Montag, 11. Mai 2026

Frühlingstage zwischen Licht und Schatten (Teil 2)

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Servus ihr Lieben!

 

Vielen Dank für eure vielen lieben, mitfühlenden und tröstenden Kommentare zu meinem ersten Beitrag über unsere „Frühlingstage zwischen Licht und Schatten“ 💛. Eure Worte haben uns berührt.

 

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 Für Heidis Galeria Himmelsblick, fotografiert beim Klosterwald Heiligenkreuz am 4. Mai 2026.
Ich finde, dass die Lücke zwischen den Baumwipfeln ein bisschen wie ein Herz aussieht - was meint ihr?

Abschied von Anita 🖤

Eine Woche nach dem Erscheinen des vorigen Beitrags ist meine Schwägerin Anita verstorben - nur zwei Wochen nach ihrem 70. Geburtstag 😢. Bei unserem vorletzten Besuch hob sie zumindest zum Abschied noch eine Hand. Bei unserem letzten Besuch im Krankenhaus war sie schon nicht mehr ansprechbar... Aus der Übersiedlung ins Hospiz, die wir bereits vorbereitet hatten, ist leider nichts mehr geworden... 🖤

Wir trösten uns damit, dass ihr Leiden dadurch nicht noch länger dauerte. Nun wird ein Wald 🌳 zu Anitas stiller letzter Ruhestätte werden - wie sie es sich gewünscht hat. 

 

Licht und Schatten im Klosterwald Heiligenkreuz. 

 

Ihr seht unten - neben Anitas Traueranzeige - zwei Fotos, die meinen Mann und seine Schwester zeigen. Besonders berührend finde ich das alte Foto von Anita und Edi aus ihrer frühen Kindheit – ein Bild voller Nähe und gemeinsamer Geschichte. (Die beiden waren nur 13 Monate auseinander.) Das Foto darunter entstand etwas mehr als 60 Jahre später bei einem Spaziergang in der Umgebung von Anitas Wohnort...

 

 

 

Ein Baum im Friedwald 🌳

Anita war gerne in der Natur unterwegs, vorzugsweise beim Walken mit ihren Smovey-Ringen. Auch einer ihrer letzten Wünsche hing mit einer natürlichen Umgebung zusammen: der Wunsch nach einer Baumbestattung

Wir haben uns für den Klosterwald Heiligenkreuz entschieden, weil dieser in der Nähe von unserem und Anitas Wohnort liegt - in einer wunderschönen Umgebung, inmitten des Wienerwaldes. Am 4. Mai waren wir dort, um für meine Schwägerin einen Baum auszuwählen.

Vielleicht kennen manche von euch diese Form der Bestattung noch nicht: In sogenannten Friedwäldern werden biologisch abbaubare Urnen bei den Wurzeln ausgewählter Bäume beigesetzt. Statt klassischer Grabsteine gibt es dort Wald, Licht und den Wandel der Jahreszeiten.

 

 
 
 
Im Klosterwald übernimmt weitgehend die Natur selbst den Schmuck der Erinnerungsorte. Wilde Blumen, Blätter, Licht und Jahreszeiten verändern den Wald ständig aufs Neue. (Wir entdeckten aber auch kleine bemalte Steine, die wohl sehr junge Angehörige zurückgelassen hatten 😌.) 

An diesem Maitag zeigte sich der Friedwald in seiner ganzen Frühlingsfülle – mit Vogelstimmen, jungen Blättern und weiten Teppichen aus blühendem Bärlauch. Eine wunderschöne Atmosphäre. 

Wir waren schon eine Stunde vor dem vereinbarten Treffpunkt beim Klosterwald - um ein bisschen zu wandern ... und vielleicht auch schon den einen oder anderen infrage kommenden Baum auszuwählen.  


 Das obere Foto stammt nicht aus dem Klosterwald, sondern aus dem benachbarten Waldstück, in dem wir unsere kleine Wanderung fortsetzten.


Und wir waren nicht allein dort: Unser Enkel Jamie begleitete uns, stellte Fragen, erzählte uns (wie so oft) seine fantasievollen Geschichten, entdeckte Käfer und Schmetterlinge und half uns dadurch ganz unbewusst, diese schwere Aufgabe in ein angenehmes Erlebnis zu verwandeln. Das ist pure Kindermagie ✨!

  

 

 

In der oberen Collage links seht ihr zwei "aneinandergekuschelte" Bäume. Einer davon trägt eine kleine schwarze Tafel, die ihn als "Gemeinschaftsbaum" auswies. Dieser Baum fiel uns bei unserem Erkundungsgang gleich ins Auge - weil er durch seinen nahen Nachbarn gesellig und freundlich wirkte – Eigenschaften, die gut zu Anita passen 😌

Als der Klosterwald-Mitarbeiter kam, um uns den Wald zu zeigen, sprachen wir ihn gleich auf diesen Baum an - und es klappte: Anitas Urne wird tatsächlich einen Platz unter diesem gesellig-freundlichen Gemeinschaftsbaum erhalten 💚. 

