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Dienstag, 28. Januar 2014

Südindien 8. Kapitel - Hausbootfahrt auf den Backwaters

Namaste und Namaskaram, ihr Lieben!

Uuuh, WOW, was für eine wundervolle Resonanz auf mein ganz spezielles "Engels-;o))"-Posting!
Vielen herzlichen Dank für all eure Erlebnisschilderungen, Ansichten und für die Zeit, die ihr diesem
doch recht nachdenklich machenden Beitrag sowie euren klugen, interessanten und offenen Kommentaren
dazu gewidmet habt - egal ob nun "beipflichtend" oder nicht - ihr seid einfach super! Ich glaube, da wird
es irgendwann eine Fortsetzung oder Vertiefung oder Variation des Themas geben - aber das dauert
noch... (Bei mir hängen schließlich einige Beiträge in der "Warteschleife" - vom Modeshooting
über Schnee- und Katzenbilder bis hin zu den noch ausständigen Reiseberichts-Kapiteln...)

Heute könnt ihr euch ein wenig von alledem erholen, denn wir werden uns eine Zeitlang miteinander
treiben lassen. Im Reiseprogramm stand bei diesem 8. Tag "Leben und Landschaft in Zeitlupe" - diese
Worte finde ich sehr passend!


Auf einer Fläche von insgesamt 1900 km² erstreckt sich im Hinterland der Malabarküste ein Netz aus 
Wasserstraßen, das von Kochi bis Kollam reicht - die sogenannten Backwaters. Hier durften wir den
ganzen Tag und die folgende Nacht auf einem Hausboot verbringen – ein Höhepunkt der Reise, auf
den wir uns schon seit geraumer Zeit freuten!




Zum Glück gibt es auf den meisten Hausbooten drei Kabinen, und so konnten wir die Fahrt 
zusammen mit unseren beiden Freundespaaren genießen. Ich fand es herrlich geruhsam, mit dem 
Boot die Kanäle entlang zu tuckern und das Leben, das sich auf dem Wasser und links und rechts 
an den Ufern abspielte, zu beobachten.




Die Gäste der Hausboote wurden jeweils von drei Männern betreut: Einer von ihnen saß immer am 
Steuer, während die anderen beiden für unser leibliches Wohl sorgten. Mal gab es Kokosnüsse zu 
trinken, dann überbackene Bananen, wer mochte, konnte sich jederzeit beim frischen Obst bedienen, und 
mittags sowie am Abend wurde köstlich aufgetischt. Ich musste bei scharfen oder frittierten Speisen
 zwar noch vorsichtig sein, da sich mein Magen und Darm immer noch ein bisserl empfindlich 
anfühlten, doch beim köstlichen Fisch und dem fein gewürzten Reis konnte ich kräftig zuschlagen 
und genoss das so richtig.
 



 Zwischendurch gingen wir an Land, um diese christliche Kirche zu besuchen – und hatten das große 
Glück, dort auch gleich auf eine Hochzeitsgesellschaft zu treffen. Und so ergriffen wir natürlich die 
Chance, das Brautpaar und die Gäste ausgiebig zu fotografieren - und alle stellten sich freudig für
uns in Pose. Außerdem gab es dort eine süße Ziege, die sich zwischen den Öhrchen kraulen ließ (und
weil ich aus unerfindlichen Gründen den Geruch von Ziegen und Schafen heftig liebe, muss ich
solche Gelegenheiten nützen, sobald sie sich ergeben ;o))
 



Als dann die Abenddämmerung über uns heraufzog, konnten wir den Menschen an den Ufern 
wieder bei ihren Alltags-Verrichtungen zusehen – beim Waschen ihrer Wäsche, beim Fischen des 
Abendessens oder bei einem gemütlichen Plausch, ja sogar beim Zähneputzen. Als dann die Kalongs
abermals ihre Vampirflügel über uns ausbreiteten und die Sonne den Himmel einzufärben begann,
legten wir für die Nacht am Ufer an und Mano lud uns zu einem gemütlichen „Sundowner“ auf eines
der Hausboote ein.
 



Bevor wir loszogen, holte ich sechs Teelichter und ein Feuerzeug aus meinem Gepäck, die ich eigens 
für einen besonderen Zweck auf die Reise mitgenommen hatte – auf der unteren Collage könnt ihr
ein Bild davon sehen. Unsere Freunde Moni, Michael, Rosi und Hans sowie Herr Rostrose und ich 
bekamen jeder ein eigenes Kerzlein. Die setzten wir dann auf die sanften Backwater-Wellen und
schickten sie - eingehüllt in unsere Blütenketten - mit guten Wünschen für unsere Lieben daheim auf
die Reise. Dieses kleine Ritual hatte ich mir zu Hause vorgenommen, als feststand, dass wir nach
Indien fliegen würden, während meine Mutter immer noch im Krankenhaus lag. Natürlich durften
wir aber nicht nur an unsere Lieben denken, sondern auch an die Menschen, die hier mit ihren Booten
 ankerten oder am Flussufer leben, deshalb ließen wir die Teelichter nicht ewig schwimmen – sie
sollten schließlich keines der Hausboote in Brand setzen oder sonstigen Schaden anrichten.




Wir gingen also eine Zeitlang neben den schwimmenden Kerzen her, und als wir fanden, dass sie 
allmählich zur Gefahr werden konnten, nahmen wir Erdbrocken, die wir dafür schon vorbereitet
hatten, und bewarfen die Schwimmkerzen damit, bis alle ausgegangen waren. Das mag zwar nach
einem etwas unromantischen Ende klingen, doch wir beschlossen, es folgendermaßen zu sehen:
Auf diese Weise wurde unser Ritual durch die Einbeziehung der vier Grundelemente Feuer,
Wasser, Luft und Erde bereichert: Das Feuer der Kerzen, das Wasser, auf dem unsere Glückwunsch-
lichtlein dahintrieben, die Luft, durch die das Brennen der Kerzen erst ermöglicht wird und durch die
unsere guten Wünsche „in den Äther aufsteigen“ konnten -  und zuletzt die Erde, die verhinderte, dass
das Feuer etwas anrichtet, das unseren positiven Gedanken widerspricht.


Hier könnt ihr durch den Reisebericht navigieren:
zurück: Klick zum 7. Kapitel 
vor: Klick zum 9. Kapitel
Zur Kapitelübersicht 

Sollte einer der Links mal nicht funktionieren, gebt mir bitte Bescheid, damit ich das rasch 
korrigieren kann! Danke!!! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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Alles Liebe und reisefreudige Grüße, Eure Traude

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Freitag, 24. Januar 2014

Über ganz besondere Engel...



Das Leben muss nicht leicht sein,   
wenn es nur inhaltsreich ist.   
(österr.-schwedische Physikerin, 1878-1968)     


*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Servus, ihr Lieben!



Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für eure Kommentare zu meinem vorangegangen
Reisebericht-Kapitel, in dem wir uns an Sandstrand und Meer begaben und das sehr genossen.
Da es bei diesem Posting einige technische Schwierigkeiten gab und es daher vielleicht nicht
von allen interessierten LeserInnen entdeckt wurde, bekommt ihr hier nochmals den Link dazu.
Und ganz großen Dank auch noch einmal an alle, die mir so liebe Zeilen zu meinem letzten
"nicht-indischen" Beitrag Gegen das Wintergrau hinterlassen haben; ich war überwältigt, dass
er so vielen von euch offenbar sehr aus der Seele sprach. Und weil mich einige von euch gern
im neuen grünen Pulli sehen wollen, gab's hier im Rostrosenland bereits ein sensationelles
Modeshooting, dessen Ergebnisse ich euch (aller Voraussicht nach) nächste Woche zeigen
werde ... ☺☺☺


Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht: Heute ist wieder ein "nicht-
indisches" Posting an der Reihe ;o) Die Fotos dieses Posts allerdings stammen von unserer
Südindien-Reise - weil es genug davon gibt und weil mein heutiges Thema nicht unbedingt nach
passenden Fotos verlangt. ;o) Ich hoffe, sie gefallen auch den nicht so Reiselustigen unter euch!
Auf jeden Fall seid alle herzhaftest begrüßt - und meinen neuen LeserInnen möchte ich hier noch
ein herzliches Willkommen sagen! Ich freue mich, dass ihr hier seid!




In meinem vorletzten nicht-indischen Posting ging es unter anderem um innere Schweinehunde
(klickediklick). Auch in meinem heutigen Beitrag ist von seltsamen Wesen die Rede, bei denen man
nicht so recht weiß, was man von ihnen halten soll. Der Überschrift könnt ihr entnehmen, dass es
sich dabei um Engel handelt... allerdings um eine ganz besondere Sorte, die ich euch hier gern
vorstellen möchte ... (Sorry, dass ich dazu ein Stück weit ausholen und euch die "Vorgeschichte"
erzählen muss...)





Vor ein paar Jahren wurde ich in einem Blog (der leider nicht mehr existiert) erstmals mit dem Wort
"Arschengel" konfrontiert. (Ja, ihr habt richtig gelesen ;o)) Die Bloggerin erzählte über eine
schwierige Phase, die hinter ihr lag und dass ihr ein spezieller Kettenanhänger und eine damit
verbundene Philosophie geholfen hätten, mit dieser Phase positiv umzugehen. Auf diese Weise erfuhr
ich, dass dieser (ein bisserl befremdliche, aber irgendwie auch witzige) Begriff von einem
Psychologen namens Robert Betz geprägt worden ist. 



 


Vielleicht sagt euch sein Name ja etwas, denn er ist inzwischen offenbar ziemlich bekannt durch
seine Bücher und seine öffentlichen Auftritte als Glückscoach, aber zugleich ist er auch ziemlich
umstritten. Mehr dazu in dem oben eingefügten Link zum Wikipedia-Artikel über ihn, hier noch ein
weiterer zu einem NDR-Beitrag. Ich will in diesem Posting jedoch gar nicht näher auf Herrn Betz
und seinen Ruf eingehen, da soll sich jeder Mensch seine eigene Meinung bilden. Mir geht es hier
nur um ein paar Facetten seiner Arschengel.





Ich neige nämlich dazu, mir aus allem, was ich so sehe, höre, lese DAS herauszupicken, was für
mich persönlich eine Bedeutung haben oder mir Unterstützung geben kann. Soll heißen, es gibt für
mich auch nicht DIE Weisheit oder DIE Religion oder DIE Wahrheit - auf diese Art bin ich offen für
die unterschiedlichsten Ansätze, und ich habe die Erfahrung gemacht, es steckt in fast allem ein
weiser, wahrer Funke und eine Chance (nur im Fanatismus nicht).





Und so habe ich mir auch aus der Definition der Betz'schen "Arschengel" das für mich Passende
herausgepickt. Damit keine Verwechslungen entstehen, nenne ich meine Version davon einfach
"Mist-Engel". (Ich sollte vielleicht zu eurem besseren Verständnis auch noch erwähnen, dass ich
"Engel" als metaphorischen Begriff  und nicht im klassisch-religiösen oder esoterischen Sinn
verstehe und verwende.)





Kurz gesagt handelt es sich bei den Mistengeln um "hilfreiche Wesen", die man nicht gleich als
hilfreich erkennt, weil sie nicht lieb und nett agieren, sondern fies und mies. Sie sind richtige
Miststücke. Oder zumindest empfindet man sie als solche, weil sie einen an einem sensiblen
Punkt getroffen haben. Sie treten als rücksichtslose Autofahrer in Erscheinung, als unerträgliche
Ex-Partner, als Mobber am Arbeitsplatz, als schwierige Nachbarn, unangenehme Chefs ... - die Liste
ist beliebig nach euren Erfahrungen erweiterbar. [Im Gegensatz zu Herrn Betz möchte ich nicht so
weit gehen zu behaupten, dass diese "Engel" uns quasi "geschickt" wurden, weil wir noch etwas
lernen müssen - aber ich behaupte, dass man aus ihnen etwas lernen kann, sobald man mit ihnen
konfrontiert wird. Jedenfalls, sofern man dafür offen ist.] Vielleicht treten die Mistengel auch gar
nicht als Personen, sondern als widrige Umstände auf den Plan. Fest steht nur: Sie machen einem
das Leben schwer - vielleicht sogar zur Hölle.





Soso, sie machen einem also das Leben zur Hölle... Und dennoch sind sie angeblich hilfreich,
dennoch sind sie angeblich "Engel". Wie das? Hier gefällt mir die Betz'sche Definition sehr gut,
weil sie ein Bild zeichnet, mit dem ich gut arbeiten konnte und immer noch kann. Ich gebe sie
euch aber mit meinen eigenen Worten wieder: 

Engel müssen leider manchmal zu Miststücken mutieren, weil wir Menschen oft nichts dazulernen, 
wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Weil wir oft gar nicht mitbekommen, dass wir irgendwo 
ein Problem haben. Dass es in uns drin ein Knöpfchen gibt, das man nur drücken muss, und schon 
werden wir wütend oder ängstlich oder fühlen uns machtlos.






In meinem Neujahrsposting habe ich unter anderem geschrieben, dass es nicht immer zu unserem
Besten ist, wenn alles nach Plan läuft und dass es das Leben manchmal besser mit uns meint, wenn
es uns die Erfüllung von Wünschen versagt oder sich damit Zeit lässt. Bei mir jedenfalls hat es sich
gezeigt, das Schwierigkeiten Starkmacher sind. Dass nicht erfüllte Wünsche letztendlich die
ergiebigsten Lern- oder Verwandlungsprozesse einleiten. Dass ich im Vorjahr nach 17 (alles andere
als einfachen) Jahren endlich meinen Arbeitsplatz gewechselt habe, hat zum Beispiel mit solch einer
Mistengel-Entwicklungsgeschichte zu tun.





Wir haben immer verschiedene Möglichkeiten, mit Unannehmlichkeiten aller Art umzugehen. Wir
können uns ärgern und kränken, aufreiben und runterziehen lassen, wir können verzagen und uns zu
schwach fühlen, um unser Problem in Angriff zu nehmen - oder wir können uns von unseren
Mistengeln zeigen lassen, wo es für uns noch etwas zu erlernen gibt. Und dann sagen: Jetzt erst
recht. Oder: Jetzt starte ich neu durch. Oder: Jetzt lasse ich nicht mehr zu, dass jemand so oder so
mit mir umgeht.





Manchmal dauern solche Prozesse eine Weile (bei mir wie gesagt länger als anderthalb
Jahrzehnte, in denen ich die ganze Palette von ärgern und kränken bis zu schwach fühlen
durchgemacht habe und zwischendurch Schritt für Schritt zu lernen begann: Ich lernte Autogenes
Training, um mich nicht mehr so machtlos zu fühlen (denn nun hatte ich etwas in der Hand, mit
dessen Hilfe ich mich "abschotten" und außerdem endlich wieder besser einschlafen konnte); ich
lernte orientalischen Tanz für die Lebensfreude und für den Rücken, ich lernte die Ruhe zu
bewahren, ich lernte zu beobachten, begann die Situation zu analysieren und mit anderen Augen
zu betrachten, ich lernte, Verbündete zu finden und lernte außerdem, dass man unter manchen
Menschen nicht leiden muss, selbst wenn sie das noch so gern hätten, ich lernte Qi Gong für den
Seelenfrieden, ich lernte, den richtigen Moment zu nützen, ich lernte mir Hilfe zu holen. Ich lernte
neue Freunde kennen und ich lernte mich selbst besser kennen. Ich lernte schließlich zu sagen: Und
 jetzt reicht's - ich habe etwas Besseres verdient.





