Freitag, 29. September 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 5 - Cawdor Castle & Culloden Battlefield (Schottland)


Failte, liebe ReisefreundInnen!



Willkommen noch ein weiteres Mal bei der schottischen Zwischenstation auf unserer Schiffsreise nach Island! 
In meinem vorigen Blogbeitrag über "Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September" habe ich mich offenbar 
etwas irreführend ausgedrückt. Deshalb dachten einige von euch, wir wären JETZT GERADE in Schottland und 
wünschten mir eine schöne Zeit dort. Danke, das ist lieb, aber die Tage in Schottland sind (jedenfalls für dieses Jahr) 
vorüber. Ich habe meinen Text nachträglich ausgebessert, denn ich meinte natürlich unsere Reise im Mai und Juni. 
Und damit geht's hier auch gleich mal weiter:


  Am Vormittag hatten wir uns auf eigene Faust in der Hafenstadt
Invergordon herumgerieben und uns dort z.B. die schönen Wandmalereien angesehen -
KLICK - für den Nachmittag hatten wir einen Ausflug zum Cawdor Castle und zum
Culloden Battlefield gebucht.


Immer noch TAG 3 - 31.5.2017:


Beim Cawdor Castle handelt es sich um eine Burg in den schottischen Highlands. 
Sie liegt wenige Kilometer nordöstlich der Stadt Inverness und wurde Ende des 14. Jahrhunderts
erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1684 wurde sie zu einem komfortablen Wohnsitz umgebaut. 
Das Castle hat drei wunderschöne Gärten: einen ummauerten Garten, der um das Jahr 1600 entstand,
 einen Blumengarten und einen "wilden" Garten. Hier schon mal ein erster Blick auf die Pracht,
die uns dort erwartete: 



Eine Lindenumarmung für Mein Freund, der Baum
 

 Doch bevor wir uns eine längere Flanierrunde in den Gärten gönnten, machten wir
eine Tour im Gebäude selbst. Wollt ihr uns durch die Räume des Cawdor Castle begleiten?




Viel Schönes gab's da zu sehen, nicht wahr?
Und seid ihr nun bereit für die Gärten? Die Minotaurusfigur, die ihr in der unteren Collage
seht, gehört zu einem Labyrinth, das sich im "Walled Garden" befindet. Es heißt, dass man
für dieses Labyrinth einiges an Zeit benötigt, wir hätten es also wohl sowieso ausgelassen,
da wir noch so viel anderes sehen wollten. Am Tag unseres Besuches war es aber abgesperrt.
Wahrscheinlich, weil sich da drin dauernd irgendwelche Kreuzfahrttouristen verirren und
die Schiffe dann immer erst mit Verspätung ablegen können 😉...




Hier ein paar bunt gemischte Impressionen aus den drei Gärten, die übrigens mit ihrer
Blütenpracht ein Paradies für Bienen und Hummeln sind - überall brummelte und und
summelte es:




Die weißen Aufkleber auf der Brust von Herrn Rostrose und mir outen uns als
Teilnehmer eines MSC-Kreuzfahrer-Ausflugs 😁





Das knorrige Baumskelett unten steht auch auf dem Gelände von Cawdor Castle, allerdings
auf dem dortigen Golfplatz. Und der freundlich lächelnde Mann ist Ally, unser humorvoller
 schottischer Busfahrer, mit dem wir uns eine Weile gut unterhalten haben.




Dann hieß es auch schon wieder "Alles einsteigen" und wir fuhren weiter - vorbei an
weidenden Schafen, wiederkäuenden Rindern und schöner Landschaft - in Richtung Culloden.

Kenner der schottischen Historie oder der TV-Serie Outlander (bzw. Leser der bei uns als
Highland-Saga bekannten Romanvorlage von Diana Gabaldon) wissen natürlich sofort, was
es mit der Schlacht von Culloden auf sich hat:




Auf diesem Schlachtfeld nämlich wurde am 16. April 1746 der Traum der Highlandschotten von
einem schottischen (bzw. einem katholischen) König auf dem britischen Thron binnen einer halben
Stunde zunichte gemacht; hier fand der Jakobitenaufstand ein Ende, hier wurden die großen
schottischen Clans zerschlagen.

Die Schlacht bei Culloden ist ein Trauma, von dem sich Schottland lange Zeit nicht erholte.
Manche sagen sogar, Schottland laboriert noch immer daran. Dem Ort, an dem diese von Zeitzeugen
als besonders grausam beschriebenen Kampfhandlungen stattgefunden hatten, statteten wir nun also
einen Besuch ab. Und staunten, wie friedlich dieser Ort nach all den Jahrhunderten wirkte.




Allerdings war unsere Besuchsdauer sehr eingeschränkt. Denn auf der Strecke in Richtung
Culloden hatte es ein Stück vor uns einen Unfall gegeben; mindestens ein Fahrzeug war im
Straßengraben gelandet, weshalb wir etwa eine halbe Stunde Verzögerung in Kauf nehmen mussten.
(Aber besser so, als selber in den Crash verwickelt zu werden.) Für einen Besuch der Ausstellung
im Besucherzentrum war somit  keine Zeit, und selbst ein längerer Spaziergang über das
Schlachtfeld war nicht möglich, da wir um spätestens 16.30 Uhr wieder an Bord unseres
Schiffes gehen mussten.

Überaus viel gibt es in dem Gelände aber ohnehin nicht zu sehen - ein paar rote und blaue
Fahnen zeigen an, wo die Front zwischen den britischen und den schottischen Truppen verlief.
Tafeln erklären, wo welcher Clan stand. Es gibt ein steinernes Culloden-Denkmal und ein altes
Cottage mit Reetdach, das mitten im Feld steht. Die Gräber der Clans und ihrer Helden werden
durch Gedenksteine markiert. Vor dem Gelände weideten zwei schöne Rösser, von denen nur
das weiße für einen Moment seine Mahlzeit unterbrach, um mal kurz in meine Kamera zu
blicken.





Ein Spaziergang dort wäre bei dem angenehmen Wetter 
(für Schottland ein absoluter Traum-Tag!) natürlich trotzdem fein gewesen, und vielleicht hätte
 man sich dabei auch genauer vorstellen können, was in lang vergangener Zeit dort vorgefallen ist. 
Doch nach der knappen Stippvisite nahmen wir wieder Abschied von Culloden, und Ally, der 
Busfahrer, brachte uns durch die herrliche Landschaft zurück zur MSC Preziosa:




Am Hafen wurden wir schon von diesen jungen Männern erwartet ...





... und begleitet von Dudelsackklängen gingen wir an Bord. Die Schottenrock-Truppe
dudelte eifrig weiter, als wir von unserem Kabinen-Balkon auf sie herunterblickten, und sie warfen
dabei schöne, lange, fotogene Schatten. Sie spielten unermüdlich für uns - unter anderem auch die
"geheime schottische Nationalhymne" *) Scotland the Brave - KLICK - bis die Preziosa ablegte
und ihre Musik von der üblichen Abschiedsmelodie - Time to say goodbye - abgelöst wurde.


*) Die eigentliche schottische Hymne, die man auch von Fußballspielen kennt, ist Flower of Scotland.



Dudelsackklänge sind vermutlich nicht für alle Musikliebhaber ein Ohrenschmaus, doch auch
da schlagen bei mir offenbar die Nordland-Gene zu - mich macht traditionelle Musik aus den
nördlicheren Regionen Europas irgendwie ganz besonders glücklich und zufrieden (irische Musik
am allermeisten), während ich österreichische Volksmusik nicht wirklich mag.

Die Kleidungsempfehlung für das Abendessen lautete wiedermal "elegant". Gern hätte ich
mir an diesem Abend einen Schottenrock angezogen, aber ein solches Stück besitze ich nicht
(und hatte bis dahin auch nie ein Bedürfnis danach). Doch ein Rock musste es sein, und so
griff ich zu diesem Wickelrock hier:


Ist ja auch irgendwie Folklore, nichtwahr. Wenngleich in Indien erstanden 😉


Nun danke ich euch wieder für euer Interesse! Bis zum nächsten Mal!

