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Willkommen zurück auf Vancouver Island!
Ihr Lieben, nochmals herzlichen Dank für eure Anteilnahme und die vielen lieben Kommentare zu meinen letzten beiden Posts Frühlingstage zwischen Licht und Schatten Teil 1 und Teil 2.
Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass unser Alltag noch eine Zeit lang anders als „normal“ sein wird. Trotzdem versuchen wir weiterhin, möglichst viel Licht und schöne Momente hereinzulassen.
Wie uns das gelingt, erzähle ich euch ein andermal. Heute möchte ich unsere virtuelle Reise fortsetzen — denn allein die Erinnerungen an Vancouver Island heben meine Stimmung sofort 🌿. Und vielleicht habt auch ihr Freude daran. Können wir starten? 😊
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19. September - von Nanaimo nach Ucluelet
Beim letzten Mal nahm ich euch mit von Victoria nach Nanaimo. Diesmal verlassen wir Nanaimo und fahren auf dem Highway 4 quer über Vancouver Island Richtung Westküste. Die rund 162 Kilometer lange Straße ist die einzige Ost-West-Verbindung im südlichen Teil der Insel.
Cathedral Grove
Unser erster Stop lag direkt am Highway 4 *): Cathedral Grove, ein Teil des MacMillan Provincial Parks mit einigen der letzten ursprünglichen Urwaldbestände Vancouver Islands (👉 Infos in Deutsch und in Englisch). Manche der riesigen Bäume sollen einen Umfang von bis zu neun Metern erreichen.
*) Die Parkplatzsuche gestaltete sich allerdings etwas abenteuerlich 😅. Wegen des starken Verkehrs mussten wir rasch reagieren: Der erste Parkplatz war bereits voll, doch ein paar hundert Meter weiter entdeckten wir glücklicherweise noch eine kleine Lücke für unseren Mietwagen. Soweit ich gelesen habe, werden die Parkflächen aus Umweltschutzgründen bewusst nicht erweitert — was ich durchaus nachvollziehbar und unterstützenswert finde.
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| Allein waren wir im Urwald natürlich nicht, und freundliche Menschen boten sich sogar an, Fotos von uns gemeinsam zu machen. |
Am South Loop Trail kann man die ältesten (bis zu 800 Jahre alten) Douglasien bestaunen, am North Loop Trail vor allem Rotzedern und umgestürzte Baumriesen.
Da viele umgestürzte, moosbewachsene Baumriesen zu sehen waren, vermuten wir, dass wir eher im Bereich des North Loop Trails unterwegs waren. Einen richtig ausgebauten Weg fanden wir dort jedoch nicht, sondern nur einen schmalen Pfad über Stock und Steine — genau jenen, den ihr auf unseren Fotos sehen könnt.
Wir wanderten einfach immer weiter, bis irgendwann überhaupt nichts Weg-Ähnliches mehr übrig blieb 😄. Dann kehrten wir lieber um und machten unseren Parkplatz wieder für andere frei.
Hier ein Video von Cathedral Grove, das ich im Internet entdeckt habe:
Kaffeepause in Port Alberni
Und weiter ging's: Port Alberni gilt als "Tor zur wilden Westküste". Die Stadt liegt im Landesinneren, am tief ins Land reichenden Alberni Inlet.
Große Pläne hatten wir hier eigentlich nicht — wir wollten nur eine gemütliche Pause einlegen. Bei einem kleinen Rundgang entdeckten wir das Wildflower Bakeshop & Cafe, und das erwies sich als hervorragende Wahl.
Der Vanilleplunder mit Erdbeeren war noch ganz frisch und schmeckte ausgezeichnet (wir nahmen später sogar noch Nachschub für unterwegs mit 😋), der Kaffee war ebenfalls sehr gut, die Bedienung ausgesprochen freundlich und das Ambiente richtig hübsch. Dazu kam herrliches Wetter, sodass wir draußen sitzen und frechen Spatzen dabei zusehen konnten, wie sie Kuchenbrösel stibitzten.
Anschließend spazierten wir noch ein Stück ans Ufer des Fjords und bewunderten die vielen Murals sowie die kunstvoll gestalteten Abfallbehälter entlang der Promenade:
Stamp River Provincial Park
Dieses faszinierende Naturgebiet, das besonders für die Lachswanderung bekannt ist, befindet sich ungefähr 20 Autominuten nordwestlich von Port Alberni: Zwischen Ende August und Anfang Dezember ziehen hier Jahr für Jahr Tausende von Pazifischen Lachsen zum Laichen flussaufwärts.
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| Auch an diesen Stromschnellen sahen wir keine Lachse... |
Immer wieder durchbrachen silbrig glänzende Körper die Wasseroberfläche und verschwanden genauso schnell wieder in der Strömung. Ein wunderschöner Anblick.
Natürlich versuchten wir sofort, Fotos oder Videos davon zu machen — allerdings mit überschaubarem Erfolg: Die Lachse sprangen grundsätzlich immer genau dort, wo gerade keine Kamera hinzeigte 😅
Kennedy River Canyon
19.-21. September - Ucluelet
Unser Quartier für die nächsten beiden Nächte war hier das West Coast Motel on the Harbour.
Um ziemlich genau 16:30 Uhr ritten wir in Ucluelet ein. Der zungenbrecherische Name stammt aus der indigenen Sprache Nuu-chah-nulth und bedeutet so viel wie ‚sicherer Hafen'. Von Einheimischen und Kennern wird der Ort übrigens liebevoll „Ukee“ genannt — für Deutschsprachige ausgesprochen ungefähr wie „Juckie“ 😊.
Wenige Minuten nach unserer Ankunft bezogen wir unser Zimmer — sogar mit eigenem „Kamin“! Haha: Tatsächlich handelte es sich nur um ein gemütlich flackerndes Feuer am TV-Bildschirm, aber die Idee fanden wir ziemlich witzig.
Was das Abendessen betrifft: Könnt ihr euch noch erinnern, dass wir am Vortag Pizza in Ladysmith gekauft hatten? Davon war je eine halbe übrig geblieben - und die genossen wir nun auf einer Bank vor dem Motel mit Blick auf den Hafen. Und zum Nachtisch? Genau — da gab es Erdbeer-Vanille-Danish aus Port Alberni 😉👍.
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| In der unteren Reihe seht ihr u.a. die zweisprachigen Straßenschilder und die winzige katholische Kirche von Ukee |
Nach unserem "Mittag-Nachtmahl" machten wir uns auf, um die Ortschaft näher zu erkunden. Unter anderem wollten wir sehen, von wo aus wir am nächsten Morgen aufbrechen würden. Denn bei Jamie's Whaling Station & Adventure Centres hatten wir (schon von zu Hause aus) für den 20. September einen Wal-Beobachtungs-Ausflug gebucht!
Öffentliche Kunst in Ukee
Nachdem wir den Treffpunkt für den nächsten Morgen ausgekundschaftet hatten, spazierten wir noch ein wenig durch Ucluelet und begegneten dabei auch örtlicher Kunst — etwa den Edelstahl-Skulpturen "Raven Lady" und "Surfer Girl" von Mike Camp.
The Mermaid wiederum ist ein Wandgemälde des wohl bekanntesten und produktivsten Mural-Künstlers von Vancouver Island, Jeff King. Ein weiteres seiner Werke werdet ihr später noch kennenlernen.
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Mit etwas Geduld fanden wir abends auch noch ein geöffnetes Pub, in dem
wir uns ein Getränk gönnen konnten, ohne etwas zu essen. Leider habe ich
mir den Namen des Lokals nicht notiert. |
20. September - Whale Watching ab Ucluelet 🐋
Falls ihr schon länger in meinem Blog lest, könnt ihr euch vielleicht noch erinnern, dass wir bereits zweimal Walbeobachtungsfahrten unternommen haben.
- Die erste fand bereits im Jahr 2012 von Monterey / USA aus statt - an diesem Tag sahen wir u.a. See-Elefanten, Robben, Pelikane, Rundkopf-Delfine... und mindestens einen Buckelwal. HIER kommt ihr zu meinem damaligen Reisebericht.
- Einen zweiten, besonders ergiebigen Wal-Ausflug erlebten wir 2017 in Island. HIER könnt ihr euch viele, viele unserer Buckelwal-Fotos von damals ansehen.
Erlebnisse wie diese sind einerseits unvergesslich, wecken andererseits aber auch die Sehnsucht, noch einmal etwas "ähnlich Beglückendes" zu erleben. (Natürlich wissen wir, dass jede Tour anders verläuft. Kein Tag lässt sich wiederholen — jeder ist einzigartig. Das ist zugleich das das Vergängliche und das Schöne am Leben.)
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Am 20. September war es leider nicht so sonnig und blauhimmelig wie am Vortag - ganz im Gegenteil. Es regnete 🌧️ und die Temperaturen waren gesunken. Von unserer Tour in Island her wusste ich, dass warme Wolle an Kopf und Händen nicht schaden kann, und so war es dann auch (selbst wenn ich die Handschuhe später beim Fotografieren ausziehen musste).
Wir waren schon ein bisschen früher am vereinbarten Treffpunkt, und konnten somit die Urlauber beobachten, die eine Kajaktour gebucht hatten, und uns ein bisschen im Laden von Jamie's Whaling Station umsehen. U.a. entdeckten wir dort Kuscheltier-Bären, und aufgrund des eingestickten Schriftzugs "Jamie's" in seinem Kapuzenpulli war uns sofort klar, dass wir für unseren Enkel Jamie eines dieser Plüschtiere mitnehmen wollten. Edi erstand außerdem eine Kappe und ein Shirt für sich selbst. Das Skelett stammt von einem jungen Wal, der vor Jahren angespült worden war...
In der folgenden Collage seht ihr links das Gummiboot mit den in Overalls gehüllten Zodiac-Passagieren.
Rechts unser erfahrener Skipper Scott — ein freundlicher Realist. Viel Hoffnung auf besseres Wetter oder Orca-Sichtungen konnte er uns leider nicht machen. Schwertwale gibt es in der Gegend zwar, aber sie lassen sich leider nur sehr vereinzelt blicken. Doch er sah gute Chancen auf die Begegnung mit anderen Tieren...
In der Nähe des Robbenfelsens trieb ziemlich viel Tang. Scott machte uns jedoch darauf aufmerksam, dass manche der vermeintlichen Wasserpflanzen sich bewegten: possierlich zwischen den Algen umherschwimmende Seeottern! Sie wurden einst wegen ihrer Felle fast ausgerottet und gelten heute als Schlüsselspezies — denn durch ihre Jagd auf Seeigel helfen sie mit, die Kelpwälder im Gleichgewicht zu halten.
Während wir darauf hofften, dass sich irgendwo am Horizont Wale zeigen würden, unterhielten wir uns mit anderen Reisenden, blödelten ein bisschen herum und beobachteten Schiffe und Seevögel.
Wal in Sicht! 🐋
In der oberen Collage seht ihr mich rechts beim Fotografieren der Atemfontäne eines Buckelwals. Dieser sogenannte Blas ist meist das Erste, was man von einem Wal zu sehen bekommt — und kann sogar dabei helfen, die Art zu bestimmen: Der Blas von Buckelwalen kann zwischen 3 und 5 Meter hoch werden und ist zumeist V- oder säulenförmig — denn Bartenwale besitzen zwei nebeneinanderliegende Blaslöcher. Und der Sprühnebel hält sich nach dem Ausatmen relativ lange in der Luft.
Buckelwale nutzen ihren Atem übrigens auch als geniales Jagdwerkzeug: Sie stoßen unter Wasser Luft aus, um kunstvolle Blasennetze zu erzeugen - damit treiben sie Beutetiere wie Krill oder kleine Fische eng zusammen und können diese mühelos "auf einen Haps" verschlingen.
Ich habe mal wieder Hunderte Blas-Fotos gemacht 📸 — einfach weil direkt danach die Chancen besonders gut stehen, dass der Wal auftaucht 😉 Und dann sollten die Finger natürlich bereits „knips-bereit“ sein 😅. Aber das eigentlich Interessante ist natürlich, wenn der riesige Meeressäuger etwas von seinem Körper blicken lässt.
*) Anhand von Merkmalen wie Färbung, Form der Unterkante sowie Narben, Verletzungen oder Seepocken werden einzelne Tiere über Jahrzehnte hinweg von ForscherInnen weltweit identifiziert und beobachtet.
Einen vollständig springenden Buckelwal haben wir leider bisher noch nie gesehen — diesmal zeigten uns dafür gleich mehrere Tiere ihren Kopf. Und ich kann euch verraten, dass das für uns und unsere Mitreisenden auf dem Schiff sehr, sehr aufregend war:
Zurück an Land
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| Mural „Humpback Whale and Calf“ von Jeff King |
Vom Meer ins warme Wasser 😄
Da das West Coast Motel on the Harbour über ein Schwimmbad verfügt, beschloss ich anschließend, noch eine Runde schwimmen zu gehen — vermutlich hatten mich all die Wale dazu inspiriert 🐋😉.
Edi hingegen fühlte sich nach Wind, Regen und Bootsfahrt offenbar ausreichend durchgekühlt und zog ein heißes Bad bei uns im Zimmer eindeutig vor. Und so endete unser ohnehin schon ziemlich feuchter Tag schließlich mit einem weiteren freiwilligen Wasserprogramm 😂.
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So viel zu unseren Erlebnissen in und um Ucluelet. Am nächsten Morgen wollten wir uns noch Tofino ansehen — im Vergleich zu Ukee deutlich touristischer, exklusiver und lebhafter, mit zahlreichen Boutiquen, Kunstgalerien und - wie es heißt - erstklassigen Restaurants.
Beide Orte liegen nur rund 40 Kilometer voneinander entfernt an der Westküste von Vancouver Island und werden durch den Pacific Rim National Park Reserve voneinander getrennt. Einen Teil dieses Parks würden wir am nächsten Tag übrigens ebenfalls besuchen und auch sonst noch einiges Schönes sehen - also bleibt dran 😊!
Ich hoffe, ihr hattet ein angenehmes Pfingst-Wochenende!
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T r a u d e

























