Manche Menschen oder Situationen fordern uns heraus - und wir können sie nützen, um über uns
hinauswachsen! Um zu entdecken, wo unsere Stärken liegen und wie wir sie am zielführendsten
einsetzen. Oder um zu lernen, das zu tun, was wir noch nicht können. Für manche ist das: Hilfe
suchen. Für andere: sich allein durchboxen. Einigen fehlt vorläufig noch die Fähigkeit, sich gegen
vermeintlich Stärkere zu behaupten, anderen die Fähigkeit, zurückzustecken. Manche erhalten durch
ihre höchstpersönlichen Mistengel die Chance, mit Kritik umgehen zu lernen. Es gibt so vieles zu
lernen auf der Welt - zuhören, sich mitteilen, sanft sein, aber zuweilen auch kämpferisch, zu den
eigenen Überzeugungen stehen, Kompromisse schließen, einen kühlen Kopf bewahren, Emotionen
zeigen, Ordnung halten und systematisch agieren, aber auch mal Fünfe gerade sein lassen ... Jeder
kann irgend etwas gut und etwas anderes nicht so... und manches von den nicht so gut beherrschten
 Fähigkeiten kann man sich aneignen, indem man sich führen lässt von den Dingen, die nicht so gut
laufen. Beziehungsweise von den Engeln, die in Verkleidung auftreten und die Situationen schaffen,
durch die man dann irgendwie durch muss ... ;o)

*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Und wisst ihr, wann solch ein Entwicklungsprozess abgeschlossen ist? Wenn ihr so weit seid,
dass ihr sagen könnt "Ich bin meinem Mistengel dankbar. Ohne diesen Menschen, ohne diese
Situation stünde ich heute nicht da, wo ich stehe." 

Inzwischen versuche ich mir das sogar schon vorweg zu denken, wenn mir jemand "dumm kommt"
 oder mir eine unangenehme Situation widerfährt: "Ah, hallo, du altes, fieses Miststück, bist du auch 
mal wieder da!?! Im Moment nervst du mich ungemein. Aber ich sag schon mal danke - und bin 
neugierig, wo du als nächstes mit mir hinfliegst ... Nette neue Verkleidung übrigens!" 

Ihr könnt davon ausgehen, dass manche Mistengel durch mein begleitendes dezentes Grinsen
etwas irritiert sind.


Hier oben zeige ich euch übrigens dann doch noch Engelfotos. Einerseits 
seht ihr geflügelte Figuren, die wir an einem Palast in Indien gesehen 
haben, andererseits die "Arschengel-Kettenanhänger" von Funkelkram
über die die oben erwähnte Bloggerin damals erzählte.


Was mich nun noch interessieren würde ist, ob auch ihr die eine oder andere Erfahrung
mit Mistengeln und Mistengel-Situationen gemacht habt - und wie es euch heute damit
geht. Vielleicht habt ihr ja Lust, es mir zu erzählen. Vielleicht verratet ihr mir auch, ob ihr
mit dem einleitenden Zitat von Lise Meitner übereinstimmt oder nicht. Ich habe es erst vor
kurzem entdeckt, und zwar in dem Roman Die Analphabetin, die rechnen konnte - eine
skurrile Geschichte, in der die junge Afrikanerin Nombeko unter anderem auch dem einen
oder anderen Mistengel begegnet... eine Lektüre, bei der ich mich sehr gut unterhalten habe und
bei der es auch einiges Wissenswertes zu erfahren und zu lernen gab. (Mehr darüber könnt ihr
dem eingefügten Link entnehmen.)

Und nun wünsche ich euch noch ein feines Wochenende! Nächste Woche geht es weiter mit
meinem neuesten Reiseberichts-Kapitel, in dem wir einen traumhaft schönen Hausboot-Tag auf
den Backwaters von Kerala erleben - ich würde mich freuen, wenn ihr wieder mit mir mitreist!


*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Herzlichste Rostrosengrüße, eure Traude
ღღღ

Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +
*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****

Sonntag, 19. Januar 2014

Gegen das Wintergrau + Aktualisierung

*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Servus, ihr Lieben!



Heute kommt zur Abwechslung wieder ein "Nicht-indisches" Posting - und zwar eines, in dem ich
mit Hilfe von frischem Grün und rosigen Tönen gegen winterliches Einheitsgrau vorgehen möchte ;o) 
Vielleicht ist es euch ja eh schon aufgefallen - das läuft bei mir jetzt mehr oder weniger regelmäßig 
so ab: Nach einem oder zwei Reiseberichts-Kapiteln folgt zwischendurch ein "anderes" Rostrosen-
Thema. (Also jedenfalls sieht so der Plan aus - mal sehen, wie lange ich ihn durchziehen kann ;o))

Aktualisierung I: 
Und im tollen und interessanten Blog bikelovin gibt es von mir jetzt auch noch ein Gastposting -
und zwar hier!
 
Aktualisierung II:  
24.1.2014 - Nachträglich beteilige ich mich mit diesem Posting an der Aktion "Buntes 2014"
von Ines  - es wird aber noch ein weiteres hier dazu passendes Jänner-Posting geben, in dem ihr
"Frau Rostrose im grünen Outfit" sehen könnt! :o)





Warum ich das so handhabe?
  • Damit jene, die gerne mit mir zusammen verreisen, immer wieder Zeit finden, ihre Seelen nachkommen zu lassen. 
  • Damit diejenigen unter euch, die sich nicht so sehr für meine Urlaubsschilderungen begeistern können, hier auch etwas finden, was sie eventuell interessiert.
  • Und damit jene, die hier erst seit kurzem lesen, nicht glauben, ich wäre auf Reiseberichte fixiert - ich bin nämlich jung, dynamisch und flexibel! (Ähem. Oder zumindest flexibel ;o)) Das zeigt sich auch in meiner Themenauswahl - mal geht's um Rezepte oder Modisches, mal um Katzen oder den Garten, ums Wohnen, Konzerte, Oldtimer, Bücher oder die Natur, mal mach ich mir so meine Gedanken über dies und das... - je nachdem, was sich in Rostrosenhausen gerade so ergibt :o))

 


Neulich ergab es sich zum Beispiel, dass der Paketbote mit einem unübertrefflichen Heilmittel 
gegen gelegentliche Anfälle von Winterblues vor der Tür stand. Selbstverständlich habe ich gleich "vor 
Glück geschrien", als ich das Packerl von Zalando entgegennahm - erstens, weil es sich so gehört
(und weil der Paketbote dann immer so nett kichert ;o)) und zweitens, weil ich wusste, dass sich 
in dem Paket etwas befindet, das herrlich frische Farbe in graue Wintertage bringt! Denn leider
haben wir hier ja auch nicht immer so blitzblauen Himmel wie neulich, als ich euch von der 
Überwindung des "inneren Schweinehundes" erzählte. Und dann braucht's zur Erweckung 
der Lebensgeister etwas Buntes, Florales, Fröhliches - zum Beispiel frühlingshaftes Grün und 
dazu einen wärmenden rosaroten Hauch!




Einige von euch, die mich schon ein bisserl länger kennen, wissen bereits, dass ich ein Faible
für den Desigual-Stil habe (hier und hier habe ich euch davon erzählt) - die poppige Farbenfreude, 
der lässige Materialmix und die Schnitte, die weibliche Formen appetitlich betonen, haben's mir
einfach angetan. Natürlich ist nicht jeder Tag ein "Desigual-Tag", manchmal ist mir auch nach
dezenteren Tönen zumute - wie erwähnt, bin ich flexibel ;o)) - aber zuweilen sind die Eye-catcher 
dieser Firma genau das Richtige, um entweder meine gute Laune zu unterstreichen oder um mich in
 Schwung zu bringen. Abgesehen davon stehen mir zu meinen rötlichen Haaren manche Grüntöne
sehr gut - und kaum eine Firma bietet Kleider in so schönen Variationen der Farbe Grün wie 
Desigual. Diesmal war es jedoch kein Kleid, sondern ein Pullover, der mir auf Anhieb zusagte
- und weil ich ohnehin noch einen Zalando-Gutschein "zu Verbraten" hatte, wurde der gleich
einem guten Zweck zugeführt: der Beglückung und Bekleidung des rostigen Rösleins ;o))




Ebenfalls bei Zalando gekauft, allerdings nicht ganz so poppig-bunt, sind meine neuen Stiefletten.
Sie sind vor allem zeitlos, bequem und vielseitig. Sie machen einen "schlanken Fuß" und sie sehen 
ungefähr so aus, wie die Stiefletten, die ich davor hatte und die sich inzwischen auflösen. Eigentlich 
sehen sie so aus wie fast alle Stiefletten, die ich mir seit schätzungsweise 1985 gekauft habe. Ich gehöre 
nämlich nicht zu jenen Frauen, die einen "Schuhtick" haben - und das allein schon aus dem einen 
maßgeblichen Grund, dass ich mit 95 % der im herkömmlichen Handel erhältlichen und für mich 
leistbaren Schuhe entweder nicht gehen kann oder sie mir nicht gefallen. Ich finde Schuhe schrecklich, 
die mich zur Stelzengeherin machen wollen oder die meine Zehen zu einer V-Formation quetschen - 
Schuhe sollen das Gehen meiner Meinung nach nicht erschweren, sondern erleichtern; sie sollen den 
Fuß nicht zerstören, sondern bei seiner Arbeit unterstützen. Leider scheint es nicht viele Schuhdesigner 
zu geben, die bei Damenschuhen etwas so Profanes wie "Gebrauchstauglichkeit" im Auge haben - 
und falls doch, erschaffen sie all zu häufig reizlose Treter. 




 Wenn ich mich zu meinem Arbeitsplatz begebe, habe ich zwischen unserem Haus und dem 
Bahnhof und später zwischen U-Bahn-Station und Büro jeweils rund 10 bis 15 Minuten per pedes
 zurückzulegen - das macht pro Arbeitstag 40 bis 60 Minuten Fußmarsch. Dieser Marsch macht mir nichts 
aus, so komme ich ohne großen Aufwand zu einem gewissen Quantum Bewegung - aber das Schuhwerk 
muss dafür und für meine Füße gut geeignet sein. Ich möchte allerdings trotz alledem nicht Tag für Tag 
mit Sportschuhen unterwegs sein. Ich trage gern Kleider, und dazu mag ich Schuhe aus einem relativ 
soften Material und mit Absätzen, die nicht höher als 5 Zentimeter sind. Für mich besteht die 
Herausforderung also darin, Schuhe zu finden, die weder Folterwerkzeuge sind noch wie orthopädische 
Gehhilfen aussehen. Die schwarzen Stiefletten im dezenten Western-Style passen gut in dieses
Schema - ich habe sie mittlerweile schon an zwei Arbeitstagen getragen und bin danach ganz ohne 
Blasen und Druckstellen nach Hause gekommen.




 Ja, ihr Lieben, das sind also ein paar der kleinen Freuden des rostrosigen Alltags ;o)) Und wenn's
noch ein bisserl mehr sein darf an Erfreulichem, dann zieht auch noch ein Bund Tulpen im Rostrosen-
haus ein.

Ach, und übrigens hab ich hier NOCH etwas gegen graue Tage für euch - oder jedenfalls für
alle, die ab und zu gern einen Ball besuchen. Hierzulande gibt es ja längst nicht nur den Wiener
Opernball, sondern noch viele Bälle davor und danach - ich füge euch hier mal den Österreichischen 
Ballkalender ein - vielleicht bekommt ihr ja Lust, das Tanzbein zu schwingen? Ich hab' nämlich
entdeckt, dass es bei Zalando nicht nur meine Lieblingsklamotten von Desigual, sondern auch
wunderschöne Ballmode gibt - und sogar einen Ballguide haben sie dazu veröffentlicht: Einen
Ratgeber rund ums Thema Ballbesuch - von vorher notwendigen Terminen, um z.B. die Frisur
"balltauglich" zu bekommen, bis hin zu den Tänzen, die man auf jeden Fall beherrschen sollte.

Denn Tanzen setzt Glückshormone frei - spätestens dann hat das Wintergrau keine Chance
mehr! :o)

*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Herzlichste Rostrosengrüße, eure Traude
ღღღ

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