Vielen Dank für eure tollen Kommentare zum 4. Kapitel meines Costa-Rica-Reiseberichts, in dem ich euch einige der sehenswerten Seiten von San José zeigte. Heute unternehmen wir einen Tagesausflug in die Provinz Heredia im Norden des Zentraltals - kommt ihr mit?
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Und dann waren wir endlich an unserem Ziel - und mussten erst einmal tief Luft holen angesichts des atemberaubenden Anblicks: Das Wildlife Refuge La Paz Waterfall mit dem tropischen zoologischen Garten liegt eingebettet in eine wundervolle, waldbedeckte Berglandschaft.
Es beherbergt über 100 Tierarten, fünf Wasserfälle und einen Nebelwald. (In der unteren Collage seht ihr einen Übersichtsplan.) Wir hatten uns dieses Ausflugsziel vor allem deshalb ausgesucht, weil wir darauf hofften, einigen der selten zu sehende Tierarten Costa Ricas zu begegnen und ein paar brauchbare Fotos von ihnen anfertigen zu können. Diese Hoffnung wurde nur teilweise erfüllt, aber wir kamen dennoch auf unsere Kosten.
Ich werde euch jedenfalls nur einen kleinen Teil der Tierfotos zeigen, die dort entstanden sind. Von Aras, Faultieren und Affen gelangen uns im späteren Verlauf unserer Reise interessantere Aufnahmen als hier im Zoo. Und von manchen Tieren gelangen uns hier wie dort keine guten Fotos...
Im Schmetterlingshaus jedoch wurde uns einiges geboten - hier bekamen wir die Chance, verschiedene Falter zu fotografieren, die wir in der freien Natur zwar sahen, aber niemals ein scharfes Foto zustande brachten. Und das Eichhörnchen (Rotschwanzhörnchen - Sciurus granatensis), das wir in der Nähe des Schmetterlingshauses entdeckten, war das einzige, das uns in Costa Rica begegnete.
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| Oben links und großes Foto Mitte: Schokoladenfalter (Siproeta epaphus), 3. Foto links: Zebrafalter (Heliconius charithonia), unten Mitte: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), unten rechts: vermutlich Dione Juno |
Besonders freute ich mich über das Wiedersehen mit Kolibris! (Ich habe euch z.B. HIER schon erzählt, wie sehr mich diese kleinen Vögelchen begeistern.) Sie schwirrten in den Waterfall Gardens in freier Wildbahn umher, aber dank der mit Zuckerwasser gefüllten Futterspender wurden sie an einer bestimmten Stelle angelockt und ließen sich somit besser betrachten und fotografieren.
Um sie besser identifizieren zu können, gab es in der Nähe der Futterstellen eine Tafel. Trotzdem war es nicht immer leicht, die Vögel zuordnen zu können, da sie den Zeichnungen zum Teil nicht sehr ähnlich sahen. Also nahm ich auch noch Google Lens zuhilfe und verglich dann mit der Tafel, welche Kolibris in dieser Region überhaupt vorkommen.*)
Rechte Seite von oben nach unten: Purpurkehlnymphe ♀ (Lampornis calolaemus), Violettdegenflügel ♂ oder Purpurdegenflügel (Campylopterus hemileucurus), Feuerkehlkolibri (Panterpe insignis) - hier stand übrigens dabei "Häufigkeit der Sichtungen: Selten"
*) Ich war und bin mir dennoch bei vielen Exemplaren nicht ganz sicher und nehme Korrekturen weiterhin dankbar entgegen.
Der Vogel in der folgenden Collage ist kein Kolibri, sondern ein Zuckervogel (Coereba flaveola) oder Bananaquit, er hielt sich aber in deren Nähe auf. Bananaquits können sich von Insekten oder Beeren ernähren - aber sie saugen auch Nektar aus Blüten. Dazu müssen sie sich jedoch an Zweigen festhalten, da sie nicht nicht wie Kolibris in der Luft stehen können - und sie durchbohren schwer zugängliche, schlauchförmige Blüten mit dem Schnabel von der Seite (wie man auf meinem Foto ganz links sieht). An den Futterspendern habe ich diese Vogelart nicht gesehen, vermutlich ist der Schnabel zu kurz.
Unten auf dem großen Foto und in der übernächsten Collage - sind das jetzt auch Grünstirn-Brillantkolibris (Heliodoxa jacula)? Oh Mann, liebe Vogelexperten, wie macht ihr das nur mit der richtigen Zuordnung? Ich bin schon ganz wirr im Kopf von all den ähnlich aussehenden und sich doch (oft nur in Winzigkeiten) unterscheidenden Vögelchen mit unterschiedlichen Namen! (Und manchmal handelt es sich um dieselbe Art, aber sie sehen dennoch unterschiedlich aus...) Meine Hochachtung, dass ihr das könnt!
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| Zwei verschiedene Jaguare (Panthera onca) in den La Paz Waterfall Gardens |
Ich habe übrigens auch ein kurzes Video vom Jaguar, der sich elegant durch sein Gehege bewegte, aufgenommen. Doch wegen der Spiegelung der Fensterscheiben ist es nur sehr kurz geworden. Wenn ihr auf diesen Link klickt
könnt ihr hingegen eine wirklich sehenswerte virtuelle Tour durch die gesamte Anlage machen. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch Jaguare und Panther sowie einige weitere der dort lebenden
Tiere ganz ohne Spiegelungen bewundern und ihr seht fantastische Bilder der Wasserfälle.
Eines der Schilder in der oberen Collage zeigt die Wege zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in den La Paz Waterfall Gardens an. Das zweite Schild verrät uns die Namen und die Höhe von drei der insgesamt fünf Wasserfälle des Areals.
Und natürlich wanderten Edi und ich zu allen fünf Wasserfällen - was für ein Getose! Wunderbar!
Danach war unser Ausflug zu Ende; wir trafen uns zum vereinbarten Zeitpunkt mit dem Guide beim Souvenirshop, und kurze Zeit später ging es mit einem (diesmal nicht überheizten) Kleinbus nach San José zurück. Bei der Gelegenheit waren wir sehr froh, nicht selbst mit einem Leihwagen unterwegs zu sein, denn die Straßen sind zur Stoßzeit regelmäßig total verstopft und wir brauchten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir bei unserem Hotel waren.
Zum Abendessen suchten wir wieder das Cafe Otoya Bistro auf, über das ich euch schon im letzten Blogbeitrag erzählt habe. Das Gebäude mit der tierischen Wandmalerei grenzt direkt an das Otoya-Gebäude.
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| Das Imperial-Bier, das ich im Otoya trank, ist mein Ticket zum Linkup T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛 |
Die
Fotos mit der regennassen Fahrbahn habe ich allerdings schon am Vortag
aufgenommen, als wir mit Christine dort waren. Am Abend des 22. November regnete
es in der Hauptstadt nicht. Stattdessen hatte den ganzen Tag über ein mehr oder weniger blauer Himmel geherrscht (siehe Himmelscollage unten) - nur im Nebelwald hat man davon nicht viel bemerkt: Bei den La Paz Wasserfällen hat der Himmel eher weiß oder hellgrau gewirkt...
¡Adiós & Hasta la próxima!
eure T r a u d e
PS:
In Costa Rica gibt es einige Schutzgebiete für den Jaguar. Das ist leider längst nicht überall so. Der Gran Chaco ist eine Region mit Trockenwäldern und Dornbuschsavannen im Inneren Südamerikas. Doch wie an traurigerweise so vielen Orten dieser Welt wüten auch hier die Bulldozer oder absichtlich gelegte Feuer, um Platz zu schaffen für Rinderweiden und Futtermittel-Plantagen mit Gen-Soja - mit fatalen Folgen für das Weltklima. Und hier, im argentinischen Gran Chaco, kämpfen die letzten 20 Jaguare ums Überleben.
Die Zeit drängt: Wir müssen jetzt Druck aufbauen, um die
Verantwortlichen dazu zu bringen, den Lebensraum der Jaguare zu
schützen. Klickt bitte HIER zur Greenpeace-Petition. Jede einzelne Stimme zählt, um diese wundervollen Geschöpfe zu retten!


































