Dienstag, 15. September 2009

Das Buch meines Vaters - Teil I

Vielen Dank, Ihr Lieben, für eure Besserungswünsche und eure so aufbauenden Kommentare zu meinen Fotos und zu meinen Schilderungen!
Ich freu mich riesig!

~~♥ ♥~~
Ich habe euch ja schon ein paar kurze Geschichten erzählt, in denen mein Vater eine Rolle spielt. Heute möchte ich noch ein paar weitere Steinchen in dieses Mosaik einfügen - ich hoffe, das ist euch recht?!




Mein Vater wurde im März 1924 geboren. Seht euch mal das pfiffige Baby auf der alten Aufnahme oben an. Dies ist vermutlich das einzige Säuglingsfoto, das von ihm existiert.

~~♥ ♥~~


Dieses Foto zeigt ihn und seine Mutter (die später meine "große Oma" wurde) bei der Hochzeit von Freunden der Familie, und unten seht ihr ihn mit seinem besten Freund Fritz zur Schule gehen:


~~♥ ♥~~

Das folgende Foto ist sehr wahrscheinlich sein letztes. Mit Sicherheit ist es das letzte,
das ihn und mich gemeinsam zeigt.
Mein Mann hat es am Weihnachtsabend 2006 aufgenommen;
wie man sieht, haben mein Vater und ich miteinander geblödelt.
Es war ein wunderschöner Abend, und ich bin im Rückblick noch immer froh, dass ich dieses Weihnachtsfest aus einem seltsamen Instinkt heraus anders - irgendwie noch stimmungsvoller als in den Jahren zuvor - gestaltet hatte.
(Ich wollte in diesem Jahr ein absolutes Kinderaugenglanz-Weihnachtsfest,
mit ganz vielen Kerzen, ganz viel rot und grün und weiß und ganz viel gemütlicher, ungezwungener Atmosphäre - und ich glaube, es ist mir gelungen).



Dicky (wie ich ihn ab meinen Teenager-Jahren nannte) starb ca. zwei Wochen später,
am 8. Jänner 2007, an akutem Herzversagen - ein schneller, schmerzloser Tod, wie er ihn sich gewünscht hatte. Zwischen dem Babyfoto und diesem liegt ein ganzes, bewegtes, langes und zugleich doch auch kurzes Leben.

~~♥ ♥~~



Um mich abzulenken oder mit meiner Trauer besser zurecht zu kommen, fertigte ich damals für seine Einäscherungszeremonie eine Art Schau-Tafel mit alten Fotos an. Kreativität hat mir schon immer beim Verarbeiten von Problemen und Traurigkeit geholfen, und so war es auch diesmal. Ich erinnerte mich (an das, was er mir von seinem Leben erzählt hatte oder an gemeinsame Erlebnisse) und ich konnte bald wieder schmunzeln.
Die Tafel wurde insgesamt ca. anderthalb Meter hoch und zeigte "Momentaufnahmen eines mit viel Humor, Familiensinn, Liebe und Genuss gelebten Lebens".



Sein Leben war nicht perfekt gewesen, doch er hatte im Rahmen seiner Möglichkeiten
das Beste daraus gemacht.


Und auch er selbst war nicht annähernd "perfekt" gewesen,
doch er war umso menschlicher und enorm beliebt.
(Trotz all der schönen Geschichten, die mich mit ihm verbinden,
war er auch als Vater keineswegs "perfekt": Selbst wenn wir einander noch so mochten,
gab es einiges, was ich ihm im Lauf der Jahre verzeihen musste
... doch vielleicht musste auch er mir jede Menge verzeihen, wer weiß),

Als ich sah, wie viele Menschen zu seiner Trauerfeier kamen, war ich überwältigt!
Und heute noch sagen mir so viele Menschen, dass ihnen sein Lachen, seine Fröhlichkeit abgeht.

~~♥ ♥~~



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Es war ein ziemlich ereignisreiches Dasein. Eines mit vielen Höhen und Tiefen natürlich, und auf jeden Fall eines, über das mein Vater sagte, man könne mehrere Romane damit füllen.


~~♥ ♥~~
Mit gerade mal 17 wurde er Soldat im WK II und ist aus kriegerischen Handlungen, Kriegsgefangenschaften und anderen Schwierigkeiten
immer mit seiner "frechen Schnauze" (wie seine Leidensgenossen aus Deutschland es nannten) und seinem "Massel" (ein jiddisch-wienerisches Wort für Glück) herausgekommen.
Meine Mutter ist davon überzeugt, dass durch die Ehe mit ihm dieses spezielle Massel auf sie und ihre Kinder übergegangen ist (denn sie stammt aus einer eher vom Pech verfolgten Familie - siehe Tod meiner Tante Traude und zahlreiche andere tragische Fügungen - doch nach der Hochzeit ist ihr nichts Vergleichbares mehr passiert).
Ich selbst teile diese Überzeugung, denn mir ist unser spezielles "Familien-Massel" schon mehrmals hold gewesen. Allerdings handelt es sich dabei um kein Glück in z.B. materiellen Belangen, sondern immer um eine ganz besondere Art von "Glück im Unglück", um ein "am Ende geht dann alles doch noch gut aus"-Glück.
(Ich werde euch im Lauf der Zeit sicher das eine oder andere Beispiel geben.)





~~♥ ♥~~
Ab und zu hat Dicky abends sogar damit begonnen, Romane zu schreiben, neben seiner Arbeit (und auch später, als er längst in Pension war). Aber er ist nie sehr weit damit gekommen - es gab immer so viel anderes, das ihn interessierte und ablenkte. Seine Liebe zur Natur und zum Sport, seine Geselligkeit und die Begeisterung, Sprachen zu erlernen oder sein Können zu verbessern (hier war er etwas konsequenter als bei seinen schriftstellerischen Ambitionen ;-)), seine Reiselust - und natürlich wir, seine Familie...


Hier seht ihr meine Eltern und meinen Bruder (der um einige Jahre älter ist als ich)
bei einem Maskenskilauf (ca. im Jahr 1954):




In diesem Kinderwagen liege ich drin
- ich nehme an, dass die obere Aufnahme mein großer Bruder gemacht hat:








~~♥ ♥~~
Wie staunten wir daher, als meine Mutter einige Monate nach seinem Tod in einem großen Notizbuch Aufzeichnungen entdeckte, die mein Vater im Juni 1946 in Form eines "Tourenbuches" begonnen und die er bis ins Jahr 1959 fortgeführt hatte (zuletzt war es eher zu einer Art Reisetagebuch und Sammelalbum für Eintrittskarten, Fotos, gepresste Blumen, Bierdeckel und andere Erinnerungen geworden)!
All die Jahre hatte er in dieses Buch geschrieben, und niemand von uns hatte es so richtig mitgekriegt.
(Geheimnisse enthielt es allerdings keine ;-))




Ein Großteil der Eintragungen war in der damals noch üblichen "Deutschen Schreibschrift" (also Kurrent oder Sütterlin) verfasst worden, die ich kaum zu lesen vermochte. Doch mit Hilfe des Internets, von dem ich mir die Zeichen herunterlud, und ein paar zielführenden Hinweisen meiner Mutter gelang es mir, das ganze Büchlein zu entziffern.


Dieser Eintrag stammt aus der Zeit kurz nach der Geburt meines Bruders ;-)




♥♥♥♥♥♥♥
Und weil ich dieses Büchlein und all seine Aufzeichnungen gern der Nachwelt erhalten wollte (bzw. auch für meine Tochter und meinen kleinen Großneffen lesbar machen) habe ich daraus etwas Neues gestaltet.
Wie das aussieht, erzähle ich euch jedoch nicht mehr heute, denn jetzt sollte mein Arm wieder ruhen...
Fortsetzung folgt!
Alles Liebe
Traude
♥♥♥♥♥♥♥

Kommentare:

  1. Liebe Traude!
    Wunderbare Bilder und bestimmt wunderschöne Erinnerungen an Dich. MEin Papa lebt leider auch nicht mehr (seit 2001).
    GLG, Yvonne

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  2. Liebe Traude,
    ich könnte noch eine Weile weiterlesen .
    So schön hast du über deinen Papa geschrieben !
    Ich freue mich schon auf den nächsten Post.
    Gute Besserung und liebe Grüße Sandra

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  3. traude, dieser post ist der schönste post, der mir jemals begegnet ist ...
    unglaublich wieviel leben du in deinen posts und eben besondern in diesem stecken hast ...
    alles wird so lebendig und alles ist so wunderschön gestaltet ...
    das weihnachtsfoto von euch beiden hat mich so berührt (auch mit dem wissen, dass ihr euch nicht mehr lange hattet) ...
    es ist auch so schön, dass du sagst man muss nicht perfekt sein um einander zu lieben ...
    denn schließlich gibt es niiiemanden, der das ist ...
    ich habe auch sooo viel in meinem leben "danebengehauen" und bin froh, dass mir verziehen wurde ...
    warm warm hugs und kleine kisses, traude
    mina

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  4. Ach liebe Traude, was für ein wunderbarer Bericht aus deinem Leben, und dem deiner Angehörigen. Du hast eine so wunderbare Art zu schreiben, das man gespannt auf jeden weiteren satz ist.
    Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
    Wünsche Dir einen schönen Mittwoch
    ♥-lichst
    biggi

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  5. Beatiful photos of your family, hug from VIOLA

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  6. Hi Traude! What a marvellous post! I enjoy your father's story and it's so sweet the way you write about him!!!! He seems to have been a very good father...not perfect may be, but nobody is and in your words I can feel the love you have for him and for all your family! I can't wait to read more!
    Big hugs
    Vale

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  7. Liebe Traude,
    ich habe Gänsehaut bekommen, so schön und mit ganz viel Liebe hast du von deinem Papa geschrieben. Manchmal werden einem Dinge erst bewusst, wenn die Lieben nicht mehr da sind.
    Ich wünsche dir gute Besserung und GLG,
    Sylvia

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  8. Liebe Traude,
    das ist eine wunderschöne Hommage an Deinen Vater! Ich hatte leider nie so ein gutes Verhältnis zu meinem, vielleicht auch, weil der Altersunterschied zu groß war. Aber meiner Mutter war ich eng verbunden.
    Nach Deiner Erzählung ist nun auch klar, woher Deine Lust am Schreiben kommt!
    Renate D.

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  9. Liebe Traude, was würde dein Vater sich freuen, wenn er deine Zeilen lesen könnte! So liebevoll hast du ihn um- und beschrieben, dass man fast meint, ihn zu kennen! Ist es nicht wunderbar, wenn so viele Menschen ihn mochten? Ich finde es sehr wichtig, seine Vergangenheit "aufzuarbeiten" und du machst das auf eine wundervolle und einzigartige Weise, dass mir ganz warm ums Herz wird! Bin schon gespannt, was du uns noch berichtest! Bitte schone aber auch deinen Arm!
    LG
    Beate

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  10. neee , jetzt hat das ding meinen langen kommentar wohl gelöscht, grrrr. ich hatte dir geschrieben, dass ich meinem vater eine ähnliche - viel kürzere - geschichte gewidmet hatte, am 20.5., er war 81 geworden. auch mit kleinkindfoto und einem einschulungsfoto. er musste auch mit 17 zum militär. und ich wollte mich etwas abmelden, da ich eine überraschende reise in die schweiz vorbereiten muss, wo ich zwei kurse halten werde und dazwischen werde ich ein buchbeitrag schreiben. ich bin froh dass der 15. erreicht ist, dann wird unsere leitung wieder etwas schneller, so konnte ich deine schönen fotos - auch der azulejos - fast alle in ruhe studieren. nachher gehe ich zur walbeobachtung auf ein boot, bin super-gespannt, haben wir nach 10 jahren hier in irland noch nie gemacht, vielleicht gibt's fotos. viele grüße eliane

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  11. Liebe Traude,
    ich musste mir gerade ein paar Tränchen aus den Augen wischen. Denn du schreibst mit so viel Liebe über deinen Vater. Ich habe meinen Vater auch über alles geliebt und wünschte, ich hätte auch so schöne Aufzeichnungen über ihn. Aber das wichtigste ist, dass sie unvergessen bleiben und in unseren Herzen sind.
    Liebste Grüße, Chrissi

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  12. Hallo Trude

    Liebe Traude,
    ich könnte noch eine Weile weiterlesen .
    So schön hast du über deinen Papa geschrieben .
    Ich vermisse minnen Vater auch sehr ,ich hole mir auch immer wider seine Fotos und rede mit im ,und dann weis ich das er bei mir ist .

    Liebst Grüsse

    Ati

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  13. Hi Traude,

    Your tell and show us the history of your father (and you) in a lovely way. You must have loved him very much. By the way, do you know that you look a lot like your grandmother?!

    Fijne dag! lieve groet, Madelief

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  14. Hallo Traude. eigentlich wollte ich den PC jetzt abdrehen, weil ich ohnedies seit langer Zeit davor hocke.
    Abends jedoch bin ich meist ziemlich müde, mit Ausnahme der letzten beiden Abende, wo ich erst nach Mitternacht ins Bett ging....
    Jetzt sehe ich in der Vorschau (die auch ziemlich wünschenwert ist, weil sie immer hinterherhinkt, das nur mal am Rande bemerkt)...
    Du hast neu gepostet.
    Und das ist wieder speziell etwas für mich, die ich ohnedies so Nostalgie befangen bin.
    Zwischen all Deinen Worten spüre ich Trauer, Tränen, Stolz, Liebe.
    Ich finde es auch sehr schön, daß Du uns so familiär-intime Bilder zeigst.
    Danke schön dafür.
    Jedes einzelne erzählt Geschichten.
    Geschichten, die ich sehr gut verstehe, weil ich mit diesen aufgewachsen bin.
    Leider nicht Elternseits (d.Geschichten),aber meine Ziehmutter, mein eigentliches Kindermädchen, meine Teta, hat mir sehr viel aus dieser Zeit erzählt, daß ich manchmal meine, da selbst gelebt zu haben.
    Die Bilder wiederum kommen mir auch "bekannt" vor, habe ich doch selbst welche von meinen Eltern, da wiederum nur sehr wenige von Teta.
    Kriegsbilder, der Vater als Soldat, ja, es ist mir auch bekannt.
    Auch das Dunkel jener Kriegs- und frühen Nachkriegszeit, als die Menschen lernen mußten, mit ihren Erinnerungen fertig zu werden. Als es nichts zu essen gab. Als man sich mit vielen Dingen behelfen mußte.
    So habe ich aus dieser Zeit auch "Koch"bücher meiner Mutter.
    Dein vater muß ein lebenslustiger Mensch gewesen sein.
    Und er wirkt so unheimlich symphatisch und jung, selbst auf den Fotos als älterer Mann.
    Er ist in dem selben Jahr geboren wie mein Vater.
    In so einem tiefen Kinderwagen bin auch ich gelegen, allerdings war der aus Korbgeflecht.
    Ich finde es auch sehr schön, daß Du diese Aufzeichnungen hast. Die Du hütest wie einen Schatz, der er ja auch ist.
    Herrlich lebenslustig und typisch für die frühen 50er Jahre auch das Foto von der Skihütte.
    Ich habe mich auch schon mit dem Gedanken gespielt, sowas zu machen, die alten Fotos herzuzeigen.
    Ich weiß, daß es meiner Mutter nicht recht gewesen wäre.Sie ist seit 1974 tot und hatte ein langes Sterben.
    Der Tod Deines Vaters war sehr schlimm und unerwartet für Euch.
    Aber ein Segen Gottes für ihn.
    So einen Tod wünscht sich wohl jeder Mensch, einfach umfallen und einschlafen und aus.....
    Danke nochmals für dieses (mich sehr bewegende) Posting.
    Lg und einen schönen Tag und nochmals gute Besserung (bekommst Du physikalische Behandlungen?).....von Luna

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  15. Liebe Traude, ooch, die Geschichte über Deinen Vater, die hat mich sehr berührt! Umso schöner ist es doch, dass Du bleibende Erinnerungen an ihn hast, auch in Form dieses Notizbuches! Ich musste lächeln; genau so ähnliche Bilder, wie sie Du uns zeigst, gibt es auch in unseren Familienalben. Man hatte früher einen ganz eigenen Stil, zu fotografieren, nicht wahr? Und ausserdem- ich mag die Photos aus alten Tagen viel lieber, auch wenn sie qualitativ natürlich viel bescheidener waren! Und- findest Du nicht auch- die Leute sahen früher irgendwie ganz anders aus, mal abgesehen vom modischen Einfluss der Zeit?
    Ich wünsche Dir noch viel Freude beim Schwelgen in den alten Bildern,
    sei herzlich gegrüsst, Andrea

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  16. Liebste Traude,
    wundervoll hast du das alles geschrieben!
    Ich könnte weiter lesen und lesen um noch mehr zu erfahren über dein Papa. Ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!
    Jetzt weis ich von wem du das Talent hast zu schön zu schreiben:-)))

    Wunderschönen Tag wünsche ich dir!
    GLG Angie

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  17. Hallo liebe Traude,
    das hast du so wundervoll geschrieben.Dein Vater wäre auch bestimmt berührt und stolz auf dich wenn er dies sehen und lesen könnte.
    Ich bin noch so froh das ich meine Eltern habe.
    Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht dir,
    Elke.

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  18. Hallo Traude
    du hast deinen Vater so wunderbar beschrieben,als hätte man ihn selbst gekannt.
    Ein bewegtes Leben, wie wir es uns vielleicht nicht vorstellen können.In jungen Jahren in den Krieg zu müssen ist für uns undenkbar!!
    Was mich oft erstaunt,der Krieg war vorbei und alle mussten ihr Leben meistern ohne jegliche Hilfe durch Therapeuten,wie es heutzutage nach jeglicher Kleinigkeit üblich ist.
    Diese Lebensfreude die die meisten nach dieser schweren Zeit hatten ist bewundernswert,man sieht es an deinen Bildern,sie konnten feiern,lachen und das Leben geniessen,genauso sollte es im Leben sein.
    Auch wenn wir uns oft verabschieden müssen,von denen die wir lieben,bleibt uns doch viel
    erhalten und begleitet uns durch unser ganzes Leben..))
    Liebe Grüße und einen entspannten Abend wünscht Dir Petra

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  19. Liebe Traude,
    Küschel-was??? Also, diese Wort kommt in meinem Wortschatz definitiv nicht vor! Mein Schatz und ich amüsieren uns schon den ganzen Abend darüber! Vielleicht kannst Du mir erklären, was genau es heisst? Bullerbü, Tüdelü, Küschelbü ??? :-))
    Auf jeden Fall zaubert einem dieses Wortgebilde ein Grinsen ins Gesicht!
    Einen fröhlichen Abend für Dich,
    liebe Grüsse, Andrea

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  20. Liebe Traude,
    was für eine bewegende Erzählung über das Leben deines Vaters, ich muss gestehen als ich das Wandersgedicht las hatte ich leicht feuchte Augen. Das war süss geschrieben.
    Ich kann mir vorstellen das eure Überraschung groß gewesen sein muss als euch dieses Büchlein in die Hände gefallen ist. Aber was für eine wunderbare Erinnerung an einen geliebten Menschen.
    Ich hoffe mein Vater hinlässt mir einmal etwas ähnliches.
    Die Bilder sind ein wunderbarer Gang in die Vergangenheit und so wird dein Vater unvergessen bleiben; auch deine Trauerarbeit kann ich nur bewundern. Jeder Mensch geht mit Trauer anders um.

    Alles Liebe Christine

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  21. Hello, so many beautiful photos. So nice you have written about them.
    Have a nice evening!
    Anna-Karin

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  22. Hallo Roströschen, bevor ab in die Heija noch schnell "danke für Deine ausführliche Erklärung!!" Ach so, jetzt ist mir alles klar! Das stimmt, Holländer und Deutsch, das ist manchmal zum Schreien komisch! Ich kannte auch so ein Exemplar.... A pro pos "Bussi": Bei uns in der Schweiz ist das nicht so gebräuchlich, bei uns nennt man das dann eher "Schmutz" (neenee, hat nichts mit Dreck zu tun!!) So, und nachdem mein Horizont nun etwas durch Deine Mithilfe erweitert wurde wünsche ich Dir eine geruhsame Nacht und herrliche Träume, in denen Dich jemand ganz lieb "verküschelbüht"!
    Herzliche Grüsse, Andrea

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  23. Moi Traude!

    Old photos and documents tell stories and history. I am glad that you have so much of treasures of this kind.

    Warmest hugs,
    Elsa

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  24. Thank you so much for coming by today so I could come visit you and read such a touching story of your father. Truly beautiful!
    xo,
    Carole

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  25. Liebe Traude,

    Deine Worte haben mich sehr berührt - Du hast uns einen wunderbaren Einblick auf Deinen Papa gegeben, der sicherlich ein ganz besonderer Mensch war!
    Diese Fotos... fast wie eine kleine Zeitreise. Herrlich anzusehen und für Dich sicher eine ganz wertvolle Erinnerung!

    Dein "Dicky" mag nicht "perfekt" gewesen sein -wer von uns ist das schon?! - aber ganz offensichtlich hat er Dir und seiner Familie viel Liebe gegeben und diese auch zurück bekommen. Sonst hättest Du nie so einen schönen, liebevollen Bericht hier schreiben können! Ich denke immer, wenn man noch über den Tod hinaus vermisst und geliebt wird, wenn Menschen sich gerne an einen erinnern - dann hat man "irgendwas" richtig gemacht im Leben! Und das hat Dein Papa ja zweifelsfrei!

    Freue mich sehr auf mögliche Nachfolger-Posts zu diesem Thema!

    Liebe Grüße
    Britta

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  26. Hallo Traude, heute Mittag habe ich ganz zufällig einen Fernsehbericht über die "Pracht Portugals" gesehen. Da wurden ganz viele wunderschöne Azulejos gezeigt, unter anderem auch eine Werkstatt, die noch nach alter Tradition die Fliesen herstellt und die auch Restaurierungen vornimmt. Vermutlich wäre ich bei der Sendung nicht hängengeblieben, wenn ich nicht vorher Deinen Post gelesen hätte.
    GLG Renate D.

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  27. Liebe Traude,
    ich hab sowas von fasziniert gelesen.., und hätte noch ewig weiterlesen können. Du verstehst es wirklich die Leute mit deinen Berichten zu "fesseln". Das Buch von deinem Papa ist wunderbare Erinnerung.
    LG und noch einen schönen Abend
    Kerstin

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  28. Liebe Traude,

    ich habe jetzt beide Teile in einem Stück gelesen, musste schmunzeln und hatte teilweise auch einen Kloß im Hals ...

    Das ist so unsagbar schön - auf diese Art und Weise hast Du Deine Trauer in ein wunderschönes Buch umsetzen können und ein richtiges Denkmal geschaffen, ihr habt ihn nicht nur im Herzen sondern auch 'greifbar' im Album!

    Ich bewundere die Mühe und die Geduld die Du dafür aufgebracht hast und vor allem natürlich dieses fantastische Endergebnis!

    Herzliche Grüße
    Melanie

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  29. Das hast du so schön geschrieben. Ich finde die Liebe macht aus, dass sie kritisch, achtsam und verzeihend ist. Aus deinen Worten spricht genau das. Sehnsuchtsvolle bittersüße Erinnerung. Ich finde es toll, dass du Trauer mit Kreativität verarbeiten und an das Schöne zurückdenken kannst. Das ist eine wertvolle Gabe, um die ich dich ein wenig beneide. Ich kann in solchen Fällen gar nicht kreativ sein und der Schmerz sucht sich seine Nische, um sich darin einzurichten, wenn ich an das Schöne denke, dass ich so sehr vermisse. Ich glaube auch, der "Familien-Massel" hat etwas mit einer bestimmten Sichtweise zu tun (die ich allerdings mit dir teile): du siehst nicht das Unglück, das dir widerfuhr, sondern den gelungenen Weg, das Unglück abzuwenden. Das ist toll.

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