Mittwoch, 8. Februar 2023

Costa Rica - 5. Kapitel: La Paz Waterfall Gardens

 HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Costa Rica 2022.


¡Pura Vida, ihr Lieben!

Vielen Dank für eure tollen Kommentare zum 4. Kapitel meines Costa-Rica-Reiseberichts, in dem ich euch einige der sehenswerten Seiten von San José zeigte. Heute unternehmen wir einen Tagesausflug in die Provinz Heredia im Norden des Zentraltals - kommt ihr mit?

Tag 3 Dienstag 22. Nov 2022 
Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel wurden wir zu unserem Ausflug abgeholt. Etwas mehr als eine Stunde von San José entfernt befinden sich die La Paz Wasserfallgärten.

Vermutlich hätte schon die Fahrt dorthin ein Vergnügen sein können. Jedoch gab es hier bereits das erste Sprachproblem mit einem Fahrer. Im Kleinbus hatte nämlich offenbar jemand irrtümlich die Heizung eingeschaltet - und es war wirklich nicht kalt in San José 🥵! Außer uns saß nur ein britischer Tourist im Wagen, der zu höflich oder zu schüchtern war, um sich an den Fahrer zu wenden. Oder er war ebensowenig verstanden worden wie wir. Der Fahrer antwortete uns mit einem Handzeichen, das man in unterschiedlicher Weise interpretieren konnte. Wir dachten, er würde andeuten, dass man wegen eines Defekts leider nichts machen könne. (Das hätte uns nicht weiter gewundert, da sich der Bus sehr langsam und mit ziemlich lauten Motorengeräuschen über die kurvigen Bergstraßen quälte.) Dabei hieß es wohl "Ich verstehe nicht..." Am Ende unserer Fahrt, als wir schon ziemlich gut durchgebraten waren, begriff er unsere Pantomime - und drückte auf jenen Knopf, der die Heizung ausschaltete 😅.

Der Weg führte an Rinderweiden, weitläufigen Kaffeeplantagen und Erdbeerfeldern vorbei - diese Früchte gedeihen wohl in der Vulkanerde und im Klima dieser Region besonders gut. Bei einem Laden, in dem "Vulkan-Erdbeeren" verkauft wurden, gab es eine Kostprobe von Erdbeerwein und wir durften in einen anderen (normal temperierten) Kleinbus umsteigen. Zuvor musste ich aber noch ein paar der schönen blauen Hortensien fotografieren, die dort überall am Wegesrand gediehen, und außerdem ein paar Streicheleinheiten vergeben. (Ich greife ja nicht unbedingt alle Hunde an, die mir irgendwo vor die Füße laufen, aber der hier brauchte offenbar dringend ein bisschen Zuneigung und war sehr lieb. Leckerlis hatte ich leider keine dabei...)
 

 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Und dann waren wir endlich an unserem Ziel - und mussten erst einmal tief Luft holen angesichts des atemberaubenden Anblicks: Das Wildlife Refuge La Paz Waterfall mit dem tropischen zoologischen Garten liegt eingebettet in eine wundervolle, waldbedeckte Berglandschaft. 

 

Es beherbergt über 100 Tierarten, fünf Wasserfälle und einen Nebelwald. (In der unteren Collage seht ihr einen Übersichtsplan.) Wir hatten uns dieses Ausflugsziel vor allem deshalb ausgesucht, weil wir darauf hofften, einigen der selten zu sehende Tierarten Costa Ricas zu begegnen und ein paar brauchbare Fotos von ihnen anfertigen zu können. Diese Hoffnung wurde nur teilweise erfüllt, aber wir kamen dennoch auf unsere Kosten.

Ich werde euch jedenfalls nur einen kleinen Teil der Tierfotos zeigen, die dort entstanden sind. Von Aras, Faultieren und Affen gelangen uns im späteren Verlauf unserer Reise interessantere Aufnahmen als hier im Zoo. Und von manchen Tieren gelangen uns hier wie dort keine guten Fotos...

Im Schmetterlingshaus jedoch wurde uns einiges geboten - hier bekamen wir die Chance, verschiedene Falter zu fotografieren, die wir in der freien Natur zwar sahen, aber niemals ein scharfes Foto zustande brachten. Und das Eichhörnchen (Rotschwanzhörnchen - Sciurus granatensis), das wir in der Nähe des Schmetterlingshauses entdeckten, war das einzige, das uns in Costa Rica begegnete.

Oben links und großes Foto Mitte: Schokoladenfalter (Siproeta epaphus), 3. Foto links: Zebrafalter (Heliconius charithonia), unten Mitte: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), unten rechts: vermutlich Dione Juno 
 
Besonders beeindruckend sind natürlich die Blauen Morphofalter (Morpho peleides) oder Himmelsfalter mit ihren leuchtend blauen Flügeloberseiten und einer Flügelspannweite von bis zu 12 Zentimetern! Ich habe unten das Foto eines (verletzten, aber flugfähigen) Morpho eingefügt, der sich auf der Jacke eines Mannes niederließ - so könnt ihr die Proportionen besser abschätzen. Die Unterseite des Blue Morpho sieht auch hübsch, aber längst nicht so spektakulär aus, sie ist braun-weiß gemustert mit gelb umrandeten Augenflecken.
 
Der schöne schwarzbraun-grüne Schmetterling ist ein Malachitfalter (Siproeta stelenes). Um welchen Falter es sich bei dem frisch geschlüpften gelben Exemplar rechts handelt, konnte ich leider nicht herausfinden. Für Identifikationshilfen oder Korrekturen bin ich - wie immer - dankbar.

Besonders freute ich mich über das Wiedersehen mit Kolibris! (Ich habe euch z.B. HIER schon erzählt, wie sehr mich diese kleinen Vögelchen begeistern.) Sie schwirrten in den Waterfall Gardens in freier Wildbahn umher, aber dank der mit Zuckerwasser gefüllten Futterspender wurden sie an einer bestimmten Stelle angelockt und ließen sich somit besser betrachten und fotografieren. 

Um sie besser identifizieren zu können, gab es in der Nähe der Futterstellen eine Tafel. Trotzdem war es nicht immer leicht, die Vögel zuordnen zu können, da sie den Zeichnungen zum Teil nicht sehr ähnlich sahen. Also nahm ich auch noch Google Lens zuhilfe und verglich dann mit der Tafel, welche Kolibris in dieser Region überhaupt vorkommen.*)

Rechte Seite von oben nach unten: Purpurkehlnymphe ♀ (Lampornis calolaemus), Violettdegenflügel ♂ oder Purpurdegenflügel (Campylopterus hemileucurus), Feuerkehlkolibri (Panterpe insignis) - hier stand übrigens dabei "Häufigkeit der Sichtungen: Selten"

*) Ich war und bin mir dennoch bei vielen Exemplaren nicht ganz sicher und nehme Korrekturen weiterhin dankbar entgegen.

Der Vogel in der folgenden Collage ist kein Kolibri, sondern ein Zuckervogel (Coereba flaveola) oder Bananaquit, er hielt sich aber in deren Nähe auf. Bananaquits können sich von Insekten oder Beeren ernähren - aber sie saugen auch Nektar aus Blüten. Dazu müssen sie sich jedoch an Zweigen festhalten, da sie nicht nicht wie Kolibris in der Luft stehen können - und sie durchbohren schwer zugängliche, schlauchförmige Blüten mit dem Schnabel von der Seite (wie man auf meinem Foto ganz links sieht). An den Futterspendern habe ich diese Vogelart nicht gesehen, vermutlich ist der Schnabel zu kurz.


Der Kolibri auf dem großen Foto in der Mitte ist offenbar wieder eine Purpurkehlnymphe ♀ (Lampornis calolaemus), daneben noch ein Violettdegenflügel ♂ (Campylopterus hemileucurus), untere Reihe Mitte: Grünstirn-Brillantkolibri oder Grünscheitelbrillant (Heliodoxa jacula). Und wie ihr unten links seht, prangt am 20.000-Colones-Schein auch ein Kolibri (aber fragt mich bitte nicht, welcher 😁).

Unten auf dem großen Foto und in der übernächsten Collage - sind das jetzt auch Grünstirn-Brillantkolibris (Heliodoxa jacula)? Oh Mann, liebe Vogelexperten, wie macht ihr das nur mit der richtigen Zuordnung? Ich bin schon ganz wirr im Kopf von all den ähnlich aussehenden und sich doch (oft nur in Winzigkeiten) unterscheidenden Vögelchen mit unterschiedlichen Namen! (Und manchmal handelt es sich um dieselbe Art, aber sie sehen dennoch unterschiedlich aus...) Meine Hochachtung, dass ihr das könnt!

 
Edi war - wie man sieht - am Verhungern und wollte bereits die Pflanzen verschlingen 😉 - zum Glück kündigte unser Guide die bevorstehende Mittagspause im Colibries Restaurant an. Offenbar war auch ich bereits zu hungrig um zu Knipsen, denn ich habe weder das Restaurant noch unser Essen fotografiert 😄! (Es gab hier jedenfalls Leckeres vom Buffet.)
 
Für die an Outfits Interessierten kurz noch ein paar Worte dazu: Die dunkelblaue Wanderhose habe ich mir im vergangenen Jahr im Hinblick auf die Costa-Rica-Reise gekauft, weil sie leicht ist, aus schnell trocknendem Material besteht und die Hosenbeine abgezippt werden können. Sie wurde übrigens von Tch*bo umweltfreundlich produziert. (Ich habe sie natürlich auch bei Wanderungen in der Heimat inzwischen schon mehrmals getragen. Abgezippt habe ich sie allerdings noch nie 😉 - bzw. nur daheim, um zu testen, ob es funktioniert.) 
Das gelb-weiß geblümte, koffertaugliche und ebenfalls schnell trocknende Oberteil ist eine Errungenschaft von der "Swap-Aktion" beim ue30-Bloggertreffen in München im Mai 2019 (von Maren); die gelbe Funktions-Wanderjacke leistet mir seit einigen Jahren schon gute Dienste bei Ausflügen in die Natur und die Antilopenlederhüte, die Edi und ich hier im "Partnerlook" tragen, haben wir 2016 in Namibia erstanden. (Der beste Sonnenhut, den ich je hatte!)

 
Edle Geschöpfe in Gefangenschaft: Nach dem Mittagessen war es an der Zeit, zu den "Dschungelkatzen"-Gehegen zu gehen. In mir kämpfen stets zwei Seiten gegeneinander: Die Seite, die diese wundervollen, für die Wildnis geschaffenen Tiere niemals in Gefangenschaft wissen möchte - und die Seite, die voller Glück ist, diese atemberaubenden Kreaturen aus nächster Nähe erleben zu können und zu wissen, dass sie hier nicht von Wilderern oder Lebensraumverlust bedroht werden.*) Ich würde mir eine Welt wünschen, in der Ozelote, Pumas und Jaguare (und all die anderen Wildtiere) frei und ohne Bedrohung existieren können, doch unsere Welt ist leider nicht so - also sind Nachzuchtprogramme und der Versuch, den Menschen den Wert dieser Lebewesen nahe zu bringen, derzeit die einzige Chance, ihr Überleben zu sichern. 
 
*) Bitte beachtet in diesem Zusammenhang auch die Petition am Ende meines Posts - Danke!

Oben Mitte: Ozelot (Leopardus pardalis), andere Fotos Puma (Puma concolor)
 
Wie alle anderen, die vor den Gehegen der Großkatzen standen, waren auch Edi und ich voller Staunen und Begeisterung über die eleganten, geschmeidigen Bewegungen, und wir fühlten uns aufgeregt und dankbar, dass wir diese schönen Tiere hier so nahe sehen durften. In freier Wildbahn würde uns eine solche Begegnung wohl kaum gelingen - schon gar nicht so hautnah - und wenn doch, dann hätten wir vermutlich nicht den Nerv, sie zu fotografieren 😉
 
Zwei verschiedene Jaguare (Panthera onca) in den La Paz Waterfall Gardens

Ich habe übrigens auch ein kurzes Video vom Jaguar, der sich elegant durch sein Gehege bewegte, aufgenommen. Doch wegen der Spiegelung der Fensterscheiben ist es nur sehr kurz geworden. Wenn ihr auf diesen Link klickt könnt ihr hingegen eine wirklich sehenswerte virtuelle Tour durch die gesamte Anlage machen. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch Jaguare und Panther sowie einige weitere der dort lebenden Tiere ganz ohne Spiegelungen bewundern und ihr seht fantastische Bilder der Wasserfälle.

🐆 
 
 

Zu den faszinierenden Gesichtern von Puma und Jaguar hat sich in der oberen Collage auch ein Rind gesellt, das zu einem speziellen Gespann gehörte: Unten seht ihr einen der handbemalten, traditionellen Ochsenkarren, die in früheren Zeiten verwendet wurden, um damit z.B. die geernteten Kaffeebohnen zu transportieren.

 

Eines der Schilder in der oberen Collage zeigt die Wege zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in den La Paz Waterfall Gardens an. Das zweite Schild verrät uns die Namen und die Höhe von drei der insgesamt fünf Wasserfälle des Areals. 

Und natürlich wanderten Edi und ich zu allen fünf Wasserfällen - was für ein Getose! Wunderbar! 

 

Danach war unser Ausflug zu Ende; wir trafen uns zum vereinbarten Zeitpunkt mit dem Guide beim Souvenirshop, und kurze Zeit später ging es mit einem (diesmal nicht überheizten) Kleinbus nach San José zurück. Bei der Gelegenheit waren wir sehr froh, nicht selbst mit einem Leihwagen unterwegs zu sein, denn die Straßen sind zur Stoßzeit regelmäßig total verstopft und wir brauchten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir bei unserem Hotel waren. 

Zum Abendessen suchten wir wieder das Cafe Otoya Bistro auf, über das ich euch schon im letzten Blogbeitrag erzählt habe. Das Gebäude mit der tierischen Wandmalerei grenzt direkt an das Otoya-Gebäude.

Das Imperial-Bier, das ich im Otoya trank, ist mein Ticket zum Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛

Die Fotos mit der regennassen Fahrbahn habe ich allerdings schon am Vortag aufgenommen, als wir mit Christine dort waren. Am Abend des 22. November regnete es in der Hauptstadt nicht. Stattdessen hatte den ganzen Tag über ein mehr oder weniger blauer Himmel geherrscht (siehe Himmelscollage unten) - nur im Nebelwald hat man davon nicht viel bemerkt: Bei den La Paz Wasserfällen hat der Himmel eher weiß oder hellgrau gewirkt...


Ich danke euch fürs Mit-Reisen und Mit-Erleben! Beim nächsten Mal wird es noch spannender, denn ab nun geht's raus aus der städtischen Komfortzone und hinein in eines der Wildgebiete mit der größten biologischen Vielfalt Costa Ricas - den Tortuguero Nationalpark. Ich freue mich schon darauf, euch über unsere Zeit dort zu erzählen!


Fotos: Herr und Frau Rostrose 

¡Adiós & Hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook


PS:

In Costa Rica gibt es einige Schutzgebiete für den Jaguar. Das ist leider längst nicht überall so. Der Gran Chaco ist eine Region mit Trockenwäldern und Dornbuschsavannen im Inneren Südamerikas. Doch wie an traurigerweise so vielen Orten dieser Welt wüten auch hier die Bulldozer oder absichtlich gelegte Feuer, um Platz zu schaffen für Rinderweiden und Futtermittel-Plantagen mit Gen-Soja - mit fatalen Folgen für das Weltklima. Und hier, im argentinischen Gran Chaco, kämpfen die letzten 20 Jaguare ums Überleben. 

Die Zeit drängt: Wir müssen jetzt Druck aufbauen, um die Verantwortlichen dazu zu bringen, den Lebensraum der Jaguare zu schützen. Klickt bitte HIER zur Greenpeace-Petition. Jede einzelne Stimme zählt, um diese wundervollen Geschöpfe zu retten!



Mittwoch, 1. Februar 2023

Costa Rica - 4. Kapitel: Streifzug durch San José

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Costa Rica 2022


¡Pura Vida!

In den ersten drei Kapiteln habe ich euch das Land und unsere Reiseroute vorgestellt - jetzt geht's erst so richtig los mit meinem Costa-Rica-Reisebericht. Denn ab heute stelle ich euch die einzelnen Stationen unserer Reise vor.

Tag 1 Sonntag 20. Nov 2022 
Über unseren ersten Urlaubstag gibt es nicht viel zu berichten - wir haben ihn im Flugzeug verbracht. Am Flughafen von San José wurden wir von einem ARA-Tours-Mitarbeiter empfangen, bekamen die Reiseunterlagen und wurden in unser Hotel chauffiert, wo wir uns recht bald erschöpft zur Ruhe begaben. 
In Europa war es jetzt schließlich schon mitten in der Nacht! Für die meisten Menschen sind es Langstreckenflüge nach Osten, die die innere Uhr besonders stark durcheinander bringen - bei Edi und mir sind es aber bisher immer die Flüge nach Westen gewesen.
Der Jetlag begleitete uns mehr oder weniger durch den gesamten Urlaub - wir kämpften allerdings auch nicht allzu sehr dagegen an, da es bei unserer Tour durch Costa Rica nicht unpraktisch war, ein Frühaufsteher zu sein 😉. (Aber um etwa drei Stunden mussten wir unsere innere Uhr doch verstellen.)
 
Unser Hotel in San José: Das Aurola Holiday Inn, ein typisches Großstadt-Hochhaushotel; hier gefielen uns vor allem die bequemen, großen Betten mit angenehm weichen Kopfkissen und die große Auswahl beim Frühstücksbuffet. Außerdem befindet es sich in Gehnähe zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
 

 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Tag 2 Montag 21. Nov 2022
Ein paar Hintergrund-Infos zur Geschichte: Seit 1568 und bis 1821 standen die zentralamerikanischen Staaten unter spanischer Oberherrschaft und danach kurz (bis 1823) unter mexikanischer. Der Regierungssitz Costa Ricas befand sich seinerzeit in der alten spanischen Hauptstadt Cartago. Juan Mora Fernández, das erste gewählte Staatsoberhaupt des Landes, wollte ein Zeichen der Unabhängigkeit setzen und verlegte den Regierungssitz im Jahr 1824 nach San José (das bis dahin ein unbedeutendes kleines Dorf gewesen war).
 
San José liegt im Herzen des Landes, im Valle Central, 1.170 Meter über dem Meeresspiegel. Auch heute noch handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Hauptstadt, denn hier leben nur rund 340.000 EinwohnerInnen. Dennoch ist San José die größte und bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Bei den Costa-Ricanern (“Ticos”) trägt San José den Spitznamen “Chepe”. Ein wirklicher Touristenmagnet ist die Stadt nicht - dennoch hat sie einiges Sehenswertes zu bieten. 

🏫⛪🏫

Wie ich euch HIER erzählte, haben wir die Reise über eine Schulfreundin meiner Cousine Marie-Claire gebucht: Christine hat einen Tico geheiratet, lebt in San José und arbeitet bei dem Reiseveranstalter ARA-Tours. Für den 21. November hatte uns Christine eine deutschsprachige Führung durch die Stadt organisiert - und wir hatten vereinbart, dass sie am Ende dieser Führung zu uns stoßen würde. Darauf freuten wir uns schon!
  
In der unteren Collage links seht ihr unsere deutschsprachige Stadtführerin Gudrun. Sie holte uns von unserem Hotel ab und unternahm einen ungefähr zweistündigen interessanten Rundgang mit uns.
 

Nicht nur im Umland ist Costa Rica von Pflanzenwuchs geprägt - auch in San José gibt es beeindruckend viel Grün zu sehen. Gudrun zeigte uns mehrere Parks mit wundervollen alten Bäumen. (Und wer länger Zeit hat als wir, kann noch weitaus mehr und größere Parks kennenlernen - z.B. den Stadtpark La Sabana, der sich sich auf einer Fläche von 0,7 Quadratkilometern erstreckt und von den EinwohnerInnen auch die „grüne Lunge der Stadt“ genannt wird.) 

Der Pavillon, den ihr in der oberen Collage rechts seht, ist der Templo de Música (= Musiktempel) im Parque Morazán. Ganz in der Nähe dieses Parks befindet sich die Casa Amarilla (= "Das Gelbe Haus“ mit dem schön verzierten Tor), dabei handelt es sich um den Sitz des Costa-ricanischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten. 

Meine Liebkosungen galten teilweise Herrn Rostrose, teilweise einem knorrigen Baum mit einer angenehm weichen Rinde. Gudrun erklärte, dass es sich bei diesen Bäumen um "Korkbäume" handeln würde, aber Korkeichen sind es wohl nicht und Ähnlichkeiten mit dem Amur-Korkbaum konnte ich auch nicht feststellen. Weiß jemand von euch mehr darüber? - [Vielen Dank an Sonjia vom Blog Breathtaking, die mir mitgeteilt hat, dass es sich tatsächlich um Korkeichen handelt und dass das knorrige Aussehen typisch für diese Baumart ist.]

Auf Reisen in warme Länder nehme ich gern das oben gezeigte blumig-bunt gemusterte Des*gual-Kleid mit - es passt für mich sehr gut zur Lebensfreude, die man mit Menschen in tropischen Regionen verbindet. Hier kombinierte ich es, weil es nicht ganz so heiß war, mit meinem geknoteten blauen Baumwolljäckchen und schwarzen Leggings - alles schon lange in meinem Besitz. 

Bei dem Gebäude aus dem Jahr 1890, das ihr unten seht, handelt es sich um das Edificio Metálico - ein Gebäude aus Metall, inspiriert vom Design des Eiffelturms. Es wurde in Belgien entworfen, vorgefertigt, in Einzelteilen verschifft und vor Ort zusammengebaut. Heute dient es als Hauptsitz der Buenaventura Corrales School, einer der ältesten Grundschuleinrichtungen des Landes.

Der schon etwas angerostete grüne Flower-Power-Bulli erinnerte mich an meine Jugendjahre 😎

Die Kessel, die ihr oben sehen könnt, befinden sich (ebenso wie das Gebäude unten mit der Aufschrift 1887 und das Dach mit der Uhr und der Costa-Rica-Flagge) auf dem Gelände der ehemaligen nationalen Spirituosenfabrik, gegründet 1856. Jetzt ist die alte Rumfabrik ein Kulturzentrum mit einem Museum für zeitgenössische Kunst und Design (Museo de Arte y Diseño Contemporáneo).

Der kleine gelbe Vogel mit der schwarzen Augenbinde (untere Collage rechts) ist wohl ein Schwefelmaskentyrann (Pitangus sulphuratus).*) [Nein, laut David ist es ein Tyrannus melancholicus (Tropical Kingbird in Englisch and Trauerkönigstyrann in Deutsch) Danke, David!]

*) Wie immer gilt: Korrigiert mich bitte, wenn ihr etwas über Tiere, Pflanzen, Orte... besser wisst als ich - danke!

Street Art in San José: Ich liebe es, wenn ursprünglich kahlen Wänden oder Gebrauchsartikeln durch Fantasie und Farbe SCHAUWERT verliehen wird. Möglicherweise sind euch in den vorangegangenen Collagen schon einige Wandmalereien oder ähnliche Kunstwerke aufgefallen - z.B. ein roter Ara und diverse psychedelisch wirkende Pflanzen auf einem Stromverteilerkasten. Bei dem Wandbild mit den zwei Grazien hier oben handelt es sich um keine Malerei, sondern um ein Mosaik - in jedem Fall hat es eine nackte Mauer in ein Kunstwerk verwandelt, das meinen Augen Freude bereitete. 

Ich fragte Gudrun, ob sie uns ein paar weitere Straßenkunst-Beispiele zeigen könne, und so machte sie mit uns einen kleinen Umweg in das Viertel La California zu einer Straße (Calle 17) mit einer sehr langen Mauer - hier wurde vor einigen Jahren mehreren costa-ricanischen Künstlern die Gelegenheit zur Verschönerung gegeben. Sie zeigte uns auch noch weitere Murals in San José. Heute bekommt ihr davon nur einige wenige Beispiele zu sehen - andere werde ich euch in späteren Posts zeigen. 

Weil ich unterwegs eine Kokosnussverkäuferin entdeckt hatte, beschloss ich, meinen Durst mit diesem gesunden und erfrischenden Getränk zu stillen. Zack - mit einem einzigen Machetenhieb war die Nuss geöffnet! 

Mein Kokosnussdrink ist mein Ticket zum Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛

Edi fotografierte mich mit meiner Kokosnuss vor einem Katzenmural und Gudrun knipste uns beide einerseits auf einer Bank vor kitschig-bunten Figuren, die zu einem Lokal gehörten, und andererseits zwischen lebensgroßen Bronzestatuen von ArbeiterInnen, Bauern und Bäuerinnen, alten Menschen und einer schwangeren Frau mit Kind, die vor der Zentralbank aufgestellt sind. Die Zentralbank repräsentiert den Reichtum, während die Figurengruppe für die vergleichsweise arme Bevölkerung steht. Wir stellten uns sympathisierend an die Seite der Armen.   

Nationalmuseum: In dem gelben Gebäude mit den Zinnen ist das Museo Nacional de Costa Rica untergebracht. Es wurde 1870 ursprünglich als Privatresidenz erbaut, wechselte mehrmals den Besitzer und wurde ab 1917 für militärische Zwecke umgebaut und genützt. Die Außenwände zeigen noch Einschusslöcher aus dem Bürgerkrieg 1948. Mit der Abschaffung des Heeres im Jahr 1949 wurde die Kaserne Bellavista zum Sitz des Nationalmuseums. Das Museum informiert über Geologie, Archäologie sowie über präkolumbische, Religions-, Kolonial- und moderne Geschichte Costa Ricas. Die Außenfassade wurde erst vor kurzem renoviert und gelb gestrichen.

Bei den wunderschön gelb blühenden Bäumen handelt es sich um Trompetenbäume, mutmaßlich um den Tabebuia aurea - Goldtrompetenbaum.

Teatro Nacional: Das Nationaltheater, das dem Pariser Opernhaus nachempfunden wurde, befindet sich an der Plaza de la Cultura und ist eines der bekanntesten und attraktivsten Bauwerke in San José. Es wurde mit öffentlichen Geldern zwischen 1890 und 1897 erbaut - aus Ziegelstein auf Steinsockeln, die Verkleidung ist aus Granit und Marmor. In früheren Zeiten war es neben Aufführungen von nationalen und internationalen KünstlerInnen auch der Schauplatz für Staatsbesuche und Tanzveranstaltungen. Das Lokal und der Eingangssaal können gratis besichtigt werden; im Rahmen einer geführten Tour können auch weitere Säle des Theaters besucht werden. 

Auch wenn San José eine sehr junge Hauptstadt ist, in der es (im Gegensatz zu den meisten anderen lateinamerikanischen Hauptstädten) kaum Kolonialarchitektur zu bewundern gibt, kann man hier also dennoch sehenswerte Gebäude finden. Leider wirkt der Mix zwischen historischen Häusern, Wolkenkratzern und plattenbauartigen "Schuhschachteln" nicht sehr harmonisch. Doch das ist ja in vielen anderen Großstädten genauso.

In den Einkaufsstraßen von San José herrscht jedenfalls quirliges Leben. Witzig fanden wir, dass viele Ticos beim Vorübergehen an der üppigen Frauenstatue, die ihr oben links seht, es nicht lassen konnten, ihre Brüste, ihre Hände oder ihren Po zu berühren. (Sie sieht daher an diesen Stellen schon etwas abgegriffen aus 😉.) Die 2,10 Meter große  Bronzestatue "La Chola" wurde vom costa-ricanischen Künstler Manuel Vargas geschaffen und im Jahr 2004 an der Avenida Central aufgestellt. “La Chola” wurden früher jene Mädchen und Frauen genannt, die aus der Provinz Guanacaste nach San José einwanderten, um hier als Dienstmädchen zu arbeiten. Offenbar gilt das Berühren der Figur als glücksbringend. 

Correos de Costa Rica: Das in den Jahren 1914 bis 1917 errichtete Hauptpostamt gefiel uns besonders gut. Es befindet sich in einem imposanten Gebäude im französischen Stil. Neben dem Postamt beherbergt es auch noch ein Briefmarkenmuseum. Das benachbarte Hochhaus der Banco Nacional wird von manchen als interessanter Gegenpol betrachtet - nennt mich altmodisch, mir tut dieser Kontrast in den Augen und in der Seele weh.

 

Bei den Vögeln in der folgenden Collage benötige ich die Identifikationshilfe meiner vogelkundigen Blogfreunde: Die Identifikationsangebote von Google Lens sind zum Teil Humbug (die Schlankschnabelgrackeln sind ausgestorben und es sind definitiv keine Amseln), am wahrscheinlichsten erscheint mir, dass es sich um Nicaragua-Grackeln (Quiscalus nicaraguensis) handelt, die sowohl in Nicaragua als auch in Costa Rica vorkommen. [Vogelkenner David hat mir geschrieben, dass es sich um einen Quiscalus mexicanus handelt (Great-tailed Grackle in Englisch and Großschwanzgrackel in Deutsch).] Diese Vögel haben wir jedenfalls fast überall im Land gesehen - und gehört, denn sie waren ziemlich laut 😉...

Den Obst- und Gemüse-Laden oben habe ich fotografiert, weil mir dessen Buntheit gefiel. Kurze Zeit später zeigte uns Gudrun den Mercado Central, den größten Markt in San José. Er wurde 1880 gegründet und nimmt einen ganzen Block an der Avenida Central ein. An über 200 Ständen werden Obst, Gemüse und andere Lebensmittel, Gewürze und Kräuterheilmittel, Haushaltswaren, Souvenirs und noch vieles mehr verkauft. Täglich besuchen Zehntausende Menschen den Markt. Zusätzlich zu den Marktständen gibt es die sogenannten Sodas (kleine preisgünstige Restaurants) und Cafés. 

Bei dieser Gelegenheit lud uns Gudrun zu einem „Café chorreado“ ein, den typischen Kaffee aus Costa Rica. Vereinfacht gesagt wird hier gemahlener Kaffee langsam und geduldig durch einen sockenartigen Stoffbeutel gefiltert; auf diese Weise kann der berühmte Kaffee des Landes sein volles Aroma entfalten.

Und hier war es auch, wo wir endlich Christine persönlich kennenlernten - ihr seht sie rechts unten neben Gudrun.
 

Christine begleitete Gudrun, Edi und mich dann auch noch beim Rest unseres Stadtrundgangs. Unter anderem besichtigen wir die Catedral Metropolitana (Metropolitankathedrale von San José). Die ursprüngliche Kathedrale wurde 1802 erbaut, aber durch ein Erdbeben zerstört. Die Kathedrale, wie wir sie heute sehen, wurde 1871 errichtet:

Anschließend zeigte uns Christine ein Lokal in der Nähe unseres Hotels - das Cafe Otoya Bistro - wo wir uns zusammen mit ihr ein preisgünstiges und köstliches Mittagsmenü gönnten. Dieses hippe, kleine Bistro gefiel uns so gut, dass wir es auch am nächsten Tag und abermals am Ende unseres Urlaubs besuchten

Hier plauderten wir eine Weile angeregt mit Christine - über ihre Schulfreundin Marie-Claire, die die Frau meines Cousins Norbert ist, über Christines Leben in Costa Rica und über einige Dinge, die wir von diesem Land wissen wollten. Als wir im Café Otoya saßen regnete es, doch freundlicherweise hörte der Regen wieder auf, als wir fertig gegessen hatten und wieder aufbrachen. (Denn nach dem Essen musste Christine ihren Sohn von der Schule abholen, während Edi und ich eine Pause im Hotel brauchten.)

Cafe Otoya Bistro

Am späteren Nachmittag folgten wir einem Tipp von Gudrun und Christine und besuchten das Goldmuseum, das sich unterhalb der Plaza de la Cultura - in unterirdischen Räumen nahe des Nationaltheaters - befindet. (Die fünf großen Rohre, die ihr in der nächsten Collage seht, gehören zur Entlüftungsanlage des Museums. Sie sind auf dem Platz deutlich zu sehen.)

Museum für präkolumbianisches Gold: Für die Besichtigung werden vonseiten des Museums ein bis drei Stunden empfohlen. Da es bereits um 17 Uhr schließt und wir uns erst recht spät zum Besuch entschieden hatten, blieb uns bloß noch eine Stunde - das war knapp! Wir sind glücklicherweise auch sonst immer recht flott bei Besichtigungen - wer gerne länger bei Exponaten verweilt, braucht definitiv mehr Zeit. 


Hier wird eine große Sammlung von präkolumbianischen Artefakten präsentiert - nicht alle sind aus Gold, z.B. gibt es auch tönerne Okarinas etc. zu sehen. Ebenso wie die Musikinstrumente stellen auch die sehr detailreichen Goldfiguren zumeist Tiere dar (sehr häufig Frösche, die vermutlich wegen der Pfeilgifte einen besonderen Wert für die Menschen hatten). Unter anderem wird gezeigt, mit welchen Mitteln die Ureinwohner der Region die Figuren und Schmuckstücke herstellten. Für Numismatiker ist wohl noch interessant, dass es im Museum auch eine Ausstellung historischer Goldmünzen gibt.

Danach versuchten wir uns nur noch ein paar Stunden mit Lesen und Fernsehen munter zu halten, um nicht schon um 18 Uhr einzuschlafen. Überraschenderweise fanden wir in Costa Ricas Hotels nur wenige englischsprachige TV-Sender!
 
In Jamaica und sogar in Kuba hatten wir in fast allen Hotels US-TV sehen können, und das half uns immer ganz gut, um den Jetlag auszutricksen. Wir hatten also fest damit gerechnet, dass das auch hier der Fall sein würde, doch die meisten US-amerikanische Serien und Spielfilme wurden in synchronisierter Form gezeigt. Und man durfte beim Programmangebot nicht wählerisch sein. Also sahen wir uns z.B. Knight-Rider mit einem fließend spanisch parlierenden David Hasselhoff oder Die Hard mit einem in spanischer Sprache fluchenden Bruce Willis an (wobei wir mit unseren mickrigen Spanischkenntnissen natürlich kaum ein Wort verstanden. Aber nunja, diese Sendungen sind ohnehin selbst erklärend 😉). 
 
Der Sender, den wir am häufigsten sahen, bekam bei uns den Titel "Meerschweinchen-TV" 😁, weil hier ausschließlich spanisch synchronisierte US-Doku-Serien mit Tier-Bezug gezeigt wurden - zumeist ging es um Haus- und Bauernhoftiere wie Ziegen, Schafe oder Rinder 🐑🐂🐐🐎🐇🐄 mit gesundheitlichen Problemen, die mit Methoden wie Physiotherapie, Beinprothesen, psychologischen Tricks etc. behandelt wurden. (Manchmal ging's aber auch um Alligatoren und um Wilderei 🐊 ...)
 
🦋🐆🐦🐸

Apropos Tier-Bezug - der nächste Tag führte uns zu den La Paz Waterfall Gardens - einem Ort, an dem wir sowohl Wasserfälle als auch zahlreiche interessante Tiere zu sehen bekamen. Ich hoffe, ihr seid also auch beim nächsten Costa-Rica-Kapitel wieder mit dabei! 

Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Manchmal kommt es anders ... und für eure Besserungswünsche für meinen Mann. Allmählich wird es etwas besser und er findet vor allem wieder genug Schlaf, der Husten hält sich aber hartnäckig. Seine Ärztin meinte, grippale Infekte würden jetzt ganz allgemein länger dauern als vor der Covid-Pandemie - im Durchschnitt etwa drei Wochen - und führte das auf das Maskentragen zurück. Ich selbst scheine ganz gut davongekommen zu sein. Nach wie vor habe ich an manchen Tage Halsweh oder schnupfe ein bisschen herum, aber es dürfte mich nicht annähernd so schlimm erwischt haben wie Edi. Möge es für uns alle ein guter Februar werden!!!


Fotos (wenn nicht anders angegeben): Herr und Frau Rostrose 

¡Adiós & Hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e

Rostrose auf Facebook


PS:

Costa Rica gilt zwar als "Umwelt-Musterland", aber leider ist auch hier längst nicht alles perfekt. Wie in vielen anderen Ländern haben Großunternehmer viel zu viel Macht. Wie uns von einem unserer Guides berichtet wurde, ist vor allem der Ananasanbau problematisch im Zusammenhang mit Pestiziden. Nun habe ich ein Schreiben von SumOfUs  erhalten, in dem es genau darum geht. (Link zur englischsprachigen Seite von SumOfUs)

 

Seit Jahrzehnten hält das ImkerInnenpaar Guillermo und Andrea die stachellosen Melipona-Bienen auf seiner kleinen Farm im ländlichen Costa Rica; die Familie verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Honig. Doch giftige Pestizide bedrohen das Leben ihrer Bienen. Schon die Hälfte der Bienenstöcke wurde zerstört - denn Agrar-Giganten verseuchen die benachbarten Felder, um dort Massenexportprodukte wie Ananas anzubauen. Das Paar braucht jetzt unsere Hilfe; gemeinsam können wir Guillermo und Andrea zur Seite stehen und den Bienen helfen. Wenn wir alle den Preis einer Tasse Kaffee beisteuern, kann von SumOfUs juristische Hilfe engagiert werden, um den Schutz ihrer Bienen einzuklagen und Sicherheitskameras aufzustellen! Mehr darüber HIER: https://actions.sumofus.org/a/melipona-bienen-1/