Dienstag, 26. Mai 2026

Reisebericht 2025 – Von Ost 🌲 nach West 🐋 auf Vancouver Island 🇨🇦

 

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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 Willkommen zurück auf Vancouver Island!

 

Ihr Lieben, nochmals herzlichen Dank für eure Anteilnahme und die vielen lieben Kommentare zu meinen letzten beiden Posts  Frühlingstage zwischen Licht und Schatten Teil 1 und Teil 2

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass unser Alltag noch eine Zeit lang anders als „normal“ sein wird. Trotzdem versuchen wir weiterhin, möglichst viel Licht und schöne Momente hereinzulassen.

Wie uns das gelingt, erzähle ich euch ein andermal. Heute möchte ich unsere virtuelle Reise fortsetzen — denn allein die Erinnerungen an Vancouver Island heben meine Stimmung sofort 🌿. Und vielleicht habt auch ihr Freude daran. Können wir starten? 😊


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 Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

19. September - von Nanaimo nach Ucluelet

Beim letzten Mal nahm ich euch mit von Victoria nach Nanaimo. Diesmal verlassen wir Nanaimo und fahren auf dem Highway 4 quer über Vancouver Island Richtung Westküste. Die rund 162 Kilometer lange Straße ist die einzige Ost-West-Verbindung im südlichen Teil der Insel.

Natürlich fuhren wir auch diesmal nicht einfach durch 😄. Statt der veranschlagten 2 Stunden und 38 Minuten wurde daraus ein ganzer Roadtrip-Tag — mit einigen atemberaubend schönen Landschaften unterwegs.
 
 
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Cathedral Grove

Unser erster Stop lag direkt am Highway 4 *): Cathedral Grove, ein Teil des MacMillan Provincial Parks mit einigen der letzten ursprünglichen Urwaldbestände Vancouver Islands (👉 Infos in Deutsch und in Englisch). Manche der riesigen Bäume sollen einen Umfang von bis zu neun Metern erreichen.

*) Die Parkplatzsuche gestaltete sich allerdings etwas abenteuerlich 😅. Wegen des starken Verkehrs mussten wir rasch reagieren: Der erste Parkplatz war bereits voll, doch ein paar hundert Meter weiter entdeckten wir glücklicherweise noch eine kleine Lücke für unseren Mietwagen. Soweit ich gelesen habe, werden die Parkflächen aus Umweltschutzgründen bewusst nicht erweitert — was ich durchaus nachvollziehbar und unterstützenswert finde.  


Allein waren wir im Urwald natürlich nicht, und freundliche Menschen boten sich sogar an, Fotos von uns gemeinsam zu machen.

 

Am South Loop Trail kann man die ältesten (bis zu 800 Jahre alten) Douglasien bestaunen, am North Loop Trail vor allem Rotzedern und umgestürzte Baumriesen.

Mich hätten besonders die mächtigen Douglasien interessiert. Durch die etwas chaotische Parkplatzsituation wussten wir allerdings gar nicht genau, auf welchem Abschnitt wir gelandet waren — Hinweisschilder zum Trailnamen entdeckten wir jedenfalls keine. Der Wald selbst hatte aber unabhängig davon eine ganz besondere Ausstrahlung — und einen wunderbaren Duft 🌿. 
 
 

Da viele umgestürzte, moosbewachsene Baumriesen zu sehen waren, vermuten wir, dass wir eher im Bereich des North Loop Trails unterwegs waren. Einen richtig ausgebauten Weg fanden wir dort jedoch nicht, sondern nur einen schmalen Pfad über Stock und Steine — genau jenen, den ihr auf unseren Fotos sehen könnt. 

Wir wanderten einfach immer weiter, bis irgendwann überhaupt nichts Weg-Ähnliches mehr übrig blieb 😄. Dann kehrten wir lieber um und machten unseren Parkplatz wieder für andere frei. 


 

Hier ein Video von Cathedral Grove, das ich im Internet entdeckt habe: 

 
 
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Kaffeepause in Port Alberni 

Und weiter ging's: Port Alberni gilt als "Tor zur wilden Westküste". Die Stadt liegt im Landesinneren,  am tief ins Land reichenden Alberni Inlet.

Große Pläne hatten wir hier eigentlich nicht — wir wollten nur eine gemütliche Pause einlegen. Bei einem kleinen Rundgang entdeckten wir das Wildflower Bakeshop & Cafe, und das erwies sich als hervorragende Wahl. 

 

Der Vanilleplunder mit Erdbeeren war noch ganz frisch und schmeckte ausgezeichnet (wir nahmen später sogar noch Nachschub für unterwegs mit 😋), der Kaffee war ebenfalls sehr gut, die Bedienung ausgesprochen freundlich und das Ambiente richtig hübsch. Dazu kam herrliches Wetter, sodass wir draußen sitzen und frechen Spatzen dabei zusehen konnten, wie sie Kuchenbrösel stibitzten.

Anschließend spazierten wir noch ein Stück ans Ufer des Fjords und bewunderten die vielen Murals sowie die kunstvoll gestalteten Abfallbehälter entlang der Promenade:

 
 

Stamp River Provincial Park

Dieses faszinierende Naturgebiet, das besonders für die Lachswanderung bekannt ist, befindet sich ungefähr 20 Autominuten nordwestlich von Port Alberni: Zwischen Ende August und Anfang Dezember ziehen hier Jahr für Jahr Tausende von Pazifischen Lachsen zum Laichen flussaufwärts. 

 
 
 
Der beste Ort, um die Lachswanderung zu beobachten, ist die Stamp Falls Fish Ladder, die den Lachsen bei der Überwindung der Stromschnellen hilft. 
 
Wir waren allerdings gewarnt worden: einerseits vor Schwarzbären, die sich dort an den schwimmenden Fischen bedienen könnten, andererseits davor, dass es in der Natur niemals eine Garantie gibt: Manchmal lässt sich nicht ein einziger Lachs blicken.
 
 

 
Nun: An der Fischtreppe ließ sich weder ein Bär noch ein Fisch blicken. Die einzigen Lachse, die wir dort sahen, waren die gemalten auf den Informationstafeln:
 

 
Aber so schnell gaben wir nicht auf. Wir befanden uns in einem wunderschönen Wandergebiet und hatten noch genug Energie, um unsere Suche fortzusetzen.
 
 
Auch an diesen Stromschnellen sahen wir keine Lachse...

 
Bei dem langhaarigen Tierchen links in der folgenden Collage handelte es sich vermutlich um die Raupe einer Garden Tiger Moth (Arctia caja) oder einer sehr nah verwandten Bärenspinner-Art. Da das kleine braune Pelzchen direkt neben einem ähnlich braun getönten Nadelzapfen saß, hätte ich es fast übersehen. Seine Färbung diente hier als optimale Tarnung (Mimese). Auf diese Weise schützt sich die Raupe vor hungrigen Vögeln.
 
Der Kanadareiher und die Möwe warteten hingegen - wie wir - auf den einen oder anderen vorbeiziehenden Lachs.
 

 
Und dann wurden wir schließlich doch noch belohnt: Zuerst entdeckten wir einige der Fische von einer Brücke aus in einem schmaleren Flusslauf, später dann — nach einer kleinen Felsenkletterei — auch in einem breiteren Abschnitt des Stamp River.

Immer wieder durchbrachen silbrig glänzende Körper die Wasseroberfläche und verschwanden genauso schnell wieder in der Strömung. Ein wunderschöner Anblick.

Natürlich versuchten wir sofort, Fotos oder Videos davon zu machen — allerdings mit überschaubarem Erfolg: Die Lachse sprangen grundsätzlich immer genau dort, wo gerade keine Kamera hinzeigte 😅 



 

Kennedy River Canyon 

 
Der nächste Zwischenstopp war ein echter Zufallstreffer. Ich entdeckte dunkelgraue, in der Nachmittagssonne beinahe schwarz glänzende Felsen, Menschen, die darauf herumkletterten und fotografierten — und direkt daneben eine Parkmöglichkeit. 
 
Halt an, Edi, das schaut interessant aus!“  
 


Weiter unten schlängelte sich der Kennedy River durch eine schmale Felsschlucht, spiegelte den Himmel wider und leuchtete in manchen Wasserbecken beinahe türkisgrün — eine unerwartete und faszinierende Entdeckung. Die vom Wasser glatt geschliffenen Steine wirkten wie eine natürliche Skulpturenlandschaft: stellenweise wie von Künstlern poliert, andernorts ursprünglich und rau.
 

 
 
Natürlich mussten wir uns das genauer ansehen. Also kraxelten und sprangen auch wir eine Zeitlang zwischen den glatt geschliffenen Felsen herum und bestaunten diese wilde Landschaft. Als wir uns daran (mehr oder weniger) satt gesehen hatten, stiegen wir wieder in den Wagen und fuhren unserem nächsten Ziel entgegen:
 
 
 

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19.-21. September - Ucluelet

Unser Quartier für die nächsten beiden Nächte war hier das West Coast Motel on the Harbour.  

