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>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".
Hello from beautiful British Columbia!
Danke, ihr Lieben, dass ihr Herrn Rostrose und mich virtuell durch unsere Woche in Ontario begleitet und mir so viele nette Kommentare zu meinem Post über drei Parks am Ontariosee geschickt habt!
Für den zweiten Teil unserer Reise haben wir uns deutlich mehr Zeit genommen: Insgesamt trieben wir uns von 10. September bis 8. Oktober 2025 in British Columbia herum. Start- und Endpunkt war dabei der Flughafen Vancouver (YVR).
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Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.] 
10.-15. September 2025 - Vancouver (British Columbia)
Natürlich sprachen wir sie darauf an, denn was verbindet eine junge Frau, die gut und gerne 35 Jahre weniger als wir auf dem Buckel hat, mit Musik aus den 60ern und 70ern? Sie freute sich riesig, dass wir ihre Musik mochten - und erklärte uns, dass zu dieser Zeit einfach die beste Musik entstanden ist. Mit moderner Musik könne sie nichts anfangen.
Als wir einen oder zwei Tage später in das Pub zurückkehrten, war leider ihr Kollege da - und der spielte seine eigene Playlist, die uns längst nicht so gut gefiel 😉... Also blieben wir nur für ein Glas Wein da. Aber dieser eine, spezielle Nachmittag bleibt uns in Erinnerung.
11. September - Stanley Park
Wie ihr auf dem Vancouver-Stadtplan oben sehen könnt, befand sich unser Hotel ganz nah beim Stanley Park, und der war unser erklärtes erstes Ziel.
Über die Geschichte des Parks könnt ihr einiges (in deutscher Sprache) erfahren, wenn ihr auf den Link in der Überschrift klickt - HIER ist noch ein ausführlicherer Beitrag in englischer Sprache.
Unser Rundgang begann beim Royal Vancouver Yachtclub in Coal Harbour und über der Szenerie lag zunächst noch leichter Morgennebel, der sich aber im Lauf unseres Park-Aufenthaltes komplett verzog.
Dieser junge Doppelkormoran (Double-crested Cormorant - Phalacrocorax auritus) schien unentschlossen, ob er lieber bei Parkbesuchern auf ein Häppchen hoffen oder geduldig auf einen frischen Fisch warten sollte.
Totem Poles
Die Totem Poles erzählen von Ahnen, Tieren und Geschichten, die tief in dieser Landschaft verwurzelt sind. Der Stanley Park liegt auf dem traditionellen Land der Coast Salish Peoples – der Squamish, Musqueam und Tsleil-Waututh –, deren Geschichte auch von Verlust und Verdrängung geprägt ist (wie leider so oft, wenn es um indigene Stämme geht...).
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| Geschnitzte Figuren und herbstliche Blütenpracht - Vergangenheit, Gegenwart und zugleich ein kraftvolles Weiterblühen... |
Am Brockton Point 🌊🕯️
Lost Lagoon im Stanley Park 🦆🐢
Nachdem wir ein wenig am Seawall und auch im waldigen Inneren des Stanley Parks herumspaziert waren, beschlossen wir, einen Ort zu besuchen, der ebenfalls auf meiner "Wunschliste" stand:
Lost Lagoon war noch vor rund rundert Jahren (bis zum Bau des Stanley Park Causeway) ein Gezeitenmarschland, geprägt von Ebbe und Flut. Der Name entstand aus einem Wort in der Sprache der Squamish, das so viel wie „wird zeitweise trocken“ bedeutet - das Wasser "verschwand" bei Ebbe und ging somit "verloren".
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| Baumriesen und Herbstsignale am Weg entlang der Lost Lagoon |
Algen in der Lost Lagoon
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Herr und Frau Brautente (Aix sponsa)
ahnen nichts von den langwierigen Versuchen, die Lost Lagoon zu retten. Foto links Mitte: abermaliger (nebelfreier) Blick zum Yachthafen um
die Mittagszeit. |
Das Wandgemälde der Enkelin - Murals mit indigenem Hintergrund 🎨🪶
Am Anfang des Rundweges entdeckten wir die folgenden drei Wandbilder, die zusammen eine Geschichte erzählen.
Es handelt sich dabei um eine Serie mit dem Titel "The Granddaughters Mural". Dem Text auf einem begleitenden Schild ist zu entnehmen, dass die Geschichten und Bilder dieses Werkes sich unmittelbar auf dieses Land und diese Gewässer beziehen.
Weiter heißt es: In dieser Zeit der Wiederherstellung von Beziehungen und Umwelt wirft das „Enkelinnen-Wandgemälde" wichtige Fragen und einen Dialog über die komplexe Geschichte des Stanley-Park-Gebiets und die vielfältigen Folgen des Kolonialismus auf.
Dass das mobile Wandgemälde nach seiner Fertigstellung zunächst nur sehr kurz öffentlich gezeigt wurde, empfand die Künstlergruppe als frustrierend. Umso mehr freut es mich, es bei unserem Spaziergang an der Lost Lagoon entdeckt zu haben – eng mit diesem Ort verbunden und von eindrucksvoller Aussagekraft und Ästhetik, die keineswegs versteckt werden sollte.
Die Bilder erzählen Geschichten der Naturverbundenheit - "Unsere Mutter Erde ist ein lebendes Wesen - Wenn der Körper zurückkehrt, wo er hingehört, werden die Winde wehen - Wir müssen die Erde respektieren - Es wäre schön gewesen, damals hier zu leben..."
Weniger naturverbunden scheinen wohl jene Leute gewesen zu sein, die ihre Getränkedosen auf einer Bank neben der Lagune stehen ließen. (Vielleicht waren die sorgfältig nebeneinander abgestellten Dosen aber auch kein Ausdruck von Gedankenlosigkeit, sondern ein stilles Angebot – denn in British Columbia gibt es Pfand auf Getränkedosen, und es ist nicht unüblich, sie bewusst für andere stehen zu lassen.)
Nachmittags: Auf Muralsuche
Nach einem wirklich köstlichen Mittagessen beim Inder (Malvani Chicken 😋) machten wir uns auf den Weg in jene Gegend Vancouvers, die meinen Recherchen zufolge eine besonders hohe Dichte an Murals aufweist.
Um von unserem Hotel dorthin zu gelangen, überquerten wir False Creek – eine kleine Bucht, die Downtown Vancouver von den südlicheren Stadtteilen wie Mount Pleasant und Fairview trennt:
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| Die "Kugel" rechts oben besuchten wir zwei Tage später. Der neofuturistische Wohnturm oben Mitte ist das Vancouver House. |
The Present is a Gift
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| Mehr Murals folgen – an anderen Tagen... |
Wir waren rechtschaffen müde, als wir in dem Viertel ankamen, in dem sich unser Hotel befand. Immerhin waren wir an diesem Tag 18,5 Kilometer zu Fuß gegangen, wie uns Edis Uhr verriet (nur unwesentlich weniger als an unserem intensiven Toronto-Tag mit 18,8 Kilometern).
Fürs Bett war es dennoch zu früh, also gönnten wir uns noch einen abendlichen Shiraz im Cactus Club Café – auch wenn der Wein hier nicht ganz an den im deutlich weniger hippen Speakeasy on Granville heranreichte.
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12. September - Ausflug zum Lynn Canyon Park 🌿🥾
Um uns ein wenig vom vielen Gehen in der Stadt zu erholen, beschlossen wir am nächsten Tag … wandern zu gehen 😅.
Nicht weit von Vancouver entfernt liegt die berühmte Capilano Suspension Bridge – 136 Meter lang, 70 Meter hoch, heute allerdings mit ziemlich happigem Eintritt. Als Edi vor mehr als 30 Jahren dort war, konnte man noch gratis hinübergehen. Für ihn war klar: um diesen Preis kein zweites Mal. Und für mich musste es ohnehin nicht die längste und bekannteste Hängebrücke sein.
Stattdessen
hatte ich von der Hängebrücke im Lynn Canyon gelesen: kürzer und niedriger, aber kostenlos – und mitten in einem wunderschönen Wandergebiet.
Die Entscheidung dafür erwies sich als goldrichtig.
Lasst einfach die Fotos auf euch wirken:
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| Ein paar Schilder für Tom |
Wir wären übrigens NIE auf die Idee gekommen, vom Cliff zu jumpen. Und auch nicht darauf, im etwa 10 Grad kalten – und offenbar nicht ganz ungefährlichen – Wasser zu baden. Wie ihr in der nächsten Collage seht, gab es jedoch einige, die auf diese Idee sehrwohl kamen. Lachse haben wir an diesem Tag keine gesehen, Bären auch nicht (und ich vermute, da gibt es einen direkten Zusammenhang 😉).
Dafür begegnete uns diese seltsam anmutende Schnecke: die Banana Slug oder Bananenschnecke (Ariolimax), eine der größten Nacktschneckenarten weltweit. Sie lebt in den feuchten Wäldern der nordamerikanischen Westküste und verdankt ihren Namen ihrer Farbe – die an eine mehr oder weniger überreife Banane erinnert 🍌🐌.
Lighthouse Park
Tja... wir waren offenbar noch nicht genug gewandert, also beschlossen wir, auch noch einem weiteren Wandergebiet einen Besuch abzustatten. Der Lighthouse Park befindet sich in West Vancouver und ist eine beliebte Touristenattraktion, teils wegen des Point Atkinson Leuchtturms an der Südspitze der Halbinsel, teils wegen der üppigen Vegetation, die größtenteils aus unberührtem Regenwald besteht.
Dennoch empfanden wir diese Naturlandschaft als sehr beeindruckend... und der Leuchtturm auf seiner felsigen Anhöhe ist ein wunderbares Motiv, nicht nur für Fotografen, wir sahen z.B. eine Frau die dort malte. Manchmal genügt es aber auch, einfach den Meereswellen zuzusehen oder auf den Felsen die Wärme der Sonne zu genießen - wie die Eidechse in der übernächsten Collage (rechts im Bild).
Die Cappuccinos (für Elizabeth T Stands For Tuesday) genehmigten wir uns bei der Heimfahrt in einem Café am Straßenrand, weil es eine vorübergehende polizeiliche Straßensperre gab. Später ließen wir den Tag noch in einem netten Lokal ausklingen und gönnten uns Schinken-Käse-Pizza (Edi) bzw. Thunfisch-Spaghetti (ich). Schließlich hatten wir auch an diesem Tag wieder einige Kalorien verbraucht, bei 9,4 Kilometern bergauf und bergab.
Der nächste Tag würde allerdings für uns um einiges weniger bewegungsintensiv werden - aber dafür umso spannender und bunter ❤️🧡💛💚💙💜! Wartet's ab! 😊
T r a u d e