In meinem Septemberbeitrag von ANL geht es um das wichtige Thema Mikroplastik. Ihr
könnt dort noch kurz - bis zum Abend des 1. Oktober - eure eigenen umweltfreundlichen Beiträge
verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung eines Produkts, das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr ebenfalls
 eure nachhaltigen Ideen und Projekte verlinken.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich wegen des bienen- und hummelfreundlichen Gartens zu ANL - A New Life
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe und zu ihrer Aktion Mein Freund, der Baum



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude



Dienstag, 26. September 2017

Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September

Servus ihr Lieben! 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Heute möchte ich euch unter anderem Fotos von vier Ausflügen zeigen, die wir (oder ich allein)
unternommen haben. Die Fotos sind allesamt mit unseren Handys fotografiert; mit der großen
Kamera ginge es natürlich besser, aber die war aus Gründen der Bewegungsfreiheit nicht dabei -
ich bitte euch also um Nachsicht. Hier gleich mal die ersten Bilder von einer kleinen September-
Wanderung zusammen mit Herrn Rostrose:


1) Ausflug auf den Harzberg:


Obwohl wir nicht weit von Bad Vöslau entfernt wohnen, 
waren wir bisher noch nie auf dem Harzberg. Und eigentlich war das auch diesmal nicht geplant - 
ursprünglich wollten wir wieder einmal eine Wanderung zur Vöslauerhütte machen, wie hier in
diesem Posting von 2015 beschrieben - aber dann disponierten wir einfach um und probierten
etwas Neues aus. 

Und wir staunten nicht schlecht, als wir oben ankamen, denn beim Schutzhaus am Harzberg gibt
 es nicht nur schmackhaftes Essen, eine Schnitzel- & Pommes-freie Zone, selbstgebrautes Bier
sowie einen Aussichtsturm, sondern auch ein großes Gehege mit entzückenden Rotnackenkängurus
(Bennett-Wallabys) und ihren Jungtieren.




Auf dem Selfie oben seht ihr, dass ich bei dem Ausflug mein "Matrosen-Shirt" trug, in dem ich
 euch HIER (zu meiner großen Überraschung) so gut gefallen habe. Diesmal seht ihr es nicht in
Kombination mit der weißen Leinenhose, sondern mit der selbstgefärbten in Marineblau.


Nachträglich bin ich hiermit auch beim Oktober-Thema der Modischen-Matronen Tomboy/Dandy/Garconne dabei!


Das ist jene Hose, die ich vor dem Färben nicht gut eingeweicht hatte, weshalb der Stoff die Farbe
auf dem rechten Oberschenkel nicht so gut angenommen hat. In der folgenden Collage seht ihr die
Hose noch so, wie sie aus dem Färbebad gekommen ist. Das wirkte für mich jedoch irgendwie
nach "Ich will, aber ich trau' mich nicht": Wenn die Hose schon auf einer Seite anders aussah als
auf der anderen, dann aber richtig!


Das wein- oder rostrote Shirt unter der Bluse ist übrigens auch eins von den selbst gefärbten Stücken.

Wie versprochen zeige ich euch nun, welches "Manöver" mir dazu eingefallen ist. Man kann 
sagen, es war eine typische Rostrosen-Spontan-Aktion: Jetzt oder nie! Mein erster Plan war,
mit Stofffarbe etwas draufzupinseln. Es stellte sich heraus, dass ich nur noch goldene Stofffarbe
übrig hatte. Egal, dann nehmen wir eben die! Nachdem ich damit schon ein paar Sterne und 
Punkte auf die Jeans gepinselt hatte, stellte ich fest, dass das Gold darauf viel zu knallig aussah. 
Und hatte natürlich keine Ahnung, ob und wie man so 'ne Farbe wieder rauskriegt. 

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Okay, dann darf sie eben bleiben, aber nur als "Hintergrundmelodie" 😉... Ich 
bearbeitete die Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann
schraffierte ich mit Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und 
dann bügelte ich meine letzten Sterne drüber - die gleichen Sternchen, die ich auch für meine
 Blusen-Reparatur verwendet hatte. Bei den Hosen-Detailaufnahmen in der folgenden Collage
 habe ich den Kontrast stark verändert und auch die Farben hervorgehoben, damit ihr die 
Pinseleien besser sehen könnt. In Wirklichkeit sind die Sterne schwarz und grau und das 
goldene Gepinsel ist zwar noch zu sehen, aber nur sehr dezent. So gefällt mir das jetzt!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


2) Ausflug zur Hermes-Villa im Lainzer Tiergarten:


Dieser Ausflug liegt zwar schon ein Stückerl zurück, aber bisher habe ich es nicht geschafft,
euch die Fotos davon zu zeigen. Also hole ich das hiermit nach. Die schöne Hermesvilla - das
Schloss der Kaiserin Elisabeth - liegt inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes
 Lainzer Tiergarten, und hier konnte nicht nur Sisi ihre Ausritte unternehmen, hier zieht's ab
und zu auch Frau Rostrose zu einer nachmittäglichen Walkingrunde hin.




Wenn man einem bestimmten Weg in der Nähe des Schlosses folgt,
kommt man zu einem Hinweisschild "Achtung! Bienenvolk". Wie man einer Schautafel entnehmen
kann, gibt es in Wien 5.200 Bienenstöcke mit rund zwei Millionen Honigbienen; von der Stadt Wien
bewirtschaftete Wiesen, Felder und Waldflächen werden bewußt bienenfreundlich gestaltet. So auch
jene im Lainzer Tiergarten. Unter anderem leben die Bienen dort in den Überresten eines hohlen
Baumes, den man extra für sie aufgestellt hat, und auch ein ganz einfaches, aber großes
Wildbienenhotel steht für zahlreiche Gäste bereit.




Oben seht ihr auf dem Foto der Schautafel das Stück einer Bienenwabe. Unten seht ihr den
wabenförmigen Bau eines anderen staatenbildenden Insekts (das allerdings nicht ganz so beliebt
ist wie Bienen): ein verlassenen Wespennest, das ich in unserem Garten fand. Ein kleines, zartes
Kunstwerk ... geschaffen aus morschem, trockenem Holz, das von den Wespen zu Kügelchen zerkaut
wurde. (Denn anders als Bienen können Wespen kein Wachs zum Bau von Waben produzieren. Die
sechsseitigen Einzelwaben entstanden also aus einer Art Papierbrei. Ich würde mal sagen, das ist
hohe Kunst!)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Leider haben Wespen ein Imageproblem. Das hat wohl damit zu tun, dass manche Wespenarten vor
allem im Spätsommer zu "Plagegeistern" werden, wenn man gemütlich draußen sitzen und jausnen
will. Und ja, manche Wespenarten stechen auch. Ich wurde heuer ebenfalls gestochen, denn wir
haben derzeit ein Wespennest in unserem Kompost-Container. Und ja, es war unangenehm, da hilft
auch das Wissen nichts, dass von den rund 750 bekannten Wespenarten nur 12 schmerzhaft stechen.
Und dass das Gift von Bienen zehnmal stärker wirkt. Wie auch immer, ich bin zum Glück nicht
allergisch, aber trotzdem hält sich mein Bedürfnis, häufiger gestochen zu werden, in Grenzen. Ich
habe unseren Biomüll dann lieber auf dem Kompost- und Grünschnitthaufen daneben entsorgt und
die Wespen in Ruhe gelassen.





Denn was viele nicht wissen (oder nicht beachten): 
Wespen stehen (wie auch Bienen, Hummeln und Hornissen) unter Naturschutz - und außerdem 
sind Wespen nützlich! - sowohl als sehr eifrige Vertilger von Mücken- und Fliegenlarven als 
auch als Bestäuber zahlreicher Pflanzen! Im Sinne des Umweltschutzes sollten wir also auch 
weniger beliebte Tiere wie die Wespen schützen.  HIER und HIER könnt ihr mehr über diese 
"verkannten Genies" und ihre besonderen Talente lesen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Das Muster auf meinem Tunikashirt ist nicht ganz so regelmäßig
wie Bienen- oder Wespenwaben, aber es hat mich dennoch immer daran erinnert - vielleicht auch
wegen der Honig-gelben Farbstimmung. An manchen Stellen erinnert mich das Muster hingegen
eher an die Schuppen einer Echse. Wie auch immer, beides ist Natur, und somit verlinke ich die
beiden folgenden Kombinationen bei den Modischen Matronen Beate, Natalia und Tina und ihrem
September-Thema "Von der Natur inspiriert". (Beide Kombis habe ich übrigens auch in der Natur 
getragen, nämlich zum Walken nach dem Büro.)

