Sonntag, 9. Dezember 2012

San Francisco, 2. Tag

♥ Hi and Hello, my dears!

Herzlich Willkommen zum 2. Teil meines San Francisco-Reiseberichtes!!!! 
Zum ersten Teil kommt ihr hier.

Für den Morgen des zweiten Tages hatten wir schon von daheim eine 
gebucht. Diese Art der Voraus-Reservierung lohnt sich unbedingt, da die Plätze auf der Fähre zur 
berühmt-berüchtigten Gefängnisinsel heutzutage wirklich heiß begehrt sind. In den Jahren 1934 bis 
1963, als Alcatraz als Hochsicherheitsgefängnis genutzt wurde, war seltsamerweise niemand so sehr
 darauf erpicht, auf die Insel gebracht zu werden. So ändern sich die Zeiten...

Als wir auf dem Eiland ankommen, lernen wir gleich einen ehemaligen Bewohner von Alcatraz 
kennen: Der Herr mit dem Mikro - in der unteren Collage links zu sehen - heißt Ernest B. Lageson; 
er war jedoch kein Strafgefangener, sondern der Sohn eines Wärters. Denn die Gefängniswachen 
lebten mit ihren Familien auf der Insel; insgesamt wuchsen hier während all der Jahre rund 80 Kinder auf!
(Und es scheint keine üble Kindheit gewesen zu sein - auch wenn man aufs Festland zur Schule schippern musste.)

Mr. Lageson ist zugleich Zeitzeuge eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte von Alcatraz - 
und hat zwei Bücher darüber geschrieben: Im Mai 1946 versuchten sechs Gefängnisinsassen zu fliehen, 
indem sie neun Wärter als Geiseln nahmen. Eine der Geiseln war Ernest Lageson Senior, der Vater 
des Autors. Wenn ihr mehr über die "Schlacht um Alcatraz" erfahren wollt, könnt ihr hier einen kurzen 
Artikel lesen. Glücklicherweise war E. L.'s Vater nicht unter den fünf Todesopfern der "Schlacht".

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Insel zu erforschen:
 von der Gartentour bis zur Audiotour oder auch mit einem Plan auf eigene Faust. Unter Zeitdruck 
steht man dabei nicht - die Fähren landen im Halbstundentakt, und es steht den Besuchern frei, mit 
welcher der Fähren sie wieder zurück aufs Festland fahren wollen.
Wir entscheiden uns für eine "Rostrosige Spezialmischung": Das heißt, wir klemmen zwar die Kopfhörer 
mit den (sehr interessanten und informativen) deutschsprachigen Erläuterungen an unsere Ohren, 
doch wir wandern größtenteils nicht mit der Schar von Punkt zu Punkt, sondern gehen in unserem 
eigenen Tempo und sehen uns an, was uns gerade interessiert. Auf diese Weise gelingen uns auch
 weitgehend "menschenleere" Fotos. 



Wie ihr erkennen könnt, kommen in Alcatraz vor allem Freunde des schlichten weißen Shabby-Styles 
auf ihre Kosten. Manchmal wurden Akzente in schwarz, rot oder grün gesetzt. Die Zellen waren eng und 
auf das Wesentliche reduziert *)- und Herr Rostrose kann daran keinen rechten Gefallen finden, wie man sieht. 
Aber hej, Leute, schließlich war das hier ein Knast und kein Luxushotel!

*) In unserem Land gibt es Gefängnisse, da frage ich mich ernsthaft, wo die Strafe bleibt - die sind schöner 
gestaltet und weit besser ausgestattet als das Büro, in dem ich arbeite - und vor meinem Bürofenster  
gibt es passenderweise auch Gitter - ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht besser "umschulen" sollte.


Besonders reduziert erscheint auf den ersten Blick die Bibliothek von Alcatraz   (links in der Mitte 
seht ihr eins der Bücherregale), doch in aktiven Zeiten enthielt sie rund 15.000 Bände in den 
Kategorien Philosophie, Belletristik und Unterrichtsmaterial. (Bücher mit sexuellen, gewalttätigen
 oder kriminellen Inhalten waren nicht erlaubt.) Aufgrund ihrer physischen Einschränkung durch die engen
Zellen flohen die meisten Sträflinge zumindest geistig in die Welt der gedruckten Buchstaben und 
verschlangen im Durchschnitt 75 bis 100 Bücher pro Jahr.


Dafür sind die Gärten von Alcatraz (die übrigens auch von den Sträflingen angelegt
und betreut wurden) umso üppiger und schöner - und sogar Kolibris schwirren hier umher!
Eigentlich eine paradiesische Umgebung. Unfrei, das ja - aber wer ist schon richtig frei?

(Was soll ich also zu den Klagen der Insassen sagen, die man bei der Audioführung darüber raunzen hörte, 
dass hier Drill herrschte und der eigene Wille nichts mehr zählte? Ich habe schon genug Menschen gesehen, 
die schlimmer hausen müssen - in den Slums von Johannesburg, Mexico City oder in vielen Städten Indiens
zum Beispiel, aber längst nicht nur dort - die sind allein schon in ihrer Freiheit eingeschränkt durch ihre Armut - 
und haben wohl nichts angestellt, um sich das zu verdienen.)
 
Hier unten versuchen auch schon wieder zwei, mit einem kleinen Boot abzuhauen!!!

Wir kehren ganz legal mit einer Fähre zum Ufer San Franciscos zurück - und gönnen uns dort zunächst
mal ein Ben-&-Jerry's-Eis, denn das war quasi ein "Auftrag" von Julia / Vintage with Laces.
 Schlendern wieder am Hafen umher, werfen Blicke in Läden, die Schokolade oder andere Süßigkeiten
gleich "fass-weise" anbieten - und besuchen nochmals unsere possierlichen Freunde vom Pier 39:




Das Eis war zwar lecker, aber keine wirklich brauchbare Stärkung -
da muss schon etwas Handfesteres her. Wir folgen mal wieder einem guten Tipp und statten dem 
Rainforrest Cafe einen Besuch ab, das gleich beim Fisherman's Wharf zu finden ist (in der 145 Jefferson Street).
Dieses Restaurant ist wie ein tropischer Regenwald gestaltet, mit einem Wasserfall, dschungelartigen Geräuschen, (mechanischen) Tieren, die immer wieder zu Leben erwachen, wundervollen Aquarien 
und kunstvollen Wandmalereien. An den vermutlich authentischen Regenwald-Dunst muss man sich erst mal eine halbe 
Minute lang gewöhnen, aber danach kommen Kinder jeden Alters (also ebenso "große" Kinder wie Edi und ich) voll und 
ganz auf ihre Rechnung - auch in kulinarischer Hinsicht. Herr Rostrose und ich haben zwei sehr fein 
schmeckende, ausreichend sättigende Vorspeisen miteinander geteilt und waren danach bestens gerüstet ...




...für unser nächstes Vorhaben:

Es gibt mehrere Radverleihe, die dieses "Paket" im Angebot haben: Man borgt sich ein Fahrrad aus,
strampelt damit über die Golden Gate Bridge bis nach Sausalito, sieht sich dieses nette kleine Nachbarstädtchen an - 
und fährt anschließend mit der Fähre wieder nach SF zurück. Wir gingen zu "Blazing Saddles", und
das war bestimmt keine schlechte Wahl. Unheimlich freundlich wurden wir beraten und über mögliche
Touren informiert. 
Dann schnappten wir unsere Bikes und radelten los.


Und jetzt muss ich mal zwei kleine Zwischenbemerkungen einschalten, damit ihr im Falle eines Falle vorbereitet seid
Nein, drei - denn die erste ist:
Ich bin wirklich glücklich, dass wir diese Tour gemacht haben! Sie war aus verschiedenen Gründen 
ein wahres Highlight unserer Reise!

Aber - Bemerkung Nummer 2: So flach und unanstrengend, wie die Strecke auf den Blazing-Saddles-Fotos 
aussieht, ist sie nicht. San Fran ist hügelig, Sausalito auch, und da der Radweg keineswegs nur am Wasser entlang 
verläuft, geht's mal rauf und mal runter. Und zwar nicht zu knapp. Euer kleines Flachland-Roströslein kam also 
ganz schön ins Schwitzen und Schnaufen.

 Bemerkung Nummer drei hat mit einer Sache zu tun, die mir Herr Rostrose vor der Reise eingeredet hat:
Er sagte: In "The City" ist es immer ein bisschen kühl, weil vom Meer her eine stetige steife Brise aufs Festland 
weht. Deshalb tragen die Cops in "Die Straßen von San Franciso" auch ständig ihre Trenchcoats.
Zur Untermauerung seiner Behauptung führte er seinen Aufenthalt in der Stadt vor rund 20 Jahren an, da kam er auch 
nie ohne Jacke aus - und damals war Sommer
Wir hingegen schrieben den 26. Oktober - in Österreich wurde an diesem Tag gerade der Nationalfeiertag begangen -
und da hatten wir im Vorfeld natürlich erst recht mit Herbst-Temperaturen gerechnet. Tja - das elfte Gebot lautet 
"Du sollst dich nicht täuschen." Es hatte ca. 25 Grad C im Schatten - aber sehr schattig war es auf der Strecke 
nach Sausalito nicht. Habe ich schon erwähnt, dass Frau Rostrose ganz schön ins Schwitzen und Schnaufen kam? ;o)

Wie gesagt, ich bereue nichts - es war ein ausgesprochen schönes Erlebnis! Und Sausalito mit
seinen putzigen Häusern und hübschen Läden ist absolut einen Besuch wert!
Aber ich war nachher verdammt froh, dass ich nicht wieder zurück radeln
musste, sondern von der Fähre nach Frisco zurückgebracht wurde - während hinter
der Golden-Gate-Bridge langsam und idyllisch die Sonne in der Bay versank.


Oben seht ihr u.a. die Fahrräder, die auf der Fähre transportiert wurden 
- es waren bestimmt um die 100 Stück!

Wir lassen den Tag in einem gemütlich gestalteten Fisherman's-Wharf-Lokal ausklingen und fahren 
anschließend nicht per Cable-Car, sondern mit einem der zahlreichen O-Busse in die Gegend unseres 
Hotels zurück. Allerdings verpassen wir die richtige Station - und bekommen auf diese Weise die 
Gelegenheit, das wunderschön beleuchtete Rathaus der Stadt sowie die ebenfalls festlich 
illuminierten Gebäude-Drillinge (Veterans Building, Opera House und Symphony Hall) zu 
bewundern. Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass wir auch nach diesem anstrengenden Tag 
müde und erschöpft in unser Bett fallen ;o)...

Hier (klick) kommt ihr zum ersten Teil mit einer Cable-Car-Fahrt 
und Fisherman's Wharf. 
Hier kommt ihr zur Fortsetzung mit Chinatown,  den "Painted Ladies",  
 Height Ashbury und The Mission District.
Alles Liebe
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥

Freitag, 7. Dezember 2012

San Francisco, 1. Tag

♥ Hi and Hello, my dears!

Viele von euch haben mir mitgeteilt, dass sie sich schon auf meinen USA-Reisebericht freuen -
und deshalb will ich gar nicht lange über andere Themen schwatzen, sondern gleich mit unserem
ersten Tag in
beginnen!

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If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you're going to San Francisco
You're gonna meet some gentle people there

Scott McKenzie: San Francisco, 1967

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Ich wollte dort schon hin, seit ich den Song als Kind gehört habe! Ich liebe dieses Lied immer noch!
Und so ist es kein Wunder, dass ich mir gleich nach unserer Ankunft mein buntes Flower-Power-Kleid
anzog, viele Ketten um den Hals schlang und Blumen in mein Haar steckte. 

Und was tut man sonst noch, wenn man gerade eben in "The City by the Bay" eingetroffen ist?
Richtig: Man pilgert zur nächsten Cable-Car-Station und unternimmt eine Fahrt mit diesem 
wundervoll nostalgischen Gefährt!

✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ 
Die Originalausstattung der Cable Cars - und ihr Rütteln - weckt Gedanken an unsere "guten alten" Straßenbahnen.
Und: Kennt ihr die Haarschmuck-Blümchen noch? Sie stammen aus Ilonas süßem Überraschungs-Päckchen 
vom September! :o)

  Wir schreiben übrigens den 25. Oktober 2012. Wir sind an diesem Tag um 3 Uhr morgens
aufgestanden und um 4 Uhr Richtung Flughafen Wien-Schwechat abgefahren. Flug via Frankfurt,
Ankunft in San Francisco um 12 Uhr mittags Ortszeit (in Wien ist es da bereits 21 Uhr.) 
Im Flieger habe ich mir vier Filme reingezogen (Edi nur zwei), inzwischen ist unser Gepäck im 
Embassy Hotel*) untergebracht, und jetzt fühle ich mich bereit für neue Abenteuer!

*) Das Hotel hat zum Teil grottenschlechte Bewertungen, aber wir konnten es uns nicht aussuchen, da wir unsere Reise 
über den "Kaffeeröster" gebucht hatten. Letztendlich war es in dem Hotel aber gar nicht sooo übel.)

Herr Rostrose war vor rund zwanzig Jahren schon mal in "The City", ich bisher noch nicht.
Die erste Cable-Car-Fahrt meines Lebens führt uns zur 
Hier sauge ich meine Lungen zunächst einmal mit Meeresluft voll - aaaaahhhhhh -
die Augen schweifen übers Meer, die Ohren begeistern sich für das Kreischen der Möwen 
- und meine Seele freut sich, dass sie so was Schönes erleben darf!

Wir spazieren einfach nur so der Nase nach und landen vor dem Musee Mecanique, einem kleinen
Museum mit freiem Eintritt, in dem alte Spiel- und Musikautomaten, nostalgische Wahrsagemaschinen
etc. ausgestellt sind. Gegen Einwurf kleiner Münzen lassen sie sich zu Leben erwecken - ein recht
netter Ausflug in eine vergangene Zeit! :o)




Das nächste Ziel hat sich unser kleiner Reisebegleiter Murphy (den einige von euch
schon als Glücksengel meiner Verlosung kennen) ausgesucht:  Denn er hat gehört, dass sich beim 
Pier 39 eine Kolonie kalifornischer Seelöwen angesiedelt hat! Und nun möchte er unbedingt
seine Verwandten besuchen. Und Murphys Wunsch hat auch uns große Freude bereitet:
 Egal ob die Robben spielen, balgen oder bloß faul herumliegen und dabei selig zu lächeln 
scheinen - man könnte ihnen stundenlang dabei zusehen!



Die würzige Seeluft macht Appetit auf ein meeresfruchtiges Abendessen. Am Pier 39 gibt es
eine Filiale von einer unserer Lieblings-Restaurantketten, dem "Shrimp-&-Co."-Lokal  
also nichts wie hin! 

*) Wenn ihr dem Link folgt, könnt ihr nachlesen, dass das Lokal und seine Gestaltung 
von dem Film "Forrest Gump" inspiriert wurde - und für Herrn und Frau Rostrose
ist das "unser Film" (so wie manche Paare "unser Lied" oder "unsere Parkbank" haben)... 
Allerdings würden wir dieses Lokal und seine Spezialitäten wohl auch ohne den Film lieben ;o))

Unser erstes "Bubba Gump"-Lokal entdeckten wir per Zufall vor ein paar Jahren in New Orleans
und fanden die Idee witzig und das Essen köstlich. In den Restaurants finden sich Zitate 
oder  Ausstattungs-Details des Films, Originalkostüme, nostalgische Blech-Werbetafeln - 
und auch die Signale an die Kellner stehen in Form von Blechtafeln auf den Tischen: 
Wenn man einen Wunsch an das Bedienungspersonal hat, stellt man die Tafel auf rot - 
"Stop Forrest Stop" - ist man hingegen wunschlos, stellt man sie auf blau.

Vor dem Lokal in Frisco liegen auf einer Bank Forrests Koffer und seine Pralinenschachtel, 
darunter stehen seine Laufschuhe. Murphy musste sie gleich mal "beschnuppern" - und danach 
bekam die kleine Robbe mächtigen Appetit auf Garnelen. Wir übrigens auch. 
Mmmmm, köstlich waren die! Und das Zeitungspapier, auf dem die Coconut-Shrimps lagen, 
war mit zum Film passenden "News" bedruckt. Ich steh' auf solche kleinen, witzigen Details! :o))

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt.“ (Forrest Gump)

Zurück zum Hotel wollten wir wieder per Cable Car, allerdings hatten wir vor, erst bei der 
zweiten Station einzusteigen, da bei der ersten eine so lange Warteschlange stand. 
Nicht wirklich schlau: Sie war dann nämlich so voll besetzt, dass sie nicht anhielt...
Auch bei der nächsten und übernächsten 
Station blieb keine der Straßenbahnen stehen, und dann war's uns schon egal -
das steilste Stück der "Straßen von San Francisco" hatten wir bereits geschafft,
nun gingen wir weiterhin zu Fuß "nach Haus". Und fielen nach diesem anstrengenden 
Fußmarsch und einem laaangen Tag müde und erschöpft in unser Bett...

Fortsetzung folgt!
Zum zweiten Teil mit Alcatraz und der Radtour 
über die Golden Gate Bridge kommt ihr hier .

Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥

Dienstag, 4. Dezember 2012

Adventstimmung und Geburtstagstorte

 ♥ Servus Ihr Lieben! ♥♥

Vielen Dank für all eure lieben Kommentare und Mails zu meinem letzten Posting (Teil 1 und Teil 2)!
Ich war mir nicht sicher, ob euch das Thema überhaupt ansprechen würde bzw. ob es nicht all zu viel 
Lesestoff wäre - schließlich habt ihr alle ja auch noch etwas Anderes zu tun als lange Blogbeiträge zu lesen ;o))
Doch wie es aussieht, hat das Thema viele von euch interessiert - darüber freue ich mich sehr!
Und ich fand es auch sehr interessant und anregend, eure Meinungen und Anmerkungen zu lesen!
Heute wird es zum Ausgleich wieder etwas weniger Lesestoff und größere Fotos geben :o))
Am Samstag war schließlich auch für mich der Zeitpunkt erreicht, an dem ich für ein bisserl 
Adventstimmung sorgen wollte, aber nur mit geringem Aufwand und ganz dezenten Zutaten:
Der Hirsch stand bereits im Herbst da, das Laternenhäuschen, der Tortenständer und der Teller mit 
der Milchflasche auch - ich tauschte nur (endlich) Kürbisse und  Herbstblätter gegen
Kerzen, Kekse, Zapfen, ein paar natürliche Dekoteilchen aus Filz und Holz - basta!
 
 Am Sonntag trafen wir uns mit lieben Leuten, die wir im Vorjahr während unserer Elsassreise kennengelernt
hatten, um gemeinsam den Adventmarkt beim Wasserschloss in Kottingbrunn zu besuchen.Was mir
an diesem Markt besonders gefällt, ist dass hier vor allem liebevoll gestaltetes Kunsthandwerk angeboten wird
und dass er in einem sehr stimmungsvollen Rahmen stattfindet.
Leider waren Hunderte andere auf dieselbe Idee wie wir gekommen, deshalb herrschte eine ziemliche
Drängelei, aber es gab einiges Schönes zu sehen und zu erstehen. Das - und der erste Glühwein des Jahres -
hat mir geholfen, ein bisschen mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen ;o))
 
Einen süßen Streichelhund gab's auch wieder für mich - siehe Mitte links
 ♥♥
Vor kurzem gab es ja eine Verlosung im Hause Rostrose, und in eines der Schildchen, das für die
Gewinnerin des Reisemitbringsels zu Auswahl stand, hat sich die liebe Emma von Emmas Welt verguckt :o))
Wer ihren Blog kennt, weiß natürlich auch gleich, an welches der drei Schilder sie ihr Herz verloren
hat ;o)) 
 
Übrigens gibt es bei Emma zur Zeit gerade ein witziges Giveaway - und zwar hier.
Da die Gewinnerin Andrea (vom Blog die Kreativwerkstatt) sich für ein anderes Schildchen
entschied, stand der Weg frei für ein "Tauschgeschäft" von Emma und mir - und jetzt schaut mal,
welch schönes Schild Marke Eigenbau (inklusive Holzpferdchen! und Sternenkarte!
und ein paar anderen süßen Kleinigkeiten :o)) mir die Post vor ein paar Tagen gebracht hat:
♥♥
Danke liebe Emma, dein Päckchen macht mich glücklich! :o)))
♥♥
Ich hoffe, die österreichische Post zieht bald nach und stellt mein Päckchen ebenfalls zu - 
bis jetzt lässt sie Emma leider noch warten...
♥♥
Und zuletzt zeige ich euch noch ein paar Fotos von den süßen Sünden, die Jana neulich für unsere 
Familien-Geburtstagsfeier zubereitet hat: Die Geburtstagstorte selbst war eine klassische (und köstliche)
Maronitorte, doch weil zur Rostrosenfamilie zwei "November-Stacheltiere" gehören,
kreierte das Rostrosenkind auch noch einen monstergroßen, rabenschwarzen Skorpion aus Marzipan!
(Und weil wir keineswegs an Unterzuckerung oder Kalorienmangel leiden sollten, gab's von
Marianne-Oma noch ein paar Kuchenstücke dazu ;o))


♥♥
Nun lasse ich euch noch allerliebste Rostrosengrüße da und wünsche euch eine
wunderschöne, möglichst stressfreie und stimmungsvolle erste Dezember-Woche!!!

Herzlichst, euer rostiges Röslein
♥♥Traude ♥♥

Sonntag, 2. Dezember 2012

Vom Reisen und von der Zeit - Teil 2

Reisen gibt meiner Zeit Qualität, 
mehr Fülle und Dichte, 
intensiver Erlebtes macht die Zeit wertvoller, 
größer, stärker, erinnerbarer. 
Diese Zeit ist da, sie bleibt für mich fühlbar. 
Alltagszeit hingegen versiegt.
(Eine Rostrosen-Weisheit ;o))


 ♥ Servus Ihr Lieben! ♥♥
Ich freue mich, dass ihr wieder bei mir hereinschaut. Im ersten Teil meines Postings "Vom Reisen und von der Zeit" habe ich euch von einem Buch erzählt, das mich zu einigen Gedanken anregte. Heute bekommt ihr nun die ♥ heiß ersehnte ♥ Fortsetzung davon :o) Und dazu zeige ich euch wieder ein paar Bilder von unserer Reise durch den Westen der USA. (Und weil mich einige gefragt haben, ob noch weitere Fotos kommen werden: Aber sicher doch, wenn ihr das gerne wollt ;o))

Eine der weisen alten Geschichten, die der Hauptperson des Romanes "Die Seele der Papaya" in dem indischen Ureinwohner-Dorf erzählt werden *), hat mich etwas gelehrt oder auf etwas Besonderes aufmerksam gemacht, und deshalb will ich sie euch (in stark geraffter Form) schildern:

*) If you use google translate, this sentence could be misunderstood, because the translation is wrong: The scene is NOT a village of U.S. natives, but a village of natives in the state of India!


Bryce Canyon Nationalpark

Die alte Geschichte handelt vom Gott Shiva, der die Menschen erschaffen hat. Als es nur sieben Menschen waren, gab es kaum Probleme, doch bald lebten immer mehr Menschen auf der Welt. Shiva beobachtete seine Geschöpfe und sah, dass sich unter ihnen auch etwas Neues, Unbekanntes entwickelte: die Angst. Shiva zählte die Ängste der Menschen und stellte fest, dass es sieben waren:

1) die Angst, am irdischen Leben und seinen Anforderungen zu versagen. Sie äußert sich in besonderen Anstrengungen, Ehrgeiz, Fleiß, Genügsamkeit, aber auch darin, dass diese Menschen nicht um Hilfe bitten können und / oder dass sie auf Faule verächtlich herabblicken.
2) die Angst vor Genuss und Freude - Spaß, Tanzen, Unbekümmertheit werden als sündig empfunden; Enthaltsamkeit und Unterdrückung von Lust wird für gottgefällig und andächtig gehalten (oder auch einfach nur für reif und erwachsen). Letztendlich entstehen aus dieser Haltung Missmut und verbitterte Gesichtszüge oder zumindest das Gefühl, "besser als die anderen" zu sein.
3) die Angst vor Fehlern, vor Kritik, vor Schuld. Damit Shiva sie nicht straft, bestrafen und kasteien sich die Menschen selbst und wetteifern darum, wer das größere Opfer bringt.  Insgeheim denken sie schlecht von Menschen, die anders sind und die sich nicht selbst bestrafen.

Pflanzenwelt am Rande des Grand Canyon

4) die Angst vor Veränderung - vor den Unberechenbarkeiten des Lebens, vor dem Wandel, in dem sich alles befindet, auch der Mensch. Statt den Wandel als Abwechslung oder Chance für einen Neubeginn zu nützen, klammert sich der Mensch am Altgewohnten an, wird starr und starrsinnig und versucht, die Zukunft berechenbar zu machen.
5) die Angst vor Hunger und Durst - Shiva sah, dass die Menschen, obwohl er genug Nahrung für alle geschaffen hatte, immer mehr und mehr zu ergattern versuchten als ihre Nachbarn. Die Folgen: Gier, Neid, Habsucht, anstatt etwas abzugeben, und erst dadurch entsteht tatsächlich auf der einen Seite Reichtum und auf der anderen Seite Not. Die Gier erstreckt sich bei manchen Menschen auch auf Geld, Macht, Ruhm, Schönheit.



Slide Rock State Park bei Sedona


6) die Angst, weil der Mensch so verletzlich ist - körperlich äußert sich das in Angst vor dem Tod, vor Verlust, vor Krankheit, was verständlich ist - seelisch in der Angst vor Kränkung, vor den Verletzungen der Seele. Diese Angst äußert sich unter anderem in Vermeidungshaltungen - man schottet sich gegen andere ab, wirkt stolz, hochmütig, lässt niemanden mehr in seine Seele blicken, wird einsam - und manchmal so verzweifelt, dass man sich am Verursacher seiner Probleme rächen will.
7) die Angst vor dem Verrinnen der Zeit - Angst vor der eigenen Endlichkeit, Angst vor dem Tod, aber auch Sehnsucht nach ihm; der Wunsch, an zwei oder drei Orten zugleich sein zu können, die Angst, in einem Leben nicht alles Wichtige unterbringen und erleben zu können, daraus entsteht Gehetztheit, Getriebenheit, Ungeduld.

Shiva beschloss, seinen Geschöpfen zu helfen, doch er wollte die Angst auch nicht gänzlich abschaffen, sie vermittelte ja auch wertvolle Erfahrungen und Lernprozesse. Über die Angst zu Erkenntnis und zu Liebe zu gelangen war etwas ganz Wunderbares. Aber weil kein Mensch alle sieben Ängste zugleich ertragen kann, verwandelte er die Ängste in sieben Drachenschlangen und gab ihnen Namen: Unfähigkeit, Mißmut, Schuldgefühl, Starrsinn, Habgier, Hochmut, Ungeduld. Und er gebot, dass sich jeweils nur eine Schlange einem Menschenwesen nähern und es bedrohen durfte. So kommt es, dass wir Menschen alle Ängste kennen, uns aber nur von einer wirklich bedroht fühlen.

San Simeon & Umgebung

So weit also zu der Geschichte. Ihr werdet jetzt vielleicht anmerken, dass euch noch andere Ängste einfallen oder dass manches in euren Augen gar nicht zusammenhängt. Solche Gedanken hatte ich auch, doch dann versuchte ich einfach, mich auf die "Spielregeln" dieser alten Geschichte einzulassen und mich zu fragen, welche "Drachenschlange" es wohl sein könnte, die mich am stärksten bedroht. (Vielleicht habt ihr ja Lust, das ebenfalls zu versuchen...)

Ich für meinen Teil kam sehr bald auf die Schlange Nummer 7 namens Ungeduld. Einige "Teilsymptome" der anderen Ängste und Schwächen kenne ich auch, aber das sind keine Drachenschlangen, die mich beißen, sondern nur Regenwürmer. Meine "Hauptangst" ist eindeutig die, in meinem Leben nicht alles unterzubringen, was ich gern tun will, nicht alle auf meiner Traumreisen-Liste stehenden Reisen machen zu können, nicht alle Bücher zu lesen, die mich interessieren, ich will gleichzeitig dieses und jenes tun - bloggen, Fotos bearbeiten, dekorieren, Kekse backen, walken ... - aber mein Tag hat wie eurer nur 24 Stunden. Und wir alle haben ja außerdem noch Verpflichtungen - berufliche Verpflichtungen, zudem noch "klassische" Frauen-Haushalts-Verpflichtungen etc. - die wir ebenfalls in unserer wertvollen Zeit unterbringen müssen: Hechel, hechel, hetz, hetz. Und Schlaf braucht der Körper auch noch ab und zu. Ich denke, einige von euch werden damit anders umgehen können als ich, weil dieses Problem für euch nur ein Regenwurm und keine Schlange ist. Weil ihr zwar auch einiges zu tun und einige Pläne habt, aber vielleicht nicht den gleichen Drang und Druck, soo viel in einen Tag zu quetschen, wie ich das wieder und wieder mache.


Big Sur - ein Küstenstreifen in Kalifornien zwischen San Simeon und Carmel.

Die Folge ist, dass ich im Alltag immer irgendwie unter Strom stehe, schnell, schnell, mein Herz pocht wie wild, wenn ich z.B. einen langsamen Autofahrer vor mir habe; ich knirsche mit den Zähnen, wenn ich darüber nachdenke, was heute noch alles zu erledigen ist; mein Rücken wird verspannt, weil ich wie eine Besessene am Computer arbeite etc. Ich habe natürlich im Lauf der Jahre ein paar Strategien entwickelt, um tatsächlich viel unterzubringen und dennoch durchs Leben zu kommen - ich schreibe mir To-do-Listen, um nichts zu vergessen, manches kann ich sehr schnell, manches kann ich gleichzeitig erledigen, man nennt das heutzutage "multitasking-fähig" und lobt es als Tugend, ich kann einiges dann doch aufschieben und anderes deligieren. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, würde mehr Ruhe und Gelassenheit und weniger Zeitdruck meiner Gesundheit gut tun.
Noch etwas ist mir aufgefallen: Als Kind war ich eher langsam. Eine kleine Träumerin, die oft mit ihren Hausaufgaben nicht fertig wurde, weil sie über viel wichtigere Themen grübelte oder in aller Ruhe Comix zeichnete. Ich wurde zum Schnellsein gedrillt - Schule und Eltern und Beruf wollten mich schneller haben und ich WURDE schneller - aber es entspricht nicht meinem Naturell.

Am Strand von Carmel

Und so kommen wir jetzt wieder auf den Roman zu sprechen: Der Ureinwohnerstamm, bei dem die Geschichte spielt, veranstaltet einmal im Jahr einen Wettkampf. Sieben Boote erhalten die Namen Unfähigkeit, Mißmut, Schuldgefühl, Starrsinn, Habgier, Hochmut und Ungeduld, und die Besatzungen der Boote treten gegeneinander in einem Kampf auf Leben und Tod an. Das Boot, das verliert, verkörpert eine Drachenschlange, die stirbt. Ein Jahr lang sind die Menschen des Stammes dann von der Angst, die dieser Drache symbolisiert hat, frei.

Als ich mit der Lektüre fertig war, beschloss ich, ein Experiment zu wagen. Ich wollte mich für die Dauer unserer USA-Reise von der Drachenschlange Ungeduld freisprechen. Soll heißen, ich wollte mich weder unter Zeitdruck versetzen noch von jemandem versetzen lassen. Ich wollte mich nicht einmal mit dem Thema Zeit oder Eile oder Tempo beschäftigen, sondern mich schlicht und einfach von der Zeit tragen lassen und daran glauben, dass sich alles auch ohne Stress ausgeht. Wir hatten unsere Pläne und unseren Zeitrahmen, doch wir würden uns nicht halb entleiben, nur um jeden unserer Pläne unterzubringen, und wir würden es mühelos schaffen, unseren Zeitrahmen einzuhalten. 
Den folgenden Satz aus dem Roman fand ich bei alledem sehr hilfreich: "Dabei gab es doch Zeit in Hülle und Fülle auf der Erde, und was in einem Leben nicht erreicht werden konnte, würde im nächsten Leben Raum und Zeit finden." Ich bin zwar keineswegs davon überzeugt, dass es so etwas wie eine Wiedergeburt gibt, aber ich finde den Gedanken sehr schön und sinnvoller als irgendwelche Paradiesverheißungen - also warum sollte ich diesen Satz nicht als Heilmittel verwenden? Er hatte (und hat noch immer) eine so herrlich beruhigende Wirkung auf mich!


Route vom Bryce Canyon zum Lake Powell

Herrn Rostrose erzählte ich von meinem Plan, und da auch er am ehesten von der "Schlange Ungeduld" gebissen wurde und daher immer viel von "gutem Timing" und Vorausplanung und dergleichen hält, machte ich ihn darauf aufmerksam, dass ich mich während dieser Reise nicht unter Zeitdruck setzen lassen würde und regte ihn gleichzeitig an, das Experiment mit mir zusammen zu wagen. Und was soll ich euch sagen - wir haben es gewagt und es klappte! Es klappte sogar wunderbar! Wir kamen überall zur gerade richtigen Zeit hin oder erlebten durch unser "Naturtiming" ganz besonders schöne, unerwartete Dinge (mehr darüber während meines Reiseberichtes), wir behielten im täglichen LA-Stau die Ruhe und blieben auch sonst im Straßenverkehr angenehm entspannt. Einmal fuhr auf einer langen Strecke ein halbes Holzhaus auf Rädern vor uns, das man nicht überholen konnte - Amerikaner übersiedeln ihre Häuser ja zuweilen auf diese Weise - und anstatt darüber zu jammern oder mit den Fingern aufs Lenkrad zu trommeln, sagten wir "Ommm, in der Ruhe liegt die Kraft" und amüsierten uns.

Ich lasse es gern zu, dass unsere Reisen mich verändern. Nun geht es mir darum, die Ruhe auch in meinen Alltag einkehren zu lassen. Das "Multitasking" aus meinem Leben zu verbannen: Ich will EINE Sache machen, und zwar GANZ. Und erst dann die nächste. Nicht mehr gleichzeitig kochen, telefonieren und den Geschirrspüler ausräumen. Nicht mehr gleichzeitig vier Räume in zwei Stockwerken in Weihnachtsstimmung bringen und nebenbei den Keller aufräumen. Ein bisschen Adventstimmung wird heute dennoch schon einkehren, aber sehr dezent: Ich habe heute Vormittag ein paar Herbstdeko-Gegenstände weggeräumt und ein paar weihnachtliche Stücke aus dem Keller geholt. Damit werde ich mich nun als nächstes beschäftigen - in aller Ruhe! :o)

Ich wünsche auch euch eine möglichst ruhigen, entspannten, mit der Zeit im Reinen seienden Dezember, eine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit und einen schönen ersten Advent!

Herzlichst, euer rostiges Röslein
♥♥Traude ♥♥





Mittwoch, 28. November 2012

Vom Reisen und von der Zeit - Teil 1

 
Servus Ihr Lieben!

Beim letzten Mal habe ich euch unsere Reiseroute gezeigt - vielen ♥lichen Dank fürs bei-mir-Hereinschauen und für all eure Kommentare - ich freu mich so sehr über jeden Einzelnen davon! :o)
Ja, stimmt, das war eine spannende Route - und so gut wie immer gab's blauen Himmel - bis auf einen Tag in LA, an dem es zwischendurch nieselte. Dennoch brauchten wir fast alles, was wir an Kleidungsstücken und Ausrüstungsgegenständen mitgebracht hatten - vom Badeanzug bis zur Winterjacke, vom Abendkleid bis zu den Bergschuhen. 


Pflanzen auf Alcatraz und Golden Gate Bridge bei Sonnenuntergang
Einige von euch wollten wissen, wie viele Fotos diesmal entstanden sind. Nunja, man kann sagen: eine Menge :o)) Auf meinen Speicherkarten fanden sich insgesamt 3.637 Aufnahmen - und Edi knipste rund 2.100 Bilder. Und natürlich werde ich euch davon noch einige zeigen!
Weil zur Zeit an so vielen Orten grauweißer Nebel herrscht, habe ich für heute schon mal zu eurer Stimmungssteigerung und zur "Untermalung" vor allem sonnige, himmelblaue und blütenfrische Fotos aus unserem USA-Urlaubsfotofundus herausgesucht. Ich hoffe, ihr könnt sie nach Herzenslust genießen!

Dezente Herbstfärbung im Yosemite Nationalpark

Für dieses und für mein nächstes Posting habe ich mir vorgenommen, euch etwas zu erzählen, das einerseits mit unserer USA-Reise zu tun hat und andererseits, wie ich finde, gut zur Vorweihnachtszeit passt. Denn gerade jetzt, wo wir's eigentlich gerne öfter mal ruhig und gemütlich angehen würden, fällt uns besonders stark auf, ...

... wie knapp doch manchmal die Zeit wird. 
Wie schnell sie verfliegt. 
Wieviel wir noch erledigen wollen...
Ob wir noch alles rechtzeitig schaffen werden?!?!

Für meine Geschichte muss ich ein Stückchen ausholen. Hoffentlich könnt ihr euch "die Zeit" dafür trotzdem nehmen. Ich mache es so kurz wie möglich - und vielleicht habt ihr ja anschließend eine andere Einstellung zur verfliegenden Zeit...

Auch auf dem Weg zum Sequoia-Nationalpark herbstelt es

Vor mehreren Monaten lieh mir meine Freundin Margarete drei Bücher, von denen sie meinte, sie könnten mich interessieren. Ich überflog die Klappentexte, dachte mir, ja, bei nächster Gelegenheit seh ich sie mir genauer an, legte sie auf einen Stapel - und da lagen sie dann. Meine Freundin meinte, ich solle mir ruhig Zeit lassen, sie brauche die Bücher momentan nicht. Knapp vor unserer USA-Reise beschloss ich allerdings, ihr zumindest zwei der Bücher zurück zu geben und sie mir vielleicht ein andermal wieder auszuborgen, denn gleich drei Bücher schuldig zu sein, setzte mich irgendwie unter Druck.
Einer der Romane sprach mich von allen dreien zunächst am wenigsten an, obwohl er von Indien handelte - und in dieses Land habe ich mich ja vor zwei Jahren ganz schön heftig verliebt...;o)) Wie auch immer, das Buch hatte einen esoterischen Beiklang, und Eso-Literatur wirkt mir oft zu abgehoben und aufgesetzt. Bevor ich es auf den "Zurück"-Stapel warf, wollte ich aber "sicherheitshalber" noch einen Blick hineinwerfen.  Ich las die erste Seite - und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Trockenheitsliebende Pflanzen am Rande des Death Valley

Das Buch heißt "Die Seele der Papaya", wurde von der Deutschen Autorin Varda Hasselmann geschrieben und ist mittlerweile, so weit ich weiß, vergriffen. Es handelt von einer fast 50jährigen bayrischen Psychologin, die sich nach dem Tod ihrer Mutter einige Monate Auszeit in Südindien nehmen will und dort in das Abenteuer ihres Lebens gerät.
Durch einen Beinbruch wird sie zu einem längeren Aufenthalt bei einem abgeschieden lebenden Stamm von Ureinwohnern genötigt und lernt deren Weltbild und Spiritualität kennen. Letztendlich kehrt sie verändert und voll mit neuen Eindrücken, Gedanken aus ihrem Urlaub zurück

Satte Farben im Zion Nationalpark
Zwischendurch gab es zwar ein paar Passagen, die für mich in den "abgehobenen Bereich" fielen, aber ich konnte aus dem Roman einige für mich interessante Gedanken herausfiltern. Welche das waren - und was das alles mit unserer USA-Reise zu tun hat - will ich euch aber erst im Teil zwei meines Postings "Vom Reisen und von der Zeit" erzählen. Würde mich riesig freuen, wenn ihr mich auch dann wieder "besucht".

Fortsetzung folgt!

 ♥♥♥  Für heute schicke ich euch die allerliebsten Rostrosengrüße und Küschelbüschel!  ♥♥♥ 
Auf bald, eure Traude

Samstag, 24. November 2012

Überblick über unsere Reiseroute

 Servus Ihr Lieben! ♥♥♥
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Zunächst einmal möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlich für all eure
lieben Willkommensgrüße und herzerfreuenden Kommentare zu meinem ersten Posting nach der
Reise bedanken. Ihr seid TOLL! Auf diese Weise fällt mir sogar das Nachhausekommen und
Wieder-im-Alltag-Eingewöhnen (relativ) leicht.

Heute möchte ich euch nur mal kurz zeigen, wo wir uns überall rumgetrieben haben, damit ihr
euch eine genauere Vorstellung von unserer Reise durch den "Wilden Westen" machen könnt:
♥♥♥
  1.-3. Tag: San Francisco, CA
  • Hier (klick) kommt ihr zum ersten Teil mit einer Cable-Car-Fahrt und Fisherman's Wharf.
  •  Hier geht's zum zweiten Teil mit Alcatraz und der Radtour über die Golden Gate Bridge.
  • Und hier zum dritten Tag mit Chinatown, den "Painted Ladies", Height Ashbury und The Mission District. 



  4. Tag: Wir holen unseren Leihwagen ab, verlassen San Francisco 
und fahren in den Yosemite National Park (Entfernung ca. 300 km) - 
Übernachtung in El Portal, CA (Entfernung ca. 20 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Artikel über den Yosemite-Nationalpark.

 5. Tag: El Portal - Sequoia National Park (Entfernung ca. 285 km) -  
Bakersfield, CA (Entfernung ca. 210 km)

  • Hier erzähle ich euch über unseren Besuch im Sequoia-Nationalpark 
          (wo ich mit Bäumen gekuschelt und mit Vögeln geflirtet habe ;o))


 6. Tag: Bakersfield - Death Valley National Park, CA (Entfernung ca. 415 km) -  
Las Vegas, NV (Entfernung ca. 175 km)
  • Hier ist der Link zu meinem Bericht über die Fahrt durch den Death Valey Nationalpark
           und zu unserer Ankunft in Las Vegas


7. Tag: HALLOWEEN in Las Vegas, NV
  •  Hier kommt ihr zum ersten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes
  • Hier kommt ihr zum zweiten Teil des Las-Vegas-Reiseberichtes


8. Tag: Las Vegas - Zion Nationalpark, UT (Entfernung ca. 255 km) 
 - Bryce Canyon Nationalpark, UT (Entfernung ca. 145 km)
  • Hier kommt ihr zu meinem Reisebericht über den Zion-Nationalpark

9. Tag: Bryce Canyon Nationalpark, UT 

  • Hier kommt ihr zum Kapitel über den Bryce Canyon Nationalpark.

10. Tag: Bryce Canyon - Page / Lake Powell, AZ (Entfernung ca. 250 km)

  • Hier kommt ihr zur Fortsetzung - Page / Lake Powell / Antelope Canyon.

11. Tag: Page / Lake Powell - Grand Canyon Nationalpark, AZ  
(Entfernung ca. 220 km) - Flagstaff, AZ (Entfernung ca. 125 km)
  • Hier geht's zu meinem Artikel über den Grand Canyon.

12. Tag: Flagstaff - Oak Creek Canyon / Sedona (Entfernung ca. 30 km) 
 - Phoenix /Scottsdale, AZ (Entfernung ca. 185 km)
  • Hier ist der Link zum Kapitel Route 66 / Oak Creek Canyon / Sedona 
13. Tag: Scottsdale - Joshua Tree National Park, CA / Palm Springs, CA 
 (Entfernung ca. 430 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem vorangegangenen Kapitel über den Josua Tree Nationalpark


14. Tag: Palm Springs - Studio City / Los Angeles, CA (Entfernung ca. 195 km)

(mit L.A. geht's dann im nächsten Kapitel weiter :o))

15. Tag: Los Angeles / Hollywood / Beverly Hills, CA

  • Hier  kommt ihr zu meinem Kapitel über Los Angeles

16. Tag: Studio City / Los Angeles - Santa Barbara, CA (Entfernung ca. 135 km)
  • Hier geht's zu meinem Bericht über Santa Barbara

17. Tag: Santa Barbara - San Simeon, CA (Entfernung ca. 240 km)

  •  Hier geht's weiter zur nächsten Station unserer Reise - nach San Simeon

18. Tag: San Simeon - Monterey - 
Carmel Valley, CA (Entfernung ca. 165 km)

  • Hier  kommt ihr zu meinem folgenden Beitrag über Monterey und Carmel 

19. Tag: Carmel Valley - Carmel -  
San Francisco / Flughafen (Entfernung ca. 185 km)

(Diese letzten Tage habe ich zusammengefasst - siehe Link Monterey und Carmel)

20. Tag: Ein Tag bzw. eine Nacht über den Wolken - Ankunft in Österreich
♥♥♥
Ihr seht also, es gab einige interessante Ziele - sowohl für Menschen, die gerne Städte besichtigen 
als auch für 
Freunde des Meeres - und wie ihr außerdem sehen könnt, haben wir unterwegs auch gleich mehrere faszinierende 
Naturparks besucht. Aus diesem Grund erstanden wir einen Jahrespass für Nordamerikas 
Nationalparks um 80 US-Dollar. Damit darf ein PKW mit insgesamt bis zu 4 Insassen 
(ab 16 J.) innerhalb eines Jahres ohne weitere Kosten sämtliche dieser Nationalparks durchqueren. 

Ein Karte für einen einzelnen Eintritt in einen US-Naturpark kostet nach unserer Erfahrung zwischen 
20 und 25 Dollar, also empfiehlt sich solch ein Pass ab 4 Besuchen.

♥♥♥
♥♥♥
Die Reiseroute ist übrigens nicht auf unserem eigenen Mist gewachsen. Wir haben heuer nämlich
 erstmals mit einer Mietwagen-Rundreise experimentiert, die vom allseits bekannten Kaffeeröster 
veranstaltet wurde ;o) Das heißt, ein Wagen wird zur Verfügung gestellt und die einzelnen Tagesziele
 sind durch vorgebuchte Hotels festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens hat man jede Menge Freiheit für 
individuelle Entscheidungen. Man erhält einen sogenannten "Discovery Guide", in dem Vorschläge 
für Ausflüge und Besichtigungen gemacht werden, die sich unterwegs anbieten, aber wenn man mal faul sein möchte, 
kann man zwischendurch auch Tage ohne großes Programm einlegen. Am Ende unserer Reise 
können wir daher sagen: Experiment geglückt! Hätten wir die Reise selbst geplant, wären wir wohl 
"aus purer Gemütlichkeit" an weniger Orte gekommen - und hätten nicht so viel Schönes erlebt!

♥♥♥
So, Ihr Lieben, nun lasse ich euch bis zum nächsten Mal wieder ganz herzliche Grüße da. 
Viele von euch habe ich während der vorigen Woche bereits auf den Blogs besucht,
 alle anderen kann ich hoffentlich kommende Woche besuchen! (An diesem Wochenende
wird nämlich unsere traditionelle November-Familien-Geburtstagsfeier von uns nachgeholt, 
 weshalb ich euch jetzt noch ein wunderschönes Rest-Weekend wünsche und mich voraussichtlich 
bis Montag von euch "abmelde" ;o))


Herzlichst und mit vielen Küschelbüschels / HUGS,
♥♥♥ eure rostrosige Traude ♥♥♥
 ♥♥♥