Um ziemlich genau 16:30 Uhr ritten wir in Ucluelet ein. Der zungenbrecherische Name stammt aus der indigenen Sprache Nuu-chah-nulth und bedeutet so viel wie ‚sicherer Hafen'. Von Einheimischen und Kennern wird der Ort übrigens liebevoll „Ukee“ genannt — für Deutschsprachige ausgesprochen ungefähr wie „Juckie“ 😊. 

Wenige Minuten nach unserer Ankunft bezogen wir unser Zimmer — sogar mit eigenem „Kamin“! Haha: Tatsächlich handelte es sich nur um ein gemütlich flackerndes Feuer am TV-Bildschirm, aber die Idee fanden wir ziemlich witzig. 

Was das Abendessen betrifft: Könnt ihr euch noch erinnern, dass wir am Vortag Pizza in Ladysmith gekauft hatten? Davon war je eine halbe übrig geblieben - und die genossen wir nun auf einer Bank vor dem Motel mit Blick auf den Hafen. Und zum Nachtisch? Genau — da gab es Erdbeer-Vanille-Danish aus Port Alberni 😉👍.


In der unteren Reihe seht ihr u.a. die zweisprachigen Straßenschilder und die winzige katholische Kirche von Ukee

 

Nach unserem "Mittag-Nachtmahl" machten wir uns auf, um die Ortschaft näher zu erkunden. Unter anderem wollten wir sehen, von wo aus wir am nächsten Morgen aufbrechen würden. Denn bei Jamie's Whaling Station & Adventure Centres hatten wir (schon von zu Hause aus) für den 20. September einen Wal-Beobachtungs-Ausflug gebucht!

Es gibt noch weitere Anbieter von Walbeobachtungs-Touren in Ucluelet - KLICK - und ein paar andere in Tofino, aber seid mal ehrlich: Wenn man einen Enkelsohn hat, der Jamie heißt, klingt Jamie's Whaling Station & Adventure Centres doch automatisch sympathisch 😄.
 
Und das war nicht der einzige Grund für meine Wahl: Mir gefällt sowohl die Buch- als auch die TV-Serie Outlander. Die männliche Hauptperson in dieser Geschichte ist ein verwegener rothaariger Schotte namens Jamie Fraser. Als ich erfuhr, dass Jamie’s Whaling Station ihren Sitz in der Fraser Lane hat, war die Sache endgültig entschieden. Ihr seht also: Ich treffe meine Reiseentscheidungen grundsätzlich ausschließlich nach streng rationalen Kriterien 😂!
 
 

 
Vor dem Laden von Jamie's gab es mal wieder "Bären-Alarm" 😉! (Denn hier werden auch Bären-Touren veranstaltet. Allerdings wählten wir dafür einen anderen Ort, einen anderen Veranstalter und auch andere Bären. Denn wir wollten in erster Linie Grizzlies sehen, Jamie's Ausflüge führen aber zu Schwarzbären.) 
 
Einen Overall wie jenen an der Ladentür bekamen wir bei unserem Wal-Ausflug übrigens nicht verpasst. Die kommen nur bei Zodiac-Touren zum Einsatz. Wir entschieden uns lieber für ein richtiges Schiff — das erschien uns doch etwas vertrauenswürdiger als ein aufblasbares Gummiboot 😄...
 
 
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Öffentliche Kunst in Ukee 

Nachdem wir den Treffpunkt für den nächsten Morgen ausgekundschaftet hatten, spazierten wir noch ein wenig durch Ucluelet und begegneten dabei auch örtlicher Kunst — etwa den Edelstahl-Skulpturen "Raven Lady" und "Surfer Girl" von Mike Camp.

The Mermaid wiederum ist ein Wandgemälde des wohl bekanntesten und produktivsten Mural-Künstlers von Vancouver IslandJeff King. Ein weiteres seiner Werke werdet ihr später noch kennenlernen.


Mit etwas Geduld fanden wir abends auch noch ein geöffnetes Pub, in dem wir uns ein Getränk gönnen konnten, 
ohne etwas zu essen. Leider habe ich mir den Namen des Lokals nicht notiert. 
 

20. September - Whale Watching ab Ucluelet 🐋

Falls ihr schon länger in meinem Blog lest, könnt ihr euch vielleicht noch erinnern, dass wir bereits zweimal Walbeobachtungsfahrten unternommen haben. 

  • Die erste fand bereits im Jahr 2012 von Monterey / USA aus statt - an diesem Tag sahen wir u.a. See-Elefanten, Robben, Pelikane, Rundkopf-Delfine... und mindestens einen Buckelwal. HIER kommt ihr zu meinem damaligen Reisebericht.
  • Einen zweiten, besonders ergiebigen Wal-Ausflug erlebten wir 2017 in Island. HIER könnt ihr euch viele, viele unserer Buckelwal-Fotos von damals ansehen.  

Erlebnisse wie diese sind einerseits unvergesslich, wecken andererseits aber auch die Sehnsucht, noch einmal etwas "ähnlich Beglückendes" zu erleben. (Natürlich wissen wir, dass jede Tour anders verläuft. Kein Tag lässt sich wiederholen — jeder ist einzigartig. Das ist zugleich das das Vergängliche und das Schöne am Leben.) 

 

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Am 20. September war es leider nicht so sonnig und blauhimmelig wie am Vortag - ganz im Gegenteil. Es regnete 🌧️ und die Temperaturen waren gesunken. Von unserer Tour in Island her wusste ich, dass warme Wolle an Kopf und Händen nicht schaden kann, und so war es dann auch (selbst wenn ich die Handschuhe später beim Fotografieren ausziehen musste).

Wir waren schon ein bisschen früher am vereinbarten Treffpunkt, und konnten somit die Urlauber beobachten, die eine Kajaktour gebucht hatten, und uns ein bisschen im Laden von  Jamie's Whaling Station umsehen. U.a. entdeckten wir dort Kuscheltier-Bären, und aufgrund des eingestickten Schriftzugs "Jamie's" in seinem Kapuzenpulli war uns sofort klar, dass wir für unseren Enkel Jamie eines dieser Plüschtiere mitnehmen wollten. Edi erstand außerdem eine Kappe und ein Shirt für sich selbst. Das Skelett stammt von einem jungen Wal, der vor Jahren angespült worden war...

 

 

In der folgenden Collage seht ihr links das Gummiboot mit den in Overalls gehüllten Zodiac-Passagieren. 

Rechts unser erfahrener Skipper Scott — ein freundlicher Realist. Viel Hoffnung auf besseres Wetter oder Orca-Sichtungen konnte er uns leider nicht machen. Schwertwale gibt es in der Gegend zwar, aber sie lassen sich leider nur sehr vereinzelt blicken. Doch er sah gute Chancen auf die Begegnung mit anderen Tieren... 

 
 
 
Und da waren sie schon — die ersten Tiere: ein Felsen voller Robben (und der einen oder anderen Möwe): 
 
 
 

In der Nähe des Robbenfelsens trieb ziemlich viel Tang. Scott machte uns jedoch darauf aufmerksam, dass manche der vermeintlichen Wasserpflanzen sich bewegten: possierlich zwischen den Algen umherschwimmende Seeottern! Sie wurden einst wegen ihrer Felle fast ausgerottet und gelten heute als Schlüsselspezies — denn durch ihre Jagd auf Seeigel helfen sie mit, die Kelpwälder im Gleichgewicht zu halten.

 
 

Während wir darauf hofften, dass sich irgendwo am Horizont Wale zeigen würden, unterhielten wir uns mit anderen Reisenden, blödelten ein bisschen herum und beobachteten Schiffe und Seevögel.

 
 
 
Bei diesen Alkenvögeln handelt es sich vermutlich um Trottellummen*) (Uria aalge) im Übergangs- oder Winterkleid — zumindest laut Google Lens 😊 Falls jemand von euch eine bessere Bestimmung hat, immer her damit!
 
*) Ihr deutscher Name klingt leider nicht besonders schmeichelhaft 😄. Vermutlich bezieht er sich auf das etwas tapsige Watscheln der Vögel an Land — im Wasser hingegen sind Trottellummen elegante Schwimmer und hervorragende Taucher. 
 
 
 

Wal in Sicht! 🐋

In der oberen Collage seht ihr mich rechts beim Fotografieren der Atemfontäne eines Buckelwals. Dieser sogenannte Blas ist meist das Erste, was man von einem Wal zu sehen bekommt — und kann sogar dabei helfen, die Art zu bestimmen: Der Blas von Buckelwalen kann zwischen 3 und 5 Meter hoch werden und ist zumeist V- oder säulenförmig — denn Bartenwale besitzen zwei nebeneinanderliegende Blaslöcher. Und der Sprühnebel hält sich nach dem Ausatmen relativ lange in der Luft.

Buckelwale nutzen ihren Atem übrigens auch als geniales Jagdwerkzeug: Sie stoßen unter Wasser Luft aus, um kunstvolle Blasennetze zu erzeugen - damit treiben sie Beutetiere wie Krill oder kleine Fische eng zusammen und können diese mühelos "auf einen Haps" verschlingen. 

Ich habe mal wieder Hunderte Blas-Fotos gemacht 📸 — einfach weil direkt danach die Chancen besonders gut stehen, dass der Wal auftaucht 😉 Und dann sollten die Finger natürlich bereits „knips-bereit“ sein 😅. Aber das eigentlich Interessante ist natürlich, wenn der riesige Meeressäuger etwas von seinem Körper blicken lässt. 


 
 
Wir freuen uns immer ganz besonders, wenn uns die Wale mit der Schwanzflosse "winken". Professionelle Walbeobachter wie Scott können anhand der Fluke sogar einzelne Tiere identifizieren - denn sie ist so einzigartig wie ein menschlicher Fingerabdruck*). Somit war es Scott auch möglich uns zu verraten, dass wir an diesem Tag vier verschiedene Buckelwale gesichtet hatten.

*) Anhand von Merkmalen wie Färbung, Form der Unterkante sowie Narben, Verletzungen oder Seepocken werden einzelne Tiere über Jahrzehnte hinweg von ForscherInnen weltweit identifiziert und beobachtet.

Einen vollständig springenden Buckelwal haben wir leider bisher noch nie gesehen — diesmal zeigten uns dafür gleich mehrere Tiere ihren Kopf. Und ich kann euch verraten, dass das für uns und unsere Mitreisenden auf dem Schiff sehr, sehr aufregend war: 

 

 
Zur Untermalung habe ich hier ein Filmchen für euch: Dieses 3-Sekunden-Video stammt allerdings nicht von mir, sondern von einer jungen Frau, die gemeinsam mit uns an der Tour teilnahm. Ich schickte ihr später einige meiner Fotos, und sie sandte mir im Gegenzug diesen kurzen Film. Sie erlaubte mir freundlicherweise, ihn zu posten, und meinte, eine Namensnennung sei nicht notwendig. Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei G. bedanken — und liebe Grüße senden 😊.
 
 


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Zurück an Land

 
Nach unserem Wal-Ausflug zogen wir uns für ein spätes Mittagessen und ein Getränk ins Eagles Nest Pub zurück. Adler bekamen wir dort allerdings keine zu Gesicht 😄. Durchs Fenster konnten wir dafür immerhin einen Kanadareiher (Ardea herodias) und eine Amerikakrähe (Corvus brachyrhynchos) beobachten.
 
 
 
 
Danach spazierten wir zurück zu unserem Motel und kamen dabei an dem oben erwähnten zweiten Mural von Jeff King vorbei - thematisch ein perfekter Abschluss für diesen Tag:
 

Mural „Humpback Whale and Calf“ von Jeff King

 

Vom Meer ins warme Wasser 😄 

Da das West Coast Motel on the Harbour über ein Schwimmbad verfügt, beschloss ich anschließend, noch eine Runde schwimmen zu gehen — vermutlich hatten mich all die Wale dazu inspiriert 🐋😉.

Edi hingegen fühlte sich nach Wind, Regen und Bootsfahrt offenbar ausreichend durchgekühlt und zog ein heißes Bad bei uns im Zimmer eindeutig vor. Und so endete unser ohnehin schon ziemlich feuchter Tag schließlich mit einem weiteren freiwilligen Wasserprogramm 😂.

 

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So viel zu unseren Erlebnissen in und um Ucluelet. Am nächsten Morgen wollten wir uns noch Tofino ansehen — im Vergleich zu Ukee deutlich touristischer, exklusiver und lebhafter, mit zahlreichen Boutiquen, Kunstgalerien und - wie es heißt - erstklassigen Restaurants.

Beide Orte liegen nur rund 40 Kilometer voneinander entfernt an der Westküste von Vancouver Island und werden durch den Pacific Rim National Park Reserve voneinander getrennt. Einen Teil dieses Parks würden wir am nächsten Tag übrigens ebenfalls besuchen und auch sonst noch einiges Schönes sehen - also bleibt dran 😊!

 

 

Ich hoffe, ihr hattet ein angenehmes Pfingst-Wochenende!

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Alles Liebe & bis bald 💋!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

 


1 Kommentar:

  1. Es ist gut, dass ihr Licht und schöne Momente haben könnt. Leider kann ich das nachvollziehen und sende eine große Umarmung.
    Auf Düfte und alle Sinne! Danke fürs Anmerken!
    Auf gemalte Lachse! Humor hilft! Herrlich, dein Schreibstil.
    Oh, der Otter ist süß!
    Tja, Wal... wir hatten ja ein Drama hier...
    Ich freue mich auf mehr - herzliche Grüße aus der Löwenstadt.

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