 
Kombi Nr. 1 mit krempelbarer Dreiviertelhose in Taupe
Kombi Nr. 2 mit "Hochwasserhose" in hellem Ocker oder dunklem Beige
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


3) Noch eine Walkingrunde im Lainzer Tiergarten:

An einem herrlich himmelblauen und warmen Tag im September war ich abermals im  
Lainzer Tiergarten. Die Wiesen rund um die Bienenstöcke sind mittlerweile abgemäht, aber es gibt
noch reichlich andere Wiesen und Waldränder, wo einiges blüht - zum Beispiel die Herbstzeitlosen.
Die sind zwar giftig, aber für Bienen kein Problem. Dieser Teil des Wienerwalds hat übrigens noch
weit mehr Wege zu bieten als die in unmittelbarer Umgebung der Hermesvilla. Und es gibt dort auch
Tiere zu sehen (wie die Bezeichnung "Tiergarten" schon sagt 😉):




Nach dem Walken gönnte ich mir im sonnigen Gastgarten des Restaurants
in der Hermesvilla einen Imbiss und eine Erfrischung. Am Nebentisch saßen zwei junge Damen,
die Himbersaft und Cola tranken - und von Plagegeistern umschwärmt wurden: den oben erwähnten
Wespen, die gerade im Spätsommer und Frühherbst sehr auf Süßigkeiten fliegen. Ich selber trank
Mineralwasser und aß ein kleines Gulasch. Nichts Süßes also an meinem Tisch - und keine einzige
Wespe verirrte sich zu mir...

Manchmal, wenn wir im Garten sitzen und Wespen an unseren Tisch kommen, legen wir übrigens auf eine entfernte Ecke
des Tisches ein winziges Stück jener Speise, die die Tiere offenbar angelockt hat. Davon dürfen sie dann naschen - das tun 
sie normalerweise auch und lassen uns somit in Ruhe. Angeblich helfen auch überreife Trauben, die man ein Stück vom 
Tisch entfernt hinlegt, als Ablenkungsmanöver.



4) Walkingrunde im Doblhoffpark:

An einem wettermäßig eher durchwachsenen Septembertag hatte ich im nahegelegenen hübschen
Biedermeierstädtchen Baden zu tun und verband das Praktische gleich mit dem Nützlichen. Ich nahm
meine Walkingstöcke und zog zunächst im Doblhoffpark ein paar Runden. Hier gibt es nicht nur
einen Teich mit einer Insel, auf der eine stolze Trauerweide Schutz für zahlreiche Enten bietet, und
viele Rosenbeete zu sehen, sondern auch eine prachtvolle, mächtige Ahornblättrige Platane!




Die Platane ist zu ihrem Schutz eingezäunt, und das finde ich gut, denn über die Dummheit und
Ignoranz mancher Menschen haben wir ja inzwischen schon genug gehört (man erinnere sich
beispielsweise an eine zweitausendjährige Welwitschie in Namibia, die von Campern mutwillig
angezündet wurde...)

Während ich im Doblhoffpark unterwegs war, fing es leicht zu regnen an. Ich ließ mich dadurch
 aber nicht aufhalten. Zwischendurch blieb ich stehen, um mir ein paar der schönen Rosen im
Rosarium des Parks anzusehen und an ihnen zu schnuppern. Besonders fasziniert war ich vom
Geruch der Teehybride Duftrausch, einer Züchtung aus dem Jahr 1986. Die würde mir auch
aufgrund ihres kräftigen Rosa-Tons gefallen. Im Vorjahr haben wir ja in Tulln zwei Rosen gekauft
(ich habe euch HIER darüber erzählt), aber so richtig durchstarten wollten die im heurigen
superheißen Sommer nicht...  während die Badener Park-Rosen den ganzen Sommer hindurch 
schön waren und auch jetzt noch eifrig blühen.





Irgendwann hörte das Nieseln wieder auf und ich verlängerte meine Walkingrunde in die
Villengegend von Baden. Unten rechts seht ihr ein Detail der schönen Jugendstilgebäude, danach
habe ich nicht mehr weiter fotografiert, ich wollte ja vor allem meine Beine bewegen. Aber HIER
könnt ihr euch ein paar Foto-Beispiele der dortigen Villen ansehen.




Ich danke euch sehr für euren heutigen Blogbesuch sowie für euer bisheriges Interesse an 
meinem Reisebericht, bei dem's in Richtung Island geht - doch im Moment treiben wir uns 
(virtuell!) noch in Schottland herum 😉 und werden da in meinem nächsten Beitrag ein Castle, 
eine traumhafte Gartenanlage und einen historisch wichtigen Ort besichtigen.  

In meinem Septemberbeitrag von ANL geht es um das wichtige Thema Mikroplastik. Ihr
könnt dort noch bis zum Abend des 1. Oktober eure eigenen umweltfreundlichen, achtsamen,
nachhaltigen Beiträge verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung
eines Produkts, das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann - Kommentar unter dem
ANL-Posting genügt, und ihr seid im Lostopf drin. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr
unter meinem Beitrag über umweltfreundliches Wäschewaschen ebenfalls eure nachhaltigen
 Ideen und Projekte verlinken.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life
zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. und zu fix it - reparieren ist nachhaltig von Maria Widerstand,
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe und zu ihrer Aktion Mein Freund, der Baum
Und außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Samstag, 23. September 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 4 - Zwischenstopp in Invergordon (Schottland)

Failte, Ihr Lieben!
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Willkommen in Invergordon!


Ja, schon klar, das dauert und dauert und dauert, bis wir endlich in Island ankommen.
Aber ihr wisst doch, der Weg ist das Ziel! Und auf dem Weg von Hamburg nach Island
gibt's nicht nur viel Wasser, sondern auch die eine oder andere Insel.

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Eine von ihnen wird Großbritannien genannt
 und im Norden dieser Insel lebt das wilde Volk der Schotten: Röcke tragende Männer, patente 
und vor allem praktisch veranlagte Frauen, Sturköpfe mit teilweise rotem Haar und struppigen 
Bärten (letzteres hauptsächlich die Männer!), geizig sparsam, aber einem guten Whisky nicht 
abgeneigt und einem zweiten, dritten, ... auch nicht (überhaupt, wenn ein anderer zahlt), wollige 
Schafe und wuschelige Rinder züchtend, hundert Namen für Regen kennend (Nieselregen heißt
 in Schottland nice weather), Dudelsack spielend durch die grünen Hügel der Highlands streifend, 
Geschichten erzählend, die meistens nicht nur "ein klein wenig" übertrieben sind (siehe Nessie)
 - ihr kennt ja die Klischees, aber ich bin mir ziemlich sicher, der Schotte an sich kennt sie 
ebenfalls ... und verkörpert sie mit Leidenschaft, Begeisterung und immer auch mit einem 
Augenzwinkern.  


TAG 3 - 31.5.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 9° bis 15° C
Diverse Seevögel, die vom Winde verwehte schottische Flagge und eins der berühmten Murals von Invergordon. Auf 
dem Haus befindet sich u.a. eine kluge Aufforderung, wie man sich dem Land, dem Strand, dem Meer und seinen 
Bewohnern gegenüber verhalten soll: "Take nothing but pictures - Leave nothing but footprints  - Kill nothing but time" 
 (Nimm nichts mit außer Bildern - Lass nichts zurück außer Fußabdrücken - Schlag nichts tot außer der Zeit)


Es gibt bestimmt in jedem Volk "solche" und "solche" Menschen, 
aber wenn wir uns mal erlauben, sie alle über einen Kamm zu scheren, dann kann ich sagen, ich  
mag "die Schotten"! (So, wie ich auch "die Iren" mag. Hat wohl wiedermal mit meinen "Nordland-
Genen" zu tun. Oder einfach damit, dass dort wie da viele liebenswerte, urige Typen beiderlei 
Geschlechts leben. In Irland hatten wir sogar mal das Glück, auf Schotten zu treffen, die es mir 
erlaubten, ihre hübschen Beine zu fotografieren - KLICK. Leider musste damals auch ich Bein 
zeigen.)

 
Die Preziosa im Hafen von Invergordon, stolze Highlander auf Plakaten und ein Blick auf die Industrie der Gegend
 
Dem Burschen hier unten hätte ich gewiss ungestraft unter den Rock blicken können (manche
Kreuzfahrttouristen taten es!) - aber Frau Rostrose weiß schließlich, was sich gehört, wenn ihr
Ehemann in der Nähe ist. Leider bekam ich bei dem Shooting nicht mit, welches Shirt da schräg
über dem Kopf der Schottenpuppe hing (ich sah das erst beim Betrachten der Fotos) sonst hätte 
ich mir vermutlich ein Exemplar davon gekauft. Fürs Büro. Damit sie was zu bereden haben.





Gut, soviel also zu den ersten Impressionen nach unserer Landung in Invergordon, einer
4000-Seelen-Stadt im nordost-schottischen Verwaltungsbezirk Highland. Wir hatten zwar einen
Ausflug (zum Cawdor Castle und zum Culloden Battlefield *) gebucht, aber der fand erst am
Nachmittag statt, und so konnten wir vormittags einen gemütlichen Bummel durch den Ort
unternehmen.