 

Der Schmetterling oben rechts ist ein Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

 

In der oberen Collage seht ihr unter anderem eines der kleinen Namensschilder, die auf den Bäumen angebracht werden. In diesem Fall handelt es sich um einen "Familienbaum", und in das Schildchen wurde nicht nur eine schöne Blüte, sondern auch folgender Spruch eingraviert - eine Botschaft, die mir gefällt:

Ich flog von euch auf leise Weise, 
Geh' vor, bin auf der Weiterreise.
Das Weinen weicht dem Lächelnschimmer,
Ihr seid in meinem Herz für immer.

 

Stift Heiligenkreuz 🏰🌳

Im Anschluss an unseren Termin im Klosterwald wollte Jamie auch noch das Kloster selbst sehen. Darüber freuten wir uns, denn auch dieser Ort besitzt eine besondere Ausstrahlung.

Im August 2019 zeigte ich euch in diesem Blogbeitrag jedoch bereits eine größere Fotoserie vom Stift Heiligenkreuz, deshalb halte ich mich heute kurz damit. Zu Beginn eine Collage von 2019, wenn ihr mehr davon sehen wollt, klickt bitte auf den Link zum damaligen Post.

 


 
Wie schon vor knapp sieben Jahren bekam eine der riesigen Platanen im Klosterhof von mir wieder eine Baumumarmung - und diesmal umarmte auch mein Enkelkind mit 😊.



Wir konnten uns erinnern, dass es neben dem schön angelegten Kreuzweg ein Gehege mit Hirschen gegeben hat, deshalb ließ sich Jamie (nach einer Pause im Gastgarten mit einem kleinen Eisbecher 🍨) gern zu einem weiteren Spaziergang überreden.
 
Die Hirsche ließen sich zwar diesmal leider nicht blicken - aber dafür gab es zwei nette Esel und einige Ziegen, die sich streicheln und füttern ließen 🌿🐐: 
 

🌓🌓🌓🌓🌓🌓

Zunächst dachte ich, dieser zweite Teil von "Frühlingstage zwischen Licht und Schatten" würde vielleicht nur aus Bildern von unserem Ausflug nach Heiligenkreuz bestehen. Doch während ich begann, die Collagen zu basteln und euch nach und nach über diesen gemeinsamen Tag zu erzählen, wurde mir erneut bewusst: Auch in Zeiten des Abschieds hört das Leben nicht auf.

🌓🌓🌓🌓🌓🌓 

Es wird jedoch anders – zumindest für eine Zeit, so viel steht fest.
Der Anruf, der uns von Anitas Tod in Kenntnis setzte, überraschte und erschütterte uns zutiefst, obwohl wir doch gewusst und erwartet hatten, dass sie nicht mehr lange leben würde. Und obwohl ein Teil von uns auch darauf gehofft hatte, dass sie sich nicht lange quälen muss.  

Man hatte uns darauf vorbereitet und wir hatten es Anita angesehen - aber innerlich hatten wir es noch längst nicht akzeptiert. Es war dieses Tempo, das uns am allermeisten erschüttert hat. Zwei Monate zuvor war sie noch eine lebenslustige Frau gewesen, die Pläne hatte und nicht ans Sterben dachte. Jedenfalls soweit wir wissen.

 

Tröster auf leisen Pfoten 🐱🐾

Ich weiß nicht, wie es für euch ist - für Edi und mich ist der Kontakt mit Tieren immer wieder tröstlich. Wir hatten sogar den Eindruck, dass Chiller an den ersten Tagen nach der traurigen Nachricht sich besonders häufig anschmiegte, aber vielleicht interpretieren wir das nur hinein. 

Zuweilen ist Chiller auch ein kleiner Clown. Es macht zum Beispiel Freude, ihm beim Spielen mit seinem Leckerli-Rondell zuzusehen - er benimmt sich dann wie ein junges Kätzchen. Aber danach muss er sich natürlich wieder ausruhen:

 

 
Unsere Gastkatze Samia tröstete uns eher mit ihrem schönen Anblick als mit Clownerie. Unten mittig starrt sie in ein Mäuse- oder Rattenloch. Leider hat sie das Nagetier, das unter den Wurzeln des jüngeren Apfelbaumes lebt, noch nicht erwischt... 

 
 
 
Die Kratzbretter sind bei beiden Katzen sehr beliebt. Chiller benützt sie z.B. manchmal als eine Art "Doppelbett". Aber wenn Samia kommt, stellt er ihr die Kratzgelegenheiten ganz Gentleman-like zur Verfügung 😼 (sicherheitshalber - denn wer lässt sich schon gerne anfauchen 😉)...
 
 
 
 

Outfit mit Katze 👗🐈‍

Die folgenden Fotos stammen noch aus der Zeit, als wir Anita regelmäßig im Spital besuchten. Wenn wir den Besuch nicht gerade mit einer Wanderung kombinierten, versuchte ich mich für Anita stets ein bisschen zurechtzumachen, und manchmal war dann auch noch Zeit für ein Outfit-Shooting - teilweise mit einem kleinen Foto-Bomber namens Chiller

Weil ich bei Tina und Sunny gelesen hatte, dass derzeit wieder Krawatten in der Damenmode Einzug gehalten haben, kramte ich in den vergangenen Wochen mehrmals jene Seidenkrawatten hervor, die ich Edi vor ein paar Jahren abgeknöpft habe. Ihr könnt hier meinen Beitrag von 2019 dazu anklicken. Und hier einen Krawatten-Trendguide. Ihr seht also: Ich bin super-trendy. Und das schon seit JAHREN 😜


Um den Hals mag ich Krawatten an mir nicht - ich bevorzuge die Gürtel-Variante. Und da derzeit ein paar Hosen zu rutschen 
begonnen haben, kann ich sowieso ein paar Gürtel mehr brauchen 😉 

Besuch von Mimon 🥂

 
Eine recht ähnliche Kleidungs-Kombination trug ich auch, als uns Ende März unsere Freunde "Mimon" (Michael und Monika) besuchten - jedenfalls waren die Krawatte, der Farbmix von schwarz und rot sowie das Fransen-Häkeljackerl identisch... und beide Anzüge waren gleichermaßen bequem.
 

 

Einchecken im Papierfabrik Varieté ✈ 

 
Ebenfalls gegen Ende März hatten wir wieder einmal Tickets für eine Show in der Papierfabrik. Unter dem Titel "Checking in - Chaos auf der Landebahn" wurde uns eine unterhaltsame und spannende Geschichte von falschen Piloten, skurrilen Passagieren und einem turbulenten Flug erzählt. 
 
 
 
 
Natürlich wurde dabei wieder jede Menge Artistik geboten - z.B. von diesem Burschen hier:
 
 


Eine Jacke für alle Fälle 🧥

 
Die Second-Hand-Raulederjacke von Momox Fashion leistete mir in dieser Zeit mehrfach gute Dienste - hier zum Beispiel mit der weinroten Bluse, die ebenfalls von Momox stammt und die ihr aus dem letzten Post kennt. Die Hose ist alt und gehört zu den Kleidungsstücken, die jetzt wieder bequemer sitzen. Und ja: Auch bei diesem Outfit habe ich eine von Edis Krawatten als Gürtel verwendet:



 
Hier noch zwei weitere Kombinationen mit der Lederjacke - allesamt mit schrankgeshoppter Kleidung. Den Patchwork-Maxirock mag meine Blogfreundin Angel schon seit Jahren ganz besonders an mir, deshalb heißt er für mich jetzt Angel's Rock 😊. Fotobomber-Katze Chiller findet vor allem, dass man sich dahinter gut verstecken kann 😼...



 

Ostern 2026 🐣🐇 

 
Mir war in diesem Jahr nicht allzu sehr nach Osterdeko - ein paar meiner Porzellanhasen durften aber immerhin durchs Wohnzimmer hoppeln. Außerdem kann ich euch zwei Fotos von einer witzigen Oster-Auslagengestaltung in der Fußgängerzone von Baden präsentieren. 
 
Könnt ihr euch noch an das Weihnachtsschaufenster erinnern, das ich euch in diesem Post von Dezember 2025 gezeigt habe? Der Laden für Spielwaren und Kinderkleidung bietet immer wieder originelle Tischgesellschaften. Rund um den Jahreswechsel hingen beispielsweise ein paar völlig derangiert aussehende Plüsch-Gestalten dort herum 😵😵‍💫 - die hatten ganz offensichtlich zu viel gefeiert 🍾🥂😅: 
 
 
Rückblick auf das Silvester-Schaufenster 🤪
 
 
Die Hasengesellschaft, die sich dort zu Ostern versammelt hat, wirkte hingegen ganz gesittet und genoss Karotten von blau umrandeten Tellern. Die Tassen auf der Anrichte und die Gläser auf dem fein gedeckten Tisch sind mein Beitrag zu Elizabeth' T Stands For Tuesday ☕🍸.
 
In der Karwoche kamen "Ratschenkinder" zu uns - eine alte Ostertradition in Österreich. Marie-Claire, die Frau meines Cousins Norbert, schickte mir Ostergrüße mit einem Foto ihrer beiden jüngeren Kinder, die ebenfalls mit Ratschen unterwegs waren (unten Mitte).
 
 
 
 

Radel-Partien 🚲🌿

 
Wir versuchten auch in diesem Frühjahr zu so viel Bewegung wie möglich zu kommen - das heißt, wir verbanden kleinere Wanderungen oder Spaziergänge mit Anita-Besuchen, trainierten im Fitnesszentrum, wenn Zeit dafür war, und Edi ging laufen *). 
 
*) Wie ihr wisst, habe ich vor kurzem ebenfalls einige Lauf-Versuche gestartet, doch zuletzt hatte ich dabei kein so gutes Gefühl (ich weiß nicht, ob es meinen Beinen so gut tut) - deshalb ging ich lieber wieder walken oder stieg auf mein Fahrrad. 
 
Hier unten habe ich ein paar Fotos von zwei kleinen Radausflügen im März, als der Bärlauch gerade austrieb und neben einem Radweg hübsche rosa Hyazinthen blühten. Der Fluss, an dem ich vorbeiradelte, führte nur wenig Wasser - auch die Bauern stöhnen, denn der Frühling in unserer Region bot zwar teilweise recht starke Temperaturschwankungen, war aber viel zu trocken.




Mein cooler Second-hand Mantel 😎

 
Manchmal lag aber doch etwas Regen in der Luft 💦. Und wenn kein Wetter für die Lederjacke und auch keins für Radausflüge war, durfte ein weiteres bei Momox fashion erstandenes Kleidungsstück aus dem Schrank: mein "preloved" schwarzer Kunstledermantel. Er hat mir vom Foto her auf den ersten Blick gefallen. Ein Kleidungsstück, das ich gern schon gehabt hätte, als ich noch jung war und fast ständig schwarz trug. 
Inzwischen bin ich bunter, aber ein Mantel wie dieser gefällt mir immer noch. Und als ich spürte, dass er sich wie weiches Leder anfühlt, war die Begeisterung noch größer. Einziger Nachteil: Dieser Mantel hat keine Knöpfe oder sonstigen Schließen. Er ist wohl einzig dazu da, offen getragen zu werden und dabei cool auszusehen. Doch wenn es nötig ist, behelfe ich mir mit einem schwarzen Stretchgürtel aus meinem Fundus. Und mit Schals.
 
 
 
 
 

Der Astronaut – Project Hail Mary 🚀

 
Unter anderem warf ich mich für einen Kinobesuch in diesen Mantel. Das bequeme Darunter war ein schwarzes Shirt, meine schwarz-bunte Kimono-Jacke und eine schwarze Stretchhose, die ich eigentlich als Gymnastikhose gekauft habe, aber so gerne an mir mag, dass ich sie eher zu Hause - und manchmal auch zum Ausgehen - trage. Dazu meine Öko-Bio-Stiefletten mit den roten Schuhbändern und mein rot-getupfter Schal.
 
Fotografiert hat Edi mich vor dem Mural in der SCS, das ich euch HIER schon genauer gezeigt habe. Gleich daneben befndet sich das Kino, in dem wir uns diesmal den Film Der Astronaut – Project Hail Mary mit Ryan Gosling ansahen. Die Romanvorlage stammt - wie schon bei dem Film Der Marsianer - von Andy Weir. Und in beiden Fällen hat uns sowohl das Buch als auch die Verfilmung sehr gut gefallen, weil jeweils der Mix einer spannenden Story mit Humor und Herzenswärme für uns passte. 
 



Vögel und Schmetterlinge 🐦🦋  

Nun habe ich wieder etwas Natur für euch - größtenteils aus unserem Garten: Im frühen Frühling, als die Sträucher und Bäume noch nicht so stark belaubt waren, konnten wir einige Singvögel an den Futterstationen beobachten: Zunächst waren es hauptsächlich Kohlmeisen, später kamen Grünfinken dazu, die vermutlich in der Nähe ein Nest haben oder hatten. Auch Amseln nisteten wieder in unseren Büschen. 

Ein brauchbares Foto gelang uns aber nur von dem Sperling, und von unserem "speziellen Gartengast", dem Fasanenhahn, konnten wir diesmal mit der Sony durchs Fenster auch ein paar bessere Bilder als zuletzt knipsen. Durchs "weichzeichnende" Fliegengitter fotografierte ich ein Europäisches Rotkehlchen. Und gehört haben wir (laut MerlinApp) außerdem eine Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) - die kenne ich aus dem Wald, aber hier im Garten hatten wir sie, soweit ich weiß, noch nicht.

An Schmetterlingen konnte ich im April-Garten einen C-Falter (Polygonia c-album) und einen Kleinen Fuchs (Aglais urticae) fotografieren und beim Walken ein Tagpfauenauge  (Aglais io)

 


Hemdblusenkleid mit japanischem Gürtel 👘

 
Weil es gerade gut zu den Farben der obigen Collage passt, zeige ich euch nun eine neue Kombination mit meinem Gudrun-Sj*den-Mantelkleid: Das Darunter ist viele Jahre alt und meinen regelmäßigen LeserInnen bekannt, aber der Gürtel ist neu. Es handelt sich um den zweiten Wendegürtel, den ich mir aus dem von der Japanreise mitgebrachten Obi schneidern ließ. (Im vorigen Post saht ihr den anderen Gürtel und seine dunklere Seite.) 
 

 

Mit Jamie bei den Tieren vom Marchfeld 🌳🐐

In meinem Winter-Rückblick von Anfang März erzählte ich euch u.a., dass wir mit Jamie die Wildpferde von Marchegg besucht haben. Dieses WWF-Naturreservat in den Marchauen ist aber noch für eine zweite Tierart berühmt: Hier nistet die größte Weißstorchkolonie Mitteleuropas in Bäumen (und teilweise auch auf Schornsteinen), und die wollten wir unserem Enkelkind ebenfalls zeigen. Also unternahmen wir am 18. April einen Ausflug mit ihm. Jamie war vor allem beeindruckt von der Größe der Vögel, als sie über uns hinwegflogen. Aber wir konnten ihn davon überzeugen, dass sie keine Menschen fressen 😅.

In diesem Blogbeitrag von 2022 zeigte ich euch viele Fotos der Störche und erzählte euch außerdem, dass das Reservat Lebensraum für zahlreiche weitere Tiere ist - z.B. für den Rotmilan (Milvus milvus). Damals bekamen wir keinen zu Gesicht, diesmal aber schon - sogar ziemlich spektakulär, denn wir erlebten einen Luftkampf zwischen dem Milan und einem Turmfalken. Fotos gelangen uns aber keine - wir hatten wieder einmal nur unsere Smartphones dabei... 

 

 
 
Anschließend fuhren wir mit unserem Enkelsohn weiter zum Barockschloss Hof: Bei diesem Marchfeldschloss gibt es nicht nur einen riesigen Spielplatz, der Jamie begeisterte, sondern auch jede Menge Tiere, die sich teilweise sogar streicheln lassen (Ziegen & Schafe im Streichelzoo) oder sehr nah herankommen (wie das süße Ziesel). 
 
Schloss Hof und seine Viecher (und weitere Marchfeldschlösser) habe ich euch in diesem Post von 2020 schon näher vorgestellt. 



Outfit-Variationen in Lila und Olivgrün 💜🌿

Die frühlingshafte Natur macht's uns ja immer wieder vor, und auch bei Sunny konnte ich es lesen: Lila- und Grüntöne (bzw. Oliv) sind auch modisch betrachtet eine angesagte Kombination im Jahr 2026. Zum Glück besitze ich schon seit vielen Jahren Kleidungsstücke in diesen Farben (genauer gesagt: die Cordjacke habe ich vor langer Zeit von beige auf Lila umgefärbt). Die Schuhe kennt ihr von meinen Lauf-Versuchen. Sie sind aber auch zum Gehen mordsbequem - und passen zu diversen Lila-Oliv-Mixturen: 

 

Hier ist außer den Laufschuhen nur der Gürtel "neu" (aus dem Second-Hand-Henry-Laden)


Murals aus Kanada 🎨

 
Ich kann euch diesmal kein aktuelles Wandbild aus Österreich bieten. Aber ich habe euch von unserer Kanada-Asien-Reise noch längst nicht alle gezeigt. 
 
Hier kommen zwei aus der Ende März vorgestellten kanadischen "Mural-Stadt" Chemainus, die ich ausgewählt habe, weil darin Bäume eine Rolle spielen 🌳 (Okay, in Chemainus spielen auf vielen Murals Bäume eine Rolle... schließlich handelt es sich um einen Ort, der durch die Holzverarbeitung zu Wohlstand kam... aber ich meinte natürlich lebendige Bäume!) 


 

Mit dem Baum im Klosterwald hat dieser Blogbeitrag begonnen, mit gemalten Bäumen endet er - und so schließt sich der Kreis... wie sich auch Lebenskreise eines Tages schließen.

Obwohl uns die so plötzlich aufgetretene Erkrankung Anitas und ihr jäher Tod ziemlich stark mitgenommen haben, versuchen wir dies alles als Teil des Lebens anzunehmen. Soweit wir wissen, ereilt es jeden von uns eines Tages, früher oder später. Und wenn wir zu jenen gehören, die es später ereilt, werden die Abschiede mehr.

Vielleicht gelingt es uns nach und nach, diese Abschiede ein wenig mehr so zu betrachten wie in dem obigen Gedicht: als Weiterreise eines lieben Menschen, der uns vorausgegangen ist.
Vielleicht besteht die Kunst des Lebens letztlich nicht darin, den Schatten zu entkommen, sondern trotz allem das Licht nicht aus den Augen zu verlieren.
Und vielleicht wird dann eines Tages sogar aus dem Weinen wieder ein leiser "Lächelnschimmer" 💚


 

Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 



 

 


Dienstag, 21. April 2026

Frühlingstage zwischen Licht und Schatten (Teil 1)

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Eine wichtige Info vorab:

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Servus ihr Lieben!

 

Manchmal verläuft das Leben nicht nur in hellen Farben – das haben wir in den letzten Wochen erneut sehr deutlich gespürt.
 
In der Einleitung zu meinem vorigen Blogbeitrag habe ich bereits kurz erwähnt, dass es bei uns im familiären Kreis einen gesundheitlichen Notfall gibt 🚑🛏️ und ich deshalb derzeit womöglich seltener zum Bloggen und Kommentieren komme.

Vielen Dank an alle, die daraufhin so liebe Besserungswünsche geschickt haben 💛. 

 
 
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Ein paar blaue und graue Himmelsblicke für Heidis Galeria Himmelsblick.

 

Zum gesundheitlichen Notfall 🚑👩‍⚕️ 

Ich möchte euch diesbezüglich nicht im Dunklen stehen lassen. Es handelt sich um meine Schwägerin Anita, die Schwester meines Mannes EdiDie Situation ist leider sehr ernst - Anita hat einen offenbar sehr aggressiven Krebs, der bereits mehrfach gestreut hat. Erkannt wurde das erst, als Gehirnmetastasen einen Anfall auslösten. Bis dahin fühlte sie sich gesund und fit, spielte seit vielen Jahren Tennis, traf sich mit Freunden, ging zu Gymnastik und zum Walken in der Natur.

Manchmal schlägt das Leben sehr hart zu. Nun liegt Anita im Krankenhaus und wir wissen leider nach mehreren ausführlichen Arztgesprächen: Es ist keine Heilung mehr möglich 😢. Das Sprechen fällt meiner Schwägerin schwer, weil die Metastasen ihr Sprachzentrum beeinträchtigen, doch sie erkennt uns noch. Zu Beginn durften nur Edi und ich sie besuchen, was wir regelmäßig tun, auch wenn uns all das sehr nahegeht. 

Inzwischen dürfen auch ihre Freunde zu ihr kommen – und es ist schön zu sehen, wie oft sie das tun und wie sehr sie versuchen, Anita noch Freude zu schenken

 

Das Foto von Anita und mir links unten entstand in der Vorweihnachtszeit 2025. Am 13. April war Anitas 70. Geburtstag. 
Einen Tag später hatten wir ein Gespräch mit dem Palliativteam des Krankenhauses...

 

Soviel zu unserer derzeitigen Situation.
Mein Mann und ich sprechen viel darüber, wie schnell sich alles verändern kann – von ‚pumperlgesund‘ zu schwer krank. Wie kostbar gemeinsame Zeit ist. Und wie wichtig es ist, die Dinge zu tun, die man liebt, solange man es kann. 

Wir versuchen daher, uns weiterhin das zu bewahren, was uns Kraft gibt: Bewegung, Natur, Begegnungen mit lieben Menschen. 

Genau solche Begegnungen haben wir auch in den letzten Wochen bewusst gelebt. 💛 
Ich möchte auch weiterhin bloggen, wenn es meine Zeit erlaubt - denn es tut mir gut, euch von unseren Erlebnissen zu erzählen. Ein paar davon fanden noch vor der schlimmen Nachricht statt, andere in der Zeit danach. 


Spaziergang beim Freigut Thallern 🍇🍷

Ein strahlend blauer Himmel und frühlingshafte Weingärten für All Seasons

 

 
Die kleine Wanderung in den Weinbergen von Gumpoldskirchen fand beispielsweise vor einem Besuch bei Anita statt. Wir halten es da so ähnlich wie zu jener Zeit, als meine Mutter in einem Pflegeheim nahe dem Stadtrand von Wien lag und verbinden manche Besuchstage mit aufmunternden Ausflügen in der Umgebung.

Wir starteten beim Freigut Thallern mit einem köstlichen Mittagessen im Klostergasthaus – und bewegten uns dabei an einem Ort mit erstaunlich langer Geschichte. Denn dieses Weingut des Stiftes Heiligenkreuz geht tatsächlich bis ins Jahr 1141 zurück - damals schenkte Markgraf Leopold IV. dieses Gut den Zisterziensermönchen von Stift Heiligenkreuz. Kaum zu glauben, dass hier seit fast 900 Jahren Weinbau betrieben wird!

Heute ist das Freigut nicht nur eine zentrale Weinkellerei, sondern auch ein liebevoll revitalisierter Ort, an dem sich Geschichte, Genuss und Landschaft auf besonders schöne Weise verbinden.

 

 

 
Die alten Gemäuer des Freiguts bieten viele Ritzen, in denen Mauereidechsen leben. An dem sonnigen Frühlingstag sahen wir einige von ihnen geschäftig umherhuschen, aber nur zwei ließen sich fotografieren: 

 
Ein paar Eidechsen für Eileen 🦎☀️
Durch dieses Tor sind wohl keine Riesen geschritten...
 
 
Hier konnten wir ein weiteres Stück des Beethoven Wanderweges kennenlernen. Wer schon länger in meinem Blog liest, weiß auch, dass wir bereits einige Teilstücke dieses Weges gegangen sind.
 
 
Der Wanderweg bot an diesem Tag herrliche Blicke auf den Schneeberg - und die Weinhänge leuchteten frühlingshaft grün.
 
 
Mehrere Greifvögel kreisten über uns, um nach Mäusen (oder vielleicht auch Eidechsen?) Ausschau zu halten. Leider hatten wir nur unsere Smartphones dabei - aber ein paar Turmfalken-Fotos brachten wir immerhin auch damit zustande: 
 
 
Die Turmfalken-Fotos sind natürlich auch für Saturday's Critters und außerdem für Wild Bird Wednesday

 

„Mutter-Tochter-Tag“ in Ungarn 🇭🇺💛

Die Gebäude sind für Farben &Formen in der Stadt, die Getränke hinter den Tellern für T Stands For Tuesday
 
 
Doch gehen wir lieber dort mit den Schilderungen weiter, wo ich bei meinem letzten Rückblick aufgehört habe: Bei der Zeit vor der Nachricht, dass Anita im Krankenhaus liegt: 
 
Mitte März gönnte ich mir einen kleinen „Mädelstag“ mit meiner Tochter: Wir waren in der nahe gelegenen ungarischen Grenzstadt Sopron unterwegs, bummelten dort durch die Altstadt, haben gemütlich beim Italiener gegessen – und dann löste Jana (endlich) ihr Weihnachtsgeschenk ein: Es gab eine entspannte Fußpflege für uns beide, und für sie noch eine Maniküre dazu. Ein richtig feiner, gemeinsamer Wohlfühl-Nachmittag bei angenehm frühlingshaften Temperaturen.
 

 

 
Und das war mein schrankgeshopptes Outfit für den Mädelstag: Mein neuseeländisches Kia-Ora-Shirt, dazu die Second-Hand-Raulederjacke von Momox fashion, meine gemütlich weite Blätterhose und die üblichen Stiefletten. 
 
 
  
 

Lederjackenwetter und die alte gelbe Hose

 
Ganz allgemein bin ich froh, dass sich in diesem Frühling so oft die Gelegenheit bietet, meine "neue" Lederjacke zu tragen - ich mag sie nämlich richtig gern.
 
Und ähnlich froh bin ich, dass mir (dank Gewichtsreduktion) nun wieder meine zwölf Jahre alten currygelben Jeans passen: Aus denen war ich während der letzten drei Jahre "rausgewachsen". Inzwischen habe ich 8 Kilo weniger als vor unserer Kanada-Asien-Reise, und somit ist mein erstes Teilziel erreicht. (Mit Kalorientracker und Sport funktioniert das immer noch sehr gut.)
 
 
 
 
 
Das obere Shirt ist erst ein paar Jahre alt, das untere zeigte ich euch bereits im Post aus 2014 und danach alle Jahre wieder mal. Es gibt einfach Kleidungsstücke, die ich richtig gerne mag, die gute Qualität haben (obwohl sie nicht allzu teuer waren) und die ich so lange trage, bis sie mir vom Körper fallen. Und ich gebe nichts weg, das ich gerne trage, nur weil es mir gerade nicht passt.
 
Mein nächstes Teilziel betrifft übrigens mein Dirndl und mein geblümtes Landhauskleid. (Beide besitze ich seit 2016.) Dazu will ich gerne noch weitere 4 Kilos abnehmen
 
 

 

Ausflug zum Schloss Tribuswinkel 🏰🌳

Über den 18. März gibt es zweierlei zu berichten: Zum einen trafen wir uns an diesem Tag mit unserem tollen Reisebüroteam (Tina Lohr von Columbus Reisen und Matthias Urrisk von Imperial Tours) zu einer Art "Nachbesprechung" der Kanada-Asien-Reise in einem Asia-Restaurant in Traiskirchen 🍜🌞. (Es war deutlich mehr ein Treffen unter Freunden als ein offizieller „Reise-Besprechungstermin“ 😉)

Weil's ein traumhaft schöner Tag war, verknüpften wir damit einen Spaziergang beim nahegelegenen Schloss Tribuswinkel. Es gibt einen zwölf Jahre alten Blogbeitrag von mir, da erzählte ich euch ebenfalls von Spaziergängen bei diesem Schloss. 
 

  

 
Auch damals spitzelte der Bärlauch im Schlosspark schon aus der Erde, aber noch nicht so üppig wie bei unserem diesjährigen Besuch.

Diesmal war ich ohne meine Lederjacke unterwegs, denn zum Treffen mit den Reisebüroleuten wollte ich mich lieber in zwei "Reise-Mitbringsel" hüllen: Den Seiden-Haori (Kimono-Überjacke) kennt ihr schon von meinem Dezemberpost 2025. Ebenfalls aus Japan brachte ich einen Obi (Kimono-Gürtel) mit, denn ich liebe breite Gürtel. 

Diese sind allerdings mehrere Meter lang und werden mit einer großen Schleife gebunden, das ist für mich nicht praktikabel und war so auch nie geplant. Ich brachte den Obi zu unserer bewährten Änderungsschneiderin und ließ mir (vorerst) zwei verschiedene Wendegürtel daraus herstellen. (Vielleicht kommt noch ein Täschchen und oder ein weiterer Gürtel dazu). Einer der Gürtel ist mit Druckknöpfen, und ihr seht ihn hier:
 

 

 
Hier noch ein Blick auf die traumhafte, uralte Platane vor dem Schloss Tribuswinkel. Als ich sie euch 2014 zeigte, durfte man sie noch berühren. Inzwischen wurde ein Sicherheitszaun darum gezogen, was ich gut verstehen kann - denn ich denke, der Baum ist so direkt neben dem Parkplatz nicht ganz ungefährdet - und wurde auch häufig zum Kletterobjekt für Kinder. (Im Schloss ist u.a. ein Kindergarten untergebracht.)
 
 
Für Astrids Mein Freund, der Baum

 

Die folgenden Schilder habe ich teilweise im Schlosspark oder im Schloss selbst fotografiert. Die Tafel links mittig berichtet beispielsweise, dass das Schloss für die Betreuung von Kindern gewidmet ist. 

Das Schild oben links besagt, dass es sich beim Schlosspark um einen "literarischen Park" handelt, in dem Gedanken und Gedichte auf Tafeln präsentiert werden. Unten rechts seht ihr eine dieser Tafeln mit folgendem Zitat von Helmut Maier Moir:

Würden hungernde oder arme Menschen mehr bekommen, 
hätte diese Welt viel weniger Milliardäre und Millionäre.

Die netten Schilder vom Rauchfangkehrer Hopp stammen aus der Ortschaft Tribuswinkel selbst.

 

Für Tom's Signs

Happy Birthday Ingemar 🎿🎉

Ich habe weiter oben erwähnt, dass es rund um den 18. März 2026 gleich zwei Dinge zu erzählen gibt: An diesem Tag feierte auch der ehemalige schwedische Ski-Rennläufer Ingemar Stenmark seinen 70. Geburtstag – und er ist tatsächlich der einzige Sportler, dessen „Fan“ ich jemals geworden bin. (Genaueres dazu in diesem alten Blogbeitrag.)

Und mehr noch: „Stenny“ hat indirekt zu einer ganz besonderen Freundschaft beigetragen. Diese Freundin trägt zufällig denselben Vornamen wie meine Schwägerin – Anita. Ich hoffe, das sorgt nicht für allzu viel Verwirrung. Ihr kennt meine Freundin aus vielen Blogbeiträgen, z.B. aus meinem Beitrag über unsere gemeinsame Irland-Reise 1995.)

Wir lernten einander 1977 auf einer Sprachreise in England kennen, beide 15 und ohne Anschluss. Dann fiel irgendwann Ingemars Name – und plötzlich war da ein gemeinsames Thema, für das wir sofort Feuer und Flamme waren. Von da an waren wir unzertrennlich. 

Aus der anfänglichen Brieffreundschaft wurde über die Jahre eine tiefe Verbundenheit. Bis heute denken wir jeden 18. März an seinen Geburtstag – ein kleines Ritual, vielleicht auch aus Dankbarkeit dafür, dass er uns damals zusammengebracht hat.

Zu seinem 70er gestaltete meine Freundin mit Hilfe von KI und Originalfotos eine „gezeichnete“ Geburtstagskarte, auf der wir beide „Stenny“ jubelnd hochleben lassen. (Und ja – die Flagge ist nicht ganz korrekt 😄, aber das Bild ist einfach großartig gelungen.)
 
 
Die "Stenny"-Geburtstagskarte und ein paar Frühlingsboten in unserem Garten


Mit Jamie in der Römerstadt Carnuntum 🏛️🧒

Zwei Tage später, am 20. März, stand dann wieder Familienzeit auf dem Programm: Gemeinsam mit unserem Enkelsohn waren wir in Carnuntum unterwegs – ein Ausflug, der für Groß und Klein immer wieder spannend ist. 

Im Jahr 2023 habe ich euch HIER ausführlich über das römische Stadtviertel erzählt, das mithilfe der experimentellen Archäologie am Originalstandort wiedererrichtet wurde. Nun gingen wir dort erstmals mit Jamie auf Entdeckungsreise:
 
 

 
Die Frau in historischer Kleidung hatte offenbar gerade eine Führung hinter sich, ließ sich aber bereitwillig fotografieren. Ich erzählte Jamie, dass Kleiderstoffe damals mit Pflanzen gefärbt wurden - und das Blau des Kleides vermutlich durch die Pflanze Färberwaid entstand (was die Frau bestätigte 😊👍)
 

Bei dem steinernen Torbogen handelt es sich um das Heidentor aus dem 4. Jahrhundert n.Chr., das etwas außerhalb der
 Römerstadt zu finden ist.

Villa Urbana:

Die Nachbildungen original-römischer Wandmalereien sind diesmal mein Beitrag zu Samis Monday Mural

Laxenburg 🌿🏰

Gleich am nächsten Tag zog es uns in den Schlosspark von Laxenburg, wo Jamie den großen Spielplatz ausgiebig genießen konnte. Es tat gut, ihn so unbeschwert zu erleben. 
 
 
Der Forstmeisterkanal im Schlosspark ist für Roentare H2O
Jamie eroberte Burg und Schiff im Handumdrehen 😊

 
Unseren Hunger stillten wir im Flieger & Flieger, einem Lokal direkt neben dem Eingang "Tor Erholungszentrum (P3)". Das Restaurant ist gut zu erkennen an dem Flugzeug, das aus dem Dach ragt und dem "fliegenden" 2CV mit Propeller. Vor dem Lokal parkte ein wahres Prachtstück von einem Buick (Super Riviera Coupe) mit dem Namen Freddy
 

Von unseren Speisen nahmen wir gut die Hälfte für ein feines Resteessen nach Hause mit 😋



Leider erfuhren wir während dieser schönen Enkeltage auch von der Krankenhaus-Einlieferung meiner Schwägerin. Der Anruf kam gerade, als wir Jamie die Gute-Nacht-geschichte vorlasen... Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, welcher Schock das für uns war.
 
Das ist inzwischen rund einen Monat her. Nun ist Edi damit beschäftigt, zum Erwachsenenvertreter seiner Schwester bestellt zu werden; der nächste Schritt ist die Anmeldung für einen Hospizplatz, wo Anita ihre letzte Lebenszeit gut betreut, aber in möglichst heimeliger Atmosphäre verbringen kann.
 
 
Eine unserer vier Amaryllis-Pflanzen auf der Fensterbank zeigte rund um Ostern diese wunderschönen Blüten 😍

 
Es gibt dennoch einiges Weiteres zu erzählen. Denn wir haben – wie oben schon erwähnt – auch in diesem schwierigen Monat Freunde getroffen, Zeit mit unserem Enkelsohn verbracht, im Garten gearbeitet, Sport getrieben und die erwachende Natur genossen.

Kurz gesagt: Wir mussten uns zwar (intensiver, als uns lieb ist) mit dem Sterben beschäftigen – aber wir haben zugleich gelebt.

Denn so ist das Leben: nicht nur hell, nicht nur dunkel – sondern alles zugleich 🌓.

Und darüber – wie auch über unsere Reise-Abenteuer – möchte ich euch weiterhin gerne berichten. Auch wenn es derzeit vielleicht etwas länger als üblich dauert, bis ein Beitrag oder ein Kommentar von mir erscheint.

Vielen Dank euch allen für eure lieben Worte zu meinem vorigen Blogbeitrag und für eure Geduld!💛 
 
 
 
Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: