Sonntag, 25. Januar 2026

Reisebericht 2025 – drei Parks am Ontariosee 🇨🇦

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>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".  


Hello, ihr Lieben!

 

Vielen Dank für all eure Besuche und Kommentare zu meinem vorigen Reiseberichtskapitel Vogelbegegnungen, deutsche Spuren und ein besonderer Tag bei Kitchener, in dem ich euch über unser Treffen mit David und Miriam erzählte. 

Unsere Zeit in Ontario ging dem Ende entgegen. Doch auch am nächsten Tag gab es einige Naturerlebnisse - was nicht weiter verwunderlich ist, da wir bei der Rückreise in Richtung Toronto einem Tipp Davids gefolgt sind.  

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9. September 2025 - Ein letzter Naturtag in Ontario 🌿🐦

Nach dem Frühstück im Bristow’s Inn – mit bereits vor unserem Erwachen vorbereitetem Kaffee sowie Gebäck, Butter, Marmelade, Früchten und Joghurt – verließen wir unser denkmalgeschütztes Quartier in Elmira und fuhren etwa eine Stunde ostwärts nach Burlington
 
 
 
 

LaSalle Park & Marina 

 
Aufgrund seiner vielfältigen Lebensräume - wie Uferzonen, Wälder und offene Gewässer - ist der LaSalle Park in Burlington ein Ort, der sich gut zur Vogelbeobachtung eignet. Wer Davids Blog kennt, weiß auch, dass er selbst immer wieder hierherkommt - zuletzt im Dezember 2025 mit einer sehr interessierten Eltern-Kinder-Gruppe.
 

 
Im Uferbereich bekamen wir einige Wasservögel zu sehen -  Enten, Möwen, Kormorane, Kanadagänse, Trompetenschwäne konnten wir erkennen. (David und Miriam hätten uns sicherlich auf den einen oder anderen speziellen Vogel aufmerksam gemacht - Edi und ich sind diesbezüglich leider keine Spezialisten...) 
 

 
Später spazierten wir einen der Waldwege entlang - und ganz besonders freuten wir uns, dass es uns dort gelang, abermals einen Rotkardinal (Cardinalis cardinalis) zu entdecken, der sich sogar bereitwillig fotografieren ließ! 
 
Die übrigen Singvögel waren leider kamerascheu - vermutlich hätten wir einen Sack mit Davids Sonnenblumenkernen benötigt... Aber immerhin zeigten sich wieder einige Grauhörnchen (die vermutlich auch auf Futter hofften 😉).
 

 

 

Paletta Lakefront Park & Mansion

Als nächstes besuchten wir das sogenannte "Kronjuwel Burlingtons": Dieser geschichtsträchtige Park an der Uferpromenade des Lake Ontario hat von naturbelassenen Landschaften, herrlichen Ausblicken aufs Wasser und gepflegten Gärten bis zu vier denkmalgeschützten Gebäuden - darunter einem Herrenhaus und einem Kinderspielhaus aus den 1930er Jahren - einiges Schönes zu bieten. (Für genauere Informationen klickt bitte auf den Link in der Überschrift.) 

 

Kanadagänse weideten auf den Wiesen des Paletta Parks in großer Zahl.

 

 
Auch hier spazierten wir eine Weile umher und freuten uns an dem endlos weiten Blick über den See, der uns fast an einen Ozean erinnerte. Und wie so oft, spielten Edi und ich mal wieder "Das Imperium fotografiert zurück" 😄📷
 
 
 
 
Auch die Waldpfade im Paletta Park wollten von uns erkundet werden:
 
 
 
Zwischen Baumriesen entdeckten wir Schilder, die uns darauf hinwiesen, welchen Pflanzen und Tieren man hier begegnen konnte. Was die örtlichen Vögel betrifft - bis auf die oben gezeigten Gänse wollten sich hier leider keine fotografieren lassen... 

 

 

 
Auf einem der Pfade kamen wir zu dem bereits erwähnten Spielhaus, dem sogenannten „Dollhouse“. Es wurde in den 1930er-Jahren von der damaligen Besitzerin des Anwesens für ihre kleine Tochter Dorothy errichtet – und war sogar mit Elektrizität und fließendem Wasser ausgestattet. Ein für die meisten Kinder unerreichbarer Traum. 
 
Alte Fotografien auf einer Informationstafel zeigen das Mädchen beim Spielen: Es wird berichtet, dass Dorothy in ihrem Dollhouse Sommer-Teeparties mit Puppen und anderen Kindern abhielt und später ihre eigenen Kinder vom Herrenhaus aus dort beim Spielen beobachtete.
 
 
Das einzigartige historische Puppenhaus - größer als der Geräteschuppen in unserem Garten! 
Leider war das Häuschen versperrt - ich hätte mir das Innere gern angesehen.


Das Herrenhaus selbst konnten wir an diesem Tag nicht besichtigen. Dafür erfuhren wir, dass Dorothys Mutter, die Industriellentochter Edythe Merriam MacKay, die Gestaltung des gesamten Anwesens mit großer Leidenschaft vorantrieb, um ein besonderes Zuhause für ihre Familie zu schaffen. 

Auf ihren häufigen Reisen nach Europa und in den Süden der USA, erstand sie außergewöhnliche Möbel, Wandverkleidungen, Fliesen und Teppiche für das Herrenhaus.
 
 
Paletta Mansion aus den frühen 1930er Jahren
 

Wir erfuhren durch verschiedene Schilder außerdem, wie die High Society der Gegend einst lebte und ihre Freizeit verbrachte: Dorothy und ihr Vater J.J. ritten auf den Wegen, die wir zu Fuß erkundet hatten, es gab einen Tennisplatz, einen Swimming Pool und formale Gärten; das Haus ist mit Annehmlichkeiten wie einem Ballsaal, einem Speiseaufzug und Bedienstetenräumen ausgestattet.  

Dem Grauhörnchen, das um das Haus streunte, waren diese Annehmlichkeiten bestimmt ziemlich egal - es schien auf der Suche nach einem Platz, der geeignet war, um die Nuss, die es wohl irgendwo erbeutet hatte, gut verstecken zu können:

 

 

 

Auf Nahrungssuche in Oakville / Bronte Harbour 😋🍴🥘

 
Wir hatten keine Nuss erbeutet - und so trieb uns der Hunger allmählich aus dem Lakefront Park. Mit Hilfe von Google versuchten wir in der Nähe des Parks ein nettes Restaurant zu finden. Der erste Versuch scheiterte zwar, aber immerhin entdeckten wir auf dem Parkplatz, der zu dem Lokal gehörte, eine witzige Möwen-Formation (siehe folgende Collage 😆).
 
Letztendlich wurden wir ein paar Kilometer weiter - in der Stadt Oakville, genauer gesagt in der Gemeinde Bronte in Oakvilles Westen - fündig: 
 
Oben der Möwenschwarm, der vielleicht auf etwas wartete (?), unten Edi im Plank, wo wir uns eine Duck Poutine teilten.

 

The Plank Restobar ist ein urig ausgestattetes Lokal, in dem man unserer Erfahrung nach sehr gut essen - und sich auch mit den Leuten am Nachbartisch nett unterhalten - kann 😊: 

In unserem Fall saßen da nämlich zwei jüngere Frauen, und die eine erzählte der anderen, dass sie im Zuge ihrer baldigen Europareise auch Österreich (vielleicht Wien, vielleicht Hallstatt, vielleicht beides?) besuchen wolle! Normalerweise mische ich mich nicht in anderer Leute Tischgespräche ein, aber in diesem Fall hatte die Frau offenbar mitbekommen, dass etwas meine Aufmerksamkeit erregt hatte - sie sah mich fragend an und ich gratulierte ihr zu ihrem Entschluss und erklärte ihr, dass wir aus der Nähe Wiens kommen und auch Hallstatt kennen würden. Das gefiel den beiden Frauen, und so plauderten wir schließlich mit ihnen über lohnende Reiseziele innerhalb Österreichs. Die Frauen wiederum gratulierten uns zu unserer Entscheidung, die Duck Poutine zu probieren - ein kanadisches Nationalgericht, das uns auch wirklich sehr gut schmeckte. 

 

 

Solcherart gestärkt brachen wir zu einem weiteren Spaziergang dieses Tages auf - diesmal in den (ganz in der Nähe des Lokals gelegenen) Bronte Heritage Waterfront Park - wo mich ganz besonders die von Künstlern bemalten Adirondack Stühle entlang der Promenade begeisterten:
 

 

 

Toronto-Mural

 
Die  kunstvoll bemalten Stühle könnten wir wahrscheinlich schon als Mini-Murals für Samis Linkup gelten lassen - aber ich habe noch die eine oder andere Wandmalerei aus Toronto in meinem Archiv gebunkert. Eines davon, das mir besonders gut gefallen hat, zeige ich euch heute. Es trägt den Titel The Blues:
 

 

Wir entdeckten es bei unserem ausgedehnten Toronto-Spaziergang am 4. September in Chinatown. Ich vermutete da gleich mal so ins Blaue hinein, es könnte sich bei dem Gebäude um einen Jazzclub handeln 💙😉. Inzwischen weiß ich, dass es sich um die Grossman’s Tavern handelt, einen Musik-Pub, der offenbar zu den Wahrzeichen Torontos zählt.

Eine Inschrift auf dem Mural besagt, dass es sich hier um die "Toronto Chinatown Business Improvement Area" handelt und dass das Bild im August 2023 von John Nobrega (assistiert von Allan Bender und Haven Hughes) gestaltet wurde.

Facebook-Infos KLICK

Dieses kurze Zwischenspiel mit dem Toronto-Mural habe ich hier natürlich nicht zufällig eingebaut. Der Kreis unserer kleinen Ontario-Rundreise war dabei, sich langsam zu schließen. Wir kehrten zurück in die Hauptstadt der Provinz, genauer gesagt in die benachbarte Stadt Mississauga, wo sich der Toronto Pearson International Airport befindet.  

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Mississauga

Der Name der Stadt leitet sich vom First Nations Stamm der Mississauga her (einer Untergruppe der Anishinabe), denen das Land Anfang des 19. Jahrhunderts abgekauft wurde.  

Da wir schon früh am nächsten Morgen am Pearsons Airport sein mussten, hatten wir uns entschieden, unseren Leihwagen schon am 9. September zurückzugeben und ein Zimmer ganz nah beim Flughafen zu nehmen.

 

 

 
Unser Hotel für die letzte Nacht in Ontario war das Best Western Plus Travel Hotel Toronto Airport. Einen Teil des Abends verbrachten wir dort an der Bar, wo ich mir ein kühles Bier gönnte und Edi (wenn ich mich richtig erinnere) ein ebenfalls ziemlich kühles Glas Rotwein. (Hunger hatten wir nach der nachmittags genossenen Duck Poutine keinen mehr.) Das blau beleuchtete Schild, das wir dort an der Wand entdeckten, fand ich fotografierenswert: Es entspricht meiner Lebenseinstellung.


 

Damit ging unsere Zeit in Ontario zu Ende – erfüllt von Naturerlebnissen, Begegnungen und vielen erinnernswerten Momenten. Schon bald würden wir weiterziehen, an die kanadische Westküste. Der nächste Abschnitt unserer Reise begann in Vancouver, in British Columbia. Ich hoffe, ihr wollt auch dort wieder mit uns mitreisen!

 

Bis dann, ihr Lieben!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

PS: 

Aus aktuellem Anlass ein youtube-Video für euch. Die wütenden Omas aus Santa Fe sind angewidert von den Verbrechen, der Inkompetenz, der Gier und der Schmierigkeit von Trump und seinen Lakaien. Das Video ist zwar schon ein paar Monate alt, aber aktueller denn je.
 
 


Sonntag, 11. Januar 2026

Reisebericht 2025 – Vogelbegegnungen, deutsche Spuren und ein besonderer Tag bei Kitchener 🇨🇦

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Hello from Ontario, liebe Freunde!

 

Ich hoffe, ihr seid angenehm durch die Feiertage gekommen und gut im Jahr 2026 gelandet. Happy New Year euch allen! Herzlichen Dank für eure Gedanken, Weihnachts- und Neujahrsgrüße und eure Besserungswünsche zu meinem vorigen Post. Inzwischen sind wir Rostrosen wieder gesund und munter - und es kann weitergehen mit meinem neuesten Reiseberichtskapitel!

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Nach den stillen Wegen entlang des Oxford Thames River in Beachville führte uns unsere Reise weiter nach Elmira, einer kleinen Ortschaft nördlich von Kitchener in der Waterloo Region
 

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Ankommen mit Geschichte: Das Bristow’s Inn in Elmira 

 
Unser Quartier war ein toller Tipp meines Blogfreunds David, mit dem wir für den nächsten Morgen ein Treffen vereinbart hatten: Das Bristow’s Inn entpuppte sich vor Ort als denkmalgeschütztes Haus mit Geschichte – und als ausgesprochen angenehmer Ort zum Ankommen. (Wir hatten bei der Buchung keine Ahnung, dass wir in einem B&B nächtigen würden, das sogar in einem Wikipedia-Artikel genannt wird!)
 
 
Die Einrichtung erinnerte uns an ein nostalgisches Puppenhaus...
 
 
Unser Zimmer war die Edward Bristow Suite  - passend zum Stil der Entstehungszeit gestaltet, wie alle Gästezimmer des Hauses. (Ihr könnt euch auf der Homepage durch Fotos der einzelnen Räumlichkeiten klicken und euch auch mit der Geschichte des Hauses vertraut machen.)
 

Unser Schlafgemach (großes Foto und Frisierkommode unten rechts)

 

Deutsche Wurzeln in der Waterloo Region 

Elmira selbst erzählt - wie viele Orte dieser Gegend - von frühen europäischen Siedlern, von deutschsprachigen Einflüssen und von Glaubensgemeinschaften, die das Bild der Region bis heute prägen. Mennoniten mit Wurzeln in Mitteleuropa gehören ebenso dazu wie lutherische Gemeinden.

Seht ihr die deutschsprachige Inschrift in der Mitte der folgenden Collage? Sie befindet sich auf einem Eckstein der evangelisch-lutherischen St. Jacobus Kirche (im Englischen: St. James Church) - ihr könnt hier mehr über die Geschichte der Kirche lesen. Das Foto der Kirche ist links daneben. 

 

 
Auf deutsche Ortsnamen, Familiennamen oder Inschriften stößt man in der Waterloo-Region unentwegt. Der Kaffeebecher weist auf eine Coffee Company in der Ortschaft Baden hin - was uns besonders gefiel, da der Bezirk, in dem wir leben und unsere Bezirkshauptstadt ebenfalls Baden heißen 😀. 
 
Wir entdeckten außerdem ein kanadisches Mannheim, ein New Hamburg und Bamberg - und Kitchener trug bis 1916 den Namen Berlin. (Dann gab es aufgrund des Ersten Weltkriegs deutschfeindliche Strömungen und der Ort wurde nach einem britischen Kriegsminister in Kitchener umbenannt. Es gibt aber immer noch ein alljährliches Oktoberfest und einen Christkindlmarkt in Kitchener.) Doch auch Ortsnamen wie London, New Dundee, Breslau oder Chesterfield begegneten uns.
 
   

Farbtupfer im Ort ... 

... für Samis Monday Mural

8. September 2025 - ein besonderer Tag: Zwei Vogel-Touren mit David

Für uns war Elmira vor allem der Ausgangspunkt für ein besonderes Kennenlernen. Denn wenige Kilometer von dort entfernt - in Kitchener - lebt David, den ich bislang nur durch seinen Blog Travels With Birds kannte. Mit ihm (und teilweise auch mit seiner Frau Miriam) verbrachten wir einen reichen Tag voller Gespräche, gemeinsamer Wege und intensiver Tierbeobachtungen.
 
 
Links oben Miriam, die ebenso naturbegeistert ist wie David und einen hervorragenden fotografischen Blick für Details besitzt.
 
David und ich hatten uns schon im Dezember 2024 per Email über unsere Reisepläne unterhalten und im Frühjahr 2025 auf einen passenden Termin im September geeinigt - und David hatte mir versprochen, dass er die chickadees (Meisen) and nuthatches (Kleiber) auf österreichische Hände vorbereiten würde 😊. Wir waren gespannt: Ob die Vögel tatsächlich auf unseren Händen landen würden? Kommt einfach mit und lasst euch die herbstliche Natur in der Waterlo Region zeigen.
 

Der Mill Race Trail – ein Morgen voller Beobachtungen  

Kanadareiher und Streifen-Backenhörnchen hießen uns beim Mill Race Trail Willkommen

 
Über diesen ersten Ausflug des Tages hat euch David in seinem Post The Mill Race with Visitors from Austria... bereits das Wichtigste erzählt 😎.
 
Ich begnüge mich also damit, euch ohne viele Worte ein paar unserer Fotos davon zu zeigen - wobei ich gestehen muss, dass ich mir auch einige wenige von Miriams Fotos "ausgeliehen" habe. Den Eisvogel zum Beispiel (untere Collage), der uns beim Conestogo River begegnete, konnte nämlich ausschließlich sie fotografisch einfangen - Edi und ich waren dafür zu langsam.
  
Der kleine Kleiber unten rechts wollte Davids Körner lieber vom Boden als von der Hand picken.
 
 
Unterwegs fand ich das perfekte Herbst-Ahornblatt. Miriam fotografierte mich, als ich es an meinem Herzen platzierte - und ihr könnt das gerne als Statement betrachten: Wir Rostrosen haben ein Herz für Kanada 😊🍁!
 

Die Libelle ist laut David ein Meadowhawk (Genus Sympetrum) 

 
Zu fast jeder Pflanze, fast jedem kleinen Tier am Wegesrand konnte David uns etwas Wissenswertes erklären. Es würde jetzt zu weit führen, alles wiederzugeben, doch in Davids Blog könnt ihr regelmäßig viel lernen.
 

Der Vogel links ist ein Dunenspecht - Downy Woodpecker (Dryobates pubescens) , der andere eine Schwarzkopfmeise - Black-capped Chickadee (Poecile atricapillus).

 
Was die pelzige Raupe rechts in der nächsten Collage betrifft, habe ich von David erfahren, dass es sich um eine Hickory Tussock Moth caterpillar (Lophocampa caryae) handelt.
 

Stockenten 🦆 erkennen (und lieben) wohl die meisten von uns 😊. 

 

 
Und hier war es endlich so weit: Die süßen Meisen kamen tatsächlich auf Edis und meine Hand, um sich ein paar Sonnenblumenkerne zu holen. (Die Kleiber trauten sich leider nur zu David... da hat er wohl doch zu wenig Werbung für uns Österreicher gemacht 😉.) 
 
Ein wundervolles Erlebnis!
 
Nach einer Weile kamen wir in der Ortschaft St. Jacobs an. Dort entdeckte Miriam am anderen Flussufer einen Fischadler. Wir hatten leider nur die Kamera mit dem "Reiseobjektiv" dabei (die andere lag friedlich im B&B 😕) - deshalb ist unser Foto relativ undeutlich. HIER könnt ihr Miriams viel besseres Foto sehen.
 

 

 
In St. Jacobs gibt es auch das Eco Cafe, wo wir eine kleine Pause mit Getränken und Snacks machten und die Wandmalereien im Inneren bewundern konnten:
 
Noch ein paar Murals für Sami 😊

 

Einblicke in eine andere Lebensweise 

 
Zu guter Letzt ist St. Jacobs - ebenso wie Elmira und das ländliche Gebiet rundum - eine Gegend, in der man noch sehr vielen Mennoniten der alten Ordnung - oder ihren traditionellen Pferdekutschen - begegnen kann.

Falls euch - wie mich - interessiert, wodurch sich diese von den Amischen unterscheiden, kann ich euch diesen Artikel empfehlen: in Englisch / in Deutsch

Und hier der Wikipedia-Artikel über St. Jacobs und seine interessante Siedlergeschichte in Englisch / in Deutsch.
 

 

 
Nach unserem Mill-Race-Spaziergang fuhr David mit uns durch eine solche Gegend, wo wir u.a. auch ein mennonitisches Versammlungshaus (anstelle einer Kirche), einen Friedhof sowie eine Schule sahen. Bei letzterer wurde gerade Softball gespielt - und ich finde, der Anblick hatte etwas von einem alten Gemälde:
 
 
  

Gastfreundschaft mit Herz und Geschmack 

 
Nach diesem interessanten Zwischenspiel waren wir zum Lunch in das schöne Zuhause der beiden eingeladen - und während uns David seine beachtliche Büchersammlung zeigte, tischte Miriam all diese wunderbaren Speisen auf 😋: 
 
 

Danach mussten wir uns leider von Miriam verabschieden, die an diesem Nachmittag noch etwas anderes zu erledigen hatte - doch David hatte noch einen weiteren Ort mit schöner Natur für uns in petto:
 

Nachmittags-Ausflug - Riverside Park

Ein Schwarm Stare hat sich fotogen in einem kahlen Baum versammelt.
 
 
Hier zeigte sich die Tierwelt Ontarios teilweise recht Fotografen-freundlich. Und ich muss zugeben, dass ich ein bisschen neidisch auf die Nordamerikaner bin - immerhin gibt es hier so farbenprächtige Vögel zu sehen wie den Rotkardinal (Cardinalis cardinalis):
 
 
 
 
 
Die Vogelwelt hat außerdem etwas zu bieten, das es in der katholischen Kirche bislang nicht gibt: Weibliche Kardinäle! Diese sind zwar nicht in solch eitles Rot gehüllt wie ihre männlichen Kollegen, aber umso schöner leuchtet ihr orangeroter Schnabel hervor: 
 

 

 
Ebenfalls sehr farbenprächtig zeigt sich der Blauhäher - Blue Jay (Cyanocitta cristata). Der männliche Rotflügelstärling - Red-winged blackbird (Agelaius phoeniceus) macht durch seine schicken rot-gelben Schulterstreifen auf sich aufmerksam.
 

 
Und auch im Riverside Park gab's wieder einige Schwarzkopfmeisen zu sehen. Auf die Hand kamen sie diesmal aber nicht. Sie machten es wie die verschiedenen Hörnchen und holten sich ihre Leckerlis vom Brückengeländer oder vom Boden.

Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus)
Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) - oben in ihrer schwarzen Farbvariante zu sehen.
Auch eine Wasserschildkröte zeigte sich kurz ...
... und abermals ein Kanadareiher - Great Blue Heron (Ardea herodias)

Wenn Niedlichkeit trügt

 
Auf dem Weg zurück zum Parkplatz begegneten uns noch mehrere Grauhörnchen. So niedlich sie auch aussehen, sie gehören zu den 100 als besonders problematisch angesehenen invasiven Arten:
 
Überall, wo sie auftauchen, nimmt die Zahl der Eurasischen Eichhörnchen oder der Rothörnchen stark ab. Übrigens haben sie auch den Ruf der schwarzen Eurasischen Eichhörnchen geschädigt - denn manche verwechseln diese mit den schwarzen Farbvarianten der Grauhörnchen. (Der Unterschied ist vor allem daran zu erkennen, dass das etwas kleinere Eurasische Eichhörnchen Pinselohren hat. KLICK zu mehr Infos.) 
 
So begleiteten uns selbst die letzten Begegnungen dieses Tages noch mit kleinen Denkanstößen – bevor es Zeit wurde, Abschied zu nehmen

 

 
Ein hochinteressanter Tag mit David (bzw. mit David und Miriam) ging zu Ende, einer, der noch lange nachklingen wird. Und ich hoffe, für euch waren die beiden Ausflüge ebenfalls interessant! 
 
Auch der Abschied von Ontario rückte näher. Am folgenden Tag unternahmen wir jedoch noch einen Ausflug nach Burlington, den David uns empfohlen hatte. Doch darüber werde ich euch erst im nächsten Kapitel erzählen. 

 

Herzliche Rostrosen-Grüße
 und alles Liebe

T  r  a  u  d  e

 

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