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Sonntag, 19. Oktober 2014

Ein "kluges" Rezept ♥ und ein gewonnenes Buch

Servus, Ihr Lieben!
♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

 


Ich danke euch ganz viel für all die lieben Zeilen, die ihr mir zu meinem vorigen Posting hinterlassen
oder per Mail geschickt habt. Damit versüßt ihr mir meine "Mehr-oder-weniger"-Blogpause sehr! :o)

 Bei mir gibt's diesmal allerdings nichts "Versüßendes", sondern ein gesundes, würziges und 
knackiges Herbst-Rezept. Wie schon der Brain-Burger bietet auch das heutige Gericht wieder 
einige Powerstoffe für den ganzen Körper - und ganz besonders fürs Gehirn. Hier findet ihr
eine Liste mit den wichtigsten Lebensmitteln für mehr geistige Leistungsfähigkeit.

 Eine der Hauptzutaten des heutigen Gerichts ist Wirsingkohl, der viele gesunde Eigenschaften
besitzt (z.B. Carotine, mehrere B-Vitamine und viel Vitamin C). Allerdings liebt nicht jeder den
Geschmack von Kohl - so auch nicht Herr Rostrose oder die Rostrosentochter. Und auch ich bin
keine große Freundin von Kohlrouladen. Die Speise, die ich euch heute vorstelle, fand dennoch
unser aller Gnade - ja sogar mehr, wir entwickelten Zuneigung zu ihr! - weil sie das gewisse Etwas
besitzt. Und weil sie so hübsch und farbenfroh aussieht, dass das mitessende Auge gleich mal
Freude empfindet und sogar Gemüse-verweigernde Kinder unter Umständen überzeugt werden
können. (Nunja, Jana meinte in jüngeren Jahren zugegebenermaßen, mit Ketchup könne man
so ziemlich alles genießbar machen - weshalb wir auf einen der Servierlöffel einen Klecks
Bio-Ketchup dazugaben - aber das muss natürlich nicht sein ;o))

Aber nun kommt endlich das Rezept für unsere ...


... "Kraft-Pakete" :

Gemüse-Puten-Päckchen
(mit fleischloser Variante)
  


Zutaten für die Gemüse-Päckchen (für 4 Personen):
8 große Kohlblätter (Wirsingblätter)
300 g faschiertes Putenfleisch (Putenhack)
300 g beliebiges Mischgemüse (TK)
4 EL gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
2 große Karotten (Möhren)
Salz
Paprikapulver (oder Curry)
200 ml Gemüsesuppe (-brühe)
1 EL Öl
2-3 EL Sojasauce
2 EL aromatisches Sesamöl
4 TL Sesamkörner

Zutaten für die Joghurtsauce:
4-8 EL milder Magerjoghurt
Kräutersalz
ev. 1 zerdrückte Knoblauchzehe
gehackte Kräuter (TK)



  



In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Kohlblätter darin etwa 1 Minute lang
sprudelnd kochen lassen. Dann herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
(Ev. mit Küchenpapier trockentupfen.) 

Öl erhitzen und das Putenfleisch darin krümelig anbraten. Dann das Mischgemüse dazugeben und so
lange weiterrösten lassen, bis das Gemüse gut durchgegart ist. (Wir haben für unsere Gemüsepäckchen
eine Mischung aus Karotten, Erbsen und Mais verwendet, grundsätzlich kann aber auch jedes andere
Gemüse verwendet werden, und auch Pilze passen gut. 
Sollte die Mischung große Teile – z.B. Brokkoliröschen – enthalten,
empfiehlt es sich, das Gemüse vor dem Befüllen der Kohlblätter noch etwas zu zerkleinern.) Die
Gemüse-Fleisch-Mischung mit den gemahlenen Haselnüssen vermengen und mit Salz, Paprikapulver
(oder Curry), 1-2 EL Sojasauce und 1 EL Sesamöl abschmecken.

Kohlblätter nebeneinander auflegen, die dicken Enden des Strunks mit einem scharfen Messer
entfernen (aber Vorsicht: nicht zu viel wegschneiden! Wer ganz sichergehen will, schneidet den
Strunk lieber erst nach dem Formen der Päckchen weg), etwas salzen und jeweils 2 - 3 gehäufte EL
der Puten-Gemüse-Mischung in die Mitte der Blätter setzen. Anschließend werden die Blätter wie
Päckchen zusammengefaltet   und dicht nebeneinander in einen großen Kochtopf gelegt (z.B. in den
Topf, der vorher zum Kochen der Kohlblätter verwendet wurde). Die Gemüsesuppe mit 1 EL
Sesamöl und 1 EL Sojasauce vermischen und über die Gemüse-Päckchen gießen. Zwei Karotten in
etwa 4 cm lange Stifte schneiden und darüberstreuen. Zum Kochen bringen und dann mit
geschlossenem Deckel bei geringer Hitze ca. 15 Min. dünsten lassen.

In der Zwischenzeit den Joghurt mit Kräutern, Kräutersalz und ev. Knoblauch verrühren und am
Ende der Garzeit zusammen mit den Gemüsepäckchen und den Karottenstiften (die wir mit
Sesamkörnern bestreut haben) anrichten.

Für die fleischlose Variante
wird das faschierte Putenfleisch einfach durch 300 g gekochten Reis (= ca. 125 g Rohgewicht) oder
durch anderes Getreide (Dinkel, Amaranth, Hirse, Haferflocken, Ebly, ...) ersetzt.

Würz-Tipp:
Vielen Erwachsenen schmeckt das Gericht auch kräftiger gewürzt, z.B. mit Chili und Ingwer.





Top Food-Blogs

Ich wünsche euch und euren Lieben gutes Gelingen und einen guten Appetit!

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥


Bevor ich nun wieder still und leise zu meinen anderen Projekten verschwinde, möchte ich euch 
noch kurz etwas zeigen, das am Rande auch mit Rezepten zu tun hat. Oder mit Kosmetik. Oder mit Deko... 

Es handelt sich nämlich um ein Buch, in dem das alles (und noch mehr) 
ein Thema ist - und dieses Buch namens "Schönes aus der Natur" habe ich bei Kathrin
vom Blog Topfgartenwelt gewonnen! Hier ist der Link zu ihrem Gewinnspiel-Posting, da stellt
 Kathrin das Buch genauer vor und ihr könnt euch ein paar Bilder daraus ansehen. Ich habe 
davon ebenfalls noch eine kleine Collage angefertigt:




Ein wirklich inspirierender Gewinn also - jetzt brauche ich bloß noch Zeit zum Umsetzen zu 
finden ;o)) Aber immerhin habe ich in der Zwischenzeit bereits eines von mehreren geplanten 
Fotobüchern fertiggestellt und ein zweites begonnen - ist doch auch schon etwas ;o)


Ich freue mich schon auf ein Wiederlesen - und außerdem begrüße ich meine neuen LeserInnen 
ganz herzlich! Bis bald, Ihr Lieben - macht's gut und genießt den Oktober weiterhin nach Herzens-
lust!

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude

Dienstag, 2. September 2014

Zum Schulanfang: Nahrung fürs Gehirn


♥ Servus, ihr Lieben! ♥



Willkommen im September! Für die meisten der Schulkinder hat inzwischen der sogenannte 
"Ernst des Lebens" (neuerlich oder zum ersten Mal) begonnen, und deswegen ist's mal wieder 
Zeit für ein Rezept. Und zwar für eines mit so genanntem "Brain-Food", also mit Nahrungsmitteln,
 die dem menschlichen Gehirn eine zusätzliche Ration Energie verschaffen sollen - was im Schul-
Alltag keineswegs schadet (und im übrigen Leben ja eigentlich auch nicht ;o)). 

Ich bin zwar keine "gelernte" Nahrungsmittelexpertin, aber ich esse gern, ich koche gern (jedenfalls
wenn ich genug Zeit dazu habe und kreativ sein "darf") und ich beschäftige mich auch gern "theoretisch"
mit Lebensmitteln. (Das hat u.a. auch damit zu tun, dass meine Tochter von klein auf mit gewissen
Unverträglichkeiten zu kämpfen hatte und ich nach gesunden Alternativen suchte.) Deshalb 
sind mir natürlich auch die verschiedensten Diskussionen darüber nicht fremd, was denn nun 
tatsächlich heute noch als gesund angesehen werden kann und was nicht. 

Bei einigen Zutaten sind sich die Ernährungswissenschaftler dieser Welt aber immerhin 
weitgehend einig, dass sie sich auf die eine oder andere Weise positiv aufs Denken auswirken, und 
diese Zutaten habe ich mir mal genauer auf ihre "Kindgerechtigkeit" angesehen. Denn manche von 
ihnen stehen leider nicht unbedingt auf der "Lieblingsspeisen-Liste" von Kindern - es sei denn, man 
"zaubert" etwas daraus, das viele Kids sehrwohl verlockend finden: zum Beispiel Chips und Burger 
(aber eben welche der etwas "anderen! Art)!



"Brain-Burger" 

mit Avocado-„Mayo“ und Gemüse-Dollarchips
(mit vegetarischer Variante)
 


Wie bitte? 
Ihr glaubt mir nicht, dass dieser Burger gesünder sein soll als einer aus dem Restaurant 
"mit dem schottischen Namen"?  Dann lest mal, was hier alles an "Gehirnnahrung" drin ist:

Vollkorn – enthält komplexe Kohlenhydrate, aus denen der Zucker nur langsam ins 
Blut übergeht. Dadurch wird das Gehirn auf Dauerleistung programmiert.

Rotes Fleisch (Rind, Lamm…) - liefert wertvolles Eisen, das für die Sauerstoffversorgung 
des Gehirns wichtig ist. In Kombination mit Vitamin C kann es noch besser vom Körper 
aufgenommen werden.

Zwiebeln – steigern die Gehirndurchblutung und versorgen die Hirnzellen so mit frischem 
Sauerstoff.

Milchprodukte - in Joghurt, Topfen (Quark) und Käse ist die Aminosäure Tyrosin reichlich 
enthalten. Sie hält munter und treibt das Gehirn an.

Kartoffeln enthalten Kohlenhydrate, die gut fürs Köpfchen sind.

Karotten, Tomaten, Blattsalate liefern zudem wertvolle Vitamine.

Avocados - enthalten reichlich B-Vitamine, die den Gehirnstoffwechsel anregen. Darüber hinaus 
sorgen die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren für klares Denken und elastische Zellmembranen.

Kaltgepresste Pflanzenöle (wie Rapsöl, Leinöl, Walnussöl, Oliven- und Distelöl sowie Sesam- 
und Sojaöl) -  enthalten ungesättigte Fettsäuren, Lecithin und Vitamin E zur Unterstützung 
von Körper und Geist und zur Förderung der Hirntätigkeit.




Und ihr glaubt mir auch nicht, dass er sogar viel besser schmecken soll als ein "herkömmlicher 
Burger"? Nun, dagegen hilft nur, das Rezept mal selbst auszuprobieren... Los geht's - zuerst mal
mit jenem Teil des Gerichts, der ohne Abwandlung auch für Vegetarier geeignet ist!


Zutaten für die Gemüse-Dollarchips (4 Portionen):
500 g Kartoffeln
500 g große Karotten (Möhren)
2-3 EL kaltgepresstes Pflanzenöl
Kräutersalz

Für die Gemüse-Dollar-Chips den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Die 
Kartoffeln und Karotten gut waschen, aber nicht schälen und in ca. 3 mm dünne Scheiben 
schneiden. Die „Dollars“ in einer Schüssel mit Öl und Salz vermischen und etwas ziehen 
lassen. Anschließend auf einem mit Backpapier belegten Backblech etwa 50 – 60 Minuten 
knusprig werden lassen (zwischendurch einmal wenden). Auf die gleiche Art und Weise können
 natürlich auch Pommes-Frittes hergestellt werden; in diesem Fall einfach das Gemüse in schmale 
Stifte schneiden. Außer Kartoffeln und Karotten eignet sich z.B. auch Kürbis sehr gut für diese 
Zubereitungsmethode.


Zutaten für die Avocado-Mayonnaise:
1 reife Avocado
2 EL kaltgepresstes Pflanzenöl
2 EL Senf
2 EL Essig
1 Spritzer Zitronensaft
Salz

Die Zubereitung der Avocado-Mayo geht ganz einfach und schnell: Die Avocado halbieren und 
das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben und in eine Rührschüssel geben. Mit 
einem Mixer oder Pürierstab mit den übrigen Zutaten verrühren und abschmecken. Die Sauce 
ergibt einen wunderbaren und gesunden Dip für die Dollar-Chips.


Die Mini-Schultüten sind übrigens mit Dinkel-Brezeln, Bio-Gummibärchen, Buntstiften und kleinem
Spielzeug gefüllt.


Zutaten für 4 Burger:
4 Vollkorn-Sesam-Weckerl (-Brötchen)
500 - 600 g Faschiertes vom Rind (Rinderhack)
4 kleine Scheiben Käse (z.B. Gouda)
4 Essiggurkerl (Gewürzgurken)
4-8 Blätter von beliebigen Blattsalaten
2 kleine Tomaten
1 Zwiebel
4 EL Bio-Tomaten-Ketchup (mit Fruchtzucker gesüßt)
4 EL Avocado-Mayo (Zutaten siehe oben)
ev. Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Majoran ...
ev. Kräutersalz
ev. Pfeffer

Original-Hamburger werden weder gesalzen, noch gepfeffert – die Würze entsteht dann durch die 
übrigen Zutaten. Wer aber möchte, kann z.B. gehackte Kräuter unter die Fleischmasse mischen 
oder die Hamburger nach dem Braten bzw. Grillen mit etwas Kräutersalz und Pfeffer würzen. Aus 
dem Fleisch flache Burger formen – sie sollten einen etwas größeren Durchmesser als die Weckerln 
haben, da das Fleisch beim Braten etwas schrumpft. Die Ränder mit den Fingern gut andrücken. Am 
besten ist es, wenn man die Burger gleich auf Wachspapier oder auf einem Kunststoffbrett formt und 
gemeinsam mit dieser Unterlage für ein Weilchen einfriert – auf diese Weise halten die dünnen 
Laibchen am besten zusammen. Wenn’s schnell gehen soll, können die Laibchen aber natürlich auch 
sofort herausgebraten werden. 

Die Hamburger-Brötchen aufschneiden und bei mittlerer Hitze mit Schnittflächen auf den heißen 
Toaster bzw. Grill legen. Sobald sie etwas Farbe genommen haben, von der Platte nehmen. Als 
nächstes kommen die Burger bei mittlerer Hitze auf den Plattengriller; die Garzeit hängt vom 
verwendeten Gerät ab bzw. ob die Burger eingefroren waren oder nicht. Bei uns hat es (mit 
einmaligem vorsichtigem Wenden) etwa 10 Minuten gedauert, bis die gefrosteten Laibchen gar 
waren. Wer möchte, kann sie aber auch in einer beschichteten  Pfanne braten. Kurz vor dem Ende 
der Garzeit je eine Scheibe Käse auf das Fleisch legen und so lange weitergrillen bzw. –braten, bis 
der Käse geschmolzen ist. Die Zwiebel in Ringe schneiden und ebenfalls kurz in der Pfanne anbraten. 

Nun die Weckerln aufklappen und zunächst mit Ketchup, dann mit Avocado-Mayonnaise bestreichen. 
Darauf kommen die Gurkerln und der Salat, dann der gebratene Burger mit der Käseseite nach oben
 und zum krönenden Abschluss die Tomate, die Zwiebelringe und der Brötchen-Deckel.





Selbstverständlich können die Dollarchips auch weggelassen werden, dann habt ihr ein gesundes 
und wirklich schnelles "Fast-Food-Gericht". Und für Vegetarier empfehlen sich Soja-Frikadellen 
oder Haferflocken-Burger als Einlagen in das Weckerl. Ich wünsche euch allen - Groß und Klein -
 guten Appetit!



Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude