nicht vorbei - wir besuchten an diesem Tag noch eine andere Sehenswürdigkeit in Wien - doch darüber erzähle ich euch ein andermal mehr! 
 

 

 
Heute gibt's stattdessen noch ein paar Viecher 🐂🐴🐫🐃 zu sehen  - denn am 15. Juni besuchten wir mit unserem Enkel Jamie den 

Steppentierpark Pamhagen, 

 
wo unser kleiner Frauenheld auch gleich mit einem etwa gleichaltrigen Mädchen zu flirten begann 😎. Ich denke, hier kann ich wohl hauptsächlich die Bilder für sich sprechen lassen - kommt einfach mit:
 
 
Auf dem großen Foto seht ihr Jamie bei der vorsichtigen Annäherung an zwei Störche.
 
 
Auch ich flirtete ein bisschen mit dem einen oder anderen Tier - mit den Kamelen musste ich hingegen zäh verhandeln 😅: Die waren so ungeschickt, dass ihnen die Körner aus ihren großen Mäulern fielen - und dann wollten sie immer noch mehr und mehr. Das Highlandrind oben hingegen hatte den Bogen absolut raus 😁😆!
 
 
  
  

Walken am schwindenden Fluss 

 
Dieser Tag im Steppentierpark war einer der wenigen dieses Sommers gewesen, an dem es in unserer Region nicht knallheiß war. Die folgenden Fotos stammen von verschiedenen Nordic-Walkingrunden. Wie ihr wisst, walke ich in der heißen Jahreszeit hauptsächlich vormittags oder am späten Nachmittag und gerne im Baumschatten neben einem Gewässer. Doch in diesem Jahr wurden unsere Flüsse immer weniger.
 
Das große Foto links stammt von Mitte Juni, da war noch kein "Kiesufer" zu sehen. Die anderen Aufnahmen entstanden etwa zwei Monate später, als der Wasserstand bereits deutlich zurückgegangen war (und der Fluss auch einen eher unangenehmen Geruch angenommen hatte...)
 

 

 
Und auf den folgenden Fotos könnt ihr erkennen, dass die Wurzeln der Bäume am Flussufer, die bis dahin ins Wasser geragt hatten, nun frei lagen und das Wasser nicht mehr erreichten: 
  

 

 
Glücklicherweise hat es ab Anfang September nun zumindest an einigen Tagen geregnet 💦. Es war kein starker Regen und er hat absolut noch nicht ausgereicht, um die Gewässer wieder aufzufüllen, aber nach mehreren Monaten Trockenheit ist selbst bei Nieselregen zu erkennen, wie die Natur aufatmet.
 
 

Ein Segelfalter 🦋 am Badeteich

Aber kehren wir wieder zu den Sommertagen mit Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius zurück 🥵. Wann immer es unsere Zeit zuließ, flüchteten wir an einen der nahegelegenen Badeteiche, manchmal auch gemeinsam mit Jana und Jamie. 

Und eines Tages, als Jamies grüne Badehose zum Trocknen in der Sonne lag, ließ sich ein Segelfalter darauf nieder. Er flog wieder weg und kehrte zurück - und das wiederholte sich mehrmals! Offenbar liebte er diesen Grünton! (Was mich zu der Frage bringt, ob Schmetterlinge überhaupt Farben wahrnehmen...) 
 

 
 

Wie ich aus DIESEM Artikel erfahren habe, ist der Segelfalter einer der wenigen Gewinner des Klimawandels 😎🦋. Während die Erderwärmung für viele Arten einschließlich des Menschen eine enorme Herausforderung darstellt, profitieren wärmeliebende Arten davon. Beim Segelfalter hat die zunehmende Wärme beispielsweise dazu beigetragen, dass sich seine Bestände wieder erholen konnten.

Auch eine invasive Pflanzenart hilft dem Segelfalter: Während sich die Raupen sonst von Schlehenblättern und der nahe verwandten Steinweichsel ernähren, wurde in Regionen wie dem Osten Deutschlands die aus Amerika stammende Späte Traubenkirsche zur wichtigsten Futterpflanze!

 

Geblühe in unserem Garten 🌹

Unser Garten war hingegen kein so großer Fan der Hitze. Das hat er mit mir gemeinsam. Die folgenden Fotos stammen allesamt von Ende Mai und Anfang Juni - da blühte es hier noch ziemlich schön. Danach machte die Trockenheit unseren Pflanzen stark zu schaffen, zumal zwischendurch auch unsere Gießanlage den Geist aufgab und ich alles zweimal täglich händisch gießen musste. Und das in einer Phase, als wir aus verschiedenen Gründen einen rappelvollen Kalender hatten...

 

Verlinkt bei Floral Friday Fotos

Arbeiten in unserem Garten 🌱

In diesem Frühling hatten wir begonnen, dem Efeu in unserem Garten Einhalt zu gebieten. (Durch unsere zwei großen Reisen 2024 und 2025 hatten wir dieses Problem leider ziemlich vernachlässigt, und die wuchernde Pflanze hatte inzwischen fast jedes Beet erobert.)

Dann erkrankte meine Schwägerin Anita so schwer, dass wir quasi täglich gefordert waren. Deshalb engagierten wir zunächst Gärtner, die uns einen Teil der Arbeit abnehmen sollten. Mit deren Leistung waren wir allerdings teilweise nicht zufrieden, und nach Anitas Tod am 28. April vereinbarten wir keine weiteren Termine mehr.

Also mussten wir über kurz oder lang selber ran - allerdings ging auch das nur langsam voran. Mit Hilfe von ChatGPT plante ich mehrere Beete neu: Die Pflanzen sollten hitzeverträglich und insektenfreundlich sein und gleichzeitig dem Efeu möglichst wenig Chancen auf ein Comeback lassen. Wir entschieden uns hauptsächlich für Salbei, Lavendel und verschiedene Storchschnabelsorten, die ich teilweise bestellen musste. Dann galt es, zwischen unserem ohnehin rappelvollen Kalender und der anhaltenden Hitze auch noch passende Zeitfenster zum Einpflanzen zu finden.

Auch in die Wiesen war der Efeu vorgedrungen, sodass dort der Boden vorbereitet und neues Gras ausgesät werden musste. Beim Ausgraben der von den Gärtnern „vergessenen“ Wurzeln verletzte sich Edi dann auch noch am Arm ... 🙄

Die untere Collage zeigt euch zwei der zahllosen Arbeitsschritte, die in diesem Sommer auf uns warteten. Sobald die betroffenen Bereiche wieder halbwegs ansehnlich sind, gibt es natürlich auch Fortschrittsfotos 😉.

 

 
 

Sport und Spiel

Nun habe ich aber für heute genug gejammert 😉. Am 27. Juni fand in der Ortschaft, in der mein Cousin mit seiner Familie lebt, ein Familiensportfest statt. Die jüngste Tochter Anna wollte beim Kinder-Fitnessparcour mitmachen - und wir beschlossen, dort mit Jamie ebenfalls hinzugehen. Nachdem für diesen Tag 36 Grad prognostiziert wurden, legten wir unseren Besuch auf den Vormittag - eine sehr gute Wahl. (Am Nachmittag durften wir dann bei meinem Cousin in den Pool 😎💦.) 

Wie ihr seht, musste Oma auch hier ran: Als einer der Trainer die Kinder zu einer Art Tanz-Aerobic einlud, forderte er mich auf, mitzutanzen. Jamie war mit ihm einer Meinung - was blieb mir also anderes übrig? 💃🏻 Zum Glück hatte es um diese Zeit "nur" etwa 30 Grad im Schatten. (Allerdings gab es keinen Schatten weit und breit 😝.)
 
 
Anna, Jamie und Oma tanzen beim Sportfest 😁
  

Im neuen Rock (=skirt) zum Rock-Konzert

 
Vielleicht ist euch in der Sport-Collage mein neuer "Tanzrock" aufgefallen. Den habe ich entdeckt, als wir Günther, meinen lieben "alten" Freund aus WG-Tagen (in den 1980ern), an seiner neuen Arbeitsstätte besuchten. Er verkauft nämlich jetzt Damenmoden im Laden eines Freundes (JM Couture). Und da leuchtete mir von einer der Kleiderstangen dieses seidige, bunte Stufenröcklein entgegen. Günther bot es mir zum Freundschaftspreis an. Ihr wisst ja, dass ich mich beim Ankauf neuer Kleidung sehr zurückhalte - aber da konnte ich praktisch nicht anders 🤩😉.
 

 

 
Zum Sportfest hatte ich es einfach über meinen Badeanzug gezogen - oben seht ihr es hingegen in Kombination mit einem violetten Shirt, einem violetten Second-Hand-Gürtel und der bunten Holzkette, die früher Tina gehört hat und die ich beim Münchner Bloggertreffen 2019 "erswappt" habe.

Und unten seht ihr, zu welcher Gelegenheit ich so angezogen war: Einige Wochen vorher hatten wir in Baden ein Plakat „PINK FLOYD in Concert“ in der Sommerarena entdeckt. Wir wissen natürlich, dass die „echten“ Pink Floyd (leider) schon seit langer Zeit nicht mehr existieren, aber offenbar gibt es autorisierte Musiker, die im Namen von Roger Waters mit den Werken The Wall und The Dark Side of the Moon auftreten. Wir lieben diese Musik und „mussten“ natürlich unbedingt hin!

Oh, und ich kann euch verraten: Die Band war großartig. Wenn ich die Augen zumachte, dachte ich, ich höre das Original. Was für ein wunderschöner Abend!
 
 
 
 

Festival La Gacilly-Baden Photo

Kutlurell geht es auch weiter. Ich habe euch schon mehrmals über dieses tolle, alljährlich stattfindende Fotofestival in unserer Bezirkshauptstadt erzählt - klickt HIER für ein paar Impressionen aus den vergangenen Jahren. Üblicherweise sehen wir uns die Ausstellung "in Raten" an, da die Bilder über mehrere Parks und Straßenzüge verteilt sind. 

Auch in diesem Jahr haben wir es so gehalten: Wann immer wir in Baden zu tun und anschließend noch etwas Zeit hatten, sahen wir uns die eine oder andere Bilderserie an. Alles haben wir noch nicht geschafft, aber wir haben noch Chancen: Das 2026er-Festival dauert bis zum 11. Oktober. In den folgenden beiden Collagen seht ihr die Preisträgerfotos des CEWE-Fotowettbewerbs, die im Badener Kurpark ausgestellt wurden (wo sich auch das Casino und die Sommerarena befinden).
 

  

 
Wie immer gibt es ein Hauptthema - heuer lautet es „SO BRITISH“. Hier setzt sich das Festival auf sehr unterschiedliche Weise mit der Alltags- und Lebenssituation der Menschen in Großbritannien auseinander. 
 

 

 
Auch britische Bands wie die Rolling Stones oder die Beatles sind dabei ein Thema. Eine Bilderserie im Doblhoffpark zeigt die Beatles z.B. bei ihrem Dreh des Films Help in Obertauern. Der Österreichische Skiort wurde durch diesen Film weltberühmt. 
 

 

 
Ein weiterer Erzählstrang widmet sich wie alle Jahre wieder dem Zustand unseres Planeten - mit Reportagen aus mehreren Ländern und Kontinenten, die zum Nachdenken anregen und immer wieder Besucher zum Diskutieren bringen.
 
Die Stockenten im Doblhoffpark beteiligen sich an den Diskussionen nicht. Ihnen scheint es auch egal zu sein, dass es in diesem Jahr keine schwimmenden Bilder im Teich gibt. Hauptsache, es ist genug Wasser und Futter da!
 
 
 
 

Wien-Besuch vom anderen Ende der Welt 🌏

 
Ein ganz besonderes Highlight habe ich mir für den Schluss aufgehoben! Vielleicht könnt ihr euch noch an das KIA-ORA-Shirt erinnern, das ich mir im Jahr 2024 in Neuseeland gekauft habe. Dass ich es am 1. September anzog, hatte einen ganz besonderen Grund.
 

Neuseelandshirt (2024) mit Wickelrock aus Indien (2010)

 

In diesem Blogbeitrag habe ich euch darüber erzählt, wie wir während unserer Reise am 20. März 2024 meine Neuseeländische Blogfreundin Marja persönlich kennengelernt und einen wundervollen Tag mit ihr in Christchurch und Akaroa verbracht haben. Marja stammt ursprünglich aus den Niederlanden (wie der Name ihres Blogs - Dutchcorner - verrät), und im heurigen Jahr machten sie und ihr Mann William sich nach Holland auf, um einerseits Freunde und Verwandte zu treffen und andererseits auch mit einer niederländischen Reisegruppe weitere Teile Europas zu besuchen. 

Als mir Marja schrieb, dass auch Wien auf dem Tourplan dieser Städtereise steht, war für mich klar: Wenn es sich irgendwie machen lässt, müssen wir ein Treffen zustandebringen! Denn Marja und ich sind uns einig: Würden wir nicht so weit entfernt voneinander leben, wären wir garantiert best friends, denn sowohl ihr und mein Innenleben als auch die Dinge, die wir gern unternehmen (Natur, Wanderungen, das Leben auskosten, ausgelassen tanzen, Freunde treffen, aber auch Stille genießen, Fragen an das Leben stellen...) passen sehr gut zusammen. Zum Glück gibt es heutzutage Möglichkeiten, auch über Tausende von Kilometern hinweg Erlebnisse und Gedanken miteinander zu teilen.

 

 

Nun, und wie ihr in der oberen Collage sehen könnt, hat es geklappt 🎉 - juhu 😃: Wir konnten einen schönen und lustigen Abend miteinander verbringen! Marja und William waren nicht direkt in Wien untergebracht, sondern in einem Hotel im nahegelegenen Altlengbach. Von unserem Bezirk Baden aus ist das auch nicht viel weiter entfernt als Wien, und so vereinbarten wir, uns beim Abendessen im Hotel zu treffen. Zur Feier des Tages gab es Wiener Schnitzel für alle 😋 - und für mich auch noch eine ganz besondere Überraschung.

Denn Marja, die wunderschöne Gedichte auf Englisch schreibt, hat vor kurzem ein Buch herausgebracht - und mir geschenkt! Eine Widmung habe ich auch bekommen 😊. Der Titel des Gedichtbandes lautet The Hidden Path - wie auch der Name eines ihrer Gedichte von 2016. Ich liebe Marjas Gedichte, die in mir so viele Bilder entstehen lassen, und werde ihr Buch wie einen Schatz hüten. Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank, du Liebe 🤗😘! 
 


Das war's für heute, liebe Leute. Aber wie weiter oben schon erwähnt, sind noch ein paar sommerliche Erlebnisse unerwähnt geblieben. Mal sehen, wann ich dazu komme, euch darüber zu erzählen, denn das Leben (mit all seinen schönen und weniger schönen, anstrengenden und gemütlichen Seiten) geht hier ja unaufhaltsam weiter 😊.

Beim nächsten Mal wird es vermutlich wieder ein neues Kapitel meines Reiseberichts geben - denn auch unsere Tage im Okanagan Valley bzw. Lake Country brachten uns noch einige schöne Abenteuer. Also, ihr Lieben, bleibt dran 😊👍! 

 

Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: