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Servus ihr Lieben!
Vielen Dank für eure vielen lieben, mitfühlenden und tröstenden Kommentare zu meinem ersten Beitrag über unsere „Frühlingstage zwischen Licht und Schatten“ 💛. Eure Worte haben uns berührt.
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Für Heidis Galeria Himmelsblick, fotografiert beim Klosterwald Heiligenkreuz am 4. Mai 2026. Ich finde, dass die Lücke zwischen den Baumwipfeln ein bisschen wie ein Herz aussieht - was meint ihr? |
Abschied von Anita 🖤
Eine Woche nach dem Erscheinen des vorigen Beitrags ist meine Schwägerin Anita verstorben - nur zwei Wochen nach ihrem 70. Geburtstag 😢. Bei unserem vorletzten Besuch hob sie zumindest zum Abschied noch eine Hand. Bei unserem letzten Besuch im Krankenhaus war sie schon nicht mehr ansprechbar... Aus der Übersiedlung ins Hospiz, die wir bereits vorbereitet hatten, ist leider nichts mehr geworden... 🖤
Wir trösten uns damit, dass ihr Leiden dadurch nicht noch länger dauerte. Nun wird ein Wald 🌳 zu Anitas stiller letzter Ruhestätte werden - wie sie es sich gewünscht hat.
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| Licht und Schatten im Klosterwald Heiligenkreuz. |
Ihr seht unten - neben Anitas Traueranzeige - zwei Fotos, die meinen Mann und seine Schwester zeigen. Besonders berührend finde ich das alte Foto von Anita und Edi aus ihrer frühen Kindheit – ein Bild voller Nähe und gemeinsamer Geschichte. (Die beiden waren nur 13 Monate auseinander.) Das Foto darunter entstand etwas mehr als 60 Jahre später bei einem Spaziergang in der Umgebung von Anitas Wohnort...
Ein Baum im Friedwald 🌳
Anita war gerne in der Natur unterwegs, vorzugsweise beim Walken mit ihren Smovey-Ringen. Auch einer ihrer letzten Wünsche hing mit einer natürlichen Umgebung zusammen: der Wunsch nach einer Baumbestattung.
Wir haben uns für den Klosterwald Heiligenkreuz entschieden, weil dieser in der Nähe von unserem und Anitas Wohnort liegt - in einer wunderschönen Umgebung, inmitten des Wienerwaldes. Am 4. Mai waren wir dort, um für meine Schwägerin einen Baum auszuwählen.
Vielleicht kennen manche von euch diese Form der Bestattung noch nicht: In sogenannten Friedwäldern werden biologisch abbaubare Urnen bei den Wurzeln ausgewählter Bäume beigesetzt. Statt klassischer Grabsteine gibt es dort Wald, Licht und den Wandel der Jahreszeiten.
An diesem Maitag zeigte sich der Friedwald in seiner ganzen Frühlingsfülle – mit Vogelstimmen, jungen Blättern und weiten Teppichen aus blühendem Bärlauch. Eine wunderschöne Atmosphäre.
Wir waren schon eine Stunde vor dem vereinbarten Treffpunkt beim Klosterwald - um ein bisschen zu wandern ... und vielleicht auch schon den einen oder anderen infrage kommenden Baum auszuwählen.
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Das obere Foto stammt nicht aus dem Klosterwald, sondern
aus dem benachbarten Waldstück, in dem wir unsere kleine Wanderung fortsetzten. |
Und wir waren nicht allein dort: Unser Enkel Jamie begleitete uns, stellte Fragen, erzählte uns (wie so oft) seine fantasievollen Geschichten, entdeckte Käfer und Schmetterlinge und half uns dadurch ganz unbewusst, diese schwere Aufgabe in ein angenehmes Erlebnis zu verwandeln. Das ist pure Kindermagie ✨!
In der oberen Collage links seht ihr zwei "aneinandergekuschelte" Bäume. Einer davon trägt eine kleine schwarze Tafel, die ihn als "Gemeinschaftsbaum" auswies. Dieser Baum fiel uns bei unserem Erkundungsgang gleich ins Auge - weil er durch seinen nahen Nachbarn gesellig und freundlich wirkte – Eigenschaften, die gut zu Anita passen 😌
Als der Klosterwald-Mitarbeiter kam, um uns den Wald zu zeigen, sprachen wir ihn gleich auf diesen Baum an - und es klappte: Anitas Urne wird tatsächlich einen Platz unter diesem gesellig-freundlichen Gemeinschaftsbaum erhalten 💚.
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| Der Schmetterling oben rechts ist ein Waldbrettspiel (Pararge aegeria) |
In der oberen Collage seht ihr unter anderem eines der kleinen Namensschilder, die auf den Bäumen angebracht werden. In diesem Fall handelt es sich um einen "Familienbaum", und in das Schildchen wurde nicht nur eine schöne Blüte, sondern auch folgender Spruch eingraviert - eine Botschaft, die mir gefällt:
Ich flog von euch auf leise Weise,
Geh' vor, bin auf der Weiterreise.
Das Weinen weicht dem Lächelnschimmer,
Ihr seid in meinem Herz für immer.
Stift Heiligenkreuz 🏰🌳
Im Anschluss an unseren Termin im Klosterwald wollte Jamie auch noch das Kloster selbst sehen. Darüber freuten wir uns, denn auch dieser Ort besitzt eine besondere Ausstrahlung.
Im August 2019 zeigte ich euch in diesem Blogbeitrag jedoch bereits eine größere Fotoserie vom Stift Heiligenkreuz, deshalb halte ich mich heute kurz damit. Zu Beginn eine Collage von 2019, wenn ihr mehr davon sehen wollt, klickt bitte auf den Link zum damaligen Post.

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Zunächst dachte ich, dieser zweite Teil von "Frühlingstage zwischen Licht und Schatten" würde vielleicht nur aus Bildern von unserem Ausflug nach Heiligenkreuz bestehen. Doch während ich begann, die Collagen zu basteln und euch nach und nach über diesen gemeinsamen Tag zu erzählen, wurde mir erneut bewusst: Auch in Zeiten des Abschieds hört das Leben nicht auf.
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Es wird jedoch anders – zumindest für eine Zeit, so viel steht fest.
Der Anruf, der uns von Anitas Tod in Kenntnis setzte, überraschte und erschütterte uns zutiefst, obwohl wir doch gewusst und erwartet hatten, dass sie nicht mehr lange leben würde. Und obwohl ein Teil von uns auch darauf gehofft hatte, dass sie sich nicht lange quälen muss.
Man hatte uns darauf vorbereitet und wir hatten es Anita angesehen - aber innerlich hatten wir es noch längst nicht akzeptiert. Es war dieses Tempo, das uns am allermeisten erschüttert hat. Zwei Monate zuvor war sie noch eine lebenslustige Frau gewesen, die Pläne hatte und nicht ans Sterben dachte. Jedenfalls soweit wir wissen.
Tröster auf leisen Pfoten 🐱🐾
Ich weiß nicht, wie es für euch ist - für Edi und mich ist der Kontakt mit Tieren immer wieder tröstlich. Wir hatten sogar den Eindruck, dass Chiller an den ersten Tagen nach der traurigen Nachricht sich besonders häufig anschmiegte, aber vielleicht interpretieren wir das nur hinein.
Zuweilen ist Chiller auch ein kleiner Clown. Es macht zum Beispiel Freude, ihm beim Spielen mit seinem Leckerli-Rondell zuzusehen - er benimmt sich dann wie ein junges Kätzchen. Aber danach muss er sich natürlich wieder ausruhen:
Outfit mit Katze 👗🐈
Die folgenden Fotos stammen noch aus der Zeit, als wir Anita regelmäßig im Spital besuchten. Wenn wir den Besuch nicht gerade mit einer Wanderung kombinierten, versuchte ich mich für Anita stets ein bisschen zurechtzumachen, und manchmal war dann auch noch Zeit für ein Outfit-Shooting - teilweise mit einem kleinen Foto-Bomber namens Chiller.
Weil ich bei Tina und Sunny gelesen hatte, dass derzeit wieder Krawatten in der Damenmode Einzug gehalten haben, kramte ich in den vergangenen Wochen mehrmals jene Seidenkrawatten hervor, die ich Edi vor ein paar Jahren abgeknöpft habe. Ihr könnt hier meinen Beitrag von 2019 dazu anklicken. Und hier einen Krawatten-Trendguide. Ihr seht also: Ich bin super-trendy. Und das schon seit JAHREN 😜
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Um den Hals mag ich Krawatten an mir nicht - ich bevorzuge die Gürtel-Variante. Und da derzeit ein paar Hosen zu rutschen begonnen haben, kann ich sowieso ein paar Gürtel mehr brauchen 😉 |
Besuch von Mimon 🥂
Einchecken im Papierfabrik Varieté ✈
Eine Jacke für alle Fälle 🧥
Ostern 2026 🐣🐇
Radel-Partien 🚲🌿
Mein cooler Second-hand Mantel 😎
Der Astronaut – Project Hail Mary 🚀
Vögel und Schmetterlinge 🐦🦋
Nun habe ich wieder etwas Natur für euch - größtenteils aus unserem Garten: Im frühen Frühling, als die Sträucher und Bäume noch nicht so stark belaubt waren, konnten wir einige Singvögel an den Futterstationen beobachten: Zunächst waren es hauptsächlich Kohlmeisen, später kamen Grünfinken dazu, die vermutlich in der Nähe ein Nest haben oder hatten. Auch Amseln nisteten wieder in unseren Büschen.
Ein brauchbares Foto gelang uns aber nur von dem Sperling, und von unserem "speziellen Gartengast", dem Fasanenhahn, konnten wir diesmal mit der Sony durchs Fenster auch ein paar bessere Bilder als zuletzt knipsen. Durchs "weichzeichnende" Fliegengitter fotografierte ich ein Europäisches Rotkehlchen. Und gehört haben wir (laut MerlinApp) außerdem eine Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) - die kenne ich aus dem Wald, aber hier im Garten hatten wir sie, soweit ich weiß, noch nicht.
An Schmetterlingen konnte ich im April-Garten einen C-Falter (Polygonia c-album) und einen Kleinen Fuchs (Aglais urticae) fotografieren und beim Walken ein Tagpfauenauge (Aglais io).
Hemdblusenkleid mit japanischem Gürtel 👘
Mit Jamie bei den Tieren vom Marchfeld 🌳🐐
In meinem Winter-Rückblick von Anfang März erzählte ich euch u.a., dass wir mit Jamie die Wildpferde von Marchegg besucht haben. Dieses WWF-Naturreservat in den Marchauen ist aber noch für eine zweite Tierart berühmt: Hier nistet die größte Weißstorchkolonie Mitteleuropas in Bäumen (und teilweise auch auf Schornsteinen), und die wollten wir unserem Enkelkind ebenfalls zeigen. Also unternahmen wir am 18. April einen Ausflug mit ihm. Jamie war vor allem beeindruckt von der Größe der Vögel, als sie über uns hinwegflogen. Aber wir konnten ihn davon überzeugen, dass sie keine Menschen fressen 😅.
In diesem Blogbeitrag von 2022 zeigte ich euch viele Fotos der Störche und erzählte euch außerdem, dass das Reservat Lebensraum für zahlreiche weitere Tiere ist - z.B. für den Rotmilan (Milvus milvus). Damals bekamen wir keinen zu Gesicht, diesmal aber schon - sogar ziemlich spektakulär, denn wir erlebten einen Luftkampf zwischen dem Milan und einem Turmfalken. Fotos gelangen uns aber keine - wir hatten wieder einmal nur unsere Smartphones dabei...
Outfit-Variationen in Lila und Olivgrün 💜🌿
Die frühlingshafte Natur macht's uns ja immer wieder vor, und auch bei Sunny konnte ich es lesen: Lila- und Grüntöne (bzw. Oliv) sind auch modisch betrachtet eine angesagte Kombination im Jahr 2026. Zum Glück besitze ich schon seit vielen Jahren Kleidungsstücke in diesen Farben (genauer gesagt: die Cordjacke habe ich vor langer Zeit von beige auf Lila umgefärbt). Die Schuhe kennt ihr von meinen Lauf-Versuchen. Sie sind aber auch zum Gehen mordsbequem - und passen zu diversen Lila-Oliv-Mixturen:
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| Hier ist außer den Laufschuhen nur der Gürtel "neu" (aus dem Second-Hand-Henry-Laden) |
Murals aus Kanada 🎨
Mit dem Baum im Klosterwald hat dieser Blogbeitrag begonnen, mit gemalten Bäumen endet er - und so schließt sich der Kreis... wie sich auch Lebenskreise eines Tages schließen.
Obwohl uns die so plötzlich aufgetretene Erkrankung Anitas und ihr jäher Tod ziemlich stark mitgenommen haben, versuchen wir dies alles als Teil des Lebens anzunehmen. Soweit wir wissen, ereilt es jeden von uns eines Tages, früher oder später. Und wenn wir zu jenen gehören, die es später ereilt, werden die Abschiede mehr.
Vielleicht gelingt es uns nach und nach, diese Abschiede ein wenig mehr so zu betrachten wie in dem obigen Gedicht: als Weiterreise eines lieben Menschen, der uns vorausgegangen ist.
Vielleicht besteht die Kunst des Lebens letztlich nicht darin, den Schatten zu entkommen, sondern trotz allem das Licht nicht aus den Augen zu verlieren.
Und vielleicht wird dann eines Tages sogar aus dem Weinen wieder ein leiser "Lächelnschimmer" 💚
T r a u d e





















































