>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".
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Der Roadtrip geht weiter, ihr Lieben!
💚🌊🌲⛰️💚🌊🌲⛰️💚🌊🌲⛰️💚
Es gibt eine humorvolle Bemerkung über Kanada unter uns Österreichern:
"Wie die Steiermark, nur größer!"
Die Steiermark gilt nämlich als ein besonders
grünes und waldreiches österreichisches Bundesland. Und schön ist es dort wirklich 💚. Aber - und das ist für
mich der entscheidende Unterschied - in der Steiermark gibt es kein MEER 🌊.
Um genau zu sein: Es gibt in ganz
Österreich kein Meer! Wer wie ich manchmal mit der Vorstellung spielt,
in einem früheren Leben vielleicht Seefahrer gewesen zu sein, wird in
einem Binnenland über kurz oder lang etwas vermissen.
Ich
bin keine Strandnixe, keine Surferin und keine Sonnenanbeterin, aber
ich liebe es, wie die Meere dieser Welt riechen und klingen. Ich mag das
Gefühl, auf einem Boot oder auf einer Luftmatratze von den Wellen
geschaukelt zu werden. Und ich liebe die faszinierende Tierwelt, die es
im und am Meer zu entdecken gibt.
💚🌊🌲⛰️💚

21. September - Abschied von Ukee
Eine unserer Entdeckungsfahrten zur Tierwelt vor Vancouver Island habt ihr in meinem letzten Reiseberichtskapitel miterleben können - und ich danke euch herzlich für euer Interesse und eure Kommentare dazu!
Eine letzte Collage mit Fotos, die kurz vor unserer Abreise aus Ucluelet entstanden sind, möchte ich euch noch zeigen: Zu sehen sind die schöne,
noch etwas dunstige Morgenstimmung und eine Tafel in Jamie's Whaling Station.
Auf dieser Tafel
werden Tag für Tag die Erfolge (oder gelegentlichen Misserfolge) der
Wal- und Bärenbeobachtungsfahrten verzeichnet. Wie ihr erkennen könnt,
gab es vom 31. August an ausschließlich erfolgreiche Touren. Orcas
wurden allerdings nur an drei Tagen gesichtet: am 4., 6. und 7.
September.
Natürlich hoffen wir, eines Tages
ebenfalls das Glück einer solchen Begegnung zu haben. Aber wir freuen
uns auch sehr darüber, dass wir vier Buckelwale beobachten konnten, die
uns teilweise sogar ihre Köpfe zeigten und mit ihren Fluken zuwinkten
🐋.
Tofino
Wir nahmen also dankbar Abschied von Ucluelet und wandten uns
neuen Zielen zu. Als erstes dem etwas bekannteren (und auch etwas
teureren) Nachbarort Tofino, der über den Highway 4 mit Ukee verbunden
ist. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten.

Auch wenn überall zu lesen ist, dass Tofino ein lebhafter Surf-Hotspot mit gehobenen Resorts sei, präsentierte sich uns der Ort zumindest am Meer erstaunlich ruhig und gelassen.
Das Wasser lag friedlich da, die Inselchen gegenüber waren noch in zarte Nebelschleier gehüllt, ein paar Schiffe tuckerten gemächlich dahin und der
Tlaoquiaht ha’wiih Totem Pole hob sich eindrucksvoll gegen den blauen Himmel ab.
 |
| Nun gut, ein paar rasante Motorboote waren auch unterwegs 😉 |
Im
Ortszentrum hingegen war deutlich mehr los – und wir hatten tatsächlich
ein Problem, einen Kaffee zu bekommen. Das einzige Lokal, das wir
geöffnet vorfanden, war gesteckt voll, und vor dem Eingang hatte sich
bereits eine beachtliche Menschenschlange gebildet.
Wir
verzichteten daher dankend und sahen uns stattdessen lieber die
kunstvoll gestalteten Abfallbehälter an. Auch den Schutzweg mit den
Fischen fanden wir originell – ob er wohl die Lachswanderung oder
Meeresfische darstellen sollte? 😊
Das Bild des
Kapitäns an einer Hauswand war leider schon etwas mitgenommen, blieb
aber durch den Rahmen aus dicken, türkisfarbenen Tauen trotzdem ein Hingucker.
Wir begaben uns wieder auf die Suche nach schöner Natur. Davon gibt es in dieser Gegend schließlich reichlich – liegt doch zwischen Tofino und Ucluelet der Pacific-Rim-Nationalpark.
Die mystische
Nebelstimmung am Incinerator Rock zog mich sofort in ihren Bann. Das war wieder so ein "Halt an!"-Moment, wie schon beim Kennedy River Canyon 😁. Während
Edi im Auto wartete, weil wir keinen freien Parkplatz fanden, sprintete ich an den Strand, um die Surfer im milchigen Nebel zu fotografieren – die Atmosphäre war einfach magisch - findet ihr nicht auch?
Und vielleicht war tatsächlich noch eine andere Art von Magie im Spiel ...
Erst im Nachhinein erfuhren wir nämlich, dass man zum legalen Parken hier unbedingt einen Nationalpark-Pass gut sichtbar im Fahrzeug hinterlegen
muss! Welch Glück also, dass der Parkplatz komplett überfüllt war und ich
nur kurz für einen Foto-Sprint aus dem Auto gehüpft bin! 😅
💚🌊🌲⛰️💚
Combers Beach
Auch an
unserem nächsten Stopp, dem traumhaften
Combers Beach (der ebenfalls zum Nationalpark gehört) suchten wir
vergeblich nach einem Kassenautomaten und ließen es
in unserer Unwissenheit drauf
ankommen.
Erst
später erfuhren wir, dass die Ranger hier durchaus streng kontrollieren
und die Strafen empfindlich ausfallen können. Wir hatten also eindeutig
mehr Glück als Verstand 😅. Zur Nachahmung ist unser
unfreiwilliges „Wildparken“ allerdings nicht zu empfehlen: Besorgt euch den Nationalpark-Pass unbedingt vorab online oder im Besucherzentrum!
Der Weg zum Strand ist nicht lang, aber teilweise etwas steil, doch die Atmosphäre fanden wir wunderschön - denn er führt vorbei an dichten, majestätischen Bäumen und saftig grünen Farnen des Regenwaldes.

Schon bald hörten wir das Meer rauschen und es leuchtete zwischen den Bäumen hindurch. Wir sind sehr froh, dass uns der schöne Spaziergang im Nachhinein nicht durch einen Strafzettel verdorben wurde!

Außer uns beiden war nur noch ein weiteres Paar am Strand unterwegs. Wir fotografierten uns gegenseitig und hatten somit alle etwas von der Begegnung 😊.
Für zusätzliche Stranddekoration
hatte offenbar bereits jemand gesorgt: Aus den angeschwemmten
Treibholzstämmen war eine Art Zelt entstanden. Ob es als Kunstwerk,
Wetterschutz oder Spielerei gedacht war, weiß ich nicht – als
Fotokulisse machte es jedenfalls einiges her.

Diese kleine Wanderung war an diesem Tag mein persönliches Highlight ✨.
Zum einen gefiel mir, wie viel man entlang des Weges über die uralten Zedern und das faszinierende Leben im Wald erfahren konnte. Die Informationstafeln erklärten beispielsweise, dass Bäume keineswegs so einzelgängerisch sind, wie man früher dachte.

Über ihre
weit verzweigten Wurzelsysteme und die unterirdischen Pilzgeflechte
(Myzele) stehen sie miteinander in Verbindung, tauschen Nährstoffe aus
und senden sogar Warnsignale weiter. Manche Forscher sprechen deshalb
vom „Wood Wide Web“ des Waldes 🌲🍄.
Wenn ihr euch den riesigen Wurzelballen in der folgenen Collage anseht, kommt euch der Gedanke an die verborgene Welt unter
unseren Füßen vermutlich ähnlich beeindruckend vor wie uns:

💚🌊🌲⛰️💚
Der zweite Grund für meine Begeisterung flatterte plötzlich ganz knapp vor uns über den Weg. Beim ersten Mal bekam ich nur einen leuchtend blauen Wischer aus dem Augenwinkel mit, doch Edi hatte den Vogel etwas früher entdeckt als ich.
Wenig später
huschte dann ein weiterer (oder vielleicht derselbe?) blaue Vogel knapp über dem
Boden direkt vor uns von rechts nach links. Für ein Foto war er viel zu schnell – aber wir waren beide völlig aus dem Häuschen über diese Begegnung.
Wir
waren uns ziemlich sicher, dass es sich um einen Diademhäher (Steller's jay, Cyanocitta stelleri) gehandelt hatte. Allerdings erschien uns der Vogel deutlich heller, als wir ihn von Fotos kannten. Inzwischen weiß ich: Auf Vancouver Island und an der Pazifikküste lebt eine spezielle
Unterart (Cyanocitta stelleri stelleri). Während die Diademhäher im
Landesinneren (z.B. in den Rocky Mountains) oft auffällige weiße
Streifen im Gesicht haben, ist die Küsten-Variante besonders dunkel und
intensiv blau gefärbt. Doch weshalb erschien unser Vogel uns so hell und strahlend blau?
Erst
später erfuhr ich den Grund dafür: Diademhäher / Steller's jays besitzen in ihren Federn
gar kein blaues Farbpigment. Das Blau entsteht ausschließlich durch die
besondere Struktur ihrer Federn, die das Licht auf raffinierte Weise
streut und reflektiert. Je nach Blickwinkel und Beleuchtung kann der
Vogel deshalb beinahe schwarz wirken – oder plötzlich in einem
intensiven Azur- und Mittelblau aufleuchten.
Wir
hatten am Ancient Cedars Loop also nicht einfach nur einen Vogel
gesehen, sondern für einen kurzen Moment ein kleines physikalisches
Wunder der Natur erlebt. Und das war wirklich beeindruckend – selbst
wenn es nur Sekundenbruchteile dauerte.
An Fotografieren war bei diesem Tempo leider nicht zu denken - und nach den beiden Blitz-Sichtungen tauchte unser blauer Freund auch nicht mehr auf. Deshalb kann ich euch nur Fotos aus dem Internet bieten, die aber leider beide nicht den hellen Blauton "unseres" Vogels zeigen:
Während
der Diademhäher jede Kamera konsequent austrickste, blieb dieses
doppelte Spinnennetz erfreulich still sitzen und ließ sich bereitwillig
fotografieren 😊:
Sehr interessant fanden wir auch den
"kulturell veränderten Baum", den ihr in der folgenden Collage seht:
Westliche Rotzedern werden an der Pazifikküste seit Jahrtausenden von den indigenen Gemeinschaften genutzt und oft als „Baum des Lebens“ bezeichnet. Sie lieferten Material für Kanus, Häuser, Kleidung, Körbe und viele andere Gebrauchsgegenstände.
Dabei wurde die Rinde ausgewählter Bäume häufig nur auf einer Seite vorsichtig entnommen, sodass die Zeder weiterleben konnte. Die Spuren dieser nachhaltigen Nutzung sind noch heute sichtbar und werden als „Culturally Modified Trees“ (CMTs) bezeichnet. Solche Bäume stehen inzwischen unter besonderem Schutz.
Die bizarren, knorrigen Baumgeschöpfe hier unten hingegen wurden wohl allein von Wind, Wetter und Zeit geschaffen:
Oh, und hier leuchteten schon wieder die Schaumkronen der Meereswellen durch Bäume und Felsen hindurch:


Der
Wild Pacific Trail, von dem der Ancient Cedars Loop ein Teilstück ist, trägt seinen Namen also absolut zurecht.
💚🌊🌲⛰️💚
Wild ist hier aber nicht nur der Pazifik - in den umliegenden Regenwäldern lebt eine faszinierende Tierwelt mit mehreren großen Raubtierarten (siehe Schild unten)!
Die Insel weist sogar die weltweit höchste Konzentration an Pumas auf. Dennoch bekommt man sie fast nie zu Gesicht, da sie äußerst scheu sind und Menschen meiden.
Daneben gibt es die faszinierenden Küstenwölfe – eine genetisch besondere Wolfsform, die sich an das Leben am Meer angepasst hat. Sie jagen häufig in den Gezeitenzonen und ernähren sich nicht nur von Landtieren, sondern auch von Fischen, Krebsen und gelegentlich Seehunden.
Auch Rotluchse kommen auf Vancouver Island vor. Sie sind jedoch vergleichsweise klein, leben als Einzelgänger und gelten für Menschen als völlig ungefährlich.
Gesehen haben wir keines dieser Tiere. Eine Spur ihrer Anwesenheit fanden wir allerdings direkt beim Parkplatz:
Der zerfetzte Müllsack, den ich nach unserer Wanderung in Parkplatznähe entdeckt habe, geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Konto eines Schwarzbären 🐻 (vor dem das Schild ebenfalls warnt)! Die
Region um Tofino hat eine der höchsten Schwarzbärendichten weltweit. Sie
sind extrem intelligent und lernen leider schnell, wie man nicht
perfekt gesicherte Container knackt.
Genau wegen solcher Vorfälle wie am Parkplatz gilt auf der Insel das strikte Gesetz, absolut niemals Lebensmittel oder Müll offen liegenzulassen. Ein Bär, der sich an menschliche Nahrungsquellen gewöhnt, verliert oft seine natürliche Scheu und wird schließlich zum Problemfall. Deshalb gibt es den bekannten Leitsatz: „A fed bear is a dead bear.“
Apropos Parkplatz: Für den Ancient Cedars Trail benötigt man kein Nationalpark-Ticket. Der Wanderweg liegt außerhalb der Nationalparkgrenzen auf kommunalem Grund der Gemeinde Tofino, und das Parken ist (laut aktuellem Informationsstand im Internet) kostenlos. Nach unseren Erfahrungen mit den Parkregeln im Pacific Rim National Park war das eine Nachricht, die wir besonders gerne gelesen haben 😄.
💚🌊🌲⛰️💚
On the Road again
Dann ging es von der Westküste der Insel zurück Richtung Osten - allerdings nicht wirklich „direkt“: Schließlich kann man nicht stundenlang durch Vancouver Island fahren,
ohne hier und da eine kleine kulinarische Pause einzulegen 😉😋.
Unser Mittagessen (Surf & Turf) nahmen wir, wenn ich mich richtig erinnere, sogar noch in Ucluelet ein. Dort gönnte ich mir auch ein Bier - in diesem Fall allerdings Corona Cero, also die alkoholfreie Variante. Denn Edi und ich wechseln uns als Fahrer und Beifahrer ja immer wieder ab.
Später machten wir erneut Halt in Port Alberni, genauer gesagt im Wildflower Bakeshop & Café, wo uns bereits beim Hinweg die köstlichen Vanille-Plunderstücke begeistert hatten. Diesmal wurden es Croissants - und außerdem holten wir dort
endlich den Kaffee nach, den wir in Tofino vergeblich gesucht hatten
😉☕.
21.-23. September - Courtenay
Für die nächsten beiden Nächte hatten wir uns im Estuary House Reflexology B&B einquartiert. Unser Zimmer war großzügig und gemütlich, das Bad ebenfalls
– und unsere Gastgeberin erwies sich als echter Glücksgriff.
Denn unser Mercedes mit Eigenleben beschäftigte uns leider seit einigen Tagen stärker denn je. Die geheimnisvolle Warnmeldung zur Kühlflüssigkeit, die ich
bereits in der Einleitung erwähnt habe, erschien weiterhin sporadisch, ohne dass sich an der Motortemperatur etwas änderte. Wir wollten nun endlich Klarheit darüber bekommen, ob wir uns Sorgen
machen mussten oder nicht.

Da Edi
mit seiner E-SIM zwar problemlos im Internet unterwegs sein konnte,
aber nicht telefonieren, bat er unsere Zimmerwirtin um Hilfe. Freundlicherweise stellte sie nicht nur ihr Telefon zur
Verfügung, sondern übernahm schließlich sogar selbst das zermürbende Gespräch mit dem Autovermieter. Die Unterstützung durch die Road-Service-Hotline war allerdings ungefähr so hilfreich wie ein Regenschirm mit eingebautem Loch 🚗☔.
Leider fand sich niemand, der uns schlüssig
erklären konnte, ob nun tatsächlich ein Problem bestand oder nicht. Das Ärgerlichste daran: Wir hatten bei Hertz für das Road-Service extra bezahlt! Die Dame
an der Service-Nummer hatte jedoch hörbar keine Ahnung, konnte uns auch
nicht garantieren, dass die Kosten für einen Werkstattbesuch übernommen
würden und riet uns bloß, mit dem Wagen schnellstmöglich zum Flughafen
von Vancouver zu fahren. Das kam für uns allerdings nicht
infrage: Wir waren mittendin in unserer Reise, hatten Ausflüge gebucht
und zudem für den Road-Service bezahlt. Die Hertz Autovermietung hat sich hier also keineswegs mit Ruhm bekleckert - und diese Information möchte ich euch nicht unterschlagen.
Ob die Ursache nun ein Sensor, ein Softwareproblem oder schlicht
ein besonders nervöses Mercedes-Gemüt war, wissen wir bis heute nicht.
Jedenfalls lief das Auto (bis auf die Warnleuchte) weiterhin problemlos – und wir konnten uns
endlich den deutlich angenehmeren Seiten von Courtenay widmen.
💚🌊🌲⛰️💚
Tierische Überraschungen im B&B
Gleich zu Beginn lernten wir Cesar kennen, den hübschen Kater (= männliche Katze, falls das mal wieder mit Hangover übersetzt wird 😂) unserer Gastgeberin. Er war zum Glück überhaupt nicht scheu, sondern ließ sich gern von uns streicheln.

Wir erfuhren außerdem, dass Cesar durchaus einen Hang zu kriegerischem Heldentum hat. Denn seht nur, mit wem er sich schon mal angelegt hat:
🦅 Dieser Weißkopfseeadler gehört quasi zum Haus. Wir entdeckten ihn ein paar hundert Meter entfernt auf einem Holzpflock im Wasser sitzen und nach Beute Ausschau halten, und fragten unsere Zimmerwirtin, ob wir tatsächlich richtig sehen.
Ihr täuscht euch nicht, sagte sie, der Adler hat schon in dem Baum auf meinem Grundstück gelebt, als ich es vor 20 Jahren kaufte! Deshalb schmückt er auch das Schild in der Einfahrt.
Ach ja, richtig: Das Schild zeigt ein Foto dieses prächtigen Burschen, wie er mitten im Flug einen Fisch fängt: Ihr seht dieses Bild in der Mitte meiner folgenden Collage. Die anderen Fotos - vom Adler auf dem Pflock und im Baum - stammen von uns. Es waren die einzigen brauchbaren Weißkopfseeadler-Fotos, die uns auf dieser Reise gelangen.
Tja, und dieser Bursche hat irgendwann mal vor einigen Jahren versucht, Cesar zu attackieren. Aber der ist kein kleines, wehrloses Kätzchen, sondern nach einem großen Feldherren benannt. Und so gab der Adler sein Ansinnen ziemlich schnell wieder auf! 😄🐈⚔️🦅
Sonnenuntergang über der Comox Bay
Das Estuary House liegt direkt am Courtenay Estuary, dem Mündungsgebiet
des Courtenay River. Hier vermischt sich Süßwasser aus dem Fluss mit
Salzwasser der Comox Bay, die wiederum zum Strait of Georgia gehört.
Courtenay liegt im
Comox Valley an der Ostküste von Vancouver Island
– einer Region, in der sich Berge, Wälder, Flüsse und Meer auf
besonders reizvolle Weise begegnen.
Und hier kann man nicht nur Weißkopfseeadler beobachten, sondern auch einige andere Tiere. Im nächsten Post vielleicht mehr davon. Unser erster Abend an der Bay endete jedenfalls mit diesem wundervollen Sonnenuntergang:
22. September - Mount Washington
Am folgenden Vormittag zog es uns hinauf auf den 1.588 Meter hohen
Mount Washington. Von hier aus reicht der Blick bei klarer Sicht bis zum Festland von British Columbia – doch an diesem Tag interessierten uns vor allem die
Bergwälder und ihre
tierischen Bewohner.
Der Mount Washington ist u.a. Heimat des
Vancouver Island Murmeltiers, einer der
seltensten Säugetierarten der Welt und kommt ausschließlich auf Vancouver Island vor. Es unterscheidet sich deutlich von anderen Murmeltierarten.
Leider sahen wir solche Murmeltiere nicht - bloß ein Schild, das darauf hinwies, dass diese Tiere die Fahrbahn überqueren könnten und man deshalb langsamer fahren sollte. Auch vor Bären warnte ein Schild - was das betrifft, waren wir nicht allzu unglücklich, dass uns keiner begegnete.

Es begegneten uns auch keine Wanderer oder Mountainbiker. Abgesehen von ein paar Arbeitern, die sich um Liftanlagen oder Wege kümmerten, waren wir wohl die einzigen Menschen auf dem Berg.
Wir genossen die Ruhe (wenn nicht gerade ein Arbeiter in unserer Nähe ein lautes Gerät verwendete) - und auch, dass es dort droben schon ein wenig herbstelte 🍁🍂: Hier leuchteten rote Beeren, dort kupferfarbige Blätter. Dazu kamen spätsommerliche Blüten, attraktive Samenstände und einige Pilze - das waren zumindest zarte Anklänge an den Indian Summer... Für eine ausgeprägtere Variante sind Nadelwälder wohl nicht so gut geeignet.
Dafür gab es hier jene "bärtigen Bäume" zu entdecken, die mich zu meiner Titelzeile mit den "bärtigen Bergwäldern" verführt hat 🌲⛰️😄.
Ihr seht diese zotteligen Geschöpfe in der unteren Collage auf dem kleinen Foto links mittig - und auf der allerersten Collage dieses Blogbeitrags in groß. Bei dem auffälligen gelb-grün-grauen Bewuchs auf den Baumstämmen handelt es sich um sogenannte Bartflechten, wie sie im niederschlagsreichen pazifischen Nordwesten weit verbreitet sind.
Flechten sind kein Moos, sondern eine Lebensgemeinschaft aus Algen und Pilzen. Viele Bartflechten gelten als Zeichen für eine vergleichsweise saubere Luft und sind daher besonders häufig in naturnahen Regionen zu finden. Sie sind für die Bäume unschädlich und werden von Vögeln und Nagetieren gern als Nistmaterial genützt.
 |
| Wenn wir schon keine Murmeltiere und Bären sahen, so gab's doch immerhin Abdrücke von Hirsch-Hufen zu entdecken. |
Wenn wir schon von Vögeln sprechen 🪶 - die waren phasenweise ebenso gut zu hören wie die Werkzeuge der Arbeiter 😉 - fotografieren ließen sich hingegen nur wenige. Genauer gesagt: es gibt zwei eher bescheidene Fotos einer Wanderdrossel.
Die Merlin-App konnte außer diesem Vogel auch noch folgende identifizieren:
Weißkehlammer, Winterammer, Kolkrabe, Abendkernbeißer, Fichtenzeisig, Fichtenkreuzschnabel, Kronenammer, Rotbrustkleiber - und auch einen Diademhäher / Steller's jay gab es offenbar wieder, wenn auch nicht zu sehen, so doch immerhin zu hören. (Wobei Häher zur Familie der Rabenvögel zählen, weshalb ihr "Gesang" nicht zu den allerlieblichsten zählt...)
Mit diesen herbstlichen Impressionen aus den Bergwäldern Vancouver Islands möchte ich mich für heute von euch verabschieden.
Ich denke, nach Pazifik, Regenwald, endemischen Murmeltieren und bärtigen
Bergwäldern dürfen wir festhalten: Die Natur Kanadas unterscheidet sich
doch in der einen oder anderen Kleinigkeit von jener der Steiermark
🌲😉 - was meint ihr?
💚🌊🌲⛰️💚🌊🌲⛰️💚🌊🌲⛰️💚
Alles Liebe & bis bald 💋!
Herzliche Rostrosen-Grüße,
T r a u d e
Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties:
Montagsherz, T Stands For Tuesday, Wild Bird Wednesday, Tom's Signs, Roentare H2O, All Seasons, Nature Thursday, Friday Face OFF, Gabis Farben&Formen in der Stadt, Gillenas Art For Fun Friday, Saturday's Critters, Gillenas SundaySmiles, Garden Affair, Mosaic Monday, Monday Mural, Heidis Galeria Himmelsblick, Mein Freund, der Baum