*) Falls ihr euch fragt: Ja, zum Loch Ness hätte es auch Ausflüge gegeben. Aber: Nein, dorthin
wollten wir nicht. Ich war bei meiner ersten Schottlandreise in den 1980ern schon mal auf der
Suche nach Nessie. Nachdem sich das Biest damals nicht blicken ließ, bin ich nachtragend - und 
so verzichteten wir dankend.




In Invergordon ist man stolz auf die Geschichte der Stadt als Marinehafen, und auch die
Ölindustrie besitzt hier einiges an Bedeutung. Durch Ölplattformen, Tanks und andere 
industrielle Bauwerke zählt der Ort zwar wohl nicht zu den idyllischsten der Welt, aber
völlig reizlos fanden wir Invergordon trotzdem nicht. Unter anderem hat das natürlich 
auch mit der Hügellandschaft ringsum zu tun.




Nicht nur die Seefahrerkirche im Ort, sondern auch manches andere Bauwerk war durchaus 
fotogen. Und auch manches Vorgärtlein gefiel uns sehr:




Beim örtlichen Bahnhof konnten wir schon die ersten tollen Wandmalereien sehen,
für die die Hafenstadt bekannt ist.




Doch bevor wir uns auf die Suche nach weiteren Murals machten, spazierten wir in einen
kleinen Park hinein. Der war zwar an manchen Stellen relativ verlottert, soll heißen, man hatte
zwischen den Sträuchern offenbar Parties gefeiert und den Müll gleich dort gelassen, und auch
ein kleines Plastikdreirad war im Gestrüpp "vergessen" worden, aber an manchen anderen Stellen
sah diese Grünzone mit den Gräsern, Wildrosenbüschen und rankenden Waldreben richtig malerisch
 aus, und sogar ein paar Wildkaninchen liefen uns über den Weg. Ich glaube, dorthin haben sich
noch nicht viele Kreuzfahrttouristen verirrt.




Und dann gingen wir ins Stadtzentrum und sahen uns die Murals an. Einige davon habe ich
fotografiert, aber leider nicht alle. HIER könnt ihr euch einen Artikel anschauen, in dem es ein
paar weitere Wandmalereien von Invergordon zu sehen gibt (aber auch wieder nicht alle)...





Dargestellt werden u.a. typische Szenen oder interessante Ereignisse aus dem Leben in und um
Invergordon, so auch von einem so genannten Highland Gathering. Irgendwann möchte ich solch
eine Highland-Games-Veranstaltung mit Baumstammwerfen, Highlandtänzen & Co. gern
mal besuchen. Einstweilen begnügte ich ich damit, die grüne Mannschaft beim Tauziehen
zu unterstützen:





Unten könnt ihr einen näheren Blick auf mein Lieblingsmural werfen, das ich euch schon in der
Einleitungscollage gezeigt habe. Neben dem Spruch "Take nothing but pictures..." gibt es auf 
dieser Wandmalerei noch ein weiteres Zitat zu lesen, und damit bin ich mal wieder bei Novas 
ZiB dabei: 

We never know the worth of water till the well is dry 
- Thomas Fuller 1732
(Wir erkennen den Wert des Wassers erst, wenn der Brunnen trocken ist.)




Dieser kluge Spruch funktioniert sowohl im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn -
und weil letzterer auch perfekt zur Aktion ANL passt, werde ich mein Posting auch da 
verlinken.




Die Fortsetzung mit unserem nachmittäglichen Ausflug folgt demnächst. Ich hoffe, wir
lesen einander da wieder! Vorerst danke ich euch herzlich für eure Kommentare zu meinem
vorigen Post Island-Kreuzfahrt Teil 3 - Tag auf See!

Diesen Beitrag verlinke ich u.a. wegen schöner Natur und des tollen Zitats bei meinem A New Life-Post
 ANL # 21 - Thema Mikroplastik: Infos und Verlosung! Und auch ihr könnt dort noch eure umweltfreundlichen, 
achtsamen, nachhaltigen Beiträge verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung eines Produkts, 
das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann - Kommentar unter dem ANL-Posting genügt, und ihr seid im 
Lostopf drin. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr unter meinem Beitrag über umweltfreundliches Wäschewaschen
 ebenfalls eure nachhaltigen Ideen und Projekte verlinken. Mit dem Zitat an der Hausmauer bin ich außerdem bei 
Novas Zitat im Bild dabei! Und mit dem Park beim Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe.


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
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Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken (sobald verfügbar):